Beschuldigung nicht aLi wahr crto.efrn. Denn bvt englische Polizei. u>« Baldwin behauptet, f&aar ine Ramen der Bnaestelllen der Han.l^ls- dttegation. die sich mit Spionage beschäftigten, kannten, weshalb zieht sie d^e nicht zur Ber- antarortung und übergibt sie n cht örm Gerichts Sie tut dies nicht, well kein« derartigen Beweise voelieaea. De vowietunwn -ird alle Maßnahmen treffen, um nicht äberrurnpelt zu werden.
Demonstrationen in Moskau.
Riga, 26. QBflt. fXU.) 3n Moskau versammelten sich Arbeit«. Studenten und Rot- armthen vor dem britischen Botschafts- a « bäub «. Do es nicht gelang, dre Demonstranten -um Luseinanvergehen tu bewegen, muhten Feurrwehrrüg« cherbeigeholk werden, die mit Spritzen l\- Wenge auseinander rieb. Der stellvertretende Außenkoannisfar Litwinow gab di« Brrsichrung ab, bah di« sowjet- russisch« Regierung die britische Gesandtschaft sichern wurde. 18 Mitglieder der englischen Mission verliehen Donnerstag, der Best am Freitag. Moskau. Der französische Boischaf- t e r wird den Schutz des englischen Botschaftsgebäudes übernehmen.
Ieha Jahre deutsches Auslandsinstitut.
ttrefemann über die deutsche Zulauft.
Stuttgart, 26 Mai. (WB ) Aus Anlast des lOjährigen Bestehens des Druticken Aus- lanbslnftttuts sand eine Festsitzung statt, an der Betchsaustenminister Dr. Stresemannn mit seinem Pr« f«4«l Dr Zechlin , Minister Bolz als B«rtreter des Staatspräsidenten, sowie die württembergischen Minister Bey er le und Dr. D « b l t n a e t , bi« ehemaligen RrichsminiK« Dr. Ä6 18 und Dr. Hamm, der srüher« trürttem- bergiscte Staotsprä'ident Dr. von Hiebe«, der flüher« badisch« Staatspräsident Dr. Hellpa ch und zahlreiche hervorragend« würltem- bergische Persönlichkeiten teilnahmen.
Generalkonsul Dr. Wanner wies auf die Bedeutung des Tages hin und trllle mit dast einstimmig beschlolfen worben sei, auf)« bem Reichspräsidenten in diesem Jahre noch bem Betch-aubenmintfter Dr. Stresemann den T.iiilhn Bing' als höchste Ehrung des Auslandsin iltuts sür bie Berbienfte um da» DcutUlum im Ausland zu verleihen Dann erklärte
Dr. S * ?femann
in ein« längeren Bebe ili: Ich glaube an die Zukunft unseres Dolkes. Dieser Glaube gibt uns bi« Straft, ein neues Haus Wied« aufzubauen. D« Stur, des deutschen Dolkes ist nicht auf sein« Schuld begründet. Moralisch find wir f o frei w i« jedes andere Dolk. Der Dorfitzende des Dereins des Bus land Instituts hat beute morgen drei Dinge bezeichnet, bie für die Außenpolitik von entscheidend« Bedeutung find: Die Persönlichkeit des Staatsmannes, das Busharren und di« Geduld des eigenen Dolkes und das Erfassen der politischen Lag«. Das ist richtig. Man darf ab« dabei nicht vergellen. dast bei diesen Punkten bi« materielle Macht eine grob« Bolle spielt. Wir müssen auch ob ne diese materielle Macht versuchen, unsere Stellung wie- d« au «ringen. Es ist ein groß« 3rrlum, -u glauben, dast die Außenpolitik gradlinig fort» gehen kann, sie must Umwege machen, sie muh mit Widerständen rechnen. Di« Hauptsache ist ab«, das gesteht« Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, sondern bauernd auf seine Erreichung hinzuarbeiten. Wenn zahlreiche Stimmen aus dem Ausland auf die großen Fortschritt«. die Deutschland in den letzten Jahren gemacht hat, Hinweisen, warum sollten wir. trotzdem unsere Wirtschaftslage nicht so günstig ist. wie sie oft stingestellt wird, nicht Selbstvertrauen fassen und an unser« Zukunft glauben? Der Minister bat dann die Deutschen im Auslande, sich nicht In Parteien au zersplittern und auch bei der Erinnerung an bl« große deutsch? Vergangenheit nicht di« Sorgen des gegenwärtigen Deutschlands und seinen Kampf um die Zukunst -u vergessen. So wie frühere Generationen Nutzniesser der Arbeit vergangen« Epocheil gewesen seien, fo müßten auch wir arbeiten für die Zukunft unseres Dolkes und für die Verwirklichung des Zieles: .Frieden nach außen, Freiheit nach innen, Selbstbestimmung aller 036(1«I** Der Minister fand mit seinen Ausführungen stürmischen Beifall, der sich in bas spontan« Absingen des Deutschlandliedes auslöste.
