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Mittwoch. 50. November (921

IN- Jahrgang

Nr 280 Lrtter Blatt

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GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vr»S »«- verfaß: BriWW UitveeßtälDv»ch. »d Stcliömdcrti H. tn-e tu Stehen. 5chtttt1etun- »es-SftrUele: SchiNttaHe L

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Dr 3ne»t Wtlb. ßeegc «erantMoNttch tllr Politik Dr F, Wiltz Com«. ttr ^«iDetee D< tz Ibgrtot; für free übrigen Teil trnp «(Wtchetn- ttr ben In- leigeeud tun Aileann, sämlUch in iHietjen.

Erneuerung der Abrüsiungsdebatte in Genf.

Die Quadratur des Zirkels.

Ibn» mich« N< C oto j e 11 uH n na<$ «Tritt ®»*n. fo hefx fUb der Sitzung. Ne ber Ausfchutz |ut 23odxrfituno ber fpätrrai Ab- rüftungslonfeten» am 20 Revernbrr er» 6ffiirt# kaum ein grabe» 3n:cr#ffe obfl-tot raun. 3bcw Xaeeiartmurig feil ja einfach bann beflÄm. einen neuen Unterau<1d)ub 8U Hlöen. ben bU Aufgabe geftrflt wird. Ne poUtt- schen 'B f» r a u 111 n u n g e n bet 2lbrüstung. wie Ne tu bei Schiedsgerichts- unb 0,d>erb<t!<- Mrflftbafien liegen, rtngrbenb zu untrtfujgen. Da» wirb vveauslichtltch einige Zage Niuern. beim Nc geeignet-n Persönllchknlen für b c'en UnteTdutf-tjuf' rnüfen erb befttmmt und gctoabU werben 94 tfl Paper fraglich, ob bet 23vrschlag bes beutlchen Bet reierS. p?s Grafen Berns­borfl, Xmabm- flnbct. btc Haupt- unb Arm- frag*. Ne eigentlich.- unb wirtlch- Abrüstung. zu erbetern. Ss ift aber auch rn. glich. bah Ne Sow- fefleute ben Stier bei b.-n Horner, p-acken. Jür Ne bot Me i-efchwerfiche Reife keinen Zweck, wenn fie nur .julchauee unb Fu Hörer bet exner Stttung Metbm büren, in her noch rnmal en Unterauel4xuf) getpäbl: Wtrb. RachPern fte nun einmal eingefatk-n find, w.rd dem Vots tzcnden biefet oorber.nt'-n>cn> fi ungilonfer nz nichts anberre ibna blaben. als Ne Aussen aiyu- bbren Gs lh ja auch schon dutchgesickert. bah Ne Ttuffen lich nicht mit Aleima<vU<m abgeben, fon- bern aufs Ganze gehen wollen. b. h bah Litwinow Nr Avnierenz feftumriff -ne Dor- | chlügc unterbreitet, um Io ben akademischen Erörterungen über bas AbrüstungsProblem ein Gnbe zu machen. . . ,

Oe Mete Beschläge lich bataul beziehen, «inen allgemeinen Bölketfriebenür eine beftinwntr Sdft zu gewähr! ei Yen. ober bataul, otf Abrüstung durch wirtliche Herab- fetzung der Rüftungsausgaben wtfäch- llch zu beginnen, tfl nicht rntschetbend. Dtfenllich ist', bah das Abrüftungsproblem von her pv - lt tif4«n Seite engtfaht wird, nachdem au ben b*#berigm Armtereiu» m Immer nur Ne mi- lUüritch-itchnifche Seite erörtert worden ift Da ist die Cuobtatur des Zirtrls einfacher Solange es machtvoll,.'che Reibungsflachen gibt, lolange in tbm Auswirkung nur ein teil der Sraaten sich militärttch autrüften tonnen soweit fit bas wollen, wird der Triebe nicht durch die mo- rali'che Mach« des Bbllervunbes gew. brleiftet. sondern nur durch Bajonette und A a nonen Der Ber'ailler Bertrag ist oon ben Siegten dazu mißbraucht worden, die Bes,egten zu mnoaf nm. Um das nicht als Ausllutz einer rückichtslosen Machtpolitik scheinen zu lallen, würbe im Völkett undstaiut bestimmt, dah die allgemeine Abrüstung der Entwaffnung der Mittelmächte nuf dem Suffe folgen würde Mir willen, bah die Siegerstaaten sich bisher um Nele Bestimmung nicht gekümmert haben, bah He zu Lande und zu Datier aufrüften, |o dah heute einige Mtll.vnen Männer mehr unter Waffen gerufen werben tonnen, als ooc dem 2. August 1914. Dir mitten weiter, bah die machtvoll ll'chen Intereflen der einzelnen'Sieger- floaten ich gegenseitig mit Bündn111 en zu Hützen suchen. Io bah selbst Lhamberiain un Sep­tember in Sens eingestehen muhte dah der Friede heute ui einer Sonn ge'.cher: werbe, bk früher zur Vorbereitung der Ar.ege diente

