892 Männer unb 20 5raum 3ura 48c THönwt und 20 SraMni Uiebüin unb 829 Manner und KO grauen Philosophie Der He,nur« nach finft 1938 Männer und 382 Krauen au« Prüden 373 Männer und W Krauen aus den ubngm deutschen Staate^ 23 Männer und eine Krau aus Danzig Memel land und Oesterreich 75 Männer und 12 Krauen aus den übrigen europäischen Ltaaien und achi Männer und Dirr Krauen aus a uh ereurnpä sichen Ländern Zis Hörer lind 43 Männer und 21 Krauen zu- gelassen.
sch Marburg. 25 3uni. Eine Lchla - g« rei en Island gestern abend tn der Kugelaatte «Aschen einem Ha usbelitzer und «einem Mieter. D>r Mieter verieMte seinem Gegner nn paar Schläge mi! de in Bei l auf den Kopl so Sah der Mann »ulammenbrach und sofort ärztliche Hilfe m Anspruch nehmen muhte
Wainqau.
TBCTt. Kranklur o M 25 Juni Am Saa.siagirMrgen wurde ein Polizeivacht- melfter beim Uebersahren der vtrahenbahn- gleise am Bahnhofsplatz oem einem Straften- oahnzug ersaht und l chw er verleyt. 3n der veraangerren Lacht entstand tn der Ein« horngasse eine aröftere Schlägerei m deren Versau' di« Polizei um die S teerten- den auseinarrderzubrinaen von der Hiebwaffe Gebrauch machen muhte
‘BaUcitaq der Ballei Oberhessen des Iungdeulschen Ordens
• Friedberg 28 3unt 1927
Die Balle» Oberhessen des 3ungdeutschen Ordens hielt heuie »hren Balk«»1 og m unserer Stadt ob Stwa 400 Ordensbrüder aus Ober- dessen unft rund 150 Gäste aus benachbarten Bal- leien. Bl überschatten und Getolatchosren waren dazu erschienen 11 a. halten «ich Bannerodord- uungen der Balleten Marburg. Lhön Unter» inaingau, Starkenburg sowie aus Wetzlar, Hanau. Alchattenburg ulw eingesunden Schon die öffentliche Kundgebung die gestern abend in der Turnhalle zu Bad-Bauhcim statt» sand, zeigte starken Besuch und konnte «ich eines einmütigen Verlaufs erfreuen Besonders der feierliche Einmarsch der Bonner-Abteilung war non eindrucksvoller Wirkung. Lebhafte Ohar Honen wurden der Abordnung aus dem Saar- gediet und ihrem Banner dargebracht Der Komtur der Balle, Oberhefsen. Studienrot Wilhelm Schmidt iGieften, fand inhaltsreiche Worte des Willkommens in denen die Ziele des 3ungdeut«chen Ordens fiat gezeichnet wurden Von den kurzen Glückwunlchoi'iprachen. d»e ver» schieden, Gäste der Tagung widmeten, «eien her- vorgeh oben die Ausführungen des Führers der Ortsgruppe Friedberg des .Stahlhelms", der aus das gute Einvernehmen zwilchen 3ungdeut- schem Orden und Stahlhelm in Oberhelfcn hin- wies, und dann die echt deutsche Aede eines zur Kur tn Bod-Aauheim weilenden Psarrers aus Subbrasllien der die Grüfte des südamerikonischen Deutschtums entbot Der Bauerndlchter Wilhelm Reuter aus Dornholzhausen aab in zwei gcdankentiefen Weihesprüchen dem Streben des 3ungdeutfchen Orden» dichterische Form, und aussührlicher noch wurden Sinn und Ziel der Bewegung m zwei Borträgen bar gestellt. kne wie alle Darbietung en des Abends lebhaften Beifall sanden Der Komtur Lohmeder der DalleiMarburg sprach zu dem Thema .Der 3 u na deu t fche Brudergedonke". dabei ausführenb. doft Brudergedank« und Ordcnskreuz zu- fammengehören: das letztere mahne zu einer der vornehmsten menschlichen und vaterländischen Ausgaben zum Dienen und Sichaus- opfern für Volkstum und Vaterland. Der stellvertretende Komtur der
