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nafrme ber giert ju beschleunigen. ntufRt aber später bk ^altetaue schnell durchs chneiben, um zu verhinbem, daß es mit in bie Tiefe gezogen ttnitbe. Der Kapitän wurde zu­letzt aus der Kommandobrücke gefeben. AlS die .Mafalda" umfchlug. rief er. ,W lebt Italiens-

Der Kampf um das neue Etudenienrecht. ter Hanptaudfchuß gegen die Verordnung tr. Beckers

Berlin. 27. Okt. (DB . Amtlich. Aach, dem der Staatsrat der StciutZmrTnsterialverorv- - ung über die Bildung von Studenten­schaften nuoeftinant hat, ift vom Kultusminister Dr. Becker bas neue Stubentenrecht soeben den preußischen wissenschaftlichen Hochschulen über­mittelt worden. Der Minister hat in einem Be- q feiler Iah die näheren Anweisungen über die Ausführung bo« Abstimmungen bei den ein­zelnen Studentenschaften gegeben.

Der Hauptausschuh der deutschen Studentenschaft, der sich in Jena ver­sammelt hatte, um zu der neuen Ministerial- verordnung über die Bildung von Stubenten- 'chaften in Preußen Stellung zu nehmen, nahm gegen die Stimmen der Kreisleider V und X eine Erklärung an. in der eS heißt: Der Haupt- au-schuh der Deutschen Studenten schalt steht auf dem Standpunkt, daß die preußische Verordnung über die Aeubildung von Studentenschasten so­wohl für die Deutsche StubentenschaÜ als auch für die preußischen Studentenschaften unan­nehmbar ist. Der HauptauLchuß bet Deut« lchen Studentenschaft macht sich die grundsätzliche Stellungnahme deS Vorstandes der Deutschen Studentenschaft, wie sie in dem Anruf de» Dor- standes vorn 18. Oktober 1027 zur Frage der Aeubildung der preußischen Studentenschaften zum Ausdruck kommt, vollinhaltlich. zu eigen. Damit ist der Deutschen Studentenschaft ein klarer Ä7orgezeichnet. Der CDorftanb wird unver- die entsprechenden Richtlinien an die einzelnen Studentenschaften geben.

Waldecks Anschluß an Preußen.

Günstiges Ergebnis der Verhandlungen.

Kassel, 27. Oft. (Wolfs.) Die zwischen ben Vertretern be» pveuhischen Ministerium» unrb der Walbecker Landesregierung geführten Ver­handlungen über die Anschlußfeage haben einen für alle Teile befriedigenden Abschluß ge- funben, so baf) der Anschluß, wenn nicht urrDcxt» bergekbene Ereignisse eintreten, aU gefiebert gelten kann Al» Ergebnis der Verhcmblungsn ist in Aussicht genommen, bas Land Waldeck an der Weise an Preußen anzuschließen, baß zunächst die bestehenden Waldeckschen Kreise auf bte Dauer von zehn Jahren aufrecht­erhalten bleiben. Um bo» beträchtliche Staatsvermögen den bisherigen Bewoh­nern von Waldeck zu sichern, wirb «n befer»» deoer Zweckverband gegründet, auf den bte» ses Vermögen zum gröberen $eU übergeht. <Mn erheblicher Xel der StaatSsvrsten, bte HLste der Domänen und das Bad Wil- dungen werden an den Staat Preuhen fallen mit der Maßgabe, dah dem Zu^ckveroand cfe Teil der Einkünfte des BadabetrtebeS auf eine Reihe von Jahren und später eine Be­teiligung an dem Bad gesichert bfefet Die befenhert für Kassel wichtige Frage, wel­chen Provinzen und welchen Bezirken Wate deck zufällt, ist noch offen gelaßen worden, weil sich in letzter Zeit veveinzeit Stimmen gegen der. Zunächst für selbstverständlich gehaltenen An­schluß an den Bezirk Kassel geltend machen.

PreußenIm AeichSrat.

Berlin. 27. Oft. (WTD.) In einer zwi­schen dem preußischen Ministerpräsiden­ten und den preußischen Provinzialbe- vollmächtigten zum ReickSrat ftattge­habten Besprechung legte der Ministerpräsident den Provin-lalvertretern die Wünsche dec Staats- regicrung über eine einheitliche Stimm­abgabe der preußischen Stimmen im ReichSrat dar. ör versprach, den geäußerten Wünschen der Provinzialvertreter, die da» gleiche Ziel im Auge haben, gerecht zu werden. Da» Sraeb- nt» der Aussprache war, daß die Vorbe­sprechungen. die regelmäßig vor den Dlenar- sitzunaen be» Reichsrat» im StaatSmimsterium mit den Provinzialbevollmächtigten ftattfinden, wieder aufgenommen werden. Damit scheint der Konflikt zwischen Staatsregierung und Provinzen wegen der verschiedenen Stimmabgabe bei btt Abstimmung über bas Reichsschulgesetz beigelegt.

