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Die Mrüstimgrsrage vor der zriedenrunion

Die Weilstieger in München

Eeoine flieht im Augzeug nach England

vines d'ler D rouhi ns zu verhindern. Zum

holte deii Magneten hervor, ließ ihn aufmon-

laumats, die deutsche Pressekampagne gegen Belgien und die Rede von Kardorffs dem Bekenntnis seiner Leute Ausdruck gab, das beste Mittel, die Entwaffnung zu verwirklichen, sei zu­erst die Sicherheit jeder Ration zu garan­tieren. Ihm trat entgegen der belgische soz:o- listische Abgeordnete P i e r a r d , der eine Rede wie die Kardorffs auch bedauerlich nannte, aber auf die von den militärischen Sachverständigen bestätigte Durchführung der Entwaffungs- kl auteln durch Deutschland hinwies und auf den überwiegend demolratisch-republikanisch ein­gestellten deutschen Bolksteil, den man ermutigen müsse, anstatt durch Aeusterungen wie die Dig- neffes zu entmutigen.

D e n b i n s k i begrüßte die durch den deut­schen Delegierten Soltmann an Polens Adresse gerichteten Worte und betonte, er gebe die Ver­sicherung ab, daß Polen wünsche. stets in guten Beziehungen mit seinem großen Rachbarn Deutschland zu leben und mit ihm am Frieden der Welt zu arbeiten.

Aus die Ausführungen Sollmanns betreffend Belgien ging der belgische Senator Dig- neffe ein. der Sollmanns Aeuherungen als er­lösenden Moment mit Genugtuung begrüßte, je­doch unter dem Hinweis auf den Bericht Guil -

Paris, 29. Aug. (WB.) Auf dem Flug­platz Le Bour ge t hat sich heute mittag ein Zwischenfall ereignet, der die gesamte Flieger­welt in Paris auf das höchste erregt hat. Um 11 Uhr vormittags erschien Levi ne und begab sich sofort in die Halle, in der sein Flugzeug M Columbia" untergebracht ist. Dort hatten die Monteure den Magneten des Motors versteckt, um eine Einzelabfahrt Le-

Paris, 29. August. (Wolff.) Auf der I Konferenz der Interparlamentarischen Union erstattete heute vormittag im Sinne des Sonderausschusses für die A b r ü st u n g s f r a g e der

frühere dänische KricgsministerDr. Munch

Bericht. Er betonte, die Frage der Rüstungs- Herabsetzung begegne heute schwierige­ren Bedingungen als vor zwei Jah­ren. Die Union sei der Ansicht, daß man an die öffentliche Meinung appellieren müsse, um ihre Lösung zu beschleunigen. Wenn die Parla­mente zögerten, so deshalb, weil die öffentliche Meinung selbst zögernd sei. Die Ursache hierfür sei in der Tatsache zu suchen, daß man nicht klar sehe, durch welches Mittel man zu dem neuen Zustande gelangen könne, oder auf welche , Weise man eine allgemeine Herabsetzung der Rüstungen erreichen könne. Der Redner sagte dann weiter: Der Sonderausschuß der Inter- | parlamentarischen Union hat einen technischen Plan ausgearbeitet, um zu beweisen, daß die , Herabsetzung der Rüstungen möglich ist.

Der Hauptgedanke dieses Planes besieht darin, durch ein allgemeines Abkommen ein weiteres Aufrüstcn zu verbieten und eine allmählich erfolgende Herabsetzung der Rüstungen unter Berücksichtigung der besonderen Lage jedes Staates durchzuführen.

In diesem Sinne ist auch die Resolution des Ausschusses gefaxt

Der französische Delegierte wies als­dann darauf hin, daß eines 6er Haupthinder­nisse für die Abrüstung darin bestünde, daß man nur schwer von einer Ration verlangen könne, einen Teil ihrer Souveränität aufzugeben. Die Kommission habe Grundsätze für den Ab- rüstungsplan ausgearbeitet, denen zufolge der Potentiel de guerre festgestellt werden soll. Da man aber den Staaten nicht zumuten könne, schon in Friedenszeiten auf ihre Industrie zu verzichten, werde man sich praktisch mit dem Potentiel militaire begnügen müssen.

