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in Höhe von 34J2 ODUltarben bebeutrt t*e Aus- loUbtK'r l;u£tnmfl von 2 RNlliarven, bt* aas die private Wirtschaft eitfäUi, keinerlei Gefährdung. Omnirrfin betonte auch er und mit noch erheblich gröf>ci«n Rachdru^ der Leichs bankprä > idenl Dr Schacht btt unbedingte Aouoendigkeit, daß na merck llch die Galder aus 3nlefr?n ofsemllcher Körperschaften ausschltsßli ch zu produk­tiven Zwecken verwand! würden. ®int Um­gestaltung der DeraiungSstelle für Ausland- anleihe« wünscht 5>r. Schacht, der diese« Kapitel I ja vor «Niger 3«l in seiner etwas schroffen und uitoerm:1tclnbro Art angeschnitten Hal, in dem Sinne «ner Zentralkontrollftelle, die den Finanzbsdarf von Reich, Ländern und Gemeinden laufend gu beaufsichtigTN vermag und erst buim richtig beurteilen kann, wenn Aus- landgelder für tatsächlich produktive Zwecke ver­langt werden.

D.eker begreifliche Wunsch des Reichsbanl- prästdenten hat «ine merkwürdige Aehnkchkeü mit den Forderungen, die der Hansabund in einer In dieser Woche der Oeffentlich-eit über­gebenen Denkschrift auc F.nanz- und Berwal- tungSreform ausgestellt hat, und es scheint fast so, als ob die Koalition der Regierungsparteien sich di« Grundzüge dieser Denkschrift, die in dem Verlangen nach einem Jinanzdiktatvr gipfelt, im wesentlichen zu eigen machen woll­ten. Das rft nun eigentlich töricht, denn cs toürik doch nur bedeuten, daß man wie­derum. wie so oft schon, eine neue Be­hörde mit allem Drum und Dran schafft für einen Aufgabenkreis. der im Grund« Q«nommen Sache des Reichsfinanzministers ist selbstverständlich vorausgesetzt. daß dieser ein Mann ist, der über di« Autorität verfügt, dort durchzugrekfen, wo es nötig ist. Wan könnte stch doch denken, daß der Re kchSfinanzmiinfter mit einer solchen Autorität und den entsprechenden Machtbefugnissen ausgerüstet, die Haushalts­pläne für Reich, Länder und Gemeinden in einen großen Rahmen bringt, in dem sich di« Ausgaben nach den Einnahmen rich­ten, und in dem erbarmungslos das we^gcstrichen wrrd. wofür keine Deckung vorhanden rft.

Ungewöhnliche Zeiten erfordern tutgewvhn- liche Mittel. Und, wenn sich auch di« Reichs- regierung nicht dazu her geben darf, den Gerichts­vollzieher der Dawesgläubiger zu spielen, so werven wir doch eine Revision des Da- wesvlaneS. die wir nur über Amerika erreichen, nur dann durch'etzen kennen, wenn wir den Beweis erbrach, haben, daß bet größtmög­lichster Sparsamkeit deS Statshaushaltö die Er­füllung der Zahlungsverpslichtungen uns unmög­lich war. Tiber so lange die für diese Dinge sehr hellsichtigen Amerikaner Herrn Parker Gilbert- scharfen Blick kennen wir ja bereits aus unseren überteuerten Derwaltungsapparat Hinweisen können und in säst jeder deutschen Gemeinde Immer noch unstreitbar unproduktive Anlage öflentlicher Gelder feststellen müssen, wer­den wir sie kaum von unserer Zahlungsunfähig- fcit überzeugen können. Damit soll nicht der Ab­drosselung kultureller Rotwendigkeiten daS Wort geredet werden. Das deutsche Volk dars sich unter der Daweslast nicht unter daS Kulturniveau der anderen großen Rationen drücken lassen. Abei es selbst in seiner Eigenschaft als Steuerzahler, wie seine Gläubiger müssen verlangen, daß wir als ein in Rot geratenes Volk, daS alle wirt­schaftlich« Kraft an den Wiederaufbau sehen muß, den sparsamsten BerwaltungSapparat der Welt haben und tmfere Steuerkraft für die Be­friedigung unumgänglich notwendiger Dedürfnifse »usommenhalten. Dazu bedarf es nicht eines be­sonderen Finanzdiktators. sondern nur des ent­schiedenen Willens der RcichSregierung und ihrer Beauftragten durch eine DerwaltungSresorm an Haupt und Gliedern bU Mittel einzusparen, derer sie bedarf, um neue notwendige Ausgaben zu decken.

