Einzelbild herunterladen

der Bahnhofstraße, entlang bes Schlohgartens, wurde genehmigt.

Nieder-Bedingen, 25. Juli. Der in dem Bericht über den Licher Prämiierunasmarkt erwähnte Träger des 1. Pr-ijes in Klasse V (Fa­milien) ist Karl K c b l o w s fq, nicht, wie es irr­tümlich hieß. Rebloser.

# Aus der nördlichen Wette rau, 25. Juli. Die diesjährige unbeständige Witterung hat die Heuernte um fast 3 Wochen verzögert, so daß erst in diesen Tagen das letzte Heu einge- bracht wurde. Man ist eben noch mit dem Ein- ernten des Kleeheus beschäftigt. Während in normalen Jahren der rote Klee ganz und der ewige Klee zum größten Teil als Grünfutter ver­wendet wurden, ist heuer der erste Schnitt der hier viel angebauten Luzerne zu Dürrfutter aufgear­beitet worden, und auch der zweite Schnitt des T.otflee» wird zu Winterfutter hergerichtet. Die Pr^sie für Heu sind weiterhin gedrückt. Die Händ­ler bezahlen ie nach Qualität 1,80 bis 2.50 Mark. Einen herrlichen Stand weisen die Getreide- ielder aus, soweit sie noch von Hagel und Un­wetter verschont geölü'ben sind. Die starken Regen­güsse der letzten Tage haben große Flächen der Sommersrucht zum Lagern gebracht,' so daß Ma­schinenarbeit mehr oder weniger unmöglich ist. Gut haben sich auch die Hackfrüchte entwickelt. Die Kohlkulturen leiden bei der Ueppigkeit des Wuchses an Herzsäule. Die Kartoffeln sind mäch­tig in das Kraut geschossen und versprechen eine sehr gute Ernte. Glänzende Aussichten sind für die O b st e r n t e vorhanden. Die Aepfelbäurne zeigen einen überreichen Behang, und gerade die besseren Sorten müssen gestützt und gebunden werden. Auch die Birnbäume haben wieder reich angeseht.

zrrcis Friedberg.

CO Nieder-Florstadt. 25. Juli. Einem allseits empfundenen Bedürfnis wurde durch die Ge­meinde dadurch abgeholfen, daß sie an der Nidda eine einfache Vorrichtung anbringen ließ, durch die Schwimmleinen befestigt werden können und ein guter Absprung möglich ist. Einer der hiesigen Leh­rer erteilt in Turnstunden und außerhalb der Schul­zeit Schwimmunterricht, der eifrig besucht wird. Für männliche und weibliche Personen wur­den getrennte Badezeiten festgesetzt.

# Kirch-Göns. 25. Juli. Gegenwärtig wird eine B r iLd e für den Fuhrwerkverkehr unterhalb unserer Haltestelle nach der Station Lang-Göns zu über die Main-Weser-Dahnstrecke gebaut. Die Arbeiten der Tleberführung, die nur aus Eisenbeton hergestellt wird, hat die Deton- baugesellschaft D ü ct e r - Düsseldorf übernommen. Durch die neue Brücke werden zwei in der Mihe gelegene Dahnwärterposten eingespart, auf der andern Seite auch zwei gefährliche Bahnüber­gänge. die in der Kurve der Bahnlinie unterhalb unserer Station liegen, beseitigt. In der letzten Zeil haben die Feldbereinigungs- arbeiten in unserer Gemeinde recht gute Fort­schritte gemacht, so daß bis zum Herbst die neuen Grundstücke den neuen Besitzern übergeben werden tonnen. Seither wurden Dränagen und Meliorationen jeglicher Art vorgenommen.

