Nr. 253 Zweiter Blatt Eichener Anzeiger tSeneral-Anzeiger für Gderhesienf Freitag, 28. Moder |92Z
Londoner Brief.
Von unserem D. o. R.-Mttorbeiter.
(Rachdruck auch mit Qudknongobe. t*rbot<r
London, den 24. Oktober 1927.
vor eini0<n lagen ifi der cdte ’.R u <f t r a n s - port der noch Schanghai enlsandttn Truppen in den londoner Docke gelandet war- tfn. Sie waren dctaden mit Erinnerungen, chinesi- tchen Äurtofrtäieii. toackkäfigeii. kurz ollen möglichen Dingen, die sich m Vaterland»verle.biger non einer cherleeischen Sxpedmon mitzubnngen pflegt, de, wrlcher er seine miiironsche trn!'1)Iof«nheit nur im Kampfe mH mörderischer Hitze und seine Ausdauer nur im Ertragen eine» kontinuierlichen russischen So- >e» an den Tag legen konnten 5ie waren olle mordssroh. wieder zu Hause zu sein. Luch in den Kreisen der englischen Regierung dürsten ähnliche Gesuhie Dorrooltrn. Da» astatische Problem ha, wieder einen normalen Zustand eingenommen- au» der gegen England gerichteten Aktion ist ein schlichter Bürgerkrieg geworden. Run tritt Europa wieder in sein, Rechte
Natürlich hot der ewig vorlaute Lloyd Georg e die Gelegenheit nlcht oorüdergehen lassen, der
Entwicklung in Gestalt einer großen poiinschen Rede vorzugreisen. um do, fflmmethch, Pilönzchen der liberalen vewegun., mn ideeller Anregung ju versehen, ii>enn man der i.deralen Prei'e. wie bu-:- rden leider geschieh,, größer, Bedeutung zumisit al» st, besitzt, dann wird man aut :i< 'n Rede in ?i..fi.r..;r;; wenigsten», «in, poi „lche lat machen Ta* aber war ste nut:. In t,r ion ervatiurn Presse ist d,e Rede nur in kurzen Auszügen , nihalien. (!» war eine Rede, sons, mchi. T.e englische Austen- Politik wird sich Herrn David George nicht wieder ob Impresario verschreiben
Aber in einem Punkt, ho, der instinklstchrr, Waliser natürlich Recht. Die Auhenpolitik kommt r eher in den Pardergrund, schon aut dem
•. r ' ■ tret < ■ ’t <r de» mnerpoliNschen stampfe» gebracht ha. Bald w i n Hal wieder einmal da» Rennen gemach,, selbst die Sozialisten hat er mit seinem Hr,eden»b«dursni-. infiziert. Der von den wilden Leuten aus dem rabi-
setzte Äacdonald ist wieder obenaui. Innerpoli- nsch droh, den stonservanue, zur Zeit überhaupt kein, Gefahr. D», weientlichsi, Tloroussetzuna zu aktiver Autzenpolitik ist damit geschossen. Welcher Art sie sein wird, steht aber noch keineswegs lest. Da»
varlamrn, tritt erst im nächsten Dona, zusammen. * , stabinettrmu lieber sind bannt be|ch0',igi_ tm riande umherzurei'en imb nicht»sagend, / eben zu hatten. s«e müssen sich wie bar dx pottlische Illi* kette verlang,. ihr<r Wählerschaft hie und da ..«gen. flufcf»; war nur die Rebe de» ersten lort».1 der .‘lumitdliML Bridgeman von gewister retrospektiver Bel. lung. denn <r kam gestern abend noch einmal au« die ,a bekunnttich zufamme gebrochen, Genfer Alo,r,nkonl,renz zu sprechen. s>e war ch^.i. klrrisvscherwcise an tut Adreste Amerika, geri.t,l --gland hab,, iapi, Bridgeman. turopaisch, Tsirpttichrunger' von denen bi. Vereinigten Slaaien frei wären
Rur zwilchen den Zeilen i>, da auhenpolHische Interesse, aus da» XilcQt George spekuliert, betau» zules,n Sw nicht ander» zu erwarten war. ist da» Memorandum de, Reparation»agen- t c n welche» dieser der Berliner Regierung unterbreite, haben soll, nvt grösster Aufmerksamkeit verfolgt worden Wir ini <n daran erinnern, dost schon i’or einer Reih, von Doe staflandraruse über dl, deutsch, Finanzpolitik zu lesen waren. (J* war zu jener Zelt al» Tr D u i » - berg seine bekannte Red, über die deutsche Anleihe- Politik geholten hotte. Die „Ihne»* griff do» Thema
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iiiiiniiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii sann, siiöitiü.w.. Derwnom Mit Ml IDrrnn.
