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führende« BorstcmbSmltalleb beÄ 3 mtraf herben- bei deS deutschen Dank- und Bantiergewerce.- Geh. ü'-.rrxrgrat Pros Dr. Dr -3ng. Dr. rer. pol. h. c. Beyschlag. Präsident t R der preuss. geolog. LandeLanftalt: Dr. A. Bier. Geh. Reg. 'Kat o. Bros. a. d. UniD. Berlin Dr. <3mft Bran­de«, ^ ident des Deurl t«n L^ nNvirischaftsral«: Geh. Qiep. Bat Lircf. Dr Aahbender. OH. b C.; d. Flemming. ,*. d. pfmmersch. Landwirt- la/<i,t«fanwncr; Oldr Frowein, W. d. Qi. QD R., fteUoertr. Bors. d. Reichsverbandes d. Dllch Jnbuftrie; Veh. Kommerzienrat Dr. h. c. ßeuK Hagen Brüt b. 3nd.- u. Handelskammer 5<öln a n R.',ei ; Dr. Heing. Direk or b. Bord- u. S. d- <Zinka '^^enolten.schast, Herold, Landesökonomir- rar TU h K u. 2 : Veh Bar Dr 2. Äafti, geta a r^tudr. Prättdtalmttqlied de« Reichsverb d. dilch. Clnbuftrie; Prof. Dr. Kastner. QU. d. ß get tütrvsl'hr Bors. b. süchs. GinzelhandelS-Ge- meins i t; Veh. Ob. Reg. Rat Keil, Bvrftands- müglitb d. ReichSkohlenverb.. Dr.-3ng M Kloft, o. Pro', a. d Techn. Hochschule Berlin: Veh. San. T.a Bro Dr. W K rte; v Krie«. MdL: Dr. ^u. .er. gelchüstsfuhr. Dorftan ^mtta ied d. Deu ch. 2anb1j>trtid)afl«5rat«: K.inath M. d. R.: Frl-r. v 2ünind, Präsident d. rhein Land- wirlschattskaikmer Franz von Mendelssohn, Prüf, h. Berliner Handelskammer: Dr. Mvsler. Ge- lchüfttinhalxr d. Disrontogel. Berlin: Geh. Reg. Rat Dr Bland, o. Pros. d. Univ Berlin, be- ständig r Sekreiar b. Preuft. QI lab. d Miss.: Veh. Hofra: ft ohlmarm München: Veh. Iustizrat Dr. Dr. Porsch. Bizepräs. d. Pr. Landtage«: Veh. Iustizrat Prof Dr. Rieher. B zepräs. d. Reichs­tages, Dori. d. Zentralverb. 6. deutsch Q3an!- u. Bankier,Gewerbes: Geh. Bergrat Dc.-3ng. b. c. Röhrig, Generaldirektor d. Preuft. Bergwerks u. Hütten Ql. ®.; Dr. Arthur Galomonsohn. ®c- schüstSinhaber d DiScontogcsellschaft: Dr. Daul v. Schwabach: Dr. Guftav fltntcni«. Geschäfts­inhaber der Berliner Handelsgesellschaft: Dr. P. Sil verberg: v. Staust, Direktor d. Deutsch. Dank Dr. Lüde.'um, Staatsminister a. D.: Geh. 3uftb,rat Pros. Dr. Triepel. Rektor d. Unit). Berlin. P,ä'. a. D Dr-3ng h c K W. Wagner, Mitgl. d. Vreuft. QI tob. b. Wiss., o. Prof. b. Techn. Hochschule Berlin: Geh. Reg. Rat QDeifi- ärmel. M. b. 2.; Geh. Reg. Rat Dr. 3. Mols, o. .'ros. d. Rationalök. a. b. Techn. Hochschule Berlin.

Oberhessen.