Major a D Wichert (Köln». sprach über den „Jungdeutfchen Kampf um d l e innere und äuftere Vefreiuna Deutschlands- An einem Längsschnitt durch die deutsche Geschichte konnte der Redner das Auf und Nieder im Werdegang unseres Volke» »eigen, das als Volk sich immer behaustet (Kibe, auch wenn die Slaatssorin manchmal zerschlagen worden sei. Nicht der Haft könne aus- bauen, sondern nur der Brudcrgedanle der Liebe, dem zerstörenden Fanatismus müsse der sachliche Gedanke der Auseinandersetzung gegenutergcsteilt werden der allein nur zur Ein.gung führe nur
der tz ngabemenlch könne der gerechter S che diener Die juhu Be'r. ^ng w rve erst da,n lornmcn wenn w r innerlich e,n»g feien Dem Ordensmursch der :or. der r elhunderilov« g«n Versammlung stehend gttunae wurde folgte als wuchtiger Ausklung der Kundgebung der ein» krucksvolle Ausmor^ch der Bar. neradle» l ur g 3n ipäter ?. - i Bruderschaften in mutergult.ger Ordnu-rn n ihr« Ouarr er« die in Dchwalh.iN und W "elsheim
: waren
Am Sonntaginorgen zöge d.e ü: cheilen aus ' ihren Qu. rriermi zur Seew.e'e wo sich trotz des anfänglich« n Regenwetters t»atb nn reges sportliches /reiben entwickelte Altc und lunge Ord-nsbrut r «atzen hre Kräfte Ss wur» den W« tvompf« »usgelrogen im 100-Meter» Lau' m Diskus Speerziel» und Derwritwuri.
tat« standen durchweg aut beachtlicher Hohe 3m Anlchluft an dir Sporrkämph fand unter den Bäumen der Seewie'e e.nAelbaolt«sbt«nst statt be» den Pfarrafsrstrr Hs' meher - Bad- Tlauheun die Hredigr hielt 72lit dem A,?dor» ländischen Dankgebet wurde the Feier ringe leitet Der Komtur der Balle- Oberhefsen Schmidt- Giefeen we hte sodann auf dein Ke'.daltar d-.e neuer. Kähnen der Geiolal chatten Oder» Aos doch v d H und Butzbach Mit dem Bedang eines Ehorales «and d e feierlich? Handlung ihren Ab- Ichluft Aach kurzer MiN aas pause «ammehen sich d»e Gruppen am Bahnhv' und zogen von hier durch die Stabt zur Burg De etwa 570 Teilnehmer nahnren hier aus 6cm givften Platz vor dem Schloft um ben Geargsdlunnen Au'» stetlung Bruder Wichert stellvertretender Kvmwr der Westmark Cruher Gieften hielt eine rünftende Ansprache in der er u a sagte .Wir «trift kern einige« Volk mehr sondern in zwei Lager mit zwei Karben aef polten Wo ist dos souveräne Volk v?n 1918t Wo »st der mitverantwortliche Staatsbürger T Wir hnft seelenlo'e Masse geworden darum müssen wir zu«ammerhalten wenn wir nicht Sklaven werden wollen Der Weg zur Kreihe.! geht über ftie Wehr- hafttgkeit De Glnigkerk gelte »etzt vor Ktoggrn- «rage und Klaisenhah Zeder mutz da arbeiten, wo ihn do» Schicksal hu,stellt Dos Alte wurde I efeitigi und kann doch nicht sterben weil noch ’otncl Wertvolles an ihm war Und dos Neue kann