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ge­

schlossen, in eine Au^'prache über Südtirol

ein- rin­

der Völker, des Burrdes Hal

Autreten, in die auch die slowenische .yrage bezogen werden soll.

Ein Ausfall Musfottnis.

Deutschland im Völkerbund

Der Reichskanzler auf der Tagung der Völkerbundsligen.

bunMHgcn an dieser 'Tlcuacftalunfl einen bervorragenden 3nieil gehabt

Völkerbund

fit bi< lagrinuwerr bt» jie Rachmrnag vorher.

Preis |er | hstz« ttr von 27 mm

Bmtt ön l ch 8, ansmirt» 10 RetAsptenntg; für Re- blameanieigen ren 70 n ra Stttit .<> :Kf;*»p!ceRtq, Ptetzvsrschr,st 2o mehr.

Cbclrebalrttar

Dr Jnrtt. Wich k'ange. verontWonlich für IM.ftli Dr Je. rvilh. fange, f*r JhuiBeJan Dr A Ibonet; sur ben (ihrigen le.l Ernst Dl»»schein ftr ben He- ftigenietl Run AiEmann, sämtlich ui (Bleben.

0 u n fl. die uns von der Londoner Ännfcrcn^ über Locarno nach Dens geführt hat. Ich kann Ihnen versichern, haft die Reichsregierung seit entschlossen ist, die bisher versolgte Linie weiter einzuhalten und dast trte- beiondere über Mittel und Ziele unserer deutschen Aussenpolitik zwischen dem ReichSaustenminister Dr. Cirelemann und mir m allen Zeilen unseres Zusammenarbeitens wie auch jetzt vollste Uebereinstimmung bestanden hat und besteht. Unsere Polilik ist die der Vcrstän- digung, ausgebaut auf dem Vertrauen zwischen Regierungen und Böller und nicht auf der Macht von Kanonen und "Bajonetten. Die Zugehö­rigkeit Deutschlands zum Völker- bund ist deshalb der beste und sicherste Weg zur Erreichung des Zieles der Dölkervertöhnung und Befriedung der Welt, das wir anftreben. Am Völkerbund als dem Mittel wollen wir ebenso festhalten wie an dem Endziel der Verständigung. Der Entschluß. dem Völkerbund beizutreten, ist dem deutschen Volke nicht leicht geworben und auch heute noch ist manche auf dem Völker­bund ruhende geschichtliche Belastung einschwe- res Hemmnis in der Entwicklung zu einem Bund freier, gleichberechtigter Völker Ss ist für mich eine betender« Freude und Genugtuung, fest­stellen zu können, Dast die Union

und Rhetnlandnot.

Eine Erklärung brr brutschen Delegation 'Berlin. 26. Mat. <DB.l 3n der politischen Kommission des Welwerdandes der Völkerbunds- geselltchaft aab die deutsche Delegation zum Protokoll der Kommission eine Erklärung ab. (n der es beifu: Das ganze deutsche Volk ist mit seinen politischen Parteien mit Ausnahme drr radikalen Linken und Rechten, für die Teil­nahme an den arbeiten des Völkerbundes E.ne freudige und auf wirklicher Verständigung gleich­

berechtigter souveräner Staaten auf gebaute Mit­arbeit im Völkerbund kann es aber solange nicht geben, als Telle Deutschland- von Gruppe« ehemaliger Kriegsgegner beseht sind. Die deutschen Delegierten ver­zichten in dieser.! Stadium der Verhandlungen daraus, diese Frage des deutschen Rechtsan­spruches auf sofortige Räumung de) Rbein- landes unter Bezugnahme auf die politische Ent- Wickelung seit 1924 bis jetzt und aus die In Be- tracht kommenden VertragsaNikel hier zu cr- 6rtem oder dem Kongrest eine entsprechende Reso­lution vorzulegen. sie gibt aber der Erwartung Ausdruck, dast eS die Vollversammlung inner­halb ihrer Zuständigkeit erachten wird, auf den innigen Zusammenhang zwischen Völ­kerbundsarbeit und Dölkerbundsgeist und Be- freiung der besetzten Gebiete hinzu- weisen.

