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fogar, wie vor funcm die ZentrumSpartet.

Xbänberungsoorld>Mge, die jedoch noch 2hif- faflung deS Ordens unzulänglich find. Durch ö:<le Dorschläge suchen sie kleine Parteien -u unter­drücken und die Macht den Heu:: gen großen Par­teien bzw. ihren Hintermännern zu erhalten. Wenn der Owen Kritik am jetzigen Syrern übt, so muh diese positiv sein. Er muh also seiner­seits ein System Vorschlägen, welches die Mängel des heutigen nicht hat Diele Vorschläge wird das .Jungbeulsche Manifest enthalten. Arn 1 4 De- zernoer wird Mahraim selbst in Diehen über jungdeutsche S.aatsibeen sprechen.

Oberheffen.

Laitvlrcis «ließe*

X Klein-Linden. 27. Noo Zu dem töb llchen Unalücksfall deS Landwirts Johannes W. ber ist noch mitzuteilen, daß nach dem De- richt eines Augenzeugen der Verunglückte offenbar den Anhängewagen an dem Last­auto. nicht bemerkt hat. dem Anhänger zu nahe gekommen war und von dem Hinterrod tödlich überfahren wurde Um seine Winter- Unterhaltungsobende musikalisch bereichern zu können, plant der hiesige Frauenverein die An'chassung eines Harmoniums. Die Geld­mittel hofft man durch freiwillige Gaben und aus dem Erlös einer Verlosung praktischer Gegen­stände gewinnen zu können. Die Mitgliederzahl deS Verein- hat sich in letzter Zeit stark ver­mehrt

- D e u e r n, 27. Dov Auch in diesem Jahre wurden in unserem Orte wieder Gaben für das Evangelische Schwesternhaus in Diesten in Gestalt von Srnteerzeugnissen durch unsere Konsirmandenmädchen gesammelt. ES konnten etwa 12 Zentner Kartoffeln, einige« Kraut und 3 Zentner Aepfel und Dirnen ab- geliesert werden. Am Montag sollen die Holzhouerarbeiten in den hiesigen ®e- mcindewoldungen ihren Anfang nehmen. Di« jetzt haben sich 25 Monn dazu gemeldet

G r ü n b e r g. 27. Hob. Aus der grasten Diesten er Verkehr« st raste, die durch den starken Autoverkehr sehr g.litten hatte, wurden im Herbst die Löcher mit Dosaltkie« und Teer cruS- gebessert. Die endgültige Teerung ist nun bis etwa 2 Kilometer weülich Grünberg voll­endet. und die S raste hot so ein vollständig neue« Aussehen b.-kommen. SS wird beabsichtigt, im nächsten Jahr die Strecke von Linden- st r u t h bi« zum Galgenbergbei der Lepper­mühle ebenfalls mit Dosaltkie« und Teer zu er­neuern. Die Londorfer Strohe vom Alten Schloß biS zum Kriegerdenkmal wird eben mit Kanalisation versehen und ist für den FuhrwerkSverkehn gesperrt. Sobald dieser Teil der Straste für den Verkehr wieder freigegeben werden kamt, wird die Verlängerung bis zum Amtsgericht in Angriff genommen werden r Hungen, 27. Dov. Gestern feierte einer der ältesten Einwohner, Friedrich Roth, in hofier Wrperlicher und geistiger Frische seinen 8 0. Geburtstag.

»reis Ariedberg

WSD. Da d-Dau he im, 27. Hob. Unsere Aachbargemeinde Dieder-Mörlen erwarb dieser Tage da« sog. Wetterauer Obst- gut. ein In der Frankfurter Straste gelegene«, etwa 30 Morgen groste« Gelände, nebst Gebäu­den. Die neue Ägcntümerin beabsichtigt, da« Gut in kleinere Parzellen aufteilen zu las­sen und diese al« Dauplätze zu veräußern. Dle Verwirklichung diese« Gedanken« würde Dieder- Mörlen noch enger mit unserer Dadestadt ver­binden, do die neuen Wohnhäuser unmittelbar vor die Tore Dad-Dauheim« zu stehen kämen

Kreis Büdingen.

