Einzelbild herunterladen

bi» er hn April IW zum der deutsch?»

Delegation bei der Wei t wi r t scha f t » k o n je - r t n i ernannt wurde und an deren Arbeiten einen recht beachtlichen Anteil nahm.

Die Neugestaltung des Mieterschutzes.

Aus dem TLohnungsauHschuß de» Reichstags.

Berlin. 29 Rov. 3m WohnungoauSlchuß bei Reichstages legten ine Sozialdemokraten am Montag ihren Antrag, daß die Aufnahme eine» Teilhabers in ein Srwerbs- ge schäft nicht als unbefugte Ueberlaflung eines Mietraumes gellen soll, wenn damit nich: die Absicht des Mieters verbunden ist. den Vermieter zu schädigen, formuliert vor. Die Regierungsparteien fanden diele Formulie­rung noch mangelhaft und wollten in der zwei­ten Lesung eine 'giriere Fassung bei an sich guten Gedanken- versuchen. Infolgedessen wurde Der Antrag abgelehnt. Äs folgte dieBe­ratung des y 3. der dem Vermieter die Mög­lichkeit gibt, bei Rückständen in der Mietzahlung auf Aufhebung des Miet- verhältnisfcS zu Bogen. Hierbei hatten die So­zialdemokraten beantragt, dem Ablatz l des 8 3 wieder die Fassung des Gesetz:- vom 1. 3unl 1923 zu geben. Außerdem soll der Mieter vor der Kündigung geschützt fein, wenn sein Zah­lungsverzug auf eine nicht auf Fahrlässigkeit beruhende Unkenntnis über denB.irng oder den Zeitpunkt der Fälligkeit des Mietzinse- zu­rück zusühren ist.

Abg. 3ör rissen lW. Vg.) beantragt, daß der Vermieter aus Aufhebung des MictSverhält- nisses klagen könne, wenn der Mieter mit der Entrichtung eines Monatsmietzinses oder eines Teiles des Mietzinse- länger al» einen Monat im Verzug sei. Abg. Hol le in (Äom.) bean­tragt. bah der Vermieter als befriedigt gelten solle, sobald eine öffentliche Behörde sich bereit erkläre, an den Vermieter Zahlung zu leisten. Abg. Winnefeld ID Vv ) schloß sich der Ten­denz die'es Antrar.es an. Voraussetzung lei aber, daß Innerhalb der Schonsrist von der Fürlorge- ftelle auch tatsächlich gezahlt werde. Die Kommunisten l cantragten weiterhin, daß Ri ''Lnde an HauszinSsleuer eine« unverschuldet Zahlungsunfähigen nicht als Mietsrückstand gelten.

Reichssusti?Mlnister Dr. Hergt erklärte, der 9 3 fei nur In Verbindung mit dem § 10 richtig zu verstehen, nach welchem der Fürsargeverbin> bei jeder auf Zahlungsrückstand gestützten Mit- aufhebungsklage zu benachrichtigen sei. Die Reich-regierung werde Im Einvernehmen mit den Länderregierungen auf tunlichst finanzielle Stärkung der Fürsorge st eilen hinwir- fen. Wenn die Fürforgeverbände innerhalb be­stimmter Frist die Miet-ahlungspsiicht für den unverschuldet zahl mute unfähigen Mieter erfüllten, so würden sich unbillige Härten immer mehr ver­meiden lassen. 3n der Abstimmung wurden die sotzlaldemokratischen und kommunistischen An­träge abgelehnt.