Die Debatte über die Todesstrafe

Berlin, 29. Oft. (BDZ.) Der Strafrechts- ausschuß des Reichstage» setzte nm Freitag die all- gemeine Aussprache über die Todesstrafe fort. Adg. Landsbera (Soz.) polemisierte zunächst gegen die Kommunisten, denen er die Hinrichtung praktisch in Sowjet rus,land oorhielt. (fr machte darauf auf- merksam, wie leicht Iustizirrtümer vorkommen könnten und schilderte mehrere Fälle aus der Prari». in denen es leicht zu Todesurteilen an Un­schuldigen hätte kommen können. Die Sicherung der Gesellschaft, die der Adg Dr. Kahl verlangt habe, fei jetzt schon im Strafgesetzbuch gegeben, denn die lebenslängliche Zuchthaus st rase werde sicher nicht abgeschasst werden. Der Richter könne auch fehlen, deshalb müße man die Todesstrafe ver­meiden (hegen yiugrnbli-lw dürfe sie überhaupt nicht vollstreckt werden. Der Redner erinnerte in diesem Zusammenhang an den Rat. den er dem Reichs­präsidenten (fbert gegeben habe, den jugendlichen Mörder Ratdenau». Techvw, zu begnadigen

Abg. Frau Müller-Otfried (Dntl.s be­kannte sich zur Ausrechterhalt'ing der Todesstrafe, selbst für die Frau. Man müsse auch eine Frau hin- richten wenn sie wie e» norgefommen fei mehrere Männer durch Wf! au» gewinnsüchtiger Absicht um* Leben gebracht hab«.

Aba. ft o m p e (W B i fo-btrt dos Rotwehrrechi des Staate» gegen solche Schädiger der Bolkegemein- schäft Einem Massenmarder ro.e ftaarmnnn gegen über von ftumnnilat zu sprechen, sei inhumaner, als die Menschhelt durch Beseitigung diese* Scheusats vor neuen Angriffen zu bewahren S- tionskollegen leien mit ihm für Aufrechter­haltung der Todesstrafe zur Zeil.

Aba. Weg mann (<kntt.) erklärt, es han­dele 'ich bei der Todesstrafe nicht darum, etn Menschenleben zu vernichten sondern darum, ob es nötig sei das Leben eines Verbrechers zu opfern, um das Leben des Einzelnen un> der Gescllsch^.tt zu schühen. Er tührt Wetter das Recht des Staates an. zu seiner Verteidigung daS Leben seiner Burger «inzufttzen, Hieraus ergebe sich di« sittlich« Berechtigung der Todesstrafe gegen Kapitalverbr?cher.

Frau 2lbg. Lüders (Temü erftärt Zwei­drittel ihrer Fraktton seien für. ein Lrittel gegen die Abschaffung der Todesstrafe. Die demokratische Fraktion werde also hier ihr Vo­tum gegendieTodesstrafe abgeben. Wenn Iusttzirrtümer Vorkommen könne bei Ausreck^- erhaltung der Todesstrafe ein solch r Irrtum sich zum wirklichen Justizmord stetgern

Aba Dr Bell fZentr.j betont, ent cheidend sei für seine Freund« der Gesichtspunkt der g e - rechten Sühne, di« stch verbindet mit dem Grundgedanken der Sicherung der Staats­bürger und der Sicherung der Staats- erhaltung. die eine andere Sicherung nicht zuließen. Gerade in berv ilmfkntb. bah das

jetzige Gesetz bei dem Mord keine rmli-eonben Umstände zuließ, lag ein 1Hangel, dem wir fetzt abhel'en wollett. Androhu:^ der XobeSftrak fei nicht identisch mit ihrer Vollstreckung.

