Vie Haltung der Dominions
Nirgends Asyl für Garibaldi.
Paris, 26. San. (WV.) Riccio tri Gari- baldi, der heute vormittag Paris verlassen wollte, um sich nach Le Havre zu begeben, von wo aus er die Ueberfahrt nach Amerika an- treten wollte, hat diesen Plan nicht auSgeführt. Cs ist ihm bekanntgegeben worden, das; die Per- einigten Staaten ihm das P a f' i * u m
stand und Gemeindevertretung, sowie die Organisationen der Manne.- und Frauenvereine und der Gemeinde-flege besonders zur längen Mithilfe berufen wä.en. Die für die Gefangenen- und Ent.a,'encn'Ü7sorge bestehende öffentliche Organisation, der Hessische Schutzverein für ent» laj e.e Strasge.'ange.".e (G.schä täftelle Darmstadt, Mathildens, az 13) wird besonders empfohlen, Wecker Herden in dem Ausschreiben sechs Punkte miigeteilt, dir der Verein den Geistlichen der besonderen Beachtung empfiehlt.
t DaS diesjährige Kircheng e- s a n g v e r ei n s f e st. Sestern nachmittag tagten im Gasthof Hindenbura daliier hie
Das Urteil der Presse.
London , 27. San. (WTD. Funkspruch.) Die liberale „Daily RrwS" schreibt, beunruhigende Anzeichen deuteten darauf hin, dah Groß- Dt.-amüen in die Lage kommen werde in China
Au§ -er provinzialhauptsta-t.
Gießen, den 27. Sanuat 1927.
Blumen im Winter.
Die Lage in China.
Günstiger Stand
der Verhandlungen in Hankau.
London. 26. San. (Reuters Wie verlautet, ist in den englisch-chinesischen Verhandlungen in chankau dadurch eine wichtige Wendung eingetreten, daß die englische Regierung konkrete Vorschläge unterbreitet hat, die zur Ergänzung der in dem englischen Chinamemorandum gemachten Vorschläge bestimmt sind und sich auf die Frage der Bürgschaften und Sicherheiten beziehen. Sn unterrichteten englischen Kreisen wird erklärt,
es beständen sehr große Aussichten dafür, daß der positive Teil der englischen Chinapolitik Erfolge zeitigt, noch ehe die britischen Truppen in China eintreffen, und daß, sofern die chinesischen Behörden nicht entschlossen sind, die engltsch-cyinesischen Beziehungen unmöglich zu machen, kein Grund bestehe, dah ein befriedigendes Ergebnis nicht erzielt werden sollte. Die englischen Vorschläge wurden auch den chinesischen Behörden anderer Landesteile mitgeteilt.
feine isolierte Politik zu verfolgen. 3a» I van beabsichtige nicht, Truppen abzusenden, und in Amerüa werde gefordert, daß die Bereinigten Staaten eine selbständige und versöhnliche Politik betreiben. Sogar innerhalb des britischen Reiches gebe es scharfe Meinungsver» schiedenhei.en. Sn Austra irn seien Proteste der Aröeitcrscha t zu verzeichnen, Kanada werde sich nach den vorliegenden Erklärungen abseits halten und in Snoien wachse die Erregung unter den QZaliora'i'ten. Das Blatt fordert unzweideutige und eingehende Mitteilungen über die von der Regierung ver'olgten Politik. Auch „Daily Erpreß" fordert eine solche Erklärung. Das Blatt hebt hervor, daß die Unruhe in der Oesfentlichkeit durchaus nicht ge» ring sei. Mit Recht oder Unrecht be'ürchie der Mann auf der Straße, daß viel mehr geschehe, als er erkennen könne. Dolle Offenheit sei die Pflicht der Reg erung. — Die konservative „Time s" betont in einem Leitartikel, Last Großbritannien unter den Mächten mit dem Anerbie en grohherzicer Konzessionen auf dem Wege einer Revision der Verträge mit China führend vorangegangen sei und bemängelt die Haltung der Führer der Liberalen und der Arbeiterpartei, die sich ihrer Derantwortung bewußt sein sollten, aber in ihren öffentlichen Aeußerungen Unsicherheit und Schwäche zeigten. Das Blatt sagt: „Es ist darüber geklagt worden, daß die Regierung es tatsächlich gewagt habe, Truppen nach China zu senden. Es wird die schwächliche und feige Andeutung gemacht, daß wir durch dieses Borgehen die Gefahr eines Krieges Hervorrufen. Angefichts der Tat» fache, daß wir aus einer Konzession durch die Gewalt.ä.igkeit des Pöbels in Verbindung mit miiiiätljcber Bedrohung hinauSgetrieben worden sind, erscheint es nicht ganz unangemessen, daß Großbritannien ausreichende Vorsichtsmaßnahmen trifft, um eine Wiederholung dieser Vorgänge in bem viel wichtigeren Handelszentrum Schanghai zu verhindern."