Die Porte reite nbc Abrü ^ungskomm fston Hal bisher dreimal getagt. Das SrgcdnA Dar nicht nur gering, es hat barüN*r hinaus Ne Aus­rüstung mehr gefördert als Ne Abrüstung. Auf Meten Konferenz Durbe ja Ne Srrmel entdeck dah die Sicherheit e-.nes Landes ein Begriff in sich fei. dah ste adhänqc oon t.-ch- Nischen und geographischen Voraussetzungen. Ne in jedem einzelnen solle unter« ud)i unb bmid- fichtigi werden mühten. Und der Mann, ber für Frankreich diese Sormel leidenschaftlich erfocht, war der Sozialist Paul Boncour. Von der wilikärilch-lechnischen Seite war allo bas Ab- rüfhing*pmNcm nicht an^ipoden. Co ist ber Ausweg gesucht Word die Quadratur i-s Zirkels dadurch zu erreichen, bah N. Mol tischen unb rechtlichen Grundlagen geprüft wmchen. um darauf ein System oon Sicherheits-und Schiedsgericht-oerträgen zu errichten. Deutschland hat diesem System : urch Ne Verträge non Locarno zuer i einen Inhalt gegeben. Mit Recht konnte Deutschland nun fordern, dah zur allgemeinen Abrüstung geschritten werde, zu­mal auch Ne materiellen Verpflichtungen aus. dem Berfailler Vertrag: durch den Dawosplan ihre festgefügte Orjanifarion erhalten hotten. Allein Ne 2 egetlioaten. vor allem Frankreich, halten hartnäckg an ber Formet fest erst Si­cherheit. bann Abrüstung.

Daraus mut en fut Te-^chtanb sich unert.äg- liche Vechältmsfe entwickeln Da* entwaffnete Deutschland mußte sich gefallen lasten immer noch als Sünbenbod bezeichnet zu werben, der Frankreichs Sicherte.t l>r?rode Lobe: hat Frank­reich mit Iugol.awien c nen Bündnisvertrag gc- IchloNen. dec ferne Spitze deutlich gegen Italien kehrt älmge.'ehN hat Italien sich eine Rücken- bexfung auf dem Balkan gesucht um nicht in feiner rechten Flanke zu OufioF.atoicn gehinNrt zu werden, wenn einmal die französisch-italieni­sche Reibungsfläche tr Brand geraten sollte. Unb hier liegt auch toobl Ne örüärung dafür, dah England die Seeadrüstungskpnferen, ergeb­nislos auf fliegen lieh, weil es in Voraussicht der

Dinge, die einmal un Mittelmeer kommen müllen, stark genug lein will, um jede Gntlcheidung. Ne von anderen mit ben Das en gesucht wird, zu leinen Gunsten zu beeinflußen. Vielleicht erleben wir in Genf dah Ne Aussen die Schleier weg- ziehen, wenn auch nur deshalb um mögliche Ariegegefabten zu verschär en Sie werden sich ]ebe:,lallt nicht zu viele Mühe machen, um für die 'eindlichen Imperialisten Ne Quadratur des Zirkels zu suchen.

Oie Aussichten.

Behandlung des 3irtKrhriiSprobletne oder der kechntjchen fragen.

Conberbedcbi des®iebener Anzeigers".

