ich weil mehr beobachten kann al- mir dem flohen Äugt.
Die beste, weil unmittelbarste Beobachtung-- .'öglichkert bieten gefärbt? Gläser Ob es nötig ein wird ein rote- und ein grüne- Glas über* inanber zu legen ober ob bereit« ein einzige« -las genügt, loht lich von vornherein schwer 'agen und hängt von der persönlichen Empfindlich- leit ab. Statt gefärbten Glase« kann man auch ein durch Huh geschwärzte« verwenden. Do« Beruhen de« Glale« gelingt ohne Schwierigkeit über einer Kerze. Heben diesen unmittelbaren Beobacht un* gen ist auch die Beobachtung eine« Sonnenbade« empfehlenswert. Man erhält es z. V mir einem Hohlspiegel, der indessen nicht immer zur Verfügung stehen wird, we-halb wir nicht näher dar* auf eingehen, oder mit einem Br.mnglas. da« natürlich so gehalten werden muh. daß es das Papier, auf dem man da« Bild auffangen will, nicht in Flammen setzt Die einfachst? Art, ein Bild von der Sonne zu bekommen, gibt die Erscheinung, die in der Phyl k unter der Bezeichnung .Bilder kleiner Oeffnungen" bekannt ist. Man bohre mit einer feinen Havel ein Loch in ein Stüd Papier und halte — unter möglichster Abwehrung seitlichen Lichte« - hinter da« durchlöcherte Papier ein zweite« Blatt auf dem man da« Bild auffängt. Wenn auch die angegebenen Versuche keine grobe Geschicklichkeit erfordern, so wird e« sich doch empfehlen mit ihnen nicht erst im Augenblick her Verfinstert»ng zu beginnen, sondern sie bereit« vorher bi« zu einem gewissen Grade der Sicherheit einzuüben
Und nun wünschen wir unseren Lesern einen wolkenlosen Himmel für die Frühe de« 29 Juni, damit sie auch wirklich etwa« sehen!
Was ist ein ,,Blitz"»Spektrum?
ms. Keine andere Erscheinung kann un« von fernen Himmelskörpern und auch von der Sonne nur annähernd so viel erzählen, tote die im Spek* •rum, d h. in dem zu einem Zarbenband auseinandergezogenen Licht austretenden Linien, die sogenannten Fraunhoferlchen Linien. WaS habet aber für Schwierigkeiten auflreten und wie diese gerade bei dem seltenen Ereignis einer Sonnenfin* 'ternis überwunden werden das fei hier hm aus- <*(nanhergefet>t.
Die beiden großen Entdecker der sogenannten bpekiralanaldse. Kirchhoff und Bunsen, waren der Ansicht, daß diese Linien im Spektrum durchaus nur von der chemischen Hatur de« sie erzeugenden Srunbftoffc«. dagegen nicht von den Heben um- v toi ■ B Druck und Temperatur abhän- qen Wie wir jetzt wissen, ist die« nicht richtig. Bedeutende Unterschiede in Druck und Temperatur können Henherungen in den Atomen, den letz- »en Bausteinen aller Stosse. Hervorrufen und bann auch die erwähnten Linien gänzlich umgcftalten. Sie werden nicht nur um allerdings sehr Heine Beträge lxrschvben. sondern einzelne können auch verschwinde" und an ihrer Stelle können gänzlich neue auf treten.
Wenn wir nun gewöhnliche« Sonnenlicht beobachten. so rührt die« offenbar von den verschiedensten Gebieten der Sonne her, sowohl von der Sonnenvberslache als auch von dahinter liegenden lieferen Schichten denn ha die Sonnenoberfläche au« Gasen besteht, kann die sehr starke Strahlung der tieferen Schichten die SonnenhüUe noch bis zu Tausenden von Kilometern durchdringen. Die inneren Schichten sind, wie die« ja von der Erbe her bekannt ist, die heißeren und stehen auch unter höherem Druck, im ganzen also unter ganz an de- ren Bedingungen wie die Sonnenoberfläche. E« ist daher verständlich, daß auch die von ihnen betrübrenben Linien tm Spektrum von jenen völlig verschieden find
Die Sonnenfinsternis bietet nur ein Mittel, die Linien au« den aller ob ersten Sonnenschichten für sich allein zu betrachten und damit festzustellen, welche von den im gewöhnlichen Spektrum auf ire- len hen Linien den höchsten Schichten und damit auch, welche den tieferen entstammen. Jn dem Augenblick nämlich, ehe die Sonnensinstemis vollständig wird, oder auch in dem Augenblick, wo nach Vorübergang der vollständigen Verfinsterung gerade das allererste Sonnenlicht wieder auf« flammt, alfo unmittelbar vor und mich dem Höchstwert der Verfinsterung, erhallen wir Licht nur von den alleräußersten Sonnenschichten. Dieser äußerst ? Sormenrand. her nun ausschließlich Licht zu uns sendet, bat die Gestalt einer schmalen Sichel, olle« übrige Sonnenlicht wird vom Mond abgeblcnbel. Diele« Spektrum der sichelförmigen Sonne, ha« nur aus den äußersten Teilen her Sonne stammt — toohlgemerkt nicht von hen die Sonne umgebenden.
