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Montag, 28. November |927

|H. Jahrgang

ttr. 278 Lrstn Blatt

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefsen

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WeMbrtfl ttr thebne*» richt lijrifft chietze«.

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Oie Beratung der Besoldungsreform.

Aus dem Haushaltsausschuß des Reichstags.

Der ^eichshaushalt.

2Ul*#nnän»n.rti!lrr Dr. Köhler bet du nrurt unb un> .^f frütdbe* Bedabrrn gewählt, bai ^uMltwm mit dem neuen »tat für lv2d be- taimt zu nmchen »»her avurbe et bd ber 3u- le,rund an ben TUI4Xtut verbssen'.l.chl un> tnd- ld4l dn .<uMua bet einzelnen Utiniftmen würbe ihm mit auf ben Weg geg.'ben. Diesmal hat brr Aelchsfinanzminiftet ,n e n.tn 3nicr.>L-» Mit dnem Iknrrlrr bei amtlichen ^lrz.^>'.' bvcruu* dn« 3nbalr*an»ib«: g ^cbm. ber nun vielleicht gerabc tnlolgejellen mit dmflem Mih- rrauen grg, nubvriteben wirb, ba nun zur vollen Beurteilung Me ein*dnm Ziffern wr Äugen haben mut)

Soweit sich die Gefialtung bei Aeichshaus- Haiti für 19M bis jetzt überleben läbt. wirb man ihm bat Zeugnis aullttllen tonnen, bah er besser letn bürste, als |dn btibengcr Auf. Jedenfalls find bte Ginnafrnen so ang -seht unb die Ausgaben so beschnitten. bah er feinen Fehlbetrag aultxxt >. «onbrrn noch einen klei­nen Ueberfchuh. troQ her Tatsache, bah gin» erhebliche Mehrausgaben zu beitreiten sind Das 3ahr 1,2b bringt zürn etflenmal die volle Reparation »lei st ung. auhcrdcm b.c 0 r - b 6 b u n g ber Beamtenbelblbung unb dnt teilweise Abdeckung ber Ulq uibat . oni- entJ4>äbigungen aus laufetu^n Mitteln bei Reiches. IDean trog Met sehr echebiichen -hlehr-

; .g fein Zehip- > m Ira­

ner Ueber <t>uh lxrausg.w.rtfchastet ttirb. so ist es ganz richtig, bah ber Imster selbst aus die unertpatlet starte Zunahme der Einnah­men unb aut die RotwenMgkett henweist. eine Steuersenkung cininten zu lassen

Bar allen Dingen fällt aus. daß b* fReid)»cin »ahmen fett 11/24. dem ersten 3abr nach ber ctabili- Herung, von rund 7 aus Vj Milliarden Keich,mark gestieaen smd. Wer geneigt sein sollte, darin einen vesonverei, T «et» für den günstigen Stand der beut- d;en Gesamtwittschast zu erblicken, dürste im besten lalle nur tdlw.ise Recht haben. L» wird fein ver­günstiget Mensch bestreiten wollen, dost bte dem deutschen Volk aulerlegte 6 t e u e r I a ft eine ganz ungeheure ist unb auf die Dauer schwerlich er- irLgllch sein fann. Da» muh ganz besonder» nu» -wei kB runden betont werden. Wer die volle Last, die ber deutschen Wirtschaft ausgeburdet ist. richtig be- »riesten will, muh die sozialen Leistungen ju der Steuerlast hinzurechnen. dann erst erhält er ein volle» Bild von der wirklichen Sachlage. Da» mögen sich die ouelündischen Änlifer naher betrach- :en und mit ben Steuerlasten de» eigenen Lande» vergleichen, wenn sie schnell bei ber f)anb fmb mit >fI Behauptung. das, man in Deutsch! unb weniger Steuern zu bezahlen habe, al» in onberen Ländern. Der znxite Grunb ist der. bah au» bem anscheinenb Aulen Stanb der deutschen Finanzen von manchen Seiten Im Inland geschlossen werden konnte, ba» ganze (Herebe über bie 'Jlolroenbigfeit von Sparsam­keit unb von Vereinfachung ber Verwal­tung lei überflüssig.