versozialdemokratischeparteltag
Niederlage detz linken Flügels.
Kiel, 26. Mai. Huf bem sozialdemokratischen Parteitag In Kiel wurde unter großer Spannung da» Referat Dr. Hilserdtng» über bie Aufgaben der Sozialdemokratie in der Beoublik entgegengenommen (fr wie» daraus hin. daß sich die kapttaiiftiiche Wirtschaft heut« in einem Umwand* lung» prozeß befinde. E» zeige sich immer mehr, dast sie s»ch eine» Tage» der ünijcheidung der Mr* beiter Naße unterwerfen werde Politisch sei heute da» Beßtzorivileg gebrodxri. hkonomifch noch nicht Pi« SozialdemokratI« und alle 'Republikaner müsttea die Vtepubllf mit allen Mitteln erhalten. E» bestehe die Gefahr, bah de r schwart* blaue Block sich unler Umstünden lange forttetze Daran habe tx noch der Zent nun», ubeiler ein Interesse. Der K ebner betonte bann die Notwendigkeit der Schaffung eine» Einheit»* haute» und empfahl die Einsetzung einer Kommis* hon, die die Mi gltchkeiten uir rierdeisuhruna eines Einheit-ftaate» prüfen soll Preußen war die stärkst« Stütze der 'Republik und müsse setzt eine starke Stütze de» 6ojlali»mui werden Die wichtigste Aa'gabe de» Soziali-mu» sei der Sturz der Reich», r e g i e r u n g. Vie Sozialdemokratie sei heute mit* bestimmend geworden an der Geftaltuna de» Staa- le». Zur .'ieick»webr»rage erflflrte der Redner, daß e» gelte, die Tstrwaltuirg in die Aünbe au bekommen um dl« Keich»wchr zu einem verläßlichen Onftru- ment der Regierung zu machen. Ail'erbtna schloß sein« Mueführungen mit der Bemerkung, daß die r oziaidemokr^rtte unbeirrbar an dem Ziel der Er* obenmg der Staat-macht frftbalt«. daß sie aber frei« Beweglichkeit für ihre Taktik fordern müsse.
Hieran schloß sich ein« lebhaft« Debatte in deren Mittelpunkt eine Enr'chlleßui-.g Auf- däufer'Fenber-Bo'enfelb stanb. die Opposition-- statt Koalitionspolltik fordert«. Beichstagspräsibent Löb. stellt fest daß
bie sozialbemokrat.kche OpboTiium ein« von der Mach^oirteilung im Staate «zwa.-zerr« Opps - t;on f«L Psl r.'ch urb wirtschaftlich werde btt rächst« Zeit bem Kampf und dem BärOrnis gehören Larauf müff« sich dt« Partei ernstellert. Pofitives könne man u cht nur durch Bekell^gung an ein« Legierung erreichen, man müsse es vielmehr durch einen Druck oonaußen le.sten. Es fei eine Illusion, such dauernd auf ehemallge I Bu.-bes<?e-- 'en zu verlassen. Den Weg zürn Soz-alis: -<r müHe die Partei allein gehen.
