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tootmrf M8 Mädchen vom dritten Stock bis zum Parterre flüchtete, wo es zusammenbrach Die herbei gerufene Polizei verhaftete den Täter während das bedauernswerte Mädchen in schwerverletzten Zustand ins Krankenhaus gebracht wurde. — Daß der berüchtigte ©in* und Ausbrecher Stegmann aus Bockenheirn, der an einem Sonntag aus dem Frankfurter Gerichts* aefängnis ausgebrochen war und vor einigen Tagen wieder verhaftet werden konnte, schon wieder alle Vorbereitungen für die Wiederaufnahme seines .Handwerks" getroffen hatte, geht aus der .Ausrüstung" hervor, die bei seiner Verhaftung bei ihm vorgefunden wurde. Es handelt sich um folgende Gegenstände: Em Säckchen mit Kette, Leine, Diedrich Vrecheisen. Schraubenzieher usw. Hoffentlich ist ihm sein Handwerk mmmehr auf lange Zeit gelegt. — Ver 28 Jahre alte Heinrich Philipp Muth aus Vilbel hat etwa 1 500 Stück Wohl* f ahrtslotterielose zum Vesten der Pen- sirnskasse der Genossenschaft Deutscher Duhnen* a.igestellten unterschlagen. Vermutlich wird cr versuchen, die Lose abzusehen. Vor dem Ankauf der Lose wird gewarnt.
Wirtschaft.
Amerika
und die Preutzenanleihe.
Wenn auch nach den bisher vorliegenden Nachrichten und insbesondere nach den Auslassungen deutscher amtlicher Stellen es sich bei der Auflegung der P re u st e n an l e i he in Amerika um Schwierigkeiten technischer Art handelt, so kann man sich dem Eindruck doch nicht entziehen, dah hier auch Widerstände prinzipieller Art vorliegen. In der Presse, wenigstens in einem Teil, werden die Schwierigkeiten bezüglich der Frage der Prospektformulierung behandelt: das amerikanische Emmissionshaus soll wiederholt geäußert haben, dah es sich bei dec Verzögerung der Anleihe lediglich um diese formalen Schwierigkeiten handele. Die amtlichen preußischen Stellen hoffen natürlich, dah diese Schwierigkeiten in einigen Tagen behoben sein werden. Mag dann, wenn dies wirklich zutrifft, die Anleihe des prcuhischen Staates unter Dach und Fach gebracht sein, so bleibt damit die grundsätzliche Frage, ob man es mit einer Stärkung der anleihefeindlichen Bewegung in Amerika zu nm hat, noch ungeklärt. Wir erinnern daran, dah Amerika den Abschluß des deutsch- französischen Handelsvertrages mit der Drohung eines Zollkrieges -an Frankreich beantwortete, was immerhin daraus schliesten läßt, dah die Stimmung Deutschland gegenüber etwas anders geworden ist. Es erscheint auch nicht ausgeschlossen, dah die gesamte amerikanische Geldpolitik von dieser Stimmung beeinflustt wird. Damit rückt zugleich die An le i h e p o lj t i k des preußischen Staates, der Länder und Kommunen überhaupt mehr in den Vordergrund der össentlichen Kritik. Bckantlich sollen bei der Beratungsstelle für Auslandanleihen neue Richtlinien für die Begehung deutscher Anleihen im Auslande ausgestellt werden, bei denen gerade neben 6en Erwägungen der Produktivität das währungspolitische Moment in den Vordergrund gestellt werden soll. Wenn der preußische Staat lediglich ausländisches 5 apital zur Deckung seines zweifellos sehr hohen Geldbedarfes heranzieht, so liegt darin eine große Verantwortung, denn ob die beabsichtigten Trans- cltionen (Hafenbau und Siedlungen usw.), die mit
dem Antechegelde finanziert werden sollen, sich tatsächlich als wirtschaflliche Erfolgmaßnahmen heraus- stellen, ist bis jetzt noch fraglich. Es soll nicht ver- könnt werden, dah der Ausbau von Seehäfen der Erleichterung des wirtschaftlichen Verkehrs dient, aber es wäre vielleicht nicht nötig gewesen, zu diesem Zweck an den internationalen Kapitalmarkt heranzutreten, zu einem Zeitpunkt, in dem gerade die Anleihen des Deutschen Reichs und der deutschen Länder im Hinblick aus die Reparationsverpflichtungen und Transferzahlungen Deutschlands unter die kritische Lupe genommen worden sind. Man kann nur hoffen, daß der volkswirtschaftlich und privatwirtschaftlich berechtigte deutsche Anleihebedarf durch die Vorkommnisse der letzten Tage in seiner Deckung nicht geschädigt wird.
* Keine Niederlassung der I-G in Luxemburg. Wie dem WTB. auf Anfrage von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, trifft die anderweitig verbreitete Meldung, die J.-G.-Farbenlndu- ftrie beabsichtige, in Luxemburg eine Niederlassung zur Herstellung ihrer Anilinprodukte zu gründen, nicht zu.