Heringswanderungen.
Man schreibt uns: Ein so allgemein verbreitetes und geschätztes Qlabrungemiftel der Hering in jeher Form, ob frisch, gesalzen, eingelegt oder geräuchert ist. — über die LtbenS- bchingungen dieses Fische« und insbesondere leine Wanderungen bat man erst in ben letzten Jabr- zednten fi Here Kenntnis erlangt. Eine anzie- atnbe 3u|ammcnialfung des jetzigen Standes her lvtffenschast bat her dänifche Forscher A E. Jo- Hanson gegeben, der auf diesem Gebiet in den <&tcn fahren mit Erfolg gearbeitet hat.
Bei der großen wirtschaftlichen Bedeutung her Heringssifcherei von deren Ausfall das Wohlergehen mancher RüUengeg rhen gänzlich ■ blxvigt. bat man her Tatsache. daß der Hering «eittoeife in großen Massen auftritt und dann .lieber verschwindet, schon in früheren Jahrhun- famkeil ,efchenkt Aber >r>t in
• er neuesten Zeit ist es gelungen, sichere Äennt- >lsse zu erwerben, und zwar einesteils durch nühevolle Untersuchung her motöbologtfa.en Ei- «eniumlichkeiten her auf den verfchiedenen Fang« läixen gefangen vorkommenden Fische, anher - eu« durch genaue Beobachtung her Laichplätze. Ulan hat an den OeNllchkeiten. wo Hering «dangen wird, die Fische zu den verschiedenen ahteszeiien. in Die der Fang fällt, auf Unter- »lebe in der Körpersorm. aus Länge und Lage *r Flossen, auf die Zahl der Wirbel, der «ieljchuppen und der Bauchslofsenstrahlen unter- . Dl. und namentlich die drei letzten Merkmale, le sich in der ganzen Entwicklungszeit eines Gering« nicht verändern, haben wichtige An- jltöpimltc ergeben. Jn labtelanger Arbeit jurhe mH dieser Methode festgestellt, baß He- Inge, bl» in Gewässern von verschiedener Tem- .eratut und verschiedenem Salzgehalt laichen. ju4) wesentliche Unterschiede in hen nräbntcn Merkmalen «eigen. So haben He- ange. Die in bet Ostsee laichen einen anderen Typus als die in der Horbsee laichenden ja. zwilchen den Heringen berlelben Meeresgegend bat man. je nachdem ob sie in bet warmen oder der kalten Jahreszeit auf treten wesentliche mor-
aber nicht zu ihr «ha. gen leuch.enden Schicht«, her fogenannten Sonnenkorona die auch während her vollständigen Bersinsterung « cht bar bfetbt — hat feine« blitzartigen Austretens wegen, ben Ha- men flafh-Speltrum. d h. Blitz-Spek run- erhalten. Die in ihm «richt-nende^ Lin en haben alle Sichel- form, und man kann logar rus der Länge ihrer Sichel «chliehen. bis zu we« hen Höhen der sie er- Sugerbe Stoss in der SonnenhüUe vorkornmt
ine her merkwürhigsten Entdeckungen zu denen dies« Forschungen Veranlagung gegeben haben, ist die daß die höchsten Schichten her Sonne nicht etwa an Wallerstosf hem leichtesten G »e londern vielmehr an den. Dampfen he« Metalle« Kalzium befandet« reich find Die heuttge Phtzfif ist aber imstande, bte'e« auf den ersten Au^mblick fo auf» fallend scheinende Ergebnis brincd'.genh zu erklären. Don den vielfältiger Untersuchungen zu denen bte Sonnensmsterm« am 29 Juni den Sternforscherm Veranlassung geben wird werden ficherlich immer erneute Aufnahmen und genaue Prüfungen he« B!'*»' -Spektrum« nicht Die unwichtigsten fein
Oberhessen.