Der früher« 3nr mmüdfttr Severing erklärte De We.terführung b« brraWayn Koa- lttion fei eint republikanische, bemokrati'ch« und soziale Botwenktzgkeit. Die Republik fei durchaus nicht uni« allen Umftanbm gewuchert. Denn bei Stahlhelm tag nicht mehr Schaden an« «richtet habe, dann ket es der Tatsache -u verdrnlen. daß 1n Preusten e n fozlaldemokratifcher Poki»«lmimst« leu Severnng funbigte an. bah brr Parte, ooestand un Herbst sich überlegen werbe, exe die Opposition im Leiche etwas frischer gestaltet werden könne. Buch die Aba. Breitscheidt. Scheibemann und Hermann Müller lehnten ntw rücksichtslos« Opposition ab 3n der Abstimmung wurde der Antrag b« Opvof t o-' mit 2.*5 gegen 83 Stimmen a b £ e - lehnt. Mit groß« Mehrheit wurde lodann zum Schluß tne Entschließung üb« bie Aufgaben der Sozialdemokrat:« und btr Republik angenommen. 3n dies« Entschließung wird Me Bereinigung all« Arbeitenden in ein« politischen Partei, der Soztaldemokrati«. verlangt und schärfst« Protest gegen di« Entfesselung eine» s og. Kulturkampfes geforbert Der Lamps um di« Schule fei für die Soz:ald.mivkratte nn Teil des Bef re.ungokan oies b« Arbeit«. Weit« wird erklärt, daß allein durch die aktive Betätigung in btr Derwaltung bi« notwendige Republtkanifterung und Demokratisterung btt Derwaltung erreicht w-llusn könnt. Dk Beteiligung der Coiialbcmofrarte an der Beichsregierung häng« allrin von d« Prüfung der Frag« ab. ob bie Stärke der Sozialdemokratie dem Dolk und :m Reichstag bi« Gewähr geben, durch Te lnahme an der L'gierung in nn« gegebenen Situation bestimmte im Interesse der Arbeiterbewegung gelegen« Ziele zu erreichen unb reaktionär« Gefahren abzuwehren. Di« Sntschlleßung üb« bie Teilnahme an der Legierung sei nm taktische Frage, deren Beantwortung nicht durch bestimmte Formeln > ein für allemal festgelegt werden könne.
Werterer Rückgang der Arbeitslosigkeit.
Berlin. 25.Mai. (WTB.) Die Zahl btt Hauptuntkrstützung-empfLnger in der Srw«bs- loscnsürforge betrug am 15. Mai rund 746 000 «männlich 606 000, weiblich 140 000). gegenüber 870 000 (männlich 716 000. weiblich 154 000) am s Mai unb 983 000 (männlich 816 000. weiblich 167 000) am 15. April. D« Rückgang vom 1. bi» 15. Mai betraut 143 Prozent Die Zahl b« unterstützungüberechtigren ZamUenangebörigen bat im gleiten Zeitraum von 987 003 auf 840 000 abgenommen. Auch bie Zahl der Hauptunter- stützungsenipfängtt in b« Ärifenfürforg« ist vom 15. April bis zum 15. Mai von 234 030 um rund 8000 zurückgegangen. D« Rückgang in der Gesamtzahl der Arbeitslosen (HauptUnterstützungsempfänger in bw Erwerbslofenfürsorge unb in der Krisenfürforge) beträgt 20.1 Prozent.
Lebensversicl'erungsaufwertung ausländischer Gesellschaften.
