Ausgabe 
31.1.1927
 
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Demokratische Partei.

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waren 41 im Betrieb, und zwar in den Hauptzt amtSbezirkeu: Darmstadt 13, Offenbar 9. G i

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abends spricht in öfienüicher Oswalbsgarlcn (Siehe heutige

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Bullen, 644 Kühe. 312 Färsen, 416 Kalber, Schafe und 4703 Tchweme.

Hillebeandstraße, Klinikstrahe, Wctz- Erotenft ratze. Hinter der Wefbanloge. bis 1ft. Februar- Reuenwcg.

Buntes Allerlei.

Seltsame Tierfreundschaflen.

Immer wieder werden Beispiele von

folgen kann!

Das Leben ist schön, aber kostspielig!'

noch nicht eorgetomaxen. Da» Gericht tonn» unter den oorsiegenden Umständen brenn cme Beleidi­gung nicht erblicken und sprach den G a st w i r t des­halb frei.

würdigen Freundschaften berichtet, die eigentlich feindliche gc innte 2 ere miteinander schließen. Einige von ihm beobachte.e Fälle werden von Lvrd Grey de Rxckhyn in einer englischen Zeit­schrift in tgeteilt Solche Freundschaften ent­stehen hau ig durch die Nahrung", schreibt er.

Kommenden Mittwoch, 1 Februar, '.sterchstagsobg. Pfarrer o rell Versammlung in der Turnhalle am überSie neue Kmch«eßicrung'.

Anzeige.)

£ Di? seither durchgeführte Einrichtung Ha^teste.len in der Gemeinde Altev > Buseck aao zu mancherlei Beanftandungeu und Mitzver- ftänöniften '3niQft. 3n Ieiner kürzlich abgehat- Knen Sitzung tefchä tigte sich der Berbands- auSfchutz emgxhend mit dieser Frage und

bührcn ,ur zahlen, da auch dies« entrichtet fein müssen, bevor die Eintragung ün Grundbuch

Amtsgericht Gießen.

' Gießen, 28. Ian. Ende Oktober übernachtete in einem hiesigen Gaschos ein Kaufmann aus Berlin. Bei Uebsrgabe brr Rechnung bemängelte er, daß außer 15 Proz. für Bedienung noch 20 Pf. für Schuhputzen angesetzt waren. Dec Oberkellner er- tlärrc, daß das hier so üblich sei, und verwies ihn, da er sich damit nicht zufrieden gab, an den Gast­wirt. Auch dieser fegte ihm auseinander, daß der Ansag von 20 Pf. dem Tarif des hiqsigen Hotel- oereins enlsprechc, und forderte den Oberkellner auf, dem Kaufmann die 20 Pfennig zurückzugeben. Dieser war ledoch auch hiermit nicht zufrieden und lärmte sowohl in. dem Privat,;! mmec des Wirtes, Die auch in dem Hausflur beranig, daß mehrere Aotelgäfte aus dem Frühstückszimmer herauskamen, um sich noch der Urlache des Lärms zu erkundigen, und daß andere Hotelgäste es war moraens etwa }8 Uhr aus dem Schlafe geweckt wurden. Auch im Hot schrie der Kaufmann noch derartig, daß in der Nähe beschäftigte Leute darauf aufmerksam mür­ben. Er drohte dem Wirt mit einer Anzeige und rief, es sei eine U-iver'chämthcit sonder gleichen, so eine Rechnung zu stellen. Trotz dieses seines eigenen Verhaltens erhob er gegen den Wirt auch nod) Pri- »attlaqe, weil dieser zu ihm gejagt habe, er >ei «in Unverschämter und solle mache«?, daß er hinaus- komme. Der Wirt, der nach der Aussage des ner- noimneneir Zeugen sich durchaus ruhig verhalten hat, bestritt diese Aeußecung, für die auch fein Nachweis erbracht wurde. Er gab lediglich zu, nach dem Weq^mg des Gastes gejaqt zu haben, fo eine unverschämte Schweinerei sei ihm in seinem Hause

