Einzelbild herunterladen

ZreNag, 50. Srptmder 1927

tn. Zahrgaikg

kischem Boden groß zu holen? Die ganzen tür­kischen älnternehrnungen sind denn auch mehr

nrungSergebins mit Bravorufen.

Bergarbeiterverbandes finanzielle Vorbe­reitungen für den Fall eines Streiks getroffen. Von den deponierten Kassenbeständen des Deutschen Bergarbeiteroerbandes sind 2,5 Mill. Mark gekün­digt tinb gleichzeitig ist die Verdoppelung der Beiträge beschlossen worden.

Bleibt also Italien, das wegen seiner endlosen Küsten an sich auf ein Zusammengehen mit England angewiesen ist, weil es sich gegen die englische Flotte nicht schützen kann. Italien hat ja außerdem begriffen, daß es unter den Ein-

liche Zustiinmung der von hessischen Gerichten erkannten Todesstrafen zu versagen." Der Antrag war vom Ausschuß abgelehnt wor­den: er wird jetzt aber mit 23 gegen 22 Stimmen angenommen. Der Staatspräsident und Mi- mster Raab stimmen als Abgeordnete mit ab. Die Linke des Hauses begleitet das Abstim-

eTl^etwlt6|hdkcn*t Loimtaq« und Feiertag«.

Beilagen:

Rekener Famllieablütt« Heimat hn Bild Di« Scholle.

»aval»-ve;verpretr:

3 Reichsmark und 30 Reichspfenntg für Träger» lohn, auch bet Richter» scheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112

-Inschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger vletzr«.

Postscheckkonto:

Krankfurt am Main 1168t.

Amurhx Hfl Anzeigen für di« lagesnnmmer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°;n mehr.

Chefredakteur.

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den An­zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen.

Chamberlain besucht den spanischen Diktator.

Ein Mittelmeer-Locarno als Ziel der Begegnung von Barcelona.

Ts ist daS Schicksal aller Schlagworte, daß sie, svbaÜ sie einmal populär geworden sind, wie eine Seuche um sich greifen. Wir sind heute schon lo weit, daß sich kaum irgendwo ein paar Außenminister treffen können, ohne daß ihnen die Absicht von Vertragsabschlüssen nach dem Locarno-Muster nachgesagt würde. An sich ist es also kein Wunder, daß die Wittelmeerreise des englischen Außen­ministers Chamberlain zu ähnlichen An­deutungen benutzt worden ist, und daß gerade sein Aufenthalt in Spanien imb seine Zusam­menkunft mit dem Diktator P r im o de R i vera dazu ausgenuht wird, um ihm den Abschluß eines Garanttevertrages nachzusagen, der unter englischer Führung stände und damit die eng­lische Vorherrschaft im Mittelmeer gegen Frank­reich fester verankerte. England, Spanien, Italien und Griechenland, das gibt eine Gruppierung, gegen die Frankreich zieml^ wehrlos wäre, weil «ine Gegenentente gar nicht zu schaffen ist. Die Idee als solche ist zweifel­los sehr glücklich, man soll nur nicht übersehen, daß sie gar zu leicht nicht realisierbar ist, dazu liegen die Dinge im Mittelmeer doch zu kom­pliziert.

Dor allem wird Spanien seine Wünsche gel­tend machen. Es hat in seiner Außenpolitik nicht durchweg Glück gehabt; zwar gelang es ihm, an der spanisch-marokkanischen Zone den Widerstand Abdel Krims und seiner Hintermänner wenigstens für die nächste Zeit zu brechen, und der Triumphzug, den der spanische König mit der Königin demnächst durch das Rifgebiet unternehmen wird, bildet den feierlichen Abschluß dieser Aktion. Aber das ist doch etwas wenig im Verhältnis zu den ungeheuerlichen Kosten an Gut und Blut, die Spanien in dieses Abenteuer hineingestectt hat, zumal da bk Hoff- nungen auf eine Verstärkung des spanischen Ein­flusses tn der Tangerzone nicht in Erfüllung gegangen find. Herr Primo de Rivera hat also einen längeren Wunschzettel seinem englischen Kob | legen vorgelegt, und es ist noch fraglich, wiewer" i Cyancberlain gewillt und imstande ist, darauf efr' zugehen.