Die Wlrttchastsberhandltmgen mit Polen.

(Eigene Drahtmetdung desGießener Anzeiger»'.

Berlin. 29 Okt. Die Anfang dieses Jahres nach zahlreichen Mißerfolgen zunächst einmal emgefteilten tzandeksvertragsverhandlun- gen mit Polen stehen unmittelbar vor ihrer Wiederaufnahme. Es ist ix den letzten Wvxaten gelungen, auf diplomatischem Wege eine Reche von Schwierig keten zu be- feitigen. fv baß die Delegationen Ich Voraus­sicht Ich schon in allernächster Zeit treffen wer­den. Endgültige Beschlüsse übet unsere Marsch­richtung wird das Kabinett in der nächsten Woche nach der Rücklehr deS Kanzlers fa's.n. Wan wird aber gut tun, den bevorstehenden Verhand­lungen keinen allzu großen Opnmismus entgegen­zubringen. Wir wi'sen nicht, mit welchen 6 o n - derwün schcn die Polen aufwarten werden, die m der Vergangenheit auf diese Weife so manchen guten Ansatz sür eine Wirt'chaftsverstän- bigung vernichtet haben. Aus den letzten Unter­haltungen hat sich aber so viel herauskristalli­siert, baß im Mittelpunkt der Wirtschaft-« Beratungen di« 6 inf r polnischer Schweine und Kohle stehen wird. Die deutsch-polnischen Verhandlungen von Regierung zu Regierung über den Abschluß eines Handels­vertrages werd n bekanntlich ergänzt durch Ve- sprechungen unter den wirtschaft­lichen Verbanden der beiden Länder. Am 6. Dezember werden deutsche und polnische Wirt- schaftsührer Aufarnmentreffen. Bis dahin wird man innerhalb der deutsche« Witttchaftskreise versuchen müssen, gewisse Meinungsversä)ieden- heiten zwischen der Derarbcircnben Industrie und dem westoberschl^ftschen Kohlenbergbau zu be­reinigen, der die Ansicht vertritt, baß man über­haupt keine polnische Äoßlc brauche. Diese Ge­gensätze scheinen aber nicht unuberbrüctbar zu 'ein. Weit schwieriger wird es sein, die In­dustrie und die Landwirtschaft unter einen Hut w bringen. ES sollen auch hier in nächster Zeit Versuche unternommen werden, um eine Ver­ständigung zu erreichen. ütoIkI sowohl der mit Polen als auch mit der Tschechoslowakei zu schließende Handelsvertrag in den Bereich bet Erörterungen gezogen werben soll.

Der britisch-russische Widerstreit im Baltikum.

London, 29. Ott. (WTB. Funkfpruch.) Der diplomattschc Berichterstatter derWestminster Ga­zette" schreibt, der Abschluß des russisch- lettischen Handelsvertrags habe wenig- sten» für den Augenblick d i e Bildung eines baltischen Blocks verhindert, was einen Triumph für Moskau bedeute. Lettland fei jedoch mitgeteilt worden, daß eine Bevorzugung von Sowjetrußland, verbunden mit unterschiedlicher Be- haudlung britischer Waren zur Folge haben würde, daß Lettland, das sehr notwendig Geld brauche, feine Anleihen auf dem Londoner Geldmarkt erhalten würde.

Oie katatonische Bewegung. Angrblichc PtUichvorbertitnnstkn in den Pyrenäen Tbrrft Macia dementiert.

