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p»tzfche«»vta: 5ra»kfnrt gut Main 116M,
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
Druck U«d Verlag: Vrsthl'fche UitoerfWtts-Bidf» «6 Stetatraderti R. taiy te Gtetzen. SdfriftlcttxM beschaffrheie: 5ch»IRratz« 7.
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abe*rvö<itoei:
Dr Fnedr Wtlh L’anfc Derantw. rttich ftr Volttitt Dr Je wilh l’flBft; ftr ,3*11'611 on Dr ^.Toorwt; tir den fahrigen Teil reift StwiRt^etw: ftr den ttw jtigenlfl fturt ßtlmann, fämtlkft iw Gleften
Auslandverschuldung und Wirtschaftslage.
Reichsbankprasideni und Wirffchastsminister über die Konjunkturentwicklung.
'Berit», T7 Oft. (0M>3-l 3m Aaitot- -uFtchus, bet 7tekb«taget tmirbe d.e Autzfproche aber bk frnan*- unb TDrri^twhiMa« fortgesetzt 2ß>g. Dr. Allferbing «Vv-.l vielt et für notwendig, bei der Aufstellung bet nächsten Jtatt bte «gentoari.gt gute Konjunktur nicht alt aMolul facher zugrunde »u legen, unb auch für Deckung der aufterordentlichen Ausgaben -u krtgeru Dk Berwa ltungs- r e f o r m mftfle nun enblbch einmal mh Be- 'chleunigung in Angriff genommen werben. Die Selbstverwaltung ber Kommunen dürfte nicht aufgehoben werben. Die deutsche Wirtschaft bebürfe notwendig erweis« zu ihrem Ausbau bet Anleihen. Um diese abzustoppen, habe leibet btt Aeichtbankpräkbent eine Arihe von Maßnahmen ergriffen, die eine Bdrsenpanik erzeugt Hütten. Solche Wahnahmen seien auch wegen ihrer W rku ng auf das Ausland zu per- urteilen.
Hei(f)ttoirffd>ofteminifkr Dr. Surtius tflärte: Unsere Konjunkwr hänge sozusagen in xroet Ungein: auf der einen seife ber fi a u ff r a f L auf brr inberen «eite ber Kapilalverforgung. Die wieberuufnahnie von joft zwei Millionen Arbeitslosen m den Wittschaftsprozeh. bir i.'ohnkrhohungrn unb auch die Grbi'hun^ brr Beaintengedalter sichere von ber Leite ber fiauffraft aus die Konjunktur noch auf längere Zeit. Vie Preisbewegung habe sich keineswegs geänberi, die Preife beroegten sich vielmehr im großen unb ganzen nur langsam aufwärts. Ebenso schefne bk Depression be» Auslandes. bas für unseren Ssport in ft rage kommt, allmählich einer gewisien Auswärtsbewegung zu weichen. so bah. wenn unser Export wieder stärker werden muh. auch bas Ausland wieder kaut- !räf tiger wird. Aber auf ber anderen Seite lohten ber üonsunftur Schwierigkeiten au» ber 'trage der Kupitalbeschaffuna. Der deutsche .QapHalmarft allein ist keineswegs mehr in ber Lage, die Konjunktur zu sanieren. Es wirb auch weiterhin «ine Zufuhr von Luslandkapital zur Durd)<übrung der Aufgaben, die die Konjunktur lelll. notwendig fein Jedenfalls scheint es mir un- !läftlirt) zu fein, bah wir uns das gtgtnrodr- ■ t g e Auslandfreditvolumen erhalten.
le Bekiliaten muffen aber bie g r 8 h t e Dif- . i p 11 n üben, damit nicht auf dem Sirbiete des e r t r 6 u e n ba° bei jedem Kredit eine qrohe ifentliche Nolle spielt eine Krise eintritt Es ift .ldstverftündlich bah für unfere kurzfristige unb iingfriflige Aerschulbuna eine Venrauenskrife die rheerenbften Wirkungen haben wurde.