frühmorgens mitBalten auf die Trambahn nach Bornheim gestiegen waren. Da ec den einen der beiden Fahrgäste kannte, fo teilte er seine Wahr­nehmung der Kriminalpolizei mit und diele drang in ein Haus der oberen Bergerstratze ein, wo der Ingenieur Walter wohnte. 2lls Haussuchung stattfand, wurde von einer Frau eine Menge gestohlener Gegenstände aus dem Fenster in den Hof geworfen. Die Kriminalbeamten fanden ein förmliches Warenlager. Schon am nächsten Tage sah der Genosse Walters, der in Bad-Rauheim wohnende Schultheiß, in Haft, nachdem bei chm aus Diebstählen herrührendes Material kisten­weise beschlagnahmt worden war. An Hand der gefundenen Diebesbeube vermochte dann die Poli­zei zu ermitteln, an welchen gemeldeten oder nicht aufgeklärten Einbrüchen die Berhafteten beteiligt waren. Der Fall wirkte sich zu einem Monstre- prozetz aus. da eine Menge von Personen den Verdacht der Hehlerei gerieten

angeilagt wurden. Der Wert den beidenCinbrccherkönigen"

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rudi.l steheitden Artikel übernimmt die Redaktion den. Publikum gegenüber leaicrtei Verantwortung Jnr Verbesserung der Gießener Straßenbeleuchtung.

Erfreulicherweise geht man in Dietzen daran die Straßenbeleuchtung zu verbessern. ÄS sei da­bei auf einen Punkt aufmerksam gemacht, der bisher noch nicht genügend Beachtung gesunden Hai nämlich die Ausstattung der Lampen mit entsprechenden Blendern. Bei den zur Zeit angc wandten Blendern kann man die Beobachtung machen, batz lediglich die LichtauSstrahlung nach oben verhindert ist. während ein ganz erheb­licher Teil des Lichtes unnütz seitwärts wegge strahlt wird. Dem kann man dadurch begegnen daß tiefer herabreichende Blender verwend« werderr. welche das bisher vergeudete Licht fam - mein und auf die Straßensläche werfen. Seh wünschenswert wäre es. wenn di« Blender der artig ausgebildet wären, datz die Lichtquell überhaupt den« Auge entzogen werden würde Damit würde die unangenehme Btendwirkung welch« zur Zett von Öen ofsenUegenden Licht quellen ausgeht und recht störend ist. vermieden Man würde die Lichtquelle dann künftig nur er­blicken können, wenn man in den Lichtkegel tritt Es liegt jedoch keine Veranlassung vor. da« Auge derartig zu erheben, so h-f) künftig die Blendung praktisch ausgehoben wäre, während jetzt der horizontal gerichtete Blick dauernd t>on den starken Lichtquellen gestört wird. ES müßt« mit anderen Worten das der modernen Dchau- sensterbeleuchtung zugrunde liegente Prinzip An­wendung finden, nur daS durch Beleuchtung h«r- vorzuheben, was gefefoen werden soll, dagegen d«e ablenkende und dcs Auge störende Lichtquellen selbst dem Auge zu entziehen. Gs kann angenom­men werden, datz bei Durchführung dieses Grund­satzes. welche allenfalls eine etwas engere An­einanderreihung und etwas höhere Aufhängung der Leuchttörper bedingt, worauf bei einer plan- mätzigen Durcharbeitung Rücksicht genommen wer­den kann, eine wesentlich bessere und modernen Grundsätzen Rechnung tragende Dtadtbeleuchtung

stohlenen Sachen belief sich auf

75,000 Marl. Es befanden sich darunter Juwelen für 11 900 Qllcu und für 40000 Mark Haare. Die Lchmuctsachen waren nächtlicherweise einer Iuwelierfinna in der Liebfrauenstrahe auf die