Halt ein. o Leser! Blattre nicht so geschwind um! Diese» Bild, da» du hier ge- wahrst, ist auch für dich ae- dach,, gerade für dich! Du denkst- Wo» ist schon dabei ein, Landschaft, wie hundert ander, Hirte und Herde . pah. wo» geht mich da» an? Mit Verlaubs die» Bild hat hundert Unterschriften, für jeden Betrachter eine, auch für dich lk» kommt nur auf den Standpunkt an, auf Alter, Geschlecht. Berus. Gemüt. Ehai akler, Geschmack. Phon- taste und viele ander, Un- terschledlichkeiten. hie d,n einen vom andern abheben. Wohne nicht, flüchtiger Zei- liing»les,i. ich rooÜI, dir einen Huchs, gelehrten Vortrag über die künstlerischen Qualitäten diese» Bilde, hatten, über die Horben, die du nicht siehst, über den Maler, den ich ebensowenig kenne wie du. C» kann übrigen» auch ein Zeichner oder rin Photograph gewesen sein ... in Deutschland, In
schweben. In der Provence . gleichviel: überall ist einmal der Himmel blau, der Wind gelinde, der Schatten der grasten Bäume sanft und kühl. Uederall gibt e» Schafe aus der Welt ...
Und überall gibt ,» stinder auf der Welt, die In den Schlaf gewiegt fein wollen, graste und kleine. Und überall singt eine Mutter die halblaute, dämmrig, weis, de» alten Wiegenlied»», do» del allen Volkern der Erd, die gleich, Meiodi« bat, von jedem Ohr verstanden wird und bet un» also beginnt „schlaf, stindlrin, schlaf im Garten gehn zwei Schaf ein schwarze» und ein weist,» * Merkt ihr nun, eine wie prachtvolle Illustration unser Bild sur die singenden Mutter ist. wisst ihr, wie wenig r» der stinderphantosie bedeutet, statt der beiden, schwarz und weist, eine ganze Herd» zu sehen* Die Hauptsache bleibt: .,.. und wenn do, stind nicht schlafen will, dann kommt da» schwarze und beistt et!*
Der Bücherfreund spricht Schafleder gehört zum fleinsten. was e» gibt, wenn man seine Bücher liebt wie freunde und stumme stameroden und ihnen ein st leid geben möchte, do» ihrem Wert entspräche sichtbare» Zeichen de» Danke» für gute, stille, unverlierbare Stunden versunkenen Lesen» . . dunkel
grün oder braun oder lichtblau müht, e» gestiebt werden, blutrot oder tiefschwarz, se nach dem. was die Hülle umschließt Glück. Liebe. Trauer. Tod und Verklärung Und wenn du, büchcrfreundlicher St- trachter. langst an die» schlichte Bild nicht mehr denkst, dann kann e» geschehen, dost du eine» Mvr gen» erwachst und lächelst über deinen wunderlichen träum, du gingest durch die blühende Held, an einem Frühlingstag, und ein Vogel saß tm Birken- bäum am Weae und flötet, dir ein Lön»lied zu, und auf einmal standest du mitten tm buntwolligen Gewimmel einer grotzen Schafherde. Die Schafe waren aber nicht, wie Schaf, meisten» sind („ein schwarze» und rin mcihcV i - sondern waren himmelblau, rosenrot, birkengrün und feuerfarben, und hatten jede» ein Glöckchen (do» gab ein prachtvolle» stonzert zum Getriller de» Lönsooael») und jede» ein Schildchen um den Hal» und darauf stand: De» flnoben Wunderhorn . . Eichendorfs Geschichten vom lieben Gott .. Mozart aus der Reise nach Prag . Till Eulenfpiegel ... und ich weist nicht roa» ..