verweigert hätten. Die Einreise nach der Schweiz ist ihm bis jetzt ebenfalls verweigert worden. Gr hat dann die Ueberfahrt nach England angetreten unb ist heute nachmittag in Folkestone gelandet. Da er aber anscheinend von den Einwanderungsbehörden daran gehindert wurde, sich direkt nach London zu begeben, blieb Garibaldi in einem'
Fahrplanverbesserung. Der Personenzug 562 Fulda-Gießen (Fulda ab 1,20, Gießen an 4,27 Uhr nachrn.), dec seither an Sonn» und Feiertagen nur zwischen Fulda und Alsfeld verkehrte, wird vorn Sonntag, 30. San. ab, biS Gießen durchgeführt und widerruflich für die Personenbeförderung freigegeben.
" Personalien. Auf Grund des Altersgrenzegesetzes tritt der Oberstudiendirektor des Land- graf-Ludwig-Gymnasiums in Gießen, Dr. August Baur, am 1. Februar in den Ruhestand. Ebenfalls auf Grund des Altersgrenzegesetzes scheidet der Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Gießen, Medi- zinalrat Dr. Ernst W a l g e r, am 1. April aus dem Dienst. Der Kreisarzt Medizinalrat Dr. med. Wilh. otnfeer in Alsfeld wurde zum Kreisarzt des Kceisgefundheitsamtes Gießen unter Belastung seiner Amtsbezeichnung als „Medizinalrat" mit Wirkung vom 1. April 1927 ernannt.
** Straßensperre. Zwecks Vornahme von Hausanschlußarbeiten hat daS Polizeiamt die Straße Am Kugelberg zwischen Licher Straße und Kaiserallee auf die Dauer von vier Wochen für den Durchgangsverkehr gesperrt.
WER. Gräberschmuck am Volks» trauerte g. Angehörige und Vereine, die zum Volkstrauerlag (13. März) die fernen Gräber unserer Gefallenen zu schmücken beabsichtigen, wollen diesbezügliche Bestellungen bis spätestens 10. Februar an daS Sekretariat des Dolksbun- des Deutsche Kriegsgräbersürsorge. Frankfurt am Main, Münzgasse 3, gelangen lassen. Postscheck- Jonta Kriegsgräberfürsorge 55900 Frankfurt am Main, Kranzpreise für Frankreich 10 Mark, Bel» .men 6 Mark, Polen und Rußland 8 50 Mark. An Unterlagen sind erforderlich Dor- und Zuname des Gefallenen, Geburts- und Todestag, letzter Truppenteil, Grablage.
- Betriebsunfall im Wiesecker Autobetrieb. Gestern vormittag gegen 11 Uhc entstand, wie wir in einem Teile unserer gestrigen Ausgabe bereits berichteten, in dem Motor eines im Dienste des Zweckoerbandes Wieseck- A l t e n - B u s e ck laufenden Autoomnibusses aus bis jetzt noch nicht festgestellter Ursache in der Nähe der Ludwigsburg zwischen Wieseck unb Alten-Buscck ein Vergaserbrand. Dem Chauf feur gelang es, durch entschlossenes und zlelbewuß- teo Eingreifen der Flammen Herr zu werden, so daß eine Ausdehnung des Brandes über Öen Bereich des Motors hinaus verhindert wurde. Der Wagen wurde im Laufe des gestrigen Nachmittags zur Reparatur gebracht. Personen sind bei dem Vorfall nicht zu Schaden gekommen. Von heute morgen ab wurde der Fahrdienst in vollem Umfange bereits wieder aufgenommen, so daß der Unfall keine nennenswerten Störungen im Betrieb brachte. Dieser Vorfall zeigte übrigens, wie notwendig und richtig es ist, solche Wagen mit Feuerlöschapparaten auezurusten.