tarn nach Prüfung aller Aorwendtgteiren zu dem Ergebnis, ab l ifebruar alle nach Al te n- Buseck durchgeführten Wagen nur noch an der Schanz en st ratze halten zu lassen. Don diesem Zeitpunkt ab kommt für Alten-Buseck nur noch bitte einen Haltestelle m Frag« M.t dieser Regelung hofft man. in Zutun, t alle seit­her vorgekommenen Verärgerungen und äln- sicherhei'.en zu txrmciöee. und dem Abiahrvunft in Alten-Buseck die erforderliche Stet.gkeil zu geben Weiter ließ sich der Verbandsausschuh bei dieser Heute gelang von der Voraussicht lei­ten. das) bei dem bald stärker «»«setzenden Fähr­verkehr der Landwirtschaft in Verbsttdung mit den großen Autoomnioussen in den engeren Oe- meindestraß.n Komplikationen unoermeidlich wer­den. Ilm diesen dann unangenehmen Zwischen­fällen von vornherein zu begegnen, erfolgte die Festsetzung der Schanzcnstratze als einziger Hafte- puntt. wo sich der Derkehr ungehindert und un­gefährdet adwickeln kann.

b e n *4. Mainz 5. Bingen 2. Worms 5. An Bier» mengen find 1 008 173 Hektoliter abgelaffen wor­den. davon find 933 281 Hektoliter versteuert, 15 551 Hektoliter Haustrunk und 9342 Hektoliter an die französischen Mxlüärkonrmen abgegeben WorDen.

* Auftrieb auf d e m heutigen Frank­furter Schlochtoiehmartt 292 Ochsen, 61

mit, bah man bem ju'ammai- gesehbich entgeht, it ja lang" öuung. Man wcib: es m° rkvmmener Mensch sm, mo Leben lang mit dem vmü- :un zu haben! Saturn Ri w dies etwa lesen, das Mm« r es mit Dem ernsten, Mgen j[ufi ich will aus den schm-

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DerMörderGrebenausverhaftet

WER. Frankfurt a. W, 30. Ian. Der Mörder des Juweliers Grebenau, bet be­kanntlich am vorigen Sonntag in feinem Geschält in der Äcilcrftrad« ermordet worden war. wo­bei dem Täter Schmuck lachen un Werte von 50 000 Ml in die Hände fielen, ist gestern in der Perlon des Einbrechers Friedrich Schultheiß aus Wisselsheim bei Dad- Rauheirn verhaftet worden. Schultheiß ist ein alter Verbrecher, der erst vor kurzem aus dem Zuchthause ent.affen worden war. Er leugnet hartnäckig j<te Beteiligung an der Tat. Der Indizienbeweis, bei sich u. a. auf einen Brief gründet, den der Mörder an Grebenau gerichtet und den man h«A nach der Ta» ün Üaden Grebenaus fand, und ferner aus einen blutbefleckten Rock, der in der Wohnung des Mörders gefunden wurde, ist jedoch so belastend, datz jeder Zweifel an der Täterschaft des Schullheitz Mrsgelchtosten ist. Im übrigen er­fuhren wir noch folgende Einzelheiten

Der Installateur Johann Friedrich Schult­heiß ist seit Jahren durch fein» Ginbrüche eine Plage der Frankfurter G e f ch ä f t s- weli. Schultheiß arbeitete feiner Zeit mit dem auS Züschinaen im Kreise Dillingen gebürtigen Ingenieur Johann Heinrich Walter zusam­men. die beide durch ihre Tätigkeit alS ,Ein­brecherkönige" bekannt sind. DaS Schicksal wollte, datz sich das Paar im Mai des Jahres 1911 wegen bandenmäßigen Diebstahls zu verant­worten hatte und zu je acht Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Ihrem verwegenen Treiben wurde durch einen merkwürdigen Zufall ein Ziel gesetzt. Ein Stratzenbahnangestellter hatte in der Zeitung gelesen, datz bei einem Kaufmann auf der Zeil ötofte und Lcinenballen entwendet wor­den waren. Er erinnerte sich, datz zwei Leute

