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In jeder beliebigen Menge abzugeben.
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Frankfurt a. Main, Eckenheimer Land.
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So groß war er, daß die 'Bavaria oder die— fveiheitsflalue oder die jVederwald-^ermanla
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„Nicht? . . . Aber Sie zittern jo förmlich, könnte mich ohrfeigen."
„Fahren Sie nun noch Hause, Jörg?"
„Wie Sie wollen!"
„Ja, bitte!"
Ihre Stimme hatte gar keinen Klang. Sie
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Märtyrer der Liede
Roman von 3. Schneide'-Förstl.
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Was der ftbloß von Rhodos unter den fioUffab, re neue
ßfiefien Verfchluß für den kofibaren ‘Inhalt darfidll, zugleich in denfterfleUungs^
zusammengekauert in ihrer Ecke und iah mit groben, leeren Augen in den Winterabend, der mit leisem Flockenwirbel sich über die Landschaft senkte. Hilbertt persuchle ihre Aufmerksamkeit bald auf dies, bald auf jenes zu lenken Sie blickte ihn gequält an und schwieg. Da unterließ er es, ein Gespräch in Gang zu halten, und zermarterte sich von neuem den Kops, welch eine Last es war, die sie mit sich schleppte. Die verweinten Augen hatten sicher noch einen ernsteren Grund gehabt, als sie ihm angegeben hatte. Aber den Mut, sie um ihr volles Vertrauen zu bitten, fand er nicht.
Bor Elisabeths Haus machte er halt und legte die Zügel auf den Pfosten des Gartentores. Er ließ cs sich nicht nehmen, sie bis in den Flur zu begleiten und Hanna zu ersuchen, der jungen Frau sofort ganz Heißes bereiten zu wollen. „Tee oder Glühwein, was Sie am raschesten zur Hand haben!" sagte er erregt.
„Seien Sie nicht böse, Elisabeth!" bettelte er gutmütig. „Ein andermal bin ich entschieden aufmerksamer und werde Sie nicht wieder so oernachlässigen wie heute. Georg soll es mich wissen lassen, ob Sie morgen wieder wohlauf sind ... Ich lasse ihn bitten."
Bekanntmachung.
Ter Voranschlag der Gemeinde Lauter für das Rechnungsjahr 1927 liegt vom 31. lfd. M. bis 6. April 1927 zur Einsicht oer Interessenten auf unserem Amtszimmer offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.
Lauter, den 28. März 1927.
Hess. Bürgermeisterei Lauter: _________________Ath._____2994D
Holzverkauf
ans schriftliches ««gebot.
Wohnungstausch
Schöne 8—4-Zun.-Wohn. Anfr. erbitte an Herrn. Grimm. Wetzlar, Gr. Promenade 10.
Wetzlar 02332 Gießen
Z IS ~48
Roeder-Gasherd
kostet
RM. 96.—“
Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten
und das Verkaufen anaing oon allein, was einem lieb und wert war. Und bann der Hunger und das Darben um da- bißchen Essen jeden Tag. Und Vaters dumpfer Groll und seine Wortkargheit, die sich nur zuweilen in maßlosem Zorne Cufi machten. Zwischen all den bösen Stunden lag die einzig schöne, in der sie ihren Mann kennengelernt halte, als dcr Later infolge einer Venenentzündung einen Arzt zu Rate zog und nach Ludwigstal bitten ließ. Da hatten sich ihre Herzen nach kaum zweimaligem Sehen gefunden.
Dir Augen der jungen Frau strahlten nut einenv mal in die Wette mit beni glitzernden Schnee der Winterpracht, weiteten sich plötzlich und hingen unverwandt am Parktor des Herrenhauses, aus dem eben ein Herr in langem Pelzmantel schritt. Etwas hinter ihm kam Rella Renkell, in einen kostbaren Nerzumhang gehüllt: das Barett, in gleicher Pelzart. trug einen Büschel kostbarer Reiher, die beim Gehen auf und nieder wippten, und deren feine Fäden in alle Lüfte zu zerstieben schienen. Elisabeth verwandte keinen Blick mehr oon dem Paare. Mit einem Male kam das Erkennen. Der Herr, welcher soeben die Frau des Hllttenkönigs in den Wagen hob, der am Parktor oorgefahren war, konnte niemand anderes sein als ihr Mann. Die Größe, die ganze Art, wie er in das Gefährt sprang, ließ keinen Zweifel mehr. Eine Täuschung war ausgeschlossen.