Griechenland ist schon erheblich billiger W hadern Es ist territorial mehr als saturiert, braucht aber um so notwendiger Geld; für eine englische Anleihe stände es Aur Verfügung, wenn die Lon- doner Bankiers nicht von den ewigen iimeren Un­ruhen, die bei einer Revolution schon die Aussicht auf die nächste eröffnen, abgeschreckt würden.

Einer Regierungsvorlage über die Errich­tung eines Isolierhauses der Uni- versitätsklinik für Hals-, Rasen- und Ohrenkrankc; hier: die Verbindung mit einer Heilstätte für Tuberkulose der oberen Luft­wege, wird ohne Debatte zugestimmt. Eine Sondervorlage wegen Bewilligung der Einrich-' tunaskosten für die drei landwirtschaftlichen Lehr-, stühle im Landwirtschaftlichen Insti­tut der Universität Gießen, Senckenbergstr. 17a, wird ebenfalls angenommen. Ferner findet ein Regierungsentwurf zur Abänderung des Gesetzes über die Umlegung von Bauland vom

Gewerkschaftsvertreter beim Reichskanzler.

Berlin, 29. Sept. Bei den heutigen Ver­handlungen der am Tarifvertrag für Reichs» arbeitet beteiligten Gewerkschaften im Reichs- finanzminisierium wurde seitens des Reichs­finanzministeriums erklärt, daß dem Verlangen der Gewerkschaften nach Revidierung der Lohn- tarifverttäge nicht stattgegeben werden könne. Die Gewerkschaftsführer beantrag­ten darauf hin, die Verhandlungen zu verta­gen, da sie beabsichtigten, beim Reichsfinanz >> minister persönlich vorstellig zu Werdern Ver­treter des Deutschen Gewerlschastsbunbes lchrist- liche Gewerkschaften) hatten heute eine Bespre­chung in der Reichskanzlei, die unter dem Vorsitz des Reichskanzlers und in Ge­genwart des Reichsarbeitsministers und anderer Regierungsvertreter stattfand. Die Gewerkschafts­vertreter hoben hervor, daß eine Hebung d e s zu tief liegenden Lohnniveaus für die Arbeiter und Angestellten in den staatlichen und privaten Betrieben eine Rvttoen- digkeit sei. Ohne eine solche Aufbesserung sei der zwischen Arbeitern und Angestellten einerseits und den Beamten andererseits nach der Besol- dungsrefvrm ein tretende Abstand so grob, daß dxr Wirtschastsfriede unmöglich gewahrt bleiben könne. Die Reichscegierung versprach, eingehende Prüfung und Wertung der gegebenen An­regungen und vorgetragenen Wünsche.

oder mtnber liquidiert, was übrig blieb, ist nur noch eine Prestigeangelegenheit, ilm so freier aber ist dadurch Italien geworden, die Ziele einer Kolonialpvlitik zu verfolgen, die im Süden, in Afrika liegen. Und hier ist es der geborene Feind Frankreichs.

Frankreich hat es verstanden, sich mit Ma­rokko, Algier und Tunis den wertvollsten Teil der afrikanischen Rordküste anzueignen, Italien hat nur die traurigen ileberrefte in Tripolis noch gewinnen können, die zwar gewisse Entwick- lungsmöglichkeiten bieten, aber doch für den Land­bedarf des kinderreichen Italiens auf die Dauer nicht ausreichen. Auch der Sprung über Erhthräa nach Abessinien ist mehr als gefährlich, und nach­dem nun der Ehrgeiz an der Alpengrenze uber- reichlich Befriedigung gefunden hat vielleicht zu viel richtet sich der italienische, Koloncal- wille über die Grenzen von Tripolis hinaus. Im Osten stößt et dabei auf Aegypten, im ©üben auf die Wüste. Gr muß also schon nach Westen Drücken. In Tunis stellen heute schon die Italiener die weit überwiegende Masse der Euro­päer. Hier sind zudem die Aussichten auf die Unterbringung dec überschüssigen italienischen Devölkerungs teile weitaus größer, als in Tri­polis. Auch die geschichtlichen Erinnerungen an das Erbe Roms treten hinzu: genug, Italien rüstet sich dazu, den Wettkampf mit Frankreich auf dem geschichtlichen Boden des einstigen Kar­thagos aufzunehmen. . .

