$rdtag, 59. Dezember 1927
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger fiir Gberhefien)
Nr. 5C5 Drittes Blatt
cüt Die moNmn ®rningailSafteTi einer sich
letbei.
entladen im
unb
anbei etwa 16 Pro»
von
ber L*< nb verfochten! sich.
mbung 5ü mürben biete »ontlitte einst auch ihre öterbeftunbe
iU feit achtzig
Nachdruck verdaten.
4. yonfetzung
(Jomegung folgt)
43 Tt'.Dionen. Nohstvlfe unb halbier.ig* aren mit 73 THtUtonen beteiligt Vcm b e en $oftcn .den im ganzen 2.1 Millionen auf Roggen
7.1 Millionen auf S ri nkvhl e.
3tebt man in betracht, baft auch bte »nl* Wicklung her Arbeltslvsenzllser teil bem 1. Ttorrmber sich bUfrer in erbebte* engeren
Heberwinbuna bet Mr fe tx ber die WelNviNschast heute noch
Es zogen drei Äurschen wohl über den Mein .... Roman VON Erica Trupe-Lärche r.
freut mich. Älcefte. doh bu unser Wohltätig- teififcti mthnadien willst! Huf Ersuchen der Hrmtn»
Der Nachfolgenbe 3uf|a» bei ^anbeli- miatherl im Xab.net! ttoolibgt bean- XXit um 10 gröberes Interesse als Hoover als ter aussichisre.chst« Äanbi- tat für die Nachfolge des Präsidenten Eoolibge in bet Präsidentschaft ber 2er- einigten Staaten gilt.
Er betont iich immer völlig vor ollen Tmpen cl» Gl|ä||erl — Unb baburch kommt er mir nie wirklich
J>te Srgebnille ber amerlkanl'chen Handels- taliftif haben gezeigt, bah im vergangenen Rech- nungsjahr« ter Anteil der Bereinigten
immer mehr tclemernbcn Technik haben zu erhöhten Anlprüchen ber Äulturnatirrun unb damit zu einer Steigerung bei TNellbatu'x s Volumen» gclübrt Bis zum '3klthiefle hatte l,ch ber Welthandel tn einem <kuraunt von etwa ,wanz g 3abren ft et» verdvpp. ' Er wirb sich ^uch in »uranfi ausdehnen unb damit aanz vkn felbst zur Uebetminbung ber Ärite beitragen, unter
©tvniffl hält. als es bet Saison entfl unirtK. fo wirb man einem Uebenna1 planmäßigem Pessimismus burcha.» entgegen- treten bür’en. Noch mehr ift dies ber .r -U. wenn man die Gefamjadreizilfem ber Aus uhr in Betracht zieht, während bte Oelamtaul.u! r Im Jahre 1925 8."95 Millionen betrug, im Jahre 1926 978J 2IillIonen, betrug fie in den erlten elf Monaten des Jahres 1927 9322 Millionen, wirb alfo voraussichtlich 10 Milliarden n cht unerheblich über chrei en. obwohl bie BerhäU- nifse am Weltmarkt für den deutschen «rport 1927 bei weitem ungünstiger lagen, als 192b.
Er sah mit seinen dunklen Augen von famteiem Glanze unb fttoa» münbeijonniaer Rundung zu ihr mu einem Lächeln hinüber: „Du bist thamanl. ©ranörnamu! Denn bu axifjl. bah einer van un» drei Enkeln zum Besuch zu dir herauakommt. läfoj bu immer eine» feiner Lievlingsgerichte fermeren!*
Dann schweifte fein Blick über bie leeren Platze van Melusine unb Roy nond. beren Besteck UN benutz! lag. Die (Erinnerung an ba» Erlebnis vorhin, unb ber ©runb, weechalb sich jetzt bie beiden ®e- schwtster n:cht zugleich mit ih n unb ber Qrofemutter hier einfachen, leitete wieder m seinen Gedanken tu bem Gespräch von eben hinüber.