# Aus dem H f a t a I, 25. Juli. Dieser Tage gingen in unserer Gegend heftige Ge­witter nieder, die Wolken bruchartigen Regen mit starkem H a g e l s ch l a g im Gefolge hatten, durch die an den Fluren erheblicher Scha­den angericht: wurde. Ganz befonöers stark hausten die llnipctter in den Gemarkungen Pfaffenwiesbach und Kransberg. In erster Ge­meinde sch.ug der Blitz in einen Mast der Hoch­spannungsleitung und zerstörte ihn vollständig. Die Hagelkörner lagen nach Stunden noch fuß­hoch auf den Feldern. Die Wassermassen waren ewaltig. daß z. V. in Ufingen die Straßen - dcschwemm.t, in Kransberg sogar'in ganz kurzer vielt das Wasser in eine Anzahl tief gelegener Häuser eingedrungen war.

Kreis Büdingen.

Stockheim, 25- Juli. Vom 1. August ab wird bei dem hiesigen Postamt an Werttagen von 7 bis 24 Tlhr und an Sonntagen von 8 bis 13 Tlhr ununterbrochener Fernsprech­dien st abgeholten.

Kreis Scholten.

n. Schotten, 25. Juli. Zu der in Darm- fp :t st atts indem den Kunstausstellung wird dieser Tage auch ber prächtige Hochaltar der hie­sigen schönen alten Stadttirche gesandt, .der von Kunstlermern außerordentlich hech geschäht wird. Mit einem Kostenaufwand von etwa 7000 Mk. soll laut Beschluß des Kirchenvorstandes das Innere der Kirche baldmöglichst gründlich und sttlgemäß erneuert werden. Der erforderliche Betrag ist nahezu durch freiwillige Spenden gedeckt.

--- Gedern, 25. Juli. Die von Freunden des Badesportes einberufene Versammlung, die als Grün^)ungsversammlung eines Badevereins gedacht war. hatte wider Er­warten ein negatives Ergebnis, da sich nur ein verhältnismäßig kleiner Interessentenkreis ein- gefunden hatte, der dem in Aussicht genommenen Verein von vornherein eine nur schwache finan­zielle Basis gegeben hätte. Man sah deshalb von der geplanten Dereinsgründung ab.

* Eichelsdorf, 25. Juli. Gelegentlich der Wiederherstellungsarbeit an unserer etwa 700 Jahre alten Kirche stieß man beim Ausheben einer Heizgrube auf eine Anzahl Gräber, die sich im Hauptgange und in der Richtung eines wohl schon vor fast 300 Jahren zuge- mauerten Ostausganges fanden. In einem Grabe vorhandene Kleiderreste anscheinend Leder mit feinem Spitzenbesatz lassen darauf schlie­ßen, daß der Degräbnisplah der Toten aus dem .Adeligen Hof zu Eichelsdorf", der heutigen Kantermühle, aufgedeckt wurde. Bei der An- ace eines Entwässerungsgrabens an der Rord- feite der Kirche fand man die Stätte eines B e i n h a u s e s, unmittelbar an der Rordwand legen.

-» Ober-Seemen, 25. Juli. Dieser Tage a.ü) betreffs der projektierten Bahn» trecke von Büdingen durch das See­rn e n b a ch t a l nach unserem Orte eine Bespre­chung mit Vertretern der Stadt Hanau statt, in der diese ihr Interesse für den Bahnbau bekundeten. Besonderer Wert wird darauf ge­legt, daß die Bahn späterhin durch die südöstliche Wetterau ihre Fortsetzung findet.

)( Ruppertsburg, 25. Juli. Unter der fachmännischen Führung des Acker bauiechnikers Buxler von der Landwirtschaftskammer in Gießen fand dieser Tage hier ein Gemar­kungsrundgang statt. Zunächst wurde ein wohlgelungener Weizensortenanbauversuch, den die Landwirtschaftskammer auf einem Versuchs­