Ob ich bte vom Acichsf,nannnmm«r erwar­teten Einnahmen so gestalten werden, wie er hohl, müflcn n».r ab®arten Dielleicht ist etwas Jroherer Skepn.tt»mu» M bteler Hinlnht als ber idhler'che an gebracht Ader anerkennen muh man Me eine Tatfache. bah da» Kabinett Wirf- ..ch üuherfte Cparfamteit hat walten lassen Gs tst den Ländern unb Gemeinden mit gutem Bdspiel vor angegangen unb hat gezeigt, bah e» m da sich ist. auch Ausgabeposten, bie man sonst für unumgänglich notwendig gehalten Hütte, lunidiuflellen Zn Nr modernen ^.nanigefchichtr hebt es vielleicht einzigartig ba. dah zum ersten­mal Me Ausgabeposten feine Erhöhung sondern eher nne kleinere Verringerung gegen das Boriahr erfabren haben. ck» bad in Md em Zusammenhang verraten werden, dah im Ad chs fabin ei: die beiden voll »parteilichen Mi­nister dazu Me Zn.tative ergriff .n und durch br Torgeben bte anderen Mnnfter veranlaht haben, zu folgen Ss hat dn jeder an seinem be­rät» vom Adchssmanznnntstcr gebilligten »tat o Mei gestrichen, dah tm ganzen ungetabr 10 Prozent gespart werden konnten. Gin« solche eeldstbelcheidung ist in den heur.gen Zei­ten etwas Seltenes und verdient vollste An- erlcnnung Hur ko ist es möglich gewesen. den Anidbebedarf des Reiches, der noch aus den beiden Dorjahren vorhanden ist. nicht zu erhöben, 'andern zu lenlen. Zur Hälfte kann er vielleicht durch die Begebung von Lchahwech'esn gedeckt werden, zur kleineren Hälfte von 2Htlhor.cn bleibt er noch of'en unb es wird von der Lage des Kapitalmarktes abhangen, ob das Deich eine zweite Anleihe aufnehmen kann.

Das Bei'piel des AeichskaMneNs sollte nicht nur Länder unb Gemeinden zur Aachahrnung an- spornen, sondern vor allen Dingen befruchtend auf den Reichstag wirken. 3n unterer Dolks- Vertretung bat l.ch in den letvten 3obren immer mehr ein Ucbel'tanb heruusgedilbet der nicht zu- letzt an ben immer ftetgenX: Ausgaben schuld ge­wesen ist. Die Parteien entsenden in ben Hau » - baltauötchuh je nach der zur TcrbdnMuna stehenden Jliatcric andere Derrreter. bte.mmer wieder glauben, für befti-nrntc Sonder.mer- essen sich ein«cben zu müssen, wobei ihnen \ebet Blick sür bas iSanze verloreng.-ht So ent'tcht ein Ikttrennen der Parteien um b c öunh ein­zelner Berufsstande unb Untere ff en. wobei bas Dohl des Ganzen zu kur; kommt. 3m Schob des Rab r. ttj i bcrc :? die X r.g--n: ergangen, rach englischem Vorbild eine ...'n.x-rung ber Ge­schäftsordnung de» Reichstages bafcm do->u- nchmen. dah Anträge auf Erhöhung be­stimmter ötatposten nur mit der vor­her cm geholten Zustimmung des

Berkin T7. Kov (VDZ) Der Hau«halt»au»- fchuh de» Ke,ch,tage» beriet bir Krupp, A 2. unb zwar 2a mit (B,ballern von MlU bi» WJU Mk. und Wohnung»geldzuschuh 3, 2b mit *bOU bi» MOu Mk. unb Dodnung-geldzuschuh IV, bei der ersten bi» dritten Zienftuliertftufr. soll Wohnung»«,Idzuschus, 111 auch bet unwiderruflicher Stellenzulage und llc mit