Chamberlain mag diese Zuspitzung vielleicht nicht ganz ungern sehen, soweit sie geeignet ist, Frankreich zu beschäftigen. Weiter möchte er aber nicht gehen, weil er kriegerische Konflikte in ihren Auswirkungen fürchtet. Was liegt also näher, al« auch um das Mittelmeer herum Locarno-Verträge mit gegenseitiger Grenzzusicherung zu schaffen, die zudem das toet- tere Gute haben, daß sie den Völkerbund allmäh­lich in einer Reihe von Einzelverträgen auf- lösen. Und Frankreich wird gute Miene zum bösen Spiel machen müssen, ohne allerdings über­sehen zu können, daß es der leidtragende Teil des Mtttelmeerpaktes sein mutz., ilnd wir würden unS nicht wundern, wenn wir tn den nächsten Tagen davon Horen, daß die Pariser Diplomatie alle Mittel in Bewegung seht, um diesen neuen Vertrag in die Luft zu sprengen, bevor et überhaupt noch geschlossen worden ist. England und die Cangerftage.

London, 30. Sept. (MTB. Funkspruch.) Der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph'' führt zu der bevorsiehenden Zusammenkunft zwischen LH amberlaln und Primo de Rivera in Barcelona, die in einem Teil der hiesigen Presse beträchtliches Aussehen erregt hat, aus, der britische Standpunkt zum künftigen Statut Tangers sei vollkommen unverändert. Groß­britannien stehe weiterhin zum Grundsätze der In­te rn a t i o n a l i s i e r u n g der Tanger-En­klave im weitesten Sinne, ohne ausschließliche oder überragende administrative Kontrolle Frank­reichs oder Spaniens, aber mit einer liberalen An­erkennung der Interessen Italiens. Großbritanniens Haltung müsse weiterhin geleitet werden von der Erwägung, daß eine Flottenschlüssel st el- lung in Tanger mit Bezug auf die Meerenge von Gibraltar nicht in die Hände irgend­einer einzelnen Macht übergehen darf.

Hessischer Landtag.

Praktische Aufhebung der rodeSftrafe für bm BottSstaat Hessen.

Bon unserer Darmstädter Redaktion.

Darmstadt, 29. Sept. Eine Klein« Anfrage bei Abg. Hosftnaim (Ztr.), der sich Grüber be- schwert, daß der ,T) b « r h e s s i s ch e n Z et t u ng in Alsfeld ein Flugblatt der Evangelischen Volksgemeinschaft deiaelegen hat durch das sich Katholiken beleibiat fühlten, wird vom Mimster Kirnberger dahin beantwortet, daß der Vorfall be­dauerlich sei. Die Regierung empfehle den Kreis- ändern schon seit einiger Zeit, die Kreisblatter in eigenen Verlag zu übernehmen - Abg selber weist in einer Kleinen Anfrage auf einen Artikel des antisemitischen BlattesD i e F a u st i n W o r m s hin der Beleidigungen und Drohungen gegen einen Schuloerwalter enthält. In seiner Antwort erklärte Ministerialdirektor Dr. Urstadt, daß der Schulver- Walter veranlaßt worden sei, Strafantrag zu stellen; soweit bei der Angelegenheit Schüler in Frage kam- nwrn sollten, werde der- Fall untersucht.

(Eine Anfrage des Abg. Dr. Keller bezieht sich auf die Rechner an Schulen und ihre Besol- dungsoerhältnisse. Ministerialrat Urstadt erwidert, daß deren Verhältnisse demnächst «regelt werben. Unter den weiteren Anfragen ist auch eine des Abg. Sturmsels, der für Hessen dieselbe Regelung der F l a g g e n f r a g e durch einen Regierungs- erlaß wie in Preußen will. Staatspräsident Ulrich

Streikgefahr im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau.

Berlin, 30. Sept. lPriv.-Tel.) Nachdem die Mehrheit der Belegschaften im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau sich für die Kündigung des laufenden Lohntari f v e r t rages ausgesprochen hatte, hat nunmehr die Leitung des

Die AnleihepoMk der deutschen Gemeinden.

