Ausgabe 
26.3.1927
 
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Uns der Provinzialhauptstadt.

Dietzen den 26. Würz 1927.

Der Platz an der Sonne.

Ach, jeder möchte ihn sich erobern, den Platz an der Sonn«! Ader wie olden gelingt es nie. |o jehr sie sich auch strebend bemühen. Doch den Platz, von dem ich heute sprechen will, kann jeder sich er­obern. sobald die liebe Lonne nur scheint, und eine vorsorglich« Stadoerwaltnng (und jede Stadlverwal- tunfl ist bei un» vorsorglich) genügend Banke, in Ihren Anlagen ausgestellt hat. Noch sind die Bäume kahl wozu sollten sie auch Schatten geben, wenn niemand ihn aussuchen würde?

ei«, IN den Hellen Sonnenschein drangt jeber. die alten Leutchen mit ihren zerfurchten, öintrr grauen Gesichtern, und die langen Mütter mit ihren allerkleinslea Herzblättchen. E» ist geradezu ein Ver­gnügen. an den Bänken iwrbelzugehen; allein die rächt der Kindermagen ist nicht zu beschreiben. Die -onne. di« eigentlich nicht L Weiß«» dulden sollte, sieht anerkennend und strahlend aus oll die weihen, stiekereioerzierten Kissen, aus denen sich die runden, rosigen Köpfchen abheben. Di« farbig gehäkelten M itzchen und Jäckchen sind wunderbar mit den Blagen decken abaestimmt, und man sieht im Geiste förmlich di« Hunderte von fleißigen häkelnden Ian- tcn-, Mütter- und Grohmütterbänden, denen diese herrlichen Wollschöpsungen ihr Entstehen verdanken. Selbstverständlich bringen auch die kleinen Mädchen ihre Puppenkinder in gleicher blendender Auf­machung an die Lonne, und ihre zärtlichen Blick« tauchen ernsthaft und stolz in die unbeweglichen großen Glasaugen ihrer Lieblinge. Ueberoll t nzen die Kreisel, und Balle fliegen lustig durch die Lust. Hüpfen neckisch aus den eingefriedigten Rasenstretfen öder die ausgelockerten Beete, und werden mit ängst­lichen Blicken nach einem möglicherweise oustauchen- den Wächter hoppla, hoppla zurückgehott.

(Sine ältliche, rundliche Frau kommt mit einen, schweren Trogkorb daher; hier winkt ein Ruhe- plätzchen. Sie steuert auf die Bank zu. lacht den Mann an. der bereit« dort Platz genommen hat und ihr ritterlich Hilst, den schweren Tragtorb ab­zunehmen:Na, junge ft rau, auch ein Blertelstünd- chen?" schäkert er, und kichernd setzt sie sich neben ihn. Di« Frühlingssonne hat» in sich.

Eifrig redet der langausgeschossene |unge Mensch auf das liebe Mädelchen an seiner Seite «in. Beider Weisheit liegt wohloerpackt in den zwei Ledermap- pen zwischen ihnen, die leidige Schule ist oergesien, denn sie sind mit einem wichtigeren Abc befchastigt, das mehr mit Herz- als Kopfzerbrechen zusammen- hängt.

Hier haben zwei junge Burschen über einer Zei­tung die Köpfe zusammengesteckt und lesen deren Sportbericht mit glühendem Interesse.Mensch, der hat's ihm gegeben, sagt der eine triumphierend und gibt vor Begeisterung Dem (Befänden einen Schubs, daß der fast von der Bonk fliegt. Auf der anderen Seite schläft inzwischen ein Schlosseraeselle friedlich den Schlaf de« Gerechten: die Sonn« sticht Ihn nicht, sie wärmt nur behaglich seinen Traum.

Noch sind die Schwalben nicht da, aber aufgereiht wie sie auf dem Telearaphendraht sitzt auf einer langen Bank eine haloe Backfisch- klasse und zwitschert und schwatzt durcheinander. Die Sonne lacht über das ganze Gesicht und freut sich über oll di« hellbestrumpsten. gekreuzten oder anmutig herabhängenden schlanken Beine, die keine unfreundliche Mode verhüllt. Neben der Bonk aber tanzen Kinder im Streife und fingen mit Hellen Stimmen jauchzend den letzten Vers ihres Liedes: Mariechen kommt in» Himmelreich, Himmelreichs, was doch gewiß ein schöner Abschluß ist. E. o.M.