Vie Auskandverschuldung al» solche wird ihrer drohenden (Mahr entfielbtl. wenn man aof die äkonomischen (llründe zurückgehl, die sie herbei- qeführl haben Hach Brenblgung be» Ruhr- fampf-s bedurfte Veulfchland be» ausländischen fiaplfalflrome». um sein lerfldrle» Betrieb»* kapital wieder h^rzusiellen.
D»e langfristig'n Unkihen l etnuien 3.S5 ALl- tarben die kurzilifNipen xreixte 3.6 'Ililliarden. Tn ben 3^ IKUhar^r Ai^lanckanleihen stecken runb 2 i art-cn. Vie die Prinatwirtlchast auf- zenrmnnen hat Wenn man bcTvnft. bah bat yigentvrnbqcn ber Inbustrie 34.2 MUIiarben ctnlgt. so w.rb man maclxm müssen, bah bie 2lu<H dnbwr,<burbung in Hthe r^m 2 OHiiriarben •ür bie gesamte beiitkb- ID'.n'chatl perhAtnis- nühig gering ist. wird auck» bat ein« klar, dah untere W.rtfchasr in ga. keiner Weise «c- * Sorbet ist bah die Sicherheit über allen -rchnl^n ist DaS gkeiich' ^Ut auch für bie wn ser Wvntfdyn 5\anb aus gekommenen Anleihen. >a hinter ihnen bie grnje 5teuerfraft ber JBc- 'ölferuna steht. Unk re Autlanbfrvbite fmb im rrcchen unb gcinen produktiv per w a n b t ^»orDon Wenn immer auf bie De*ahr ber für*» 'rilligen Berfchulbuna inngewies-.m trtrb. so ruh betont werden, bay sich auch auf biesem, Gebiete eine durchaus normale <®nrri<flu:.a txMl- «ht. wenn man sie nicht durch eigene Adfci>- nnchirrvi tert 3um Schlust betonte brr Wim- rter. bah et darauf onfommc, 'm brr ffagen- pürHgen Lage bie 27 er Den zu bewahren inb fsch in dem 3ide zu oereurigen, btt @nt- x»;Äung der Wirlfchrft weder noch weiter an- «ufeuern, noch auch 're durch Paniken und Ärifci>- rocherrten «nun Absinken zu bringen. Auch der Aeparatrontagent stehe, soviel er w'-ffe, auf dem StanbpunN. bah bre Lage noch nicht 'rttisch fei. Wir konnten deshalb durch gemein* □me 3nftrengungen dre Konjunktur haften.
^eichsbankpräfident Dr. Schacht
Ich bin weit davon entfernt, zu leugnen. Sah die Gemeinden in Deutschland grohe produktive Aufgaben hätten. Das Problem liegt ■n der zentralen Kontrolle über die okalen Finanzen. Wan sollte auch ‘ür unsere künftige lokale Zinanzgebarung eine Form \u finden versuchen, bie dem englifqjen Beispiel räherkommt. 3d) darf betonen, bah bie Aeicht- 5anf sich niemalt und in keinem Fall einer Aufnahme von Auslanbanleihen durch bie Privatwirtschaft widersetzt hat. Die Sperre für Aus- andanleihen war nur gedacht um ausHupro- dirren wie die Senkung ber inländischen Zinssätze zu Ende 1926 und zu Beginn 1927 'ich auttoirhe. Wir haben in der Begründung ber Diskvntermähiaung im Januar ausdrücklich
erklärt, dah et sich hier um ein •«xrtment handele, dah man nun einmal aus probieren müsse, in welchem Umfange bet inländische Markt geeignet fei. den Kapitall^dars der deutschen Wirtschaft zu befrtebigen Dah der inlän- difche .Kapitalmarkt nicht so ganz steril war. sehen wir aut der Stattstik über die inländischen Smifsionen. Wenn der Aeichtdank etn Fehler vorzuwerfen ist. so ist es ber. dah wir den Diskont nicht früher herauffetzten. Aber
wir konnten, al» wir den vistont ermähigten. nicht wissen, dah da» Reich Lade Januar gAN) plötzlich mit einer 500-Milllouen Anleihe an den deutschen Kapitalmarkt appellieren würbe wenn wir von der Absicht der Begebung der Anleihe gemuht Höllen, hätten wir vielleicht überlegt, ob wir den 5-Prozent-vi»kont etablieren sollen.