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W ste,geben M 1 thnru beliebt. Die öimficn t« und Dörfer, die von btr l'-erbaien, jedenäA nie okr lenen TergmigunMätten iu t lo manche Jiiedhossmauer « au! der sitzend die kbtg< Ä zutveilen zuiammevdiMi erzählen! - Und zum jvei- id mühte wieder DeW te- n Anstand, und wieder 4hv Sah der jugendliche Mensch Hre blani und sleärnlo- zu xr felbft tDiüen, um feine mitten, um (SotttoUk tbett, - um der Wut» imllrn. 2uMd fvllte, wen weih, neu lernen, was d r zügeln, sich im Zaum Ibstzuchl leben! einen un- : ich will einmal nicht j» on jugendlicher Verbrecher ae- Flamen meiner Familien ich l einen Eltern keine Uoehrr

Zahlung der Sruuderwerbsteuer ist Vorbedingung für die Grundftüüiiberschreibung.

Don Iuftizinspektor Schröder, Butzbach.

Die grundbuchmößigc Wahrung des (Eigentums* Überganges hinfichUich eines Grundstücks kann erst erfolgen, wenn die Grunderwerbiteucr de.zahlt oder stchergeftellt und gestundet ist. Diese Tatsache scheint, wie die (Erfahrung lehrt, rnelfach unbetannt zu fein. Während die Gebühren, die das Gericht ober der Notar in Rechnung stellen (und die, nebenbei be­merkt, gleich sind), in der Regel prompt bezahlt werden, hapert es oft mit der Entrichtung der Grunberwerbsteuer. Bis zum 1. Juli 1926 wurde diese Steuer auf Grund eines vorläufigen Steuer­bescheids des beurkundenden Amtsgerichts ober No­tars an diese Stellen bezahlt. Seitdem erheben die Finanzämter auf Grund einer Deräutzerungs- anzeige des Amtsgerichts ober Notars die Grund- eraKrbfteuer selbst. Amtsgerichte und Notaoe find nur noch sog» Hilfsstellen der Finanzämter und kom­men für die Steuerberechnung kaum noch in Be­tracht. Die Eintraaung des Erwerbes eines Grund­stücks darf erst erfolgen, wenn dem Grundbuchamt (tklmtsgericht, die Bescheinigung des Fmanzamts üorliegt, daß die Grunberwerbsteuer ge,zahlt oder gestundet oder aber der Eigentumsübergang gründ- erwerbsteuerfrei ist.

Betanntlich )ahlt niemand gern Steuern, man versucht, den Zahlungstermin möglichst weit hinaus« zuschieben. Solange die Amtsgerichte (und Nowre) die Grunderwerbsteuer «inzogen, ging sie nach mei­nen Wahrnehmungen rascher em; Beschwerden gegen die Steuerbescheide waren eine Seltenheit, 'vahrend ste. wie ich höre, jetzt außerordentlich häufig sein sollen und den Finanzämtern viel '-Ur­beit, und zwar meistens unnötige, uerui|ad)en. Eine einfache 'Jnidfrage bei dem Finanzamt dürfte in den meisten Fallen genügen, Unklarheiten über die an sich einfache Berechnung zu beseitiacn. Infolge verzögerter Zahlung und unnützer Reklamationen ruhen die Akten bei dem Grundbuchamt, bis viel leicht nach Monaten die Bescheinigung des Finanz­amts über Zahlung der Grunderwerbsteuer eingeht.

Zn Gememden, in denen die Feldbereinigung in 'Angriff genommen ist, treten die Grilndstückseigen- tiimer vielfach an den Landmesser mit Wünschen wegen Gvunbstückszuteilung heran, die mitunter einen Kaufvertrag mit Austassuna hinfichtlich ein­zelner Parzellen nach der bishsrigen Bezeichnung voraussetzen. Die Beteiligten haben es dann sehr eilig mit dem Vertragsabschluß bei Gericht ober Notar, nur nicht mit der Zahlung der Gruiid- erwerbsteuer, von der doch die Eintragung im Grundblich abhängt!