" Die Hegezeit für Enten beginnt in diesem Sabre laut Verordnung des hessischen Ministers des Snnern, erst mit dem 1. März.
•• Gefangenen» unb Entlassenen- für sorge. Das Lanbeskirchenarnt hat an die evangelischen Delanate und Pfarrämter ein AuS- schreiben gerichtet, in dem ben Geistlichen unb Gemeinden die ernsteste unb sorgfältigste Mitwirkung bei ben Aufgaben der Gefangenen- unb er.t affenenlurforse erneut a's Herz gelegt wirb. Dtee Mitwirkung zu feilten fei leine Organi alon & ,verpflichtet wie die christliche
i f;c tatkra lig zu leisten fei aber gerade in der Gegenwart bringend geboten. Zunächst komme es immer wieder baiauf an, in Predigt und Gebet der in den Gefängnissen sich offen» pichen ^ot 3" gedenken, fo'.ann sei Die WltbetettiLu^g der Geistlichen bei ber Unter- btr.gung und AröeitSvermi te ung für die 0nt- laf.enen, sow.e die Tätigkeit alS Deistand und bei der Schutzaufsicht von großer Wichtigkeit, wobei die Organe der Gemeinde. Kirchenvor»
‘Bürgern und ihren Snterefsen 'gesetzlichen lind rechtlichen Schutz zu gewähren. Die Vereinigten Staaten hätten niemals eine.imperialistisckx Haltung gegenüber China" bekundet.
Freude erhält jung und nicht zuletzt die d'reube an Blumen. Das bewies diese Frau, in chrem jugendlichen, jugendfrvhen WefenI — Mehr Vlumen hinein in unsere Heime, besonders im Brnterl Lieber ein paar andere Dinge lassen, von denen wir doch fooiele unnütz kaufen und verbrauchenk Und dafür eine Blume geschenkt!
•* Offene SchulsteNen in Mainz. An der Volksschule zu Mainz sind zwei Stellen mit katholischen Lehrern, zwei Stellen mit katholischen Lehrerinnen, vierzehn Stellen mit evangelischen Lehrern, eine Stelle mit einer evangelischen Lehrerin und zwei Stellen mit freireligiösen Lehrern zu besetzen. Wohnungen werden von der Stadt Mainz beschafft.
Die Maul» unb Klauenseuche ist jetzt in Sandlofs unb Pfordt (Kreis Lauterbach). Heegheim unb Effolderbach (Kreis Büdingen) ausgebrochen. Sn Großen-Linden (Krei» Gießen), Rieder-Mörlen. Dorheim, Wickstadt, Petterweil (Krcis Friedberg), Leidhecken. Höchst a. d. R., Hof 2rcrdenhai.de (Kreis Büdingen-, ZeU (Ärcid Alsfeld), Weidenhausen, Garben» teich, Krofdorf. Kinzenbach (Kreis Wetzlar) und Kehna (Kreis Marburg) ist die Seuche erloschen.
** Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtvlebmarkt: 80 Rinder, 157 Kälber, 550 Schafe und 433 Schweine.
Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" schreibt, die weitverbreitete Meinung, daß die britischen Truppen sich einem Einrücken der tfantonefen in Schanghai sich nicht wider- > e tz e n würden, sei In dieser Form irreführend. Sn die Vorgänge in d e r chinesischen Snnenftabt und der Provinz Schanghai werde - - o , sich Großbritannien nicht einmischen, aber der Ge- Foltestoner Restaurant, danke, es würde geduldet werden, daß die Kan-
ionesen die internationale Niederlassung überrennen unb ben ausländischen Gemeinderat absetzen könnten, müße unbedingt zuruck- ge wissen werden. — Die Räumung des Kanton-Deltas durch die ausländischen Missionare wird für ratsam erachtet. Man erwartet, daß die Flüchtlinge demnächst in Hongkong eintreffen werden.