nicht leben weil noch soviel Wertloses bei- gepacki ist cd wirb der A *» immer gröftei tK-r unser Volk durchzieh! Au« beiden Seiten wird m,t Heiden Herzen noch einem Weg gesucht Deshalb nennen wir uns Brüder n-eil wir alle Brüder werden wollen die Schutztruppr des geeinten Volkes Aicht nrii Haft, nur mit Liebe kann man aufbauen Wir müssen ablassen htnn Klaftenkampf und vom religiösen Kamps an dein wir zugrunde gehen Die Religion muh nneder zur Geltung kommen denn ohne sie aeixn wir unter Alles Grvfte kommt aus dem Gefühl für Aeligion und Hermal Der 3ungdeuifchr Orden will den Dolksstoot. oufgedaut aus sittlicher Ge» metnschasl Dann wird auch sein Ziel erreicht, das geeinte grvfte. freie Deutsche Reich Geht j nach Haute u>zd arbeitet, und reifet die Selbstsucht und die Gleichgültigkeit au» eurem Herzen, denn es geht um» Ganze" Rachdem der Redner lein« begeisternden weithin vernehmbaren Aus» idferungen beendet hotte brauste mächtig dos Ordenslied durch die Dauern der altes Burg Unter den Klängen der Mus'k ging» dann zur Burg hinaus in Warfchordnung dinuder nach Saft-Rauheim. wo am Rathaus ein schneidiger Vorbeimarsch vor der Fahne und ben an- weieichen Komturen ftattfanft. Aus dem alten Marktplatz wurde Aufstellung genommen, und Komtur Schmidt richtete ein kurze« Schlußwort an (eine Schar Der Tag bedeut? eine innere Kesngung für jeden unt> eine Stärkung de» Bonde» zw-ichen allen. Roch einmal reichten sich beim Orbenslicde alle die Hände, dann erscholl das Kommando Weggetreten
Aus dem Amtsvcrkündigungöblatt.
• Dav AmtSverkündigungsblatt Ar. 47 vom 24. 3uni enthüll: Lagerung von Baumaterialien und sonstige Benutzung dec Prv» vinzialstratzen. — Legitimierung ausländischer Arbeiter. — Die Festsetzung des Werte« der Sachbezüge auf Grund der Reichsversicherungsordnung und de» AngeslklUenversichelunge- aefetzcS. — Schlachihausaaurge des August Seibert inHungen. — Hauptversammlung der^Hessi- schen Misfionskonferenz zu Gietzen. - Keldbe-
rehneung Watzenborn-Steinberg — Dienst na«b» nchien
Amtsgericht Gietzen.
* Gietzen 22 3um Zoe Familien R unb S. 6»« tt» demselben .Hauke m Gietzen wohnen waie-i aniängl.ch lehr befteunftet mit» < nander wurde i ober päter uneinig riai. S Lgte gelegentlich zu einer Krau D wenn fie ein Klorner onscha'ten wolle tolle sie keinen aber. Klepverkosten tauten und ach:gebe doft chr Don- > cht in die Ko«»e g«ei«e Dies woi eine An^- elung aut ben G^eman- R Br. einer späteren Belegenbett tchioi.' Krau R den Zugang zur Wo - >k p«- ■ der 'ich gerade xrau 2
