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bar, den die sozialistische Portei. von dem Lächeln Löon Blums geführt. In der Richtung nach MoskauJTJdftltg: har .

Das ..Journal des Debüt#" schreibt: TBte kann man von bet soziailftischen Partei, Die b i e Revolution zum Ziele hat. hie die Kriege mit allen Mitteln verhindern w,U. die keine ausschließlich nationale Sorge aner« kennt, der rt vor allen Dingen auf den Inter- «rrtionalismus anlommt. die gegen Aufrecht­erhaltung der Grenzen und für die Völker- Verbrüderung um jeden Preis ift. ver­langen, daß ft« au einer Erörterung Stellung nimmt, in der sich ein ka-italiMscher Staat um seine Verteidigung kümmert? Denn man dem revolutionären und marriftischen So­zialismus auf den Grund geht, so wird man zu keiner Rechtfertigung der Militärgesetze ge­langen. Gründe des Gefühl# und der Palston veranlassen, daß gewisse Sozialisten sich um da# Vaterland kümmern; aber wie könnte die Dok­trin es ihnen gestatten? Hierin liegt der Kon­flikt. Der sozialistische Parteitag ist dem Kvn.slikt auS dem Wege gegangen. Er ist unfähig, eine Lösung zu geben.

Der Einheitsblock in Satiren,

ras neue Kabinett Held.

Berlin. 28. Juni. 3m Freistaat Sachsen ist nun endlich zur Tatsache geworden, was politische Phantasten in größerem Rahmen schon so oft angeftrebt haben: eine Regierung, die von den De u t f ch n a t i vn a l e n bis zu den Sozialdemokraten reicht Mit der einen Ginschränkung freilich, bah die os s Iz i e 11 e sächsische Sozialdemokratie nicht daran beteiligt ist. sichern nur die kleine altsozialtstische Gruppe unter der Führung be# Ministerpräsidenten Held Sie war im vorigen Landtag dieMehr- beit ter sozialdemokratischen Fraktion und hatte den Grof>blrck m t schufen Helsen, dem bie schwere Ausgabe übertragen bleibt, die Schäden de# Zeigner-Srperiments wieder einigermaßen auS- iugleichen Tei den Wahlen fi*Ibft verlor die Gruppe, de sich dank der zweideutigen Haltung der Berliner sozialdemokratischen Parteileitung aus der Par:ei hatte herauSdrängen lallen, bie nleifk'n ihrer Stimmen, aber trotzdem bleibt sie das Zünglein an der Waae, von ihr hing eS ab. ob In Sachsen ein radikaler Links­kurs in Anlehnung an die Aera Zelaner angc- fteuert werden oder eine gemäßigte Politik ge­trieben werden sollte, die alle anderen Parteien umfaßte, '. eil nur dadurch Überhaupt eine Mehr­heit zu schaffen war.

Die Deulschnatio nalen, bie natürlich schon aus Gründen der Agitation für die Mt- foziaiis^n zunächst das rote Tuch waren, paktier­ten sehr nun. indem sie sich nicht verdrängten, sondern sich bereit erklärten, eine Regierung der Mitte einschließlich der Altsoztalistcn zu stützen, ohne sich unmittelbar daran au beteili­gen; mit der Klausel, bah vom 1. Juli ab ihnen ein Ministersessel eingeräu mt werden sollte. Dazu waren die übrigen Parteien auch bereit. Als die Dinge aber so weit gediehen waren, kamen die Deutschnation.ilen plötzlich mit ar öfteren Anforderungen. Sie verlangten zwei Ministerien, und darunter drohte bie ganze Kon­stellation zu scheitern, bis nach wochenlangen Der- Handlungen die Deutschnationalen schließlich doch einen Pflock Aurudft edlen und sich mit einem Ministerium einverstanden erklärten.