Wird unser Kind versetzt?

Don Siudienasiesior Dr. Heinrich Kraushaar.

Das ist di« Frage, die in dielen Wochen und Togen das Herz gar vieler Eltern bewegt. Auch gar manche» Kind bangt und quält sich in bittrer Sorge, bis bann enblich der 2. April die Entscheidung bringt: ein befreiendes Aufatmen, oder die nieder­schmetternde Gewißheit. Und wenn nun das Ge­fürchtete einactrclen ist, wenn aller Fleiß der letzten Wochen umsonst war und alle Privatstunden doch nichts halfen, bann legt sich ein drückender Alb aus die Herzen von Eltern und Kind. Der Vater ist ärgerlich, die Mutter weint, das Kind geht bleich und verstört umher, und eine rechte Dfterfreube kann nicht auskommen. Da« Schimpfen und Nörgeln nimmt fein Ende und beginnt immer wieder von neuem, wenn der Sohn bee Nachbarn die neue Klaffenmütze spazieren trägt. Oft leibet die ganze Familie unter der Zwangsvorstellung, daß ihr Kind Schande" bereite.

Diesen Eltern will ich zurufen:Seid nicht so hart gegen euer Kind! Habt Mitleid mit ihm, wenn ihr im Grunde eueres Herzens davon überzeugt seid, daß es nicht mehr leisten konnte. Da helfen feine Prügel und Schimpfwort«, da hilft nicht diefurcht- bare* Drohung, daß man es wieder in die Volks­schule schick«! Wie demütigend, wie geradezu vernich­tend wirkt e« auf ein solches Kind, das das ganze Jahr über fleißig lernte, dem aber trotzdem der Er folg versagt war von Faulenzern soll hier nicht gesprochen werden, wenn ihm bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit, allein und vor Zeugen immer wieder fein« Unfähigkeit vorgehalten wirb Väter und Mütter, bcbcnfl. baß ihr einen Mord an der Seele eurer Kindes begeht, wenn ihr so zu ihm redet! Ihr raubt ihm jo das letzte Nestchen von

Seldstgefuhl und Selbstachtung, bat e» noch besitzt. Damit aber nehmt ihr ihm alle»! Nein, im Gegen- teil: stützt er, sprecht ihm Mut ein, hebt sein Selbst- gefühl, iucht nach Gelegenheiten, wo ihr ihm ein Wort der Anerkennung und der Lobe» lagen könnt. Die Bedeutung des Lobe» wird selbst von der mo- bernften Pädagogik noch nicht genügend gewürdigt. Sehr wahr sind die Worte de» Dichter» Sogst du dem Schwachen stets daß er nichts fann. so glaubet et zuletzt auch selbst daran, und Mut und Lust, sie werden ihm vergehn, und um fein Dorwärtsstreben ist» aeschebn. Würdst du dagegen seine Leistung loben

und sei sie dein - er fühlet sich gehoben, rt faßt Vertrauen und gewinnet Mut. und du wirst sehn, daß Glaube Wunder tut.

Unendlich groß ist di« Zahl der Kinder, die Dem Ehrgeiz Der Eltern geopfert für deren Lii:!z Märtyrer werden. Ss oih

höchste Anerkennung. menn Eltern keine Ausgabe scheuen, um ihrem Kind« eine vorzügliche Schul­bildung angebeiden zu lassen, damit ee auf der sozialen Leiter einige Stufen übrr sie hinweg- steige, ober gar viele bedenken nicht, daß sie Dabei oft ihre Forderungen an das Kind Übertritt»en. .Man kann nicht aus jedem Holz einen Merkur schnitzen."

Und Darum, ihr Sltern. wenn euer Kind am 2. April nach Hause kommt und bringt ein schlechte- Zeugnis mit oder ist nicht verletzt worden. Dann baDert und zankt nicht mit ihm, es trägt schon schwer genug an diesem Mißerfolg. Muntert es auf, stützt fein gesunkenes Selbstvertrauen! Menn euch aber die Lehrer raten, daß daS Kind beim besten Willen nicht Die an es gestellten An­forderungen erfüllen kann, Dann seid vernünftig, brecht mit dem Stolze, nehmt eS heraus und schickt eS in Die Schule, Die seinen Fähigkeiten mehr Rechnung trägt. Tut das und ihr habt in wahrer Meise eurer Gltempslicht genügt!