Amerikas poMlk fn Mexiko.
Lchiedsgericht oder Krieg.
Aeuyork, 26. San. (SIL) Die mehrfach geänderte Resolution Robinsons, die ber Regierung empfiehlt, den mexikanischen Konflikt einem Schiedsgericht zu unterbreiten, ist vorn Kongreß einstimmig angenommen worden, weil die Republikaner in ber Resolution keine zwingende Verpflichtung für die Regierung gesehen haben. Zur Resolution erklärte Robinson, daß außer der schiedsgerichtlichen Beilegung des Konfliktes nur noch zwei Wege offen standen, der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Mexiko, was einer neuen mexikanischen Revolution unb dem Sturz Ealles gleichkäme, und der Krieg, durch den die ^amerikanischen Truppen gezwungen werden würden, für immer in dem unruhigen Mexiko zu bleiben. Sn eingewechten Kreisen nimmt man an, dah sich die Regierung von der Resolution des Kongresses nicht beeinflussen lassen wird.
Sn Mexiko hat die Haltung des ameti» kamschen Kongresses im Mexiko-Konflikt große Genugtuung hervorgerufen. Die Lage im mexikanischen Oelgebiet hat sich jedoch dadurch verschärft, daß die Regierung ben widerspenstigen Erdölgesellschaften die Bohrungserlaubnis entzogen hat.
i g v e r ei nsfest. Gestern nachmittag tagten Gasthof Hindenburg dahier die Dirigenten und Vorsitzenden der evangelischen Kirchenge- langDcreine des Dekanats Gießen, um über die Abhaltung des diesjährigen Kirchengesangver- einsfestes zu beraten. Es wurde beschlossen, das Se,t am Sonntag Exaudi in Alten» Vuseck ao^uhalten. Der Feftgottesdtenst. in dem Pfarr- abiftent Gobel - Klein-Linden ptedigen wird, beginnt nachmtttaas 2 U&r, die Rnchversamm» Lung um 4 ilbr. Außer sämtlichen Vereinen des Dekanats wird auch der Bläserchor des Pfarrers Kalbhenn - Grohen-Buseck mitwirken. Sm (Zestgottesdienst werden drei Massenchöre, in der Rachversammlung einer gesungen. Außerdem werden die einzelnen Chöre in der Rachver- fammlung zwei selbstgewählte Chöre Dortragen.
WSR. Ungültigkeit Don Rentenbankscheinen. Die RentenLanLcheine zu fünf Rentenmark ohne KopfbildniS, mit dem Ausfertigungsdatum 1. November 1923. können bei ben öffentlichen Kaffen mir noch biS 31. 3a- -Zahlung gegeben, bei den Kassen ber Reichlbank aber biS 14. April 1927 gegen andere Rentenbankscheine ober gegen gesetzltthe Zahlungsmittel umgetauscht werden. Mit Ablauf des 14. April 1927 werden die aufgerufenen Rentenbanlscheine kraftlos.
A ,, Deichsgründungsfeier des Hess. Vaterländischen Blocks, Bezirk Gießen. Am Dienstagabend veranstaltete der Bezirksverband Gießen des Hess. Vaterländischen Blocks im Kath. DereinShaus eine Reichsgründungsfeier, die sich eines sehr zahlreichen Besuches zu erfreuen hatte. An Stelle des ursprünglich vorgesehenen Redners. Prof. V e i d t - Herborn, der am Erscheinen verhindert war, hielt der Landtagsabgevrdnete Kindt die Gedenkrede, in der er. ausgehend von dem Mahnwort „Gebente. daß du ein Deutscher bist", die großen Aufgaben unserer Zeit und die nationalen Pflichten des deutschen Volkes darlegte. Stets müsse unser Volk sich vor Augen halten, daß eS seine höchste Aufgabe sei. sich im Wettstreit der Völker durchzusetzen. DaS könne aber nicht mit dem Marxismus, ber Internationale deS Goldes ober der Gesellschaft bet Friedensfreunde geschehen, sondern nur in dem aufbauenden nationalen Geiste Bismarcks und Hindenburgs, unter Einsetzen der ganzen moralischen, geistigen unb wirtschaftlichen Kraft des deutschen Volkes. Disziplin unb Einigkeit in klarer Erkenntnis der Rotwendigkeit. daS Sinzelfchicksal dem Wohle deS Volkes unterzuordnen, feien die Grundlagen, auf denen die vaterländische Aufbauarbeit zu leisten sei. Daß der Redner einen Zuhörern auS dem Herzen gesprochen jatte, bewies der außerordentlich starte Beifall, mit dem die Ansprache aufgenommen wurde. Anschließend wurde ein vieraktigeS Schauspiel -Der 18. Sanuar“ gegeben, in dem ber Gedanke ber nationalen Volksgemeinschaft. deS hingeben- den Dienens für das Vaterland in ausgezeichneter Weife dem brutalen EgoiSmuS der 3ch- Menfchen gegenübergestellt wurde. Die Avffsch- rung, um die sich Herr Fritz Dunkel al» Leiter und Hauptdarsteller hervorragend verdient machte, die aber auch in den übrigen Mitwirkenden eifrige Stützen fand, hinterließ bei den Zuschauern einen starken Eindruck. Schneidige musikalische Darbietungen der Kapelle Topp füllten den übrigen Teil des Abends in bester Weise aus.