Mit beiden Händen griff sie nach dem Herzen. Vor ihren Augen lag tiesschwarze Nacht. Dann war ihr mit einem Male, als müsse sie herausspringen und rufen und schreien: „Was tust du hier?" Was zögerte sie denn noch, sich vor der anderen aus die Knie zu werfen und sie anzuflehen: „Laß ihn mir! Ich habe ja sonst nichts als ihn, und du hast alles: Reichtum, Schönheit, Mann und Kind. Warum willst du mich bettelarm machen?" Aber alles versagte ihr. Ihre Kehle gab keinen Laut, ihre Hände lagen wie gebunden, und in ihren Füßen trug sie zentnerschwere Bleigewichte.
Vielleicht ist Annemarie trank geworden, versuchte sie sich selbst zu beruhigen. Möglicherweise holten die beiden den Hüttenkönig in Regenbach ab. Der schwache Trost, den sie hegte, zerfiel sofort in ein Nichts. Annemarie kam eben aus dem Hause gesprungen und lief die Auffahrt hinunter, einem Bediensteten, der eben das Tor schloß, etwas zurufend. Also hatte der Besuch ihres Mannes nur
.Hans Jörg! . . . Ach, Hans Jörg!" Elisabeth zeigte eine wahrhaft kindliche Freude an der Winterpracht des Reviers. Märchenstille herrschte zwischen den Stämmen. Tiesgebückl standen die Baumriejen unter der weißen Last. Schüttelte einer von ihnen den Wipfel, stob glitzernder Puder nach osten Seiten. Wie Blutenstaub just im schönsten Maien flog er über das Gefährt und nestelte sich vertraulich in Elisabeths braunes Barett.
„Wie wundervoll, Hans Jörg!" Elisabeths Augen leuchteten auf, als das Herrenhaus in Ludwigethal zwischen den letzten Stammen des Hochwaldes hereinblitzte.
Hilbertt hatte den Eindruck, als liege in dem Ausruf ein feiles Sehnen nach der Heimat der Kindertage. „Wollen Sie Frau Renkell einen Besuch machen?" fragte er. ihrem Wunsche entgegenkommend.
Rein! - . . Das heißt, ich weiß noch nicht . . . Es ist möglich, aber ich will lieber im Schlitten auf Si warten, bis Sie Ihre Patienten besucht habenI" ..Werden Sie auch nicht frieren?" sorgte er sich- „Nein? Ich will Sie aber zur Vorsorge doch noch fester in die Decken wickeln. Dars ich Ihnen auch meinen Mantel über die Knie breiten? Das bißchen Sonne ist rasch weg, und es wird meist mit einem Male recht empfindlich kalt."
Sie ließ alles mit sich geschehen. Ihre Augen dankten ihm und blickten ihm nach, bis er in einem der Häuser verschwand. Dann kuschelte sie sich in die Ecke des Schlittens. Die Zügel hatte sie lose um den Arm gelegt. Die Braunen waren kinderfromm und scharrten kaum mit den seinen Hufen in dem Schnee der weißen Straße. Das Herrenhaus vor sich, starrte sie mit abwesenden Sinnen hinüber. Es war doch eine schöne Heimat gewesen . . . eine schöne Heimat . . . Und alles so voll Licht und Helle und eitlem Glück bis zu Mutters Tod- Sie hatte auch bann noch nicht das Empfinden gehabt, als ob sie im Schatten ginge. Hanna war ja dagewesen und hatte für alles gesorgt. Bis dann das Erkennen kam und die Schulden klafften und nach Deckung schrien
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Das NadelhoU ist ge chatt.
Angebote sind getrennt nach Klassen, Holzarten und km (rm) bi- 11. April 1927, nachmittags 2 Ugr, mit der Aufschrift „Holzverkauf" an das Bürgermeisteramt Hohensolms einzureichen.