Landkreis Wicftcn.

d. Heuchelheim, 26. Ott. Der hiesig: Turnverein D. T. hielt am Sonntag sein diesjähriges A b t u r n e n. Vormittags traten 51 Turner, sowie 31 Turnerinnen und Schülerin­nen zum Wetlkamps an, bestehend au« Geräte- und volkstümlichen Hebungen. AachmittagS und abend« sand in der Turnhall? Schauturnen bzw. Konzert und Tanz statt. Bei dem Schauturnen wurden von den Tümern Uebu >gen am Pferd, Red und Barren, von den Turnerinnen Hebun­gen am Darren gezeigt, die Schülerinnen erfreu­ten durch Pupper.retgen. Bei der Preisverteilung erinnerte der erste Dorsihende Ludwig Schmidt an den 75. Todestag 3ahns und forbcrtc die Mitglieder auf, immer nach dem Wilken und Geiste Jahns zu arbeiten. Die PreiSvertei- lung holte folgende« GraebniS: Turnerin­nen Oberstufe 1.Preis mit 175 Punkten Ginilte Rinn. 2. mit 154 Punkten Emilie Gilbert, 3. mit 146 Punkten Pmlline Knapp. Turnerinnen Unterstufe 1. Prei« mit 139 Punkten Käthe Bath, 2. mit 134 Punkten! Dlarle Löber, 3. mit 128 Punkten Glse Germer. Schülerinnen Oberstufe: 1. Preis mit 44 Punkten Anna Decker, 2. mit 43 Punkten Gret­chen Hohn, 3. mit 42 Punkten Oma Weber. Schülerinnen Unt er flute: 1. Preis mit 46 Punkten Elisabeth Wämser, 2. mit 45 Punkten Gretel Keil, 3. mit 44 Punkten Grna Bach Turner Oberstufe: 1. Preis mit 185 Punkten Willy Weller. 2. mit 172 Punkten Otto Stein­müller. 3. mit 167 Punkten HanS Depler Tur­ner Unterstufe: 1 Preis mit 169 Punkten Arthur Gilbert. 2. mit 161 Punkten HeinrichRinn. 3. mit 153 Punkten Walter Schimmel. Schüler O b e r st u f e. 1. Preis mit 176 Punkten Karl Rinn, 2. mit 163 Punkten Fritz Kreiling. 3. mit 157 Punkten Otto Reidel. Schüler Unter­stufe: 1. Preis mit 60 Punkten Grich Krbck. 2. mit 55 Puickten Willy Hofmann. 3. mit 54 Punkten Alb Kreiling und HanS ($be.

UmErsolgundLiebe.

Roman von Robert Misch

Copyright by Carl Dunker, Berlin SW 61

27. Fortsetzung. Nachdruck verboten

Der Pastor, der sein« Rede eben hatte beenden wollen, richtete noch einige gut gemeinte Trostworte an dieliebevolle Tochter de» Seligen, die au» weiter Ferne herbeigecilt sei. um den geliebten Pater aus seinem letzten Gange zu begleiten."

Wie ein Traum der Kindheit erschien «» Isa, al» fit all die alten, bekannten Gesichter wiedcrjah, die ,etzt wie eine Provision, beide Ches» an der Spitze, mit stununen Händedruck an ihr vorüber- schritten. Erft im Wogen kam sie wieder zu sich und jog die weinende Mutter an ihr, Brust:

otitt. Mutter meine nicht! Jetzt werden wir zusammen bleiben."

l)..t nur se dass er mir da» Gehalt al» Pension weiterfidr.

..Sehr vornehm. Mutter aber do brauchst die keine Sorgen zu machen E» ginge auch ohne da». Ich werbe dir bo» später ... Jetzt muh ich wissen, wie Pater gestorben ist. (Fr war doch erst Cnde fünfzig.-

,.Sr bat es seit einiger Zeit mit dem Herz be­kommen . . Manchmal konnte er jar nicht mehr recht laufen. Und in der Rächt kriegte er Arnmpfe und mit einmal war'» au». Wohnst du bei mir. Jochen

"Irin. Mutter ich bin in einem christlichen Hospiz abgesticgen "

..Da» i» wobt billlg?-

Deshalb nicht. Mutter, aber zwei grauen allein - ich habe mein italienische» Kammermädchen mit- qebro'ht."

in Kcmunermadchen haft du 3ta?" Sie staunte ..cherrjees denn mutz e» dir so sehr jut leiten.-

sind über da» verweinte und verwitterte Gesicht ging e< roh Sonnenschein.