felde des Pächters Müller, Henriettenhof, aus- I geführt hat, bestätigt. Recht schön hcrau^gewach- sen war namentlich Kraffts Sicgecländer Welze.'., der im Körnerertrag zwar etwas hinter den Dickkopsarten zurückbleiben dürfte, aber infolge seiner früheren Reife und seiner Anspruchslosig­keit in bezug auf Boden und Klima für höhere Lagen sich besonders eignet. Ein Kartoffel- düngungsversua) auf einem Grundstück des Kon­rad HögyIII. zeigte in vier gleich großen Par­zellen Kartoffeln ohne Dünger, Kartoffeln ge­hängt mit Kali und Phosphorsäure in Form von Thomasmehl, Kartoffeln, gedüngt mit Kali, Thomasmehl und Kalkstickstoff, und endlich solche mit Kali, Phosphorsäure und einer verstärkten Kalkstickstoffdüngung. Die Kartoffeln zeigen zwar im allgemeinen einen guten Stand, leiden aber, tote auch im vorigen Jahre, unter Blattkrank- heiten. Vor allem ist es die Phytophtora. die manche Kartoffelsorten, namentlich Odenwälder Blaue, befallen hat. Außer ihr konnte man noch die Mosaik- und Blattkräuselkrankheit be­obachten.

)( Ruppertsburg, 25. Juli. In diesen Tagen waren 30 Jahre verflossen, feit Frau Förster Steinbach als Handarbeits­lehrerin im Dienste der hiesigen Gemeinde steht unb mit Treue und Eifer die weibliche Jugend unterrichtet. Der Lehrerin gebührt der Dank der ©emeinbe. In der vorigen Woche würbe hier der Maurermeister Wilhelm H ö g y im hohen Alter von 83 Jahren zu Grabe getragen. Er war lange Jahre Sparkassenrechner, Bei- georbneter, Kirckenvorsteher, Ortsgerichlsmann unb Rechner des Gesangv«eins. Seine Wert­schätzung bewies der lange Leichenzug und die ehrenden Rachruse.

Kreis Alsfeld.

~ Rieder-Ohmen. 25. Juli. Landwirt­schaftsrat Trautmann, Direttor des Canb- wirtschaftsamtes Grünberg, hielt gestern hier einen sehr lehrreichen Feldrundgang ab, zu bem sich viele interessierte Landwirte einge­funden hatten. Landwirtschaftsrat Trautmann be­sprach mit den Landwirten an den verschiedensten Getreide- und Hackfruchtäckern Fehler und Män­gel unb machte Vorschläge zu ihrer Abstellung. Die Feldsrüchte stehen im allgemeinen sehr gut. Teilweise konnte Lager frucht bei Winter- unb Sommerfrucht beobachtet werden. Der Stand der Hackfrüchte ist recht gut. Die beobachteten Pflan­zenkrankheiten wurden besprochen unb die Be­kämpfungsmaßnahmen erörtert. Das Canbtoirt« schaftsamt Grünberg hat in unserer Gemeinde zwei Versuche angelegt, die einer eingehenderen Besichtigung unterzogen wurden. Dir. Trautmann demonstrierte zunächst einen Ritrophoska- versuch zu Futterrüben. Der Versuch zeigte deutlich die hervorragende Wirkung dieses neuen Vollbringe s b.r J.-G.-Farbenindustrie. Ferner besprach Direktor Trautmann mit den Qanb* wirten einen Haferdünnsaatversuch Die dünngesäten Parzellen wurden im Frühjahr ge­hackt, und man konnte die Wirkung des Hackens deutlich erkennen. Am Abend des gleichen Tages hielt Direktor Traut mann einen interessanten Vortrag überJungviehaufzu ch t". Der Redner beleuchtete in leicht verständlicher Art die richtige und falsche Aufzucht des Jungviehes, und betonte die notwendige Einrichtung einer Jungviehweide, bgw. eines Tummelplatzes. Ferner sprach Direktor Trautmann noch über Hederich- belämpfung, Eggen der Somm-ersrucht unb Spar- saat. In der sich anschließenden regen Aussprache wurden noch die verschiedensten Fragen erörtert und von Direktor Trautmann beantwortet.

00 K i r t o r f, 25. Juli. Bei der gestrigen Bür- g e r in e i s, erwähl wurde der seitherige Dei- georbnete Land- unb Gastwirt Karl Stumpf mit 312 Stimmen zum Bürgermeister der Stadt Kirtorf gewählt. Sein Gegenkandidat unb Rssfse. Gemeindere hner Wilhelm L a t h e r. erhielt 148 Stimmen.