Die Arbeitsgemeinschaft zwischen Bayrischer Volkspartei und Zentrum

München, 28. Roo. (WB.) Di« vor einigen Tagen in Weaen»burp zwischen Vertretern der Bayrischen Oolfepartei und der Deutschen Zen- trumepartei vereinbarten Richttinien für ein einheit­liche» Vorgehen der beiden befreundeten Parteien in allen wichtigen politischen Fragen find nunmehr be- fannt«geben wanden Zn der Einleitung wird be­tont, oafj die vereinbar gen au» dem Wunsche her- oorgegangen seien, ein einheitliche» Vorgehen in allen politischen Fragen zu fichem mit dem Endziel der Wiederher st eil unq der politischen Einheit Die Fraktionen de» Zentrum» und der Bayrischen Volk»partei hn Reichstag werden eine freie Arbeitsgemeinschaft bilden Die Fraktionen dl« den selbständig. Bei besonder» wich­tigen Fragen sind gcmeinfd>aftlidx Sitzungen der Vorstande und der Frakticmen selbst ooraunebmen. Zwischen der Landtagsfraktion der bayrischen Volk»- Partei und den Zentrumsabgeordneten. dec bayri­schen Landtages wird im gleichen Sinne eine mgere Fühlungnahme herbe,gejährt. In der bayrischen Pfalz, wo die Zentrums- fraktion ein« eigene Organisation besitzt, soll bei den nächsten Reichstagswahlen eine gemeinsame Liste beider Parteien ausgestellt werden, an deren Spitze der Kandidat der Bayrischen Volkspartei steht wahrend nn zweiter Stelle ein Kandidat des Zentrum» folgt. Wird nun der Spitzenkandidat der Liste gewählt, so sollen die Restfrimmen der Reich» Itfte dem Zentnim zusallen

Sine Kundgebung

dee christlichen Bergarbeiter.

Berlin, 28. Roo. Wie die ..Bost. 3tg." mel- bet. wandte sich Zentrumsabgeordneter 3 m b u I dj In einer von 16Oi) Funktionären aus allen Teilen de» Ruhrgebietes besuchten Kundgebung des G e roe r k ve re i n » ch r i ft 11 d) t r Bergarbei­ter in Gelsenkirchen in autzerordentlich scharfen Ausführungen gegen die Wirilchast»-. Sozial- und Finanzpolitik de» Kabinett» Marr. Er erklärte. Reichskanzler Dr. Marx und Relcysfinanzminister Dr Kodier hielten zwar schone soziale Reden, ihre Polttik wtrke sich in der Praxis ganz anders au». Marz Hude 1923 den Ruhrindustriellen grobe Ruhrkampsentschädigungen bewilligt, die

terschast ober sei leer ausgegangen liche Bergarbeiterschast nehme nach reiflicher Ueder- legung den offenen Kampf für den sozialen Volksstaat auf. der voraussichtlich von langer Dauer sein werde und geeen Männer geführt werden muffe, die ihr beute noch > abeftänben.

Vinüla BratianuS innerpolitischrs Programm.

Vukarest. 28 Rov DTB FunNpruch.) Der neue Leiter der liberalen Partei. Premier­minister Vintila Vratianu Hit heute der nationalen Bauernpartei greifbare Vorschläge hinsichtlich einet Zusammen- die Regierung cblütter erklären . tv ."/4k eine wirtliche Entspannung zwilchen den politi­schen Parteien und werde diesem D.-dan'en alle Opfer bringen die mit den gegenwärtigen 3nter- effen der Ration zu vereinbaren feien. Gleich­zeitig erklärte er. er könne aber keine Bngun. gen an nehmen. durch Hie eine neue Perivk^ in- nerpolitilcher Erregung Herdei geführt werde

Der Wahlsonntag in Zravnschweig.

Oer Kuck nach links.

((Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers")

Berlin. 29. Roo Der Sonntag Ist wieder ein Drohwahltag gewesen: Landtagswahlen in Braunlchweig. Kreis- und Gemerndewahlen in Anhalt. Kommunalwahlen w'Mecklen- b u r g. Der Ruck nach links, der sich schon bei len letzten Wahlen abzeichncte ist auch bitimal wieder zum Ausdruck gekommen, allerdings mit verschiedener Stärke 3n Braunschweig und Mecklenburg hat er sich zugunsten der Sozialdemokraten auigetrirft. in An­halt hauptsächlich zugunsten der Kom­munisten. die ihre Stimmen wiederholt ver­doppeln konnten, während die Sozi ildem^kraton Müh« hatten, ihre alte Stärke ausoech» zu er­halten.