Das neue Kabinett sieht etwa# merkwürdig aus: die kleine altsozialistische Partei hat zwei Ministerien, die übrigen Parteien je ein#, den Deutschnationalen ist die Wirtschaft zugefallen, auch die Aufwertungspartei ist mimftrabel ge­worden und besetzt das Justizministerium, wäh­rend die Wirtschaftspartei schon vorher die Finanzen übernommen hatte. Gs wird nicht ganz leicht sein, mit diesem Konglomerat von Parteien eine einheitliche Politik zu machen. Mer die Erkenntnis, bafj die politische ugD soziale Struk­tur Sachsens eben nur die Wahl hat zwischen einem solchen Block und einer radikalen Linken, wirb hoffentlich stark genug fein, um alle Widerstände au beseitigen und den Beweis zu erbringen, daß bei gutem Willen auch Deutschnationalö und Sozialdemokraten auf derselben Regierungs­bank sich wohl fühlen können. Ebenso wichtig ist es. bat) jetzt bie Wirtschaft-Partei und die Aufweitungspartei durch voälive Arbeit den Beweis ihrer Existenzberechtigung erbringen wollen. Sie werden nun zeigen müssen, ob sie mehr können, als Wahlagitation treiben. Unb von den Graebniiscn ihrer Regierung-tätig- feit in Sachsen wird viel davon abhängen, ob sie aus die Dauer die Möglichkeit haben, sich neben den alten politischen Parteien zu behaupten.

Deutscher Reichstag.

Annahme des LchiedSvertrag# mit Italien.

Berlin. 2k. Juni. Das als erster Gegen­stand auf der Tagesordnung stehende Kriegs» gerätegesetz wird auf Vorschlag des Prä­sidenten abgelebt. Präsident Löbe erklärt dazu, dieser Vorschlag entspreche einem Wunsche des Rcichsaußemninisters. der gestern abreifen muhte, aber etwaige Fragen -u diesem GZctz- cnlivutf selbst beantworten mochte SS folgt die Aweite.Beratung des deutsch-italienischen Vergleichs- und Schiedsgerichtsver- t v a g S.

Abg Dr. Schücking (Dein.) begrübt namens der deutschen Gruppe der Jnterparla- menlarischen Union den Ben rag als einen we­sentlichen Fortschritt In der Verbesserung der internationalen Beziehungen Deutschland könne stolz Darauf fein, da st es von allen Ländern hie meisten Schiedsgerichtsverträge abgeschlossen habe, mehr sogar als England Die Tatsache. Dab jetzt ein ganzes Retz solcher Ver­träge besteht, beweise, dast in der Welt der »edanke marschiert. Gs sei erfreulich, hab and in dieser Bewegung eine führende Stellung einnimmt

Abg Stöcker (Komm > betont demgegen­über. in Wirklichkeit sei dieser Vertrag nur ein geschickter imperialistischer Schachzug jJluflolinU und Stresemamis. um unter dem Segen Cham­berlains den Ring der kapitalistischen Mächte argen Sowjetrustland fester zu I(blieben. Die .Kreuzzeitung". das Organ einer Regierungspartei, erkläre auch schon, dast Deutsch­land Konflikte begrüben und ausnützen müsse Die deutsche Bourgeoisie habe jetzt längst die früheren scharfen Reden gegen Mussolini ver­gessen und wolle mit ihm zusammen eine neu- Neuliche Kolonialpolitik und imperialistische Po­litik durchführen MussoNni habe in letzter Zeit den Völkerbund geradezu verhohnepiepelt Die Kommunisten würden diese nBertrag obiebnen

Die Bsamtenbefoldung.

Aussprache im Haushallsausschutz.

Berlin. 27 Juni. OVDZ.) Der Haushalts- aus'chuh des Reichstag« bene« unter d-m Vor­sitz des Abg Heimann (So*.) bi« demokra­tischen. sozialdemokratischen und kommunistischen Anträge zur Beamten-Besoldung.

Mg. Steinkopf (Soz.) fordert, daß das Reich in der Beamtenbe'oldung führend bleibe. Sr fei von der preußischen sozialdemokra­tischen Fraktion beauftragt, für sie zu erklären, beb sie dem Vorgehen des Reiches fol­gen werde. Es gehe nicht an. wenn Badern immer eine Sonderstellung rinnehm« Dorge­gangen seien ja bereit# ohne Rücksicht auf das Reich Baden. Hornburg und Bremen. 5in Hin- ausfchieben bi# zum 1. Otto brr fei unerträglich. Der letzte Termin fei der l Juli

Abg Brodaus (Dem.) begründet den An­trag seiner Fraktion, mindestens ab 1. Juli 1927 Vorauszahlungen aus di« Erhöhungen folgen au lallen «vtl. werde lich die demo'ra- Nlche Fraktion mit dem 1. August als die cn Termin zufrieden geben.