Starkenburg.

* Darmstad t, 25. Juli. Dieser Tage Der- starb hier nach kurzer Krankheit der Obstbau­inspektor beim Landwirtschaftskammer-Ausschuß für bie Provinz Oberhessen Friedrich H. Wies­ner im vollendeten 70. Lebensjahre. Die Land- wirtschaftstammer verliert in Wiesner, wie in einem Rachrus hervorgehoben wird, einen pflicht­treuen, trotz hohen Alters schaffensfreudigen Be­amten, einen Fachmann, der die Gabe hatte, sein vielseitiges Wissen und Können auch dem einfachsten Landwirt zu übermitteln. Hier starb im 70. Lebensjahre der Rechnungsdirektor im Ruhestand im Landeskirchenamt Otto Roth- e r m e l, der als pflichttreuer unb zuvorkommen­der Beamter in weiten Kreisen sehr geschätzt war.

Nheinhessen.

Lpd. Mainz, 24. Juli. Am 8. August wird die Vereinigung Mainzer bilbenber Künstler in der Städtischen Ausstellungshalle eine Aus­stellung von Werken der bekannten Künstlerin Käthe Kollwitz veranstalten, die sehr reich­haltig unb interessant werben dürfte.

WSN. Nieder-Saulheim, 25. Juli. In Nieder-Saulheim fand gestern eine überaus stark besuchte Versammlung der Obleute der Alt- und Jungbauernschaft aus ganz Rheinhessen statt, zu der auch Vertreter der Landes- und Kreisbehörden erschienen waren. Der Vorsitzende der Rheinhessischen Bauernschaft, Land­wirt M o s s e l - Marienborn, gab einen Ueberblick über die ungeheuren Schäden der von dem ch a g e 1 u n w e 11 e r betroffenen Gemein­den. Drei Arten von Hilfe seien notwendig: 1. Die Hilfe des Staates, von dem Streichung nicht Stundung sowohl der fälligen, wie der rückstän­digen Steuern, der Beiträge für die Landwirtschafts­kammer und die Krankenkassen, vor allem aber Streichung der Winzerkredite gefordert werden müsse; 2. indirekte Hilfe der Landwirtschaftskammer und der Landwirtschaftsämter; 3. Selbsthilfe der Berufskollegen durch Zurverfügungstellung von Na­turalien, da Geldmittel ja leider nicht geliefert wer­den könnten. Die rheinhessische Bauernschaft müsse als ein geschlossenes Ganzes dastehen, einer für alle und alle für einen. Ein Unwetter, wie es die Nieber- Saulheimcr Gegend in diesem Jahre so katastrophal heimgesucht habe, könne sich Jahr für Jahr wieder­holen und auch andere Gegenden treffen. Regie- runasrat Dr. Falk von der rheinhessischen Pro- vinzialregierung betonte, daß seitens der Regierung alle Schritte zur Behebung der Not unternommen worden seien, und daß die vom Minister gebildeten Kommissionen zur Abschätzung der Schäden bereits in diesen Tagen ihr« Tätigkeit aufnehmen würden. In den Kommt sstonen sind auch die Obleute der Bauernschaft vertreten.

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach.

Alle für bie Rebattwn bestimmten Mittei­lungen, Losungen usw. sinb zu richten an die Schachrebaktiori bes ..Gießener Anzeigers"

Problem Nr. 119.

8

6

7

5

4

3

2

a

b

8

7

6

5

4

3

2

Weiß.

Don 3. Pospisil.

Schwarz, edel

MM M-

MM M

Weiß zieht unb setzt in drei Zügen matt. Weiß: 5 Steine Kf7; Dd6; Tc5; Sd5; Be2. Schwarz: 8 Steine Kd4; Sa2; Ba6, b7, c3, e4, k4, g?.

Partie Nr. 81.

Gespielt im internationalen Turnier zu Keeskernet.

Caro-Kann-Ervfsnung.

Weiß: Derndison.

Schwarz: Sandmann.