Am intereffanteften ist zweifellos das Ergeb­nis in Braunschweig, daS einen schweren Zusammenbruch der Deutschnotiv» na len gebracht hat. dem ebenso grobe Erfolge der Sozialdemokraten gegenüberstehen. Die Deutschnationalen haben auch hier saft die Hälste ihrer Stimmen verloren. Das läßt sich zum Teil aus den besonderen Verhältnissen erklären: die bisherige Braunschweiger Regie­rung war Atoar als Fachministerium etikettiert, ftanb aber doch den Deutschnationalen sehr nahe. ES ist ihr nicht gelungen, die Finanzen in Ord­nung au bringen, sie hat den Ausgleich mit dem Herzog Hause abschliehen müssen, ist also finanziell stark belastei getneen und die Folgen davon haben In erster Linie die Deulschnationalen au tragen gehabt. DaS Kabinett stützte sich auf olc Mehrheit von einer Stimme, inan muhte also schon vorher damit rechnen, baß es sich nicht halten könne, zumal da die bürgerlichem Parteien die üblich: Zerlvlliterung auf» wiesen. Fast 15 000 bürgerliche Stimmen sind einfach ausgefallen, weil nicht einmal eine Lislenverbrndung eingegangen worden war. das find mindestens zwei Mandate, die jetzt dazu geführt haben, bat) zahlenmäßig Sozialdemokra­ten und Kommunisten eine Mehrheit haben.

Die Sozialdemokraten mit 24 unb dis Kommu­nisten mit 2 Mandaten könnten eine Regierung bilden, die 26 von insgesamt 43 Stimmen hinter sich Hütte. Es fragt sich nur, ob die Sozialdemo­kraten dazu bereit sein werden. Gerade In Braun­schweig haben sie ja früher schon derartige Er- perimentc gemacht und haben dafür fchtper hüben müssen, weshalb sie es nachher vorzogen, mit den Demokraten eine kleine Koalition zu bilden. Auch diese ^Kombination ist mögli,). Soz aldemo- fraten und Demokraten haben ebenfalls eine Mehrheit von einer Stimme und die soziaidemo-

krarische Führung scheint eher gciwig: zu kut den Weg nach recht» zu geben, wenn sie auch vermut­lich zunächst bei den Kommunisten anflopkn wirb, um sich dort einen Korb geben zu lasten, den sie nachher ihre« radikalen Flügel prä'enrkren kann.

Die Deutsche Dollspartei hat oer- hältniSrnäßig günstig abqe'chnitten fk hat nut ein Mandat verloren. waS um so beachtens­werter ist, als sie dem Stahlhelm gegenüber jede eirtfetiige Bindung gegen die Sozialdemokratie abgelehnl hat.c Sie Demokraten Haden zwar ihre Mandatszahl behauptet, prozentual aber ebensoviel an Stimmen e.n gebüßt, wt: die Deutsche Volkspartei. Das ist überhaupt das öiger.artige bei der ganzen letzten Wahlentwick- lung, daß die Demokraten davon gar leinen Vor­teil haben Vielleicht w.rd die'e Erscheinung doch die Demokratische Partei von ihrem Drang nach Reuwahlen im Reich eint .ermaßen abbrin» gen, während auf dec anderen Seite auch die Deutschnationalen sich sagen müfen, daß die Konjunktur für sie ungünstig ist und daß He alles 3r4ereste daran haben, vorläusig den ReichStagswahlen aus dem Wege zu gehen. Wer dah-r die Vraunschvei'er 3afrlen richtig liest, wird auch daraus die Bestätigung herauss.nden, dast wir in den nächsten Monaten Reichstags- wahlen nicht bekommen werden.