(BewerbeausfteHung Dietzen 1927

Die Vorarbeiten für Die Anfang 3uni beginnende Gewerbeausstellung lind in- zwischen soweit gediehen, daß sich das Ausmaß der Ausstellung einigermaßen überblicken läßt und auch schon einiges über ihre Einteilung ge­sagt werden kann.

Die Ausstellung wird in der Volkshalle und in Hallenbauten, Die auf Dem vorderen Teil deS Triebs oufgcstellt werden, untergebracht. Das AuSstellungsgelände zieht sich bis zu den Sport­plätzen hm. ES ist geplant, zwei Hallen rechtwinkelig zur Volkshalle auszu- st «l l e n. Jede von ihnen wird eine Länge von 100 Metern haben. Die größere wird 23 Meter, Die kleinere 11 Meter breit werden. An die Hallen werden sich Säulenreihen anschließen, die einer­seits dazu bestimmt sind, doS AusstellungSgelande geschmackvoll zu umrahmen, andererseits, es von dem nach Der Liebighöhe hin gelegenen Vergnü­gungspark abzugrenzei^ Der AusstellungSploh wird noch Osten hin durch eine quer zu den Hallen gestellte, etwa 60 Meter lange WirtschastShalle abgeschlossen. Die Ausstellungshallen stehen etwa 60 Meter auseinander. Der Platz zwischen ihnen wird durch gärtnerische Anlagen geschmückt: «S wird Dort u. a. ein Springbrunnen errichtet werden, dessen Fontäne farbig beleuchtet werden wird.

Die Unterbringung Der AuSstel- lungSgeaenftände wird voraussichtlich in folgender Weise geschehen: 3n der Volkshalle wird zu ebener Grd« zunächst Die Bäckerei unter­gebracht werden, «S wird Dort ein Dampfbackofen aufgestellt und die Herstellung von Dackwaren aller Art gezeigt werden. Daneben wird man Waschereimaschinen und Kühlanlagen sehen. Außerdem werden Dort Mehgereimaschinen im Betrieb vorgeführt werden, insbesondere wird man die Wurstfabrikation beobachten können Die Weiterbehandlung der Wurstwaren erfolgt in einer Der Hallen in der Ausstellung De»_ Gas­werkes, wo gasgeheizte Kochkessel, GaSräucher- apparate und GaSbratroste im Betrieb gezeigt werden. In der Volkshalle wird eine Firma außerdem noch Die Herstellung von Tabakfabrika­ten im Betrieb Vorführern eine andere die von Seifen.

3m ersten Stock der Volkshalle werden vor­wiegend Schreinerarbeiten zu sehen sein.

3n der großen Ausstellungshalle sollen u. a. die städtischen Werke und Die Damit im Zusammen­hang stehenden Installateure ihre Arbeiten zeigen: die kleinere Halle wird das Textilgewerbe und den Handel aufnehmen.

Ätencncr ttiod/cnniarttpreifc.

GS kosteten auf dem heutigen Woche nm artt Butter. Pfd 1.50 bis 1.70; Matte 30 bis 35; Käse. 10 Stück 60 bis 1.40; Wirsing, Pfd. 15 bi» 20; Weißkraut 10 bis 20: Rotkraut 15 bi» 20; gelbe Buben 10 bis 15, Bote Hüben 10; Spinat 30 bis 35: Unter-Kohlrabi 6: Grünkohl 20 bi» 25; Aosenkohl 35 brs 40; Feldsalat 1.00 bi» 1.50; Tomaten 60; Zwiebeln 10 bis 20; Meerrettich 35 bis 80; Schwarzwurzeln 30 bis 50; Kartoffeln 7; Aepfel 20 bis 50; Birnen 15 biS 20; Honig 50: junge Hahnen 1.00 bi» 1.30. Suppenhühner 1.00 bi# 1.30: Vüsse 80; Eier. Stück 11; Blumenkohl 30 Di# 1.20. Salat 20 bi# 40; Endivien 80 bis 1.00: Lauch 5 bis 15; Sellerie 20 bi» 50: Radieschen. Bund 20 bi» 30.

Bornotize«.