bi» 7WJH Mk unb Wohnungsgeld zu schuh IV bi» zur dritten Dienstaltet»stuse soll III ®iniftrrlalamt- männer usw. Abg. Stelnfops (Sozst beantragte, die Stenographen de» Keich»w,rtschast»rate» unb Heidt»taget, bie Archivar, de» Reichstage» usw. au» Gruppe 2c in 2b xu ubersuhren. Di, Ada Lucke <W ) und lorgltr (Romm.) wollten b* höchst«,Halter blrser Gruppe herodsehen Abg S ch u I b t (Dem ) beantragte bi, l'rrnnlgung ber Gruppen 3a unb 3b mit 2c. Nachdem bie !R,flie* rung sich bamit dnoedtanben rrftärt hatte, bean­tragte Abg. M o r a t h (D. Dp i namens ber Regie- riingeparleten, bi, Gruppe 3a in btr Grupp, 2b zu üderfiihren. Ministerialdirektor Dr. öotholz erwid, etk brr (Einbau b,r TI i n i ft r r i a I x u I a g r n sei noch nicht spruchreis. Vies, rage greife hinüber in ba» iB#famtprobIrm ber diientlichen Verwaltung. Bllerbings solle bi, Mlmftrrialinstanz verkleinert unb von flrbeittn entlastet werden, so dah Beamte au» ben Ministerien in bie Auhenverwaltuny versetzt werben muhten. M,t Preuhen hoffe man bis zur zweiten Lesung zu einer Derftänbigung über ein ge­meinsames Dorgehen zu kommen.

Inzwischen waren eine Reihe Anträge der Re­gierungsparteien eingelaufen; burdj sie sollen Stel­lenzulagen beseitigt unb bafur eine neue Gruppe vor Gruppe 2h geschaffen werben Dl» neue Gruppe A 2b. bie bie Regierungsparteien be­antragten. sieht folgenbe Gehälter vor 7(TN) Ms 7500 bi» S000 bi» 8500. S<K*i bl» 9300 bl» 9700 Mk. unb Wohnungogeldziischuh lll. lieberleitunp: Beamte mit den Bezügen der allen Befoldungsgruppe A 12 er- hnlten ihr bisherige» Befolbung»dienftaller In blefe Gruppe sollen eingestellt werben alle Tliniftcdal- Bureaubirektoren, vberregierung»rSte. Legatlonsräte 1 Rlaffe. ferner beim Reichstag bte Direktoren der P.icherel unb des Stenoprapbenbureau». ferner sollen bie erften Sekretäre beim Archäologischen On- (»Hut brn Titel ..DrSsibenf bekommen unb In (Rruppe F 1 genommen werden, bie Assistenten In Gruppe 2b unb bie zweiten Sekretäre in bie neue Gruppe 2b UnterZurückftellung der Titelfrage wur- >>-n bie Anträge der Regierungsparteien zur Gruppe 3 unb 2 angenommen, bie anberrn An- trage adgelehnt. In bieser Iorm würben die Grup­pen 2 unb 3 unter Zuruckftellung des Reichstage», be* Neichswirtschaftsminifterium» unb brr Sdiulben- Verwaltung aenchmigt Angenommen mürbe alb ii. a dir (Frböhuna der Gehälter von A 2a im Höchst­fälle von 9600 auf a7mi Mk. Die Vilbuna her neuen Gruppe 2b unb bie Zusammenlegung ber Gruppe A 3a unb A 2b sowie Sinaruppierung der Runzler im au»®ärtiflen Dienst in A 2c. In biefe Gruppe rourb noch ,-ine arohe Anzahl anberer Beamte ein- a,reibt. Bei der Beraiuna der Gruppe 1 mit Ge- NJiern von M^O bi» 12 Mk beantragten bie Rtgirrunaspadden eine neue Gmppf zw!tck*n Gruppe 1b mit Gehältern von 7100 bi» 10 600 Mk. unb Wohnungsgelhzuschuh 111 für bie Inhaber von yiauptrelTotrn in ben Ministerien Bbteilunpebiri-

Anirag mürbe angenommen, die Gruppe 1 ge- n r h m i fl t

Damit war bie Befolb'.ingsorbni'ng A bl» auf bie zurückgestellten Telle edebigt; ee folgt

bie BesolbunflSorbnung B, bte bie festen Gehälter umsaht. Abg Dietrich (Dem } beantragt bie Aufhebung der Gruppe 8 mit einem Gebalt von 14 000 Mk unb Höhereinstufung ber für sie m Aussicht genommenen Beamten des Reichsgerichts urb bes Drüsidenten der Deutschen SeewaN, Abg. Lucke (D. Bpa.) beontraat fiöberdnftuiung der Präsidenten ber Dberpoflbiref- tionrn Ada na r mono (Dnst.) froat noch ben (Hrurbtähen bie für Me (Finftufuna der Dräsibcnten ber Landesstnanzömter unb der Obervostbirektionen m io verschiedene Stufen mchaebertb seien Adg. Schmidt- Stettin (Dntk.) forderte Hebung her