Abg. Seppel (Soz.) bedauert, dast sich der Minister In der letzten Haushaltdauslchuß-Sit- Aung gegen die .hysterl'che"" Kundgebungen der Beamten gewandt hab« Wenn der Minister mit 180 Mk im Monat auskommen mühte, würde er wahrscheinlich gerade so hysterisch werden- D?r Antrag der Reg erungsParte.en sei ein« Dema­gogie

Abg. Qua ab (Dn.) erklärte. Die Differenz liege nur darin, kost bie Opposition Vor­schüsse für ein Vierteljahr verlangt. Die Die Regierung nicht zahlen zu können glaubt. Als Vertreter einer groben Partei warne ich die Beamten, sich von denen, die grundsätzlich Gegner des Berufsbeamtentums find, auf die Strafte locken zu laffen und die Grundfätze der Staatsautorität zu erschüttern. Ich scheue mich nicht, die Warnung den Beamten zuzu- rufen: Zurück vom Wege der Demago­gie! Zurück zum Wege der Befonnenheit! Eine gleiche Warnung ist an die Vertret er der Län­der zu richten. Der Redner sucht nachzuweisen, hab die Länder und Gemeinden sehr wohl in der Lage wären, die Kosten für Die Besol- dungserhöhung ihrer Beamten aufzubrinqen. DaS demagogische Auftreten bei her Beamten« Demonstration im Lustgarten unD Die dort ge­faxte Resolution werde die Regierung nicht ver­leiten, vom Wege der besonnenen Staatsklugheit abzugeben.

Abg Morath(D B.) erklärt, den Beamten werde fein Dienst erwiesen durch Die partei­politische Ausnutzung ihrer Notlage. Die erste Demonstration hungernder Beamten habe sich gegen den sozialdemokratischen Reichskanzler Bauer gerichtet. Mit Der Aufforderung Aur passiven Resistenz schlage man das Berufsbeamtentum tot. Die Re­gierungsparteien hätten durchaus den Wunsch, dah noch vor dem 1. Oktober den Beamten

etwas gegeben wird, wenn es die Finanzlage iraendwi« erlaubt.

Abg. Drob (Zrntr) weift die Angriffe gegen den IMniHer wegen Wendung von den.Hhstrnschm Kundgebungen- zurück Es wär« ja u? m'chenwert. wenn den Beamten vor dem 1. Oktober etwas gegeben werden fr.nie. aber richtiger fei es daft am 1. Oktober den Beamten «ine wirklich fühlbare Aufbesserung gewährt wird. Der Borwurf der Verzögerung dürfe doch r.cht gcrad« Dem Re ^rftnanzi ini't«: gemacht Merd." der al 3 erster leit dr, Iah ren eine fühlbare Befvldungsaufbesserung brin­gen will.

Abg Steinkopf kSoz.) erklärt, die sozial« demokratische Partei habe üt der Veranstal­tung der Beamtendemrnstraticm nichts zu tun gehabt. Der Veranstalter sei der Deutsche Br- amtenbunb gewesen, dem auch Wg Morath angehön. Preußen werd« keine Schwierigkeiten machen, wem das Reich schon vom 1. Juli den Beamten eine Aufbriserung gibt

Abg Dora! er (Komm.) be»eidbrtet die Er­klärungen der Landesfinanzminifter als unehrlich. Der v . he Finanzminister habe bei­

spielsweise schon seit dem 1. April 3!- bis 4 . Millionen für die Befoldungserjöhung be- reitgestellt. Die Behauptung der Länder sie hätten Bein Geld dafür, verfolg« allo nur den Zweck, vom Reich mehr Geld herauszu­schlagen

Abg Dr. Eremer (D. Bo.) erklärt, das bayerische Innenministerium habe durch die Bil­dung Don Lochterminifterien feinen P.rfonal- bestand feit dem Kriege vervierfacht Die Länder feilten dem Beispiel Braunschweigs sol- gen. daS mit Htlfe des Svarkoinmiffavs eine Rationalisierung der Verwaltung vor- nimmt.