Die ungarische Meinung.

Unter den Diskussionsrednern sprach der un­garische Delegierte de Brzewicery, der sich gegen die in der A brüstungsfrage er­kennbaren Tendenzen der Sieger stacten wandte. Er erklärte, man bezeichne als Haupt­hindernis für eine Abrüstung vielfach die man­gelnde Sicherheit. Aber nur diejenigen Staaten, die abgerüstet haben, sollten das Recht erhalten, von Sicherheit zu sprechen. Die fcefiegten Staaten seien ohnmächtig, und in ihrer Ohnmacht könnten sie niemand Schaden zu- fügen. Trotz Locarno habe man in Frank­reich ein Gesetz verabschiedet, durch das auch Frauen und Kinder mobilisiert werden.

Im weiteren Verlauf der Debatte ergriff der deutsche Delegierte,

Der sozialdemokratische Abg. Sollmann,

das Wort zu einet Rede, in der er nach einem Hinweis darauf, daß die Pariser Friedensver­träge die Abrüstung Deutschlands als ersten Schritt zur allgemeinen Herab­setzung und Begrenzung der Rüstungen fest­gesetzt fjätten, u. a. ausführte: Wir alle wissen, daß diese verheißungsvollen Worte, an deren voller Ehrlichkeit zu zweifeln nicht erlaubt ist, ihrer Verwirklichung bisher um keinen Schritt näher gekommen sind. Es ist der einmütige Wille der deutschen Gruppe in der Interparlamentarischen Union, mit allen Mitteln der moralischen Qlbriiftung der Welt zu dienern Die Arbeit für die geistige Befriedung der Welt wird jedoch durch die scharfe Weiter- rüftung vieler Völker behindert.

Dte ungeheure Mehrheit des deutschen Volkes ist friedlich gesinnt.

München, 29. Aug. (WTB.) Die Lan­dung der beiden Weltflieger Schlee und Brook, die (wie in einem Teile unserer gestri­gen Auflage schon gemeldet. D. Red.) heute vormittag 8.31 Uhr in London zum Weiter­flug nach München gestartet waren, vollzog sich heute nachmittag um 4 Uhr mit ihrem Flug­zeugStolz von Detroit" glatt unter den Hoch­rufen der Zuschauer. Als erster schüttelte der amerikanische Generalkonsul seinen Landsleuten die Hände. Als offizielle Vertreter der baye­rischen Staatsregierung und der Stadt München hatte sich Regierungsrat Cejka vom Handels­ministerium und Rechisrat Dr. Konrad einge­funden. Für die Deutsche Lufthansa übermittelten den Willkommengruß Major a. D. Direktor H a i- ler und Gras Arco. Schlee erzählte dem Berichterstatter des Süddcutschen Korrespondenz­bureaus. daß nach der schrecklichen Nachtfahrt über den Ozean die Luftreise der zweiten Etappe nach Bayern außerordentlich schön gewesen sei. Die Steuerung des Flug­zeuges bedienten beide Piloten des Flugzeuges abwechselnd. Auf dem Fluge den Rhein ent­lang, kamen sie auch über die Pfalz. Die Flieger hatten die Absicht, Stuttgart, das zu­erst als Landungsziel in Aussicht genommen war, zu überfliegen, fanden aber dorthin nicht die. Orientierung. Sie nahmen direkten Kurs nach München. Schlee erzählte auch mit Stolz, daß fein Vater ein Bayer und in Hof in der Oberpfalz geboren sei. Die Maschine nahm in München etwa 600 Liter Benzin an Bord. Die Flieger Könnecke und Graf Solms be- glücrwünschten von Köln aus die mutigen Piloten zu ihrem Unternehmen.

