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Desjarbin Slniroort erteilt. Briand stellt fest, 1. daß
ort erteilt. Briand stellt fest, 1. Satz j ßcn wegen Berget ierfehlnngen" nicht zwischen Frank- ■ des §360 Ziffer H ckschland allein, sondern zwischen ; folgendes mit: 3<
die deutschen „Bers
Kandidatur sicher Wstand gc
Am
Pariser Echo.
Zusammensetzung
Wettervoraussage
Bei
koltiert treiben
Gestrige Tagestempercuuren: Maximum: 5,3 Gr. Celsius, Minimum: 0,6 Grad Celsius. Heutig« Morgentemperatur Minus 0,2 Grad Celsius.
wurde, das drei Deutschnati»nalo. niedrere. den Deutschnationalen sehr nahestehende VollSpa-rteiler Dr. Gehler enthielt. Das neue
reich und Deut, , , , y . .
Deutschland und den alliierten Mächten
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Die deutsche Sprache beim internationalen Arbeitsamt
Cm Antrag der Reichäreglernng.
'Senf, 28. San. (LU.) Sn der heutigen Rach- mittagssitzung des Verwaltungsrates des Internationalen Arbeitsamtes kam es zu einer erregten Debatte, die hervorgerufen wurde durch zwei schriftliche Anträge der deutschen Regierung, in den Vsrhand- lungen des Arbeitsamts neben der französischen und englischen Aebersetzung auch eine authentische deutsche Llcbersrhung anzuferligeu. Der deutsche Regicrungsrertre er Geheimrat Feige erklärte, die deutsche Regierung erkenne an, daß die Cinsüirung der deuischen Sprache aus großen Widerstand Uofcn würde, Sie stelle daher gegenwärtig die beiden rein taktischen Aniräge, ohne zu der grundsätzlichen Frage Stellung zu nehmen und beantrage, sie auf die Tagesordnung der Ende Mai in Gens zusammentretenden internationalen Arbeitskonfcrenz zu setzen. Sowohl seiner Devölleruugszahl i ach als auch nach der Zahl der Arbeiter haoe Deutschland ein Recht auf Berücksichtigung seiner Sprache. Die deutschen Anträge führten zu einer äußerst lebhaften Debatte, obwohl der Präsident darauf hinwies, daß sie zunächst an die
Ihre Nachbarin
kocht von allen Kränzchen-Damen bekanntlich den besten Kaffee.
Sie verwendet aber auch nur den gesunden und wohlschmeckenden
„Seelig*s kand. KornkaHce“ gemischt mit etwas Kaffeebohnen. Ucberall zu haben.
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ßs kost -NW HO 12 bis 20. bis 20./ 25 bis ^i ■ Aosenlcht Zwiebeln Zchworzwt 15 biS 3). junge b'S UV- Käse 10 j Dlumemo bis SO.
20 bis 40
jetzt von der Danziger ©e.elUc a t völlig boy- wird, selbst seine Abberufung bewirb.
lebhaften südlichen bis westlichen Winden vorwiegend bedeckt. Temperaturen etwas ansteigend, leichte Niederschlage.
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von einer solchen nommen.
Das
Paris, 29.
2lus aller Welt.
Schwere Lturmschäden in England.
Der in der Rächt zum Freitag und am Tage wütende Sturm hat in allen Teilen deS Landes großen Schaden angerichtct, besonders an Telegraphen- und Telephonleitungen. Aach den vorliegenden Meldungen wurde am schwersten Glasgow heimgesucht, wo über 103 Personen verwundet wurden und acht Personen das Leben einbühten. Das schwerst« Hnglücf ereignete sich am Rachmitlag, als ein Schornstein etnstürzte und die Trümmer durch vier Etagen hindurchschlugen. Polizisten und Feuerwehrleute mußten sich d rch das Fenster Eingang verschaffen, da die Türen durch die Trümmer versperrt waren. Frauen und Kinder mußten aus dem Chaos herausgeholt werden. Auf der Straße wurde ein 12jährig:s Mädchen durch einen herabfallenden Stein getötet Zwei Straßenbahnwagen und verschiedene chwere Fuhrwerke touroen vom Winde u m g e s ch l e u d e r t. Ein Schnellzug wurde beim Verlassen einer Station durch die Gewalt des Orkans a u f g e h a l- ten und konnte während 40 Minuten nicht vorwärts kommen.