Die Reichsbank hat sich jelbstverständlich dein Reich bei der Lmijsion der Anleihe nicht endz'ehen können. Sie hat psiichlgemäsi darauf hingewiefen. dah der dem Publikum zugennitete Betrag nach unserer Aus. sasiung ein zu gt öfter sei. Aber wir konnten un- möglich selber unsere Bedenken in der vefsentlichkett äuftern und muftlen stillschweigen au den Dorwür- kn. die auf die Beich-bank herunterhagelten. In den nächsten Monaien bab.n wir gesehen, da ft eine Ausschöpfung de» inländischen Kapitalmarktes nur eine en gbearenxte sein konnte. Wir bemerkten, baft die Banken erhebliche Beträge vom Auslandmarkt Hereinnahmen. 3d) habe Ende Februar bereit» die Banken daraus aufmerksam gemacht, baft der Hufbau einer Börsenkonjunktur, der ja in stärkstem Tlafte im ersten Halbjahr 1927 ftattfanb. lediglich aus dem Dege des K r e d i t s und noch dazu eines au», ländischen eine Sache fei, die Gefahren bringen müsse hinsichtlich der Liautditöt. Der Minister hat die kurzfristige Auslandverschulduna mit 3.6 Milliarden angegeben. Unfere Gesamtschatzung der ausländischen Berlchulduna «st nicht unter 10 Milliarden. Die Beichsdank hat sich nicht gegen BuMonbanleiftcn für die Wirtschaft und für die Gemeinden an sich gewandt, sondern ledigNch gegen da» Tempo und gegen die (R e • farnthöhederBerfchuldung. well die Rückwirkungen auf Me Währung doch ein sehr erhebliche» Gewicht haben.
Die Anträge ber Kommunen unb jum teil auch der Länder sind von ber Beratungsstelle oar nicht richtig einzuschützen. Man legt ihr ftnträqr vor. bie für produktive Zwecke bestimmt sind, über roa» baneben In der (Bcmeinbeoermallung sonst noch für unproduktive, unerwünschte, enl- Icbrlidx ober nicht dringliche Anlagen ausac- ueben wird, entzieht sich der Beurteilung der Beratungsstelle. Darum ist sie nicht imstande, ba» Problem zu läsen. Sie muh so rasch wie möglich befelflqt werden, wenn an ihre Stelle eine zentrale Kontrolle tritt, die über die ganze Finanzoerwailung eine gewisse Oberaufsicht rührt.
Ich verstehe nicht, warum über die Diskontderaus- feftunq der Reichsbank soviel Geichrei gemacht wird. Dte Reichsdank will keine Konfunkturpolitik treiben, aber wir können auch unmöglich die Konjunktur dadurch fordern, baft wir künstlich Geld machen. Die Rcichst'ank hat n.cht konjunkturpolltifche, sondern währungspolitisch, Aufgaben Sie bat bie KaufkraftderMark nicht nur gegenüber bem Auslande, sondern auch im 3nlanbe in einer gewisien Stabilität zu erhalten. In den breitesten Streifen be» ßairnpublifume und der Käuferichichten werden immer Befürchtungen laut in der Richtung, baft wir vor einer Inflation von der Geldseite her stehen €o lange die Reichsbank unabhängig ist, wird sie kich nicht ba.,u bergeben, irgendeine Inflation entstehen zu lasten. D.r haben biefe» Theater einmal gehabt, unb eine , Weitevorstellung wirb bf (llmml nld)t ftattfinben (Beifall ) ?Jbg. Dr ftiIcher (Dem.) erklärt, die Demokraten wurden die Befoldung »vor läge an- nehmen, sie müftten sich aber Anträge Vorbehalten über ein . Verteilung der Erhöhung und zum Aus.'ieich von Porten Das Krieasfchoden- f <h I u ft a e f e R erfülle nicht die berechtigten ^n- IfTaC*. ■ ?< r <?enbrd,aten hierfür müftten mindesten» 100 bis IV) Millionen in dem Etat neu ana.mieten werd.Die Regieruna müsie sich auch zu dem bemo- fratiichen Hnf-g aufbetfereflleinrentner- f ü r f o r g e äuftern Die Lohnsteuer wüste ae- mildert werden Es bestehe auch noch immer Un- gefefte» Die Regierung müsi, erklär,", was st, getan habe, um den ge’orberten Abbau der e alfteuern in Ländern und Gemeinden fcunh- zusetzen. Da- Lteueroereinheitlichunasgefep. bringe in > e'er Richtung nichts Die in der Den'fchrist be» stanfabunde» gegebenen Anregungen tollten bester - -achtel werden
-Der amerttanstche AnleiHemartt.