Der Reichsverkehrs mini st er Dr. Koch sandte an die amerikanischen Weltfliegcr anläßlich ihres Eintreffens in München folgendes Telegramm:Mit ausrich'igcr Bewunderung für Ihre großen flieg.rischen Leistungen heiße ich Sie auf dem Durchfluge d.rch Deutschland herz­lich willkommen und übermittle Ihnen meine besten Wünsche für eine glückliche Vollendung des Weltfluges."

Der Weiterflug.

München, 30. Aug. (WTB. Funkspruch.) Bei dem Abfluge des Flugzeuges S t o l z v o n D e t r v i t" heute früh um V,? Llhr fand eine besondere offizielle Verabschiedung nicht statt. Die Flieger dankten vor ihrem Weiter­fluge für den ihnen in München bereiteten Emp-

tieren und den Apparat dann vor die Halle bringen, wo er, wie er erklärte, den Propeller laufen lassen wollte. Levine trug weiße Flieger- kleidung. Er ließ den Motor anlaufen und dann die vor die Räder gelegten Bremsklötze weg- nehn.en, um, wie er erklärte, einige Meter auf dem Boden zurückzule gen. Levine» fuhr aus dem Boden bis an den a grenzenden! Militärflugplatz heran, schien dort auf den Start eines vor ihm stehenden Verkehrsflugzeuges zu warten, machte dann wieder kehrt und stellte den Apparat in nördlicher Richtung bereit.

Darauf fuhr er an, startete und verschwand In einer höhe von 500 Meter von Le Bourgcl.

Als man auf dem Flugplatz erkannte, daß Levine davonflog, stieg ein Flugzeug zu seiner Ver­folgung auf. Es konnte ihn aber nicht mehr einholen und mußte unverrichteter Dinge zurück­kehren. älm 14.05 ist, wie Havas berichtet, der Apparat Levines über Abbeville gesichtet worden und m 14.30 meldete der Seaphor von d'Alcvachr bei Boulogne-sur-Mer das Dorüberfliegen eines Apparates, auf den die Beschreibung derMiß Columbia" paßt.

In Fliegerkreisen behauptet man, daß Le­vine kein Talent zum Fliegen besitze und daß er in Berlin angekommen wäre lediglich mit der Erlaubnis, als Passagier an der Reise ReuhortBerlin auf derMiß Colum­bia" tcilzunehmen. Der Erregteste von allen ist D r o u h i n, der sich den Kopf zerbricht, wie er seinen Assöcier wieder einholen kann. Rach demTemps" steht absolut fest, daß sich an Bord derMiß Columbia" nicht etwa noch jemand anders befindet als Levine.

Landung in Croydon.

London, 29. Aug. (ICQ3.) Der Flieger Levine, der den Flugplatz Le Dourget mit seinem FlugzeugMiß Columbia" plötzlich ver­lassen hatte, ist heute nachmittag in Croydon gelandet.

Levine ist auf dem ihm gehörenden Flug­zeugM Columbia" auf dem Flugplatz Croydon in einer Weise angekommen, die- das Erstaunen der englischen Derufsflieger erregte. Levine entging mehrmals nur mit knapper Rot dem Tode. 11. a. flog er nur wenige Fuß an einem Beobachtungsturm vorbei. Schließlich stieg ein englischer Beruf sflieg?r auf und zeigte Levine den Weg nach dem Flugplatz Croydon. Auf die Frage, warum er diesen Flug unternommen habe,

sang. Rach dem Start zog der Eindecker noch einige Kreise über dem Flugplatz und wenige Minuten später entschwand er in östliche rRich- tung. Die Flieger beabsichtigen, ohne Zwischen­landung über Wien und Budapest in Richtung Konstantinopel zu fliegen.

Neue Startbereitschaft in Dessau und Köln.