Paris, 28. Ott. (Wolff.) DemOHathx** wird aus Perpignan gemeldet, die Polizei habe erfahren, daß etwa 1500 der katalanischen Separatisten Weisung erhalten hätten, ihre Wohnsitze in Frankreich, Belgien und Luxemburg aufzugeben und ftch in kleinen Abteilungen von Atoei bis drei Mann nach der spanischen Grenz« zu begeben. Die Der chwörer sollen über Kapitalien in Höhe von mehrere« Millionen ver­fügen. die von vcr chiedenen katalonischen und spa­nischen Gruppen der Republik Argentinien gezeichnet worden seien. Dieses Mal hätten die Verschwörer ihre Wasscnbepots nicht auf französischem Boden, sondern auf dem Boden bet Republik Andorra, sowie an verschiedenen Punkten aus spanischem Gebiet errichtet. Der Handstreich bet Katalonier selbst sollte ge­stern früh zwischen 7 und 8 Uhr unter bet Leitung be6 Obersten Macia ver'ucht werben. Oberst Maria. bet sich bekanntlich nach dem letzten mißglückten Komplott nach Brüssel be­geben hatte, hat persönlich der Belgischen Tele­graph en-Agentur eine Erklärung übergeben, in der et die Rachricht über ein neues katalanisches Komplott und über militärische Vorbereitungen der kataloni'chen Organisationen an der spanisch- französischen Drcn e als vollständig un­wahr bezeichnet. Dirie Erklärung bedeute nicht, daß der Zustand der Gewalt zwischen Katalonien und bem spanischen Staat aufgehört habe, viel­mehr hoste bet Oberst, daß an einem nicht mehr fernen Lag dieser Zustand der Gewalt eine großartige Freiheitsbewegung her- orrufen werde.

Carols Aktion.

6inbni* i« kinr^ariier KiU<i Schlechte Prognose der Presse

Paris. 28. Ott. (WTB) Erst beute wird befann*. daß vor etwa ach: Tagen in der Villa des Prinzen ttarol von Rumänien in Reullltz ein Einbruch verübt trotzen ist, besten Degle:tumstände burauf schließen lassen, baß ihm politisch« Motive zugrunde liegen. Der Diener des Prinzen halte m einem Ät:n> dne Frau fennengelem:, die er in d.e Villa »um Abendessen einlub. Am Lag« darauf stellte der Diener fest, daß -.hm von der 11 >. bekannt«, ein Rauschmittel beigebracht worden war und daß fie ihm seine gesamte Kor­respondenz entwendet hatte. Kurze Zeit darauf wurde ,bm diese Korrespondenz weder AugcftellL Es fehlte dagegen em Brrrt. den er von seiner Frau, der Köchin des Pr nzen. die auf seinem außerhalb Pars gelegenen Schloss« tätig ist. erhaben hatte und in dem ziemlich unvort ch'ig tue täglichen Des uche erwähn', werden, die der Prrnz von in Frank­reich wellenden Anhängern erhallen hat. Die Polizei, die heute von diesen- Vorfall be- nachi »tigt worden ist, hat em« Untctf wßung emgelcitct. Prinz Earot selbst, der sich gegen- tnäTrtg in St. JHalo aufh>il. ist telegraphisch in Kenntnis gefetzt worden Die Vorgänge in Ru­mänien werden von der srnnzösiichen Prefs« mit einem Ekker wnb einer veidenfchattlichSrit nedolgt.

Lis ob «S sich um immdranzösifche Vorgänge handesc. Troy der Sympathien für fcarol ist jedoch die führende französische Presse der Auf­fassung. daß ein Hervortreten Earols die bedenklichsten Folgen haben konnte. Man glaubt nicht daran, baß ihm Erfolge be» schienen kni würde«, da bi« starke Perfonlich- kei. D r «t i a n u .« Paris «ch: urtterkchätzt wird. Der .Lemps" betont heut«, daß Bra- tianu die Sage vollkornme» beherr­sche. und bah. solange er am Rmder bleibe, das politische G .-chgewicht tn Rumänien nicht gefrört werden würde. Der .TempU- sieht in dem Vorgehen der Opposition in erster Linie ein politisches Manöver gegen di« Innenpolitik Bratianus.

Augenzeugen über den Untergang der,Mafalda".

