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Senats die Quoten zunächst frem Kongreß zur Begutachtung vorge'egt, der die weitere Be­handlung dem EinwanderungSkomitre überwiesen hat.

So wie die Dinge gegenwärtig liegen, läßt sich nicht übersehen, welche Entscheidung der Kongreß (Repräsentantenhaus und Senat) tref­fen wird. Da auch di« amerikanische Einwande- rungsbehörde sich gegen den neuen Errechnungs­schlüssel für die Quoten erklärt hat, steht zu hoffen, daß man auf die bisherigen Quoten zurückgreifen wird Bei den Parlamentarischen Verhältnissen in den Bereinigten Staaten ist je­doch auch die Annahme der neuert Quoten kei­neswegs ausgeschlossen. Di» in diesen Tagen allgemein verbreitete Nachricht, daß eine Ab- änoerungsbestimmung des Einwandecungsgesetzes angenommen worden ist, wonach etwa 35 000 Frauen und Kindern von drüben ansässigen Per­sonen, die vor dem 1. Süll 1924 in die Ver­einigten Staaten eingewandert sind und den An­trag auf Erteilung des amerikanischen Bür­gerrechtes gestellt haben, außerhalb der Quote zugelassen würden, ist inzwischeit wieder über­holt. Bei der Beratung in tarn Sintoanterunas- komitee bei Kongresses Hal sich eine Mehrheit für die Annahme dieser Bestimmung bisher nicht gefunden, so daß die Erörterung darüber bis auf weiteres verschoben wurde, was «ine Ver­abschiedung dieses Antrages in dieser Sitzungs­periode des Kongresses sehr in Frage stellt.

Der Banknotenkonflikt mit Rumänien.

Der rumänisch-deutsche Leinotew» Konflikt. Der Streit um die noch aus der Okkupationszeit stammenden und von den deut­schen Besatzungsoehörden ausgegebenen 1,5 Mil­liarden Leinölen will kein Ende nehmen. Rn- mänien verlangt, Deutschland solle diese Noten durch Barzahlungen ablösen, während die Reichsregierung mit Recht darauf hinweist, daß nach dem Abschluß des Reparationsabkom­mens vom Herbst 1924 Deutschland z u keiner­lei Leistungen außerhalb des Rah­mens dieses Vertrages verpflichtet ist. Die Bukarester Regierung wandte sich inzwischen auch an die Reparationskommission, erhielt aber dort nur den Bescheid, daß Rumänien bei der Aufteilung der jährlichen deutschen Leistungen ebenfalls berücksichtigt worden fei und eine festgesetzte Summe erhalte, die cd zur Ab­deckung aller aus dem Kriege herrührenden Schäden verwenden müsse. Damit war man aber nicht einverstanden, sondern versuchte nun, Deutschland unter Druck zu nehmen. Es kam im Jahre 1925 sogar so weil, daß Rumänien zu Deutschenausweisungen schritt, wodurch das bisherige Verhältnis beider Länder zuein­ander in die Brüche zu gehen drohte. Run hat die Bukarester Regierung nach Deutschland einen Eisenbahn materiallieferungs- a u f t r a g von 41 Millionen Mark vergeben. Davon sollen 32 Millionen auf Sachliescrungs- lonto gehen. Da Rumänien im zweiten DaweS- jahr nur neun Millionen Mark aus dem Re- parationsfonds erhielt, befindet es sich in einer ge­radezu nicht glücklichen Situation, weil es aus das Cisenbahnmaterial angewiesen ist, wir aber auS bestimmten reparationspolitischen Gründen gar nicht daran denken, einem Gläubiger die Zahlung einet bestimmten Reparationssumme auf ' Jahre hinaus zu garantieren. Bukarest glaubt jetzt, die Reichsregierung wegen der Lei- noten und anderer Forderungen zum 'Nachgeben bringen zu können, wenn es diesen Auftrag an­hält, der aber für uns von Wert ist, wenn die rumänische Regierung mit Barzahlungen aufwarten kann. Deutsche Geldgeber haben sich bereit erklärt, Rumänien mit einer Anleihe unter die Arme zu greifen, damit der Auftrag aus­geführt werden kann, verlangen allerdings S r ei* ,gäbe des deutschen E igentumS und 'Verzicht auf den Liquidatipnspara«- xgraPhen des Versailler Vertrages. Das will das Dularester Kabinett wieder nicht, fo daß im Augenblick die Dinge eigentlich wieder so wie vordem stehen. Einigungsverhandlungen sollen nun in allernächster Zeit stattfinden. Schon ein­mal hat sich die Reichsregierung bereit erklärt, Rumänien entgegenzukommen, ist aber dabei aus so hohe Forderungen gestoßen, daß sie auf jede Verhandlung verzichtete. Wir sind auch heute nichr verpflichtet, irgendwelche Zugeständnisse zu

machen^ wenn wir uns aber dazu dennoch bereit- finden, dann nur bei gleichzeitigem Entgegen­kommen Rumäniens.

Oberhessen.