Oer Kampf um die Todesstrafe.

Aus dem Rechtsausschuß des Reichstags.

Berlin. 27. Oft. (D. D. 3.) Der Strafrechts- .usichuh bei Reichstages setzte die Beratung über bN Todesstrafe fert Abg Hülletn (Kom.): Die Kommunisten ftnb grundsätzliche Gegner der Todesstrafe im kapitalisti­schen Staat. (Aho-Rufe und grohe Hefter- tee.'j Die Sozialdemokraten haben nut an die Rührseligkeit appelliert. Erst im sozfelistischen Staat werd die Voraussetzung für Verbrechen überhaucht wesentlich sein. In Sowietruß- l a n d »ft die Todesstrafe ein llnterorüctung»- miftet der imgeheiwtn Mehrheit beS Vol!<s gegenüber bet Konterrevolution und deshalb noch notwendig. (3uruf: Wie groß ist die Kommunistische Partei in Rußland?) Abg. Land»berg lSoz.N 700 000 zu 30 Millionen. (Drohe Heiterkeit.)

Dors. D. Dr. Kahl (O. D).

Die Fvage der Aufrechterhaltung ober Ab­schaffung bet Todesstrafe ist mir beute keine Prinzipienfrage. Ich bin tetn glühender, mxp weniger begeisterter Anhänger der Todes­strafe. Die Frage ist eine Frage der gefchtchd- lichen ®ntto,.cfhmg und der Evolution. Tl-tberer- seits muh ich e» aus bas bestimmteste ablehnen, baß diese Frage als eine Kulturfrage behandelt wird und baß man al» Träger der Barbarei be­zeichnet wird, wenn man heute noch Anhänger Der Todesstrafe oft. Für mich ist die ganze Frage eine Frage der Zweckmäßigkeit, ge­messen an dem Mahftabe des ©efamtflcate». Soll man es verantworten formen, daß der Staat schon heut? auf bas äußerste Strafmittel in äußersten Fäsben verzichtet'? Der Stand der Kriminalität e-nnöglicht es mir nicht, jetzt für den Verzicht auf diese» äußerste Strafmittel cm- xuhteten. (Stegen den Vollzug an Jugend­lichen unter 21 Iahven habe ich bereit» ge­sprochen.

Reichsjustizminister Hergt begründet den Vorschlag, bfe Todesstrafe für das Verbrechen de» Mordes beizubehal- ten, denn es handele sich um die Frage, ob die Zeit gekommen fei, schlechthin auf das Straf­

mittel zu verzichten, öinen solchen Entschluß dürfe man ruhig fassen, wenn man sicher fei. daß die Abschattung der Todesstrafe nicht zu einer Stei­gerung der Mordtaten, zur Vernichtung des Lebens Unschuldiger führe. Die Oegner der Todesstrafe feien daher verpflichtet, den Beweis xu erbringen, dah die Todesstrafe lerne ab- schreckende Kraft habe. Ein solcher Beweis lasse sich mit statistischen Zahlen nicht führen. Das eine aber gehe auS der Statt 1ttf für Deutsch­land unzweideutig hervor, dah man in der Poaeis der Begnadigungen in einer Reihe von Fällen den Vollzug der Todesstrafe für unerläßlich ge­halten hat. Aber auch vom Standpunkte der ge­rechten Vergeltung und der Sühne sei die Todesstrafe zur Zeit nicht entbehrlich Zur Zeit müsse man sich damit begnügen, die starre Straf­androhung de» geltenden Gesetze». wonach bei Mord unbedingt auf Todesstrafe erkannt werden muh, durch Zulassung mildernder Um­stände zu mildern. Daneben weckte auch in Zukunft bas Gnadenrecht fertbefielen, dessen Handhabung schon unter bet Herrschaft de» gel­tenden Rechts jede Gewähr dafür biete, baß die Vollstreckung eines TodeSurtei.S nur in den aller- schwersten Fällen und nur ba erfolge, wo jede Gefahr eines Justizirrtums nach menschlichem ®rmef*en ausgeschlossen sei.