bei und ab t>bne doft Krou R davon Kenn ins hotte «riffd b rnsria.be" en tim gsgen«eitig.- Zankcre zw-'chen ben beiden Kraue,, tn he auch b*.e Gheniun.mr dlneing-zoge- wurden Als S weinte das Zutchl,etzen der Durc beruhe au« Schikane -.id ihm Krou S zu .Sind Sie ruhig Sie sind ja in der ganzen Strotze bekannt' Hierou« antwortete Krau A . Unb Sie mit 3hrem bösen Daul noch mehr" während der dtx'Tr.ar.n S ben Ghemann R »ur.c* ..Unb Sie Und Sekanm au« dem Amt wo die grotze Kalle «teht' D-..- .rr4fle k-c'er Vorfälle wäre i aagen'e.tipe B«leid»qungsk'.agen die noch längerer Betversou«nähme heute durch Ber gle, ch er- ledig! wurden Danach natmwn die 8twleut< € anb die Gheleute R bt« von hrer S*e je- fallcnen Beleidigung^ zurück insbesondere ei- klärte der CKxmann S- noch er Hache «»ch davon überzeugt doft der Gbemann R bei ber Ont- nähme von Geld au-? der Kasse sich kein.Tiei strafbaren Handlung schuldig gemacht habe Dc Ghe'.eute S übernehmen die Kosten der einen Sache ganz wahrend die Kosten in der anderen Loche unter die beiden Parteien «teilt wurden Dem Ghemann R war eine Beleidigung nicht Michgrwi^en worden
* ®itfe«n. 24. 3um Zwei Rochbars-Familien S und B aus Annerod stehen i«it einiger v*it nicht gu« miteinander Angeblich bat B. der .Krau S schon im vorigen 3ahr da« Betreten seiner Hokreike ein für allemal ber- boten Frau S will jedoch hiervon nichts wissen 3m vergangenen Kebruor soll nun ein jüngerer Sohn von B mit Sand oder Steinchen nach dem Küchenfenster von S geworfen hoben, woraus Krau S. in d e Wohnung von B ging, um dort den Vorfall m,t zuteilen Hier trof sie die Krau B und deren älteren Sohn Letzterer soll nun sofort die Krau €. gepackt hinauägewvr«en ünd im Hof gegen ben Oberschenkel getreten haben. 3m Gegenlatz hierzu behaupten die Krau B und ihr Sobn. Frau S yabe so laut geschrien. das» sie bitlcLbc zum Verlassen de, Wvd- nung aus gefordert hätten, welcher Aufforderung fie jedoch nicht nachgekommen sei. Do fie noch mehr Spekiaket gemacht und die ncroök Krau B dadurch in grvfte Srreaung verletzt habe, habe deren Sohn sie gewaltsam hinausaebrächt. Hierbei habe sie sich gewehrt mit dem Kopftuch nach ,hm geschlagen unb yu ihm gesagt .Don dir Lausbub lasse ich mich nicht hinaaStun". Deshalb lxrbe er um sich getreten, wisse aber nicht ob er fie getroffen hab« Rach Vernehmung ber Zeugen wurden die von beiden Teilen erhobenen Privatwagen verglichen. Der Sohn des B. bedauert dach er die Frau S. getreten hat. letztere verl prichr in Zukunft die Hvsreite be« B. nicht mehr zu betreten Jeder Teil übernimmt die auf seiner Seite erwachsenen Kosten. B. ^w sein Sohn aufterdem die Gerichtskvsten
• (Ziehen, 24. Äuni. (Em# hiesige Ärftouro- non bezieht in Kühlwagen rcgelmähitz ou» Düsseldorf größere Meng«n geschlachteten ba»
terells in Dusscidors laut beiliegender Bescheini- nunfl tierärztlich untersucht worden ist. Dar ftleisch ut niemals dem städtischen Schlachthaus zur Nachuntersuchung zugeführt worden. Nach einer Poli ist Verordnung vom 24. Marz 1010 muh bie» g« ichehen Dem betreffenden Restaurateur sind daraus bin mehrere Strafbefehle zugegangen, gegen die rr (Einspruch eingelegt bat. Sein Verteidiger behauptet Ungültigkeit der Pol'zeioerordnung. Diese Krage ist rechtlich bestritten. Das Neichsgericht bot in einer einzigen (Entscheidung die Zulässigkeit einer solchen generellen Anordnung der Nachuntersuchung beleiht. Das Äammergend)! hingegen und einige andre Oberlandesacrichte vertreten tue Auffassung, das Rsichs»Fleischbes»h<wg«s«tz uubc-ite den (Brunb|a|
