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Aus der Proviinial-aupisiadi.

Dietzen. ben H. Dtiobcr 1927.

Gchuh gegen die epidemische ttmderlähinung.

7km Dr. m«d. 6nrt Ka ys«r. 3«fb^lM*rT«k>d

©eit einigen Wochra txrt FxxÄ m

Teilen bt» l*ut*** Reiche» gitMte 3ul- treten txmd^nfungm an epe«mM>er »nder- Innung in brr breiteren Oriteitt.tchtrtt Jul ereil« |Qr btrit Äranffrnt unb glci^y-nvj gemri*« Le- lünfrvngen ertwtft M baribeU fi* bet der epidemischen (spinalen» xinder'. igtrnrng aller« t» ng* um einen recht unheimlichen, aber bo4) nicht Io gcn$ seltenen Gast. denn uertinrhe »dlle epidemischer Kinberiabmu^ »Legen all» jährlich in den Tüonaten Juli bis De-ember auch in Deutschland au!^utreten, während grox <* v dem i en, tote Me im Jahre 1908 in TM* i. .<n, doch un ganzen mir leiten beobachtet wer! en.

Tie Krankheit bei Ul! in erlter TUibe Ätnbcr Mm ersten bis »um vierten Uebenijabc. ver* ent aber auch altere Kinder oder *u>a4)kT'< ch, Cie beginnt pi nächst mit unbeflimmic.. . rl ü 1; u ng4 ?ri dx i nimaenT1, txHe Meder, 'Btrom* nnelt, Husten und Schnupfen. gelegcnt'id) auch mit DarmkLarih. Am ersten oder an den solgsn- ii Kranshfik»tagen, an denen besonder- auch ic fterte Xclgmig »u au'>ergewöhnlich groben Cd.L-etben aufläCt, (teilen sich dann die charal- teri(tischen Lähmu.^.vr^chei.innigen am 2km ober Tein, am Rumps oder an den Schultern ein. Mr In ! ichteven Fällen 'm wenigen Tagen ii-TÜctgeben Dirnen Oelber Ist dieser Ausgang aber nicht die 2tegtL VieLnehr bleiben ost dauernd« Lähmungen oder Uerfrüpvelurupa gurid. reh> m seltenen Fällen ergterft die Luh» nrueg allmählich den ganzen Kärper und sähet schließlich zum Tode.

©erootgerufen wird die Äranfbeit durch einen KrankheitSerr.-ger. der uns trog zahlt ich.r daraus gerichtete« Unteriuchunaen doch heut, noch Im wesentlichen unbekannt fit Alle«, was wir bisher aus efterimenteilen Un.er'uchung.n mit Sicher­heit willen. ift. daß der KrankheitSftosl sich m den KSrperaus'cheidungen OoriudKt. bd-nbra im Dafenschleim, Un Auswurf. Im Harn und ün Darminhoik. und daß ec von dort ins Rücken­mark gelangt, wo et einen GnizündungSpvvgetz Hervorruf t. als dessen Folgen die erwähnten Läh­mungen angusprechen sind.

lieber.r.'uunaetxT'u 'vi' aus 201<n sind be­reits gelungen, aber noch HU uns das in diesem Falle so besonders erwünschte Heils-rum gegen die Krankheit. Tröschem gelingt es ärztlichei Kunst auch m Fällen schwerer Lähmana nicht selten, durch elektrische oder geeignete orthopädische De- hankluna. d.m bedauernswerten Kranken wesent­liche und wertvoll« Hilfe zu bringen. Danz be­sonders wichtig ift habet die jro -Jmub ge Lage­rung des Kranken. Denn die sich allmählich ent- wickelnden Verkrüppelungen bet Glied r g. hären durchaus nicht unbeding! zum Kraickhritsbilb>.« ent ft eben vielmehr, woraus «in von der Deut­schen Bereinigung für Krüppelsürsorge heraus- gegebene» Merkblatt Hinweis!, durch falsch! Lage­rung im Bett