„Unb doch war » nicht gut CHranbmamo. bah bu diesen Deutschen in unsere Samtlw ausgenommen brit. in ber immer nur geborene Elsässer unb dran- jo en waren! Denn bu auch immer wieder dich bannt tröstest wie sehr glücklich bie Ehe oon la nie nelcne war. bi» ihr Wann so verhältnismäßig fnrt) ftarb! L:eh —er machte eine Pause, um nach Sorten zu suchen. ..— sieh, aus bie beiden Kinder, ist doch mel vorn beuchen Pater übergegangen! Desonber» bei Jlagmonb! Melusine hat ja auch mel oon ihrer Mutter. Unb be»®cg<n — deswegen be- nühe >ch mich ja auch imnwr. l»e ganz auf unsere Seite hinüber zu ziehen. Aber ich fürchte —*
Er brach ab. bo er bie ®rofjm-tter abermals uirtcr einem Iritc-. Blick sich aufrichten sah. Lieder näherte sich ber alte Iocque-. um nun bie gamiene Äoieplar.c jj servieren. Aber der Schtuß^g oürjie bem jungen Baron im Halle. Unb so ctzle er auch in (hegerunart be» allen Do.ne<ii!en hinzu, ber ja b<n Zuiammenhang be» Satzes nicht kennen konnte: .Lch fürchte. Grandmama. ich werde kein Glück da- mit haben---* , _ ,,
Die Greisin senkte schweigend da» Haupt. Lrich siel bas Lbd)t über bie bunten büynben Prismen be» ÄronieuAter» jjt Tafel hrrad Dahrjehntelang harte -:ch ber Äorrhtt der Me.-'ungsoerlch.^-hen- n und ber entgegengesetzten nationalen Ueberzeugung zwi'chen ihren beiden Ä.nbern. chrer Tochter ur.b bem einzigen Sohne foNs-ectzt. ber den 'ranzöü ch- el'ässi'chen Irabihonen ber öa-müe .b-armerfrag treu geblieben war. liefe Son;lifte oon Lohn unb Tochter hatten ihr eigenes Örritenleben oerdunkell. trotzdem He m:t <o viel Borrxhnheit. mit gegen'ri- tiger Rücksicht gejühn worben oartn. Lebte dieser Zwiespalt nun in der jungen Generation werter, mil
..Glaube nur. mein Lieber ich habe damals schwer genug unter dieser Heirat gelitten. Aber ich habe mir gejagt, unter einer so großen Liebe zwi- fdyn zwei Menschen müsse mein eigener Dunfch müsse mein Dille sich beugen, ttl» später nach dem Manoo<r ber Haupt nann einen hohen Pasten In ber beuHAen ItenoaUung hier in etrafcburg übernahm unb noch nal» um Helene bat hatte ich we- nigflen» ben einen Trost: sie hier in Strafjburg bfhaüen zu dürfen. 21 ber viel. — viel Staub bat bamak bieic Bermöhlung aujgeanrbeU! Die Ser- birchung zwilchen einer jungen Französin unb einem deutschen hohen Beamten *
D»eber machte sie eine kleine Pmlle unb (ab Nn Enkel schart an: Meitzt bu. Skefte. woher die kleine Narbe auf ihrer Stirn, dicht an ber cdünje oben, stammt? tiril ein Steinwurf au» der Volks- menge sie trat, al» sie im Brautstaat zur Kirche fahren unb ben Da gen besteigen wollten!*
Der Enkel nickte schweigend. 3a. er kannte diese Episode aus bem Leben feiner Tante pelene Nam- merschtag - Delzin. Seine feine grrlegie nanb krampfte sich unwiMüriich über dem silbernen Servietten band. mit bem er coen spielte Ob. er verstand jenen Unbekannten, ber mi» ber Gruppe ber 3’j|dxiuer heraus den Stern aus bie Braut geworfen hatte bie einem bisherigen 5einb &*« ßanb reichte! Einem der Feinde bie wod end der entfeß- ltdxn BelagerungswSchen für Strahaurg diese oer- derblicken Brandgranaten in die ringe'chnürie Stadl geworfen hatten!