.stltnaelingettng — Telephon: „Do bleibt der Text zum Bild, Herr stollege** — Ahnst du. flüchtiger Leser, da» volle Gewicht dieser Worte? Da» ist die
Zeitung! Dte Maschinen wollen Manuskript! Der Metteur steht mit leeren Händen, der hohe Ches greift zum Apparat, und ein schrille», mahnende», antreibende» Klingelzeichen zerreistt die luftiae Ge- dankenkette, den bibliophilen Traum, die Melodie der Ber^eus, .. und schneidet ab roo* ich dir von den neunundneunitg anderen Unterschriften de» Bilde» und von seinen zahllosen Betrachtern erzählen wollt,
vom lyrischen z. B.. vom gefühlvollen — „Droben stehet die Ropefie* —, oder vom feinschmeckerischen — über die siebenundzwanzia Arien, wie man ein Ham- mclfotelett zu bereiten habe, über grüne Bohnen und Teltower Rübchen —, vom hausftaulichen — mancherlei wäre zu sagen vom hygienischen und gern itl eben Werl tr« c.cb'egenen Wollstrumpfe» oder eine» hau»gemachten beelenwärmer» au» Grost- mutter» Tagen--
Klingeling: „Do bleibt denn der Text zum Bild? Allerbuchste Zett'* Jetzt sind Dleaenlleb und Traum, Dollstrumpf und Hammelkotelett, der Seelenwärmer und die Reise nach Prag endgültig begraben Anruf In der Setzerei „Manuskript abholen!* hfh.
aus und wie» mit bebrvtzlichen' Ernst, .s die M.-g»
ilchken ein#» böswilligen beu?4xr. ahtunasbonle- rotte, hm Wenn nämikt* . Je |u ! er Ziviendte ft tw Privat an.e den S<: der '.ven I dustti»
Betrüg, erreichte, welche bir Ueberw,,« ngcn der Re»
par<itu’n»|abl' ngen gefährdeten dann k?nne man nicht .VN : -erschuldeter v>abL n'Ndigtclt Deutsi^tand» iprcdcn E» ak.re recht i.lerehant zu rs’-bren . d sich b« r Repar ! an.a^ ni diese in in.'V si senden Breiten der en .«fchen t> ;• nz verdre e Hu^aflung zu eigen gemacht hab-n sollte 8» braucht nicht besonder» br?.>-.t u>.-rdr- d'st da» tHrpara-
t on»Problem in England di'chfter Bedeutung angelet < erfüllt n erster Vmie die b ä 11 n i • 3 u 9 r a n f r f i men schliesten ja bekanntlu Sanktionen nicht vülllg aut Storung seiner gesamten pol Quelle
ine politische Irage erd. Der Engiander
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?ie Dome Äbko n» ne !I tttchkett von an w. t ick: aber feine ne au» dieser
Behutjai wird nämlich unter der Cl’-rfla.*' ble anti-russische Walze wieder ausgedneb! IV in sieht da» an der Art de: Ber i tettlaf •- Vorgänge in Riihland. di, immer wiederholt ?? h-
phealliben Bcbmdiunq der pol Ul'.den 'rar, ' i- läuft fl bemerkt, war di, polnische Anleihe de hier vor kurzem aufgelegt wurde ein Reinsal! . h» perftonbiae wollen misten, dast die Banken aus größten Teile der Anleihe Alien c< I den f.n'< Ille BctrSae bl» zu 50*» Pfund sind voll t'igete !' wor-
men bat w, Zeichnungkfrist auf d nartiflrr ig verlängern müssen, indem man 'V 11ml d- \ auch die am nächsten Tag» einlaufer' n *:• -1
noch berücksichtigt werden würden. Diele Gr'.i!-: i Ist peinlich Unter der H nd wird insolaedesten " » Thema de» deutsch-englischen '.'ü-.hältnille^ mied.'' lebb-ilter eränert. Doch ist e» n'cht a ■.•ebn dara s realpolitilche Hoffnungen zu gründen Rid t w. I w r an eine funtnpe Besten.ng der deut' d - . 'Iischen *' • ziehungen nicht glaubten, sondern beet.« er um .1
Gesamtpol tik de» englischen st ibinettt : ': ae o- chen werden kann. Bor dem ?.r|cnrivnlrilt I - loment*' ist in dieser Hinsickr nicht» »n r. .: Doch genügt e». zu misten, das, alle '.T:1 uf einen grundlegenden Wandel der ,n
TAanbel den man in b*n S . u' -nn'«- i konnte: E» ist der englischen Pol'i' oelun^en Innere Gleichgewicht Im M"i:^!a-^e : k r herzustellen. e» ist ihr geqli rfl. die ernste "* '• V. i der Stellung in A s i e n . bvimehren i’r I ' ' x k r noch dar. Verhältnis i-ügknba zu den e r -* trn Staaten und jene» zu Europa z.i b ! r- dein. In beiden Iällen lautet da^ Thema- ' • r ü ft u n g England» Stellung zur Abrüstung n den Worten be' TWrtreter» der hier wodl innere' ■- den Admiralität charakterisiert: ..Wir 1 dah jebe* Land sagen sollte, wa» e» zu seiner Berteidioung, nicht aber für andere ' cke brauchte, und haft wir dann zu einem ,br,nha':en Abkommen gelangen sollten, da» auch gielchzeltis- die Grenz, unsere* öntgegenfommen» harfteOen w irde * Da» bezieht sich aus die ftlotte. Ader e» ist klar, haft damit ein Präzedenzsoll für die Abnist -:>a zu Land, geschaffen wird Wir werden also von eir r Aktivierung der englischen Auhenpottttk nur wenig für un» ju erhoffen hoben.