Äererinbuftf« der dertlichen Anleihen in Aenyork
Eigene Drahuncldung des „Gieftener Anzeigers^.
Berlin. 23. Oft ^zweifelhaft h^ r*t> in Ihm letzten Tagen infolge der vielen Ber- Dffcn:rxdnmi*en über die deutschem F.nfragen, nicht zuletz: aber durch die DiSkustion aber den Meinungsaustausch zwilchen dem AeparUtonS- aaenten uni> dem AetchSfinatrzm77n »er Dr. Koh- ItT ber jTTKTTfOTitidxm Oekkenrstchlett eine ge
wiss« Beunruhigung bcmächeiat. di« auch auf den amerllanifchen Chm”tr»n»nx.rrt von 3m- stich ist. öine Folge davon ist. dah die Kurs« der deutschen Anleihen, und zwar so- idoCH der äfsenlüchen. wie der privaten, in den letzten Tagen erhebliche Kurtzeinbuhen zu verzrtchnen hatten. Man rauft jedoch hierbei auch berücksichtigen, thift die Acuvorrer Börse tn letzter Fei: allgemein eine ichwere Krise gehabt hat iuch andere WerU>.pierc. u a. hochwertige arnerikmiifche Indusrricaktten, find im Kurse ft .rf Aur.. geganaen W«>m man zurucksteht so sind die erflei Hemmungen durch die Sri
der Auslegung d« Preuftifchen Anleihe auf getreten, mrd dazu kommt gegenwärtig nrck> eine esunahine der Anzeichen für einen Kon - junkturumschw ng in den Bereinigten Staaten selbst der st-lbftv -rsländlich und Kapitalmarkt in M^tieidenschast z «ht Bon deutschen öst«n!lich-retf>tlichen Kreditanstalten führen zur 3ett die Deutsche Aentenbankkr.-dit- anftalt. die Deutsche Dtrozenirale und die Preußische L'anhe#b' Tnhbridan ita 11 Berta iMun- acn. deren Aöichluft unter den obwaltenden Umständen nur schwer abzusehen ist.
Ein ^inanzdistaior.
Dir künftige -inanzpolitit der Rcgicrungtzkoalikion
Berlin. 28. Oft. (Drio.-tel) Vonaerstag. nachmittag trat brr Interfraktionelle Ansschatz der K e g l e r ■ n g • p a r t r l e n In Reichstag zusammen, am ans örunb der Reden Dr. Kähler», Dr. Curlln»* and Dr Schacht» za der Jinan i- and Wirtschaftspolitik ber Regierung Stellung zu nehmen. Die Besprechungen. In denen naturgemäß da» Schicksal der nenen Gesetzesvorlagen bte Hauptrolle spielt, wurden noch nicht zum Abschlutz gebracht. E» konnte aber die weitgehende Aeberelnfllmmung ans ben In Frage stehenden Gebieten feftgeMt werden. Die Äoafltionnparteien sinb entschlossen, bie Maszvah- men, bie eine Jertbeuer ber Koujunktnr zu gewährleisten geeignet sind, weiter,nsllh- r e n Sie wollen an ber Srunbstnle brr Jinany Politik — Sparsamkeit, aber Durchführung der In Angriff genommrven Gesetze — fest halter Soweit Divergenzen bestehen, tragen sie keinen grundsätzlichen Charakter. Cbenso sind Bestrebungen in ben Fraktionen Im Gange, die auf
eine Art J I n a k • l f I a I u r obsteten. — ähnlich brr vou Dr Schacht angeregten zentralen Kontrolle über bie Gemeinden
Die Ledensmii-elpreise.