Berlin, 29. Aug. (WB.) Nach einer Korre- spondenzmoldung hat die Leitung der Junkerswerke in Dessau mit den deutschen Amerikaslie- ae r n gestern noch einmal über die einKuschlagenden Luftwege verhandelt. Man wird sich, wie verlautet, gegebenenfalls für einen etwas südlicheren Kurs entscheiden. Die Meldungen über das ©et­ter auf d c m Atlantischen Ozean lauteten heute besser. Bon den bevorstehenden Wettermeldun­gen hänge die Entscheidung ab, ob in Dessau ein neuer Versuch zur Bezwingung des Ozeans unter­nommen werden würde. Wie derselben Korre­spondenz aus Köln gemeldet wird, will auch K ö n - necke erst die Wettermeldungen der Hamburger Seewarte abwarten und sich dan schlüssig werden, ob er Dienstag oder Mittwoch starten wird.

Dessau, 29. Aug. (WTB.) Entgegen der im Reiche umlaufenden und auch durch den Rundfunk verbreiteten Nachricht von einem Start der Junkersozeanmaschinen ist festzustellen, daß bisher noch kein Start stattgefunden hat und auch am Dienstag früh nicht stattfinden wird. Der Abslug hängt ausschließlich von der Gestaltung der Wittcrungsverhättmsse auf dem Ozean in der nächsten Zeit ab.

Köln a. Rh., 30. Aug. (WTB. Funkspruch.) Koennecke und Graf Solms weilen heute seit dem frühen Morgen auf dem Kölner Flug­hafen. lieber die Absichten Koenneckes war bisher nichts zu erfahren. Man wartet auf die nächsten Wetterberichte und rechnet mit einer Aende- rung der Windstärke gegen 10 Uhr vormittags.

Em weiterer amerikanischer Ozeanflug abgebrochen.

London (Ontario), 29. Aug. (WTB.) Das mit den Piloten Tully und M e d c a l f besetzte F l u g z e u gS i r I o h n Darlings", bas heute zu einem T r a n s o z e a n f l u g gestartet war, ist 12.15 Uhr mittags wegen des südlich von Oakville herrschenden Sturmes hierher zurückge­kehrt.

b e l g i s ch e B o l k : Das belgische Volk verdient b e- sondereRück sicht und hat besonderen Anspruch auf Schonung seiner verständlichen Empfindungen. Gerade in Erinnerung an das, was das belgische Volk erlitten hat, fordere ich den besonderen Schutz der friedlichen Bevölkerung in künftigen Kriegen, wenn es auch jetzt noch nicht ge­lingen sollte, für immer den Frieden zu erhalten. Die Frage des Kriegs-Potentiels wird, wie ich fürchte, das Abrüftungsproblem hoffnungslos lomplizieren.

Ebenso wie andere große Delegationen Hal die deutsche Delegation gegen diesen Teil des 21b- rüsiungsplanes unüberwindliche Bedenken.

Mit voller Zustimmung begrüßen mir bagegen d?.s an gestrebte Verbot militärischer Verbände neben m eigentlichen Heer, da diese Verbände eine Ge­hr für die Jugend bedeuten. Dahinter erhebt sich "io Frage, ob nicht überhaupt der Grundsatz der .llgemeinen Wehrpflicht von allen zu erroerfen ist, die den militärischen Geist der Völker kämpfen wollen. Auch ist darauf Rücksicht zu neh- .nen, da große Teile der nationalen Wirtschaft an dem Heer und seinen Rüstungen verdienen. Die deutsche Gruppe wird den technischen Ab- - ü st u n g s p l a n zur Grundlage weiterer?! r b e i-

7 n und Untersuchungen machen. Mit allen Delega­tionen hofft die deutsche Gruppe eins zu sein in dem Willen:

Lin Ende der Aufrüstung! Laßt uns die Ab­rüstung beginnen!