Branb eines Reuyarkcr Wolkenkratzers.
Im Neuyorker Gcschäste-oiertel ist ein 17stöckiges Lagerhaus, das in Brand geraten war, zu- saminengestürzt, wobei zehn Feuerwehrleute unter den Trümmern verschüttet wurden. (Es gelang, sieben Verschüttete zu retten. ***
gegangene Anzeige gegen Wilhelm Prinz von Preußen wegen Vergehens gegen § 132 und Uebertretung 2 " " 2 " 3 des Neiehsstrasgejetzbuches teile ich folgendes mit: Ich habe das Verfahren eingestellt, oa eine strafbare Handlung nicht fcstgeftrllt worden ist, denn nach der Auskunft des Neicyswehrministers oom 22. November 1926 und dem Zeugnis des Obersten Heyn oom Reichswehr-Negiment Nr. 9 Hot
Aus der Provinzialhanptstadk.
Gießen, den 29. Januar 1927.
So nimm denn meine Hände ...
Von Dr. W. Sauer.
„Wenn ich auch gleich nichts fühle Don bei: er Macht, Du führst mich doch zum Ziel« Auch durch die Rächt."
ES ist einer der schönsten, ergreifendsten und erhebendsten Augenblicke bei den Konfirmation-^ feiern in der evangelischen Kirche, wenn nach der Ablegung k«s O aubensbelenntn'.s'eL und dem Empfang des Segens die Konsirmanden vor den blumengcschmückten Altar treten und mit gefalteten Händen, vom Orgelspiel begleitet, bai weihevolle Lied anstimmen: „So nimm denn meine Hände ..“ Dielen von d?n jungen Mansche» dringen gewiß in dieser Stund« die Worte, die ihre Lippen singend sprechen, nicht in- klare Bewußtsein. 6:e wissen noch nickt, daß in dieser Hingabe an ®o:t «ine Entscheidung liegt und ein G e l ü b d e. And wenn in später n Jahren, wie «S so Oil geschieht, der religiöse Mensch in ihnen mehr und mehr abstirbt, dann hören sie auch bald auf zu wissen, daß in diesem Liede eine starke Kraftquelle für den tagtäglichen Lebenskampf liegt. Wir Erwachsenen gehen ihnen ja auf diesem Wege des Richt-mehr-wissens meist voran! Wievieie unter uns nehmen sich in unserer schnellebigen und materiaüstischen Zeit noch die Muße, um sich dessen zu erinnern, was ihnen einst fürs Leben mitgegeben wurde als Quelle des Trostes, der Kraft, des Starkbleibens, der Zuversicht, des Treuseins? Gewiß, nicht jedes Mahnwort von Vater und Mutter, von Lehrer und Erzieher ist im Gedächtnis haften geblieben. Gewiß nicht jeder erlernte Bibelspruch und jede- erlernte Lied sind wert, ewig unvergessen zu bleiben. Doch wer sagt, wie «S kürzlich einmal von einem überzeugten Materialisten geschah, dah er in Hellen Zorn geraten könne über jeden Bibelspruch oder jeden LicderverS, der in irgendeiner Ecke seines Gehirnes, sein Gedächtnis belastend, noch stecke, dcr spricht auS großer seelischer Armut heraus solche Worte Wer sich nicht restlos an die materiellen Dinge dieses Lebens zu verlieren vermag, wer inmitten alter Dascinswirrniss« ein ehrlicher Gottsucher geblieben ist, wer Stunden der Stille nicht flieht, sondern herbeisehnt, um einmal mit sich selbst allein zu fein und hineinlauschen zu können in die verborgendsten Abgründe der Seele, dem vermögen einst unverstanden erlernte Bibel- oder Liederverse, gleichgültig Eingenommene Mahnwort« Erwachsener, einst unfreiwillig gegebene Gelöbnisse zum Segen zu werden. And wenn man unter solcher inneren Einstellung und Glaubensbereitschaft nun wieder einmal baS alte, schöne, Innige Lied liest: „So nimm denn meine Hände...“, daß wir unS gewiß einst alle tief inS Herz schreiben mußten, dann fühlt man schnell, daß dem Erwachsenen die Worte weit mehr zu sagen haben, als er zunächst erwartet hatte, und daß aus ihrem Gehalt auch wirklich eine Krasi in ihn hineinströmt, wenn er sich nur entscheidet, in sich auszunehmen, Waste fordern, und willig ist, zu erfüllen, Waste verbeißen. Dem gereiften Menschen offenbart sich der Worte tiefster Gehalt und Vinn anders als dem jugendlichen Menschen. Aber wo soll der reife und erwachsene Mensch m seelischer Rot und Einsamkeit ansetzen mit feinem Suchen, wenn ihm nie ein Spruch, ein Lied, ein Wort tief ms Herz gepflanzt worden ist? Darum wollen wir Erwachsenen unS unserer Bibelsprüche und Cieberlenntnifie nicht schämen, und wollen unserer Jugend nickt vorenthalten, was sie vielleicht doch einmal brauchen kann.