Eine amtliche «uoiaiiung.
B e r 11 n . 27. Oft (ÖIB.) Bon befonbeert Seite wird ja einer Hingabe ber k) Irsch - Dunkerschen Gewerkschaften an bie Reichsregierung, in ber energische IHaftnahnn n gegen Pteisstelgerungen gesordrrt werben. Stellung genommen, C» wird habe» bi< .trage lisch, 71!-i< rl il brr ,ü •l'lrllrng dieser venkschrist zugrunde liege, baft bi, Preise |ür bie wichilgste-n RaHrung-mittel Brot. 5^1^ Kar- toffeln, Butter unb mild) feil Aiksang be- Jahre» durchschnittlich uni 2 0 bl» 2 5 Prozent gelt I e g e n seien <£» wird gegenüber dieser Behauptung daraus hlngewirser». das; der vorn Statistis t cn Reid)»amt für ba* ganze Rrich.<,ebir errechnete Lrnohrungslnbex im 3anuar 150,7 (1913 ■ 100 gerechnet!. Im Rlonat Dull 1504 unb im September 1'0 b betrage ch: T
UHpreil. tn Berlin fuhrt t n h . ■ '
n Amte- zu dem 6: : bt d
bie Preise für 5 I e I f ch gegenüber bem Dahre»» rgm nicht wesentlich oeränbert habet. die Preise für Roggenbrot. Bott-r und mild) ar etwa» hoher, baft anbererieit» aber dir Pr",e für Karlos,ein unb Zucker niedriger sind «i rnt 3anuar d 3.
3n diesem Zusammenhang wird tzervoraehoben. ' baft die Lrhäbung ber fklclnoerrauf»- ' preise — soweit eine solche überhaupt nodlrgl — ! oertzältni*mäftig ft ä rter ist, al» die Erhöhung ber I Preise, die brr candwirtschafl zu iieszen und bie Im (Brofthanbel vrriongt werb.-n. Do der Grofthanbeio- inbe< für iandwlrtschattiichc Erzeugnisse am 19. Of- tober im Durchschnitt nur 137F bd.ag. so MelM also gegenüber dem oUgemeinen tfenäbrengrInbef oon 150,6 eine Differenz von 13 Punkten.
Gegenüber dem ktluwei» In der (Eingabe de» Ge- werkstchastsringe» auf die peiserhähenben Wirkungen der Kartelleund monopole wirb feflgrfltlll. baft sich bie Preise auf bem Ernährungoaebieie fast auvschiieftttch auf bem freien markte nach Angebot und Rachfrage bilden. E, wirb davor gewarnt, au» lalfonmäftlg brqrunbelrn Preisschwankungen eine allgemeine Tendenz zur Slelgernnq der Cebev« mittripreife herzuleiten, da ■ burcf) ein: solche falsche Annahme die Im Tüarcn- I handel vielleicht vorhandene Rrigung verstärkt I werden könnte.
Die Schiffökaiastwphe vor Bahia.
Die Berichte der lleberlebenden der ,prinripeffa Mafalda^.