dir ire i gfrli* de« .iniikil untersuchten gkeifche» 3m V njtUall könne eine Nachunlrr» 'uchur.g bei krem autmon« uniersuchren Flei'ch»« angeordn«! werden hingegen nicht generell, twr «♦ v > durch die gen nnte Der. idmrvg ge- tibrn n Da- a>idei',itchk dem Reich»rechl la» kUrt;.!! d-'.H sich ber letzteren Auffossung an unb 'proch re Da» »etzi« Wort wird m dieser An» geiegenbei! do» Ober! anbesger.cht Darmstabr JU 'prechen hoher b d-e Staat»>nwolrichait Kev'sion ei »legen «oirtz
Der flngetlagie Äa.itmann N. c in K. sowie besser, gettjr Kamille Heben mn dem Lehrer ®. Mfetbfl a.. ehr g, ponviem Kutze Die slam.be gla.ibL die Schlve'ter de» Angeklagten N. 8 weide in der Schule non dem Lehrer . naerecht behänd lt. Der AnptNagie hat u.a. iwei Bekannten gegen- der asäuftsn Lehrer vi habe leine cdjnxfier tn der Kchule mit einem glühenden Schurpaken bedroht Wegen dieser unwahren Vefe.ptungen wurde er zu zweimal 25 Mark Gelds« rase verurteilt
Der cd)aNijer (tz u s» a v Sch > ode » l uhee au- dem Gute Neu hol bei Leidgestern vei>t»a«i.gt. war bereit» im Jahre lüifl zu nner cZeldsi».tle von b:.nder,funf»ig Mark verurteilt worden, weil verwässert hatte Runmehi ist >hm biefelbe ctrastat wiederuni nachaewiesen llr hat io gehandelt um seine Provision, die ihm für |e 100 Liter zustand in erhöhen Die» mar Betrug. Ml! Nücksichi au« die Gew.ftenlosi^keit der Handlung»!»»«. . nb mit Rücksicht au| bie vorfiras« erkannte du Gericht diesmal auf eine Gesang- n i » st r a s e von zwei Monaten
(im Wetzlarer Autodonbler nwr mu einem Mo» lorrad noch Giehen gefahren um diese» einem Odernrzi uorzusiihren »on dem er aehort hatte, er wolle sich ein lolche» zulegen La» Rad ivar ein isp Musterrab'. da» dem Angeklagten von ber Kodrik geliefert n>cr um e» Üauf lieb Habern vor» zusuhren Auf der sfahn benutzte der Angeklagte ein Prodefahrttennzeichen Da es sich |#bod) um keine Probesuhri" im Sinne be» Gefetze» hon- dell« -- eine »olche ei folgt zur Prinung ber Ver- I.hresicherheit der Maichtne erhtett ber Angeklagte einen Strafbefehl. Dieser bezog sich zugleich auf eine Kohrt in einer polizeilich gesperrten Strahe. Mn seinem (Einspruch hatte bei Angeklagte wenig Wind Die (tzeldstrase wurde aus« i echterhalten.
Zwei Studenten holten Oinlprud) geoen Steak» befehl« eingelegt, in denen ihnen zur Last gelegt war eine» Nachts in der Lieblgskratze einen B»r- fampi ausgesühii zu haben. Sie behaupten» es fei em freund«chaffkamps gewesen sie selbst hätten sich babei ganz geräuschlos verhallen laute Zurufe umren lediglich non feiten ber zufchauenben staine- riben erfolgt. Da» (Sencht war ledoch ber Auflas« fung. datz bie Stnafte für derartige nädHlidH Boxkämpfe nicht bo ist und bah da» Verhallen der Angeklagten einen groben Unfug darfteUt Jeder ber beiben wurde zu fünf Mark ttzeldsteof«, evtl zwei lagen Haft, vri urteilt.