Ministerialrat Sichart aus Sachfen - Es Ist ein gefährliches Mißverständnis, wenn hier der Standpunkt der Länder so bargcftellt wird, als trollten die Länder die BefoldungSerhöbung nicht mitmachen. wenn ihnen da# Reich nkfct die Mittel dazu gibt. Wir wollen es machen, aber wenn das Reich nicht eingreift. müssen wir es bis auf weiteres mit Schatzanweifungen machen.

Die Aussprache wird am Freitag fortgesetzt.

Die Hege ung der BeamtengehüUer in Baden.

Mannheim, 27. Juni. (WB.) Die badische Regierung beabsichtigt, die Gehälter sämtli­cher Beamten um 10 Prozent au erhöhen, und zwar mit Wirkung vom 1. Oktober dieses Jahres ab. Sine Vorlage über eine betätige Ge­haltserhöhung für Die Beamten der Gehalts­gruppen I bl#VI ist bereits dem Landtag zugegan­gen. Die beabsichtigte Erhöhung soll nun für alle Beamten durch geführt werden.

Abg. Dr. Breitf cheiD (Soz.) erklärt, eS gehöre eine große Phantasie dazu, Den Deutsch-italienischen Vertrag als ein Instrument neuDeutfcben Imperialismus' zu bezeichnen. Bon einem Einschwenken Deutschlands in Die anti- russische Front könne er ft recht keine ReDe fein. Die mit Rußland gejchloffenen Verträge von Rapallo und Berlin feien viel weitergehender als Der jetzige Bertrag mit Italien. Wir stimmen dem Bertrag zu. obgleich wir die schärssten Geg­ner Der italienischen Außen- und Innenpolitik sind. Wir wollen aber in Frieden und Freund­schaft mit dem italienischen Volk leben und hoffen, hab eine« Tages nicht mehr Mussolini unser Ver­tragspartner sein wird, sondern das italienische Boll.

Qtbg. Zrhr. v. Ab einbaben (D. 2p.) betont die Rotwendlgleit, in erster Linie mit allen Großmächten ein freundschastliches Ver­hältnis hcrzustellen. also auch mit Italien. Solche Vertrage seien die notwendige Ergän­zungoer Locarno-Politik. Italien stehe ebenso wie Deutschland vor dem schweren Pro­blem. seiner Bevölkerung Land und Arbeit zu verschossen. Hier gebe es bei gutem Willen viele gemeinsame Ausgaben. Gewisse Reden in Julien hätten freilich nicht die Lust au einem Zusammenarbeiten mit Italien in Deutschland gefördert. Keine Reden und keine Taten könnten aber Deutschland hindern, für Die deutschen Stammesbrüder auf italienischem Ge­biet einzutreten. Bon Der Verabschiedung Des neuen BertraaeS sei die Wirkung zu crhossen. Daß neue Wege für ein freunDfchaftliches deutsch- italicnifches Verhältnis gefunden werden.

Damit fchlieftt die Aussprache. Der deutsch- italienische Vertrag wird in zweiter und dritter Beratung angenommen. Hierauf folgte die zweite Beratung der

Novelle zur Pachlfchuhordnung.

Danach fall die am 30. September d I ablcufenDe Pachtschuhordnung bis zum 30. September 1929 verlängert werten. Der Ausschuß beantragt eine Aendcrung Dabin, daß bei Heuerling-verträ- gen die Frau^chilsspflicht wegiällt, sobald die Frauen durch Muttervflichten, Krankheit in der Familie und ähnliche Fälle an der Arbeit behin­dert werden.,

Mg. Tempel (Sca.) stimmt der Verlänge­rung au und begrüßt Die vom Ausschuß bean­tragte Verbesserung Der Redner beantragt, auch die jetzt ausgcnominenen Pachtverträge. Die zwi­schen dem 1 März 1924 und den 30. Sevtember 1925 abgeschlossen sind, der Pachtschutzordnung zu unterstellen.