Sn einem alten, verträumten Städtchen des Harzes war es. Sch war Gast einer KaufmannS- familie vom guten, alten Schlage. Alles atmete patriarchales Wesen: das Haus, die Möbel, der ganze Zuschnitt des Lebens. Aber was das Besondere dieses Hauses war, das waren die Blumen - , und Pflanzen in den Zimmern unb auf den it Treppen. UeberaU Grün und die Fülle von , | Bluten. Sn jedem Zimmer, jedem Winkel in
Starkenburg.
• Darmstadt, 26. San. Sn ber Dacht zum 22. Sanuar ist in die G v e t h e s ch u le und in die Mornewegschule ein gebrochen worden. CS wurden sämtliche Behältnisse mit Stemmeisen geöffnet und im ganzen mehrere hundert Mark Bargeld gestohlen.
Rheinhessen.
MSR. Bingen, 26. San. Die Gemarkung Büdesheim bci Bingen hatt: In den letzten Jahrzehnten ber Zucht von Burgunderreben besondere Aufmer-samkett gewidmet unb große Gelände mit Burgunderreden bepflanzt. Da die Erfahrungen damit gute Erfolge zeitigten, hatte man geplant, den ganzen Weinbau darauf umzustellen. Snfolge der schlechten Ernten In ben letzten Sahren und die noch schlechtere Lage des Weinbaus haben nun aber die Winzer beschlossen, fortab keine Weinberakul- turen mehr vow,unehmen und an Stelle der nicht absolut rentablen Lagen (das find fast alle) Spargelkulturenanlagen au bauen. da dieses Frühgemüse besseren Verdienst abwirft.
Preußen.
Miete Wctzlerr.
-Z- Wetz I a r, 26. San. Die Zwangslnnung für das Maler, und Anstreichergewerbe für den Kreis Wetzlar soll aufaelost werden. Die zu diesem Zweck auf den 12. Februar einberufene Versammlung ist laut Statut endgüllig beschlug fähig.
-2- Kinzenbach, 26. San. Die im Vorjahre dreimal in unserem Orte aufgetretene Maul, unb
ötn HauS ohne Blume ist beinahe so wie ein HauS ohne Buch! And beides gibt es, unb in briien Fällen kann man untrügliche Rückschlüsse auf die Bewohner ziehen! Wer in einem rechten Verhältnis zu Blumen und Pflanzen steht, wird auch mit den Menschen gut fertig werden unb in ben meisten Fällen gut zu ihnen stehen!
Wo eine Blume im Hause blüht, kann nie ganz die Hoffnung schwinden! —
Blumen im Winter! Die glückliche Hand! DaS schenkende Herz! B.