3:alien$ Miiiüerheilenpolitif.

Dir Lage der Lüdkirolrr und Llowcuen

Berlin, 27. Mai. (XU.) Im Minder- heltenaus'chust des Wel'vcrbanbes der Völler- bunbsg^ellschasten gab bei der Besprechung Der ©ubtiroler Frage Pros. Kerschen st einer- München namens der Deutschen Liga für Völker­bund eine Erklärung ab, in der er betonte, dast bie Behandlung unlerer deutschen Volksgenossen In Südtirol nicht etwa als ein Ausjlust deutsch­italienischen Rassenhasses gedeutet werden dürfe. Sie sei vielmehr nur das Ergebnis der Un­fähigkeit der italienischen Politik eine positive Lösung des Rationalitäten­problem- zu finden. Das sehe man auch an der gleich beklagenswerten Lage des f lotoeni- lchen Volkes in Italien. Der V.-rtreter der Jugoslawen gab daraufhin interessante Dar­legungen übet die Lage der Slawen rn in Italien, die sich kaum von der der Deutschen in Südtirol unterscheide Rachbem noch Prosester Sasa ko erklärt hatte, bah die italienische L.ga keine irgendwie geartete Verpflichtung eingeh n könne. <ü>er bereit fei. mit den kompetenten Autori­täten in ein erneutes Studium der Frage ein- »utreten und nachdem der französische Vertreter unter starkem 'Beifall den Wun'ch geäußert hatte, dast die Vertreter Südtirols den Beratungen beiwohnen dürfen, wurde he­

lft- Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen ist der ernsteste Schritt, der in England unter­nommen worben ist Er Ist eines der riskantesten Dinge. Die je von einer Regierung ohne Ueber- legung unternommen wuide. in einer Zelt wo die Lage sich »weisellvs besserte. Bevor sie Nelen endgültigen Schritt unternahm, hätte die Re­gierung einen oder zwei Schritte vor einem vollständigen Bruch Dvr Beziehungen tun müssen. Die Wirkung wird sicher Me Verdoppel ung und Verschärfung der Propaganda sein Wie denkt sich die Regierung Ne W«e7<r- ausnahme der Beziehungen'' Die Regierung hat in ein unruhiges Europa diesen 3anfai>fei ge­worfen. Ss ist ein Sprung l n s Dunkle und In einen Strudel.

Zum Schlüsse der Debatte erklärte der Mi- nifter de« Innern Skr Johnson Hicks. er habe in seinem Besitz eine photographische Ko­pie des im Kriegoamt verrnihten Dokuments, die im Arkosgebäube hergestellt wer­den sei. Sowjcttpione seien in allen Militär.schen Hauptorten tätig gewesen, besonders in Aldershot und Portsmouth Er kenne die Ramen und Adressen der meisten Meier Spione Erst jetzt, da man der Spionagetätigkeit der Handelsdele­gation klar auf die Spur gekommen sei. befinde sich die Regierung in der Lage, zu handeln. Der Antrag der Arbeiterpartei wurde dann mit 367 gegen 118 Stimmen abgelehnt. Der Antrag der Konservativen, in dem die Entscheidung der Regierung, die Beziehungen zur Sowjetregierung abzubrecheu gebilligt wird, wurde mit 357 gegen 111 Stimmen an­genommen.

Deutschlands Stellung.

Berlin. 27. Mai Der Amtliche englische «Funkdienst hat eine Erklärung in die Welt ge- t^ldt. D> zweifellos Beachtung verdient. Dor allem wird darin gesagt, das englische Vorgehen geaen Rustland sei eine .isolierte- Mast- nahm«. Damit wird zum Ausdruck gebracht dast