Tageskalender für Samstag. Stadttheater Z.30 Uhr. Gastspiel der Kammer- tan.zbübne. Rudolph Laban. D ort heb und 8 Ubr. Veue Aula Beethoven-Gedeickfeier - 5rcito. Ga. Ische Feuerwehr 830 Albr. Schipkapaß. ordentliche Haupt Versammlung Deutsche öe- bensrettungS-Gefellschaft. Bezirk Oberchefs en 8 Uhr. Hotel Schütz. Vortrag. Lichtspielhaus Bahnholstraße: .Der tanzend« Tor" Astoria- Lichtsp-.ele: .Der ikotoboykänig".

- TageSkalender f ü r Sonntag Stadttheater: 3 Uhr nachm. ..Dießen wird Groß­stadt" -Ende nach 6 Uhr) 7 Uhr ..Auf der Sonnenseite" <Ende gegen 9,15 Uhr» Mat- tbäutgcmunDt 8 Uhr, Lladtlirch«. Kirchenmufi-

( erstund« Gvangel Arbeiterverein 8 Uhr VereinSlolal «oberer Saal). Familien- abend Erste Ae>chsku^zschristgeselifchasi(9a- bcKberger" und Damena teilung 9,30 Uhr vorm. Pestalozzischule, Vereinswetttchreiben. - Die- teuer Radfahrer-Verein 1.30 Uhr. Hess. Hof, Anfahren. 4 Uhr SchützenhauS. Zusammen­kunft - Lrchtsptelhaus Bahnhofstraße.* .Der tanzende Tor" Palast-Lichtspiele: .Das Aätsel des Borobudur". Astoria-Lichtspiele: Der Lowbovkönig."

AuS Dem Stadttheaterbureau werd unS geschrieben: Nochmals lei auf Die beiden Sonntagsvorstellungen hingewiesen. Der "Nachmittag (Anfang 3 Uhr) bringt mit der Lokal- posse .Dießen wird Großstadt" soviel deS Interessanten, so viel für Auge und Ohr. daß alle, die daS luftige Stück noch nicht gesehen haben, diese Gelegenheit benutzen sollten, xumal es eine der letzten Ausführungen der Pofse ist. Am Sonntagabend findet eine Wiederholung deS Blumenthal-Kadelburgifchen Lustspiel# .Auf der Sonnenfeite"' statt. Das lustige Werk wird hier so lustig gegeben, daß alle Freunde des Humors auch bei dieser Vorstellung auf ihre Rechnung kommen werden.

Beethoven-Gedenkfeier. Der Goethe-Bund bittet unS. nochmals Darauf hinzu- weisen. daß er zum heutigen 100. Todestage Beet­hoven# die Bürgerschaft für heute abend zu einer Gedenkfeier in die Heue Aula der Universität cinläDt. Er schreibt unS dazu: 3m Mittelpunkt der Feier steht die Red« des österreichischen Dich­ters und Schriftstellers Dr. Richard Platten- st e i n e r aus Wien und seine Vorlesung auS 1einen eigenen Beethoven-Dichtungen Dr Plat- tensteiner gehört zu unseren bekanntesten und besten Vednern. Er wird zunächst aus seinen Beethoven-Dichtungen einige Abschnitte lesen Der tief« Gindruck, den seine Dichtung bei jedem Hörer hinterlassen dürfte, wird noch verstärkt wer­den durch feine Gedenkrede .Beethoven, der große Grzieher der Menschen". Di« Feier wird um­rahmt durch Beethoven-Gesänge deS Bauerschen Gesangvereins, unter Leitung seines Chormeisters Görlach. (Siehe heutige Anzeige.)

Bund der Äolonialfreunbe. Am Freitag, imb Samstag, 2. April, wird in den Palastlichtspielen vom Bund der Kolonialfreunde ein ftUmvortragDom Kilimandscharo zum NU durchs verbotene Afrika" veranstaltet. Eine Fülle von interessanten Bildern zeigt die landschaftliche (Eigenart der verschiedenen Landeskeile, Sitten und Gebräuche der (Eingeborenen aus Deutfdj-Dftafrtta. Herr Oberzollinspektor Heß als guter Kenner des Landes hat bei den Abendoorfuhrungen Den Je- gleltDorlrag übernommen. (Näheres siehe heutige Anzeige)