3*. danke ich werde dir do» später er- zählen.-

. Brauchst du nich brauchst du nich. So'n b.tzchen roeess ich so schon Vricheid "

Cuiimc hatte I *.92 Mainz be'-c^L 2km hier

jetzt 23 Häuser. Hausen"

D Grohen-Linden. 27 Ch. Seit der Pen- I ihre stn^.chtpörlftch bekannte m 5e-

i.oi erung unsere» T s rrer» Zchulke ist die eine [ toettea. Die Qkmee des fraa^öÜMXjen Fetbherrn

der berben hiesigen Pforr st eilen verwaist und wird von dem einen Göttlichen und von Geist-

Wohnhäuser, davon mehrere Doppel- Qluch bei dem weiterfteh-nd<m ..Drei- ift eben ein Doppelhaus im Entstehen.

lichen aus den Rachbarpsarreien mit versehen. Da durch Ueberlrogung der ersten Piarrsrelle an den seil- heriaen zweiten Geisttichen die zweite Stelle sreige- morden ist, so ist diese zur desinittoen Besetzung au»- geschneb-n worden. Immerhin werden noch einige Wochen di» aut Besetzung dieser Stelle vergehen.

T Groyen-Linden. 26. Oft In den letzten Togen wurde durch die Gendarmerie auf der Strohe -wttch:n Klein-Linden und Grohen-Linden ein Mädchen aufgegriffen, da» sich in Gesell­schaft eine» jungen Manne» befand Bei der eingehenden Vernehmung stellte sich heraus, bah das junge Mädchen, eine Waise, seiner Groh- rn u t t e r in Berlin durchgebrann: war. Rach langen Irrsahrten war es endlich bet einer Bärenführertruppe gelandet, mit der e» von Ort zu Ort zog. In der Siegener Gegend trennte es sich mit einem männlichen Mitgl^d von der Truppe und wanderte ziello» und mittellos mit dem jungen Burschen im Land herum. Inio! ;e seiner Jugend und feiner Mtttellosigkeit muhle das Mäd­chen in Schutzhaft genommen werden, um zu seiner Grohmutter nach Berlin wieder zurückgebracht zu werde:'.

() Oang-GönS 26. Oft. Rcchdmr bn vorigen 3a5tt die Dautä 'igkeit etwas nach- gelaflen hatte, ist sie 1927 wieder recht rege. Auster -ü>?i neuen Häu'eru n bet Moktkestraste werden fast alle 71eubauten jenseitSder Bahn, in der sog-manntenFauerbach-, errichtet. Bor dem Krieze standen da nut fünf Ähret, heute ist der erste Teil vollständig auSgebaut: e« lind

Daneben ist lchon ein Reubau vorgesehen, fo dah in absehbarer Zeit die gesamte Hot-Heimer Strafte ausgebaut sein wird. Auch an der L.i?g:sterner Strafte, dem Bahnhof gegenüber, wird zur Zeit ein Wohnhau« errichtet. Da« Gelände daselbst ist noch in Priva'händen. Tüknn aber erst dieser Teil 'erschlossen ist. bann kann bort ein neuer Häuserblock entstehen, der d e Wohnungsnot voll und ganz beseitigt. 3n diesem 3ahre wurden drei Wohnhäuser, davon ein Doppelhaus, an­gefangen und ferligqestellt. 3m Dau s.nd noch zwei, ebenfalls ein Doppelhaus darunter. Auch eine Rotwoh nung in Form eine« gebrauchten Sisenbahnwagen« hat die Gemeinde an der Hvl.cheimer Strafte aufgestellt. Die meisten 7)auherrn brennen ihre Ziegelstein: an Ort und Stelle, da sich der lehmhaltkge Boden gut dazu eignet. Doch hat auch die Ziegelei, die vor zwei Jahren einen R lngof en erbaut hat (sie steht auch in der Fauerbach) viele Abnehmer. Täglich geht da« grofte Lastauto der Firma W. Fischer (Wiesbaden) t;;it Tausenden von Backsteinen nach Gieften, wohin vertraglich die Steine geliefert werden müssen. Gin Teil der Wohnungen in der Holzheimer Strafte wurden auf Anordnung de« Krei-bauamt« fünf Meter von der Strafte zurückgebaut, so daft diese Häu'er einen schmucken Borgarten besitzen. Qluch sind 'chvn einige beworfen, .verputzt", und geben mit ihren grünen 23den und den Blumen vor dem Hause dem ganzen DorfteilFauerbach" ein städtische« Seprägr