Genf. 29. Aov Am Vorabend des Be­ginns der vierten Tagung des vorbereitenden Abrüstungsauslchusses. auf der als Aichrmit- gliek-sltaaten des Völkerbundes aufocr den V ek­eln i g t e n Staaten erstmalig auch Sow­ie t r u h l a n d vertreten sein wird, hat es allen Anschein, dal, der ganze Aompf in der letzten Dölkerbunisoerlannnlung i m eine möglichst grobe Be Ichleunigung ber technischen Vorarbeiten für eine erste Abrüstungs­konferenz und die Zurückstellung des von Fransrcich in den Vorderg.und gerückten Si- cherheitsproblems Im Cchohe deS 2b- rüstungsauslchusfes noch einmal ausgesachten werden muh DaS von der Völkerbunds Versamm­lung im September gefundene Aompromtn stellte Nrmals beiN Fragen! vmpiepe nebeneinander. Frankreich scheint nun einen neuen Borstoh unternehmen zu wollen, um die technischen Vor­arbeiten»lange zu 0 er» ft gern, bis die Be­ratungen des von der bevorstehenden Tagung etruulepenben Sicherbeitsauslchusfes nach sranzöfilcher Auffalfung eine Fortsetzung der techni'chen Vorarbeiten erlauben. Auch von anderer Seite will man anscheinend eine allzu schnelle Einberufung des 2lbrüstungs aus schuf les verhindern, wobei man besonders daran erinnert, bah eine Reihe von Gegensätzen aus der ersten

Lesung so insbesondere der sranzö|i|ch-englisch> Aordlih - über Ne Vcschrän.'ung der Gelamt­tonnage ober ber Tonnage nach Sch«|sskaiegorien noch nicht be,gelegt lind. In Dirllichke t Wtrb mit bem Hinv'eis auf bie bestehenden Gegm'äye der franzöfilchen Austalfung Vorschub geleistet, dah ohne vorherige Regelung bet Sicherhei tsf rage die eigentliche 2b- rüstungsfrage nicht vorwärts ge­bracht werden tonne.

Demgegenüber wird d e deutsche Dele­gation an ihrer durch die letzte VöUerbunds- pedammlung ausdrücklich lanüionierten Aus- faflung lest halten, wonach die technische:, Vor­arbeiten mit neuem (1:1er ausgenommen u,d tat- kräftig unter vollständiger Trennung von der Stcherheitesrage durchs ührt werden sollen um bem Völkerbund bk Möglichkeit zur baldigen Einberufung der ersten internationalen Abrü­stungskonferenz zu geben. Im Augenblick läht sich noch nicht überleben, ob die Entscheidung über die von Frankreich erstrebte vorzugsweise Behandlung der Stj erbeiufrage bereite in Nr bevorste' enden Tagung llar und deutlich fallen wird. Manche Anzeichen sprechen für eine A o m prvmihlölung im Sinne einer gleichzei­tigen Einberufung beiderAusschusse für nächstes Frühjahr, so dah die grundsätzliche ßnlfdeibung über d c von Deutschland geforderte Zurückstellung der S, erbeitdrage und baldige ÖHberuf ng der Abrüstung.ckon e e.z erst später fallen würde Auch über die Ausstellung ber Richtlinien für den Sicherheitsausschuh, mit der Nr Rat den vorbereitenden Adrustungs- ausschuh ebenfalls im September betraut hat. sind bie Meinungen noch nicht geflärt. ob für den Sicherhe.tsausfchuh ein genaues und voll­ständig Programm aufgestellt oder nur allge­meine Richtlinien gegeben werden 'ollen. Für die jetzige kurze Tagung kommt aber die Auf­stellung eines vollständigen Arbeitspro­gramm s für den Sicherheitsau-schuh auf kei­nen Fall In Frage.

Oer Wilnakonflikt im Spiel der Mächte.

Eigener Drahtdericht des Siebener Anzeigers".