Spaniens Bilanz.
Bon unterem ‘A W -Bee^chlerst akb^r ntodjbnid, auch mit Quellewt^de. verbot«mI Madrid. Chnbrt 1927
Der 29 Sebtemder war der Lag deS heiligen Michael und wenn Herr Miguel Primo be Rivera h Ocbai den neugtedaen ZeituugSleuten bet feiner unerwarteten Ädrette dast ihn nur N r
TDunsch beseele, fernen Tkamenstag im Kr k ferner katalanischen Frv-unde in Barcelona zu feiern, so würde das ja ganz alaub&aft klingen, wenn nicht gerade jur selben Zeit der englische 2hxfk-nmiirtfter vir Olutten Ehamberlain an Bord seiner Tracht ..Delphin" der spanischen Rüste einen Besuch abgestattet hätte.
Dom Ginusbegleiier.
Bon Professor Dr. Ä ü ft er mann.
Bon den mehreren HunderUaufendeti von Sternen, die in den groben Berzeichnifsen der Sternkundigen ausgezeichnet find, hat kaum einer den Gelehrten foclcl .st opszer brechen gemacht, wie der dem unbewaffneten Buge unsichtbare Himmelskörper, der den hellsten Siern deS Himmel-. den Sirius, begleitet Schon seine Entdeckung war merkwürdig. Der grobe deutsche Astronom Beffel fchlotz nämlich au» gewisten Bewegungen des Sirius, dah er einen bis dahin noch nicht ent deck'en Begleiter haben müsse. Ais man diesem Begiecker einige Zahne nach dem Lode Bettels tatsächlich auffand, erschien feine Helligkeit merkwürd:g! er war nämlich von achter bis neunter Drdste. wozu bemcrfl fei dah wir Sterne bis sechster Gröhe mit Hoben Auge sehen können. Sterne von achter und neunter G«ye schon in recht kleinen Fernrohren, wie he vielen Ciebbabcr-StcnTfreunben zur Beifügung stehen. Dast der Stern sich trotzdem der Gntdeckimg fo lange en‘sogen halte, beruhte auf der TDtrhing des ungemein heilen Lichte- des HauptsternS.^in dessen Bähe naturgemäh alle schwächeren Lichtgebilde verblassen.
3ben diele genau gemessene Helligkeit des Begleitstern- gab vor einiger Zeit dem hervorragenden ena'.ttchen Astronomen Eddi na ton Anlast zu sehr kühnen und viel beachteten Schlust'o!gerungen. Au» der genau unters»chten 21atur de- Lichtes hatte man bei der verhälnrS- mahig geringfüg.gen 3nt<cmung des Sternes eine viel größere Helligkeit ertoarten müssen die tatsächlich nachgew-eierre Helligkeit von achter bis neunter tröste wer nach Sddington mir durch die Annahme erllärlich. dast der Stern 'ehr klein sei. Da er aber andererseits eine bedeutende Schwerewirlung auf Sirius ausübte, fo schisst er weiter datz leine 2Raffc k*br zufammengedrängt sein müfte und kam auf diese 'Beift zu dem höchst merkwürdigen Schlust. dast the D chte des Sterns Io ,Trost fei. dast c;n Aaumzenümeter der Sternmatte durchichnittlich nicht trtnigtr al» etn Zentner wiege D.es überreichende 3rgebn.» hat naturgemäß großes Au"ehen erregt und zu mann: fachen weiteren Schlustfoigerungen geführt.