Slaatsschilf. hefen wahrer Pilot D: Stresp- mann ist. ist stark rech.sieilig beladen. Mckn muß abtoa,:.cn u.i2> das neue Ministerium nach f einen Taten beurteilen.
Die Meinung der „Times".
London. 29. San. (WTD. Funkspruch) Heber das neue deutsche Kabinett schreibt der Berliner Korrespondent ber „Times": Riem and habe angenommen, daß die Leutschncttionalen ihre älteren Führer und reaktionäreren Mitglieder auswählen würden. 2n den meisten Kreisen fei zuversichtlich erwartet worden, daß öer jüngere und fortschrittlicher^ gesinnte Flügel herarckommen werde. Die Tatsache, daß die DrUlsa-nationalen vier Por.e.euillr erhielten und dem Zentrum nur drei überließen, sei ein Zeichen für die Zähigkeit ihrer Unterbandler. Es sei sehr unwahrscheinlich, daß in auswärtigen Angelegenheiten der deutschnationale Minister Dr. Stresemann da^wischenfahren we.de, der zweifellos die erforderlichen Garantien erhalten habe und eine etwaige Obstruktion rasch abtun werde. Die Ansicht herrsche jedoch vor, daß das Leben der neuen Regierung nur als prekär angesehen werden tonne, außer, wenn sie sehr greifbare Beweise vom Gegenteil ablege. Das Ende der MUitärkonirolle.
Die Pariser Verhandlungen über die Restpunkte vor dem ^tbschlntz.
Paris, 28. Dan. (ÖB.) Die die havasagenlur berlch'.et, werden die verhandlunHeri des Generals von paivelH und des Geheimrats Forster mU dem interalliierten militärischen Komitee von Versailles unter dem Vorsitz von Illarfckall Jod) heute nachmittag fortgesetzt. Doch glaubt man nichl, daß die Verhandlungen heule bereits ;u einem (Ergebnis führen werden. (Eine neue S.hung des mllltävli^en fiomUecs im vcisein der deutschen De- l gicrlen wird ohne Zweifel im Lause des morgigen Tages notwendig werden. Denn eine (Einigung erzielt worden fei, werde die Botfdjafterfon- f er en 3 am Montag zufammenlrelen, um sowohl in der Frage der O ff fe Hungen als and) in der Frage des Kriegsmaterials Stellung zu dem gezielten Kompromiß zu nehmen.
Gemüh den in Gens getroffenen Vereinbarungen wird die 3nteralliievte 2Nililärkonlrottkommisfion bis ium 31. Januar ihre Tätigkeit eingestellt und Berlin verlassen haben. Die der Demokratisch-.' Zrittmosdiensl erfahrt, wird die Interalliierte Milüärkontrolllommifflon die Einstellung ihre.- Tätigkeit durch ein besonderes Schreiben der Relchrregiemng mitteilen. Die Erledigung etwaiger Restpunkte bleibt, wie vereinbart, den 2T( i H - tärattadjes der alliierten und assoziierten Hauptmächte überlassen. Auch tritt die Heeres- sriedenrkommission nm 1.Februar in £i- guwakion. Die Liqnldutione rrbeiten sind bereits seit längerer Zeil vorbereitet. Die verlautet, hat Japan zu erkcnen gcceben, daß es auf die Schaffung des postens eines Rttlilärattachäs zu dem genannten Zwecke zu verzichten gedenke.