R i o be Janeiro, 27. Oh. (Wolfs) Au, den ftnrs''prüchcn der jur Rettung der „vrinctpeffa Tiafclba* f>erbngeeilten Dampfer ist zu entnehmen, duft kurz, Zeit, bevor da» Unglück geschch, bie Mehr« :h| ber Fahrgäste, namcnrttrt) die Auswanderer, nachdem he ihr Abendessen eingenommen hatten, mit Vorbereitungen für bi# am nächsten Tage bevorstehende Landung brichöt- tigt war. Diele nahmen auch an einer Feier aus
Abrolh,
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3nkift des beinen kurzem erwartenden Chntref- ;ens n Argentinien :etL Ais das schiff plötzitch «r- ichütiert und zum galten aebr^ch» wurde, als ob aus: der Tanz wurde jäh abgebrochen und Ruse de; schreckens wurden laut. Die Ruhe des Kapiwn» jnb bie Gewandtheit, tmf ber die Wann- 'drai; tue Fahrgäste in bi, Boote und auf Flöhe bracht, verhinderten den Ausbruch einer ernstlichen I-n:’ Immerhin spielten sich Herzzerrei- ftenbe Sze n en ab. ats bei der Lerte.lung ber Fahrgaste auf bie einzelnen Boote Familien a u s c n a n d e r ge r i s s e n wurden. Dirie Fahr- gäfli konnten auch nur nut Mühe davon abgehalten DcrX-n. ihre Habseligkeiten z u retten. D*e 5chris5rnoen^ure suchten mutierroeü, bie 11 r • fache de» Sinken» MhmfieBen. Auf di, barm
ausgriinbten SOS ■ Rufe folgten bange Mm.ilcn, bi» b<e ..Efbena", ,,Mc»iello' >nd „Empire Star* antworteten unb schiieftlich in Sicht kamen. Kurz nach ihrer Ankunft crfotgle bie Explosion auf der , principesia Der „ftormos. *
gelang es, trotz der Dimkeiheit sich an bem sinken- den anjulepen, wodurch dir Rettung
jehr beschleunigt wurde ba sie direkt von Deck zu Deck möglich war.
Tie .Associated Preß" meldet autz Bahia (iin* zclheiten aus den Bertchton der von bem Dampfer .Moselle' geretteten Mitglieder der Besatzung ber .Mafalda". Danach sind vier Gchisf- brüchige. nachdem sie von der .TRofelk' gerettet nxir.n vor Erschöpfung gestorben. Man besürchtot. dah noch viele der 0cretteten der Erschöpfung erliegen werden. Dic Geretteten äuftenen die Ansicht, das) etwa 600 bi- SCO Personen um- Leben gekommen seien. Der Kapitän ber .Moielle ichätzt die Zahl bet Ertrunkenen auf 400. Die .Moselle" rettete nur vnei Passagiere t»er elften Klasse. Der Kapitän und die Junker ber .Mafalda" blieben a n Bord, bi- ba» Schiff unterging. Man Weitz r.;.St. ob der Kapitän ertrank, man trift nur, haft er noch vor dem Untergang Brietz'? erteilte. Sic Angstschreie ber auf ben Wollen i.ribenben Frauen unb Kinder seien furr >ar gewesen Die .Astodated Preft" berichLet to» : -r Erzühlun- g en von Ueberlebenben brr .'JRaf-lba**: war am 21benb deS 2S. Oktober Wir hatten gute Fahrt. *ie Decks waren von den > a* gieren gefüllt Plötzlich vernahm man aub bem «dchiffsinnern ein Krachen unb bat 7t au» chen einttrömenbe n Daffer- Gleich barauf folgte eine furchtbare Explosion, welche die Dalontz unb frte Kabinen der ersten Klaste zertrümmerte Etz brach eine Panik aus. Einige Pastagiere sprangen über Bord. Schließlich gelang etz bem Kapitän, beilm hervifche Haltung von allen ger>ririen wirb bte Pastagiere zu beruhigen. Die .Mafalda' 'Lw'mm dann noch 21 Stunden unb ging bann um 8.40 Uftr unter. Das elektrisch e Licht versagte sofort nach der Erplosion. Al- bie Aet- tungtzdampfer angekommen Warrn, richteten fle die Scheinwerfer au’ das Wasier, fo taft bie Bejahungen ber Aeltunatzboote bie ®rtrin- lenden bergen tonnten. Ein ÄettungSschifs machte bire# neben ber .IRtrialba” fest, um die lieber»