Wer als Erwerber eines Grundstücks Interesse daran hat, auch baldigst als Eigentümer im Grund­buch verzeichnet zu sein, zögere nicht mit der Zah, lung der chm vom Finanzamt angeforderten Grund­erwerbsteuer und vergeße nicht, die ihm außer­dem vom Amtsgericht ober Notar angefoeberten @e«

Weife entwendet worb-m. daß die Täter im Hausllur ein Loch in die Mauer bohrten und ungehindert in dem unbewohnten Haus in das Laoenrnnsre eindrangen. Dort wurde mitgenom­men. was gerade fo herum lag, auch ein Schau­fenster wurde fast vollständig ausgeraubt. Die erbeuteten hundert Äilo präparierter Frauen- lvpfhaare im Werte von 40 000 Mark entstamm­ten einem Friseurgeschaft in der Goethestratze. Der Geschäftsinhaber hatte ftch bis gegen 12 Uhr nachts in seinem Laden aufgehalten und ftch dann m feine Privatwohnungg begeben, die im oberen Teile des Hauses lag. Morgens fand fein Gehilfe die Ladentür. die in den Hausgang geht, auf- gefprengt und die Behästniffe erbrochen vor. Rachdem die Einbrecherkönige. von denen Walter vor Gericht behauptete, datz er durch Echultheih zu den Taten gekommen sei, ihre Strafen ver­büßt hatten, wurde Walter alsbald wieder er­griffen, als er aus einem Optikerladen für 20 000 Marl Gegenstände gestohlen hatte, wofür er drei Jahre Zuchthaus erhielt. Sein Komplize Schultheiß arbeitete nach Berbützung der acht­jährigen Zuchthausstrafe zwei Jahre lang als Fabrikarbeiter, ohne mit dem Strafrichter in Berührung zu kommen. AIS fein Kind konfir­miert werden sollte, kehrte Schultheiß nach Krank- furt zurück und verübt« zusammen mit einem nuteten schweren Jungen in ter Goechestratz« einen Einbruch, wobei sie für 80 000 Mark Waren fortschleppten. Ms Schultheiß verhaftet werten sollte, wollte er einen Beamten mit 1000 Mark für feine Freilassung bestechen. Die Offerte wurde abgeschlagen und Schultheiß bekam von ter Straf­kammer vier Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehtverluß.

.fo nahm «ine Katz« regelmäßig an ter "Mahl- seit von acht jungen Schweinen teil, denen Ma­germilch vorgefeyl wurde. Obwohl die Schwein« einander vom Trog wegstiehcn. schienen sic «4 nicht ungern zu sehen, datz die Katze sich an ihrem Etftn beteiligte 2U* die Schwein« älter waren und auf «in Bshncnftld. einen Btertelkilomeier von ihrem Stall enlftrnt. getrieben wurden, zog die Katze jeden Morgen mit ihnen hinaus, lehrte am Abend mit ihnen zurück, und als es Iah wurde schlief Ixe mitten zwilchen den Schweinen. Während die Schweine auf dem Bohnenfeld wei­deten, ling sich die Katze Feldmäuse und Bogel Die innige Freundschaft bcftanh, bis die Schweine geschlachtet wurden. Ich kannte auch einen Ponv. ter. alS er von den Pftrden getrennt wurde ftch einer Herde von Antilopen anfchlotz. Et blieb zwei Jahre lang bei den Antilopen und wurde von ihnen alS gleichberechtigt aus­genommen. bis er gefangen und verkauft wurde Im westlichen Amerika beobachtete ich einmal eine große Herde von Pserten. die von zwei inerikanlschen Stieren geführt wurden. Wie die Stiere die herrschende Stellung unter den Pfer­den erlangten, ist schwer zu begreifen. Die Stiere waren wild und rannten mit den Pserten um bte Wette, ater wenn fte ruhig weiteten, dann hielten Üch auch die Plerte eng um sie und ver­trauten sich überhaupt vollkommen ter Führung der Stiere an. Diese- wunderliche Zusammen­leben «ntetc nach etwa zwei Jahren, als bte Stiere ve.lauft wurden. Ml diesen Freundschaf­ten wurde durch den Menfchen ein Ende be­reitet Wäre dies nicht geschehen, fo hätten die Tiere wohl dis zu ihrem Lebensende mit­einander gelebt 2lud) Hunte und Wölfe, die gewöhnlich sich erbittert bekämpfen, haben schon engste Kameradschaft mit einander geschloffen, und diese Freundschaft erscheint nicht so merk­würdig, wie die zwischen Tieren ganz verschie­dener Arten.

bt ber ftebenten Stunde starr. Der Zug. ter unter flotrer Marschmusik bte Hauptstraßen pas­sierte, bot «ine.i reizvollen Anblick und wurde aHentfcalben mit flauem Intereffe beachtet.