' Musikdirektor Lhristian Kruse vollendet heute, 26. März, in körper.icher und geistiger Frische sein 88. Lebensjahr. Kruse war vor 1866 beim Waldeckschen Bataillon als Mu­siker eingetreten und spielte als solcher beim Kurorchester in Pyrmont mit. AlS 1867'68 daS Waldcckfche Milttär zu ejiftieren aufhörte und preußisch wurde, wollte Kruse, der geborener Waldecker war. diesen Schritt ni$t mitmachen und ließ sich infolgedessen pensionieren. Er wohnte dann in Äaflcl, wo er Musikunterr:ck>l erteilte, zog später nach Frankfurt, wurde dort Mitglied deS Palmenhaus-OrchesterS und kam 1891 nach Gießen, da# ihm eine liebe zweite Heimat geworden ist. Er hat seitdem ununter­brochen DenGießener Anzeiger" gehalten. Krus« ist vielen Gießenern wohl noch in Der Erin­nerung als Inhaber des ehemaligenKonzert- Hauses Lahnftein". Es war KruleS Lieblings­beschäftigung. noch im jugendlichen Alter befind­lichen Schülern und Schülerinnen Musikunter­richt äu erteilen, besonders solche Kräfte für Streichinstrumente auszubilden. Die öffentlichen Konzerte mit seinen Schülern waren in unserer Stadt seinerzeit berühmt und erfreuten sich stet# starken Besuch#. Manches Talent hat Der tüch­tige Wann in der Jugend ausgebildet und auf Den richtigen Weg geleitet. DaS greife Ge­burtstagskind ist wohl der älteste Mann in unserer Stadt und musiziert beute noch gern. Wögen dem Jubilar noch viele Jahre in Ge­sundheit l>«schieden fein; er selber erklärt «r hoffe noch 12 Jahre Da zu bleiben, damit dl« 100 Jahre voll werden.

* Dor 78 Jahren. Bei Umbauten im Anatomischen Institut zu Gießen haben sich im Sammlungsraum Inschriften von Handwerkern gesunden, die für Die Vachlommen oder Zunftgenossen dieser hier mit-

get eilt Men Zwei Inschriften stehen auf her Unterseite des BodenS eines Schrank«#, Der die AO -Ecke Der Sammlung einnimmt. Sie konnten nur nach Auseinandernehmen des Schranke« wieder iichlbar werden. 3n Originalorthographie lauten fic 1 .Diesen Schrank hat Dcrlcrtid)! Anton Staub# aus Wetzlar in Arbeit gestanden bei Hernn BaNtasar ChntteU in den Aeuhen Beu en Gießen. Den 11. September 1849 Wer es Cd en Thut Der denck anrnech." 2. .Der Tischler Gefell Joseph Hanke aus Oberlchlesrgen Ottrnachau hat diesen Schrank verfertigt 1849 Den 11 sept 3. D>e Dritte Inschrift an Der OftwanD Der Sammlung oben an einer Fensternische stammt von Demselben Anton Staust .Schreinergesell Anton Staub# au# Wetzlar hall Diesen Schrank helfen perligen 1849."

" IX. Internationale Hundeaus­stellung Man schreibt uns: D.« am 3. April hier ftattfinDenbe IX. Internationale Hundeaus­stellung verspricht ein« bedeutende Veranstaltung auf Dem Gebiete Des Hundesports. Der Zucht und GebrauchSprüsung zu werden. Eine große Anzahl von Spezialzuchtvereinen hat Sonder­schauen ihrer Aassen angegheDert. die «Int Menge erstklassiger Zuchtprodukte den Aichtem zur Be­gutachtung vorstellen werden, öttoa 20 Herren. Die auf dem Gebiete der Hundezucht als Kapazi- tat gelten, sind al» Richter gebeten, um das reichhaltige Material einer fachmännischen Kritik zu unterwerfen. Ganz besondere Anziehungskraft Dürfte die am Vachmittag de» Ausstellungstages staktsindend« Melded-.enstvorluhrung der Heere»- diensthunde de» 1. Ball. 15. Inf.-Negis ausüben. Da die AuSstellungSle.tung gezwungen ist, haus- hälterfich mit Den zur Verfügung stehenden "Räumlichkeiten umzugehen, ist fle genötigt. Den auf den 27. März festgesetzten Meldeschluß strengsten» elnzuhalten. (Siehe heutige Anzeige.)