Wg. Ronneburg (Dem.) bedauert, daß die Reichsregierung dem Reichstagsbeschluft nicht nachgekvmmen ist. der an Stelle des Provisoriums ein Dauergefetz über den Pachtschutz verlangte. Die Demokraten beantragten ebenso wie die S Demokraten Die Ausdehnung des Pachtfchutzes aus all« Verträge Weiter beantragten sie die Umwandlung der aus Roggenmark abge chlotsenen Pachtverträge auf Reichsmark

Sämtliche Aenderungsantrüge werden abge» lehnt Das Gesetz selbst wird unverändert in zwei­ter und dritter Leiung angenommen.«

Der sozialdemokratisch« Antrag über Mittei­lung der Ausfichtsratspostcn von Mit­gliedern des Reichstages an den Reichs- tagsprüsidenten geh! an den HauSh<»ltung-- au-schuft

l?9 folgt brr Bericht über Den 'ozialdeinotrattfchen Mntrog aus Kürzung der verforgungebezüge und

Acnderung De« Republikschutzgefetze«. Der Antrag fordert die

Streichung von Bezügen von Beamten und Mltltärpersoncn. bk an hochoerräterischen Umtrieben gegen die Republik teilgenommen haben

und deswegen rechtskräftig verurteilt wordsn sind. Die anderen Teil« des Antrages werden, soweit sie die Anrechnung von privaten Einkommen aus die Pensionen betreffen, dis zur Beratung der Besol- bungsorbnung zurückgeftellt. Der Ausschuß beantraat Ablehnung des Antrages bezüglich der 6trel« chuna der Pensionen.

Adg.Jt o ß m a n n (5oa.) begründet den fozial- bemofratildjen Antrag: Dieses Gesetz solle dem skan­dalösen Zustand ein Ende machen, daß Pensions- empiänger der Republik sich an die Spitze von Putschen gegen die Republik stellen. Der Putschisten. Häuptling Ehrhardt bekommt jährtid) rund 10 000 Mk., j)<3upt.nann B a b ft .4500 Mk.. Oberst Bauer 910 000 Mk. C u b e n D o r f f ijt aller- Dings nach Ansicht Der Deutschzn Gerichte mit einem besonderen Maßstab zu messen. General Lettow- Borbeck bekommt 18 000 Mk. Pension. Frau Kapp erhält Witwenrente. (Lebhaftes Mört! f)ört? links.) Der Abg. Frick und fein Freund Hriebel sind ebenso wie o. Lossow frei ausgegangen und be­kommen Pensionen. (Lärmende öurufe des Abg. Frick, Rat.-Soz.) Sein Freund Graf, Der beim ftitlcrpiufd) verwundet wurde, ist sogar als dienst- be|d)äoiat anerkannt worden. (Ttünnisches ftört! f)ört! Ruse links:Wo ist die Regierung, wo ist der Minister?") Eisner ist wirklich im Dienst von MorDerhmid niedergeknallt worden. Seine Witwe ist bis heute ohne Versorgung. (Lebhaftes Hörti fiört! links.)

Der Initiativantrag wird an den Ausschuß zurückverwiesen. Gs folgt die Beratung deS An­trages Lotbl (Bayr. 2p.) auf Beschränkung der Zahl der wirtschaftlichen Be­triebe deS Reiches und her anderen öffent­lichen Körperschaften. Der "Volkswirtschaftlich« Ausschuß hat fich im allgemeinen mit dem An­trag einverstairdcn erklärt.

Abg. Schmidt (Soz) bekä,'pft den Ent­wurf. Der größte Feind deS .Kleinhandel# und Kleingewerbes feien nicht Die öffentlichen Be­triebe, sondern t;t Großhandel und Die Konzerne.

21 pg. Loibl (Bayr Dp.) erklärt, fein An­trag richte sich nicht gegen die unbedingt not­wendigen ösfe'i'.lichcn Betriebe Die Auscehnung der alten Betrieb« der Krankenkalfen müsse verboten werden Die Krankenkassen lebten zum Teil vr>' den Beiträgen her Arbeitgeber und Dürften die Arbeitgeber nicht ruinieren.

Abg. Bi en er (Dn ) stimmt dem Vorredner zu. Betrachte man Dir Betätigung per Länder und Gemeinden al» eint Gefahr, so mülle er lager, noch gelährlicher für das Kleingewerbe hsbetriebe Bei einer laichen Be­tätigung komm« weiter nichts heraus als dir Btr|chl«ud«rung ösfenllicherMitlrl.