Berlin, 25. Mai. (DIB.) 2m «Reidtiöirt. fchaftsminstterium fand am 24. Mai eine 21u»fprad)e über die Durchführung der Lcben»oersicherung«aui* wertung gegenüber mielänbiidjen Dersicherungsge* seUfchaften statt. Bei der Beratung waren außer itzv y.iftanbigen iReid^flellen eine Anzahl von Vertretern verschiedener Verbände, die sich für die voriiegende Frage iirteref fierten, zu gegen. 2m verlaufe der eingehende n Lu Sprache ergab sich eine gewisse Klärung und Vereinheitlichung der Vorschläge der Vertreter der versicherten, die bi» dahin jutn Teil voneinander ab gewichen waren. Es wird jetzt Sache der zuständigen Negieruna»stellen sein, diese einheitlich zum Ausdruck gebrachten Wunsche aus ihre rechtlich« Durchführbarkeit unb politische Tragbarkeit zu prüfen.
Hessischer Landtag.
von unterer Darmstädter Redaktion.
Darmstadt. 25. Mai Vizepräsident Dr. von Hel mol t «öffnet um 10.15 Uhr bie Sitzung. Die Derhandlungen werden bei Kapitel 53(Van- besamt für das B i l d u n g s w e f« n) wieder ausgenommen. Die Abstimmungen üb« dieses Kapitel sowie über Kapitel 54 toerbtn zurück- gestellt Kapitel 55 (Po st gebühren, trtrb angenommen Zu
Äapltrt 57 (Volksschulen) bittet Bbg Scha ub (Soz.) die Regierung. Anweisungen an bw KrrisschulÜmter her aus zu geben, in denen deren Kompetenzen adgrgrenzt sind-
Bbg. Frau Balser (Dem.) oerlanat eine stärkere Heranziehung weiblicher Lehrkräfte xum Ui. ter richt, namentlich in den Mädchenschulen. Buch sollten mehr Srujen in leitende Stellen kommen Die Rednertit bittet dann, einen neu eingebrachten Antrag de: u>.-ib- : dneten an-unebm> i> ' der
Lehrkräfte an den Dolkslchulen Irauen sein sollen, der Antrag enthält auch noch ander« Dünsche
Avg. G a l m (Komm.) fordert bie Einstellung bet Lehrerabbaus jetzt und in Zukunft. Die Jungleßr« müßten in ken Schuldienst eingestellt werden. Mehrere Schulräte un Landesbildungsamt und eine Anzahl Kreis'chulräte konnten abgcbaiU werden. Wetter bringt der Rcdn« Befchwerden vor über di« Schulärzte, verlangt die Einführung von Schulspeisungen unb die Abschaffung b« Prügelstrafe, ferner verteidigt der Redner die Areidenker. di« von den Zentrumsleuten besonders scharf angegriffen würden. Die schwach« Position der Soztaldemrkraten im Reich und in Hessen ermutigt hi* Zentrum, einen Kulturkampf zu süß- ,ren; bie Soualdernokratl« habe nicht den Mut. hier im Hau'c etwas gegen die -)erausfordtt-ng des Zentrums zu lagen (der Präsident rügt den Dorwurf eincs Mangels an Blut). Di« h.-u'.igr Bolksfchule lei eine Kürffenschule. denen, die flc erhalt en wollten, sage die Kommunistische Partei den Kampf an
Bbg. Kaul (Soz.) erklärt gegenüber den Ausführungen des Bbg Heinstadt am Dienstag, daß Delenntnisschulen > :ch' der Doleranz dienten. SrrthenfeTflnt*T und südliche Kind«, bk solche
Sch-'.en besuchen mühren. Härten noch mehr Gr-r^. über JutaL-rcn.) zu Nagen. Die Sozialdemokratie erstreb« die Weltlichkeit bet
Schule, st lehne bie WeUa..'chau »gsfchuier auch bie Ärctbcn(er,<bulen. ab. E ne Schule nach dem fo».ollst.Ich«» Zdeul lorte ’i4> U der kop»- tallsti'chem Gesekllcha^t »ich« verw'.rlllch«. Hoh« els d-s Sllerr-7 -chr lebe das Recht »er 6* 4eU- 'tiaft an bie K Ber Die So^aldemokwUi« werd« tn Heiser den Wünschen des Zentrums nach KouIefsionsfchule keinen Schritt tut- oeflenternrrett. Die ablehnende Haltung bet Sozialdemokrat » gegen ein Konkordat sei begründet durch bie Besorgnis für die weltliche Schule, gegen bie Hineinnahme der Bolls'chille. der böbrten Schuleu und her Hochschule» in ein Konkordat werde 'ich bie Sozialdemokratie mit eil« Schärt e wenden.