.'l D ü d i n g e n . 27. Dov. In seiner jüngsten Sitzung genehmigte der Gemeinderat u. a. einen Teilkredit zum Ausbau de« neuen Marktplätze«. Weitere VJchlust- fassung in dieser Angelegenheit soll nach Rück- sprache mit der Marktkoininission erfolgen. Für die drille Pfarrstelle in Düdingen beabsichtigt die Präsenzverwaltung ein Pfarrhaus au erbauen. Der Gemeinderat erklärte sich be­reit. einen gering verzinslichen Daukostenzuschuh bis zu 5000 DeichSmark zu geben, jedoch unter der Bedingung, hast do« Pfarrhaus nicht, wie geplant, auf dem Hernchaag. sondern in Dü­dingen zu stehen kommt und da- LondeSkirchen- amt die derzei'ige Wohnung de« Pfarrer« nach

Freiwerden der Stadt zur freien Verfügung überläßt. Der Erlaß einer Polizei Verordnung be­treffend den Verkehr mit Kraftfahr­zeugen innerhalb der Stadt Düdingen wurde vom Gemeinderat gutgeheißen.

-/ Ortenoerg. 27. Dov Zum De l en feine« neuerworbenen Heim« im Mauer­garten veranstaltet der hiesige Turnverein eine Lotterie, deren Lose zur Zeit vertrieben werden. AlS erste Gewinne sind ein Auto, ein Motorrad, eine Dähmaschine und drei Fahrräder auSgeleyt. Dieser Tage war im Schaufenster der Firma Peter Meister ein Entwurf de« Architekten Fohrenbruch für da« im nächsten Jahr zur Erbauung kommende Denkmal für die Gefallenen ausgestellt. Der Entwurf steht die Verbindung de« Kriegerdenkmal« am Marktplatz, da« für die Krieger von 1870 71 errichtet wurde, mit dem neuen Denkmal, da« als Ehrenhain um da« alte Denkmal gedacht ist, vor. Ob der Marktplatz, an dem sich an jedem Kalten Markt und auch noch sonst gar manchmal im Jahr da« Laute Leben und Treiben eine« Jahrmärkte« ablpielt. der geeignete Platz für ein Gefallenendenkmal ist, kirf bezweifelt werden. Allerdings ist die Auswahl geeigneter Plätze hier nicht sehr groß. GS käme aber noch der sehr schöne Platz vor unserem Friedhof, oder der- jemge vor unterer Kirche ljetzt Garten) ober der Platz vor diesem in Detracht. Jedenfall« sollen noch mehrere Entwürfe einheimischer hessischer Künstler eingefordert werden. Heber die mangelhafte elektrische Deleuchtung werden in letzter Zeit immer mehr Klagen laut. DaS Ortsnetz wurde anscheinend seinerzeit zu schwach gebaut und ist den hohen Anforderungen, die durch die Erbauung einer ganzen Anzahl neuer Häuser und den Anschluß der zahlreichen Motoranlagen gestellt werden, nicht mehr ge­wachsen. Die Zimmer- und Strastenlainpen bren­nen sehr dunkel, die verschiedenen elektrischen Apparate brauchen lange Zeit, bi« sie warm werden. Da« Uebetlanbtoer! könnte die Aufwertung der seinerzeit von den Dewohnern in reichem Mast gegebenen Darlehen am aller­besten dadurch vornehmen, dast eS der Gemeinde zu billigem P r e i« zu einem stärkeren Ortsnetz verhilft. Auch die Erbauung einer zweiten Transformatorenstation, die vor allen Dingen dem Dad Selter« zugute kam, hat keine Verbesserung und Verstärkung de« Strom- ge­bracht.