Preußischer Ministerialrat Schaefer gibt eine Statistik der 2 u ft i z i r r t ü m e r. In den letzten acht Jahren sei 51 Personen eine Ent­schädigung wegen Justizirrtum- gewährt worden, darunter fei nur in vier Fällen auf Zuchthaus erkannt worden.

Abg. Saenger (Soz.) bemerkt, die Statistik beweise immerhin, dah die Abschaffung der Todesstrafe die Verbrechen nicht vermehrt habe. 20 bis 30 Jahre Zuchthaus feien ein mindestens ebenso großes Abschreckungsmittel.

Abg. Dr. Hanemann (Dn.) wendet sich dagegen, daß die Verhängung der Todesstrafe an da- 22. Jahr geknüpft werde, angesichts de» Falles, daß kürzlich zwei 18- und 19jährige eine Familie kaltblütig und mit Vorsatz ermordeten. Die Todesstrafe sei in Deutschland nicht zu ent­behren.

Oie rumänische Giaaiskrisis.

Wiederholt ist in letzter Zeit behauptet wor­ben, dah Rumänien vor einem neuen Umsturz stehe und bah bet Gxkronprinz 6a- rvl binnen kurzem au» Pari» wieder in feine Heimat «urücfMyren werde. Bisher ist weder die erhoffte Revolution erngetreteri, noch hat der Kwnprmz fein Szil verlassen. Dennoch fcheimt er heute mehr denn je mit dem Gedanken zu spielen, nach Rumänien zurückzuckehven. Vorbe­reitungen mancher Art hierfür fermen seit fur- wn feftgefteCl werden. Einmal hat er, um der Stimmung des rumänischen DrÄes zu entsprechen, sein Verhältnis mit 5tau Lupe» c« g«1B ft zum anderen ernste Beziehungen zu rumänischen Parteien und Pollckkern ausgenonv- men, die allerdings durch die Verhaftung eines Kuriers nicht tauge geheim biteben und 'ch.- UL ift er noch in einem Ivrervftw mit fetev- I^chen Ansprüchen auf den Thron feiner Väter an die Oeffentfktifett getreten.

Bratianu. der tatsächlich mächtigste Mann Rumäniens, Ist darüber anscheinend etwas nervös geworden. ®r hat die Grenzen sperren lassen, den Telephon- und Telegramm verkehr mit dem AuSlande lahm gelegt und auch die Presse- zensur verschärft. Da» find zunächst ^vohl nur Vo-rs ichtSmasxrcgeln. um einer Getüchtebildung tonubeugciL Dennoch muß eS ausfallen, daß er zu solchen Maßnahmen geschritten ist. Vielleicht ist doch eine Bewegung im ®anqe, die wesentlich stärker ist als man ahnt und die es ihm ratsam erscheiioen läßt, den Rachrichten- und Meinungs­austausch zu erschweren, um dadurch seine Posi­tion zu erleichtern. Soweit wir aber auf Grund von zuverlässigen Berichten informiert sind, hat er nach wie vor das StaatSrudet fest in der Hand. Heer und Beamtenschaft stehen hinter ihm und seiner Partei, außerdem ift das Gros der Bevölkerung viel zu träge, um sich ernsthaft mit revolutionären Planen zu beschultigen. Gefähr­lich sind nur einzelne kleine Gruppen, die er jedoch bisher stets mit Erfolg zu bekämpfen ver­mochte. Carol» Aussichten, vielleicht schon in abfebbarer Zeit in Bukarest einztehen zu können, sind, soweit sich die Dinge übersehen lassen, ebenso trübe wie bisher.

Bratianus Abwehr.

Bukarest, 28. Oft. (TU.) Die rumänische Kammer hat noch einer Erklärung des Minister- Präsidenten Bratianu eine Vertrauen»- c r r I ä r u n g für bie Regierung angenommen Bra- Manu stellte fest, daß die Regierung eine Ver­schwörung aufgebedt habe. Jever, ber aegen bie bestchenbe Thronorbnung arbeite, bie durch ben Verzicht Carol» zustandegekommen fei, müsse al» Staatsfetnd gelten. Der Kbgeorbnete ber nationalen Bauernpartei, ManIu stellte fest, baß Tarol aus- brückllch erflärt habe, daß er k e I n Thronprätendent sei, wohl aber bem Ruse be» Londe» folgen würde. Die Frage, ob ffarol leinen Verzicht zurücknehmen wolle ober nicht, müße im Parlament beforochen werben. Bratianu wandle sich scharf gegen bie wr- klärung Manin«. Nacb ®eenblgung ber Debatte nahm bie Kammer schließlich die Bertrauen»ercklö- rung für bie Regierung an.