Racheichung der Maß« und Ge­wichte. Die m zweijähriger Wiederkehr gesetz­lich norockhnebene Racheichung ter im eichpflich­tigen Verkehr befindlichen Meßgeräte ILängen- unb Flüffigk-ftSmahe. WcßwrrkL«uge für Flüs­sigkeiten. Hohlmaße Gewichte und transportable HMxdeüWagen bis cinfd)L 3000 Kg.) findet in ter Stadt Gxeßen im Monat Februar wie folgt ftatt. Born 2.-10, Fehr.: Bahnhofstraße,Tiefen- tpeg, Äablaiuiaajfe. Kacharinengaffe, Löwenqaife. Wob'«' g^ffe. Schau. c.nstraße, Frankfurter Straße, Mi.estLrch«. IMhHmftta'ic. Liebigstraße, Lcih- gcsterner Weg, Riegstpfod. An den Bahnhöfen, Ebelstratze, Friedrich st ratze. Hofmannftraße, Ered-

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Rcxreitbäue. Sonnenstratze. Erlengafie, Weiden- gaffe. Darterälraße. Strphanstraste. Heffenstratze. Schifienterger Weg. Ludwigsplatz. Ludwigftrahe. Qülianlage. BiSmar-strafe. Goetheftraße. Bleich- it-ratze. Bergstraße. Löbersiraße, Licher Straße, Kuckevalle«. Wolfstratz«, Olloltkestratze, Eichgärtexx, :t SteinwLg. Roons'.ruße. Gutenbergstraße.

Gs fti bestmterS daraus hingewiesen. daß die Reigungswagen am Standort der Wage geeichi werten. Diese Eichung ist betonter^ zu beantragen. Weitere Eichuuge.t finden un März ftatt. '2bntoftunten te» Exch- anuei von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 4 Uhr nachmittags. SamSlags nachmiteagO ge- fchtofien.

* Personalie. eteuerammtann Sieget beim Fmänzamt Alzey wurde mit Wirkung vom 1 Februar ab an bas Finanzamt in Homberg (Ohm) verfeyi.

* tonyert her Klavierschule fDlinnu Körner. Am Samstagnachmittag veranstaltete bi« Schul« für höheres Wlaoicripicl von Minna Körner im Saale des Instituts ein Schüler- konzert zum Besten dec beiben hiesigen Schwestern» Häuser Die Vortrugsiolge umjaßu, wr Vorfeier von Bcechooens U)D» lotestage (26. Marz 1927), ausschließlich Bcechooenfche Musik, gespielt von Schülern und Schülerinnen des Instituts: außerdem roirhtn mit die Konzertsängerin Frau (Elia (0 c f fers «Sopran), Frl. Anita Gefsers (Rezitwion) iinb Paul Köhler (Geige). Das Programm wurde durch einen von Frl. Ges fers anmutig oorgctra genen Prolog eon Wilbendruch ein geleitet Man hörte bann zunächst Heine und verhältnismäßig ein­fache Klavierstück. (Oegrctto, Türkischer Dtarid), Rondo), und konnte un dem eroFt und fingerfertig geübten Auswenbiasviclen der Kleinen sein« Freude haben. Auch die schwierigeren Themen für Fort­geschrittene. Menuett, Walzer, Adagio (au» der oonaie op. 27) wurden lobenswert bewältigt und mit ocrbieiitem Beifall ausgezeichnet Die Höhe­punkte bet 5d)ülsrbarbictungen bildeten die zwci- lafitge Sonnte (op. 24) für Geige und Klavier, das ichwierxge und umfangreiche op. 34 F Pur, Thema und Bixrianoiien, das schon rein gedächtnismäßig eine bedeutende Sicherheit ooraiisfc^t, endlich bas von zwei Schülerinnen gespielte schlußfväck Sonate op. 26 As Sur. Eine befonber« Not« erhielt die gut besuchte Veranstaltung durch die Gesangseinlagen von Frau Elsa Geifers, die, von der Instituts- lei le r in am Flügel begleitet, drei Beechvvenlieder lang, von denen insbeiontere die beiden letzten ,.2ch liebe dich" und Dee Kuß" wenig bekannte, Äbenbe nurstkälijche Miniaturen des Meisters