Berlin, 22. Rov. Die Lenker der euro­päischen Geschicke werten bei ber nächsten Rats­tagung in Gens alle Hände voll *zu tun haben um die zahlreichen Aonflihe, die in ben letzten Wochen zutage getreten sind, wieder einiger­maßen in der Qkr enlung verschwinden zu lassen. Es versteht sich aber von selbst, dah bie Bemü­hungen. et en Au-gleich herbetzuführen. sich nur unter Wahrung der Interessen ab- wickeln werken die sich durchzuseyen vrr- mögen. weil hinter ihnen Ne stärksten Machte stehen So viel hat sich jedenfalls aus dem ost­europäischen .AonflUt bereits herauSkristallisiert. dah er mahloS übertrieben worden ist unb dah Ne Gegensätze zwilchen Litauen unb Polen heute kaum ernstccer Ratur sinb. als vor einem Viertel- oder halben Jahr. Sine geschickte Regie vermochte ei eine bedrohliche Störung des Friedens im Osten an Ne Wand zu malen, die allerdings noch entstehen kann wenn es den politische,- Drahtziehern tatsächlich gelingt, in Litauen einen revolutionären Umsturz herbei- zulühren Dadurch können plötzlich ganz neue unb veränderte Situahonen eintreten. Ad r so weit wollen btc enigen. bie am litauisch-po n ischen Verhältnis am meisten interessiert sind, vorläu­fig noch gar nicht gehen Ihnen ist bie Diktatur durchaus recht, nur paht in ,hre Rechnung der ewige Ariegszustand zwilchen beiden Rach- bar ländern rrcht hinein. Man braucht nicht lange herumzuraten, wer hier seine Hand im Spiel hat DaS ist England, dessen antchvllchewistilch« Pläne belonru und de'sen Ziele auch in Moskau «»fort richtig durchschaut worden find Es muh ja auch merkwürdig berühren, dah sich ausgerech­net die S o 11 ch e w i st e n für Ne Regierung Woldemaras oder ein ^faszistisches" Litauen ein- 'epen Aber Moskau weih genau, dah es in dem Äugerrb'ick verraten und verkauf: ist. in dem eS England gelingt den Wilna-Aonflikt aus der Welt zu schaffen trab Litauen und Po­len zusammenzubringen. Alle Versuche der Vergangenheit find bisher an dem Wrder- stand der Aownoer Regierung gescheiten Eng­land hat jetzi zum Druckmittel gegriffen und auch im Heere gearbeitet, in dem sich bedrohliche Strömungen gegen Woldemaras deinerkbar ge­macht haben. Armee und 2egierung haben sich ^toat w.eder geeinigt es fragt sich allerdings unter welchen Bedingungen. DaS wird sich erst fpäter zeigen, vielleicht in Gmk. wo man sich "Ctürlich bemübt* die im Osten ausgetauchte Aricgsgesohr" zwilchen beiden Staaten wieder zu befeiHcc^ Gelingt das nicht bann wird Eng­land eben au stärkeren Mitteln schreiten, denen Litauen fMiehlich nachaeben muh. Die stark .England hinter den Aufitten to.rft 'piegelt sich de ttlich in der englischen Preffe wieder aeht . per auch aus der Zurückha'tung Vo'enS hervor das un.zweifelha't die ge'dbaf<ene Atmrfrchäre be­nutzt batte nach Norden vorzustohen. wenn der .Avnflikt* nicht vorher mit England abgekartet worden wäre

polnische Alarmnachnchlen.

ID a r f d) a u , 30. Nov. (IDIB. Janffprad).) Lin <TrU der polnischen preste ist noch gr uUt mit au» IDilna und Riga stammenden AlarmNachrichten über angrbltchc Dornängr In Litauen. So Heist! es In einer solchen Wilnacr Rachricht. IDolbemara» habe erklärt, bafj eine oon Lmigronien gegründete litauische Gegenregierung einen Vor­marsch auf ft o ro n o oorberdk. Infolgedessen sei in allen Manischen Garmsonen lllarmbe- eeitschas 1 angcorbnel worden. 3n ftowno herrsche p a n i f fH m m u n g. Weiter läfjt sich prarobn aus Wilna unbestätigt melden, dah Woldemaras die drei jüngsten 3ahrgue.ge mobili­siert habe, die binnen 48 Stunden unter den Waffen flehen muhten. Die Mobilisation sei gegen polen gerichtet. Außerdem soll Woldemaras nach in ftowno umlaufenden hartnäckigen Gerüchten sich andsedeutscheunddierussi^che Regle­rn n g m H b e r B 111 c u m militärische und diplomatische Hilfe für den Jafl eines po 1- n «schen Marsches nach ftowno geroanM h^' en. Angeblich habe Ne Regierung Woldemaras Deutsch­land al» Dreis für diese Unterstützung die Abtre­tung de» Kreise» Memel versprochen.