Landkrrts Gießen
n Großen - Linden. 27 Juni An Stelle des freiwillig «urüdgetretenen Emst P»rr wurde Kaufmann Faber dahier zum Untererheber ernannt
X Allendorf a. d. Lahn, 25. Juni. Heule wurde die älteste (iinmobnerin unserer Dorier, Frau Anno ül'sabethe Bi eh mann geb. Weih, im Älter von R4 Jahren zur letzten Ruhe gebettet.
;/ Beuern 25 Juni Die Autoverbrn» d u na die her fritfige Schlaffer Otto Damm seit April nach unterer Station Großen-Bufeck unterhält wirb auch weiterhin gut benutzt. Besonder« angenehm wird fie bei schlechtem Wetter empfunden Jm Mai und Juni wurde her Wagen an mehreren Sonntagen auch von hiesigen, sowie auswärtigen Vereinen zu Fahrten auf Feste in der Umgegend in Anspruch genommen. ferner bedienten sich schon mehrfach Heine Gesellschaften dieses neuen Berkehremittels. um zu Beerdigungen in Aachbardörser zu sahren. Bor 14 Tagen brachte da« Auto eine größere Anzahl Einwohner direkt nach Gießen zu einem Betuch der '-«Werbeausstellung. Gleichzertig wird her Wagen auch zur Güterbeförderung von und nach her Station verwandt, der Fahrer besorgt Aezeptc in die Busecker Apottxke u a m. so daß man die Hcueinrid)hing hier nicht mehr missen mochte.
Utphe, 25. Juni. Diejer läge wurde das f) t u g r a s des ÄlefenHeländes der Gemeinde versteigert. Die Prelle lagen durchweg unter den i'prjäonflfn Dies erklärt sich daraus, daß im letzten Jahre die ^hinjütterung infolge Der günstigen Witterung dis fast in den November anyielt und deshalb der Heuverbrniich erst spät einfetzte. Auch in diesem Jahre sind die Futterauslich- t e n wieder sehr g ü n ft i a , so daß sich viele Landwirte mit stleehen eindecken. Trotzdem wurden für hie besten Morgen 80 bis 90 Mark erzielt, für laiche mittlerer Qualität 30 bis 40 Mark, für die geringeren etwa 20 Mark. Bor dem Kriege mar es Brauch, daß diese große Versteigerung auf dem in der Nähe gelegenen Lindenplatz bei einem fühlen Trunk gefeiert mürbe. — Auf der Gaufahrt des Gaues W e 11 e r n u“ (eübroeftbeutjrfxr Turn- oerbonb), bir in Weber-iilorftnbt ftattfanb, unb bei her bie volkstümlichen Meisterschaften ausgetragen würben, erhielt vom hiesigen Turnverein Frischauf her Turner Pbil. Schwarz bie Meisterschaften im Dreisprung unb in Weithoch ivroic ben 1. Preis In Stabhoch. Der Turner Rooert lag errang die Meisterschaft im Kugelstoßen.
.«Freis Friedberg.
2t Dah-Hauheim. 26. Juni. Die hessischen Pfadfinder hatten gestern und beut: unsere Badeftadt al« Ort ihre« großen oommer- tressen» gewählt, um mit her Feier her Sonnen- wenbe gleich zeitig bie Wethe de« Pfab- sinderheims immebmen zu können, ba« ber hiesige Horst he« Pfadfinder-Hundes am TaunuS- ranhe in schöner finge errichtet Hat Schon gestern belebten Psahfinher aus allen Teilen he« fianhe« mit ihren Fähnlein unb Wimpeln bie Stabt. Dio Hefsenführer hielten gegen Abend ein Thing ob worauf ein Fackelzug nach dem ^yeim führte Hier touroe vor einer großen Zufchcmei menge ba« Fest her Sonnenwende begangen. Feuerrete. Gedicht- unb fiiehervortiäge gingen i-em Ab-
brennen L<* Feuere Do*ao» uab .Pcvme.h .u neue Sendung“ 'chloß stch cl» ein nachhenk.iches Spiel an. Der Sonntag brachte am Vormittag r.ne tchl-.chre Gefallenen-Ehrung auf Nm Helden» friebhvf einen stark betuchten JugendgottesNenst in her Wilhelmskirchc unb ein Thing her Bel leien am Heim während her Aachmtttag her Heim» .weihe galt bie durch ben Lankesoogt Porgenom- mer. wurde Die Festr.de dabei hielt Sludknrat Dr Knieriem Nächsten Samstag finde! zugunsten des neuen Heims noch ein Pfadfinder- i'benh mit reichhaltiger Hortrag«ro*ge statt
Kreis Schotten.