t I r c i a. d. Lda., 26. Oft. 3n den beiden bch ul sälen der zwei oberen Klassen der hiesigen Schule ist auf Beschluß de» Gemeinderats eine elektrische Heizungsanlage durch In­stallateur Phil. Becker, dahier, eingerichtet und die­ser Tage in Betrieb gestellt worden. Sie funktioniert ausgezeichnet. Die Firma Rinn & Cloo » (Heuchelheim) läftt dahier auf hem von Bürge» melfter Will käuflich erworbenen Gelände am Burgweg gegenüber dem Bahnhof einen Fabrik- neu bau errichten: mit den Ausschachtungsarbeiten ist dieser Tage begonnen worden. Der Ban soll noch vor Eintreten starken Froste» unter Dach. Der Neubau de» Maurermeister» Gotthard A m e n d ist unter Dach, der de» Gotth. Bender, beide auch am Burgweg, wird zur Zeit ausgeschlagen.

Mreid Friedberg.

4. Bad-Aauheim, 26. Okt. Heute sind eS 13 5 Jahre, bah wahrend her französischen Revolution-kriege hier am Johannisberg, der während bc« Siebenjährigen Kriege« schon einmal der Schauplatz einer gröberen Schlacht war (30. August 1762). ein Gefecht gechlagen wurde, bei dem die Hessen Gelegenheit hatten.

au» stieft der Oberst Houchard m.r 1500 Mann bi« nach Rauhetm vor. auf dessen Saline reiche Saszvcrräte lagerten. Die unter dem hessischen Hauptmann Mondors stehende sie.ne Salinen- wache b e nur 125 Marrn zählte, setzte sich aber energlich zur Wehr, und ti gelang ben tapferen Hessen. -<m 3ohann!«berg gegen die vielfache feindliche Ue'vermacht zu verteidigen. Grst al« sich Hauptmann Monc-ers nicht länger mehr halten konnte, zog er sich ge'chickt zurück, muhte i ich aber bei Äieder-Weisel ergeben. Die Tapscrßeit der Hellen fand QInerPermung durch dcn ritterlichen Sieger. Cer zu der fletmn Schar Hessen sagte. ,3hr habt euch Bne die Teufel geschlagen , den Derwunleten Beistand leisten lieft und den Offizieren die Degen zurückgab. da sie diele .mit looiei Ruhm unb Shre geführt hätten". Die Franzosen plünderten die 2Iau- beüner ©ahne, aus der sich damals über 22 000 Achtel Salz befanden. Rund 80030 Gulden betier sich der Schaden, den da« öaljamt oer- zerchuete. Qll« die Hellen den Fran^>s<n am 4. Ql.'-DemL'er 1792 eine blutige Schlappe bei Weilburg beibrachten, ward die 2age der Fran­zosen beoenküch Am 24. Qlotxmber zogen die letzten von Rauheim über Ockstadt ab. unb am 26. Rovember stieft die erste preuftilche Kaval- lerie-Patrvuilk über Qlauheim in Richtung Friedberg vor Die tapfere Tal ce« Hauptmaniu» QHonöorf Dom 26. Oktober 1792 blieb htet aber unvergessen. Um 1900 nannte man eine der neueren ©traben an 3ohanni«berg Mon - dorsstrafte. Gine Gedenktafel gibt daselbst Kunde von der ruhmvollen Berievdigung be« 3c,hanni«berges Llnerklärlicherweise hatte man diese Srinnerungstafel in den 3ahren nach dem Kriege entfernt, bi« man sie bann auf öffent­lichen Wunsch hin wieder andrachte.

WSN. Wölfersheim. 26. Okt. Die hiesige Deigeordnetenwahl hatte folgendes Ergeb­nis: Der bisherige Beigeordnete Muller erzielte 262 Stimmen. Landwirt Adolf Nietz 173 und Landwirt Adolf Schmidt 11 Stimmen. Am 6. No­vember findet Stichwahl zwischen Müller und Metz statt.