M n.stertaldirrkror 11 r ft a b t erklärt zur .Trage btt Berwenduna von Kr:egsbe- 'chüd.gteaim Schuldienst, daß tw mellten Anwärt« letzt unter gebracht sind. Der Redner macht Zahtenan-i'den h'-ttüb«. Wegen b*t v«- mehrtm Anstellung weiblicher Lehrkräfte und bet An stell unq von Schulleiterinnen verweist brr Redner auf di« Danach«, daß das Lavdesbll- 4amt an die gesetzliche '• marungen gebunden ift: bie Ernenmmgen wären von einer 7lr.be von Faktoren abhängig, auf bie das San» i’Iub hätie.
Abgeordneten Galm gegen die vchulärnte wären wegen ihrer allgemeinen Ratur zurückzuweisen.
Bbg H« i n st c -) meint, er babc gestern der Berständ'-gung das Wort geredet, es fei ab« fruchtlos gewesen. Gr habe nicht andere zu fe.nera Standpunkt bekehren wollen, sondern « habe nur Achtung für leine Anschauungen verlangt Alle Auffaffungen sollten anerkannt wttben.
Di« Aussprache über Kapitel 57 wird geschlossen Bei den Kap*:ein 56. 59 und 60 finden fein« Debatten statt bei
ftapitd 61 (Sm»aasten ufw.) beschwert sich Bbgevrdnettt Schaub (Svtz.1 über Professor Dreher in Fnedt«g. bet monarchistische und Kriegslieder von seinen Schülern niederfchoeiben und singen lasse.
Bbg. Frau Balser (Dem» wünscht ein« Bermehrimg der Freistellen.
Bbg. Dr. Keller lD B) bemerkt zum Fall Dreh«, daß man sich nicht auf Kindttausfagen verlassen solle Habe ein Abgeordnetrr Beschwerden gegen einen Beamten t»orxubringen, so sei btt Landtag die letzte Instanz dafür, erst soll« man sich an die Vorgesetz ten Behörden wenden, wenn diese vertagten ob« keine befriedigende Ausdinst aäben. rfrmw man die Sache dem Landtag unlttbrvitcn
Ministerialdirektor 11 r ft a ö t erwidert, das Freiftellenwefen fei nicht von dmt Landesbil- dunAsamt allein, sondern auch von den Gemeinden abhängig. Zum Fall Dreh« könne und wolle tt sich nicht äußern, bevor die Angelegenheit nicht untersucht fei.