3m letzten Herbst war bei Heuchelheim nachts häutig auf ben Feldern Obst entwende! worben Der ^lurldnip und ein Hilfsfeldschütz machten Inh eines Machte auf den Be bte • ater zu erwifchen.
uberrafchtrn auch cingr Arbeiter aue Fel« lingshausen, bie mit den Rädern von Gietzen nach Haufe fuhren. Der Flurschutz nahm dem einen Täter bie Nadfohrlaterne ab. nachdem er ihm sein '.Hob roicbcr zuruckgegeben hotte. Mehrere nrbeli#- kollegen. die gehört hatten, dem einen von ihnen J genommen, versuchten zunächst in
leuchelheim auf der Burgermeistkref oorzufpieisten, trafen aber mitten in ber Nacht dort nirm.mb nn. Auf her Weiterfahrt fliehen sie aus ben Hilssselb- schützen, brn sie umringten unb ber ben Stock zur Abwehr hob. Man nahm ihm den Stock gemaltfam oh auch erhielt er einige r hlcige t>on mem mor nicht fefhuftellen. Den drei Angeklagten V» Ti st. unb A. Z wurde Widerltand gegen dm ))llfvflur- schütz nachgewielen. Zeder non ihnen wurde unter Zubilligung mildernder Umstände in eine (Belt)« (träfe von 30 Mark genommen. Zu ihren (Runften Iprach, doft der Angeklagte W nend bemüht war Schlage zu verhüten, und nur auf ben Stock aus war. ber alsbald weggewor'en würbe. Auch waren die Angeklagten noch nicht oorbeftraft und erfreuten sich sonst eines guten Nuss Andererseits war eine gewisse ltzemeingefohr» Uchkeit eines berortigen Vorgehens nicht zu oer« kennen Die Odftfrevler sind bereit» durch €trof« befehl erledigt worben.
VklMllN.MüieMWnMle
Noman von Sven Eloestad.
Copyright bei Georg Müller. München.
17. Sortfetzung Nachdruck verboten
..Woraus ichiieften Sie bas?- fragte der Not- haarige.
„Sie sind kaum vor vier Uhr zu Bett gekommen . entgegnete Krag.
..Wirklich, nicht jo verkehrt geraten.
.Vch laste mich nie auf Noten ein."
„Woher können Sie denn tu» wi'len?"
,Vch beOdiiere Ihr schlechte» Gedichttii». Können Sie sich denn por nicht entsinnen, dah ich heute nacht mit Ihnen gefahren bin?"
Ver Nothnorige sah chn erstaunt an. Krag fuhr
Wenn man sich maskieren will, mein Herr, dann mutz man oyr allem daraus achten, so eigentümliches Haar zu verbergen wie da» Ihre. (Es hat eine be- sonders rote Farbe. Und das Ganze ist ja nicht damit getan, datz man eine dunkle Perücke über den Kopi legt. Sie haben sich zu fehl aus die Dunkelheit oer- lasten — aber Ich konnte, ttotz dem Dunkel, 3hr rotes Haar Im Schein der Automobil?«lerne festen."
..Soso. Aber ich hoffe wenigstens, bah id) ein guter Chauffeur war/
„(Ein ganz vortrefflicher. Und vor allem waren Sie diskret."
Was meinen Sie damit? Ich habe Sie doch hiidfch nach Haus« gefahren unb habe mich wieder entfernt, ohne oie auszufpionieren."
..Sehr richtig. Und Sie find mritergefahren, ohne sich davon zu überzeugen, io« hinten an dem Auto hing. Da» war aufeerordentllch taktvoll."
Tter Note murmelte halblaut einen Fluch Krag beschwichüigie Ihn: ,.6ie dürfen nicht vergessen, bah Fremde Sie hören können, rner in diesem Zimmer barf kein Lärm fein, sonst konnten wir leicht gestört werden.'
iE» klopfte an die Tür. Ein Kellner mit ooöo- Wasserflaschen kam herein. Der Nochaange beugte ben Kops, damit sein Kollege ihn nicht beobachten
sollte. .
Der Kellner schenk» ein. Krag gab dem Polizei- dpi ein Zeichen, und beide trgrinen ihre Glaser.