# D b e r W < d d c r s h e i m , 27. Nov Das hie­sige Ha r t b a s a l t w e r k hat eine neue Halle für die Unterkunft der Steinrichter erbaut. Das Ge baude ist 40 Meter lang, 7,5 Meter breit und hat feinen Platz auf der gewaltigen Betonstützmauer an der Gildenwaldstraße. Der Fachwerkbau ist mit Bret­tern oerfchalt. Zum Schutz gegen Steinschlage bei Sprengungen im Steinbruch hat das Ziegeldach noch eine Holzdecke erhalten

Mrcie Schotten.

Schotten, 27. Nov. Der hiesige Alice- grauen oe rein, der in der Kriegszeit sich auf sozialem Gebiet segensreich betätigt hat, wirkt feit einigen Jahren erfolgreich inderMittelftands- fürforge. Für die von ihm organisierte Hand­arbeitshilfe findet demnächst wieder eine Ver­losung statt, bei welcher wertvolle und praktische Handarbeiten zur Ausspielung gelangen.

Gedern, 27. Dov. Der hieftge Zweig- verein de« Vogelsberger Höhen- fiub« veranstaltete für fein von hier nach AlSheim in Rheinhessen wegziehen de« Mitglied Lehrer L l st einen Mrschiedsabend. Der 1. Vor­sitzende Apotheker Deesenmeyer dankte dem Scheidenden für daS in 14jähriger Mitgliedschaft bekundete Interesse an den "Bestrebungen de« V. H. E. unb für die Mitarbeit, die Lehrer List al« Schriftführer deS Zweigvereins geleistet hatte, und wünschte ihm für fein fernere« Dirken Er­folg und Befriedigung. Mit bewegten Worten erwiderte Lehrer L i st und gab die Versicherung, er werde auch an seiner neuen Wirkungsstätte in Treuen de« V. H. E. und ferner pberhessischen Heimat gedenken.

£ Eschenrod, 27. Dov. Sein 2 5 jäh - rige« Dienstjubiläum konnte dieser Tage unser Dürgermeister Weber unter stärkster Anteilnahme der ganzen Gemeinde feiern. Gs wurde ihm au« diesem Anlaß ein Fackelzug ge­bracht und durch Herrn Fr. H. Hofmann eine längere Ansprache gehalten, in welcher dankbar die treue Dienstführung de« Jubilar« und sein freundliche«, stets hilfsbereite« Wesen gebührend gewürdigt wurden. AlS Geschenk über­reichte man ihm eine wertvolle Schreibtischgarni-

Der Leiber-Franz'l.

Von Fritz M. Zimmermann.

Acht Zellen ...

In diZen acht Zeilen steht, dast Jagdgehilse Franz Dehler vier Menschen da« Leben gerettet Hai Den vierten Hal er eben noch an da« Ufer bringen können dann hat« iyn selbstder- wischt", wie man in jener schönen, oberbayertschen Gegend sagen würde, wo sich da« zuge.ragen hat.

Ich sehe da« grüne, reistende Wasser. Wie oft habe am Abtetlsenster gestanden, wenn der Zug über die-vterr.e Ene.ibahnbiücke donnerte. Ach. dieser lichte, grüne DtbirgSfluß!

Aber da« i t e« nicht Der Jagdgehilf« Franz Destler oder der Destler Franz ...

Eine Erinnerung werkt der Dlamc: achtzehn Schwer- und Leichtverwundete in dem Hellen, lichten Zeicheusaal der Realschule in einer süd­deutschen Stadt. Dicht weil von her Schweizer Grenze Der junge bavettfche Unteroffizier von den Leibern trägt die Hand in der Schlinge, die rechte aut Heben tftnnen und dürfen. AuSgehen soll er noch nicht. Aber er gebt au« jeden Dach­mittag gebt er au«. Unb am Vormittag spielt er auf seiner Mundharmonika Ganz hervor­ragend bläst er |ie. und die heimatlichen Lieder be,onderS gut

E« kommt ein neuer Kamme rbvnze. Ein breubifd er Sergeant. Der verweigert dem Dehler Franz die Uniform. Und im b. äugest re ften Ärantentitiet darf man nicht a««geben.