Schachwettkampf Dom Schachklub Gießen wird unS geschrieben. 'Nachdem am 31 Oktober v. 3. da# Wettspiel des Schachklul»» Betzdorf gegen den Schachklub Gießen in Betzdorf mit 6:3 für Gießen gewonnen wurde, kam e# am 13. ds Mts. zum Rückspiel in Gießen. Hierbei siegte Gießen wiederum mit 9: 5. - Am 18. ds M:s. gab Der Schachg roh meister Bogoljubow im Schachklub Gießen eine Simultanvorftellung. Besetzt waren 21 Bretter Der Meister gewann 16. verlor 2 Partien und macht« 3 remis Di« Gewinner waren die Herren Dr. Hodde» und A a u t h, Bemis erzielten die Herren Pros. We­ber, Dr. Aotdenberger und Stumpf. Sine vorher von Den Herren Pros. Weihger - der und Dr. Rothenberger gegen den Meister gespielte BeratungSpartt« wurde als remis abgebrochen.

Der Verein für Motorrad- Sport 1926 machte, wie er uns schreibt, am vorigen Sonntag feine diesjährig« Anfahrt nach Braunfels, an Der etwa 28 Personen teilnah­men. Vorher wurde eine Propaaandafahrt durch die Straßen Der Stadt auSgeführt. die reges Interesse sand. Die harmonisch verlaufene Fahrt dürfte Dem jungen Verein neue Freunde zuge- sührt haben.

Verhaftung eine» Einbrechers. Der Polizeibericht meldet: Am Sonntag, 20. März, nachmittags zwischen 4 und 6 Uhr, wurde in Dem Hause Goetdestrahe 69 ein Einbruchsdieb­stahl ausgeführt, wobei der Dieb einen Hand- kosser. Servelatwürste, Speck und Dörrfleisch ent­wendete. -stach den angestellten Ermittelungen hat am gleichen Tage vormittags ein Mann, Der sich von Eckert nannte, in diesem Hause bei einem Major a. D. Vorgesprächen, sich al» ehe­maliger Offizier vvrgestellt und um Aeiseuitter- stühung nachgesucht, Die ihm auch gewährt wurde. Dieser Mann hat unter dem gleichen Barnen (von Eckhardt) Die" gestohlenen Wurst- und Fleisch­waren abend» gegen 7 Uhr an einen hiesigen Gastwirt für 15 Am. verkauft. Den Kofwr hat er in einer anderen Wirtschaft hier untergestellt unter dem Borge den, er wolle nur In der Stadt noch etwa» besorgen, ist jedoch nicht mehr er­schienen. DaS DiebSgut konnte dem Geschädigten wieder zugestellt werden. Aus Grund eine» er­lassenen Ausschreiben» wurde der Täter, Tech­niker Han» von Eckhardt, geb. am 3. Sep­tember 1901 zu Offen, durch die Kriminalpolizei Offenbach gestern vormittag in Offenbach fest- genommen. Ob seine Personalien richtig sind, werden Die weiteren Ermittelungen ergeben.

Fe si genommen wurde am Donners­tag ein Mann au» Gießen wegen Vornahme un­züchtiger Handlungen.

Der Verba nd der Freiwilligen Feuerwehren des Kreise# Gießen hält morgen Sonntag, nachmittag» 2 t Uhr. in Der Gewerbeschule. Kirchstraße, feine FruhjahrSver- bandstagung ab Vach Erledigung Der Tagesord­nung wird Die für den Krei» Gießen angeschoffte Motorspritze vorgeführt.

Schlechte Säfte, unreines Blut fink die Otrunburladx vieler Krankheiten. 3m sZrüdtodr ist bekanntlich der Ctaonllmul besonder» geneigt durch ReUdef« Wacholder-Extrakt Schürfen und Unreinigkeiten aaHulfteiben. tvetbalb wir gerade letzt tu einer «ussrftchua, bei Blute» mit diekem natürlichen peilstotz raten können 3n Lrogerie» und Avotbeken erbütttich. de» ostten Rach- abmongen wegen achte man aber genau au» die Worfr «edie» und Finna Otto Reichel. Berkin SO. (tisenbabnslr <

Sdrimm! zu hoben bet: Drogerie Otto Wintertzotz, »reu,platz »-»0 426D

BALLON-REIFEN