Beide hingen schweigend ihren Gedanken nach, bis ber Diener kam, um bie Teller zu wechseln, unb bie knusprig gebräunte französische Poularde mit Salat und Kompott zu reichen. .Lch habe erpreß für dich bteten Qking heute abend angeorbnet nein Lieder.* meinte die alte Dame bann in ihrem verbindlichen Tone, .ich weist. bu schätzest die »ran- zösilchen Poularden besonders.*
selten in bet 3nbuftne vergrößere 3n dieser geifrigen Einstellung unterscheidet sich unsere Arbeiterschaft lehr scharf von der 2rbei:er- fchaft anderer Länder
Die Wirkung aller bietet ,*ahören war eine früher für unmöglich gehaltene Steigerung des Leistungsgrabes unterer Mitt- schäft. Sie wurde durch ein klares Verständnis für die grundlegenden Vorbedingungen moderner Induftriewirtfchaft und durch eine zielbewichte ^jusammenaibeit ber gesamten 3tu uftrie ermöglicht. Diese Steigerung des Selstungsgrakes unierte Dirischast bildet letzten Endes das Ge- heimnis der amerikanischen Mcttbewerbs äh'.gkeit auf dnn Meltmark'.e. sie ist die tiefste Urfacbe. weshalb die Union in bet Lage Ift. Daren, bie mit den höchsten Aeallöhnen ber Welt produziert sind, vorteilhaft auf dem Weltmärkte verkaufen zu können.
Die Methoden ber amerikanischen Tvirl- schastspolitik sind keinesfalls geheim. Sie stehen der gesamten Welt dien. Sie beruhen aber nicht nur auf technifchen Voraussetzungen, bie leicht von anderen Ländern ausgensinmen werden können und tatsächlich weitgehend kopiert werden, sondern auch auf lieier llefenben svzia - len Voraussetzungen, die sich nicht ohne weitere» verpslanzcn lal'en. Eine anpa s. nzs- sähige unb doch energische Dirtschast^po itik der Vegierung unterstützt diese Tendenzen. So erfährt z V. die amerikanische Geschäftswelt eine weitgehende Unterstützung der Vegterung in der Erschliesiung neue: Märkte Q» gibt wohl kaum einen besseren Vewei» für da» dauernd wachsende 3ntereffe der amerikanischen Geschäftswelt am Ausfuhrgeschäft, als der zunehmende älmfang der Anfragen beim Handelsamt. 3m 3ahre 1921 21r.|tagcn die ’ii auf alle ire.gc industrieller Erzeugung etftt.den. unge'äbr 15000 im Monat, im leg:en Jahre dagegen mehr als 180 000 im Monat Die Steigerung der Anfragen geht zum Teil aus die In den vergangenen Jahren durchgesührte Reorganisation des Hande l s a m t e » zurück, die dessen Leistunaslähig- keit wesentlich steigerte. De Reorganisation be- stand vornehmlich in der Schasjung verschiedener mit Spezialisten befetzier Sonberabieilunfen. die eine weitgehende fachliche Verichterstanung ver- folgten, um auf diese Weise den interelfierten Streifen eine genaue Orientierung über die Lage auf den wichtigsten Weltmärkten zugänglich zu machen. _
Amerika wird nicht auf feinen Lorbeeren ausruhen: es wirb in feinen Anstrengungen für die Ertüchtigung feiner Bevölkerung, in der Ausschaltung industriellen Leerlaufes und in der Erhöhung des LeiftungSgrades feiner Wirtschaft weiter fortfahren. Amerika weih auch genau, dast lein eigener Vorteil mit dem Wohlergehen der Weltwirtschaft eng verknüpft ift; es weih insbesondere, dast ein gesundes, wiederauf- strebendes Europa, ein Europa mit stabilisierten Währungen unb ge ander WirtfchaftSent- wicklung die beste Grundlage für eine weitere Entfaltung feiner eigenen Wirtfchaf tskräf te bildet. Sin folches Europa, beffen LebenZstandarb notwendigerweife steigen must, wird einer, in wachsendem Maste auf nahmef ähigen Markt für amerl- konische Erzeugnisse — insbesondere Rohstoffe und Halbfabrikate bilden. 3c mehr andererseits der Rationalreichtum Amerika» wächst, je mehr sich lein Lebensstandard verlx ert, um so me^r muh Amerila Waren, bie es nicht selbst ober nur in geringen Wengen produziert, alldem Auslande einsähreii. Ss must dann natürlich auch wieder mehr Waren ausfüyren. um für diele Einfuhr zu zaiüen. Damit wächst ganz von leibst feine Fähigkeit zu einer weiteren > Steigerung seine r Produktion.