Di« bereits erwähnt, pflegt bte Krankhe-.t hortetegenb in den Monaten JJi bis Dezember auhutr<tm. während ihr die TDiirterfäHe ge- wdhrlich den Daraus nmcht. Indessen auch in Nr kritischen Zelt kann ihrer TBeitcrDerbrcitung 0Inhalt griwten werden, und gerade be. der ep mi'chen Kinderlähmung ailt der Satz: >Zu Tdt erfährt man es zumeist, der beste 2lrzt o r b e u g u n g heitztl'^ Diele Vorbeugung be- ftch! hn toe'cntl-dxn in zweckmäßigem Hhg enischen 2>v .ballen von Gesunten und Kranken. Da die Weiterverbreitung des Krankheits stoss es durch kiinbelaben« Tröpsch n beim $yuften. Diesen und Räuspern erfolgt, so wird man sich davor hüten müssen, ander« Personen anzuhuften und sich stets beim Husten oder Ttäufbern ein Taschentuch vor den Mund halten.

Sft«, Trink- und Waschgeräte der Kranken müssen ertra gehalten und sofort nach Benutzen desinfiziert weroen. Unnötig« Berührung mit Kindern, insbesondere Stülfcn. sollte auch von Erwachsenen unbedingt unterlassen werden. Denn auch bi« Smpsangl.chlclt beim Erwachsenen ge- rma ift. Io Ift andererseits doch wichtig, zu teilten, bah gerade Erwachsene, ohne selbst ui erfrunfnx. oft zu KrankheitSträgern werden kön­nen und so bk JUanflkü selbst weiterverbreiten. Tlustkärunq und vorbeugend« Vorsicht ift daher hier ganz besonders am Platze und w rd bei verchunduisvvller Durchführung durch Arzt und Behörde «m w.rkfames Kampfmittel borftdlen.

vchlietzlich fei noch erwähn!, batz Unter­suchungen feftgesteUt haben, bah auch bie Flie­

gen als TVAttÜrr bet Krankheit nicht le Ära eine grob« 2L>11« sp eien. 1H» FUegenremch- tuna wie sie in groft»ügig«r TBc-ife in b.eem Jahr. durch der . ^unbbe.üfelMug- be* ^Re:chSau»'chulles für hpg enische Bolksbeleh- rung" anjetrefr: wurde, ift daher etn ganz be­sonderes Cbebot der Stund«.

BomatKiCM.

Tagestalenber für könnet,tag. Gieftenet Monjrrtoeriin: 7 15 Utzr. ktodafteaier. eompbonidoyrrt Lichts pulhou», Vahnhoftttaft, Papa spielt Mama".

Ans dem Stabttbealcrburean wird uns gc chrieben D« erfte Ausführung von Erncrich Kalmans tefannicr und populärer Operette .Die Esardassürstin" find« tm mrrgigen Freitag» Adonnemen! statt Die Xitel* tarne wird von jjrutel Dann t*em Man.'chiur.er Vationaltheater als Gast gesungen. Di« Dann steh: hier noch vom letzten Jahr her. von Ihrer en!* zückenden Wiedergabe der .Betratdo". in aller- bestem A >denken. Ja e*ri terra gcofterra Partien >»ud brichältigt di« Damen 311 e r und Palik. sowie die Herren Steinbrecher. Hechln-

Das neue Lichtspielhaus Bahnhofstraße.

De? geftrig« M :twoch brachte unserer Stabt etn bemfrten»t»cr:c8 Oreigni* ihr r Lokal­geschichte Di« Einweihung bes neu- icftalteten Lichtspielhauses t n der ahnhosftratze Sine

nfftoortirUiinn

vereinigte etwa 1000 Gäste des B< chers 2.Hen­rich in tem atchervr>eniltch e.nbrudtoou ge­stalteten Saale dieser F.lmbühn« Di« Vcran- fUiiung war ein geselltchaftU4*s Oretani* in würdig-festlichem Rahmen unb doch -n betonter Schlichihcir. Unter bat De'uchcm (ah man«. Wagnisizenz den Lektor Pros. Dr. Rosenberg. Pr.v.nz:^ 11. dtor Grae über bür gern e.ffcet Dr. Keller Landgerichteptä i ent Leuenhagen. Ober tlcu:nant Fritz, Vertreter der UnioerfUät und der L udententchaft Hahlreiche we.ter« her- vorraaeabe Persönlichkeiten der ftaarNchen und . r? ! laitoerorbeete,