Adg. B a r t f ch a I (Sos 1 weift auf bie Kon­kurrenz der eigenen Sch.^eider^ibetried« der Reichsmarine und der Stettmachereien bei der Reichswehr hin.

Das Reichsschulgesetz.

Die parlamentarische Beftandlnng he# t4tjeyeniw»rfö.

Berlin, 28. Juni. (Prio. Tel) Dir 9rage, ob da» Rejchsfchulgefetz noch vor den Bommer« ierlen in erster Lesung vom Btitbstag erledigt wer den soll, ist noch offen. Am Moniagnachmittog hat

eine oertrauNche Ministerdesprechung über den ®(grnf:ar6 itongehinX*n unh auch Zk: inier- rrattior.eU« üusschuft der JkgierunflSpc.**.cien hat h-T) mit dem Prodlem weiter tti.t\i tut. är.dgüUic,.rt Be^chtuft üc;r die Fvemul e.unr ? : u: s c:rD

das ÄtiO)3?jbin.i:i erst nach der Ruckt. - 7 Dr. 5::e;;« marns <iu» Oslo jai^n. Es wirft c-!5) .er Pion er- wazen. fta» Gefetz in bc ylensrst'^ung fofor: an einen Ausschuß ju oeraxikr der es noch vi: den eonunrrftrien in ilngrtrf r. hm en könnt? La auch eine Beratung über da» eperrgtie« oarau»» lichttich im Plenum des Re.chilags nur: lUeiin^en wird, jo häl: m?n s Li pari.

für wahrfchrinlich. daft sic öonrrc.u de« Reichstages noch vor H i: t e Juli abg». schaffen werden kann. der ,.i,arro.'.i.S* w melden mti* w rd die Rc, tr. . j;, ? ,# v«r e oLonderu- n noch in freier Wo-v i.m

behandelt werden.

Die Rot

der deutschen Wissenschaft.

Sine Harumi he# Reichosinanzmmifter#.

Berlin. 27 Juni. (WV.) 3m Zuianen- bang mit den Befürchtungen wistenichsftstcher Gesellschaften wegen eryrt'licher Abstriche an den Zuwendungen für die WMenfchaft im kom­menden GtatSjahr hat R«ichSftnan»mini- fier Dr Köhler, der als langjähriger ba­discher Finanzminifter bei den badischen Unitwr» litäten ganz besonders anerkannte Beweis« für feine positive i n h «11 t^n g zu den Lebenssragen der deutschen Diffenf-ast erbracht bat. in einem Telegramm an den Senat der Kaiser-Wilhelm-Gescllichast Irin lebhaftes B e Dauern über die entstanden« Beunruhigung (um Ausdruck gebracht und von Senat und Mit- ghehcrverlammTunfl her Kniler-Wikhelm-Gc'«!^ ichast ein Danktelegramm für sein« beruhigenden Worte erhalten. Äon unterrichteter Serie wtb ferner mitgctrilt. daft der Rrtch^ftnansmintster zu der Höhe der Gtatsanfätze noch nicht Steilung genommen hat.

Aus aller Wett.

Schwere# Flieger-Unglück.

Landeshut, 28. Juni. (IDIB Zunkfpruch.) Bei stindelsftorf ft. Canbethui orrluthtc «firro nachmittag gegen 6 Ubr rin feonzol Ische« 3 I u g* j e u g . das fich infolge des nebligen weiter« verflogen hatte, die tleshangendm Wolfen maßen ,u durchbrechen. Zu Ipäl erkannte der Jüiinrr, daß er sich in einem hoben Wald bestand befand, und mit voller Wucht sauste bat Flugzeug durch die w«" Streichhölzer geknickten starken Bauniilämmt > Erde. Beide Jnfastcn rcuravn bl« z u r Unfenn.« IichkeIt verstümmelt, das .Fiugieug zertrüm­mert. Anscheinend handelt es fich del den relöl.ten um zwei französische stausieute. da unter den Trüm­mern Muster von Sribcnroartn. Perlen schnüren usiy. gesunden wurden.

Hindenburg nimmt seine« Sommersitz nicht in B-ilHelmöftüHe.