* Notizeinstellung an der Frank- furterBörse. Nachdem die Zulassungsstelle ihre Zulassunasbeschlüsse für die Pfandbriefe der Rheinisch-Westfälischen Boden-Credit-Bank, Köln, Serie 1 bis 13, zurückgenommen hat, wird die Notierung dieser Wertpapiere mit Wirkung vom Freitag, dem 30. September, ab eingestellt.
Frankfurter Börse.
F r a n k s u r t a. M., 29. Sept. Tendenz: unsicher. Die Stimmung am heutigen Prämienerklärungstage war ziemlich unsicher, wenn auch die Ultimoliquidationen glatt und ohne Schwierigkeiten von- statten gingen. Beunruhigend wirkte die Meldung eines hiesigen Blattes, wonach die Preußen- anleihe in Amerika von Staats selten abgelebt worden sei. Auf das amtliche Dementi dieser Nachricht wurde die Stimmung zwar etwas ruhiger, doch verstimmt weiterhin das ungewisse Schicksal dieser Anleihe. Bei der dauernden Passivität des Publikums wurde das in geringem Maße herauskommende Ultimomaterial nur schlecht aufgenommen, so daß kleine Kursabschwächungen eintraten. Lebhafte Umsätze verzeichneten I. G.-Farben, wenn das Papier auch zunächst nur knapp behauptet eröffnete. Unbestätigte Gerüchte wollten von einer bevorstehenden Kapitalerhöhung wissen. An den Effektenmärkten ergaben sich im allgemein neu Kursabschwächungen von 0,5 bis 2 Prozent Stärker im Angebot lagen Rheinstahl, Nheinbraun, Zellstoff-Waldbof und Siemens, die 2,5 bis 4,5 nachgaben. Am Elektromarkt erzielten dagegen Licht und Kraft, Gesfürel und Felten Kursbesserungen bis zu 1 Prozent. Von Autowerten zogen Kkeyer 1 Prozent an. Heimische Anle i h e n ruhig. Ausländer überwiegend etwas schwächer Im Verlaufe erfuhr das Geschäft keine Belebung, und die Kursveränderungen blieben gering. Lebhaft gehandelt wurden jetzt nur noch die I.-G.-F a r b e n, in denen die Spekulation zum Medio Deckungen vornahm. Voigt 8- Haeffner konnten sich um 6 Vroz. erholen. Arn Geldmarkt hat sich die Nachfrage etwas verstärkt. Tagesgeld stellte sich auf 7 Prozent. Im Devisenverkehr lag die Reichsmark etwas schwächer mit 4,2012 gegen Kabel und 20,444 gegen London. Paris gegen London 124,02, Mailand 89,15, Madrid 27,80.
Berlins. Börse.
Berlin, 29. Sept. Obwohl zum offiziellen Börsenbeginn eine Beruhigung eintrat, war die Nervosität des Dorbörsenverkehrs noch nicht ganz über
wunden. Das Publikum ist durch die sich wider sprechenden Nachrichten in der Angelegenheit der Preuhenanleihe unruhig gemacht worden und zeigt Derkaufsneigung. Dagegen sollen von Aus- landseite für Spezialwerte Kaufaufträge Vorgelegen haben. Die Kursgestaltuna wurde unregelmäßig, überwiegend jedoch etwas fester. Lebhaftes Geschäft hatten Gesfürel und I.-G.- F a r - b e n. Bei letzteren stimulierten Gerüchte über eine bevorstehende Kapitalerhöhung um 250 Millionen Mark mit einem Bezugsrecht von 10 zu 1 und einem günstigen Kurse. Heimische Anleihen lagen ruhig.' Ausländer überwiegend fester. Pfandbriefe gehalten. Am Geldmärkte war Geld etwas stärker gesucht. Tagesaeld 7 bis 9, Monatsgeld über den Ultimo 8 bis 9 Prozent. Wa- renwechsel ca. 6,25 bis 6,40 Prozent. Der heutige Termin machte jedoch keine Schwierigkeiten. Im Verlaufe ließ das Geschäft wesentlich nach. Per Ultimo sanden kaum noch Umsätze statt, aber auch die Mediokurse lagen teilweise unter dem Anfangsniveau.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M. 29. Sept. In Nachwirkung Der israelitischen Feiertage war d-.e Börle weiter sehr ruhig. Die amtlichen Notierungen blieben unverändert. Das seither ungünstige Wetter macht sich jetzt besonders bei den Haferlieferungen bemerkbar, die sehr geringe Qualitäten darst eilen. Es wurden notiert: Weizen, gut, gesund, trocken, auswuchs frei 26,50. gesund, trocken, mit vereinzeltem Auswuchs 25,50 bis 25,75, Noggen. inländ. 24.75 bis 25. Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 28. Hafer, inländ. 22.50 bis 24. Hafer, ausländ. 24.50 bis 25. Mais, gelb 19 bis 19,25, Weizenmehl, inländ., Spezial0 39,25 bis 39,50, Noggenmehl 35 bis 35,50, Weizen- fleie 13, Noggenkleie 13,75. Tendenz stetig.