Die Antwort der andern,

Die Amerikaner erklärte, daß sie den Resolutionsentwurf nicht billigen könnten, da er mehrere Bestimmungen enthalte, die unkon­trollierbar seien. Die Vereinigten Staaten legten Wert darauf, daß der Völkerbund nie­mals ein Heber ft aat werde. Ein Abkom­men, wie das von Locarno sei besser als sämt­liche Abrüstungsprobleme.

erklärte Levine, da sein Pilot ihn nicht habe nach London bringen wollen, habe er sich entschlossen, selbst zu fliegen. Er bemerkte noch, er wolle selbständig über den Atlantischen Ozean fliegen. Er glaube, er sei hierzu befähigt.

Levines Gründe und Absichten.

London, 30. Aug. (WTB. Funkspruch.) Der amerikanische Finanzmcmn Levine, der gestern mit seinem FlugzeugM Columbia" bei sei­ner Landung in Croydon (wie gemeldet wird, der ersten Landung, die er je vollführt hat) fast töd­lich verunglückt wäre, gab der Presse Auf­schlüsse über seinen unerwarteten Flug nach London. Er sagte: Ich brachte dieMiß Columbia" nach England, weil ich der Ansicht war, daß dies im besten Interesse des Fluges (nach Amerika) liegt. Ich sah keine unmittelbare Aussicht, von Pans weg- zukommen. Immer, wenn Berichte, die ich von bri­tischen oder amerikanischen meteorologischen Sta­tionen erhielt, zeigten, daß die Bedingungen gut waren, schlug ich D r o u h i vor, zu starten. Er lehnte es jedoch mit der Begründung, die Berichte der französischen Bureaus zeigten, daß die Wetter­lage ungünstig sei. Levine erklärte, Drouhine werde jeden Pfennig erhalten, der ihm unter ihrem Kontrakt zustehe und bemerkte weiter:

Während ich in Frankreich war, wurde mir jedes mögliche Hindernis in den Weg gelegt. Alles, was ich unternahm, wurde dauernd in der Presse und anderswo kritisiert. Ich sah, daß mein FlugausDaris so gut wie unter fran­zösischer Kontrolle stehen würde und dies schien mir nicht gerecht zu sein. Schließlich, als ich keinen anderen Ausweg sah, beschloß ich, das Flug­zeug nach England zu bringen und von hier zu star­ten.' Levine schloß, er wolle entweder einen ame­rikanischen oder einen britischen Flug- zeugführerzu bekommen suchen. Auf die Frage, ob er einen F l u g s cb e i n besitze, schüttelte Levine lachend den Kopf und sagte, das Luftsahrtministerium habe ihn gebeten, nicht mehr zu fliegen, bevor er eine t solchen Schein besitze.

Ein langes Gesicht in Parks.

Paris. 29. Aug. (WTB) Auf dem Flug­platz Le B ourge t ist auf Grund der in­zwischen bekannt gewordenen Rachrichten von der Landung Levines in Croydon bei London das Gerücht verbreitet, daß Levine, so­bald die Witterung es erlaubt, mit dem eng­lischen Flieger Hincliffe als Piloten zum Rückflug nach Reuhork zu starten beab- sichligt. Mit dem englischen Flieger habe Levine verhandelt, bevor er den Vertrag unterzeichnete, der ihn mit Drouhin zu verbinden sch.en. Drouhin befindet sich noch immer auf dem Flug­platz Le Dourget: er ist sehr niedergeschlagen und hat, nach Havas, erklärt, er werde nicht nach London fahren, denn er wäre fähig, Levine zu töten, wenn er ihn treffen würde und dann würden ihn die englischen Behorchen ins Gefängnis werfen. Man werde nachprüfen, ob es möglich sei, dieM i h C o l u m b i a" beschlag­nahmen zu lassen.