In her MagtstratSsttzunng machte Oberbür­germeister Stabiler Davon Mitteilung tast tr htn Wunsch des Biirgelbvndcs Katsel, Schloß WilHelmsHöH« möge hem ReichSvrä'identen als Sommtrsitz zur Berfüauna geh «.'ft werden, der- fönlich vorgetragen. $dcb#t'tälibent v Hinden­burg habe bei aNer Würdigung Des Kasieler Anerbietens gebeten, von der W :e.verso!gung Des Planes abzusthen. Der R ich präfi^.->,' hat ihm in Aussicht gestellt, bei sich bietender 6t- legenhrit der Stadt «inen Besuch abzustat.en.

Tie KSnigftbergcr Tagung bc# grauen, verein# vom Roten Kreuz für Teutfche über Lee.

Anläßlich der lotonlaten Tagung in. i,S- berg fand auch die Haupwerfcmmlung d.'s Frauenvereins vom Roten Kreuz für Diutidx über See statt. Di« Tagung M 2er< ns. bdlcn Gießener Onsgrupve bekanntlich am tomrn:utx*n Sonntag im Stadttyeater ein großes Kol' Vialfeft gibt, brachte Den Beweis erfreulicher 0 w itenmg der Roten Kreuz-Arbeit über Sc:. D c blubcnbcn Anstalten des Verein- in S ü dwe st - Afrika sollen durch ein Kindererbolungsl,<tm vermehrt werden, da# beri Prinzessin- Rvvpr«cht-Erholung# heim in Sj .top- munb angcgHehert wird S> e Vorsitzende bt6 Vereins, Herzogin Adolf Friedrich zu Mecklen­burg. ist soeben von Süd.,.'est.Asrifa zucuckge- kehrt. Sie hat die Pläne für den Aufbau bei Kinderer^olunasHeime# an Ort und Stelle de- fproeben. und Die alten Anstalten und Ihren Be­trieb besichtigt. Das Kinderheim wird van deut­schen Farmern ermöglichen, ihren Kindern unNr guter Pflege und Obhut einen Ausentbott an der gesunden Küste zu gewähren, der bei der Höhen­lage der übrigen Kolonie für ihre Entwicklung ab und zu durchaus erforderlich ist. Zur Zeit lind 32 Schwestern des Vereins Über &x tätig, weiter« sind angefordert, befonders t-m klonen deutschen Ansiedlungen, die Im Urwald fem von jeder faniläten Versorgung bitter die P lege deutscher Schwestern entbehren.

Da» Pariser stonf:rvatorlum«orchefter vor der Frankiurftt Schutjugenb

In der Blufikausstellung ' rit M. .tag nach­mittag das Orchester der Part'er Veielftchaft |ür Konsulva.ortums-Konzerte unter Idne n Dirigen­ten Vhilipr.- (Zauber! tm schönen Sodann« Sebastian-Bai Saal «In Äonxert ab. und wieder mußte man Die Leistungen diefes besten kerub- fischen Orchesters, besondrrs die der Holzblä'rr. bewundern Rach der H a v d n - S mp^nie ,Dlr Königin" Limen drei sranzöftfche Kv'.pvnlften 44 Gehör. Saint-Sa en« mit der symphonifchim Dichtung .Das Spinnrad her Ornpha!«' bunt E 'Jharpentter mtt einer Progranrmunk. betitelt ,>tnhrüA au# Italien* und fhliek/ich als Schluß nnb Krönung H Berit oz mit Dem zarten .Sblpbenlam*" und dem groß angelegt«« .Unaar^er Marsch" au# . Faust s Ätbr.m- muna" Bon VoNr g zu Vortrag ärgerten sich fr« Beisall»kundg«bung« her begrifterien -

Wettervoraussage.

Wolkig auch aulß«itemh. mäßig w.. .»

meist trockcn G.ftri « ^ageetxmperatmeu.

mum 15 4 Grad L.iftuO, Minimum 6 Grad Ce hu» So». « lheinda «t: Oni I rle Stunden. Ritterschläge 0 I M,l ime er Heutig« Morgen- temperatut: II Grad ödflui.

Witterungsaus'irten hir Donnert tag Kew« welenillche Ae.iderung der W:tm lag«.