Acichsfinanz Ministers eingebracht werde i düden. 6am:t würde der Stnarxyniniftcr mit einem Schlage Me Kontrolle feft in Me Hand bekommen und ein f olches Wettrennen wäre unterbunden. Zweitens wird erwogen ob cs nicht richtig wäre, tote beim 2Iu-Tx.rt.gcn Aas'cduh des Ae chstagcS den Haup^rusfchuh nur aus stündigen IKughccm zu am.ncn.zu- fetzen. wodurch allmahllch Statsfachver- ständige In allen Partc.cn herangezogen wer­den könnten, die gewohnt find, den Äüf auf» Ganze zu richten.

Oie Aenderung des Mieterschuhgefehes. Au» dem rSohuungsausschuh des Sietchötages.

Berlin. 27. Aov. (DDZ. i Der WohnurNgs- aus'chub bce Reichstages defchäftigte fich am Sonnabend weiter ml der Aenderung des 2ke- lcrfchutzgefevcs. Aach drm g *cn>cn Aech: kann der 2D.N die Aufhebung des Mietver- h ä l t n i f s e s durch Klage verlangen, wenn der

Botschatter unb dnlger anderer leitender Beamter in Präsidentenftellungen und eine besondere Gruppe su, Ministerialdirigenten Abg Dt. Dryander (Dntl ) fragte, ob e» nicht möglich sei. die Präsiden­ten ber 1* anbeearbfiteämter tn bie B,- |olbung»orbnung auszunehinen. Hin Vertreter be» Ardeitvininistenum» ruu-t.i, baraus aufmerksam, dah der (Etat der Üanbe»arbcii»amter nicht durch den Reichsetat gehe, der Stellenplan könne edi nach Ad- schluh dieser Besolbung»ordnuna ausgestellt werden. Die Aba. Schmidt-Stettin (I*ntl ) unb Trsing (ßentr) hielten einen Antrag zur vefeitigung biefe» Zustande» für notwendig - In dieser Stellung­nahme der Regierungsparteien erblickte Ado H o ch (Soz.) einen Dorftoh gegen Leut, au» dem Arbeiter- stunde, die al» Beamte brr Arbeitsämter in Frage kamen Die jährliche UeberfüM über bie i' nan.,Ge­barung her Armier genüge. Da» Arbettsmlnisle- rium lieb erklären, es wähle jetzt erst bie Präsidenten au» unb über bie Besoldung seien noch kein, Be- schlüste gesaht. Adg. Dr D u a a 6 (Dntl.) hielt ,» für notwendig, erst bte Gehälter, bann bie Personen auszuwühlen Mintstcrialblrektor Dr. Loiholz machte baraus ausmerksam, bah Me Ardeitsperwal- tung nur Selbstverwoltuna-köroer sei unb ihr« Beamten nur mittelbar« Reich»- beamte. Der Reichstag möge ber Regierung in Form einer Snischliehung eine klare Unterlage ber Stellungnahme liefern.

Oie Sonntagstagung,

«ruppc 8 der Vefoldungsordaung B.

Der Haushaltsausschuh benutzte auch den Sonntag zur beschleunlgien ^ortfübrung 1 einer Beratungen über die BZoldungsvodage. Die AuS'pracche knüpsle bei der BefvldungSort»- mmg B an Mc Befoldungsgrupp* 8 (14 003 2HL) cm und betraf die Stellung der Prüfldenten der vedchiedenen hohen Aelchsbehörden und die Stellung der bixchsten BUniftedaldeamten.

QCbg Dr. v. Dryander (Dn.) kündigte für Mc zweite Lefung Anträge an, die dne H.-bung und Höherstufung ber Präsidenten deS Aeichsgenchts. dee Reichst in.inzgenchls. der archär.>logisch«i Institute, des Rdchsmorwpol- arnls fordern. Gr fordert« ferner StÜ.kung der Stellung des Ae l ch s k o m m l s f a r i für bl« befetten Gebiete, der Botschafter unb