viele angesehene Perso e^, von Industrie. Handel und ®eu>crbe. Starkes Jntere'k für das neue B^erk rührigen Un c ..ehmergeistes unb ge'chmack- voll geftaltenber Bau- und Laumkunn erfüllte die gewaltige Schar der Festl»«such«r. denen das Programm einige recht gcnubreich« Stunden be- teilet«, ttingeleitct wurde der Ldend durch das ausgezeichnete Lichtspielhaus-Orchester unter Lei­tung von K Stork mit dem fchoeidigeu Triumphmarsch von Fauchest. Lnschlietzend be­grubt« der Gelchäft.fudrer des Tktbanbee der Lichtspieltheaterbel tzer Südweftdeutschtands Lo­be« Matter. Frankfurt a. M. bi« Düfte tm Tarnen des Herrn Henrich, wobei et mit Recht auf daS gute Verhältnis hinwieS. das in den bisherigen 15 Jahren Lichtspielhaus Bahn- hosftrabe unter Herrn Henrichs Leitung zwischen dem ®iefie.'«r Publikum unb tiefem älnternehmen sich heraus gebildet hat. /> ferner bei dieser

Oelegcnbeii in gebabrtr.t.. ..'eile der Verdienste gedachte, bie sich Hen Henrich als Bvr- livendet bet obenjenamuen Verbandes um die deutschen Lichtspieltheater unb ihr Wirken er» wart». Die guten Wünsch«, die der Redner am Schluss« seiner Ansprache dem Unternehmen Hen­richs mit auf den Weg gab landen bet der Feft- Derlammiung vollen Widerhall. Rumnehr wurde man mit den neuesten und wichtigsten Tages­ereignissen durch «ine sehr vielseitige Spezial- silmderichterftattur^ bekannt gemacht, noch deren Ablaut Herr Henrich von lebhaftem Beifall-- klatschen hejrüfrt. aus der Bühn« erschien, um seinen Vasten sür ihr Vrscheinen herzlich zu danken und »u^eich auch Dank zu lagen für bi« trden Duickwüiilche und Bluutenanqebiiide, bie ihm pi diesem Tage übermittelt wurden. Gr werde sich auch weiierhin stets bemühen, dem Dieftener Publikum immer ein autcÄ unb auf der Höhe der Filmkunst stehendes Programm zu bieten. DaS Lichtspielhaus-Orchester erfreute mm mit der trefflichen Wiedergabe der Duner- lüre .-Di« tchöne ®alatb»5 von Suppe an» schü rend bereicherte Frau Friedl Hellmer von der Dolksoper in Wien die Darbtetungen des Abends durch einige VesangSvoeträge. benen ebenso wie dem Orchester t>etbit*ntermaf)en reicher Beifall zuteil wurde, llnb nun folgte Herr Henrich hatte adfichtlich diesen heiteren änterhaltungsfilm anftait einer fog. groben Filmkanvn.* gewählt, um fernen Gästen nur frob- gestimmte Stimfen zu bereiten der schsnissige Film .Der Fürst von Pappenheim" nach bei gleichnamigen Operette von Atmoll» unb Bach, der natüri ch seine Wirkung nicht veriehlte Da­mit sand der abwechselungsreiche und wohige- lungen« Festabend, an ben men gerne zurück» denken w>rd, seinen Ausklang Vin erster und in verdienter W«> e voller Crfolg be» neuen Lichtspielhauses und seines rührigen Besitzers!