,b r,J* Politik durch Die neue

englisch-russische Situation nicht berührt wer- den solle. Erfreulich für uns, daß ausdrücklich ein Festhalten an der Locarnopolitik hinzugefügt wird. Dir glauben E-rund zu der Annahme an haben, dast dic'e ofliziö'e englische Erklärung ihre Hintergründe hat. und Nr wesent­lichste Dürfte wohl sein, dast mit der Beiomina der .isolierten" Mghnahme zum Ausdruck ge­bracht werden soll, dast Eng'and keineswegs beab- sichtigt, andere Mächte in den Konflikt h neinzu- ziehen und damit die DesncdungSvolit..' in Mittel- und Westeuropa au erschüttern

3n der ruMichen Presse ist ja mehrfach be­hauptet worden, dast w i r in irgendwelchen Bünd-

Berlin, 26. Mai. (Wolfs.) 3m Plenarsitzungs­saal des Reichstage» wurde heute mittag unter austerordenilich zahlreicher Beteiligung Ne elfte Tagung de» Wcstoerbandr» der v.-lkerb mtsligen durch den derzeitigen Präsidenten Pros. A u I a r b (Pari») selerllcb eröffnet. Der Vorsitzende der deut­schen (Bnippe. Reichvtagahg. GrafBernftorsf, oegrüstte die 'Versammlung mit einer Ansprache, in brr er betonte, daß der Völkerbund seine grosten Ausgaben nur dann erfüllen könne, wenn in ihm eine völlige Gleichberechtigung aller S t a a t e n bestehe und wenn im Völkerbund d i e gleiche Gerechtigkeit geübt werde, sei ee für grobe, sei ee für kleine Staaten. Leider habe in (Benf wenig Bereitwilligkeit bestanden, an die t^ragf der Abrüstung deranzugehen. und es sei Ausgabe der Völkerbundsligen, bei ihren Regie­rungen dahin zu wirken, dast abgeruftet wird.

Reichskanzler Dr. Marx sühne bann u. a. aus Darin, dast der Verband in diesem Jahre DeutschlanDs Hauptstadt als -Tagungsort für seine Jahresversammlung er­wählte. erblicke ich ein bedeutungsvolles Zeichen für ben grunt-legenden Wandel. Der sich im L'aufe der letzten Jahre in Den Beziehungen Deutschlands zu ben anderen Rationen vollzogen hat Diese crsreuliche Entwicklung war nur mög­lich durch Me unter Den schwierigsten Derhältnil'en deutscherseits begonnenen und unter ebensolchen Schwierigkeiten mit unverrückbarer Konsequenz weiter veisolgte Politik der Verständi-

gl« ich! ich wichtiger ist als Rapallo Aber dies schliestt nicht aus. dast wir durch die Vertrage von Rapallo und Berlin, mögen wir auch Ihren Werl mit nüchternem Sinn abschätzen. ein Freund- ichastsverhältnis mit unserem grosten rulsilchen Rachbarn abgeschlossen haben. Einen solchen Ver­trag zu brechen, mühte den Kredit des deutschen Wortes in der ganzen Welt vernichten

Die ofsiziöse englische Erklärung ist noch in­sofern interessant, als sie zweiscllos auch ein Ausdruck der Tatsache ist. dast die Snllcheibung des englischen Kabinetts bis zum letzten Augenblick stark umstritten gewesen ist. Offenbar soll die Erklärung vom Standpunkt des linken Kabinclttlügels aus beruhigend wir­ken. In der Tat liegen die Gründe für das englische Vorgehen ja auch stark auf innerpoli­tischem Gebiet Wenn man bedenkt, dast der Kohienstreik in die Zeil der konservativen Herr­schast fällt, dast ferner die konservative Regierung bisher noch kein Mittel gegen die Arbcüsteligke t gefunden hat. fo ist es schon verständlich, dast Die Konservativen mit der Auspeitschung der Ration gegen Rustland bet Arbeiterpartei für ble kommenden Wahlen em Stück Boden unter den Füsten sortzunchmen suchen.