Briand über die RhernlandräumUng.
Paris, 28.3an. (WTB.) Im ,Journal Dffi- delle" von heute bat Außenminister Briand auf erneute Anfragen des reaktionären Abgeordneten
Geschästsordnungskommifsion zur Stellungnahme geje.i müßten. Der deutsche Arbeiterde.egierte Muller unterstützte die Regi:r-ngsa.iträ^,e und der bclgif che Degierungsvertretcr betonte den maßvollen Charac.er der deutschen Anträge. Der polnische Regierungsve^reter «rtlä: e dagegen, daß es sich um eine politische Frage Han- de.e, die vor den Böiie.bund gehöre. Mit demselben Recht wie Deutsch.and könne auch Polen die Berück, ich tt^ug feiner Sprache fordern. Direktor Albert Thomas bewn.e ebenfalls den maßvollen Charakter der deutschen Anträge. Rachdem 6er italienische Vertreter unter votier Anerlennung der deutschen Forderungen dieselbe Bcrücksich.i^ung auch für feine Sprache Der.angt hatte, wurden die An.räge der Ee- Geschä t£>Drcnung6;Dmmi;fion über wie, en. Der Prä ident e.f äne, daß. a IS Cer Becw-ltungä» rat die deutschen Dorsch ä.e nicht annehme, oc- stehe dessen ungeachtet die Möglichkeit für die deutsche Regierung, die Anträge auf der internationalen Arbeiiskonseeenz zur Diskussion zu stellen.
Die Erwerbslosigkeit.
Berlin, 28. Ian. (Wolfs.) Die Zahl der männlichen Hauptunkerstützungsempfünger ist in der Zeit vom 1. bis zum 15. Januar 1927 ddu 1472 000 auf 1551000, die der weiblichen von 275 000 auf 283 000 gestiegen. D.e Ecsamt- zunahme beträgt rund 5 Prozent. Die Zahl der Zuschlagsempfänger ist von 1 956 000 auf 2 0<f0 000 gestiegen. In der zweiten Dezemberhälfte hatte die Zahl der Haup.Unterstützungsempfänger um 278 000 oder rund 19 Prozent angenommen. Die Verschlechterung des Arbeitsmarttes hat also in ihrem Ausmaße nachgelassen. In einzelnen Teilen Deutschlands ist die Erwerbslosenzahl überhaupt nicht gestiegen, im Rheinland und in Westfalen sogar um einige Tausend zu- rüdgegangen.
Waffensunde bei Werwolssührern.
Berlin, 23. Ian (WTD. Funkspruch.) Die politische Polizei hat gestern bei führenden Mitgliedern der rechtsradikalen Organisation Werwolf Haussuchungen vorgenommen und dabei neben belastendem Material auch ein Maschinengewehr beschlagnahmt. 10 Mitglieder des Werwolf wurden verhaftet, aber nach ihrer Vernehmung bis auf den stellvertretenden Landessührer für Groß-Berlin, Ehlert, bei 6em das Maschinengewehr gefunden worden ist, wieder aus- der Haft entlassen worden. Der der Ancersuchung sei auch Material darüber gefunden toerben, daß sich im Besitze des Werwolfes noch wettere Waffen befinden.
Der Manöverbesuch Prinz Wilhelms.
Berlin, 28. San. Wie die „Deutsche Zeitung" mitteilt, hatte die Liga für Menschenrechte bei der Oberstoatsanwaltjchaft in Potsdam einen Strafantrag gegen den Sohn des Kronprinzen wegen feiner angeblichen Beteiligung an dem Mattüver bei Menfingen eingereicht. Darauf ist jetzt bei der Liga für Menschenrechte folgender Bescheid von der Oberstaatsanwaltfchaft eingetroffen: „Auf die hier am 5. November 1926 ein-
- r Soche'^"
- Seutflt Men: 8 lelMgSgcd für W Uhr. De' - Qcfant Senrralvc -1926: 8. Achtspiest - AYoril
-iattcheat - Schule 3i Uhr. 1 - Lukas abend. — Lichtbilder 31 Uhr n lung mit' nachm..