Wien, 26.3100. (DB) In Wien wurde heute nachmittag aus brn, ber sozialistischen Partei ange- hörenden, Wiener Bürgermeister Rarl Seitz ein Attentat oerübf. das glücklicherwesie ohne Folgen Mied. Bürgermeister Seitz Holle ber (Eröffnung einer DlMeriporihalle im ehemaligen Nordwdkbahnhof' gebaube beigrwolmi. Al» der Bürgermeister gegen lh Uhr da» Gebaut» orrtieh und sein Auto b e |t 1 e g . gab ein lunger Bursch« drei Reoolv , r - I ch ü s s e aus ihn ab, bie irdoch ihr Ziel oerfehlten. Der Choujleur be» Bürflcnneificr» fuhr mit dem Auto in rascher Fahn davon. Der Bursche kletterte über eine Planke und sprang aus einen jährenden Strahenbahnwogen. Er rille durch den Wagen auf bie Dorb.rc Plattform. Inzwischen hatte unter den ihn versolaenden ein Turner ben Dagen erreicht, war aufgesprungen und konnte mit oorgehalienem Revolver Ven flüchtigen stellen. E» handelt sich um ben 1904 in lerne»Dar geborenen arbeits­losen Elektrotechniker Richard 6tr«binger

Der Täter soll in früheren Jahren jowohl ber sozialistischen al» a-ch der t o m m u n i ft i ichen Bewegung angehurt Haden, aber vor etwa mer Jahren 'cht.h er sich rechtsgerichteten streiken an. Er hatte in der letzten 3eit keine Be- djäftigung. besucht, aber regelrnahig di« Derfomm- hingen einer Fronikämpfervereiniflung. Strebinger erregt« in diesem Jahre in Salzburg dadurch Aittiehen. dah er (ich auf bem Flugplatz an ein

TH-.etrr ihn belästigt oder Me TBobming einem Dritten übedäfiL Die Sozialdemokraten beantragten, die Aufnahme eines Te fHabers oder Gefetischafters In ein Srwerbsgdchä t ober Me Umwandlung eines solchen in eins mit einer an­deren AechZorm allein nicht als unbefugie llcberlaffung einer TBohmmg gelten zu lassen. Die Kommunisten beantragten, nur solche Befähigungen des Hauswirtes >uvch den M eter zu berücksichtigen. Mc nach dem Strasgesetz straf­bar seien.

Adg Z ö rr i ssen (D. Dg., wandte sich gegen die Milderung der Beir.mmungen. L-chon legt sei es Dorgclomnien. dah ein Hausw rt blutig gdchlagen worden <ct. ohne dah das Ge­richt dner AäumungsÜage flairgegeben hätte. Abg. Di nne selb (D. B.) schloh sich dieser Auffassung an. -- Adg^ A o wa k Doz.) verlangt, dah man t<n Mieter nicht für Handlungen seiner Z<unitienangehc r gen oder seines Hauspedonals verantwortlich mache. Abg 3 örris - s e n (TB. Bg.) wies darauf bin. tah b.c Zulassung eines Kompagnon» dazu fahren könnte, dah schon tn den nächsien Tagen Lieser Kompagnon allein den Laden besitze.

her viaatssekretüre entspve<h-nd Ihrer Stellung im parlamentarischen Oi.iai Der A ebn er macht, sür Idnc 2Li:tügc nicht finanziell Ion- bem staatsrechtlich« und staaispoli­tt s ch « Grunde gei.end. Gr xog auch die S chung Mr Oberpo'tMrcfiIonen unb der Landest manx- amtet In feine Betrachtungen dn, Msgletchen Mc Ädchsarbeitsämtet unb Tleichsvedicherungs- amtcr.

3m Laufe der Debatte erklärte THlnlRerial- Mreftot Dr Loiholz. an der Do Zag« left- zuhalten. dah bte RcichstegierMng in bül-r Ber­lage dnen Baren Ausgleich der g Ucnb ge­machten staatspolittschen Gesichtspunkte erflrxbc. Die staa.Spvlitischen Geslchtspunsic könne nicht der Reichs tnanzminifter allein entsch« Mit. son­dern es mühte das Gelamtmlnlsterium damit befahl werden. Die bedeut enden Obcrpofl- direktionen seien schon In der Borlage den groben Landesftnanzämtem gldchaestelsi worden. Zur Frage der Ministerialdirigenten, deren IV'chränkung In der Debatte gewünlchl wurde, unb deren Bezeichnung als .künftig weglallend" die Voziaidemokraten bean:ragten, meinte der Alinlsterialdirektor. dah di« D.ngenten für abseh­bare Zeit nicht entbehrt wer.en tbmilcm.