Berliner Presseecho.

Berlin» 28. Rov 3n den Kommentaren der Berliner Blätter wird als hervorstechendes Merkmal der Braunschweiger Landmgswahlen der Rückgang der d eu t s ch n a t i o n a l e n Mandate auf die Hälste bezeichnet. Die _K r eu zze i t u n g" warnt eindringlich davor, den Kopf in den wand zu stecken. Möge sich die Partei übet die Ursachen des überall zutage tretenden Stimmenrückganges klar Werden und daraus frühzeitig Ihre Entschlüsse Althen Die .DeutscheTageszeitung" sprich: von bedauerlichen Mängeln in der Wahlarbeit der Rechten, die in Braunschweig noch durch weit­gehende Wahlzersplitterung verschlim­mert worden feier 3n der .D A. Z." heißt es. die Stärkung k*r Sozialdenwkraten ohne dah davon den Kommunisten Verluste entfielen setzt sich fort. Daß das in einem Lande. daS bisher eine bürgerliche Regierung hatte, und eine besonders starke Domäne des Stahlhelms war, In solchem Umfange geschehen konnte, stellt den bürgerlichen Gruppen ein sehr ungünsti­ges Zeugnis aus. Die ..Täglich e Rund­schau" bezeichnet als Ursache der Niederlage der Bürgerregierung Wahlmüdigkeit und Zer­splitterung im bürgerlichen Lager

Sie Vesolduligsdebaile

OieBesoldungderWehrmachi

Berlin, 28. Rov. (CB®3.) Der Haushalt- ausschuh des Reichstages begann am Montag mit der 'Beratung der Besoldungsord­nung ff für dIe Soldaten der Wehr­macht.

Die Abg. B a u e r (D. 2p.) und Brüning- h a u s (D. Dp.) empfahlen Anträge der Re­gierungsparteien. durch welche die unteren Drup- ben aufgebeffert werden sollen. Bei den Unter­feldwebeln soll die unterste Gruppe ff 16 mit einem Gehalt von 1980 Mark gestrichen werden. Bet ben Leutnants soll das Anfangsgehalt von 3000 auf 3100 Mark in Gruppe ff 8 erhöht und ebenso in Gruppe ff 5 daS Anfangs geholt von 9600 auf 9700 Mark herauf gesetzt werden. DrüninghauS trat besonders auch für die Deck­offiziere und Veterinärärzte ein. Abgeordneter Schmidt (Dn.) trat gleichsalls für die Anträge der Regierungspartcicn ein und kündigte einen weiteren Antrag an, der den Offizieren und Deckofflzicren eine einmalige Bekleidung-- beihilse und einen laufenden Zuschuß zur Be­kleidung aewähren will

Abg. Roh mann (Soz.1 wollte die Wehr­macht grundsätzlich den Beamten gleichstellen, war aber, da dieses Ziel momentan nicht erreichbar ist, mit ben Verbesserungsvorschlägen der Regie­rungsparteien im wesentlichen einverstan- ben.

Abg. Groh (Zentr.) war mit der Regelung für die Sol da ter auch nicht befriedigt und emp­fahl eine Entschließung der R g er.mzsp.irteien, die eine Prüfung verlangten, inwieweit e.ne Ver­besserung des Besoldungsbi.nstalters bet den Sanität*- und V e t eri narof f izi er en zur Angleichung an die akademisch vvrgebildc-ten Beamten vvrgenommen werden mutz

Ministerialrat Sölck vert.idigte die Regie- run^svorlage. Die Soldaten ständen bei freier Wohnung. Verpflegung. Kleidung und Kranken- verlorgung be f f e r als die mclsten Unterbeam­ten. Die Regierung fei bereit, die Ausrückungs- fristen zu verkürzen Oberst von dem R u s f ch e vorn ReichSwehrminifterium war an­derer Ansicht Er meinte, der jung.- Soldat ent­wickele einen gut,n Appetit u:ib . erbrauche die 52 2larf Reineinnahmen zum Teil für Ergänzung feiner Verpflegung

Abstimmungen.