Oie KoalitionSverhandlungen in Litauen gescheites.

Aowno. 29 Rov lWolst.) Allem Anschein noch 'mb Ne Aoalitronsverhanblun- gen heute vormittag in letzter Stunde gefchei- tert. 8.ne Aenderung des Aatnnettl w.rb jetzt nicht mehr als wohr^cheirrlich angesehen- Die Armee steht nach wie vor ge'chlollen hrnter bem Staatspräsidentn. Der Führer der Christlich- Demokritti'chen Partei, Dr B i st r a s . dessen 'Harne im Zusammenhang mit bem Putschversuch üom Somvag und den TurbanMungen über die örorttcrung des Aabinetti DoldemaraS genannt wurde trt mit drei Begleitern über bie oft- preuhiIche Grenze geflohen, um der drohenden Verhaftung zu entgehen. Im Zu- tarnmenhang mtt dieser Angelegenhett hat die Regierung weitere Verhandlungen mit den Par­teien über eine Verbreiterung ber Bas iS des KoNnetts als nicht mehr wünschens­wert bezeichnet.

Llmbildung des Kabinetts Valdwin.

London. 30. 2 d <DTB. Funllpruch., Die der politische Verichierftaf.er ber Dest- müiftcr Sazct e Ichee.b:, wird ml Beli.-mtheit erwartet datz drei Mitglieder brr R flierang nächstes Vahr die Poers-Würde erhalten - iiben, dah ein oder zwei Unterftaati^efretanate, neu besetzt werden trab dah mit wetteren Verände­rungen innerhalb des Aabinet e unl «it der Reubesetzung einiger wemzer o 5hgrr Posten zu rechnen ist. Der Prä'tt'ent des Handelsamtes, Sir Philippe Eunl f e Lister, und der Trans- pDrtmimftcr Oberst 21hleh ber erste See- lord Bridgeman würden wahrscheinlich aus dem Aabineti ausscheiden.

Vas Portugal des Balkans.

Tad Vorbild des ilaliemsch-albantschrn t^rrtrafll.

Barch 29 Rov (DTV.f Der Italien, 14* Gesandt* in Albanien erklärte dnci* Presse- oertretrr zum ilalten,|ch-alN>ni|chen V rtrag Für gewöhnltch enthalien Ne In franzSsilcher Sprache abges atzten Bündn,«verträ^ie kompilierte For­meln. während Neser D7rtrag sehr einfach tn mglt'dxr Sprache abgesatzt ist denn seine Artikel stellen eine genaue Usbersetzung der beiden, bereit« feit Iahrhund.-rtm zwi­schen Gngland und Portugal bestehen­den Bündnisverträge bar. die fogar noch geyvn- v'ärttg in Araft lind Sbenfo tote Portugal in Gngland feinen freuen Vervü nd7l en fand, so cmpfemb Albonlen, batz nur Italien ihm Bei­stand ohne Hintergedanken gewähren fonnic. Italien Hai im übr.gen Ne Plicht. Albanien gegen einen ungerntzts r igten und von ihm nicht Dcrvor gerufen en 21 n griff zu schützen, sei es wegen der grographischm Raä barfchast. lei es wegen k-es Verirre» von VerfaiN^. sei es wegen des Paktes von Xirana. fei es schltetzlich unb Por cllcm toeg.m der Pariser Srllärung oon 1921. Ne Ne llnlerlchr f en Fr an ^r ich» unb Gnalonbs trägt Der (*djnNe schlvtz. indem er noch hinzu- fügte Der i-alienisch-albanilche Vertrag kann nicht alS einseitig anOelehen werden. Sa mutz ,n N*r Tat daraus hingew,<cken werden, datz während bes Delfkriegrs Portugal ein Srpeditivnskorp» entlaubte, um Ne Sache feiii* englischen Verbündeten zu oertei- Ngen

Das belgisch« Regierungeprogromm.