linier 3ahrhundert hat eine völlige Um» , wälzung in Len verlchiedcn ten önwtgen un- . feres Kultur- unb Wirtschaftslebens gebracht. . Die erhöhte Anwendung elektrischer Kraft, der , rapide Aufschwung des Verkehrswesens, in»- . besondere deS Luftverkehrs, die weitgehenden Der- , beslerungen in ber Rachrichtenüuertragung. kurz.
Rückgang von Oktober |u Rovemder ist ein regeln-.ästig wiederkehrmdei durch bie Saison bedingter Vorgang, er ist im Jahre 1-27 um fv weniger geeignet. Desvrgni'se zu d^mnden. a.» io die'ern 3ahr die Rovembeeausiuhr an Aerng- mären, die in allen Bon ahnen aus SatlongTün- den stets hinter der Oftobevau» uhr inruck- Keibt. trotzdem ganz erheb.ich hoher liegt, als in fäm:!.chni Mo nuten vor dem Stpiembcr. An bem Rückgang der Ausluhr geg.-nüder dem Ohober lind Lebensmittel unb Getränke mit
Ötner Zeriigwarenaus uhr von 6o25 M.l!io .en 1925 und V-64 Millionen 1926 stehen in ben ersten elf Monaten des 3ahres 1927 bereits 6800 Millionen gegenüber 3n Meier Jillem- entwicklung zeigen sich die Auswirkungen der Xalionalisierung. aber auch der deutschen Han- delsvcrtragspoiitik^ sie werden sich ^rhebi.ch fteiaem laMcn. wenn die Entwick.ung 1k* Uxu- marktes im neuen 3ahr sich auswärts richtet.
erfolge des dritten Weltspartages.
3n diesem 3ahre wurde bekanntlich am 3 L Oktober ber dritte Wellspartag ad- gehalten. An Propaganda für dielen Lag seitens ber besonders interessierten Sparkallen hat es nicht getcblt. darüber hinaus haben sich diesmal auch die Privatbanken an diesem Lage für Die Spartätigkeit eingesetzt Heber die Gt olge des dritten Weltfpartages liegen, foweit sich die Reubildung von Spareinlagen bei den Priiat- banken vollzogen hat, seitens dieser leib<r noch keine Ergebnisse vor. Man ist in ber Oeiientlich. feit an der Entwicklung von Sparkonten bei den Privatbanken gerade im Hinblick aus bie entstandenen und inzwischen beigelegten .Iwistig- leiten zwischen den Sparkassen und Privatbanken besonders tntcreUiert 3edenlalls bat der dritte Weltspartag nach den Angaben der Deutschen Lparkassen-Zeitung" den Sparkassen einen befolg gebracht, bet nicht unerheblich über die Ergebnisse des ersten un dz weiten Weltspartages binausgeht. Aach einer von den Sparkassen aulgeftettten Statistik betragt der Mehrzuwachs an Spareinlagen In der Zeit vom 31. Oktober bis 10. Rovember 47 Will. Mk.. das sind, verglichen mit der Zunahme im Jahre 1926 runb V0 Proz. mehr» 3n dieser Zahl kommt wohl auch die flunftl'jc Äon- junltur und Lelchä'tigungslage »um Ausdruck, die es den Arbeitnehmern erlaubt hat. wirbet in erhöhtem Mähe SraremjaMunaen vorzunehmen. So sehr an sich dieser Eriolg des Welt- laartages zu begrüben Ist, must auf bet onberew Seite doch immer wieder betont werden, dast bis setzt die Vildung von Sparkapital weit hinter der Vorkriegszeit zurückbleibt.