Der tunge Leiber kommt zornrot von der Kammer herunter.

..Kruziturlen. fakkennent!' flucht er Jo a male izischer Pt« st a fchv. Und '< Madel berf nacha warten, bi« « schwär c wird 'o a MordS- vie e.et io a hu- d^mis rabltgte''

Die Kameraden spotten, trozzel. böhnen, sticheln und beben aus Einer nach dem anderen verläßt den 6aai Dor den hoben jenfterr steht der sonnige, tobalten strahlende Oktoberdimmei e gibt jungen Most, da« Obst scheint im Wiesental besonder« gut für die Herren Jtlb- grauen gediehen zu fein tn diesem vorletzten

KriegSjahr unb die Lerner DoSl wartet. Wartet auf den Franzi von den Leibern, der da« 9. K 1 auch fchon hat

Der Franzi holt feine Mundharmonika au« dem Dachtkastl. macht eine Geste, al« wolle er lagen:3« eh alle« wurfcht!" und spielt einen Plattler. Den Derchte«gadener spielt er. Wie da die Stelle kommt, wo die Tanzweise die Fensterl igur vorschreibt, da wirft er die Mund­harmonika plötzlich auf sein Dett und geht hinau«.

Himmisakra!" sagt er und haut die Tür hinter sich inS Schloß, dah mein Kamerad zur Rechten, em junger Vize au« dem schmerz- ftifienben Mittag«fchl2schen jäh auf ährt

.Flieger?^ fragt er. kraumverwirrt

.Dein." entgegnete ich, .der Leiberfranzl hat nur die Tür hinter fich zugeinacht ' Mir schwaiU« nicht« Gute«. Und richtig: fünf Minuten später ein Schrei, ein Poltern auf der Treppe dann ein Stöhnen.

Gleich neben der Tür zu unterem Saal führte eine Stiege hinaus zum Speicher. Oben war ein Schrank: da wurden die Kleider für die Dach- mittag«urtauber au«gegeben. Vor dieser Schranke hatte fich folgende« adgefpielt: Der Franzi fragte feinen preuhifchen Kollegen .Gibt« mir met G'wand oder netT* Darauf der Kammersergeant: .Dein. Sie dürfen nicht au-gehen, Unteroffizier Dehlerk' Darauf der Franz! .Zu mir kannst ruhig hu fag n, hu Grohmaul, du gfcherl « a scho^ Da« barauf her Sergeant gesagt hat. ist nie einwandfrei fest gestellt worden. Aber e« muh den Franz! tief in feiner Bajuvarenehre gekränkt haben. Derrn er hat den Kammermann mit der Serben, unverwunbeten Linken zwischen dem dritten und vierten Unisormknopi aesaht. ihn übet die Schranke ge zogen und die Treppe hin­untergeworfen. Dann hat er sich seine Kleider geholt, sie angezoaen und einer Schwester, die ihm den Den verstellte und nach dem Lazarett- gewaltigen schrie, sehr höflich klar gemacht, dah er sich .an wehrlosen DeivSbüibern nct ver­sündigen täf und ist schnurstracks zu seiner Rosl gegangen.