Bahuho,!! Lichtlpiel« spiele: „3
- Di auf den Walter Sieh« An
-2 Dortr« abend. 6 der W Sonntag. Stabil mali aufr $rci!ag-2l veranstaltu vnMgen« Irr, M rung di in iugenl Dnl, da
der Beschuldigte in der Zeit zwischen dem 14. August und 9. September 1926 lediglich als Z u - schauer einzelner Uebungcn des Reichswehr-Regiments Nr. 9 als G a st d e s S t a b e s mit beigewobnt. Eine Befehlsgewalt war ihm weder üoerlragcn, noch hat er f a l ch e a u s g e ü b t. Der Bcsck)uldigte hat weder die Uniform eines L e u t a n t s der Reichswehr noch Reichswehr- abzeichen getragen. Bei dieser Sachlage kommt eine strafbare Handlung anderer Personen nicht in Frage, gez. Pfaffe."
Britische Vorschläge in Peking.
Peking, 29. Ian. (Reuter. Funkspruch.) Der britische Gesandte überreichte dem chinesischen Premierminister und Minister oes Aeußern „weitreichende D o r s ch l ä g e- ähnlichen Charakters, wie die von dem britischen Derlveter in Hankau dem kantonesischen Außenminister überreichten". Es wird hier angenommen, daß diese Borschläge die Umwandlung der britischen Konzessionen in Hankau und Tientsin in internationale Riederlassungen vorseh«n, in denen die Chinesen einen erheblichen mit» bestimmenden Anteil in der Gemeindeverwaltung und in der allgemeinen Kontrolle haben toürben.
In maßgebenden Kreisen Schanghais ist gestern abend ein Bericht eingegangen, wonach der taktische Plan des Kanton-Heeres einer plötzlichen Veränderung unterworfen worden sei und alle nationalistischen Truppen die Provinz T s ch e l i a n g südlich Schanghai entweder schon verlassen hätten oder noch zurückgezogen würden. Wenn diese Meldung stimmt, so bedeutet das. daß die Kantonregierung auf jeden Fall vorläufig ihre Absicht, auf Schanghai vorzurücken. auf gegeben hat, da sie offenbar wünscht, das Rtsiko eines Kontaktes mit den britischen Truppen zu vermeiden.
AucheinVölkerbundsilommiffar
Berlin. 28. San. (Wolff.) Die „Tägliche Rmrdschau" gibt eine Meldung Danziger Blätter wieder, wonach der Kommanveur der Danziger Schiffspolitzei, Oberst v. Heidebreck, gegen den Danziger B5lkerbundsu>mmissar Prv^eslor van Hamel die Ehebruchsllage eingelcitet habe, weil van Hamel, der selbst in Holland verheira ict ist, Beziehungen z u seiner Frau unter,alte. In poli i cyen Krei en rechnet man damit, daß Professor van Hamel, der
Der Reichstagsabgeordnete Koch richtete an Dr. Geßler daraufhin folgendes Schreiben:
„Sehr verehrter cherr Geßler! Mit schmerzlichem Bedauern nehme ich von Ihrem Entlchluß, aus der Partei auszutreten, Kenntnis. Ich würdige i)ie Gründe, die Sie bei der Entscheidung zwischen Ar.uspflicht und Parteipflicht zu der Entschließung des Austritts geführt haben. Ich gedenke in dieser Stunde der schweren Arbeit am Wiederaufbau unseres Vaterlandes, die Sie vereint mit uns in der ersten Zeit noch der Revolution geleistet hoben. Ich denke auch an die Zeit, wo wir während des Kapp- putsches für Vaterland und Republik in gemeinsamer Abwehr gestanden haben. Unsere politischen Wege find nachher nicht immer dieselben gewesen. Aber an Ihrer vaterländischen und republikanischen Gesinnung habe ich niemals gezweifelt. Die freundschaftliche Gesinnung, die wie viele unsere Freunde auch mich mit Ihnen verbindet, wird durch diesen Schritt nicht erschüttert werden. Mit der Versicherung vorzüglichster j)o5mchtung verbleibe ich Ihr ergebener gez. Koch, M. d. R."