llen, es war ein Genuß, die leicht«, weiche, labeUo» «schult« Stnnm« und den liebenswürdigen Vvrwagestil ter Solistin auf sich wirken zu loffeu. Das Konzert wurde am Sonntagnachmittag wiederholt.

- Die Biererzeugung iu Hessen hat 1925 gegen bas Vorjahr wesentlich zuge­nommen. Diese Mehrrrzeugung ist auf den er­höh dm Verbrauch, der du'.ch di« weiter« beM«tc Befchafft'icheit ter her gestellten Biere vorauiaßt wurde, zurückzufühien. ES tourten nur unter­gärige Biere hergestelit unb zwar hauptsächlich Bollbier und in geringem Umfang« auch Stark­bier. Der Verbrauch von Schankteer fällt kaum noch in» Gewicht Da» Vollteer toia-te in zwei Sorten berge stelle ßaaecbLec und sogenannte» Erportdier Zu einem Heftoliter ßagerbwr tour­ten durchlchnittlich 18.6 Kilo, zu einem Hektoliter Erportbier 20.3 Kilo xmb zu einem Heftsliter Stark»i«r 24.2 Kilo Geriteiunalz te-ewendet Der Weingetstgehalt betragt für Lagerbier 2.6 Proz., für Ervortbier 3,1 Proz. und für Starkbier 4.5 PrvzenL. Edler« oder besondere, unter einem eigenen 21 amen oter nach einem betonte een Be- emtungSveefahrex bekannte Bie.e wurden nicht heegefteilt. Die Durchschnittsvreife der Biere bei Abgabe au» ter Brauerei betrugen für «in Hekto­liter Lagerteer 32 Mk. Eztportbier 3d Mk.. Stark­bier 50 Mk. Von 32 vorhandenen Brauereien

Rundfunk-Programm

deck Frankfurter Lenders.

(Aus der .Radlo-Tlmfchcku''.)

Dienstag, 1. Jebruar.

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchefters Aus Ope­retten von Leo Fall. 5.45 bis 6.05 Uhr. Die Lefe- stunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: Übertragung von Kassel. Ueber die Zusammensetzung und Verfalfchuna eini­ger Lebensmittel. II. Fleisch, Eier und Dauer waren", Vortrag von Dr. Haun. 6.45 bis 7.15 Funkhochschule:Altdeutsche Tafelmalerei XVI". Vortrag von Dr. Oswald Götz, Assistent am Stätel schen ÄunftinftituL 7.15 bis 7.45 Uhr: Englischer Sprachunterricht. 7.45 bis 8.15 Uhr: Senckenberg oortragDer Lichtsinn", Vortrag von Dr. E. 6bin ger. 8.15 bis 9.15: Dorlragsstunbe Raoul Auern- Heimer (Wien). 9.15 bis 10.15 Uhr: Uebertragung von Kassel: Sinfoniekonzert bes Kasseler Sinfonie­orchesters. Musikalische Leitung: Dr. Ernst Zulauf vom Staatstheater Kassel. Anschließenb Versuch bet Uebertragung auswärtiger unb ausländischer Sta­tionen, veranstaltet von Oberpostinspektor Krauß.

Tpreckiktuuden der Nevaktivn.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloßen.

Für unverlangt eingesandlc Blanaff riple ohne beigeiügtes Rückporto wirb keine Gewähr übernommen.

Anzeigenausträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten

Gießen, Kreuzp atz 6 \ i