Zwei Tage später bekam er seine Uniform seht freiwillig ein Feldwebel, ein Unteroffizier

tut. Dürgermeister Weber häufte mit herzlichen

§ Ulrichstein. 27. Dov In unterer Kirche wurde her Film .Der billige Dorn- gezeigt. Der Film gewährt einen fesseln­den Einblick in die mühevolle, oft unendlich 'chwierige Arbeit der Volmarsteiner Krüppel- unstatten, in denen Krüppel trotz ihre« Gebre­chen« eine Berufsausbildung erhalten und kör­perlich und seelisch auf jede erdenkliche Art ge­fördert werden. Der Dame de« Film« rührt daher, daß an der Stelle der Anstalten seit aller Zeit ein Quell entspringt, dem man im Mittel- alter heilkräftige Wirkungen auf Verkrüppelte zutchrieb: her billige (heilige) Vorn. Die Bilder machten auf die Versammelten einen tiefen Ein­druck. leider war der Defuch bei hem starken Dlattei« nur mittelmäßig. Da sämtliche Drähte schon tagelang mit f inger htefem Dauhreif behängt sind, her schließlich völ - I i g z u S i S geworden war. sind in der Dach: mehrere Telephondrähte durch ihre schwere Last heruntergebrochen, fo daß die Leitungen gestört waren. Tei^graphenarßetier waren den ganzen Tag über mit her Ausbesse­rung beschäftigt. 3m abgelaufenen Kirchen­jahr wurden hier nur fieben Perfonen kirchlich beerdigt, gegenüber 13 im 3ahre vorher Unter den Verstorbenen war nur einer älter al« 80. von den übrigen keiner älter al« 60 Jahre.

V Kaulstoß. 27. Dov. Im Laufe he« Som­mer« wurde in unserer Dähe ein neuer Steinb r uch eröffnet. Viele Leute bekamen dadurch Arbeit und eine ganze Reihe von Fuhr­leuten Verdienstmöglichkeit. Der Stein, her an­fangs sehr gelobt wurde und weShalb man gröbere Anlagen einbaute, scheint jetzt doch nicht den Erwartungen zu entsprochen. Dachbem her Abbau recht gut fortgeschritten war. mußte der Druch st i l l g e l e g 1 werden.

Krcis Alsfeld.

3 Hom Ohm tal, 27. Dov. Nachdem durch den Eintritt winterlicher Witterung ein Stillstand in den Herbstarbeiten des Landwirts eingetreten ist, beschäftigt sich dieser mit dem Mieten des G e lindes für das kommende Jahr. Dies ift oft recht schwierig und zeittaubend, da landwirtschaftliches Gelinde sehr knapp ist. Diele Knechte suchen bessere Lohnoertzattnisse in den gut beschäftigten Stein- brüdjen des Ohmtales, die Mädchen finden Stellung in der Stadt als Dienstmädchen, Stütze u. dgl. für angenehmer. So muffen oft weite Wege beim Mie­ten erfolglos gemacht werden. Die Knechte erhalten 400 b - 600 Mark und die Naturasten, sogenanntes Umgerat (1 Paar Schuhe, 1 Hemden, 1 Anzug. 1 Arbeitshoje, 1 Arbeitsjacke, 3 Pfund Wolle, 3 'Zentner Frucht, 10 Ztr. Kartoffeln). Die Dienst- mägde erhalten als Darlohn 300 bis 400 Mark und die Naturalien, wozu noch 1 Sonntags- unb 1 Werk­tagskleid. 2 Bettgedecke mit Bettüchern, Tifch- und Handtüäier und^ Schüren treten. Die gesamten so- zialen Kosten (Steuern, Kaffenbeiträge) werden Oa- bei noch von dem Arbeitgeber getragen.

y Düßfeld, 27. Dov. In unserem Dorfe ist bei einem noch nicht schulpflichtigen Kinde der Scharlach auSgebrochen. Die erforderlichen Sperrmaßnahmen wurden angeordnet. Hosfen'- lich greift die ansteckende Krankheit nicht weiter.