Kapitel 62 (höhere vürarrschulen und höhere TNLdchen schulen)
Abg. Fräulein B i rnha u m (D. Dp.) weist den im Haufe erhobenen Borwurt zurück, als strebten die Frauen mit Eil« der Gleichberechtr- gung mit dem Manne au. Das Jet n.cht die Absicht b« Frauen: sie stellten chre Forderungen nicht etwa Im eigenen Interesse, sondern im Znlereffe der Volksbildung unb des Staates Die Frau mülle bei der Gestaltung des Staates Mitwirken unb Ihre ruiturgetooUtf unb wertvolle Eigenart *ur Geltung bringen. Sie Bnne dies nur als Kameradin des Mannes. Denn die Frnu den Willen zur Gestaltung habe, so mülle sie auch di« voll« D«rantwortung tragen; dies« könne sie nur Ausdruck verleihen, wenn flc bet ber Besetzung von öttflen nicht zurückgedrängt werde Die Alles!vrinnen wären in die Bewerberliste der Männer eing«echt. von einer B^rzuaung könne mm allo bei ihnen nicht reben. Anstellungen wären In letzt« Zell nicht erfolgt, weshalb zehn von ihnen Hessen verlassen bürten. Wenn eine mit ein« seminaristisch DorgebJbeten Lehrkraft besetzte Stelle frei werde, fo sollt« sie ein« Akademikerin «halten, aber mit der entsprechenden Eingruppierung. Das Landesamt für das 5 1- dungswesen sollte einen Weg MM w e Frauen zur Anstellung kämen, denn die Listen für eine Slclll'ilbesetzuna würden immer mir von Männern aulgt ft eHt unb immer nur in «ft« Linie Mann« berücksichtigt. Leitende Stellen sollten ausgeschrieben werden, damit auch Frauen in den Wettbewerb eintreten könnten.
Bei Kapitel 66 (Förderung der Kunst) tritt Abg. Frt. Birnbaum (D. Bpt.) nochmals für ihren von der Regierung unb vom Finanzausschuß abgelchnten Antrag ein bem Stadt- theater in Gießen einen Zuschuß von 10 030 Mark (statt 5000 Mk.) zu getv-iortn. Die Red- netin weist auf die Kulturbedeutung des Stadttheaters hin, die Nch nicht allem auf Gießen, sondern auf ganz Oberheffen erstrecke
Kapitel 67 (taubewnloerfttiQ.
Abg Galm (Komm) bringt wiederum den kommunistischen Antrag auf Aushebung bet Universität Gießen zur Sprache
Abg Frl. Birnbaum (D. Bp.) erklärt, das ganze Haus fei wohl darin einig, diele alte Kulturstätte zu erhalten Hi« würden aei st in« Waffen gef Jmiebet jum Wiederaufstieg Deutschlands Die Hebnertn bebautet die Abstriche, N« am Etat der Hochschule gemacht wurden, an den L\*b rauf trägen unb an den la.bilden Ausgaben, sie unterbreitet dem Haufe einen neuen Antrag au Gunsten der Landesbibliothek unb bringt Wünsche in bezug auf die Kliniken und bil Studertenhaus vor
A'.a Kindt (Dn 1 wendet sich argen den Abaesrdneten Galm Weil die Universitäten Hochburgen des pater a feien,
darum wären sie den internationalen Kommunisten ein r?rn im Qlugf Das Landesamt für das Bildungswesen sollte einmal «in« Aufstellung darüber machen, was Ctubeiten und Lehrer in Gießen ausgeben es werde <idb bann zeigen, daß fie mehr nach He'sen hereinbrachten als der Staat zusch iehe.
3bg. (Balm (Komm.) erw.bert da raus, daß bk Kommunisten keine»weg» au» hiternattonalm Gedanken berau» die Luthebang ber tianbewnioer-
>ecn tueil |i< im SettbttPerb ber Universitäten nicht mehr mitkomme.
Ädg. ßrt Birnbaum (t. B.) macht darauf aufmerksam, baß btr Landr»-n oersttät auch eine Stätte der freien gorfchung sei, die erhalten bleiben müsse. 3n Gtesten müßte unbeblagt eine pädogo- eHttltai e m i . werden.
Ein« Kerhe von Kapiteln wird hierauf vom Lräsitzenlen aufgerusen. ohne baß ftch ein Äbgeorh.
Irrtet «um Wort Bu^et — Hie rauf wird tn Mt (Beneralbebatte nngetrrim üb« die 7. haaptcbUi- lang
7N nistertnm für Ürbetl unb Birtschosk.