Per Rothaarige zögerte. Der Kellner blieb hinter feinem Stuhl stehen, nachdmi er ihm die Handsesfeln gelöst hatte.
..3ch bin nicht durstig", jagte der Notstaange.
„Sie mühen trotzdem trinken," meinte Krag.
Man soll n.cht unhöslich fein."
„(Biil," er wider.« der Nolhaarige mit listigem Lächeln, „bann will ich mit Ihnen anstotzen, meine Herren!" (Er erhob sein Ala» und roch voran. Dann letzte er e» wieder hin.
Sich an ben Kellner wendend, sagte er ..Kann ich ein anderes Glas bekommen?"
„Sehr gerne." Der Kellner ging zur lür, der Nothaorige hieli ihn »«doch zurück.
„Danke. E» ist nicht nötig", sagte er. „Sie können mir da» Glas dort reichen." (Er zeigte aus ein Glas, aus einem Tischchen für sich neben der troffen karaste stand. Geben Sie mir dos! Da» genügt."
Die Augen des Kellners suchten di« Augen Krag», und dos Gesicht de» Detektivs zuckte fast unmertlich
Dann brachte der Kellner ihm das verlangte Ala». Der Rothaarig« lächelte wie einer, dessen Lisi ; geglückt in. goft Seiler» m jein Glos unb trank.
Doch schon beim ersten SHluck machte er ein er- schrockene» Gesicht. Dann won er plötzlich oo» Glas auf den Fuftdoden.
.Giftmörder!" rief er.
Unb in btmfelben Augenblick erhob er sich heftig vom Stuhl. Aber sofort mar er von den Niesen armen des „Kellners" amNommer! unb jah wieder mie in einem Schraubstock. Die beiden Herren bHe- den ruhig auf ihren Plötzen.
Nach Dersau' einiger Sekunden ermattete der Widerstand be» Nokhaangen. unb aus einmal brach er zusammen wie ein Tuch. Er blieb auf dem Teppich l egen Sein« Augen waren geschlossen, der Mund war ledoch onen. Er schnaub re 'chwer.
Strag beugte sich über chn nieder. ..Für einen halben log zum Schweigen gebracht'' mumuü« er unb zu dem „Kellner' gewond,. fuhr er fort: „Sie finb >a ber reine Taschewpieler Iäroen. Si« haben >05 Scstlaipulo^ sehr geschickt in bas Wasserglas befördert."
Ärag jchüttete ben Nest be» sodawosters auy „Sir dürfen e» nicht darauf ontommen lasten boh noch mehr con uns schtösrio rnerben", erfläne er. unb bann fegte er zu dem Polizei wes: Sehen Sie, nun i't Dm Linie klar' Beim erstenmal gewonnen.
„3d> Innr mir festen, dah wir bo» eine gewonnen haben, dah dieser Mann für einige Zeil bemuhllos gemacht ist. Viel ist bas nicht."
„oie vergehen, boh ber Mann hier hn Houlc Heiser hat. Seine Aufgabe bestand bann, uns so lange wie möglich hier odcr andercwo festzuhallen, wahrend seine oerwegenen.slinken Kollegen irgendeinen Uoup ousführen. 3m schlimmsten Fall war es seine Auiaob«, ein« Freunde yi warnen, bah (Befahr drohe."
Krag betrachtete fragend den „Kellner", der sich jetzt al» ber starke Kriminalbeamte 3drorn entpuppt hatte, unb .zeigte auf die Wand«.
..Besent', antwortete 3oroen. ,Vn dem einen Zimmer hoben mir ein reizende» lete-a-tete — unb a>c5 in dem anberen ist, tonnen Sie wohl Horen.'
„3a. do bnnnen stimmt jemand da» Klavier."
„Ganz recht Es dl Oppen", war bie Antwort be» Bcarnun.