L Ober-Ohmen, 27. Dov Wie all­jährlich, so wurde auch in diesem Jahre hier und in den Orten her Umgebung eine Kar­tosselsammlung für da« Elisabethen- stift in Darmstadt veranstaltet. Dor einigen Tagen wurden hie Kartosseln nach Mücke ge­bracht und hort in einen Waggon verladen. Ein nachahmenswerte« Deisplel haben die Jagdpächter der Gemeindejagb von Unter-Seibertenrol, gegeben. Sie halten in diesem Jahre keine Treibjagd av und wollen aud) in den nächsten Jahren davon ab­sehen, bi- sich der Wildbestand wieder ettoa« vermehrt hat. Dieser Ent, Hluh einsichtiger Jäger ist nur zu begrüßen denn durch die zu Massen­morden an«gearteteii Treibjagden früherer Jahre ist fast dev gesamte, ehemals so reich' Destanb an Hafen und Rehen vernichtet worben

jRrci« ^nntcrbrtrfr.

$ Metzlos-Gehaag, 27. Nov Die Gast- wirtschaft von Johannes Eifert, dahier, ist in der Nacht abgebrannt. Nur die angrenzende Scheuer konnte gerettet werden. Es wird Kurz­schluß der elektrischen Likhtanlage vermutet.

Starkenburg.

Darmstabt. 27. Dov. Am Freitag starb hier Frau 6me« Merck, geb. Rogakla von

Bebernstein. Sie war in Kreisen N« Auto­mobilsport«« eine bekannte Periönllchf.-ii und hat fich auch mehrfach erfolgreich an Qftrtomobtf- rennen beteilig*. In der Kirche zu Wei­te r st a b t bet Darmstadt, deren ältester Teil au« hem 13. Jahrhundert stammt, sind bei Erneue­rungsarbeiten wertvolle Wandgemälde zutage getreten Ebenso entdeckte man an der Kanzel nach Entfernung he« Anstrich« schöne Intarsien, die au« der Rena>ss<me» zeit ftanmeiL Die Kirche mit ihren Kunstwerken ist wiederheraestellt und mit einer E nwe-.hungO- feter wieher ihrer Destimmung übergeben worben

Vheinheffen.

WSD. Main,. 26 Dov Die Reichsbahn- hirektton Mainz teilt mit Gestern norrmaag 8. 30 Uhr wurde in Km. 4.43 her Strecke Vo- benheim Worm« neben dem Glei« der kn Worms wohnhafte Frtteurgehllse Adam Mar­tin tot auf gefunden. Die Leiche weist auf her Rückfette de« Halse« eine von Ohr zu Ohr gebende tiefe Quetschwunde auf. Die Weicht eile und HalO- ttntbefiäule find zermalmt, hervorgerufen durch eint grobe 'mrnpse Gewalt. Ob Selbst - ober Frembverschu l den voriieat, mutz die Un- terfuchung ergeben. Auk die ältere, allein­stehende Inhaberin eine« Ladenge­schäfte« in her Ludwigftraße erfolgte gestern abend ein Uebersall. 2llS die Frau gegen 8 Uhr durch eine nach dem Hausflur führende Tür den Laden verließ und ftch bäckt«, um hU Tür zu schließen, stürzt« «in junger Mensch auf sie lo« und verfehl« ihr mit einem Hanen Gegen­stand einen Schlag aus den Kops. Aus die Hilseruse bet Ucbcrfafitittn ergriff her Täter bi« Flucht Passanten sahen ihn havonlausen Er wirb al« ein Durscht von etwa 20 bt« 25 Jahren von kleiner Statur, angezogen ndt Sponhose dunklem Rock und einer Teil-nnütze betrieben

WSN. Büttelborn, 26. Nov. Hm Freltaa- vormittag entstand in der Hofreite bei Landwirt» H. Keller in der Mainzer Straße Großfeuer, da» eine Scheune undmchrereNebenae- döude e i n ä | d) e r t e. Derbrannt sind zahlreich, landwirlfchastliche Maschinen unb Futtervorräte in großen Mengen. In der Scheune wurde für* vor Ausbruch des Brande» mit einer Maschine Hol; ge­schnitten worauf wohl der Brand zuruckzusuyren fein dürfte.