Maniu ist unter poNzelliche Kontrolle gestellt worben, jedoch gelang ee ihm, zu flüchten. Die Lage in Rumänien soll außerordentlich kritisch fein. Die Verbreitung von Schreckensnachrichten wirb burch ben Umftanb begünstigt, daß auf Verfügung ber Regierung bereits feit ;wei Tagen sowohl der Telephon- als auch der Telegraphenverkehr mit dem Ausland vollkommen unterbunden sind und nur amtliche Depeschen weitergeleitet werden. Der Chicago Tribüne* wird gemeldet, daß die (Bar­ni f o n e n in Siebenbürgen Befehl erhalten haben, für ben 1. November zu mobilisieren, wenn die nationale Bauernpartei in Alba Julio ihren Nationolkongr ß . hatten werbe. Allgemein nehme man an, daß bie Festnahme Ttanoltejcu» und bie von Bratianu ergriffenen mi! torischen Maßnah­men ben ersten wirklichen Versuch des Prinzen Ca rol, ben Thron zu gewinnen, vereitelt hätten. Weiter werbe angenommen, bah Prinz Caro! über eine starke Anhängerschasl Inner- haldde»Heerev oerfrge. Wenn Bratianu daher seine Drohung wehrmachen würbe, im Falle einer i beginnenben carolistilchen Bewegung ben Belage- rungsxuftanb zu verhängen, bann mürbe die» tu einer Spaltung de» Heere» führen, ba die Hälfte mit Carol gemeinsame Sache machen würde.

Zrantreich» Solschafler In Berlin.

Paris. 28 Oft (WTB. Funllpruch) Das -3<xLmar' erflärt in einer Befprvchnmg der Möglichkeit der Ersetzung des sranzöslschcn Bot­schaften» In Korn, Be» na r K daß evtl, der französische Bot^chafder in Berlin, be OK ar­ger le, feinen Posten mit dem des sranzösischen Botschafter» in Rom aus zu lau scheu wünsche. In diesem Falle würde entweder der Bot­schafter in Brüssel, Maurice Herbette, oder der Botschafter In Warschau. Laroche, ehe­maliger Ministeckaidkeklor im Ministerium be» Aeußern, für ben Berliner Posten in Frage kommen

Frankreichs Fundamentalirrium im Saargebiet.

Ein Kapitel Bersaitter -riedenükonf^rcnz.

Berlin. 27. Oft. (TU.) Als vorläusige» Er» gebm» jahrelanger, recht ichwienger tioridnmgcn verofsentlicht I^ef M. GSrgen ((Bens) unter dem TitelFrankreich» Fundamental,rrtum im Saar- gebiet* Broschüre eine Unterfudjuna. bte zuerst in ben ..Selben neften* erfdienen ist. t^r T,tel ist eigentlich mel ju barmlo» gf^emibtr dem bem Der- taffer einnhinbivei aeiungenen.'lathaxi». daß Frank­reich urahrend der Frfedensoerhmdlungen nur auf Grund einer adfichtlichen Fälschung örtfon und Ülopd George bestimmen tonnte da» bcirtfdx 5aargebiet unter sranzo ', fche Herrschaft zu ftellen Die Behiupnrng Cie- menceaue, daß e»,n dieser legend 150 (NX) Fran- jo'm gebe die nn Iichre 1V1S ?l breiten an ben Präs identen Pomcofe gcfchtckt ixibrn*. crux-rft (Ich al» eine absichtlich voreilige Fiktion, und wenn später, wofür jeder Nachweis fehlt, tat­

sächlich ein« größere Anzahl Unterschriften unter ber französischen Militarherrjchaft zustande gekommen sind, so hat man diese teil» erpreßt, teil» erschlichen, teils barb.ltc es sich um fremd st ämrnige Cinwanderer, be­sonder» Lothringer, und endlich hat man zu den Untcrschristen die jeweiligen Familienanoe- b ö i g_e n zugezahit, um eine möglichst grvhe ,>chl vonTaarfraitwfen* zu konstruieren. Die Bro- schüre zeichnet sich durch eine beinahe afabemifdx 'Jrtbenlct)aftdofigfed unb Sachlichkeit au», und darin liegt ihr besonderer Den.