Arci» BüdtUttt.:

!! Büdingen. 26. Okt. D.r in diesem 3abr hier gegründeten .Oberhefsischen Ob st werke sind in ihrem ersten Betriebs- jahr stark beschäftigt. Die übetau« reiche Beercnemte brachte in Diele QBalbbörfer guten Berdienst. Qtn H:mbecr aft tourten rund 150 000 Liter, an Brombecriaft 5000 Liter produziert. Die Rekordäpfelernle ermöglichte die Produk­tion von bereit« 60 000 Liter Aepfelfast für Gelcebereitung. unb rund 90 000 Ka. Aepselmark. Mehrere tausend Zentner Aepfel find aud dem Kreis Bübingen eingegangen. Der Frischobst- versand in der G.nheitSiiste ist sehr rege. DaS Unternehmen, dessen Leiter Obstbauinspektor Me t te r n i ch - Büdingen ist. hat im übrigen Oberheffen viele 3ntereffenten.

ckchzell. 26. Oft QIm Sonntag fand ein PreiSschietzen be« Kleinkaliber- Schühenvereins .Gchzell", bet zur Zeit ettoa 60 Mitglieder hat, statt Zunächst wurde mit je zwei Schuft um bas Hinbenburgbild mit irhrenurfunbe ge chos en. wobei bet 1. QSorfihcnbe be« Derein«. Landwirt 3ohannes Treu sch Sie­ger war. Mit zwei weiteren Schutz wurde um mehrere Shrenscheiben. die der Schlosser Heiltrich Becker III. gestiftet hatte, geschossen. Diese er­hielten bet Seifenhändler Bertthard Richter, der Schuhmacher Rudolf O st h e i m und bet Landwirt Gustav Präphert. Ss wurde lie­gend freihändig gelchossen.

Atreie Schotten.

-4- Schotten. 26. Oft. T-as von dem Ätei« beschaffte Wanderkino für Schulzwecke tritt erstmalig in den letzten Oftfbertagcn feine Wanderung durch die Hauptorte de« Kreise« Gedern. Laubach Lllrichstein. Freienseen unb Schotten an. Der durch Kteisschuirat Kinkel vorgeführte Lehrfilm bringt Ausnahmen au« deutschen Wäldern, sowie Besonderheiten au« der Tierwelt Gleichzeitig läuft der Heimatsilm .Scholten unb Umgebung". der der Schuljugend des Kreises die Schönheit bet Heimat zeigen soll.

Laubach 26. Oft QIGt der 3 r r i d)- tu na des Obren b en Im al« für die im Weltkrieg gefallenen Söhne unserer Stabt ist

nunmehr begannen ttx*rt>en. Die QhifKTbnmg hat für 9300 MI. bet Bildhauer Arnold tn Beuern übernofiiiuen. Da« Denkmal wird an die West­seite be« gräflichen Schlohgarien« gestellt toet* den. -wckchen dem sog .3nselteich imb bet .Unicrpforte*. Die örtlichen Derhälttnsie. die Parkmauer unb die gewaltigen Bäume, die ben Ghrenraum umfchlieften unb überdachen, wer­den sorgsamst auegemmt Durch ein breiteiltge« schmicbev-.*ernc« Tor gelangt man in ben runden Ghrrnraum. Zu beide, be« Wngangt

stehen auf masiiven Pfeil?rn eherne Flammen» decken. S?chs hohe, die Wand gli b mbe P'mler tragen die 21amen der 72 0 fali.n n. 3n die Ad deck platten der um'chiieftenben Mauerwand werden in großen, mit blutroter Farbe au#- gelegten Buchstaben Ne Worte be« Rütli­schwure« rinaemei". It: . Drr wollen sein em einig Boll m Brüdern, m keiner Aok uns trennen unb Gefahrl- 3m Mutelpuntt Ne^es Ghrenraume« erhebt sich auf br i.em. niedrigem Sockel Ne drei Meter hohe frtt\d> nbc Gestatt be« Krieger«, ein S nnbild der W.drnacht. e ne Derki rperung derer. Ne für d-aS Interiand ihr Blut dahingaNn. Wappen unb 3 re> ahl wer­den ben <S>7ei schmücken. Die Änegergeftalt unb der Sockel werden in hartem Kirchheim r Muschel­kalk auSgeführt werden, der obere Qlblchluft Ns Sockel« wirb die Wtdmunz tragen. Die Rottnibe unb Nc timfaflung#m<mcr. Ne mit einem 3 *en- lpalier versehen tinrb. soll au« scher Basait- lava (sog. .Lung':e.n"> bergest eilt werden. Die Parkmauer ist bcr.it« durchbrv den unb Ne F n- N'm.-nte au -ezrabe.u Man erf nn . dah Ne me und bi? stille, klare Wasserfläche des 3n,dt i. s einen rrizvv.len Hin.ergründ für da« ftnniae Senfmai bil>e i werden. 2eiber ist durch die <5tbari>c(te.i brr letzte Rest de« Wal­le S, der hier Ne .tint.-rpforte" deckte, geschleift worden.