fi a u b a <6 25 Juni Heure vollendete die älteste Bewohnerin unterer Stadt. Fr! Mari« Kolb eine Schwägerin bt« vor dr« Jahrzehnten verstorbenen Bürgermeister« Daniel Aitter ihr 90 fieben«jabr Die alte Dome kste tich in da« . Jodann-Friedrich-Stiir' zurückgezogen hat ist DcrbäUnternahm noch recht rüstig Sie unternimmt öfter noch kleinere Spaziergänge
flrrie Alsfeld.
la Hopfgarten. 25. Juni Dir Feld- bereintgung In unterer Gemarkung ist nahezu beendet Jm vergangenen Herbst konnten die neuen Grundstücke den Besitzern zugew'.e'en werben. Den Winter durch wurden Hecken unb Haine gerodet, gegenwärtig werden noch Wege- bauten auSgefühn Allgemein ist man mit den neuen Grundstücken rrcht zufrieden Auch die Aeichsbahn konnte zur Erweiterung de« Bahn- Hose« Aenzenhort das nötige Gelände erwerben
Mrci# Lauterbach.
k Lauterbach 25. Juni. Jm Basalt- werk Vait « berg bei Lauterbach th gestern abend der technisch« Direktor der Mittel heult chen Hartstcin-Jnhustrie. Kuschke. Frankfurt a JK. tödlich verunglückt. Der bedauernswerte Mann stürzte bei einer Besichtigung her Umbau» arbeiten am Silo unb Verteiler infolge eint« Fehltrittes etwa 5 Meter lief ab unb schlug mit hem Kopfe auf ben Betonfußbohen auf. wobei ihn ein nachgeftürzles Gifenftück noch am Kopfe traf. Mit sehr schweren Berletzunaen würbe er dem hiesigen Kransenhaule zugesührt. wo er heute nachmittag kinen Verletzungen erlegen ist
Starkenburg.
' Darmstadt, 26. Juni. Geh Hat Prof Dr.-Jna Mittler der Begründer des ersten Lehrstuhl« für Elektrotechnik an der Technilchen Hochschule in Darmstadt, feierte gestern leinen 7 5. Geburtstag. Von ihm aus ist eine Schule von Elektrotechnikern ausgegangen, die ein« Aeihr hervorrogender Hamen zählt. Führende Männer her elektrotechnifchen Großindustrie unb Wilsen» lchast überbrachten ihm eine Dankabrefse früherer Schüler Unter den Glückwunschtelegrammen war auch eine« her Professoren der Technischen Hoch- schul' in Warschau.
LPD. Offenbach. 25. Juni. Aus her Mühlheimer Landstraße stieß der Motorradfahrer Otto Höhn aus Frankfurt a. M mit einem Fuhrwerk zusammen. Höhn wurde so fchwer verletzt, daß er an Ort und Stelle starb. Sein« Frau, die in einem Beiwagen faß, wurde herausgefchleudert unb leben«- gesährlich verletzt.
Ernft-Ludwiqs- Hochschulgesellschast.