Bbg Dr. 2 t b l i a g c r -dbbj bringt zunächst _ ür. che ba La-2c?;rtl4>ah xur Sprach«, bie « n Kvrm von Le^'ätze, bem r>-u'e unler- -nd betrat dann <ru* die Riedent- wäff rrurg zu sprechen. G: 'chrldert die Lage brr E c nei-nben unb der Landwirt'chast ün Ried and d.'ärwortet hi ^rüiCung eines Xieb-Got- wätseru.. - sverbardes —ach einem Antrag« des LandbunTes tollen die Kosten der Pumpwerk« vom Staat übernommen werden: leider 'n bU Errtchl arg err.es Pumpwerkes an ber Raben» ’T b< abgrllhnt w.'7>ei'.. auch machten landwirtschaftliche Kre.'e bet den >. db^re rugungm te Ried Schwirrtgkeiten. Tct Redner vertrat die Anschauung, daß durch 'ie Riedentwällrrung bie Landwirtschaft in ;n-.cr Gegend ganz außeraebent- lich arfdrdert werb,
Abg. Weber -Soz.) erörtert gegenwär- ■Ige wirtlchastllchr Laa«: von ein« wesentlichen Bellerung könne n.cht die Rede sein. Rutze« bar- us zögen auch nut die he'ttzrn Vn Klassen. Wen» man bi« Arbeitslosen^ »fern richtig deute, so ft-nn« man daraus ersehen, daß sich die w rrtchafillche» Tertältr/rte kaum gehrt’«t hätten Tw Redner ■tatbi längere Ausführungen um dies« Behanp- ungen zu bewerten geb schliest: mit der Ausstellung ein« Reihe von Forderungen, die sich auf Brbellszeit. Invallbenrenr«. Un'alloertiche- rung. Erwerbslosrnunterftützung u'w. beziehe», allo eigentlich zur Leichsgesetzgebung gebörrn. Ser hessische Staat müßte Offerb:£ »nb den umliegenden Gemeinden pekuniär In ihren wirtschaftlichen Atzten beiftehen.
Die Berhandlungen werden em zwei Uhr abgebrochen nächst« Sitzung Tien*tag 10 M^e.
Aus nller Welt.
Bie Untersuchung
des Kasseler rirar.cußabnungsstcktz.
WSR. Kassel. 25. Mau Tie Vachverststndtz. gen haben über ihr« Brobachtungen ein ausführliches Gutachten der Staatsansaltschw,'t Über» rncht. Der Wagen itt danach gebremst gewesen. als er abfuhr, und war auch noch » bremst während der Fahrt und »ach dem Un* glucks!all. denn bie Bremsllö-e batten dicht angelegen. Die Annahme, daß ein sieben- oder elfjähriger Junge d e Brems« geldst und damit das Unalück veranlaßt habe, ist bamll end- nüliig a 16 unmöglich widerlegt worden, ihe 5rage, wie «s möglich war. daß rin gebremster Wagen sich von selbst in BewegUnn sehen konnte, gibt tu d« Vermutung AnlaL daß der Wagen nicht genügend gebremst war und durch das beim Betreten des Wagens entstanden« Schaukeln nach unb nach in Gang geriet. Bei der Beenehmung ber Ber- unglückten der Vtraßenbahnlatastrvpbe hat übrigeres Marie P a de zuaegeben. baß flc sich nicht m dem verunglückten Wagen der Um* 5 befunden hat, und infnlgcMfcn auchntchtabsprin gen unb bi« zwei Kinder retten konnte Sie war wohl in bem llnglücksvagen. bevor bmler führerlos abrolll«. bann aber vleber ausaesttegen. um Nch in den st eben gebliebenen Anbänaerwagmi zu Jenen. Rachdem das Unglück geschehen war. bat fie sich an bie Unfallstelle begeben unb bet den Lrttungsarbeiwn m'tgeholfen.