Das ucuQcüflUctc Lichtspicl-au»

lei nun mit einigen Sahen unfern Lesern befarmt- g«inacht. Von dem früheren Lichtspielhaus sind, trie tetr ge-tem schon mitteillra. nur noch der Eingang von der Bahnhosstrast« aus unb bie beiden vorderen Treppen übnggeblicb n. alieS übrige ist neu erstanden und aat dabei eine

sehr glücklich« ®v'ialtung erfahren. Jn der Ein­gangshalle. di« bant# ein? gute Visiten­karte t>es Unternehmens bari!.IU. ift jeft der Kastenraum tn der Mitte angrvr..cht. so baft s,ch der Pubiikumsverkehr auf zwei C ;tcn m>ch den Saaleinläsfen zu bewege' kann Jn Parkett bes großen Saales bri.rOen sich in sehr bequemen Stuhlreihen etwa 600 Sitzplätze, bu* ihren Abschlich in einigen geschloßenen Saal- logcn »inbcu. Das Oberg «schob m-t rund

Plätzen wirb tn seiner vorderen Hälu - von de» Logen auigelullt, bte sich zu b.'iben S .t.n inb quer über bt« Laum.nit:« befindens an- schliestend hieran ift m ampb thea r.Lisch>r P'.ai-- bem sich der absolut feuert her vom Theatte- saal abgcWoffene Vor'ührungsrium be­hübet. AIS Sidgclegeuhe.t hat mu» im gan^ra Saal Ixquem« TKibagoui'aufetuM. mit rctan LrpS bespann!, gewählt Tie lehr getiumige Bühne mit einer Prvjek ionssläch? von 26 qm ist eine fog. Sle'.chbahn«. bie mh e.nnn pracht­vollen altaolbencn Se.d.mvrrbang abgeschlossen wirb Rechte unb I.nls der Sühne sind Räum« zum Einbau der qrostra Kino-Orgel vorhanden, bie erst nach vollständiger AuStrocknuug bei Theaers einmvnt.crt werden kann. Das unter der Leitung d«S Kap«llme.sterS Kari Storck stehend« Lichtfpielhaviorchefter In Stärke uem 12 Musikern fitzt tn ettwm ver­tieften Orchesterraum vor der Bühne; es fei hierbei bemerk. bau bie Akustik sehr gut ist. Der mit allen neuzeitlichen techn 'chen Er rungen'chaften unb. wie schon gesagt vollkommen feuersicher ausgebaute unb abgeschlossen« Vor­führungsraum enthält zwei Mefchau-Prv- ieftoren. die r.ne pausenlos« Vorführung. s«ldft b-er grS stten Filme, gestatten. De Saal- belcuchtung liegt, wie in allen modernen Theatern, verdeckt unb ist so gestaltet, bas, sie eine Beleuchtung m allen möglichen Farben er­möglicht. Die'er Be leuch Mn qsefett in allen Regem ogenlarben. bei bem :n feinem ileberaang (int Farbe der andern folgt, hat gestern adenb bei der Festvorstellung einen besonders starken Eindruck gemacht. Eine ganz neuartige Lüf­tungsanlage mittels einer LüfMngemaschine sorgt durch Abfaugen der verbrauchten Luft unb Frischluftzufuhr dafür, bah immer gute, frische Lust tm Saale vorhanden ift. so batz man selbst bei Massenbesuch e.nen angenehmen Aufenthalt tm ©aal« bat Du Päng« un Treppenhaus unb ün Saale sind mit roten Teppichen aufgelegt. Während bet Eingang von der Bahnhofstraste her ift. befindet sich bet Hauptausgang nach der Schanzenft rast« zu.