Büchertisch.
Hindenburg-Literatur.
— Hindenburg — Was er uns Deutschen ist. Eine Festgabe zum 80. Geburtstag. Herausgegeben von Staatsminister von Loe - bell. Mit einem Bildnis Hindenburgs von Professor Max Liebermann und zahlreichen Textzeichnungen von Georg Fritz. Ganzleinen M. 8.—. Verlag von Neimar Hobbing in Berlin SW 61. Dieses Buch, das als Festgabe zum 80. Geburtstag des Herrn Reichspräsidenten gerade noch recht kommt, ist von Männern geschrieben worden, die berufen sind, für weite Kreise des deut scheu Volkes zu sprechen. Es zählt zu seinen Mitarbeitern Oberpräsident von Batocki, Dr. 3ng. h. c. Ernst von Dorsig, Generalleutnant Groener, Oberförster Dr. Hausendors, Chefredakteur Dr. Hartmann, Oberbürgermeister Dr.3ar- res Graf Kalckreuth, Präsident des Neichsland- bundes Walter Lambach M. d. R., Staatssekretär Dr. Lewald, Staatsminister von Loebell, Franz Schauwecker, Staatsminister Dr. Schmidt-Ott, Gouverneur Dr. Schnee, Universilätsprofessor Dr. Spahn, Oberpräsident Winnia, Geh. Konsisto- rialrat' Zierach. — Das Buch wird der über- ragenden Bedeutung Hindenburgs in Vergangenheit und Gegenwart gerecht und hat den Vorzug, nicht parteipolitisch eingestellt zu sein. Es kann daher als Spiegelbild der nationalen Erneuerung und psychischen Wiedergeburt unseres Volkes gewertet werden.
— Ein Geburtstagsgeschenk eigener Art über- reicht die bekannteste polittsch-satyrische Zeit
schrift Deutschlands »Der Kladderadatsch" unserem verehrten Reichspräsidenten xum 2. Ok- toter. Es ist ein Htndenburgalbum, in dem aus den ereignisreichen Jahren von 1914 bis 1927 zufammengettagen ist an Gedichten, Anekdoten, Witzen, satyrischen Bemerkungen und nicht zuletzt treff Heben Zeichnungen, womit der »Kladderadatsch" die Arbeit des Feldherrn und des Staatsmannes begleitet hat. ES ist ein Erinnerungsbuch, das gerade in diesen Sagen viele dankbare Leser finden wird. (Verlag A. Hofmann & Co., G. m. b. H., Berlin.) (487)
— Die Hindenburgspende hat im Verlage von Otto Stcllterg, Verlag für Politik und Wirtschaft G. m. b. H., Berlin SW 68, ein Buch herausgebracht, das gerade jetzt, wo der Name unsere- Reichspräsidenten in aller Welt Munde ist, besonders willkommen sein wird. DieS hübsch ausgestattete Gedenkbuch zum 8 0. Geburtstag unseres Staatsoberhauptes ergibt nach einem Vorwort des Reichskanzler Dr. Marx in einer Reihe von Aufsätzen aus berufener Feder eine Schilderung von dem Leben Hindenburgs, von feinem Wirken als Feldherr und Reichspräsident. Eine Reihe zum guten Teil unbekannter Bilder vermittelt einen Einblick in die Tätigkeit Hindenburgs, des Achtzigjährigen, dessen Tages- laus auch heute noch so gut wie vor Jahren Mühe und Arbeit bedeutet. 456
Rundfunk-Programm
deS Frankfurter EenderS.
(Aus der »Radio-Umschau".)
Jreltag, 30. September.
13.30 bis 14.30 Uhr: Neue Schallplatten. 16.30 bis 17.45 Uhr: llebertragung aus der Ausstellung „Blumen und Früchte": Nachmittagskonzert. 17.45 bis 18.05 Uhr: Die Lesestunde. 18.30 bis 19 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs. 19 vis 19.30 Uhr: „Gegenwart und Zukunft der deutschen Musik", Vortrag von Professor Richard Spechl (Wien). 19.30 bis 19.45 Uhr: Senckenberg-Viertel stunde: „Der Kreislauf des Blutes", Vortrag von Dr. T. Edinger. 19.45 bis 20.05 Uhr: Zwanzig Mi nuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 20.15 Uhr: Zum 70. Geburtstage des Dichters „Die Ehre", Schauspiel in fünf Akten von Hermann Sudermann. Anschließend: llebertragung von der Funkstunde Berlin: Tanzkonzert. Tänze von Joh. Strauß Vater und Sohn, Ed. Strauß und Richard Strauß.
'$Vrcd)ft!nit>eii bet Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags Samstag nachmittag geschloßen
Für unverlangt eingefandte Manuskripte ahne beigefügtee Rückpotta wird keine Gewähr übernommen
Anzeigenaustrage sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.
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(Hessen)
UM- Nil Mmril Donnerstag, 13. Okt
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 6 Prozent. Lornbardzinsluh 7 Prozent.
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