4" Gebern. 26. Okt. Lehrer Heinrich L i ft wird un« demnächst verlassen, ba l$m «ne Lehrerstelle an brr Volksschule zu AlSheim bei Wor < übertragen wurde. M:t dem Schei- benben verliert unsere Gemeinde einen tüchtige» Lehrer und 3ugenderzieher. der es während feiner h.esiaen 14;lbrigen Tätigkeit verstand«» hat. sich nicht nur die Qlneriennung der Sltern. sondern besonder« auch die L ebe b:r ihm an- vertrauten Kn der zu erw r >vn. ^Lben'o erfmde er sich im Kr ise Lim AmtSg.-nosien Wege» feines freundlichen, allzeit hil'Sbere.ken und ge­fälligen Wesens hoher Wert sch. düng. Lehrer List war im 3ahre 1913 von Feldkrucken hier­her ver'etzt toorben, nahm am Weltkrieg als ßonbfturmmann teil und geriet in engli'che Kr egS- gesangen'cha t. Bei der nach dem Kriege er­folgten Neuordnung bet Schulverhältnisie wurde ihm bas verantwortungsvolle Amt als Dor- lihender des Schulvorstande« übertragen, welche« er zu voller Zulriedenhrit der Bevölkerung mit unparteiischem Sinn, mit Taft unb mit toor-em Eintreten für d e Belange der Schule veriehen bat 3m mu'ilalischen Leden unsre« Städtchens wird durch feinen Weg»ug eine «TT^psinbliche Lücke entstehen, hat er doch oftmals berrtw Uigst seine musikalischen Fähigkeiten m den Di mst drr All­gemeinheit gestellt und bei vielen Bere-.-ns- und sonstigen Deranstaltun«n dttrch sein vo^ügliches Klavierfpiel zur Bevicherung von manchen Fei­ern bei getragen; auch hat er eine Reche von Jahren die Hälfte de« Otgoniftenblenfte« ver­sehen unb einige Zeit bei: Kl«TchenGesangverein geleitet. D^e besten Wüsche für fernere« ge­segnetes Wirken auf seiner neuen Stelle beglei­ten ihn unb feine Familie.

8 Ulrichstein. 26 Oft. 3n diesen Tagen verlässt unter langjähriger erftcr Lehrer 05 reif­te tef er unseren Ort. um am 1. Rovember die ihm übertragene Vehrerstelle in Hetz da ch im 'üblichen Odenwald anzutreten Kehrer Breit- to i e f e r stand 18 3ahr^ n Ulrich'tein. eine für hiesige Derhältnille gewitz lange Zeit, toäjrtnb bet er tl verstanden hak. sich die Liebe unb Wertschätzung der getarnten hiesigen Sinwvhner- 'chcrft in vollem Matz zu erwerben. Io datz man ihn allerseits nur ungern von hier scheiden steht. 2lu «gezeichnet durch seltene Berufstreue unb nrotzes Lchtgeschick war er der 3ugend stet« ein Borbilb unb hat auch nach der Schullntlafsung noch durch Tätigkeit in Bereinen auf ste ein- geteirft. Wit der Bev-lkerung unsere« Ortes verbindet ihn daher nach einer so langen Reihe von 3ahren ein herzl.cheei Bertrau,-n4verhältnls. hat er doch gerade ole schwerste Ze.t. die 3ahre nach dem Krieg, hier verbracht, während et in

3m Geiste sah die alte Frau Pari» unb Italien vor sich: Zsa mit ihrem Freund in der Loge, ste als Mutter unb (Bnrbebnmc hinter ihr. Welche Aussich­ten. welch ein Lebensabend' Unb ein leises Oe- ftihl des Glückes, der Erwartung und Geborgenheit bümpjte ben frischen Witwenschmerz Vielleicht mutzte es so kommen. Der gute, brave Mengerr, der ehemalige Feldwebel hätte das ja gar nicht ver­standen mit seinen altmodischen lugenhbeqriffen.