• Herabsetzung des Dechseldls- lvnts der Bank von Frankreich Die Bank von Fran!ri.ich hat einer Pariser Meldung -ulvlge ihren Wechseldiskont von 5 auf 4 Prozent herabgesetzt. -.mm»
^Süddeutsche Zucker-A-G Mannheim. Die Äuräftdgerung der Aktien w rd in DLrfrnkreisen auf ein angebliches Vezugsrecht auf die 275 Will. Mk. Vorraisaktien der ®e- fellschast. die Im Verhältnis 10:1 an die Ak- tionäre begeben werden könnten, zuruckgeluhrt. Auderdem fallen noch besonders günstige Mitteilung tn ber G>D. Anfang Januar durch bte Verwaltung gemacht werden. Obwohl die
Ameni'a und die Weliwirffchast
Von Herbert Hoover. Handelsminister der Vereinigten Staaten.
fettwfeft mitnachen willst! Bus Ersuchen Verwaltung, für deren Zweck ja der Ba! fuhren alljährlich ftattfinbet. hat unsere Gruppe von riia's.ichen Äünftiem wieder da» autzere tlrrangement in Die Hand genommen! Bonge» 3ahr war» «in bal rouge Alle» ganz in Rot yl>allrn. 21 j»* schmückung de» Saale», der Kostüme usw Iie|remal soll'» unter dem Motto gehen JlWw Elsässer Bau- rmk'rchweeh" 3d) war vergangene Woche wieder brausten auf dem Londe. Prächrige echi» B^iuern- trachten hab ich bekomme und entleihe forme.
Er unterbrach sich, da Älcefte ihm eben oon neuem fetn silberne» Ziyaretteneiut über den klei- nm kostbar eingelegten Boule lisch herüber reichte. .Ich danke, silcefte! Eine Zigarette penüpt mir. Ich komm deswege heute expreh zu dir. um dich zu frage ob du mit beim Mehtizug nntmache willst!' Betm U-nyug durch da» Dori, hier durch den 6oaL Co quofi ct» Introduktion de» Abend»!?*
Llceste schnippte mit seinen feinen, pepflegten Jmgtm leicht d.e silche von feiner Zigarette. Er sann einige siupenbl cke an feiner Antwort obgle d) rr sich lner.ich bereit» Nor war. Nur flott tsteine den tVreunb mcht verletzende Form zu finden:. weist: ich lag dir'» sranl herau» ol» eisäisll^cr Baurrnburich tat ich mich bn der Grlchicht nicht wohl iühie'Ich post fbe gar nicht zum Bauern unb ich ronst: ich töt wich dumm in dem Kostüm und in der Tracht ousnebme' Schliehlich must m;n auch wich ein tMt ir. einer Haut mitmachen, die einem
icht von Fritz Benger mit feinen starken offenen Zügen, fernen träiroen jhrmbaden. bm banloien. frähig orzeichneten Mund, befd/dttrie sich: . Na. weistt, 8l:efte wcnn man dich jetzt rede dort, tonn: man meine: Du wärst irgenbein 8 J?län- Ser. Unb babei hat dein Geschlecht schon vor brei Iahrhandene hier im Ltfast gesesie. und es ift wahr- fchrinlich dast deine Vorivhren p-meinfam mit den Eitler unb Herren oon Hob Rap polt; stein den Bür- aern und Siäbtchen am Fusie der Bopefm del he Köpf' aemad)t habe! Du bst doch genau so rin bo- i bmfäifiger Estäsier. wie ich es bin.*
Wirtschaft.