Ein Enropaflng ClnDWegH
Paris. 26. Mai. (Wolss ) Din .SftteMi Tribüne" meldet. Lindbttgb hab« gestern grunp- sätzlich beschlossen. mit seinem Kiug^eug einen Europaflua au unternehmen, ber ihn von Pari» übet Brüssel. London. Kopenhagen. Berlin. Wien, Rom und Vielleich auch Madrid unb wieder zurück noch Paris führe« würde.
Auch ber SIHk Oiran soll stzersiogen m«eben.
James Dole, Mitglied des nationalen Bew bandes für Lustschisfahrt, hat 25 030 Dollar sstr den ersten Flieg«, ber bie Streck« zwfchen der amerikanischen Küste und Hawai ohne ZL-.schen- lanbung zurücklegen wird, unb 10 000 Dollar für den zweiten Flieger, d« den gle.ch-n Flug vollführen wird, ausgesetzt. Ss ift wahricheinllch. daß auch Ltndbergh den Berfuch wagen wird, schwerer Raubüberfafl auf einen Lassenbow»,
Bor der Leichsbank in Osnabrück «reia- nete sich auf einer ber verletz reichsten StraH« ein frecher Raubübersall. Ais ein ÄoffmboN ber Osnabrücker Lank bie Reichst»«nk mit 50 300 rf verlier« 1 plötzlich auf «In Zeichen eines wartenden Autos zwei junge Ueut« aus einem Cafs und überwältigten nach kurzem Handgemenge b«n Kassenboten, wobei sie diesem bie Gelbmapd« entrissen, tn ben Waacn fprangen und ah- fuhren. In dem Auaenblick der Abfahrt Hämmerte sich der Kafsenpot« an den Wagen unb wurde darauf mit zwei Levoloerschüss«, in den Bauch unb ins Herz niederge st reckt. Ter Wagen mit den BandUrn nahm die Lichtung Bremen in rasender Fahrt. Das sofort et* etwa 10 bewaffneten Wagen die Bersolaung auf. An der Verfolgung beteiligten sich auch drei Zluanencht der nledersüchfischen Lufthansa und bei Osnabrücker Fliegers Ports. Kurz hinter Osterkappeln- Wobmte wurde der Wagen gesichtet, als bift« die Richtung nach Minden einschlug Man tomdt bisher bie Täter nicht fassen
Schwere kl zetnien E xpio߻K.
In Heringen an ber Werra waren hn stestri- ichni-edehau» ber Gewerkschatt Winter»Hatz Arbeiter mit dem Ahjüllen eine» großen fratbtb:beschäftigt. al» dieser au» unbrfanntrr Uriach« eipl 0* ,r wurde v
Nebenmann gleichsatz» auf btr Stelle ge • tötet tim fiurtjmmrn eine» dritten ÜrtwUer»
rtvwtirit 15 tn der Tlähe beschädigte 0** werter wurden teil» schwer teil» leichter ncrieM. Da» Gebäude wurde »eilig zertru-mnen tkr Luftdruck war so start, daß im ganzen Orte kN kein« Feeste richt de mehr heil gebt leben ist.
Berthe een» TUunle In brr Pariser Großen Dm.
Parts. 27 Mai (WLB Fundpruch) Sea H-Hevu'.kt ber verschieben«» Bartbv-'enswer, st» Par-.s bildete bw gestrige Aufführung brr g. Symphonie in btt Großen Oper unler Qritung des Kapellrnf.'errs Oskar Fried ans Berti» Er erzielte vr>rn zweiten Satz ab eine sich steigernd« Anerkennung, bi« ylr. Schtust In etw tmr.uitnla :a dauernden Ovanon ihrem Ausbrnck fand Sie Große Oper Dar bis auf b«n letzten Platz besetzt 9tr Buffuhrung ***** u. a. Untere chisminister Herria« unb Krtegs- einift« Patnl « vs bei