Jk'ener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140 bis 160, Matte 30 b s 35, Wirsing 10 bis 20, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 12 bis 20, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Sp'.nat 25 bis 40. Unter-Kohlrabi 6 bis 10. Grünkohl 20, Rosenkohl 40 bjs 45, Feldsalat 120 bis 2C0, Zwiebeln 10 bis 20, Meerrettich 35 bis 80 Schwarzwurzeln 35 bis 50, Kartoffeln 6, Apfel 15 b.s 30, Dirnen 15 b.s 25, Rüsse 60, Honig 50, junge Hahnen 100 bis 120, Suppenhühner 100 bis 120 Pfennig, Gänse 100 bis 120 Pfennig das Pfund. Käse 10 Stück 60 bis 140 Pfennige (Sier Stück 17 bis 18, Blumenkohl 60 bis 14o’ Endivien 80 bis 90, Lauch 5 bis 15. Rettich 10 bis 15, Sellerie 20 bis 40.
Bornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag. Frauenoerein vom Roten Kreuz für Deutsche über See: 8 Uhr, Große Aula der Universität. Vortrag. — Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: „Bismarck, 2. leir. — Astoria-Lichtspiele: „Zigeuner im Frack".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Freitag, 28. San., ge^t als Erstaufführung das interessante Lust- sptel ..Dover »Eg la iS" von SuliuS Berstl rn Szene. Dieses Werk hatte schon vor der Uraufführung einen Erfolg, wie er nur ganz wenigen Stücken beschielten ist; es wurde an über 40 Bühnen als Uraufführung für den 23. Dez. 1926 angenommen. Die Spielleitung des liebenswürdigen Lustspiels liegt in den Händen deS Herrn Dolck, in den Hauptrollen sind beschäftigt Fräulein Krahmer und die Herren Geffers, Goll. Lenau und Gehre.
— Der Goethe-Bund hat für kommenden Samstag abend den bekannten Dichter Walter von Molo ans Berlin-Zehlendorf zu einem Dichterabend gewonnen. Es ist sicher ein inter- efjanter literarischer Abend zu erwarten. (Siehe heutige Anzeige.)
— Die Famikienabende der Lukas- gemeinde, die sich seither eines regen Besuches zu erfreuen hatten, sollen in diesem Sahre fortgesetzt werden. Am kommenden Sonntag wird Frl. Helene K r u g e r an der Hand von Lichtbildern einen Var- trag über „Potsdam und feine Schlösser" halten. Weitere Familienabende sind für den 6. und 27. Februar vorgesehen. (Siehe heutige Anzeige.)
Sohannisburg, 26. San. (WTB. Funk- jpruch.) Der nationale Vollzugsausschuß des südafrikanischen Gewerkschaftskongref- ! e s anerkannte in einer Entschließung das Recht aller Völker auf Frecheit, erklärte restlose , A^.... ...
pathie mil den Chinesen in ihrem Kampf ihnen wurde man woblig empfangen. SS war, als um die Beseitigung des Soches der aueländischen ob eine feine Melooie um einen schwang, dir . Ausbeutung und verurteilte das Vorgehen I Don Treue und Zufriedenheit fang.
derjenigen Regierungen, die eine Politik mili- -Sie hat eine glückliche Hand, meine Fcaul" torischer Intervention begonnen haben, lagte der Hausherr zu mir. Mit welchem Stolze in der Absicht, die Ungerechtigkeiten, unter denen und welcher schier mütterlichen Freude erzählte die Chinesen gelitten haben, zu verewigen. — Rach oiefe Frau mir dann von ihren Blumen, von einer Reutermeldung aus Ottava bringen die ka- pjmen sie die meisten aus Ablegern und Keim- nadischen Blätter ausführliche Berichte über “n0en selbst gezogen hatte. Sch habe so etwas an die britischen Maßnahmen, verhalten sich aber in Schönheit felbstgezogener Pflanzen nicht wieder den redaktionellen Aeußerungen neutral und brin- erlebt.
qen keinen Hinweis auf eine Möglichkeit einer Be- , 2l" dem Tage meiner Ankunft hatte schweres teillgung Kanadas an einer miutärijchen Expedi- Schneetreiben eingesetzt. Der Sturm schlug ganze hon. — Die „Times" meldet aus Delhy Die Er- Schwaden Schnee gegen die Fenster. Die Stadt tremisten In der gesetzgebenden Versammlung Sn- JQ9 bald tote in Schnee begraben. DaS war ein bien s machen heute den Versuch, das Recht der seltsames Bild: Draußen der wütende Schnee- indischen Regierung, ohne vorherige Besra- sturm, zugeschneite Scheiben und hinter ihnen in gung des Hauses Truppen nach China zu ent- pen Stuben das lachende Grän und Blühen wie senden, in Zweifel zu ziehen. Die Regierung erhob m einem hergezauberten Frühlinge.