Oic Entwicklung
des deutschen Auhenhandelc.
Von L>r. Cremer. M. h. R.
Voraussichtlich wird ber Einluhrüberschust für bas 3ahr 1927 etwa v er Milliarden betragen. Rack>dem heute das De'en dieses Ein- fuhrüber'chu"es durch die Sfsentliche Dis?us,ion durchaus llargrste!!'. erscheint, indem er das natürliche Ergebnis 7er Aifwä ts.n-Wicklung der deutschen Äon.un t r und be: hi mi: v.r nüps en auslänvi'chen 5lapi.alein'uhr nach Deutschland ist, wirkt es einigermaßen verwunderlich, tnc Datsache eines hohen E.nluh7Überschusi:s immer Wie7<: als einen Grund zum Pessimismus gewertet zu sehen. Die wirt'chaftliche Entwicklung k<r Gegenwart steht im Zeichen ausgedehntester 3nvestl.ionen im Apparat der beut'chen Prv- duk'.ion: diese 3nvesttiionen erfordern ein Kap.- tal. das in diesem Ausmast durch die inländische Sparkraft nicht im entferntesten gelte ert toerben kann unb daher aus dem Ausland ausgenommen werden muh. Daher ist es nur natürlich, hab während des 3nvesti ionsprovsies die Einsuhr nach Deut'düand die deutsch« Ausfuhr ganz erheblich übersteigen muh.
Prüft man die 4 i n f u b r a 11 f c r n genauer nach, fo findet man allerknngv. dast die Einfuhr an V.*bcn6mittcln und ©.tränten im Rovember 1927 mit 392 Millionen einen ungewöhnlich hohen Grad erreicht hat. während sie im Rovember 1926 nur 337 Millionen betrug, im Oktober 1927 allerdings schon 379 Millionen. D.e Steigerung oon Oh: ber zum 2lot>einl>er um 13 Millionen übcrtrtft diejeni.te bo8 Vorjahres, die 3 Millionen betrug, eben alls ganz erheblich. Die Zunahme gegenüber dem Oktober erhärt sich tm wesentlichen durch die Mehrrinfuhr an Gerste und Roggen, die wohl durch Die verspätete Lmto und den verhältn.smästig sruhm Eintritt des Wmters ben>orgcra en worden ist, austerdem ift die Sinjuhr an Südfi^ichren gestie- gen. was zum Dell mit der verhältnisinähig ungünstigen Obsternte in Deutschland Zusammenhängen dürste. Die Steigerung des Gesamt- niveaus gegenüber 1926 kennzeichnet wohl den seitdem auverordentlich gestiegenen Srichästt- aungsgrad auf dem Arbeitsmarkt. Vedeutsamer ist die Steigerung ber Einfuhr an Rohstoffen und Halbfabrikaten um 55 Millionen gegenüber bem Oktober Die gleiche Spanne betrug im Vorjahr nur 20 Millionen. An ber Zun.'.hme sind vor allem die XertilrobHälfe stark beteiligt, was darauf hindeutel, dah in der Le»iilIndustrie Me Aussichten der ÄoniunttuoenrtpuCung wieder zuverl ich: sicher beurteilt werben, als vor einigen Monaten. D.e Serilgwareneinfuhr zeigt dagegen etr* Adnabme um 20 Millionen, wovon § M cklIonen aul Xei üimarvn cnllalle^ 3m Vorjahr ttd die Dertigwareneinfuhr von Ohöbet AU Rovember nur um 15 Millionen, das ©efamt- niveau lag freilich um 9J Millionen n.edriger als in diesem Jahr, was wiederum nur durch bie beul'che Konjunkturentwicklung des 3ahres 1927 erklärlich ist.