* Darmstadt 26. Juni. Die Vereinigung von Freunden der Technischen Hochschule, ,,Smst- Ludwigs-Hochschulgesellschast", hielt gestern ihre 9. Hauptversammlung in der Technischen Hochschule ab; es wohnten ihr außer den Mitgliedern al« Ehrengäste zahlreiche Wissenschast- ler und Vertreter von Behörden bei. Au« den geschäftlichen Verhandlungen ist bemerkenswert, baß die O t t o - B e r n b t - S t i f t u n g bi« j.'tzt bie Höhe von 53 000 Mk. erreicht hat. Ein Teil de« Zinsenertrages wurde von Geh. Har Prof. Dr. Berndt, der die Verfügung darüber hat, dazu bestimmt, begabte und unbemittelte Studierende zu iinterftütkn: mit einem anderen Teile sollen wllfenlchastliche Arbeiten gesordert werden. Geh. Hat Pros. Dr. Hich. T2 > l l st ä t t e r - München hielt einen Vortrag übet ..Katalysatoren", worin er ein« historisch« Schilderung der Forschungen auf bi«fcm Gebiete gab, dann bie verschiebenen Theorien über bie Wirkungsweise her Katalysatoren erörtert'
phologische Unterschiebe festgestellt De« weiteren hat man bie Laichplätze her verschiedenen He- rtngsrassen untersucht und ermittelt, wo der Hering derselben Hasse in den verschiedenen Altersstufen. als Larve. Jungfisch, Vollhering und abgelaicht, sich aufhält Ein bei anderen Fifch- orten bewährte« Forschungsmittel. Die Markierung. hat man bei diesen Arbeiten nur in lehr geringem Maße antoenhen tonnen. Diese „Mar- HeriingSmeihode" ist die folgenbe; Der Forscher beteilig? an einem frisch gefangenen Fisch einen Knopf mit gewissen Kennzeichen unb setzt ihn triebet in Freiheit; wird ein |r» gezeichneter ;Fisch später gefangen, — was freilich bem Zufall über,affen bleiben muß — fo kann man aus Datum unb Ort he« zweiten Fanges ha« Wachstum unh hi« Wanberung deS betreffenden Fifchcs fest stellen. Daß htek Methobe beim Hering nicht angewenbet inerhen kann, liegt daran, daß er. wenn er aus hem Wasser gezogen wird. <ebr schnell abstirbt imb es ferner sehr schwer ist, ohne ihn zu verletzen, eine gut fitzende Marte an ihm antubringcn.
Man unterfcheidet bei den Heringen aktiv«' und „passive" Wanderungen; unter letzteren i^ersteht man diejenigen, die durch Meeresströmungen verursacht werden, also unwillkürlich sind, unter ben ..aktiven- die Helfen, die her Hering au» eigenem Antrieb -um Zweck brr Aadrungsluche ober der Fortvflanz^mg antrttt. »Paffive find die Wanderungen der Heringslarven. denen die Kraft ,zuin -Siberhanb gegen Stt.-mungen fehlt aktiv meistens Die Züae bet ausgewachsenen Heringe, di« jich unabhängig von Meeresströmungen, ja manchmal gegen folche bewegen Ikbrigen# verändert her Hering auch In lenfrtdbter Aichtung feinen Aufenthalksorl, indem er nacht« an die Oberfläche bei Tag« auf den Grund geht Das hängt damit Aufarnmen, daß die meisten velaaifchen Lebenswesen, bie die Habrung he« Hering« bilden je nach der Tageszeit auf unb nieder steigen. Di« Hvchf«e- ‘t’dicrci eichte: 'ich ra.b Dielen .'entrechten“ Wanderungen. Indem sie d«m Zisch bei Aacht mit Treibnetzen, die dicht unter der Oberfläche schwimmen unb bei Tage mit Grundnetzen nach- fteHt.
An der Erforschung de« Heringsleben« ist bie beutfev« Wissenschaft vorneymlich durch Pro- sessor Heincke, den früheren Letter her preußischen biologischen Anstalt aus Helgoland wesentlich beteiligt. Zusammenfosfrnd kann so viel gesagt werden, daß jede HerlngSrasse Ihr «'genes Wandergebiet bat: «inige ein solches von großer Ausdehnung —, -. B. zieht der norwegische Baar bering von der Südspitze Hot- wegen« bi« zum H^rdkap — wahrend andere Hallen sich auf ein engere« Gebiet beschränken und z. B. Der in Den Meeresteilen Zwilchen Oh- unD Hordsee laichende Hering 6lek Gewäf'e. nicht zu verlassen scheint.
3n der Telephonschule.