WSN. B i b I i » . 26. Noo Der ff r I ö au» den Waldungen der Gemeinde Bibll» beträgt 66 296 Mark, die Gesamtausgaben belaufen sich auf ca. 38 000 Mk.. fo daß ein Uederfchuß von 2 8 000 M k. bleibt, ber unter 798 Ort »bürget oet teilt wirb.

Preußen.

Sirrt« Wetzlar.

O D ieberklten. 27. Dov. Die hieftge Gemeinde läßt zur Zeit durch einen Forstaffeffor au« Wetzlar em neue« DetriebSwerk für die Dewlrlfchaftung ihrer Wal­dungen auf stellen, da der alle DtlriebSplan keine geeignete Grundlage für tht Dewirtschaf- lung des Gemeindewalhe« mehr dar stellte.

O Oberkleen, 27. Dov. Zechprelle­rei verübte in einer hiesigen Gastwinichaft em angeblicher .Versicherung-agent" au« Frankfurt a. M. der dort schlief, und tranf und bzf De^hien bi« heute vergessen hat. Der angebliche ,Dettich.'rung»agent", der sich auch al« eDr. rer. pol. au«Aib, suchte Familien- Unfallversicherungen abzufchllehen, wo­bei er einer Familie vorfchwinbrlie. daß er be­reit« 16 Aufnahmen Im Orte getätigt hab«, tooran, wie sich später he rau« stell le. kein coahre« Wort war. Die Polizei ist hinter dem Duo- scheu her.

O Eber«gön«, 27. Dov. Dei einer hier abgcbaltencn Treibjagd a u s Sauen wurde ein Schwarzkittel zur Strecke gebracht.

Sireie Marburg.

WSD. Marburg. 27 Dov. In der jüngsten Stadiverordnetensihung teilte Oberbürgermeister Müller mit, daß Geheimrat Dr H a e u s e r, Aufsicht«rat«mttglleb der 3. G -Farbenindustri«. der Stabt für bie Erbauung he« Hallen- s chw i mmbade« eine nambafte Stif­tung gemacht hat. S« handelt sich um ca. 200000 Mk. Da bnaU 15000? Mk anläßlich de« Marburger Univerfität«-Jublläum« von her Staatsregierung wr Verfügung gestellt worben sinb unb die Daukosten sich auf inSgesanU 500 000 Mk. belaufen, so wären allo nur noch 150 000 Mk. durch A 'l>' aufzubringen. Der

- Helm auf, umgeschnallt holten Ihn ab. unb er ging auf brei Tage streng nach Lörrach

Lacyend kam er wieder Spielte einen Landler, jodelte und tanzte im Saal herum. Dann gab er Dem Arzt, der ihm einen Knochensplitter fo ganz .unversehens" mit ber Pinzette herausholen wollte, impulsiv eine Ohrfeige Auch ganz unver­sehens. Der Arzt gab ihm zwei zurück. 11 nb hat ihn nicht gemeldet. Der Franzi war starr vor Staunen unb Hochachtung. Unb hielt still w.e ein Slanbbilb, al« der Arzt ihm nun doch den Splitter herau-holte.

Al« am Nachmittag längst alle« ausgegangen war, ging ber Leiberfranzl brummig im Saal auf und ab. Auf einmal trat er an fein Dett heran, zog ba« Laken hervor - am nächsten auch unb fo ging das weiter Dir fogenaraiten Dein versetzten alle im Gip«verbanb sahen

*u unb dachten un« unser Teil. Franz! nahm die Dettlaken unter den Arm unb verschwand

Etwa zwei Stunden später kam händeringend die Saalschwester herein, von einem Hoffenster au« war der Destler Franz entsprungen. Er hatte die Laken zufammengeknüpft wobei er wahr­scheinlich ferne prachtvollen Zähne zur Hllf« ge­nommen war in einem alten Kastanie»ibaum gelandet unb heidi Sei der Ro«l natürlich... 1

Die Liebe ist eben eine HimmeiSmacht!