Die Pläne für das in langer und mühevoller Arbeit zu einem Drvhlichtfpieltheater so kaim man es mit gutem Grund bezeichnen ausgebaute neue Lichtspielhaus hat Architekt Hans Burg von hier auSgearbeitet, besten rechte Hanb der Dausührer R a ck in Firma 2lbermann war. beiden Herren, aber auch der klugen Be­raterin bei der Ausstattung, Frau Henrich, wurde gestern abend öffentlich befonders gedantt. Die Ei enbetonhmftrultion wurde von der G>«- ftener Eiseubetongelelllchaft ausgeführi. Die B«- leuchmngsanlage lieferte bie Firma Georg Ap­pel. bie Lüftungsanlage bie Firma Schaff» ftaebt. Die Daufirma Aber mann stellt« ben Bau schlüsselfertig her Besonder- lobend zu er* wähnen ist. haft auch hier wieder, ebenso wie kürzlich bei bem Um- und Erweiterungsbau des KonsettionshaufeS Earl ZrenSborf. sämtlich« Arbeiten bei dem Bau nur von Viehener ®e- chäsfsleuten an-geführt wurden.

Das neu« LichtipiclhauS macht m Ieiner Har­rn oni'chen und zweckmäftigra Gesamtgeftaltung einen $uten Eindruck. Es stellt für «in« Mittel­stadt nicht nur etwas Besonderes dar. sondern es dürste Wohl auch gar manches Llchtfvielhau- in den Großstädten weit übertreff en. Eeftünt auf diesen starken Dorieil dürst« da- Unternebmen. wenn es nun noch die besten ircrfc der .rilm* Produktion zur Bvriührung bringt, sicherlich einer guten Zukunft entgegengehen.

a«U. Sauer «..*. W ^e>rawi»i'mxi leitet Herr Oberir-ellriter Lodert Becker. bi» eadt- kali'ch« Leitung hat Heer Kapeilmrifter «lugen Reff

Akäuner- und Fra ueuvereiui« gvnfl der Matthäusgemeinbe. Jeden vierten vrv tag des Monats Veranstalter tm W'.nrerhalb,ahr di» 2]Utaerr- unb Sraiwnrcr- einjgvng der MaNLäusgruw-nd« im Bkatthäus- saci. Koesrrmand«Astu»rdra Tür Erwachten«, ft« folg*, \ir.3 dem B<-.'p ei mvdern-Nrchlicher Ar« bei: n unseren jTt*«r Stad« gemein dem Borgen, .xvtiiag. abcn2* 8 llhr. wird 'Pfarrer Mahr 'pvtch-tt Jxt das Z. Gebot, und zwar un:«s bem Titel Das Stehlen der ehrlichen Leute". 5.»h« heutige OLiyig«.)

21 u s i k a l. s ch« r Volkskunstobend der Volkshochschule. W.e weisen noch­mals auf den am 1. Ro«»«mb«r unter Leitung von Dr T-inesvarv statlfiudenden Abend hin. »Siehe Programm Un Anzeigenteil der heu­rigen Lummer.)

- Vie Lmftag. ktlm »rei eemt istieften stnd Ist«n»tao und Freitag vormittag». 'Züahrrnb brr übrigen Je« flnb bir tirafljimmer de» $trrt»amt», w>, tm neuen tznUeoerkuntegunOo» blatt dekonntgegetzen wirb, für da» Ihibhfum ge» fttzwffen, fo t.tft. iowii ee Rd) rid)l um Fsllr aller- dringendster Art handelt, fterionen. die außerhalb der llmt»ttig.- oorsptechen. auf Abfertigung nicht rechnen können