Einspruch gegen eine derartige Erörterung und er- ?QE toie in eine feine Mütterlichkeit
klärte, der Antrag könne nicht zur Beratung kam- Q^unt. Zuspruch und Trost kam von den Blumen, men, ohne daß schwierige Fragen der Außenpolitik des Lebens! »Herz, was kümmerst du
hlneingezogen würden, was verhängnisvolle Folgen M! Warum so sorgen! Rur blühen! blühen! haben würde. Da der Antrag von der erforderlichen Änderen Freude machen!" — Sch war bas erste Zahl von Mitgliedern unterstützt wurde, erklärte der .^st des Hauses und fühlte sogleich beim Präsident, die Geschäftsordnung zwinge ihn. ben ©jntritt: Hier ist gut fein! Hier wohnen Men- Antrag zuxulasfen, wenn auch der General- mit Herzen. Man fühlte, hier in diesen gounemeur das Recht habe, die Erörterung zu ver- Ztmmern werden keine harten Worte gesprochen bieten. Hierauf wurde eine Botschaft des General- ^ler wird alle« bebutfam zueinander fein! Die gouvemeurs verlesen, in der das erwähnte Ver- ^Iumen künden es! Hier wird man Sinn für bot tatsächlich ausgesprochen wurde, mit der A"le und Poesie haben! Und so war es auch. Begründung, daß die Erörterungen dem ö s f e n t - ^ch schaute in eine Ehe voll innerster Harmonie, lichen Sn t e re ss en zuwider wären. lag wie eine stille Verklarung über den
AU Menschen. Eine Ruhe ging von ihnen aus trotz
DlC des bewegten Grichäststreibens im unteren Stock-
der Vereinigten Staaten, Scfcnsuni> fDnR tocit ausladenden Haus.
lon* 3an- lWTB. Funk- Hier in den Zimmern aber waren Dedämpst-
SruchZ J5™ .lange erwartete Erklärung des heck, Maß. Frieden. Man kam in das Reich der Staatssekretärs Kellogg über die Politik der grünen Stille. —
herein;gtcn Staaten gegenüber China wurde »Sie hat eine glückliche Handl" Sa die olück-
£eufc abend hier veröffentlicht. Sie besagt, dah liche Hand der fraulichc die amerikanische Regierung 1----- ----
neue Verträge mi dein, .....
, - -------jen Treue, der echten.
bereit sei, über warmen Mütterlichkeit. Es sprach ein Stück -,ina zu verhan- Lebenskunst aus den Blumen und Pflanzen. Wie wobei sie nötigenfalls unabhängig mußte diese Frau ihr Tagewerk einzuteilen willen nb^o^en Mächten austrcten werde, dah sie bei dem großen Hauswesen! Denn die Pflege V6en?e Verträge nicht aus- der Blumen muhte eine gute Zeit in Anspruch tonne, bevor em neuer Vertrag unter- nehmen. Unb man merkte der Pflege die Gründ- zeichnet und ratifiziert worden ist. D:e Srfiärung llchkeit an, das feine Verständnis für die Eigen- betont Wetter bie amerikanischen Sympathien art einer jeden. Und die Frau war eine von ^attonallltischen Erwachen". Die denen, die tapfer mit zusassen im häuslichen onet Regierung Wunsche unverzüglich Alltag.
r ?tc.tEi,tD.tiQlltät 8u ver- Von dieser Frau konnte man von vornherein handeln, sobald ^Ehlna^bereit sei, amerikanischen | sagen, dah sie keine von den oberflächlichen übermodernen ihres Geschlechts war. Und so war es auch, ich war wieder einer echten deutschen Frau und Mutter begegnet, einer gütigen, tiefen Seele. —
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Der Anllag grunbe: 3m Olt 3ung, der bamal einem Kriegskan seiner Stau eini in seiner Dvhnu seine Gaste bei Ker einer Gas!
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