Für bte Frag« der beuischen Wirlschasis- aussichten weit bedeutsamer ist als Barometer die tfnttvtalung ber Ausfuhr. 3n dieser Richtung ist eine Abnahme jct GriamtauMuhr von 9ol Millionen im Oktober aul 914 Mül. im Rovember jestzustellen. Die erhebliche Vcr- beflcrung gegenüber dem VoZahr Ipringt in Me 2higcn, wo bte betreffenden Ziffern 8i5 Millionen für Ohober und 859 Ml Iwnen für Qlooember betrugen. 3m 3ahre 1925 betrugen fie nur 845 bzw. 791 Millionen Der erhebliche FvN'chritt der deutschen Ausfuhr teil Zwei Jahren ist damit ohne weiteres erkennbar. Der
überschatten? ,
D<r alte Iacque» schritt oon Fenster zu Fenster und zog mit leisir Bewegung bte gelbwäcnen Vor- hänge zusammen Sekundenlang blieb er dann suchen und iah hinaus. Ein leite» Schneetreiben hatte inzwischen eingesetzt und brausten den Park, den Ra.en und da» mit Stroh und Reisern Zuge- deckte Blumenronbell unmittelbar vor bem Schlosie mit einem leichten Schnee hauch überzogen.
..Madame! E» Hot begonnen, zu schneien. E» wird morgen einen herrlichen Ausblick auf den oct- schneiten Park für Madame vom Fenster au» geben'.*
Leis«, leise huschten bw Schneetiockcn vom nacht- grauen Himmel herab, legten sich über Park und Lchioh und liehen das alle» noch stiller, noch weit, adgewanüter. noch lebensadgetrennter erschemen, cl» im Sommer unter dem Blatterdad)«.
Die ein zarter weicher Hauch von ^Ziaum Ipannw e» sich über biete» si'lte Hau», in dem bte Gegen- märt wuchte und bet rntgeaenbiühte. —
unb in dem die Vergangenheit nicht zur Ruhe kommen konnte —!
Zwei t e » 8 a p i t et
Der junge Baron Hammerschtag hatte den Belud, seine» ^reanöt; Fritz Wenger. tte-Ot hevxm konnten hd) leit der Änabenyif und owren in steter Berb.ndung geblteben. Sie bezeichneten sich gegen- frihg. wenn sie Dritten pK*nu.:r con dem anderen sprachtn. al» Freunde. Und Vach log es immer tme eine Heine Scheidewand zwischen ihnen, wenn fie yjpmmrr.tiaien! Eine Scheidewand, die nicht gleich einer frten Mauer war. sondern nur wie ein Hauch. ny« ein Schieier. Und doch bestand feine völlige Klarheit kein Serbunbenjem zwilchen ihnen.
Er gibt hd) gar zu arg p^n'rn'ch'.* dachtc «zritz Senget and überflog ben Lnzug be» jungen B" ran», der im Schmtt de» Rockes, der Sefte. in der
tfni betrug, während «r im 3ahre 1913 nur etwa II Prozent ausmachte. Der Werl ber amerilanl- ,chrn Ausluhr war mit 437 Milliarden Dollar über zweieinvienelmal Io grost als der Durchschnittswert bet Vorlnegsiabre 1910 14. ber Wert der amtrllamlTxn Einfuhr dagegen mit 4.25 Milliart<n Dollar nahezu zweieinhalvmal so grofz als der Durchfchnittsn.'ert vor bem Kriege. Amerikas Audenhanbel bat sich allo während ber letzten sechs 3ahr« weit über Den Stand der Vorkriegszeit hinaus entwickeln können im Gegensatz zur Aaftcnhan^'.smiwick- lung anderer am Weltkrieg beteiligter Rationen, deren Auhenl-andel noch unter bem Niveau ber Vorkriegszeit liegt.