Berlin, 29. Sept. Auf Einladung des Reicys- [man$minifters Dr. Köhler und unter feinem Borsitz finden zur Zeit Besprechungen im Reichs- finanzministeri^m über die künftige Anleihepolltik der deutschen Kommunen statt. Den Verhandlungen wohnt auf Wunsch des Reichsministers der Finanzen auch Reichsbankpräsident Dr. Schacht bei. Als Vertreter der deutschen Gemeinden nahmen mit dem

Kankreich und der Anschluß.

Pariser Enttäuschungen.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Berlin, 30. Sept. Diejenigen französischen Organe, die alles Heil aus einer buchstaben­getreuen Beobachtung des erpretzten Derttages von Versailles fließen sehen, sind natürlich aus- gesprochene Anschluhgegner. Sie verleugnen vor sich und andern das von ihnen proklamierte Selbstbesttmmungsrecht; aber weil sie dabei kein ganz reines Gewissen haben, versuchen sie immer wieder, in Oe st erreich selbst Kronzeugen dafür zu finden, daß die Forderung nach dem Anschluß eine einseittg reichsdeutsche feu Diese Leute haben nun in der letzten Zeit einige recht schmerzliche Enttäuschrmgen erleben müssen.

Zuerst hatte der Besitzer des F i g a r o, der mil­lionenreiche französische Parfümsabrikant E o t y , der den Ehrgeiz hat, auch eine politische Rolle zu spielen, den besten und erfahrensten Redakteur sei­nes Blattes, Georges Bourdon, nach Wien ge­schickt, um dort Erhebungen über die An­schluß f r a g e anzustellen. Bourdon war hierfür besonders qualifiziert, denn er hatte vor dem Kriege Deutschland und Oesterreich-Ungarn oft und lange besucht und eines der heute noch wertvollsten fran wüschen Bücher über deutsches Land und deutsches Volk geschrieben. Er sandte seinem Blatt von Wien aus annähernd ein Dutzend gründliche und aut fun­dierte Artikel: Gespräche mit Politikern und Wirt­schaftlern, Arbeitern und Unternehmern, Männern und Frauen, statistische Erhebungen und psycholo- . qi che Eindrücke. Und das Ergebnis war über­einstimmend: in Oesterreich gibt cs außer einigen wenigen Sonderlingen und politischen Mumien keinen Menschen, der den Anschluß nicht will und kein Argument, das nicht zugunsten dieses An­schlusses spräche. , , _

Der Auftraggeber des gewissenhaft Jour­nalisten der nebenbei bemerkt als Präsident des Pariser und des Internationalen Jour- nalistenverbcmdes, als Offizier der Ehrenlegion imb als Vertrauensmann eines füljrenben Kabi­nettsmitgliedes in Frankreich selbst eine große Rolle spiell war mit dem Ergebnis höchst unzufrieden und machte diesen Empfindungen Luft, indem er tn dem gleichen Blatte einen mehr belachten als ernst genommenen eigenen wüten­den Artikel gegen den Anschluß loslieh. Aber damit wird er kaum die sachlichen Argumente, die in den Spalten des Figaro nicht nur der französi­schen Bevölkerung, sondern auch dem Aus­land eindringlich bekanntgemacht wurden, aus der Welt schaffen können.

Run kommt für die Anschluhgegner in Frank­reich auch noch derExzelsior", ein Blatt, ba« sich sonst kaum durch Objekttvität und Wohl­wollen gegenüber deutschen Interessen auszeia)- net, und unterstützt die Darlegungen Bourdons durch einen Bericht aus Wien, in dem sestgestellt wird, daßdie Oesterreicher sich sozusagen un­absichtlich nicht enthalten können, jedesmal, wenn es sich um eine internationale Frage handelt, Hebcrlcgungen anzustellen, toie wenn fie schon politisch mit Deutschland ver­eint wäre n". Ihr Standpunkt ist Deutsch­lands Standpunkt, so klagt das Blatt. Deutsch» land muh bezahlen, aber die Oesterreicher tun so. als ob sie selbst bezahlen mußten. In ihrem Geiste ist der Anschluß an Deutschland schon so gut wie vollzogen.