Am anderen vormittag brachte der Lifiboy de» Hotel» Isa eine Korte:'Jtettebobm. Geheimer ÄommerjicnraL"

.^)ch habe den Herrn in» kleine Damenzimmer geführt. Er erwartet da» gnädige Fräulein dort."

Run stand sie ihm gegenüber. Mit zeremonivlen. halb nerleaenen Worten druckte er ihr noch einmal sein Veileio au» unb sprach dann wohlwollend über den Verstorbenen, der immer ein treuer Diener und Angestellter feines Hanfes gewesen fei.

_ 3fa sah ihn stumm unb erwartungsvoll an. Das hätte er ihr ja auch schreiben können. Wav wollte er von ihr? Und es strahlte wie Giseskätte von ihm aus.

Ihre Frau Mutter hat Ihnen ja wohl mitoe- teilt, dass ich ihr eine kleine Witwenpension' Er machte eine aowehvende Bewegung, als sie etwa» entgegnen wollte. ..Es ist da» ll'us bei meiner i'xirma. Uebriqene habe ich es dem Seligen sogar schriftlich Ungesichert "

Isa neigte nur stumm den Kopf.

.Raturiich wird Ihr, ftmu Mutter die Dienst­wohnung in einigen Wochen für ben Rackifolger räumen muffen. E» eilt aber nicht."

,.E» kann bereit» in den nächsten Tagen . wir werden die Model vorläufig bei einem Spediteur unterstellen. Mutter soll mich zunächst begleiten. Alle» weitere wird sich später hoben.*

Per Kommerzienrat nickte befriedigt unb sichtlich erleichtert.

Lehr hübsch sehr gut* Und wohl auch für die alte Dame da» beste " Mit einem leichten, ironischen Lächeln fügte er hinzii ..Sie sind ia wohl auch jetzt in Nr Lage?"

-Ja gewiss'"

Unb Ihr» Karriere ich meine al» rängtrin* ho» fatale Lächeln wich nicht von tetnrm Ge­sicht -die haben Sie wohl |efct aipgrgtbcn'"

-Vorläufig bi» sich meine Stimme erholt hat. 2ch habe jetzt die Mittel e» abzuwarten '

.Lch zweifle nicht daran. Um so bester für Sie? (Eine zarte Rote überflutete sie jäh.

..3d) bin ja eigentlich niemand Rechenschaft her­über schuldig, Herr Geheimrat."

Rein unb es geht mir ja auch jetzt gar nicht» mehr an. Sie werden geu'iss nach Italien zurückkehren oder nach Pari» gehen9 meinte er spöttisch und erhob sich. Es war wie eine unsichtbare Mauer, Ne er zwischen ihr unb sich aufrichtete.

Herr Geheimrat Sie haben mich von frühe­ster Kindheit an gekannt unb mir weitergeholfen. Darum will ich nicht, batz Sie f o von mir

über ich bitte bitte sehr, mein gnädige» ?räufeln lasten wir da»! Ich tat es gern, bin aber Gott sei Dank nicht für Ihr Fortkommen ver­antwortlich. Sie können tun und lassen, wa» Sie wollen wo» Sie wollen.^

Ihre Augen blitzten ihn an.