1. e2-e4 1. c7c6

2. d2-d4 2. d7-d5

3. e4 - e5 In Betracht kommt auch 3. Sc3.

3. . .. 3. Lc8 - f5

4. Lfl-d3 4. Lf5xd3

Rach 4. . . . Lg6 gelangt Weiß durch 5. e6! zu einem guten Spiele.

5 DdlXdS 5. e7-e6

6. 2-f4 6. Dd8-b6

7. Sgl c2 7. c6-c5

8. c2-c3 8. Sb8-c6

9. 0-0 9. Sg8-h6

10. Sbl - d2 10. Sh6-f5

11. Sd2-f3 11. h7 t h5?

Dieser Zug ist gegen g4 gerichtet, er schwächt aber den schwarzen Königsflügel.

12. Lei d2 12. Ta8-c8

13. b2-b3 13. c5-d4

Schwarz sollte die Spannung im Zentrum lieber aufrecht erhalten, der vorzeitige Austausch sichert bie weihe Mitte unb ber Anziehende kann balb einen kaum zu parierenben Königsangriff einleiten. Der folgenbe Zug von Schwarz, van welchem sich berselbe wahrscheinlich viel ver­sprochen hat, rechtfertigt den frühen Austausch nicht.

14. c3xd4 14. Lf8-a3

15. Kgl-hl um nach 16. Tgl erst den Durchbruch g4 zu erzwingen.

15. .. . 15. 0-0

Schwarz rochiert in das Verderben hinein, aber es ist bereits schwer eine spielbare Fort­setzung für den Rgchziehenden zu finden.

16. m-gl 16. Sc6-b4?

Ein sehr schwacher Zug, der den Punkt d4 entlastet und so dem Wißen zu einem rasch ent­scheidenden Konigsangrifs verhilft.

17. Ld2xb4 17. Db6Xb4

18. Tal-dl

19. Sf3-g5

20. Dd3-f3

18. a7-a6

19. Db4-b5

20. Tc8-c2

Der Bauer L5 ist ohne Rachteil nicht zu decken.

21. Df3xh5 21. Sf5-h6

22. Se2-g3 22. Db5-d7

und auf elegante Weise zu Ende.

23. f4 f5! 23. e6xf5

24. e5-! 24. f7xe6

25. Dh5-uG 25. 138-16

Es gibt keine genügend« Verteidigung mehr.

26. Dg6-h7+ 26. Kg8-fS

27. Sg3-h5 27. Dd7-c7

28. Dh7-H8 + 28 Sh6-g8

29. Sg5-h7+ Aufgegeben.

Lösung des Problems Ar. 116. Don W. Shinkman.

1. Db5-b2!, Kc8-d7 2. Db2-e5 nebst Matt durch 3. De5-d5 oder Dc7.

Schachbrieflasten.

H. R., Uetzhausen: Bei der von Ihnen zum Problem Rr. 32 (Troihki) vorgeschlagenen Lösung ist das Remis nicht ausgesprochen, da nach l.a6, Lc5 2.a7, Lxa7 3. g3 +, Kg5 4. Sd6 Schwarz die Chance offen bleibt, durch Kf6 e5 d4 nach e3 einzubringen, tooburd) ber vor­geschobene Bauer d3 eine ständige Gefahr be­deutet. Der Remisweg Troihkis ist sicher und klar.

'Aus der Schcrchwoll.

Echach-Iest-Woche in Wiesbaden.

In der Zeit vom 3. bis 7. August 1927 findet in Wiesbaden eine Schach-Fest-Woche statt, welche mit verschiedenen Turnieren verbunden ist. Für das Hauptturnier hat die Städtische Kur­verwaltung einen silbernen Pokal gestiftet, außer­dem sind noch namhafte Geldpreise ausgesetzt. Sämtliche Veranstaltungen finden im Kleinen Saal des Städtischen Kurhauses statt. Donners­tag, Freitag, Samstag, vormittags 10 bis 1 älhr, und nachmittags 3 bis 7 Uhr, Pokal-Turnier. Samstag, 10 bis 1 Uhr. Entscheidungskampf um den Pokal; 3 bis 7 Tlhr Turnier ber umliegenden Vereine; abends 8 llhr Preisverteilung; abends 9 Uhr lebercdes Schachspiel.