Geheimrat Grlesmener mach « darauf aus- merflam, dah Mr Aelchtardeitsümter al« Selbst Verwaltungskörper gesetz­lich aufgebaut feien. Abg Hoch (Sozi er- riätie es für unmöglich^ den Relchsarbettsümtern die Sclbstr-crwaltuag zu nehmeru aber die Kosten ben Arbeitgebern und Arbeitnebmetn weiter zu übertafkn. bann nüffe das Reich die Kosten ühenwbmm Abg. Stein köpf (Soz.» erflärte sich entschieden dagegen, dah durch Höherstufung eines Reichs beamten geaalser- mohen ein Gegengewicht gegen die preussischen Oberpräfidenten gelch^sien werden soll«. Abg. Dr. d. G u e r a r b (Zentr ) widersprach einem demokratischen Anträge, Me Prüftdenten des X, ich»gerichiS. des R«chnungsbv«es und des Rdchsverwattungsgerichts In Me Gruppe ber Minister einzureihen. Gr forderte jedoch dne Höherbewertung der Landessinanzümter und der RelchsgerichtsrÜte behufs Hebung bei nationalen unb Internationalen Ao'ehens des Reichsgoe richls. Tie Abfttmmungen wurden auf Mon­tag verschoben.

abfliegendes Flugzeug an flamme rlc. Al» Grund für diese Tat gab ctrebinger an, bah er he unternommen hab,, damit man von i h m sprech«. Bei seinem heutigen verhör orrsicherte er, bah er bie Tat allein unb ohne Rom- plijen begangen hab« Bei ,mcr in seiner Boh­nung vorgenommenen Durchsuchung wurde nicht» Dejensttch«, zutage gesardett. Er gibt weiter an. dah er nicht btt Absicht hatte, den Bürgermeister zu töten, sondern dah er die Tat beging, um dadurch auf sein Eiend und aus ba» Elend be» ganzen öfter- reichischen Volke» aufmerksam zu machen, wei­che» durch den Frieden von St. Germain in» Un- gl üd gestürzt worden ist.

Di« gdamte Wiener Press, stellt bw auf- richtige Befriedigung fest, mit welcher bie Wiener Bevölkerung, ohne Unterschied ber Parkt, ver­nahm. bah Bürgermeister Seitz bet bem Attentat», versuch unverletzt Mied. Die jozialdemokratische ..Arbeiterzeitung' sagt E» liegt un» fern, irgendeine Gcrnetnschast für Me Tat oeranttvonitch zu machen, die allem Anschein nach der Minder- zDcrtigfdt ein,» inbiDiburllen Gehirn» entsprang. Die ganze wittschasiltche unb seelische Rranfhetl der Rachknegsgeneranon verlockt bic individuell« Tor- hei: in« politische unb treibt da» knabenhaft« Be- d-.r'ni» eine» Minderwertigen zur Hdüenpose einer solchen Untat

Weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit.

Berlin. 26. Roo. (BIS.) Die Zahl ber unter- stutzten Arbeitslosen ist in der Zeit vom 31. Ok­tober bis zum 15. November 1927 von 456 000 auf 518 000 gestiegen. Der Zugang an LrheiiLlosrn kommt besonder» au» brr Landwirtschaft unb dem Baugewerbe. D,e Zahl der Hauptunter- stutzungsempfünger in der Ard,it»losenVersicherung betrug am 15. November rund 392 WOgegrn 3WOW cm 31. Oktober. In der ÄrH munter [lußung ift bie Zahl der Hauptuntedtutzungsempsäncr von rund 116 000 am 31. Dftober auf 120000 am 15. November g e ft i e g e n.

Oie Loge der Angestellten.

Berlin, 27. Avv (DTB.) Die leitende Körperschaft bee Gewerkfchaftsbundes der Angestellten G. d. L., nahm, w.« da» DDZ.-Bureau meldet, Me Tatsache der sich immer weiter steigenden Teuerung zum Anloh einer Ilnteduchung der R a u f k r a s t der deutsche.-. An­gestellter. U<be:cinftimmCTib wurde die Mi nung vertreten, dah die Gehälter der Angestellten in ihrer Gesamtheit gesehen weder der gegenwärti­gen verteuerten Lebenshaltung noch ben Lei-

Mißglückter Attentatsversuch aus den Wiener Bürgermeister Seitz.