Pernambuco. 29. Olt (WTV.) Der üa- üeni'ch- Dampfer _Ros etti" ist h^er mit den von ihm geretteten äleberlebenden der.Mafalda" angekommen. Gs befinden sich darunter sechs Mitglieder der Mannschaft, hie übrigen Gerette­ten sind Zwischendeckpassagiere. Zwei von ihnen sind unterwegs gestorben. Die äleber- (cbenben berichten gleichfalls von Haifischen. Sin Mann erzählte, daß ihm ein ÄLtb von einem Haifisch aus seinen Armen cntrjkrt wurde Sine Frau erzählte ein ähnliches Erlebnis. Die Lieber lebenden behaupt cn, daß di .Mafalda" kurz vor der Katastrophe mit großer Geschwindigkeit gefahren s«, um den erlitten«: Zeitverlust einzuhok.n Ein Mitglied der Mannschaft der Mafalda erklärt«, daß eine Panik unter den Passagieren sc» fori nach dem Bruch der Schifssschraube einge­treten sei. Troy der Panik waren die Ret­tungsboote innerhalb «ner Vienelstunb« niedergelassen und fertig. Vichts schien bk Passa­giere beruhigen zu können. Die Maeatschaft konnte nichts anderes tun. als die Rettungsgürtel Ver­teilen imb den erregten Frauen in die Boote Helsen, da das Schiff schnell sank. Alle Ret­tungsboote erreicht«: das Wasser, doch hielten sie sich nicht lange und kenterten bald. Der Kapitän richtete die Scheinwerser auf die im Wasser Ringenden, bis das Schiff mit ihm versank. Ich glaube mchl. baß der Kapitän gerettet werben wollte. Bald schwam­men an uns Leichen imb Körperteile vorbei. Ein Mitglied deS SchistsorchesterS berichtet: Am späten Rachmittag, als bas Orchester spielt« und die Passagiere tanzten, ertönte ein Ära- ch«N vi(Masalda* stoppte sofort. Dec Kapitän beruhigte die Passagier« und erttärte. die Schiffsschraube sei gebrochen: doch bestehe keine Gefahr. Die Fröhlichkeit trat weder ein, bis das Schiff heckwärt« stark neigt«. Der Kan'ün und die Offiziere griffen wiederum ein und beruhigten. Sie erteilten Ifkifungen für die Rettung. Doch nahm die SchnisfSneigung zu und die Panik nahm rasch ernste Formen an. ES war keine Zeit mehr, die Rettungs- gürtel zu verteilen und die Boote niederzulasfen. Ein 'paffagier der ersten Klasse erklärte, baß überhaupt keine Grplosion erfolgt fei. Der Dampfer sei erst nach sechs Stunben ge­sunken. Während bet älebcrfaßrt habe die .Mafalba" dreimal gehalten, um Repa­raturen an den Maschinen vorzunehmen. Den Fahraästen der ersten Klasse sei von dem Ernst der Lage kein« Kenntnis g«g«** b«n worden urrf> dieMasalba" sei gesunken, «he sie Geleg«:heit hatten, sich in Sicherheit zu bringen. Die großen Verluste ge.ade unter bielen Fahrgästen sei dieser Schweigsamkeit zuzuschreiben.

Pressefreiheit im besetzten Gebiet.

Aachen, 28. Ott. (Wolfs.) Wegen ein^S im .Eschw eilet Anzeiger" unter der Uebcr- schristGin Denkmal der Schande' veröfsentlich- ten Aussatzes, der die Denkmalseiwei- hung in Sinanl krilisch behandelte, ver­urteilte daS belgisch« Kriegsgericht in Aachen den Schristle: er Fleckner auf Grund d r Or­donnanz 303 der RHeinlandkvmmllfton lSicherheit und Würde bet Detatzung) z u 13 0 Mark Geldstrafe oder 30Tagen Gcfängnis. In der Urteilsbegründung wurde auSg.-fuhrt, von einer Gefängnisstrafe sei abgesehen Worten, well der tZngcnatjte nicht aus unedlen Dew ggründen, sondern in Wahrung feiner Berufs- Pflichten gehandelt habe.