Wie der Konflikt sich nun weiter entwickeln wirb, das wird zweifellos auch lehr stark von der Haltung der anderen^te abhängen. es scheint

London, 26 TUI (S1B) 3m Untechaa» Machte heute Eignes im Kamen der Arbeiter Partei solgenden Antrag ein:

-Rach Anhörung der trfteamg de» Premier- Minister» ist da» bau» der Ansicht, dast die Be- enbigunq de» bandel »abkommen» mit Rufclanb nnö die £Ölung der dipiomatifchen Be bedünge, ernste Internationale Jotgen bobeu und einen ancsichtsrrlchen Weg inr kvlederher flellung de» bandel» und der Industrie ver­sperren mürbe und dal,er eine Politik ist. ju der da» Canb Nicht verpflichtet werden sollte, bi» ein Bericht eine» Sonberau»schu|se» de» Hause», der sich aus die Prüfung aller In Betracht kommenden Dokumente und eine volle Untersuchung der latsachen gründet, dem hause unterbreitet morden Ist/

Clyne» erklärte, die Behauptungen der Regierung über da» Verhalten Rustland« mustten bewiesen werden. Chamberlain führte in seiner Entgeg­nung au», der legitime Handel mit Rustland awrbe nicht unterbrochen werden, jedoch wür­de« russische Staatsangehörige sich künftig keiner be­sonderen ütorrediie erfreuen und könnten keine rechtswidrige Tätigkeit entfalten Die Regierung könne den Antrag Eigne». der ein Mist- troueneooturn bedeute, nicht annehmen. Sie ivui 'che den klaren Ausdruck be» Vertrauen» und der Bi Ui gang. Wenn sie den nicht erhalte werde sie wissen, wa» si. zu tun habe. (Es Jet fein Dori w.chr an der Behauptung, das, er in Rom und (Yens ver- lucht b-Jbe. einen antibolschewistischen verband zu bilden Die britische Regierung denke nicht daran, einen derartigen aniiboischewlstilchen Feldzug einzu- leiten. England habe Rachsicht bi» uu einem Punkt tetrieben, wo ihr Fortsetzung Schwache sein wurde.

He britische Regierung werde nicht läng, r die Ver­antwortung Übernehmen, diplomatische Buchungen aufrecht,«erhallen, die. Io geführt und nn|,braucht, "icht ein Werzeug de» Frieden» seien, sondern ein ®runb zu neuer und dauernder (Erregung.

Lloyd George

erfläite dann: Ich must offen zugeben, bah die vowjetreglerung nicht ehrlich gehandelt hat. Ich seh« ein. dast cS für Die britische Regierung nicht möglich ist. alles Bewlismaterlal. was In ihre Hände gelangt ist, Preiszugeben. Meiner Ansicht nach ist es gerechtfertigt, dast Die Re­gierung eine Aktion unternommen hat. Ls ist aber sehr bedauerlich, dast die Auhenpolitik in England in dem wichtigsten Diplomat ichen Aki seit dem Kriege vom 3 n n c n m i n i ft e r i u i.i und nicht vom Austenmlnisterium diktiert worden

..isbeziehungen zu England stünden für den Fall. Dast der englilch-ruflilche Konflikt einmal akut Derben würde ober dast uns loiche Beziehung durch London zumindest angetragen wordei, ei Das Ist von mastgebender deutlcher Seite chon vor langer Zeit entschieden bestritten worden, und es Dürfte den Russen auch in per- onlichen Unterhaltungen bereits gesagt worden ein, dast die Verbreitung solcher Gerüchte andere Leute höchstens auf schlechte Gedanken bringen könnte. Tatsächlich ist weder früher, noch auch in diesen Dagen irgend etwas an uns h.range- traflen worden, was Deutschland in den Kon- fllft hineinzöae Unbedingte Reut rali- t ä t. das ist Die Forderung. Die von allen 'Ber­liner Blättern mit Ausnahme Der rechtsradi­kalen Deutschen Zeitung, Die Die Zeit für eine AbänDerung Des Versailler Diktates für gekom­men hält, ausgestellt wirD. Zur Begründung die­ser Forderung wird Deknl ers betont, dast Dcut'ch- land in seiner Wafsenlosigkeit gar keinen anderen Weg gehen kann, als die Mittel st raste zwischen Locarno und Rapallo Ber­lin. wenn auch die Locarnopolitik und Die Ra- pallopolitik nicht als zwei einander ebenbürtige Dinge betrachtet werden können. Diese letzte Mei­nung kommt vor allem In der Germania zum Ausdruck, die erfiärt: Kein Zweisel. bah bei unserer heutigen Lage. Locarno für uns unper-