,.ReiN- Sie sollen es misten ... Gyllenborq ist mein Freund in der reinsten Bebeutung diese» Wortes."

cie werden mir zugestehen. me n verehrte» Fräulein dass ... hm" ... Er hustete verlegen. Aber es ist ja lediglich Ihre Sache und man k nn es Ihnen nicht emmal verargen .. Sie leben in Nizza - wie man mir erzählte, in einem sehr vornehmer' riotet mit Kammeriungfer unb Io wei­ter Ich ann e» Ihnen in Ihrer Lage zumal Ihre Karriere vielleicht rür immer vernichtet ist. nicht einmal verdenken. Für eine bürgerliche Ehe mit irgend einem kleinen Beamten oder Kaufmann sind Sie ja auch ein für allemal verdorben, mein liebe» 5t.nb. Sie sind auch viel zu Ichön dazu __

freijanb schön! Das habe ich auch meinem Sohn getagt/

Trotz aller «onhomie unb urbanen Höflichkeit war sie »ieber da. Me dicke Mauer. Me seine ehren­werte Bürgerwelt von der ihren trennte. Ver­geblich. dagegen anzurennen auch aleichglllttg unb was kümmerte sie auch diele'

Eberhard glaubt natürlich eben fall»?"

Natürlich/ Zwischen seinen Augen ftanb jetzt eine tiefe ungeduldige Halte. «allen Sie ihn belügen? er ist Kaufmann rote kb er kann rechnen, mein Fräulein. Da» Geld regnet nicht vom Bimmel.' ...

..Ader an» der 5pietbanf. wenn mar Gluck bat Ich hatte Sluck ... 6ie lächeln?! Aber ich habe Zeugen, daft*

Lasten Ste nur, mein verehrte» Fräulein? Unb ich sage Ihnen offen, es freut mich, ba» alle» so gekommen ist. Jetzt ist Eberhard endgülttg ku­riert, glaube ich. Run ja, ja ... Sie haben nie etwa» dazu getan, ihn an sich zu ziehen. Diese Dankesschuld haben Sie wenigsten» abgetragen. Unb ich Hobe da» auch meiner guten, seligen Wrou ge­tagt al» sie noch in ihren letzten Stunden voll Angst mich anflchte . . ®ir Jinb also quitt. Sie sind brn Weg gegangen, ben ote gehen mutzten, mle die Dinge einmal liegen. Vielleicht - ich wünsche e« Ihnen, führt er Sie zum Glück. Seben Ste wohl!" ...

Er war fort. Sie juckte die Achseln aber mit e nem bitteren Geschmack im Munde. Bah modfr ten sie denken, wo» sie wollten - auch Eberhartzk Aber ste l'ihlte. dass ihr. ganze Kindheit, ihre Bete gangenheit nun endgültig begraben unb oerfun» Fen war.

(Eine Woche später reiste ste mit ihrer Mut­ter und Amta nach Meran. In Rirw begann e» jetzt heiss Xu werben unb sie brauchte mich Ruhe. Auch Gystenboro wollte sie jetzt nicht roieberfehen. Am laae ihrer Abreise verkündeten die Zeittinge» i nb «ross Plakate an ben Anschlagsäulen ein kurze» Gastspiel mm Len; an einem grossen Berliner Theater.

Ist» lag aut ber kleinen Terraffe der Billa Anna In greller Bktttng»sonne in einem bequemen l'lege- stahl. Drinnen radebrechten Anita unb die Uhrttrr lachend mitrinnnber. bte sich um Io bester vertrugen, je weniger ste einander nerffanben

Die M tter der S:gnora ilt arr nicht stokz", meinte Anita. Und bte alle (shoristin. ent.,ückt von dem faulen unb bequemen Leben tn dieser pracht­vollen Kotor fand die Italienerin ..nett und bienst- tertig'. Weiche Vanne, sich bedienen zu kosten'

Die kleine, einstöckige Billa, deren obersten die Besstzerin. eine Ingenieursroitwe bewohnte, wohrrnd Ilc dos hohe Erdaeschoss innehatte. war behaglich eingerichtet. Bon ihrer Terrnstc, umrankt von den iehon knospenden, kleinen Meraner Rosen in ihrer Irrten Orangepracht, blickte sie gerade nach Süden auf ben reiten Rücken der Mendel. Die ichneede- ' <ften Spitzen be» hohen Istinger rahmten jur hinten Bild bieser mifben unb doch geroalhgen Ratnr em.

(Fortsetzung folgt.)

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-er ® n»iV lagt M Jntetl» lUbtiffr Rtetl 2 von der bei* do v<a achtzig Sbiuigh vnb der (hgnt lürgcrrr »eiord Jet > vendigkr nehmens Lttahen r» W «tgen I yugtxi unb tn m bei engen Sasse. Richtur llinzelh der Be atf<W

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