Sämtliche Turniere sind nur für Amateure aller Rationen offen. Anmeldungen sind zu richten an R. Allmann, Wiesbaden, Rouenthaler Straße 11. Reugeld zum Pokalturnier 5 Mk. Es finden ferner statt ein Damenturnier (Reu­geld 3 Mk.), Blitzturnier, Tombolaturnier (Ein­satz 1 Mk.), Turnier der umliegenden Vereine. Die Turnierleitung wurde dein Schachmeister Wilhelm Orbach übertragen.

Der 25. Kongreß des Deutschen Schachbundes zu Magdeburg, welcher am 17. Juli begonnen hat, dauert bis Qlnfang August. Am Meister­turnier nehmen teil: Ahnes, Bogoljubow, Brinck- marni, Hilfe, v. Holzhausen, Leonhardt, L'hermet, Machate, H. Müller (Wien), Preuße, Sämisch, L. Schmitt, Schönmann, Spielmann. Außerdem sin. en statt zwei Hauptturniere zu je vier Gruppen mit je sechs Teilnehmern; die beiden Sieger jeder Gruppe (8) treten zu einer Siegergruppe zu­sammen. Der Beginn des Gast- sowie Reben­turniers wurde auf den 21. Juli festgesetzt. Am 24. Juli, 11 Uhr vorm., ist die Ordentliche Mit­gliederversammlung. Besonders wichtige Punkte der Tagesordnung sind: Aenderung des 8 6 der Statuten (Gruppenmitgliedschaft); Revision der Spielregeln und der Turnierordrnmg; die Frage der Geldpreis«; Zulassung von Derbandsmeistern zum Meisterturnier; Weltschachbund.

In London wird auf dem Kongreß des Welt­schachbundes Dom 18. bis 30. Juli ein inter­nationales Mannschaftsturnier von je vier Spie­lern von sechzehn Cänbern stattfinden.

In einem kleinen Meisterturnier zu Scar­borough wurde Colle Sieger (+ 61/}). eS folgten Faihrhurst und Jates (-£ 51/»), Duerger, Tho­mas, Wahltuch (4- 5), als 1. Richtpreisträger ^Bogoljubow (4- 41/o), sodann noch drei Engländer.

I Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren Dom Rebakttonstisch.

Mißverständnis.

Heute abend müssen Sie Ihr Bestes tun, sagte die Hausfrau zur neuen Köchin.Wir ha­ben eine musikalische Unterhaltung.'"Es wird schon gehen," erwidert die Küchenfee.Ich habe zwar schon lange nicht mehr gesungen, aber .Wenn ich ein Vöglein wär" kann ich im Chor schon noch ganz gut mitsingen."

Preußen.

Ureis Wetzlar.'.

<> Niederkleen, 25. Juli. Die im Laufe der letzten Jahre neu auscebaute Serbin- dungsstraße von hier nach Oberkleen, der sog.Auweg", ist jetzt vom Kreise in dessen Unterhaltung übernommen worden. Die Gesamtlänge der Straße beträgt 1,30 Kilometer. Der Kreis hat die Unterhaltung der Fahrbahn, Bankette, Gräben und Böschungen unter den üblichen Bedingungen übernommen, während das Eigentum der Straße und die Grasnutzung auf den Böschungen der Ge­meinde verblieben ist. Die Pflege und Nutzung der Bäume, auch der Obstbäume, erfolgt durch den Kreis. Dieser Tage fand durch eine aus dem Kreis­baurat, dem Gemeinderat und dem Schulvorstand beftebenbe Kommission eine Besichtigungdes hiesigen Schulhauses statt. Die Besich­tigung ergab die Notwendigkeit der Um- bzw. Neu- deckung des Schulhausdaches sowie der Anbringung neuer Kandeln und Abfallrohre. Bei den Arbeiten am Schulhausdach handelt es sich um die Erneue­rung einer 350 Qm. großen Schieferdachfläche. Die Ausführung der Arbeiten soll sofort öffentlich oer- geben werden.