Rom, 27. Mal. (WIB. Junffprudj.) 3n einer Rebe in Der Kammer sprach Mussolini u. a. von ben neugefdyarfenrn 17 Provinzen. 3n diesem Zu- jammen bange beschästigle er sich mit Bojen, pal- fano oder Bolfiano sei fein alter Harne. Bolfiano ki Jahrhunderte hindurch eine durch- au» italienische Stadt gerat len. seine Ber- beutschung sei erst rrfolgt. al» in der zweiten f>äl te be» vergangenen Jahrhunderte Oeflcrrad), nachd'm es Benejlen verloren hatte. Südtirol vnd Irient gewaltsam germanisieren wollte, um zwischen zwei italienischen Prooln-.m eine Enklave zu haben. Da» alle» Hal jedoch nicht» mit der Brennergrenje ju tun. selbst wenn es im s-dümmsten 3alle in Subflrol fiunbert- tausende von Deutschen gäbe. Ist die Brennergrenje heilig und unverletzlich, und wir iwrben ne. wenn es nötig märe, verteidigen, sogar mit einem ft rieg. sogar schon morgen, sStürmi­scher Beifall.)

Das Unterhaus billigt Baldwins Nufsenpolitik.

Der Mihtrauensantrag der Arbeiterpartei mit 367 gegen 118 Stimmen abgelehnt.

ledoch nicht, dast Frankreich geneigt ist Den Weg Cf

ifl den Verhandlungen, die Tschitscherin Den man offenbar aus Der langen U.lau'sruhe aufgestöbert hat in Pa.iZ führt irgendnelch« Bedeutung b.izumcs en. Lasur spii .t auch, dast Di« Beriete über diese Pariser Unterhalt im-

H iD 3ii finfüi i

Frankreich ebenso wie die übrigen Mächte einsäi «sti ch Deutschland ein Interes'e dast nämlich einmal die rullische Taktik . ul dort, die 3. Internationale und :brer tonstigen x^nst.» lutionnen alles mögsich« aushecken zu lassen und dann nachher bi« ^terantwortiichkeit abzu e^nen. Imm«rhin kann man die weitere Entuicklung zunächst mit aros.er Ruhe abwarten denn Di« englischen Mastnahmen haben lebst In Drr Littz oon VonDon, sogar In ihren konlervatioen Krei- eint Begei erung ausgeio t Die aus i genDwelche ernsten Verwicklungen hinbc. ten -könnt«.

Kanaöa schließt sich England an.

Bccndigung Deo

kanadisch russischen Handekoabkouimcns.

Oltaroa, 26. Mai. (Wolff.) Di« kanadische Re­gierung beichtest die Beendigung de-. 1921 unterjeichneten bandel »abkommenmit Ri.fjianb. Der Premierminister erklärte, e» feien gerollte Be­dingungen de» Handelsabkommen» oerieI, I wur­den. die von den Sowjets fordern, dast fle sich feindseliger Schritte ober Unternehmungen und offi­zieller Propaganda gegen dir Llnrichtungrn de» vrittichen Reiche» austerhalb Der Sowjetgru.cn enthalten. Der Premierminister Mackenjie Hing hat dem Führer der Sowset-ftandel-mislion. (D u e tu», in einer Unterredung den Befchtnst de» ftabl- n«N» mllgetellt (Duerus kündigt« infolgedcffeii an, dast die dipiomattiche Abteilung unoeriüglld) ge- fchlossen werden würde, wahrend öl« f)anbel»- abtellung noch ein halbe» Jahr Ihre Geschäfte fort- Irljen werde. «l»dann werde sich die gesamte Mis­sion jurückjiehen und ftanada der Vorteile de» handel» mit Sowjetrustland beraubt sein (Bue- ru» drückte die Hoffnung au», dast Mittel qe urben werden möchten, um da» aufgelöste Abkommen wie- berberjuffeflen Premierminister Rlnq hatte vorher erflärt, dast die Beendigung beo Abkommen» nicht da» Aulhören de» handel» mit Rustland bedeute. Difier handel könne ohne Borjugttarife fortgesetzt werden.