Wenn uns bei einem dringenden Anruf das Zauberwort .Befetzt" aus zartem Frauenmund cntgegeniönl. so sind wir gewöhnlich nicht in der gemütsruhigen Stimmung, um aut bie Aussprache dieser ärgerlichen 3hHeilung zu achten, aber wenn wir unS die Mühe nehmen toollter, so würden wir uns freuen an der Icharsen Hk* Hhilicning und reinen Betonung, in Der dies« Worte zu uns schallen. Das iß der Segen bet Ausbildung. Die bie Telephonbamen erhalten. Sie werde?- auf Ihr schweres Amt gründlich vorbereitet, nicht nur bei uns. sondern auch in anderen Ländern. D e Londoner Telephonschul« nimmt ben Auhrn für sich in Anfpruch. ein« Must«ranftalt zu fein, unb jtbenfaH» wird hier in der Erziehung nichts oerfaumt. wenn wir dem Bericht über dieses Jnftiiui in einer Londoner Zeitschrift glauben dürfen. Jn den unteren Klassen bte<er Schule haben bie neueingetnimen Damen täglich 8 Stunden Unterricht. Zwei Stunden sind Vorlesungen gewibmek. Dann baden sie in einem befonber« Dafür emgerichteten Haurn praktische Hebungen, werben dann zwei wettere Stunden theoretifch unterrichtet, unb ie den beiden letzten Stunden über das geprüft, was sie vorder gelernt Haden. Besonderen Wert wirb in dieser vierwöchenkllchen Ausbildung aus Die Er longung einer tadellosen Aussprache gelegt. Keine Silbe Darf verschluckt werben. Di# Tonkärdung muß stets klar fern, unb bie Stimmen erhalten
.no .ob C...J0 von eigenen Versuchen und Entdeckungen «proch Geh. Hat Prof. Dr An- f ch ü tz - T5irmstaht hielt eine Gedächtnisrede auf den großen Shemiker August Kekule von Stra- donltz her 1829 in Darmstadt geboren war. in Gießen wo er Mathematik ftuMerte «miral eine Borlefung Li«b gs hört« unb dadurch veranlaßt wurde f:ch der Chemie zu widmen Jn der Darstellung feine« Lrdens'.aufe« stellte Geh. Hat Anfchütz her ,«in Schüler war bie großen Brrdienste Äehde« um die Entwicklung cke- mifcher Theorien in ben Vordergrund namentlich feine Entdeckung von der ringförmigen Bindung der Kohlenßoffatorn« im Benzol Kekicks ist nach einem an Erfolgen reichen Leben 1696 als Profefor in Bonn gestorben Der Vortrag galt ber Weihe eine« Kekuk-Zimmer« tm Lhemilchen Jnftitut der Technischen Hochschule, da« bereit« viele Andenken an ben bedeutenden Gelehrten und Forscher enthält
Amerikanische Redakteure in Darmstadt.
* Darmstadt 26 Juni Eine Gruppe amerikanischer Hedakteur«. die zur Zeit auf Einladung der Bereinigung Kari Schurz in Berlin < die ihren Hamen nach dem besanni m Drutfch-Amerikaner trägt) Deulfchland bereist, weilte gestern in Darmstadt Zunächst wurden von ihnen bie Sammlungen im Aeitdenzschloß und bie Ausstellung .Hile Kunst am MtNeirhein“ tm Lanbesmufeum briichtigl. dann folgten sie einer Einladung ber Stadtverwaltuna in > Hotel ^jur Traube“ bellen Umbau setzt beendet tfc. Während des Festmahle« hielten Oberbürpennn- fler Dr GläsfIng im Hamen her Stadt. He« bakteur Streese al« BorllMnDrr bt* Äinbe«- nerrins hellllcher Zeitunaprehakieu^e und Kaufmann S I e m m « r als Vorsitzender des Darmstädter Berkehrsvervtn Begrützungtzanfprachen. wofür Heholtcur B E Peter-Omaha im Hamen der Gäste dankte Aochmitlag folgten diese einer Einladung bt« Grohherzogs paare« zum Tee Im Heuen Palai« abends wohnten sie einer von her Stabt veran Haltet en geselligen Zusammenkunft tm Oberivalhhau« bei und reisten dann nach Franllurl weiter
Preußen.
Päpstliche Ehrung des Vischofs von Limburg.
WSH. Limburg. 26. Jun! Bifcho« Dr. Augustinus Kilian ist durch päpstltcheO Breve zum Päpstlichen Thrvnofftften- t e n ernannt und damit zugleich In den römischen Adelsstand mit Dem Hange eine« Grasen erhoben worden Seit 70 Jahren ist es wieder das erste Mal daß einem Limburger: Bischof diese hohe päpstliche Auszeichnung zuteil wurde Per Bekennerbischvf Peter Joseph Bl u m wurde damals auf Diefe Welle vom PapGe geehrt
Kreis Wetzlar.