3m Urteil der Presse.
Berlin. 29. Ian. iTU.)Die Berliner Mor- genblätter nehmen in ihrer Mehrheit zu der am gestrigen Freitag abgeschlossenen Regierungsbildung ausführlich Steilung, obwohl die offizielle Bestätigung der Ministerliste durch den Reichspräsidenten noch aussteht. Sie zweifeln aber nicht daran, daß vo.r-öer Reichstagsfrartion der Deutschen Vottspartei in ihrer Sitzung am heutigen Samstag kein Protest gegen dir getroffene Regelung zu erwarten sei. Die „DAZ." weist daraus hin, daß die Bolkspartei in der Sitzung kes inierfrafitoneXen Ausschusses rückhcllllos daZ Ausmaß ihres Opfers bei dem Verzicht auf einen dritten Sih im Kabinett aufgezergt habe. Die „Sagt Rundschau" sagt sogar, die Vertreter der Vo'kspartei hätten ihren Anspruch auf das Derrehrsminislerium aufrechterhalten. „Germania" sagt, man spreche davon, daß die Verstimmung der Volkspartei durch Kompensationen behoben werden solle, die der Volkspartei gewährt tourten. 3m allgemeinen rechnen die Blätter mit der Ministerliste als einer vollzogenen Tatsache.
Die „DAZ" weist darauf hin, daß der Reichstag bet seinem Wiederzusammentritt zum erstenmal seit 1925 eine Regierung Dorfinöcn werde, der eilte sichere Mehrheit zur Verfügung steht, und meint, nicht allein von der praktischen Arbeit, sondern von dem Gesicht der neuen Minister hänge das Geschick der neuen Regierung ab. — Der „Sag" sagt: Der Zusammenschluß der Deutschnationalen, des Zentrums, der Bayerischen Volkspartei und der Deutschen Volkspartei bedeute vorerst nur einen äußerlichen Erfolg des staatsbürgerlichen Gedankens, der zudem noch durch g-etoisse Wendungen in den Richtlinien und die Ramen der Cem Kabinett angehövenden Männer stark be- i:iträ<f)iigt werde. Es fei aber zu hoffen, daß 1 ö auf diesem Wege ein Borwärtskommen zu - i hohen nationalen deutschen Zielen vollziehen forme. — Die »Deutsche Tageszeitung" sagt, die Tatsache, daß daS ^entntm sich von seiner Derbindrrng mit der Soztaldemokrctie losgelöst haüe und öle starken pollttfchen und toOrt- fchcrstllchen Kräfte, Die im Lager der Deutsch- nationalen stünden, nicht länger von der Teilnahme an der Reichsklltung ausgeschlossen feien, fei auf jeden Fall ein großer nationaler Gewinn. ilrtö dies Ergebnis sei um so höher zu bewerten, als die neue Rsgierun gSroalition Dauer verspreche, Aumal alle betcrJtgten Parteien Opfer gebracht hätten, um die fachliche Grundlage der Regierung zustonde-ubrinaen. — Me „K r e u z z «i t u n g" toiitoigt ouRghrlich das Ergebnis uns feine AuSfichten. Das Blatt sagt, die hlstoris-che Bedeutung für die Weiterenttoicl- lung unseres staatlichen Lebens liege darin, daß das Zentrum mit feinet Taktik, nut mit llnkS Pollllk zu treiben, gebrochen habe. Der Deutschen VolkLpartei gebühre daS Derdienst, bei der Ueberbtüdung bestehender Gegensätze beim Zu- " ftanbclommeu der Koalition im Sinne prattischer ssstaatspolitifcher Zusammenarbeit Gutes geleistet zu Haven. — Die „B ö r s e n z e i t u n g" betont, ' die AuCcinandersetzungen der letzten Wochen seien so grundsätzlicher Aattrr getoefen, dah ihr Ergebnis von Dauer fein müsse. — Die »Deutsche Zeitung" äußert auf Grund der Zusammensetzung des ÄaakrettÄ ernste Befürchtungen.