Sie begrüßt den Geist von L o c a r n o und wünscht v t u Q1A ^ll. v_.

die Verständigung mit allen Nachbarn, auch großen Erstaunen der anwe'en ei Monteure ging mit den Nachbarn im Osten, insbesondere mit Polen, jedoch Levine geradewegs auf das Versteck zu, Wir sprechen unfern besonderen Abscheu über bie 1 - - ' -'

barbarischen Folgen eines künftigen Luft- und che­mischen Krieges aus. Ein künftiger Ausrot- t u n g s f r i e g würde nicht nur unermeßliche menschliche Opfer fordern, sondern auch bei den Völkern Gefühle der Erbitterung und des Hasses zurücklassen, die eine geistige Besriedung der Welt noch mehr erschweren würden. Die geistigen Nach­wirkungen des Krieges werden dort am stärksten gefühlt, wo die Bevölkerung am meisten gelitten hat. In diesem Zusammenhang zugleich auch im Namen meines Freundes Lobe ein Wort an das

Englischer Boykott des russischen Petroleums?

London, 30. Aug. (WTB. Funkspruch.) Laut Daily Mail" erwägen angeblich alle in Betracht kommenden Petroleumgesellschaften und Interessenten, welche Aktion unternommen werden könne, um die Einfuhr von Petroleum nach England zu verhindern, das aus russischen Oelfeldern stammt, die ohne Zah­lung von Entschädigungen von den Bolschewisten beschlagnahmt worden sind. Der Leiter der Shell- Gesellschaft, D e t h e r d i n g , erklärte, möglicher­weise würde gegen einige Personen gerichtlich vor­gegangen werden.

Ausweisung eines russischen Journalisten aus Frankreich.

Paris, 30. Aug. (WTB. Funkspkuch.) Die französische Regierung hat demEcho de Paris" zufolge den Pariser Korrespondenten der Telegraphen-Agentur der Sow­jet-Anion ausgewiesen. D.eser Iour- nalist habe, so wird erklärt, in feinen Depeschen über die jüngsten Kundgebungen gegen die Hin­richtung von S a c c v und Vanzetti über­trieben, indem er, wie sich das Blatt ausdrückt, nach der Art und dem Stil derHumanite" berichtete.Petit Parisien" fügt dieser Rachvicht hinzu, er könne mitteilen, daß in der gleichen Weise alle Ausländer beharrdelt werden würden, die falsche oder offenkundig tendenziöse Mitteilungen veröffentlichen würden.

Die Japaner

wollen Schanlung räumen.

Tokio, 29. Aug. (WB.) Der Premierminister teilte mit, das Kabinett habe beschlossen, in nächster Zeit diejapanischenTruppenausSchan- tung zurückzuziehen.

Aus «Her Welt.

Eckcner über den ZcPPelinvcrkehr Lpanien Südamerika.

Nach einer Meldung derVoss. Ztg." aus Ham- bürg hat Dr. Eckener, der gestern aus Argen­tinien wieder in Deutschland eingetroffen ist, einem Pressevertreter gegenüber zu dem Projekt desL u f t- chifsverkehrsSpanien Südamerika geäußert, daß das Resultat seiner Besprechungen mit der argentinischen Sonderkommifsion dahinaehe, daß diese Kommission der Regierung und dem Kon­greß empfehlen werde, die gemeinsamen deutsch-spanischen Vorschläge gutzuhei- heißen und den Bau der nötigen Anlagen anzu­ordnen. Danach soll bei B u e n o s A i r e s ein gro­ßer Luftschiffhafen mit Halle und Anker- türm und allen sonstigen Nebeneinrichtungen ange­legt werden, so daß bodenorganisatorisch alles vor- bereitet ist, wenn zum erstenmal der neue Zep - pelin seine große Fahrt antritt. Da auch Spa- n i e n bereits mit dem Bau solcher Anlagen begon­nen hat, hängt die Aufnahme des Verkehrs EuropaSüdamerika nur noch von der Fertiastel- lung und dem Ergebnis der Probefahrten Les Luft- chiffes selbst ab.