Die Pointe habe ich nicht mehr miterlebt mit etlichen Kameraden wurde ich in ein toürttem- bergifche« Lazarett verlegt Vier Wochen vor Weihnachten landete ber Leiberfranzl ebenfalls hort. Er kam gleich zu mir und meinte: .Doaßt. wann bie maleft zische Hand da wiaba g'unb is. meld i mt eh wiada hrrt m k> Frunt Die Deppen, wo ba umananb remta, g hem alle z'sammagfchossen. a schvf

.Aha", dachte ich .bie RoSl!" Und richtig war er brei Jag« später verf Hwunbon. Der 3o» vireitant war hier ein derber Stuoabe. ber nicht viel Federte'cn machte So ein richtiger Dauern- unb Solbalenboktor Wir hatten ihn alle gern, uno nur die Muttersöhnchen fürchteten ihn: denn <nr die war er schlecht ui sprechen

Als Franzi seine acht tage abgebrunurt hatte, iah er e.ne« Tage« bei mir auf bet M:tarne unb spielte Mundharmonika. Da kam ber Arzt,

mit Ihm die Schwester uotrin und bie von der Station. Franzi ftanb auf und wollte sich >*e. Aber ber Doktor hatte ihn schon erspäht.

.2ha. schau, ber Franzi! Hoischt nel g'rab acht Tägele brummt, Landser, nel wahr "

.Wohl. ja. Acht Täg ham's ma aufbrumnrf zu Dösöhi. Herr Doktors

.Wann roischt Denn da« nächst' Mal aus. ha?" So ber Arzt. Der Franll strahlt t* Sprache versteht er hoch «' nächst Mal 7 3a, met, Herr Soft r. wann bie Rvsi ball g rab amal schreibt, daß i temma tollt

Der klein«, «isenharte Doktor sinnt vor sich hin. Dann lacht er . Mottüchi baß H Vetter wär', wenn boisch Rbsele nacha dich besuche tat?r -

11 nb am nächsten Sonntaa war Mr Rosl ba! Der Leiberfranzl ist nicht nxfc au«geril»m. derer seine Rosalie bevölkerte bald hernach bi« Laza­rettküche. Unb ber Franz! meinte einmal zu mir, ein paar Tage, vordem mich meine Frau al« Sanitäterersatz ins Helmallazarett holte: .Kochen kann'«, mein Rosl. 'alra. sogar bie Kubbe.e mag i, seitdem met Rosl bruni tn der Küchel KT

Ich kragte ihn, ob er sich jetzt auch noch hei- wifiig an Me Front meiden wolle. Entrüstet er widerte er: .3a was war dem, nacha bös! Die a'funben Waiuierleui ghern frrill naus in b* Front. Da halten ml koane zehn Rosln net. bös glaubst. Unb bann, wvaßi, i g7pür's. daß i gl unb hoam ft mm Weil ml b* Rosl bo soviel gern hat!

Meiner Frau stellte er sich tolgendermaßen vor: Hab« btt Qehr*. Frau Äamcaobt«11, da gTreuft bi, baß bei Mo d u. ü, a lcho Gib eabm nur giei a Du hl. bH 18 bk befl Meb izin f

Unb er stellt« lich an bk Tür und tomman- birrte .Achtung' Die Augen zua! Det herg'lchaui jetzla. ßrutT Er brebte sich um, holl« bk Mund­harmonika au« ber Tasche unb 'riefte .In ber Heimat, in ber Heimat, ba gibt S ein Wieber- fehnft

Ich leit bk Zeitungsnotiz noch einmal. Ob ser Frans Deßier mit bem Leiberfranzl tbrn