Der Ausschuß nahm bann bi: zuruckgestellte Abstimmung vor. bi« bei der Besolbungs- orbnung A im wesentUch.n eine Bestätigung bet Regierungsvorlage ergab Austerkem wur­den die Anträge der Regterungspa rieten an­genommen. die für bk OoerregierungS- r ä t« die neuen Gruppen 2 b und 1 b. für die

im HaushMausschuß.

Regierungsrä ke eine neue Gruppe 2c bil­den Angenommen wurde ferner d»e Gntfchlkhung der Regierungsparteien zue Desolbungsorb- mmg C (Wchmiacht) und ein« von ben Re­gierungsparteien unterstützte Enkschllehung Grost (3tr ). bte eine Verkürzung der Aufrückungsfrift hx ben unteren 'Dehrmächtgrxippen auf zwei Fahre wünschte. Axrch bte anderen Antrag« der Regierungspaei«ien zur BesvldxmgSorbmmg C wurden genehmigt.

Darauf wurde die Beratung her Besvldxmgs- orbnung D (Reichswafferschutz) begonnen. Die Regierung erklärte sich mit ihrer Beseiti­gung einverstanden, wenn man ähnlich wie in Preußen an bte Befvldungsorbmmg A eine be- fonbere Grupp« für ben ReichSwaiferschutz an- hänge. Abg. Steinkopf tSoz.) forderte bei feiner Forderung, die Waferpolizeibeamten völ­lig in die DesvldungSordnung A einzustuien Schließlich wurden bte Anträge der Regierungs­parteien xmd mit ihnen btt Regierungsvorlage angenommen.

Oie Pensionen

Der Äuv|chuß beriet bann ben Abjdjiiitt V des Besoldungsgesetzes, ber die Pensionen behan­delt. Ein sozialdemokratischer Antrag wollte Meten namentlich bei zwangsweise pensionierten Beamten beseitigen. Äbq. Morath (D. Bp.) künbigtc einen Antrag an, wonach die Pensionär« wie b t c aktiven Beamten behanbelt werben sol­len. (ExnturU werbe seine Partei beantragen, we­nigsten» bte ®artefianb»beümtfn voll einzugrup' piereu und die Ruhestandsbeamten mH prozentualer ng zu bedenken. - Abg. Eifenberger (W. Vgg.) trat für den sozialdemokratischen Antrag ein. Abg. Eteinkops (boz.) verlangte An­rechnung de» Arbeitseinkommen» auf die Pensionen.

Ministerialrat Sbrzerny erklärt, diese Bor läge verletze keine wohlerworbenen Rechte der Pen- sionäre. 2Un 7. Oktober d 3. habe noch das Reich: gericht entschieden, daß die Altversorgungsderechtiq trn nur den Anspruch hätten, in die unterste Gruppe einoerleidt zu werden. Um den Schwierigkeiten au» dem Wege zu gehen, hab. die Regierung die pro­zentualen Zuschläge gewährt Der DerioN der Pensionen über 16(100 Reichsmark wurde rund 660 000 Reichsmark betragen. Dte Einftufuna der Pensionäre unb Wartczeitbeamten über da» Gesetz hinan» deonipruche ein Mehr von im ganzen 26 Mil- stvnen. Auf ein« Anfrage bes Abg. Schmidt- SteMn (Dntl.l berechnete preußischer Ministerialrat F o f ch das Mehr für Preußen auf 16 Mil­lionen Reichsmark Da» Geld dafür besttze Preußen nicht Abg. Schmidt- Stettin (Dnil.l «Zucht um möglichst baldige Mitteilung der entsprechenden ,3ahlen für die Länder rot« sie hierfür für da» Reich und für Preußen mitgeteilt worden sind

Diele Worte beziehen sich nach allgemeiner Auf­fassung aus die bisher von der Bauemparte: ge­forderte Auflösung de» Parlaments und Veranstaltung von Neuwahl en.