Hochwasserkatastrophe bei Güstrow.

Eine furchtbare Katastrophe ist gestern plötz­lich über Güstrow und ilmgegenb hereingebro- chen. Der Fluß Rebel, ein Rebenfluh der War- TOrto, ist auf weite Strecken über seine Ufer getreten und har um.verfehbar? Flächen kostbaren Geländes auf dem überall die Ernte in Hocken stand in ein riesiges Wassermeer verwandelt. Das Dorf Parum, das 10 Kilometer von Güstrow entfernt liegt, gleicht einer Insel. Das Vieh wurde schleunigst aus den Ställen getrieben, da es sonst den Tod in den Fluten gefunden haben würde. Die Ernte, die nur zu einem Fünftel geborgen worden ist, ist zu vier Fünfteln ver­nichtet. Lieber die Drücken treiben rasende Was­serfluten hinweg. Die Bahndämme find durch die Wasserfluten stark gefährdet. Güstvow selbst ist überflutet.

Ermordung des deutschen Forschungs- reiscnden Filchncr durch Lamas?

Die LondonerTimes" berichtet aus Pe­king, einem Telegramm des britischen Resi­denten in Sikh im zufolge sei eine Reisegef-ell- schast von drei oder vier Ausländern von Lamas in West-Szechwan ermordet worden. Dieser Be­richt erinnert an die Tatsache, dyß letzten Iuni eine Gesellschaft von Missionaren in West-Kansu den Rat erhiel., sich zurückzuziehen und weil sie nicht wußte, ob sie die Küste in östlicher Rich­tung erreichen könne, beschloß, über Ost-Tibet nach Indien zu gehen. Soweit bekannt, bestand diese Gesellschaft aus einem Engländer, einem Amcrskaner und eii em deutschen Gel.hr en mit Ramen Filchner. Van dieser Reisegesellschaft wurde feit ihrer Abreise nichts mehr gehört, und es wird befürchte', daß es sich bei dem oben ge­meldeten Verbrechen um die Möglicher dieser Gesellschaft handelt.

Times" meldet Wetter, daß Bandtten einen Zug" der chinesischen Osibahn angriffen und die Wacken überwältigten, von denen verschiedene verwundet wurden. Der Zug wurde zum Ent­gleisen gebracht. 50 chinesische Passagiere wurden gefangen weggeftihrt und die ausländischen Pas­sagiere beraubt. Von den letzteren wurde jedoch niemand gefangen genommen oder verletzt.

70 italienische Soldaten verschüttet.

In der Kaserne des 88. Infanterieregiments in Livorno stürzten in der Nacht zum Montag gegen 3 Uhr Dach und Decke über zwei Stuben ein, in denen sich 70 Soldaten befanden. Von den Opfern des Einsturzunglücks sind bis jetzt 18 Tote und 40 Verwundete aus den Trümmern geborgen wor­den. Zehn Soldaten liegen noch unter dem Schutt begraben.

Rettung aus Seenot.

Der Flensburger DampferMinna Horn" rettete 15 Seemeilen westlich von Arcona zwei gänzlich erschöpfte Matrosen^ aus dem treiben­den Wrack des dänischen Schoners Sutton. Das Wrack wurde nach Kiel eingebracht.

Dampferzusaminci'.sioß im Indischen Ozean.

Der DampferKalkutta" ist am Sonntag auf der Rückreise von Java mit dem deutschen Dampfer Rabensals" auf der Höhe von Fulton Point bei Hooghli zusammencestoßen. DieKalkutta" wurde so schwer besck)äüigt daß mit ihrem Sinken gerechnet wird.

Schweres Unwetter in Japan.

Ein schweres ilntoetter fr. Südjapan heim- gesucht. In Kotfchi sind 35 Menschenleben zu besagen. Die Zahl der Opfer in Nagasaki be­lauft sich auf 2? Tote und elf Verletzte. Acht Personen werden noch vermißt.

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