Das alles ist für uns nichts Reues. Aber vielleicht lernen die Franzosen und andere Ver­fechter der unerhörten Bestimmung des Ver­sailler und des Vertrages von Saint Germain, die den Deutschen Oesterreichs die Heimkehr ms Reich untersagt und die Aufrechterhaltung emes nicht lebensfähigen Staatswesens, einer dauern­den Rot auf erlegt, aus diesen Stimmen etwas, durch das die unvermeidliche natürliche Entwick­lung beschleunigt werden kann.

Verminderung der englischen Besatzungslruppen.

Mainz, 29. Sept. (Tel.-Union.) Wie ver­lautet wird sich nach Durchführung der noch in diesem Jahre stattfindenden Truppenredu­zierung der englischen Desahungsarmee die eng­lische Besetzung lediglich auf den rechts- rheinischenTaunuskreis beschränken. In Bingen soll eine kleine Matrosenstation verbleiben: auch die übrigen von den Engländern besetzten rheinischen Orte sollen geräumt wer­den unter der Voraussetzung, daß die Fran­zosen diese Orte nicht wieder belegen. Das zweite Bataillon des Shropshire- leichten Infanterie- Regiments bas erste Bataillon des Manchester- und das erste Bataillon des Oxfordshire- und Buckinghamshire- leichten Infanterie-Regiments, die im Rheinland stationiert sind, haben Befehl zur Rückkehr nach England erhalten. Von diesen drei Bataillonen wird das Skropshire- bataillon nicht ersetzt werden. Das stellt die Herabsetzung der englischen Truppen im Rhein­land dar.

Gieheim Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vnl« «nd Verla-: VrLHNsche UAwer-Mr-vuch. imb Stetnbnderet L Lange ta Sietzen. Zchrtftiewmg und HeschSftrßelle: rch«Mratze 7.

sagt dies zu. .

Rbg. Storck fragt an, was die Regierung wu tun gedenke gegen eine Hinbenburg- feier der Rechts verbände im Hofe der ehemaligen Infanteriekaserne in Darmstadt oder bei schlechtem Wetter in der Otto-Derndt-Halle, also auf staatlichem Gelände. Der Minister des Innern Kimberger erwidert darauf, daß die Ver­sammlung nach Reichsrecht keiner Genehmigung bedarf: über die Halle verfüge der Rektor der Technischen Hochschule.

Hierauf wird tn die Tagesordnung etngetre- ten. Zunächst wird ein Antrag Eberle und Gen. über die Errichtung einer AmtSrichterwvh» nun g in Wörrstadt angenommen; sodann begründen die beiden kommunistischen Abgeord­neten Galm und $rau Roth ihr gestern einge­brachtes Mihtrauensvotum gegen den Minister für Arbeit und Wirtschaft Raab in längerer Rede. Sie werfen dem Mi­nister Arbeiterfeinblichkeit vor. Abg. Frau Roth erhält wegeii des von ihr gebrauchten Ausdrucks Gemeinheit" einen Ordnungsruf. Der Miß­trau ensantray wird mit allen gegen die Stimmen der Kommunisten abgelehnt.

Zu einer Regierungsvorlage, die sich mit einer Strafanzeige gegen den sozialdemokrattschen Landtagsabgeordneten Gewerkschaftsbeamten Wil­helm Weber in Offenbach befaßt, beantragt der Ausschuß die Immunität nicht aufzuheben. Aus dem Bericht des Abg. Schül über diese Angelegen- _ ....

heit geht hervor, daß der Anzeige, die auf Körper- siüsterungen Frankreichs in den letzten Iahr» oerletzung lautet, ein Familienstreit zugrunde liegt; zehüten eine Politik getrieben hat, die feinen Abg. Weber wird beschuldigt, nach seiner eigentlichen Interesien widerstrebt. Daß es gegen Tochter getreten zu haben. Abg. Kindt Mpen und an der Adria seine Stellung auf (Dnil.) ist für Aufhebung der Immunität, weil es Kosten Oesterreich-Tlngarns auszubauen bestrebt sich hier nicht um eine politische, sondern um eine toari uns immer begreiflich gewesen, das sind rein private Angelegenheit handelt. Abg. Hatumottoenbigleiten. die sich nicht ableugnen Kaul (Soz.) erklärt, die Sozialdemokratie sei aus ^ssen Unbegreiflich aber war es. daß Italien grundsätzlichen Erwägungen gegen die Aufhebung ^ch von Frankreich sein Gesicht vollkommen ver- der Immunität, solange nicht eine Derfassungsande- drehen lieh und auch wegen feiner Ambitionen rung eintritt. Abg. Kindt erklärt, dazu fei keine üt>er öi unmittelbare Rachbarschast hinaus immer Verfassungsänderung nötig, sondern das Parlament na$ dem Osten sah. Was war da auf tür- brauche nur seine Praxis zu ändern. Abg. Golm ^schem Boden groß zu holen? Die ganzen tür- (Komm.) bemerkt, die Immunität wird immer nur Unternehmungen sind denn auch mehr