Die Aufrüstung der Andern.

London. Rov < WDB l1junt,pni4)1 Irr Minister der 3nncr i. 3 on n I o n - H i ck» tagte gestern abend in einer Rede .Während der letzten drei Jahve haben wir untere mili­tärischen Ausgaben um 5 Prozent vermin­dert, Italien hat die feinen um 17 Prevent und Frankreich um 4? Prozent erhöht Au« den britischen Ministern lastet beut? nn: lehr Ichtveve Verantworti.ng EZ Ist un ere PjFchi lehr redliche lleberlegungen anzustellen, wenn

wir sehen, das» Italien und Frankreich, bk Verde unsere Freunde find, so viel mehr aus- geben als vor drei 3obren."

Aus aller West.

Dk vzeanilüge aufgegeben

D«e Junkerswerke Haden sich zetzt endlich entfdjloffen, MD 1280" da» letzte Flug;eug, do^ be- den o-r'ch-ed' nen Lertuchen. den Ozean zu über­queren nicht zu Bnich gegangen ift j u r ü <f j u rufen. In diesem Jahre sollen also kein« neu» Ozeanslüae mehr In Angriff genommen - 'rden. nachdem sich wiedertzoli l>rr '.u»grilrC? bo* b:ß rm< Ueberguer. ng b<$ Ozean; vom Osten nach »em Westen auch mit den besten Apparaten nicht möglich ist und daß leibst (Ftappenflüge sehr bedenklich sind

Die Europa. Brome« unb D1220 hnfc auf der Strecke geblieben, auch D 1230 Hai Schaden er­litt m, wenn e» auch nicht akston»unfähig geworden ist. Angesicht» dieser Vitanz ist e» wohl d«tz bester, abzuwanen. bi» oc» große Zeppellulust- lchlff da» auf der »erst in Fnednchetzosen liegt fertiggefkellt wird R. Z. Ul* Hot jeden fall» den Be wei, dafür geliefert, daß der Ozean am sichersten nur durch Luftschifk üderftogen werden kann.

Der stampf um den S*od>-IBellmdiledikL

Buenos-Aires. 28. Rov (WTB .Sind- <pruch» Da ff a pa bla nca beim Abbruch der 34 'Partie heute erklärte, er tp.-rb? dcrnauf ver­zichten, die Partie am nächsten Tage fortzu- fetzen, hat nunmehr A l j e ch i n Anspruch auf bte Weltmeisterschaft. Die W?Um 48erschalr kommt demjenigen Spieler zu, ber zuerst sechs Gewinnpartien zu verzeichnen hat. Rl'echin hat bereits fünf Par.en gewonnen.

Tfk <lnroanbrrunfl nach Amerika.

Der »Ehicogo Inbane anrb aul Wachingwu gemeldet, baß Im Jahr« 19?7 16R OX Personen, darunter 4*513 Deutsch«. 28054 Iren und 23 660 üngiander nach ben vereinigten 6teaim eingewandert feien.

stomm«fsion»eat Busch s.

KommiNionrat Pali! Busch, der Besitz«, unb Begründer des Berlin« Zirkus Busch, an den Folgen einer Blind da rmoperaiion gestor­ben. Bu'ch ho« ein Alter von fast 76 3abrm erreicht.

Borchardt redmvu».

Die Zinna F W. B o r ch a r d t. die bekannt- stch unlängst In Konkurs geriet, wirb unter der Finna Borchardt Wem- unb DeUkateflenhgnd- lung Aktiengcfellfchaft ml! einem Grundkapital von 60 000 Mark neu errichtet.

Großfeuer.