Wied« einmal die Sesadnng-flLerdell »gefShrde^.

Mainz. 27. Oft. (TU.) In der letzten Sit­zung be» franzöltschen Milltärpoltzciverufung»- gerich:» wurde gegen ein junges Mädchen au» Hattersheim a M. verbandelt da­von seinem Vater eine Anzahl alt 4>i n cf i - scher Waffen von hohem Kunftwen al» Fa- milienfchatz geerbt hatte. Sie tmirb? wegen Befttze » .gefährlicher Waffen" zu einer Geldstrafe und zur Beschl-gnahme der Wallen verurteilt. Da bem Bert tbigcr ein Rechtsmittel gegen bas Urteil des Appella- tionsgerichtes nicht mehr zusteht. Hal er sich um ber Familie den Kunstschatz >u erhaltcm, an ben Gerichtsh^-rrerv. b-.m Oberkommandie­renden der französischen Rheinarmee, gcaxmM Gin blohgestettter VaterlandSven-aier.

Ess««, 27. Okt. (AU.) Der Kaufmann Willy Ziegler aus Efen hat den Verfasser des be­kannten Buches3 n Ketten vom Ruhr­gebiet nach St. Martin de Re". Edlen von Oettinger, wegen Beleidigung verklagt, weil

dieser chn bcS Baterlandsverrats be­schuldigt hatte. Der Verfasser hatte Ziegler in fe nem Buche a l S berüchtigten Spitzel in französischen Diensten dar gestellt. Zahlreiche Zeugen, darunter auch veidensgenollen von St. OHartm de. wurden vernommen. An­den Zeugmau^agen ging clntoanöfrei hervor daß Ziegler sich al» Spitzel und Agent für Frankreich zum Schaden feinet Lands- leute hergegeben hatte. Darum erkannte daS ' Gericht auf Freisprechung Oettingers und kennzeichnete in der Urtel Isdegrünbung das nichtswürdige Verhalten des Ziegler während der Befetzungszett.

Aus aller Wett.

Ta» Eisenbahnunglück bei Lerajewo

Aus der Herzegowlnischen Bergbahnstrecke er­eignete sich In ber Nähe von M o st a r bei der Sta­tion Bradina eine Eisenbahnkatastropde, deren Folgen glücklicherweise dadurch abge- schwächt wurden, daß es sich um einen Güter- zug handelte. Unter dem mit zwei Lokomotiven beipannten Zuge stürzte bie über einen 50 Meter tiefen Adgrund führende Brücke ein. Der Loko­motivführer und ein Bremser wurden getötet, ein Heizer lebensgefährlich verletzt Der Material­schaden ist außerordent.ich groß. In den späten Nachtstunden hatte sich in Belgrad die alarmierenbe Nachricht verbreitet daß der Mostarer Per­son en zu g verunglückt wäre und mehr al» 200 Tote }u beflogen leien Erst am Morgen wurde diese Hiob>dotichast dementiert. Die an die Unglütf»hätte entsandte IInterfuchungskomnnssion hat feftgrftcQt. daß die Brücke, die unter ber Loft be» Äuierzuge« ju(ammenbrad), schon seit längerer Zeit

schadhaft war, daß jedoch wegen Mangel» ai Gerüsten die notwendigen Reparaturen nicht vor­genommen werden konnten.

Intel neue Robelprei»träger.

DaS i'cbrerfoüegiurr. des 5arolmfla-3nfft- turs tn Stockholm beschloß, bem Prvftllor Jo­hannes 3 t big er an brr UrntteVitüt Koben- Sagen, als dem Entdecker beS Spiroceoakarzi- noms. ben -loöeLprn? in Phykiofegte und Me­dizin für das Jahr 1926 unb bän Profefk« Iultus Wagner von Iauregg an d« Un'verfttät Wien als bem Enrbecker ber Be­deutung ber Malariaimpfung bei Dementia paeo» lvtica ben Nobelpreis tn Phtzstolvg^e unb Me­dizin für daS Jahr 1927 zu er!eifer

Scisehung de» Fürsten von Hohevzollern.