- Künbigungen in der Tadak- industrie im Giehener Bezirks W»e wir von gut unterrichteter Seit« hfttrn. find di« fei: einiger 3«tt in Sa en und im (JkaiNte befindlichen tarifw brigeu ötreW her labalariteiicr bi6 >u!e noch nicht beendet. Ömern Beschluft bes Leichsveri-anbes der beut» lchen Jtgar. enter ftcüec gern äst wird bi« gesamt« deutsche vlig r ninbufttle am kommenden Sams­tag zur ttuitb ,ung ihrer Belegschaften schreiten, wenn bis dahin bie tariltmbrigra Streiks in Sachsen unb L chlesien nicht beendet (Inb. Da bis beute eine Rachricht über etn Gnbe der Streiks la lemn ®ebicten hier nicht boriiegt. ist damit zu rechnen wem, nicht noch in letzter Stund« eine Wendung fettens der streikenden Taba£* arbeitet eint ritt dast auch im ® .ebener Bezirk am nächsten Lamsiaq den Belegschaften fämt- lloder Figarrenherstellunasbetriebe zum 12- Lv- liegt ein Tarifvertrag vor. der noch bis Snd« Mürz 1923 läuft und wie wir weiter erfahren, auch 'ämtliche Ul eilte; crurgen einschlieblich der vom l.Ollol>er. und bi« Verteuerung des täg­lichen Lebensbedarfs voll abgegolten hat Um bte Einhaltung bie «4 Tarifvertrages sicherzu- stellen. fch reitet der Reichsverbanb deutscher c.igarrenberftcller zu der oorge'elxnen Ans» fperrung wenn bi« wilden Streiks nicht sofort abgebrochen werden. Man darf nur hoffen, dast in den besonnen beidenbra Krecken der betetligim Arbeiterschaft ein« ruhige ttrwäguna der Sach­lage zur Jimehalrimg der tariflich«» B«rpsl!chtun- gen fuhr:

Straßensperre Wegen Ausführung von Kanalanlchlustarhetten ift die Vteinftvoste zwischen .ioibuiilafl« und Da nun strafte von gestern ab für den Fährverkehr auf etwa 10 Tage gesperrt worden

Sin Unfall beim difenbabn» brückenumbau an bet Heuftabt ereignete sich gestern vormittag dadurch, daft beim Abbruch eine»Bogen» de» westlichen Mauerwerke» bet Brücke ein log. bindender Stein anscheinend vor* zeitig aelost wurde, wodurch dann brr ganz« Bogen IT! *<im Die schweren Steine schlugen so gewaltig auf dir grpflafterte Fahrbahn auf, dost durch ben Druck ein Bruch be» gerade an der (int- sturzslellr oorbeifübrenben TBoftcrrobre» noch oem Stadtteil jenfeit» der Lob» eintrat. In kurzer ,i«it drangen dir au »strömenden Itassrrinenar n durch da» Sttohenpflofter hindurch an bi« Oderftach«. wo­durch man auf btn Schoten aufmerksam wurde. Do» sofort benachrichtigte städtische Waffermerk oer- anlaf/e alsbald die Inangriffnahme der Reparatur' arbeiten, immerhin konnte ober nicht verhütet wer­ten. daft in den Straften jenfeit» ter Lahn ein völlige» Berfagen ter Lofterzufuhr au» tem Lei* iung»netz rin trat. Io daft dir Hou»boitungrn rinr .^.itlang ohnr Lojsrr warm Um wenigsten» tem dringenden Bedarf gerecht zu werben, lieft da» Wasserwerk mit einem Wafserwogen be» Stodtbau- amte» bas an unterer Stelle aufgenonunene Lueck- borner Raft bem Rotgebiri zusayren, woraus dort an tem Wagen nach Kräften gezapft wurde. Erft im Lause de» Nachmittag» gelang e», den Schaden S beheben. Personen kamen bei dem Einsturz zum lück nicht zu Schaden

" f ; 1 o r. a i i e Ernannt wurde der Bermef- lungsprottdant (Lberhard L oft au» HUenborf an der Vumba vom 1 November 1927 ab zum überplan» mäßigen Sermclfungftfetretar mit bet AmisdrZeich­nung ,Obrrv«rmeftu»g»fekr«tLr^

mitdcr^hrlidt!.

Zum Thema: GeschäftsmoraL / Firmen von Ruf haben längst mit veralteten Methoden gebrochen. Der Käufer 'im 20. Jahrhundert will sich nicht mehr überreden lassen. Aber er läßt sich überzeugen. / Die Massary- Werbung kennt nur ein Ziel: jeder Massaty.Raucher soll aus innerster Überzeugung zufrieden sein. Wir drängen niemandem unsere Marken mit übertriebenem Selbstlob auf. Was in mühevoller, wohlorganisierter Arbeit geschaffen wurde, reichen wir mit der schlichten Aufforderung dar;

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