Aus dem Kleebachtal. 24. Juni. Jn hm letzten Tagen hat in unserer Gegend bte Heuernte begonnen. 3«folge ber günstigen Fruhjahrswitterung Ist ber Grasbestand ber Wiesen lehr befriedigend, besonder« die feuchteren Wiesen bringen in diesem Jahre außerordentlich hohe Erträge, namentlich in solchen Fällen, ton neuzeitliche Düngung und Bewäste« rung ausgiebig angewandt wurden.
Tillkrets.
bl. Dillenburg, 26. Juni. Di« (Beflügel« zuchtvereine des Lahn- Sieg- und Dillgebiets haben sich zwecks Wahrung gemtfnfamer Inter eßen zu einem 3 ® verband zujammenge|chiost«n. Dem Berband gehören bie jetzt 1K Vereine an.
bl. ijerborn. 26. Juni. Im nahen Ardoin ereignete sich ein schwerer Un gtürf ef elL Der Arbeiter Hermann Theiß geriet mit ben Füßen in eine Krei esöge die bem Unglücklichen beide Füße die zur Hälste durch- schnitt. Der 'Ne riegle wurde dem Dillenburger Krankenhau» zugeführt.
Kreis Marburg.
)l Marburg. 26. Juni. Hach bem j«Hk «rschtmenen Perlonalverzeichni« der Studierenden des Jubiläumssemester« beträgt bk Gesamtzahl her immatrikul erten Studierenden 2^06. darunter 439 Frauen. Es studieren 210 Männer unb 15 Frauen Theologie.
Dadurch tatsächlich eine gröbere Schönheit. Bel ben Hebungen in den ersten beiden Woche« haben e« o:t Schülerinnen in ben Anrufe«, bte si« empfangen unb den Verbindungen Mc sie Herstellen, nur mit ..di rchschnitlkchen Teil- nehmern'' zu tun. Da« sind ireunbliche nett# Menschen, al« welcher der normal« T«tln«hm« erscheint. Jn der dritten Woche aber haben Ile es mit ..schwierigen' Perionen zu tun. Der Lehrer, der ihnen dann ihre Aufgaben durchs Telephon erieut. ist mit all ben Anliegen unb Beschwerden genau vertraut, die in ber Praris an bie armen T 'kphondomen gerichtet werden. Mit allen möglichen Höfen und Beschwerden wendet er 'ich an die Telephonistin Da hat er leinen Ans biuß bemannen oder veriangt eine -Hummer |u er ähren, hie nicht im Telephonbuch steht oder stellt andere schwierig« AntorDerungen. Pk Bearnt.n muß Dann genau wissen was sie in diesem Falle zu tun hat ob fie bi« „Aullicht“ gibt, mit ber Störungsstelle verbindet ufw. Der Lehrer ge-gt fidi aber nicht nur als fdjwi<r«ae. Ion hem auch als unangenehme ^r' ^nl .chke't Jr ist eigens innig, wütend, »rech, schimpst in das Telephon h'ne.n, und doch bad bie junge Dam« nicht au« h«r Ruhr g«rat«n muß mit holbs«ltaer .^reunblichkeit alle fein« Angriff« abw«br«n. Sehr genau o«t- örn bie HÖriad.gleiten geprüft, unb «ben!» wird darauf geachtet, ob auch zeder Buchstabe in den Antworten der Telephondame verständlich ist. Die Schülerin sieht hielt Lehrer nie Han hat übrigens im Londoner Tellphondi«nst fest- gestellt, oas, se.t der allgemeinen Verbreitung oes Rundfunk« bie Höriähigkeil Der Schülerinnen gesteigert ist und glaubt, daß das viele Hören am Aadiv-Apparat «ine galt Vorschule für da« Hör«n am T«l«i.'hon ist. Die Dom««, bk an den .letnamtern beschäftigt werden, müssen über ae- mist« Sdrachkenntnist« oeriügen. bk ihnen tn besonderen Stunden tx.g<oia±>t werden. Wenn bie Besucherin ber 'Telephonschu.,- nach vier Wochen all« Prüfungen gut bestanden hat kam» sie m den Tagesdienst emtretcn. Durch b zunehmende Verwendung von Selbstanfchlüssen wirst Die Jatzl der Telephonistinnen zwar verringert, ober wir werden chre nützliche« Dienste noch aus langt Zeit nicht ganz entbehren (brüten.