Die Leiche des kärz.ich pecstorbenen Fürste» Wilhelm von Hohenzollern wurde aestem vor- mittag tn der Familiengruft tn ber Erlöfeckirche in Sigmaringen leierlich deigefetz: '3ry bifchof Dr Karl Fritz. Freiburg, »clebdertt ein Reauiem Die Gedenkrede hieft Pater Al­brecht Graf von Reipperg von be- Bene- bekttner-Abtei Beuron. Dem Sarg« folgten aus dem Wege zur Gruft u. a. Fückt Friedrich von .^ohen.zollern mit Gemahlin, Prinz Franz Jo­seph von Hohenzollern mit Gemahlin, der frü­here König August von Sachlen Prinz Rupprecht von Bayern, der frühere deutsche Kronprinz und der ehemalige König Ma­nuel von Portugal.

wieviel ißt der Mensch, bi» er 70 Jahre all ist?

Man hat berechnet bah ein Mensch, ber ei aus 70 Jahre gebracht hat. während feines Lebens mehr als 20 Waggons Rahrungsrnittel verschlungen hak. d. h. die vollständige La­dung eines ganzen Güterzuges Und in der Tat wiegt bas tägl che Rahrungsquantum eines Menschen 3.2 Kilogramm. Wenn man nun die 25 350 Tage einer ZOjdbr.gen Lebensdauer mit den 3.2 Kilo multchllziert. erhält man eine Gesamtsumme von 81 7(X) Kilo.

Ein ungewöhnlicher Unfall.

In Bethnal Green in London sammelte sich eine große Menschenmenge vor dem Schaufenster eines KonfcktionsgeschÜste» an. um eine neu­artige Re kl am e zu betrachten, bte bartn bestand, dah aus einem dunklen Wandschirm die beiden In Seidenstrümpse gehüllten Beine eines jungen Mädchens sichtbar waren, bie Eharleston-Schritte aus führten. Beim Pastieren eines Autobusses entstand plötzlich alte gemetne» Gedränge unb die zu vvrberst St ehenden wurden burch die Glasscheiben in bie Auslagen hineingestohen. 20 Pcrfvnen wurden verletzt.

Beat fianbibaten fflr bie hesfifche LanolaaSwahl.

Darmstadt. 27. Okt. ITT1.1 Der He s- fische Landbund stellte für die Oanbiaal- wählen folgende Liste für Oberhefsen auf Dr. Georg von H« l m o l t. Rechtsamoalt tn Rieder- Wöllstadt: Wilhelm Fenchel, Landwirt in Oberhörgern: Dr. Heinrich Leuchtgen» tn Friedberg: Friedrich 3 oft, Landwirt tn '3er- mutshaiite Richard Wolf, Landwirt tw Afvlder- bad); Friedrich Wilhelm Stein. Landwirt in Stümpert enrod.

Der kommunlftifche Wahlvvrsch ag ntmif an erster Stelle die Rainen ® a l m, OffenbaH'. Angermeier. Groß-, .immtm. Wagner, Butzbach, von der Schmidt, Alsfeld unb Ha ma n n. Wiffhausen. Danach sind Dr Grei­ner und Frau Roth, die bekannten Führer bet Kommunisten in HEffen ansgeschieden.

Oie Wetterlage.

Donnerstag denZULZt \ ^abends.

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vUcrjuvautiaflc.

Di» öturrlafl» zeigt in den letzten Taaen «ent» Aenderung. Koch immer ist im Süden der hohe Lull' druck vorherrschend unb im Norden ziehen Störung»- gebiete vorüber, bi« unter milder Sudwestlu't Mittel- und Süddeutschlar.d ke n« Niederschläge, dagegen tn Norddeutschland zum il stärkere Niederschlage drin­gen. Ein neues wes v» «törungsgebiet wird, da e» die Tendenz hat. sich mehr südöstlich zu oer- hflfrn. auch unser Gediei beelnslusien. Io daß mit dem Austreten von Niederlchlägen zu rechnen Ift.

Wettervoraussage Deränberliche» Detter mit teitweisen Niederschlägen. Temperaturen nach vor­übergehendem germgem Rückgang wieder etwas an- fteioend

Ditterungsaussichten für Sonntag: Fortdauer be» veränderlichen Wetter».

Lufttemperaturen am 27. Oktober: mittag» 18,4 Grob Telsius. adenb» 13^ Grab Eelsiu»: am 28. Oft: moratn» 11,2 Grob Celsius Crdtrmperaturen I» 10 Zentimeter Tiefe am 27. Oktober: adenb» NI ,xrob Celsius, am 2L Oktober: morgen» 9,4 Grad Celsius Maximum 18,0 Grad Lelsiu», Minimum 10,4 Grab Celsius. Sonnenfchelndauer 6H Stunben.