„3ch hob gor nicht gewuht, boh er mustko- lisch »ft-'
..Da» ist er auch mchtz"
„No, bann wirb do» Klavier jchön gestimmt werben."
..Ausgezeichnet.'
„Wie Sie verstehen," 'agte Krag zu dem Polizei- chef, „habe ich doch dafür gesorgt, doh meine Leute bei der Hand sind. Do» «ne Nebenzimmer ist von einem ^.levisporchen besetzt, bo» ander« von einem 1ha di ehi immer, dessen musikalilche oder nchtiger amnustkolische Darbietungen jede? Horchen oerbm- bem. Mit alledem hoben wir aiio erreicht erstens ist ber Nothaange — wenigsten» Hlr einig« Stunden — unschädlich gemacht Ferner ist er in io voll- komme »er Stille zum Schweigen gebracht worden, doh e» niemand OdigefaUen ist. — Wir können feine Hittzosigkkii noch eme halbe Stunde oerberaen. — Da» genüot um. 3dn>?n Meibt hier, um die Freunde de, Rotbaongen auf eine allche Spur zu letten *
Und wo» wollen wir tun?" fragte ber Polizei- chef.
Wir wir machen un» auf ben Weg. um ben Ehe- ber Kriminalpoilzei von Ehristionio yj treffen, lowie den bekannten, wenn auch nicht immer gleich erfolgreichen Detektiv Asbjörn Krag."
Jbofcen wir denn beide Doppelgänger?' .sowohl." /
Krag stand am Telephon unb erhielt einen De- Icheib von dem Wachstabenden auf dem To bureau. Als er fertig war, sagte er: „Unsre Doppelgänger haben das Bureau vor zwanzig Minuten Dertaflen. Allerhöchsten». Sie waren in Begleitung eines ausländisch sprechenden Herrn, der sich auf dem Kriminaldureou ein fand und nach dem Polizei« chef fragte."
„Unb zu der Zeil Iah der falfche Pottzeiches un Bureau?"
„3o."
„Und bann sind fk zusammen weggegangen?'
3a, der Polfzeiches, fl^örn Krag unb der Ausländer", erwiderte der Detektiv lachend.
„Aber nehmen Sie nun einmal ben Fall an, dah der ausländisch fprecstendc Herr mich m einer lehr wichtigen Angelegenheit ausgesucht hoi, wo, dann? Dann kann ja bo« gröhte Unglück geschehen'"
..Nein.'
Worum nicht?'
Sie vergessen," erklärte Kvog, „boh Ich heute nacht nicht geschlafen hob«, vielmehr die ganz« Zeit über tätig gewelen bin."
,3d) versieh« nicht . .
..Die Sache wird 3hnen klarer werden, wenn Ich Ihnen jetzt erzähle, dah unsere Doppelgänger sich in diesem Augenblick im (Branb Hotel in Zimmer Nr 26 beftnben E» sind die logenonnfen Prinzenroume. Wenn wir nun fosort hirmberpebcn. können wir bi« Bekonntlchost ber mlerrfkmUn Herren machen und un» davon überzeugen rote mir in Wirklichkeit aus» le^en Sie tonnen sich barou* verlosten, doh die ■Herfteibung glänzend Ist."
Dos Auto ist bereit“, meldete Iöroen.
E« ist gewih Zett zum Aufdruckj“, sagte Krag, ieme Hondichuhe zuknöpsend Vch dm kein Freund der (Eik Ader unnötige» Zaubern kann gefährlicher «ein ai, bie unbesonnenste (Eik. Ich glaube, gerate letzt ober richtiger in wer ober fünf Minuten kommt , der kritisch« Augenblick."
। Dem Polizeichel zunickend sagte er Vch Holts ! einen Revolver nicht für ganz überstülsig.'
3ch habe ihn", ermiberte ber Estes.
Gut.'
Aber was «ollen mir mit dem da an sangen?' Der Polizeichef zeigt« aut ben 'Rothaarigen.
(Fortsetzung folgt)