Die Abreise der Russen.

London. 26. Mai. (TU) Wie an mastgebender Stelle verlautet, wirb die Abreif« de» fowfetriifsstchen Gelcha'tstraper» und de» Perfonais brr Botschaft nicht vor sich gehen, al» wenn sich UnglanO mit Rustland Im Kriegszustand befände. Ein« Au», banbigung d e r Pässe wird fomlt hochstwohr- fch^nl'ch nicht erfolgen, da di« Frag« der ULroab- rung eines freien Geleites durch ben gegenwärtigen Konflikt nicht eniftonden «ft. 3m übrigen hat man in maßgebenden «reifen nicht die Absicht, in irgend- einer Weife auf die Abreife der Ruffen ju brin­gen oder ihnen irgendwelche Unannehmlichkeiten zu bereiten. Wie verlautet, werden ble Beamten der iowjetrufsifchen Botschaft sowie der J>inöekDelega­tion insgesamt 250 Personen bereit» am Samstag nach Rustland abrelfen In mastgedendtn Rreifen wirt» ferner nicht erwarte:, dast auch das Personal der Arco» foforl zurückgezogen wird. Für diese Annahme soll nicht so Ichr der «rund masiaebend sein, dast die lausenden (Seichaste erst abgewickelt werden müssen, sondern vielmehr Die Tatsache, dast Rustland hierdurch die «elegenh >t er- hol', juncichsi abzuwarten, wie sich die Dinge weiter entwickeln werden. Wie au» Moskau gemel­det wird, hat die 5on>jetregterung beschlofsen. d i t 2l r t o j u liquidieren, sobald die pegenroö."- tigen Lu|tröge abgewickelt sind Der Liquidation», projeß hat bereits begonnen. Der Sowjetgeschästs- träger in London hat in der vergangenen '.'lacht von der Sowjetregierung die Anweisung erfüllen, olle rJfi|dXn «eschaste in London zu sstetesten. Wie ble »efirrinfter «azette" berichtet soll an Stelle Lon­don» nunmehr Hamburg das neue Zentrum für Den russischen Ueberseehandel werden

Moskau anlwortst.

Moskau, 26 Mai. (DB - Der fidlber- tretenD? Vslkskommissar Des Auswärtigen Lit­winow erklärt« Vertretern Der Sowjetprvss«' Der Beschlust Englands ist als logilcher Al>- schust jener sow eiteindtichen Politik zu betrachten Die Die gcgcnwärttge konlervatipe Rcgierung Englands seit Dem Tage sühn. Da sie ih« Wäh- ler mit Hilf« von gefälschten Dvku- menten betrogen und Damit die Macht Klangt batte. Der Abbruch der diplomatischen Veziehungen kann nicht anders denn als eine forcierte Kriegsvorbereitung ange* Iprochen werden. Angesichts der Rede Baldwins unterliegt es keinem Zweifel, dast der Bruch nicht k^s Ergebnis Dee Ueberfalls auf die Aikos l st. ' andern dast im Degenteü Der lleberf all felDft a l s Vorbereitung Des Ab­bruches ausgesübrt wurde. Litwinow w-.es werter d.e gegen die Handelsdriegatcon in L'on- Don erhobenen Beschuldigungen der Spionage als böswillige Dertrumdungen zurück und be- wme. der UeberlaÜ aut Die Arkos habe diese

General-Anzeiger für Oberhessen

Vrvck i»d Verlag: vksthl'fchr U«WerstIckls-vAch- 5krt»dkMckrret H. Longe tu Sietzen. Schriftteik,,- uiä »eschäftrskele: Schilsttaste 7

Rr. 122 Erster Blatt (77. Jahrgang Zreitag, 27. Mai i927

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