T^unmchr veröffentlicht ein deutscher Astro- r.om namens Anding neue Untersuchungen.
in denen er die Krage auftvirst. auf welche andere We fe die grobe Dchtverewirkung und ver- hältnismästig geringe Lichtwirkung des Begletter- hmi» mögltcherwei'e noch erklär: werden könne. Aimmt man an. dast der Bog! eck erstem ilber- baubt kein eigene» Licht t)abc sondern mir SirruSltcht zurückstrnhle. ähnlich wie unler Mond und die Planeten da» SsnTrenlicht. fo must man umgekehrt eine ganz gewaltige Droste des Be- glettersterns annehmen, um feine Lichtwirkung erklären zu können. Sein Durchmesser mühte etwa fv grost sein, tthe bte Bahn des sonnerrnächsten Mandelstern» Merkur, und bei dieser gewaltigen Droste müstte er nun wieder gerade um- geftchrt eine ganz gennafügige Dichte haben, dünner als die unterer Luft. Möglich wäre beides lehr wohl, denn es sind Sterne beftxnat. die noch grd her und auch solche, die noch weniger dicht Tinb
Aber aus rerfchiedenen Gründen ist biete Annahme mcht 'ehr wahrschernlich. und be*- halb nimm! Anding an, dah der Begle terftern fcLbft wieder zusammengesetzt fei und aus einem leuchterck^n Äem und einer Anzahl ihn umkreisender dunkler Bereiter bestehe. Dabei wrrd dann die Hauptleuchtwirkung dem ©inuÄbegletter. die Haupt lchwerew.rkung dessen Beate-. :crn zugcschr.cben. Aus diese Weise gelingt cs 2nbmg. ntiindK Erscheinungen, die bei thrr GddiTtgto77schen Annahme mir durch die Ernste,nlche AelattvttLts- theone ihre Erklärung sanden, auf andere Me.'c zu deuten. Es ist anzunehmen, dast es sehr bald zu etner vntlchetdung zw.lchen den verschiedenen und. wie wir iahen e.nander gerade entgegengesetzten Annahmen über die Statur dieses mal- a’-jTiHgc:' Siemes kommen wird.
Gießener Konzeriverein.
Erste» Symphoviekoozert.
Mit ieitemr Weichheft sühn, da» Hornsolo der Odero- -Ouvertüre in tnt roTT^nAsch, ^au- bfraxl: Weder» ein und so wurde diese» Werk mit fernem leidenschaftlichen Impul» unb der Weich- beit der Äantilew zu einem verheißu7»g»vollen Aus- taft für den Abend und gteichzettig auch für die Reihe der Sinterkonzer».
Es war ein glücklicher Griff hast man her bW Durckiiüde'ma von Schumann« -kavier
st onzert in A-moO Professor ffrNbr. Dührer aus Wien gewonnen hatte. Einern so seirtstnnioen ÄlaDwrporten wie Ihm ‘»«beutet diese» Derk eine gegebene Geteaenhett feinste Dtffrr<n*rtbei! de» Anschläger, blühend, Äunttlene und Hnc peilend, Technik die sich nte al» solche hervorbrängt, zu ent- falten Die stader»; de, ersten 5a|e» wuch* grost- zügig heraus, das Intermezzo wurde mit feiner sich oertierrrben schlustepsiode rim realen (Erletmi" tm reizvollen Dideckwel mit dem Orchester. Der letzte Satz krön', mit ferner anmutiger Rhifthmtk ben (Fr- folg de* Solisten.