Zahlvng-bcdingungen: 1. Juni und l. September 1927 je zur Hälfte Ber- kaufsbedingungen lind bei Gebvabgabe anzuerkennen.
Auskunft erteilt: Förster Schrottky, Groß-Altenstädtcn zu lfd. Nr. 1 bf8 5 und Nr. 15 sowie lfd. Nr. 18 bis 36 und Nr. 41.
Förster Helbing, Blasbach, zu lfd. Nr. 1 bis 17 und 37 bis 40.
Förster Müller, Altenkirchen, für Bellersdorf.
Hohensolms, den 23. März 1927.
(Kreis Wetzlar.)
Der Bürgermeister:
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Nella gegolten. Was wollte er bei ihr? War die alte Liede wieder aufgeflackert? Fand er bei ihr, feinem jungen Weibe, das nicht, was er sich erwartet hatte? Wenn sie ihn jetzt schon nicht mehr zu feffeln vermochte, was sollte das dann mit den Jahren werden? Es gab je unendlich viel Ehen, in der jedes seine eigenen Wege ging. Aber das wurde sie nicht können. — Niemals. Und sie mar so glücklich gewesen ... so glücklich!"
„Bin ich ein ungalanter Mensch!" sagte Hilbertts stimme neben ihr. „Es hat länger gedauert, als ich gemeint habe. Verzeihen Sie, Elisabeth "
Sie nickte schweigend.
„Sie haben doch hoffentlich nicht gefroren?" forschte er und sah besorgt in ihr weißes Gesicht.
„Nein, Hans Jörg."
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„Ja! ... Sie sorgen sich unnütz, Hans Jörg. Ich bin ganz wohl!" beruhigte sie und zwang sich sogar zu einem Lächeln. Aber es mißklana kläglich.
Dann saß sie untätig in dem behaglich erwärmten Wohnzimmer und hörte, was Hanno sprach. Lauter nichtige, gleichgültige Dinge büntten es sie. Gehorsam leerte sie die große Tast« dampfenden Fliedertees und blickte abwesend in das Dunkel, bas die Fenster schwarz machte.
„Was wollte er bei ihr?" Sie kam von dem Gedanken nicht los.
„Bist du heute spazieren gewesen?" frug Reich- mann während des Abendbrotes unb hielt für einen Augenblick ihre Hände fest.
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„Du siehst jämmerlich aus!" stellte er fest. ..Warum gehst du nicht öfter an die frische Luft?"
Sie schüttelte verneinend den Kopf. Ich will ihn fragen, wo er heute gewesen ist, durchfuhr es sie. Sagt er mir, daß er bei Nella war, bann ist (ein Gewissen rein ... Wenn nicht, dann ... dann ...
„Wo hattest du heute überall zu tun?" kam es zögernd.
Er gab nicht gleich Antwort, sondern ging erst noch nach dem kleinen Rauchtisch und holte eine der dunklen Importen, für die er besondere Vorliebe hatte. „Gib mir Feuer", ersuchte er. ,iEs ist fein Streichholz mehr im Behälter."
„Verzeih!" sagte sie hastig und lief aus dem Zimmer^ um in der Küche eine frische Schachtel zu holen. Sie war ganz zerschlagen. Nicht einmal ein Zündholz fand er in seinem Daheim vor. War es da ein Wunder, wenn er feine Bequemlichkeit bei Nella suchte. Dort war immer alles zu finden. Schließlich waren es lauter solch kleine Mängel im Haushalte, die ihn vertrieben. Wie konnte sie auch vergessen, den Behälter frisch zu füllen. Das sollte nie wieder vorkommen ... nie wieder.
Als sie in das Zimmer zurückkam, atmete sie hastig, Jo hatte sie geeilt.
Er hatte trotzdem feine Zigarre schon in Brand gesteckt. Sie sah es erschrocken unb reichte ihm de schämt die Aschenschale.
„Ich hab’ mein Feuerzeug in der Tasche stecken gehabt," sagte er ruhig. „Was hast du miaj übrigens vorhin gefragt? Wo ich gewesen bin? . . . Seit wann bist du so neugierig?^
(Fortsetzung folgt)
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