Das „B. L." lagt: DaS Llebergetoicht b<rc Deutichnationalen gibt der neuen Regierung einen ausgesprochenen reaktionären Charakter, aa dem auch die Tatsache praktisch nichts ändern kann, daß ein so entschiedener Republikaner wie Köhler in das Kabinett neu einttitt. — Die „Voss. Zt g." meint, cs gehöre wenig Prophetengabe dazu, um vorauszus^en, daß auch in Zuiunft die Rolle der deutschen Volkspartei in der neuen Koalition nicht sehr beneidensdwert sei. Sie habe ihre Taktik teuer bezahlt. — Der „Vorwärts" sagt, die Regierung deS Dürgetblocks fei fertig. Don ihrem Wesen zeuge laut ihre Entstehungsgeschichte. Ihr oberstes Programm sei gegeben durch den geistigen Kamps und den Unter* drückungswillen gegen die Arbeiterschaft. Gegen diesen Geist werde die Sozialdemokratie den schärfsten Kampf führen. — Die »Rote Fahne" ruft aus. Die Einheit der Reaktion ist hergestellt, die Sinbeit des Proletariats nod) nicht. Das ist jetzt die entscheidende und wichtigste Aufgabe. — Die „Kölnische VolkSzeituna", daS rheintsche Zentrumsorgan, hat über Die Zusammensetzung des neuen Kabinetts im Hinblick auf die starke (Beteiligung der Dcutschnationolen erhebliche Bedenken. Hergt sei zur Rot mal zu ertragen, so schreibt sie. Eine schwere Belastung für daS Kabinett liege aber in der Person deS Herrn ®raef, dessen radikale Ansichten befannt seien. Wenn die Deutschnatto- nalen klug beraten gewesen wären, so hättrm sie
Jan. (WTB. Funkspruch) Die _ der neuen Reichsregierung wird erst in einem Teil der Morgenblätter fritifd) gewürdigt. Während „Sd)o de Paris" von dem reaktionärsten Kabinett, das Deutschland jemals gehabt hat, spricht, und die Zukunft sehr skeptisch beurteilt, schreibt „Petit Journal": »Ist dieses Ministerium für und beruhigend? Ja und Reinl Ja. weil wir im vollen Umfange d ie lebendigen Kräfte des alten Regimes sich wieder regen fehen. Vergessen wir andererseits nicht, daß der Pakt von Locarno unter einem Ministerium abgeschlossen
oirhandelt würden. D^e snmMsche Regierung könne keine Antwort auf die gestellten Fragen betreffend die noch zu regelnden Entwaffnungssragen erteilen. Dies könne augenblicklich um so weniger aeschchen, als die mit Deutschland geführten Verhandlungen ohne Zweifel vor der feftgesetztsn Zeit au einer Einigung führen werden. 2. stellt Briand fest, daß zwischen den Erklärungen Cham- bedains im Unterhaus und (einer jüngst erteilten Antwort kein UnterschiH bestehe. Der brittsche Außenminister habe nicht Bezug genommen auf die Genfer Bsfprechungen, sondern nur ganz allein auf das Problem der Rhelnlandrüumung angejptelt, unter dem Hinweis, daß ein Meinungsaustausch hierüber bereits unter den Mächten ft a 11« gefunden habe, ohne den Zsitvunkt zu präzisieren. Rach Zeitungsberichten habe Chamberlain hinzugefügt,
1. daß, wenn das Rheinland vor der im Versailler Vertrag festgesetzten Frist geräumt werken mühte, das nur das Ergebnis einer Vereinbarung zwischen den Besatzungsmächten und Deutschland sein fön ne, zu der die deutsche Regierung ihren Anteil würde bei- Tragen müssen,
2. daß es, um eine Lösung zu finden, notwendig fein würde, dah die interalliierten Regierungen zusammenarbeiten mühten.
Im übrigen wiederholt Briand nochmals gegenüber dem Abgeordneten Desjardin, daß in Genf über die Rämimngsfrage im Verlairfe der letzten Sitzung des Völkerbundsrates nicht gesprochen worden sei. Auf dem Wege der schrifttichen Antwort Fönne nicht über die Beratungen eines internationalen Organismus Auskunft erteilt werden. Auch könne er über die Beratungen des Obersten Kriegsrates, wenn er Stellung zu der Räumungsfrage genommen habe, keine Auskunft erteilen.
Gegen Kaul-