Brülfech 29. Rov (DTB.) Ministerpräsi­dent I a 1 p a r verlas in der Kammer N« Ro- gtenntgterflärung. in ber es heitzt Die neue Regierung ist gewillt, ben Hnani ellen und w rt- schaftlichen Aufbau zu vollenden und Nil Pro­blem der Reorganifation ber Armee zu lösen. Si« wird da« Werk Internationalen Zusammenarbeit unb Brtrted ,ung fvr fetzen unb alle Anstrengungen machen, um zu einer TMlen- düng der Revision ber Vertrage von 1839 gu gelangen und dafür sorgen. Nif) unsere tod'-nU lichen 3ntrtr1en. namentlich hinsichtlich unserer Ausgänge nach bem Meer und dem R h c t n geschützt werden. Das Derk der wirt­schaftlichen Qipanton wird fortgesetzt werden. Das gesamte bek'tzlche Gebiet mutz gegen Gin - bruch oder Besetzung von autzen ge­schützt werden Dies wird durch Ne Festig­keit der Verteldigungsmittel ge­schehen, Ne zusammen mtt den Vertrag n eine Bürgschast für Ne llnverlttzharkeil de- Brchens Belgiens bilden. Dte Regierung wrd untx-r- zugllch eine Vorlage über das Drenzvertei- digungsfys. em einbringen, und einen aus Parlamentariern unb Mllt ärs gebUbetcn ge­mischten AuSlchutz einsetzen, ber alle die Heoves- orgonilatlon und namen llch Ne DenstzeN be­treffenden Kragen prüfen wird Für Ausfüh­rung der von der Regierung geplanten groben öffentlichen Arbeiten wird leine nmc Ans >e nottoenNg fein. D.e Aasten werden durch einen Teil der von Deutfchland zu leistenden Repa­rationszahlungen gedeckt werden.

Oie neue Besoldungsordnung Tie erste Lesung im Hau-hailSausfchntz beendet.

Berlin, 29 Rov. Im Haus hall Hausschuh des Reichstags wurde am Dieneraa die Bera­tung der Pensionen im Abschnitt V der Besoldungsvorlage fortgesetzt. Das Zentrum unb die Bayrische Volks Partei beantragten Penslons- erhöhunoen nur bis zu einem Grundgehalt von 12 00C Mark vvrzunehmen und bei 6OD0 bis 12 00? Mark 16 Prozent Srhöhung zu gewähren

Die Aornmuniften beantragten, alle Pensio­näre in dte BesoldungSordtrung aufzunehenen. Ne S>NT/tper.l tonen aber ntche zu erhöhen. Mtnl- ftenclral Sbrzernh fetzt noch einmal Ne Schwierigkeiten auseinander, Ne Altpenfiv - n ä r c in Ne neue BesoldungSordnung einzue stufen, da es eine grobe Zah'. von Beamten- gruppen gar nicht mehr gebe. Die Pensionäre 'eien tattachlich im selben 2 usmah tote bie aktiven Beamten bedacht. Mehr habe der Reichsfinanzonnister m Magdeburg nicht verbrochen. 2lbg. Lucke (2D. 23g.) ertuchi. den Pen'ionären grunNätzlich das Woynungsqerb der letzten Dienststelle zu Waffen. 2bg von öuitarb (Zentr.) tritt namens ber 23er- einigten Parteien, der Bayrischen Bollspart« und des .Zentrums, aus den Boden ber Regie­rungsvorlage. Seine Partei fafk eine Kür­zung bet Penfivnen bet hohem PrI- Datelnfommen in- 2uge.

In bet 2lbstttnmung tour?« an Stelle ber bisherigen Vorlage ein deut' chnatto-naler Qbirag angenommen, der eine ganz neue Fassung vortteht. Danach werden Ne Bezüge bet feit dem 1 April 1920 Pen tonierten n~u fefige'e^; auf Grund eines 'ozialdemokrattfchen ßniahan» träges wurde bei einem Grundgehalt von 6000