Hotte schon do, Orchester in der überm:« Mn Lngegliebenen Begleitung des stlaolerkonzerte* seine ,^^>>gk eiten erwiesen. so wuchs es mit der Brahms-Symphonie von Satz zu Satz. Umoersftö:*.Musikdirektor Dr lerne »oa rp gestaltete dos Werk in grostan 6hk. ohne in der fünfter. CFnlroitfiung vorüberzirgehen und tnbwn er allem em eigene» Geprägt verlieh !3e<onbrrs di, Einleitungen de* ersten und letzten Satze» mit ihrer gebärenden straft unb innerer Spannung erschloß er pßast.sch, rber* nne er die lyrische Breite de» MDettr- Mfles bi feiner Sehnsiichl imb Verklärung zum Schluß stch ent*otien liej. Der letz», Satz wurde zu einem Ttturnpf des cir/es rmt Mnen pe- malhgen Steigerungen in der Ausbreitung de* Schluffe«. Zumal in brr Brahrn.s-Symuhon e konnte das Orchester dl, hohen DuaMien feiner (Simei- fräfic (rtortkn. insbeior txrc oerdlenen auch hier die fiomer. namentlich sii Hinsicht auf den l<e*n Satz, e ne ganz be<anderr Anerkennung ebenfo erklang die Ovo, m edler stanttlenr imb Tonichörche^
se. dieser Ettolo des Hbenbs nne glückliche Berheihung für die _>e*leren r*.1' niste der begonnener. Sattem' *-
Hochscbuinacb richten.
Der Ordinarins der klassischen. Philologie Dr Ernst Bickel in .stöntgsberg har etrvn Au' an die Universitär Bonn erhalten. — Die durch den Aückrrirr des Professors TDallhoff an der Universität Würzburg erledigte auherordentliche Professur der -^ahnheilkunde ist dem außerordentlichen Professor Dr med. Paul Wustrow tat Erlangen angeboten worden.— Der durch die Berufung des Prolestors M Rirlchner nach Tübingen an der Universität stönigsberg erledigre Lehrstuhl der Ehirnrgle
ist dem ordentlichen Professor und Direktor der chiru^ :'chen Ällnif der Universität Marburg Dr ^.ihur Läwen angeboten worden. Der ordentliche Professor Dr. med. Hermann Marr in Münster bat einen Auf als ord i:l ,er Profetlor ftlr Ohren-, Aasen- und Halsk: , :« ten an btt Universität Köln erholten. 21t. .1 ist ein geborener Wormser - Der Privatd-zent an der Greifswalder Univerfttät und Oaet» ft übten rat am dortigen staatlichen Gymnasium Dr. Dietrich M a h n k e hat eine Berutung als auherordentticher Professor (persönliches Orbi- ixrrlat) für Philvfophie ar Mt Univerluät Marburg erhalten — Der nichtbeo.ntcte aicherordentlich, Profeffor D. Julius «Stinte- wind in Halle a d S. hat einen Auf al» auherordentlicher Profefsor für 2Zeue» Testament an der Untvertttät GreisSwaId erhalttn -.00 er Augleiti zum perfönlichen Ordinariu? .0.»- crifben 'st — Ter D rektor der Ur rerlüä'»* biblivthek in Halle a h. C. Professor Di stark Ehr ist Ist in gleitier Sgenschaft an die 6taaV - unb Un.l>Mitä r »bl bliothek m Breslau als 'Hatifolger des nach Franksurk a. M berufenen Direktor» Dr Aiti^rd Oehler vettetzt worden, um Aachsolger de» Direktors str-fettor Christ wurde Dr (Sari 2D , n b e l. bi. jer Direktor der Staats- unb UntversitärShib^of? k n Ä 5 n t g » - berg, berufen. Dr. Mendels Aachfolger Wick» Dr. stark Dtefch, bisher Direkror der Tech- nftchen Hochfchule in 6 f> 1 r I o 11 e n b u r g. — Prof. D Lullus Schn iewind in Halle bet den an Ihn ergangenen Aus alS pettömicher Ordinarius für Aeues Testament nach Greifswald alS Aachsolgor von Detheirer anorrumunnL — Der Oberbiblipt&efar an der Bah r tchen StaatSKbliothek in München Dr. Mil Holm A t e d n e r wurde zum Direktor der Bibliothek der 2Eün4xmcr Technischen Hochschule ernannt Er tritt an Stelle des am 1. Oktober in den Auhestand getretenen Direktors Prof Dr Brunn. — Pro' Dr. Brendel hat für da- Mlnter- femesler 1927 28 entsprechend dem vom Mirrfter für Miflmschaft stunst unb Bolksbikdung erhol« lenen Auftrage. daS 5o4» der Astronomie unb der Beck i cherungswi sienscha ft an der Universität Frankfurt a. M. tn Dorlesimgen und Hebungen Kd vertreten unb die Leitung der Sternwarte begatten.