3n der Märkischer Standuhrensabrik m Berlin-Karlshorst brach In später Abendstunde ein Feuer au», das Io schneU um flch griff, daß die ganze umfangreiche Fabrik ein Opfer der Flammen wurde. Die Feuer­wehr mußte sich darauf beschränken, die um» liegenden Häuser zu schützen Bei den Losch- arbeiten erlitten einig« Feuerwehrkeut« erbeb- liche Verletzungen.

i? a n t>sc jeden »druch.

Als in Rottwcii nachts ein Kabelbau- monteur wegen Ruhest öruna verhaf­tet wurde, nahiuen a uSwän.g- Äab.Ibjuafbeüier und anberv jung« Leute gegen die Polizei eine drohen.« Haltung ein. S.e wollten die Po- lizelwacjx stürmen und die Herausgabe des Festgenommenen erzwangen. Die hnr hart be­drängt en PolizeibeanUen riesen die Landjägee- mannschast telephonisch um Hl fe. M.t Gummi­knüppeln wurde gegen die Täter ei n^e 4>rtten. Acht von ihnen wurden wegen LanOsriebenst- bruches dem Gericht übergeben

Hoch eine Entdeckung am Sternenhimmel

Reden ber bereit» gemelbelen Entdrckung be» neuen Kometen im Sternendlld der Fisch« wurde aus der Hamburger Sternwarte um di» Mitternacht vorn 18. zum IV. d M um Prolessor Schwatzmann und Dr. W a ch m o n n bei photo­graphischen Himrnkl»aufnahmen zwischen Stier und Orion ein neuer Stern, eine sog Rooa. von der Helligkeit ber zehnten Großen Naße, entbeckl. Do» neue Gestirn desinbet sich also an brr Grenze der Milchstratze. In deren Bereich die meisten Rönne ausleiichten.

Die IBefterfaqe.

c

0

MontagdffiZd TÜMmbcrlQiT Trabend*

O><«»«<» <*>m<- « e ' 1 -»*-< n

v*ett a Vtwt«» -<3«1 r. -- "l - -W« ->

«IP Oll 1 *«*MI '*<<5*

»* »Wer HW««« «M «<- V--« o-e Ämm« v'M«*«» t* « 9<H» * ff"»"«le» M N i -< O»W* HXM«

*m! ^nuMfi. eerrwww*

<...4 .. «agc.

Der über oer Rordsee bis ins Kanalgebc« sich erstrcckenke AuSlauser des nördlichen Dieses dürste auch un^er Gebiet im Lau « der kommen­den Rächt oder in den Vormittagsstunden mit leichten Rie>er ch.ä-en streifen. Dagegen andern sich die Demperatureo nxitg Rach dem Vorüber- zug werden hie vvrdr.ngenden Kaltlustmolfen unter ßuflbrurfanftteg die Wolkendecke stellen­weise durchbrechen unb die Temperaturen wieder beeinflusfen

Wettervoraussage: Zunächst will»«, neblig wolkig unb etwa» Regen. |pater roolkig, auch stellenweise 6ufheltrmb. Temperaturen schwankend

öittfrurg»du»fld)ten für vonn»r»tag Meist irodenc», teilweise aufheiternde» Wetter und Tem peroturrüzfflanfl

Cufit.-mperoturen am 28. November mittag» 2,7 Arad Celsius, abend» 2^3 Grad ffelfiu»; am 29 Ro oemder: morgen» 2.1 Grad Celsiu» Erdtempe raturrn in 10 Zentimeter Tiefe am 2^ November 1^ Grab Celsiu»: am 29. Rovemder 1,9 Grad Celsiu» öarimum 2,8 Grad Celsius, Minimum 0,7 Grad ffelfni»

Wetterlage auf dem Hoherodskopf.

Dinh SJinbftiUe. Setter; Revel Tempe­ratur rrinu» 2 Grad Cekstu» Reulchnee: feinen: Schne.dcbe 12 Zentimeter Beschaffenheit der Schuccbecke Hart verharscht. Spc.«Möglichkeit, mäßig.