dann aufgehoben, wenn es sich um Kommunisten handelt. Die Kommunisten sind gegen ihre Auf- --------------------------------------------

Hebung; aber in diesem Falle wird ihnen die Zustim- g November 1920 mit einigen Abänderungen, die mung zu dem Antrag schwer. Die Sozialdemokratie Berichterstatter Abg. Dr. Riepoch mitteilt, hätte den Abg. Weber nicht als Kandttaten für die Annahme in beiden Lesungen. 2n gleicher Weise Landtagswahl präsentieren, sondern eine reinliche QU(^ ein Gesetzentwurf über die Abänderung der Scheidung vornehmen sollen, ^bg. i)r. ferner Juadwaffenpah-Derordnung und den (Dntl.) verweist auf die Praxis des Reichstages und Stempel für Iagdwaffenpässe. (Die Abänderun- des Preußischen Landtags, die m solchen fallen & schon bekanntgegeben worden: es

für die Aufhebung der Immunität sind; es darf werden außer den Tagespäsien auch Pässe für nicht geschehen, daß unmoralische Dinge l.^ Woche ausgegeben.)

unter d e m Schutze der Immunität un- Ein Antrag Leuschner auf Reueinteilung gesühnt bleiben. Der Ausschußantrag wird gegen Schorn steinfegerbezirke, den der

sechs Stimmen angenommen. Ausschuß mit 5 gegen 4 Stimmen anzunehmen

Zu einer Regierungsvorlage über eine Straf- empfohlen hat, wird vorn Plenum abgelehnt, anzeige gegen den kommunistischen Landtagsabge- ($tn Antrag Kaul und Gen. besagt u. a.: ordneten Landwirt Heinrich Angermeier in Deutschen Reiche steht die Beratung eines Groß-Zimmern hat der Ausschuß ebenfalls be» neuen Strafgesetzbuches bevor, in dem die -Lo - schlosseir, dem Antrag auf Aufhebung der 3mmu- des strafe beibobaiten worden ist. Wir bean- nität nicht stattzugeben. Rach dem Ausschuß- tragen daher. 1. die Hess. Regierung aufzusor- bericht hat Abg. Angermeier einen Gendar - dem. im Reichsrat gegen die Wiederau f- men, der seine Personalien feststellen wollte, nähme der Todesstrafe in das neue beschimpft und bedroht. Fem^r hat er Strafgesetzbuch zu stimmen: 2. bis öaS bei einer anderen Gelegenheit den Gemeinde- erfolgt ist, ober falls die Todesstrafe aufrecht rechner von Groß-Zimmem beleidigt. Ein gleicher erhalten bleiben sollte, gmndsahlich und in jedem Antrag liegt vor gegen den sozialdemokratischen einzelnen Falle die zur Vollstreckung erforder- Q[bgeordneten Rechtsanwalt Sturmfels, der 1 "

den Vorsteher der israelitischen Gemeinde in Se­ligenstadt beleidigt hat. In allen diesen Fülleii beschließt das Haus, der Aufhebung der Immunität nicht zuzustimmen.

yu solchen ietii

n l°d! tffjNtr

echen. £,Min, ' vermisse^ mel)r

lQ9 zu

Wti in der

Ipannt. (Fr^f wrii fid> »L'E 'en?"

nql " ftbonn «r fab flc an ... Xr " stcht zwischen

A ihm... schien? od köstlich... 6ie Nem--oh _

»fgt.)

Sl I-h teilten $0I*f banus,

Hausfrauen 'eit Jahren fte Marga- ? verdankt und allein

{kauft sie ItenSieein

t/N* 1* ***