6 Reiskirchen, 25. Juli. Unser Dorf ist in der ganzen ilmgegenb bekannt wegen seiner großen Zahl von Walnußbäumen, von denen ein ober mehrere mächtige Exemplare fast in jedem Bauerngehöft anzutreffen sind. In diesem Jahre zeigen die Bäume wieder ein­mal einen guten Behang.

0 Weidenhausen, 25. Juli. Die hiesige Gemeindeoettretung hat den Beschluß gefaßt, einen neuen Plan für die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes aufstellen zu lassen, da ber lnSherige Betriebsplan veraltet ift und den Grund­sätzen der neueren Waldbewirtscyastung nicht mehr entspricht. Die Kosten der Neuaufstellung, die sich auf einige Mark je Hektar Waldfläche belaufen, sollen durch einen Extrahieb gedeckt werden, der im nächsten Winter stattfinden soll.

0 Dvrnhvlzh ausen, 25. Juli. Eine größere religiöse Feier veranstaltete am Sonn­tag die Bruderschaft Hüttenberg des Jung- deutschen Ordens in der hiesigen Turn­halle. Die Veranstaltung hatte einen so zahl­

reichen Besuch, besonders auch aus den Rachbar­gemeinden aufzuweifen, daß die Turnhalle nicht alle Gäste faßte, und man sich daher gezwungen sah, den zweiten Teil der Feier ins Freie zu ver­legen. In der Versammlung in der Turnhalle sprachen Pfarrer Schneider, Hochelheim und der bekannte Bauernschriftsteller Heinrich Hau« mann, Ranzhausen, unb in der Rach Versamm­lung Landtagsabgeordneter Sonnenschein, Marburg; die Redner verbreiteten sich sämtlich über das Thema .Vaterland und Evangelium". Das von ihnen Gehörte hinterließ unter den Ver­sammlungsteilnehmern einen tiefen Eindruck. Zur Verschönerung der Feier trugen der Posaunenchor Groß-Rechtenbach unter Leitung von Fritz Kuhl unb bie Musikkapelle der Bruderschaft Hütten- berg des Jungdeutschen Ordens, unter Leitung von Albert V i e h m an n, Oberkleen, bei.

<> Aus bem Kreise Wetzlar, 25. Juli. Die Kreisoerwaltung hat mit ber Wetterdienstabtei­lung bes Unioersitätsinftituts für Meteorologie unb Geophysik zu Frankfurt a. M. eine Vereinbarung dahin getroffen, daß für die Zeit ber Sommer« monate, unb zwar bis zum 1. Oktober, bie W e tte r« Umschlagsprognosen jeweils an bas Ge­schäftszimmer bes Kreisausschusses übermittelt wer­ben. Von dort aus werben bie mitgeteilten Pro­gnosen telephonisch ben Bürgermeisterämtern bes Kreises übermittelt, bie sie ebenfalls auf schnellstem Wege an bie Gemeinbevorsteher weiterleiten. In ben Gemeinden erfolgt bann öffentlicher Aushang an einer gut sichtbaren Stelle. Die sehr begrüßens­werte Einrichtung hat ben Zweck, bie Lanbwitte des Kreises in ben Erntemonaten auf möglichst schnellem Wege auf bevorstehende Witterungumschlage auf­merksam zu machen.

z Von der mittleren Lahn, 25. Juli. Infolge der starken Regenfäll« der letztes Tage hat sich das Getreide auf manchen Feldern stark gelagert, so daß stellenweise ganze Flächen wie gewalzt daliegen. Da jedoch bei sämtlichen Getreidearten die Körnerbildung be­reits beendet ist, entstehen durch die Lagerungen nicht wie im Vorjahre große Ginbuhen an den Körnerernten, lediglich dürste hierdurch eine Ernteverzögerung eintreten, da die gelagerte Frucht nur mit Rest und Sichel abgemacht wer­den kann. Auf leichteren Böden hat die Roa« genernt« begonnen, bedeutend später als vr