Oie religiösen Streitigkeiten in Indien

Kalkutta. 28. Ott. (DLB.i Eine Konfe­renz indischer und mohammedanischer Führer, die zusammengerre en ist. um über die Mittel zur Beseitigung der zahlreichen blu­tigen Zwischenfälle zu traten, hat zwei Fragen regeln können, auf die di-se >-tzvischenfälle Meißens zurückzuführen waren Es bandelt sich um die Opferung von Tieren, namentlich von Kühen, durch die OHoßamiirobancr und um die Dl u ft t bei den relig Öfen älA^ügen der Hindus. Rach bem neuen Abkom iwn wird die MusU der Hindnproze'sumen fdUDciflcn, tonn der Zug die juo'c^w pausiert. Ander rseits bürten bie Mobammedan r auf öffentliche« Plä., oder in der Räh« von Le.npeln keine Tiervpfer voll­ziehen.

Aus aller West.

Äonnerereetb.

In weiterer Durchführung der Kundgebung der Freifinger Bifchoiskonferenz hat de« tapthilaroitar und Weihbifchof der Diözese Regensburg der Therese Reumann von Konnersreuth, deren Eltern und bem Ortspfarrer den dringenden imb ernstlichen Wunsch ausgesprochen baß hn allgemäner. kirch­lichen Interesse und mtt R> ckstch: auf dir Gesund- bat derTheres«' alle Empfänge einge­stellt werden sollen Alle Besuch« in flonncr»n-utl) bei Therrfe Reumann werden demmutz erfolglos sein.

Oie Schulden der Filmdiva.

Der Kaufmann Stnebu rg, der Gatte der Filmfchaufpkierm drtte R« inwold. wurde wegen Betrüge» zu drei Monaten (Befäng- n i» verurteilt. Äe Schau p»etenn feidft ist durch ein V«ri«hen wuhrend bet Genchtekrien außer Der- (plgung aetetzt t M>eben. Da» Ehepaar hatte 'M rübfahr 1925 länger« Zeit in Sdxw-ie« gewahr I. aber die Miete und Rechnungen von Arzt. Lhauf- *ur und oerfch:ebenen Rauletiien mch, bez hll md mehrfach bare« (Äett geitehen Al» öw Gläubiger versuchten die Tagesoage der Lchaujprelerin nen 8«U bi» 300 Start zu pfänden, wurde bw 6*agt von Sen*urg an feine« Bruder w München Mthcrt

Dem An geklagten mürbe vewähnmasfrUt «ge­billigt da er durch seine leichtsinnig« Ehefrau ebenfalls zum Leichtsinn verfährt worden fei. Ei« w.m Beriahven über Roftümaefäufe in Berlin für 24<XX) Mark schwebt noch (Fin von emem Münchener Hotel au»- «ehendes Seriahten endete kür^ich nut einem gre- Ipr '*

3C 000 Kurf Sperfefieugdörr unterichlagen.

Rach Äniitwmfl von 38«» Mark tW bet be einer mnr.rchen Svarkaste in Siegen be­schäftig :e Renbam Picker flüchtig gegangen. Au« Grund eines Funkfreckbrietzes kvrntt« P:ck«r in Schafshaulen v« rhastet werden. Man fand in feinem Befitz noch etwa 23J0 Mark tn bar. fvwie das au» einen fingierten Ramen knitenbe Sparkattenbuch einer auswärtigen Äa*e über rund 30000 Mark.

35 Jahre Zuchthaus gegen eine Clnbrrthrrbanbr.

Gegen die aus zwawug TtttflHtOem bfftetHnbe Einbrechrrband«. die feit Jahren den Schrecken Thii- ringen» bildeten, mürben insgetamt 35 Ic-in« Zucht- Haus verhängt. Der Anführer Thurm cdnn ro-.nhe wegen schweren Raube» und Diebstahl» zu 15 Iah» ren Zuchthau» oemneilt: ein anderer zu 1.3 Jahre« Zuchthaus

Fünf Daher (Befäugui» für öee Zigeuner Herzberg.