Denn auch bi« amerikanische Dirischast in manchen ihrer vJoetflc noch schwache Punkte zeigt — ich denke hier insbesondere an die Landwirtschaft den Vergbau und bi« Tertilinbustrie — fo ist koch der Aufstieg Ainertka» selbst unter Verücksichtigung aller ihm durch die Gunst des Schicksals gebotenen Vorteil« «rltaunsich D.e er Ausstieg ist um so bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dast die amerikanische 3 n b u ft 11 < wähtt nd der Nachkriegszeit eine äufoerft scharsc Konkurrenz 'eiten* ber Länber mit entwerte let Valuta zu oestehen hatte. Dies« Konkurtc z muhte Amerika um so schärscr fühlen, als das Vivcau seiner Lebenshaltung und ber Stand seiner Löhne stets höher lagen, als dies in allen anderen Kulturländern, mit denen Amerika aus dem Weltmarkt: in Wettbewerb tritt, der Fall war. Eine Zelt lang machte sich diele Konkunenz auch äußerst tteltifl fühlbar Aber unter ihrem Druck hat Amerika ben Leistungsgrab feiner WiNfchait ungeheuer gc hoben und lein 3ndustriefhftem von ® tu nb aus revidiert. Es bat in ber 9ir führung arbeitsfparenker Malchinen. In bet Der- befscrung feiner Vetriebsorganifasion. in ber Der- fetnerung der Arbeitsmethoden und in bet Or» Janlfirruno des Verkaufes allerhand geleistet, fine weitgehende, durch staatlich« Mahnahmen unterstützte Verbilligung ber Detrieds- k r ä f t e. insbcfandere eine Versorgung mit billiger elektrischer Krast, setzte bi« Unicrnebmer in ben Stand, preiswert zu produzieren. Nicht zuletzt hat Amerika auch große wirtscha'tliche Vorteile aus ber Hebung seines Vilbungs- wesens gezogen. Es hat heut« mehr junge Leute in Handelshochschulen. wUsenschastkichen 3nfritulcn unb sonstigen Erzichun j^anstalten. bie ein höheres Wlllec, vermittln, als bw gesamte übrige W«U zusammengenommen. Wir rxriü,:en über rin d o ch a u « l i s i s i e r t e s technisches Personal in allen Zweigen ber Wirt- schafi. belonber» im Derkehrswelen unb in der Waren.vertrilung. Arneiika erntet auch bi« Dor- teuf seiner vielen industriellen Unter» s uchu ngsin st itute. die fast alle in den letzten 15 Jahren acMxri en wurden. Durch diese Vek- lxsieri.i.gcn unterer g^schästsvrgcnisation ha^xn wir et.-.e sehr weitaehenl« Anpaisungssä- h i g k e l t unterer Wirtschaft an die wechselnd« Rachsrag« des Weltmarktes erzielt. Es darf auch krinessalls überleben werten, daß untere Ar« beilerschaft In ihren technischen ,iahigkeit«n und tn ihrer Allgemeinbildung erhebliche Fon- schritte auswetst. Durch eine v:rnünstlge Ausdll- bung ist tn der Arbeiterschaft «in hohes Ver - antwortlichkeitsgesühl entwickelt, basfie vor allen Dingen von bem wirrlchaftllchen Trug- schluß frei hält, bah eine Einfchränkung ber persönlichen Lristungssähigkeit bei einzelnen Ar- beilers bi« allgemeinen Vefchästigungsmöglich-
ab::nung de» Schlipfes, ben Gamaschen und :<r- ate-d^n mehr DoUf? nmen der jungen eleganten §l2neirr aus guter abel^er Familie au* den Panter Boulevards kopierte, mit einiger Mi^billiguna.
..Der g-Jte iter.cer!* backte zugleid) Baron flkritr. er gibt sich io fraitmeuri’d). So e.n'ach. I Kein Mrv-ch.' der -hn nicht kennt, könnte denken, dah ein jo stattliche- vcrrnögeu Hutter ihm steckt. 1