In dem Proneß gegen den Zrzewr Herz­berg. der sich wegen her Erschießung seines Schw iegervate rs vor bem Ha­nauer Schwurgertch« zu verantworten hatte, uer- urteilte das Gericht den A-igeklagren wegen, Totschlags unter Zubilligung mildernder Um» stände zu bet Hd<Vt3r:fe t>on fünf Jahren Gefängnis und fünf I yren »jtotdu|L D:e milbemben Umfräntk. wurden bem AngeLagw» zugebllligt, weil der Erscholtene f«I bft hinter­listig und niederträchtig gewesen fei.

Pferd uni) Wagen Im Rhein.

In Oberlahnfiein erlitt ein Landwirt, der fein Rollsuhrwcrk für kurze Zeck ohne Aufsicht am Rheinufcr stehen ließ, einen erheblichen Schaden Der Wagen kam plötzlich ins Rollen und zoa die beide« starken Pferde mit in die reißend« Flut. Da niemand Hilfe leistete, ertranken bie wertvollen Tiere.

Beim Ringkamps die Wirbelsäule gebrochen.

In Losheim bei Trier stürzte ein IRjäbriger junger Monn beim Ringkampf, brach die Wirbel­säule und starb bald daraus

Weiche Sprach« wird am meisten gesprochen'

Die chinesische Sprache wird van nicht we­niger als 455 Millionen Menschen gesprochen Dann folgt die indische Sprache, bi« von 230 Mil» lionen benutzt wird. In weitem Abstand folgen die europäischer: Sprachen, die englische mit 163 Millionen, die deutsche mit 91. die spanische mit 80, die russische mit 70, die sranzösischt mit 45 und die italienische mit 41 Millionen.

Leichensund im v Zug

3m O-Zug ParisBerlin- War­schau wurde zwischen ben Stationen Dortmund imb Hamm der aus Paris gebürtige Professor Konstant tot aufgefunben Aeuster? Verletz m- gen waren an bem Toten nicht zu finden, mir aus Mund und Rase war ein wenig Blut ge­flossen. Die sofort benachrichtigte Berliner Mord- rnfpektton erwartete den Zug auf bem Schl 4i- fchen Dachnbof. Rach ben Ergebnis der Belicht!« aung liegt höchst wahrscheinlich kin Vert-rechen, sondern ein Unglück-sali vor Spur>-n irgendeines Kampfes wurden nicht im Wagen entdeckt. Der Wagen, in dem stch das Unglück zutrug, wurde von bem l>Zug adgehäng und auf ein Rebeigleis gefchoben, wo er noch einmal nennen, und Himmelsreklame als demter cri. etngcßcnb untersucht werden wird.

Oie Wetterlage.

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Wegen Lutdieiden der duropa-Sommdmelbvng unDGUfräitbiflf Wetterlage

Du» westlich« lief, dessen Regengediet gestern morgen über Irl-.id unb England lag. hat sich mehr norb-oftiid) vertagen und Infc.gcbefR« keinen ftär» feren Einfluß auf unsere Witterung grroonrf«. West- und D tteieuropa liegt zur Zeck noch tat Be­reich der milden sud WZt Lutt. an her Rückse.te de« abuebt-nhen tiefe bringen lalle Luftmajfen vor. bie auch Mitteleuropa allgemeinen Temperaturrück­gang bringen werden.

Wettervoraussage: Wechselnd wolkrg mit Aub beitrrung, k.chler und meist trocken.

©itcmmfli-au jitbh-n für Montag Wenig Der» ändert, Wetterlage.

Lufttemperaturen am 28. Oktober mittag» 16,1 Grab Celsius, abend» 12,3 Grad Lelsiu» am 29 Ort.: moraen« 12,6 «tzrad Lelsiu» Erdtemperaturen tat 10 Zentimetcr Tiefe am 28. Oktober abend» 11,? Grad Celsm». am 29 Oktobers morgen» 8.7 Grad Celsius Marimum 17,7 Grad Celfiu». Minimum 8^5 Grad Lelsiu» Eonnenjcheindauer: 3 . Stunde«.