Ltrndkreis Ziehen

x Heuchelheim, 25. Jan. An der Kreistzraße GießenRodheim mußte wieder mancher dem Absterben nahe Apfel­baum der Axt zum Opfer fallen. Viele der einst reichlich tragenten Obstbäume sind so stark von Brandwunden befallen, daß selbst durch wiederholtes Bestreichen mit Teer diese Stellen nicht wieder ausheilen

+ Lang-GönS, 24. Jan. In der jüngsten Gemein deratösitzung wurde zur Besol- dungder Gemeindebeamren beschlossen, dem Bürgermeister monatlich 200 Alk., dem Ge­meinderechner 160 Mt. Felbschüy 90 Mk.. Polizei­diener 90 Mk., Faselwärter 110 Mk.. Nachtwächter i einschließlich Schweinehirt) 130 Mk. zu zahlen An Erwerbslosen haben wir gegenwärtig 75 Mann. Bei den hiesigen Holzhauer- arbeiten vom 13. Dezember bis 18. Januar wurden 1950 Festmerer Holz gefällt. Dabei waren 83 Erwerbslose beschäftigt.

* Garbenteich, 25. Jan. Am SamStag veranstaltete die Gefolgschaft Garben­teich des Jungdeutscnen Ordens eine Reichsgründungsfeier. Nach einer kur­zen Begrüßung des hiesigen Gefolgsmeisters Burk hielt ^er Großmeister der Gießener Bruderschaft, ütubieurai Dr. Gebhard, die Festrede. Von Angehörigen der hiesigen Ge­folgschaft wurden bann in vorzüglicher Weise Deklamationen und ein vaterländisches Schau­spiel geboten. Mi! dem Gesang der National­hymne fand die stimmungsvolle Feier ihren Ausklang.

(H Lollar, 25. Jan. Der hiesige Vetera­nen- und Krieger verein oot am Sams­tagabend seinen Mitgliedern einen genußreichen LlnterhaltungSabend, der durch Thea- tecausführung, Gesang- und Gedichtvorträge und gute Militärmusik den außerordentlich zahlreich erschienenen Zuhörern einen wertvollen Genuß bereitete. Verbunden mit dieser Veranstaltung war die Weihe eines Wimpels der Hassia-Jilgendkameradschast Lol-' la r. wobei der Vorsitzende des Hassia-Bezirkes Gießen, Pros. Dr. K r a e m e r - Gießen, die Weiheredc hielt. Die Jungmädchen des Vereins stifteten dem Wimpel eine kunstvolle Schleife. Weiter wurde durch den Dezirlsvorsitzenden die Ehrung verdienter Kameraden vor-- genontmen; es erhielten itrfunten für 50 j üb­rige Mitgliedschaft: Heinrich SimonII., Ehristian Biehl, Friedrich Schön II. und Christoph Fuchs, das Abzeichen für 25jährige Mit­gliedschaft erhielten: Joh. Schmalbach. Hein­rich Löhr, Heinrich Schomber, Heinrich Bauer, Theodor Pfaff. Johannes Schäfer und Ferdi- nandJacobi. Dem Vereinsvorsitzenden. Kamerad Steuerinspektor M. T a u b e r t, wurde vom Präsidium der Kriegerkameradschaft Hassia das Hassia-Ehrenkreuz verliehen, das der Bezirksborsitzende dem Ausgezeichneten mit Wor­ten der Anerkennung überreichte. Der Abend wird den Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben. In diesem Zusammenhangs ist es von Interesse, darauf hinzuweisen, daß die Ver­ein sfa hne das ehrwürdige Alter von bei- na h e 200 Jahren besitzt. Die Fahne stammt aus dem Jahre 1742 und dürfte wohl eine der ältesten Vereinsfahnen fein.

z. Allendo rf ad. Lda., 25. Jan. Der hie- ige Schütz enverein veranstaltete am Sonn- ag seinen diesjährigen Fa ni.ienabend. Der Vor- ihsnde, Geometer Lotz, wies dabei aus die Be­deutung deS Schießsports hin. Der Abend, der reiche Abwechslung bot, erreichte seinen Höhe­punkt in einem Damenpreisschiehen, in dem Frau Schmidt mit fünf 12 den ersten Preis erringen konnte. Der Verein, der seit drei Jahren besteht, entfaltet eine äußerst rege Tätigkeit, hat er sich dock durch eigene Kraft einen mustergü'tigen Schießftand mit Dereinshaus errichtet, aus dem alljährlich öffentliches Preis- chiehen stattfindet.

v. L o n d or f, 25. San. Am Sonntagabend hielt der Arbeiter-Gesangverein Uni on" seine diesjährige Winterveranstaltung ab. Das Programm bestand in schön zu Gehör gebrachten Liedern, Theaterstücken usw., die flott

OerFrofch mit derMaske

Roman von Edgar Wallace,

30. Fortsetzung. Nachdruck verboten.

traten Sie irgendwelche Klagen, Carter?"

Nein, Herr Direktor."

Wünschen Sie etwas?"

Olein, Herr, nichts." Der Direktor sah nach dem Tisch. Die Schreibmapve. die man zur Benutzung dem Verurteilten bereitgelegt hatte, war unberührt geblieben.

Haben Sic keine Briese zu schreiben? Sie können doch schreiben?"

Ja, aber ich habe niemanden, an den ich schreiben möchte."

Wer sind Sie eigentlich, Carter? Sie sind kein gewöhnlicher Landstreicher. Sie sind besser erzogen, als diese Klasse es zu sein pflegt."

Ich bin ein ganz gewöhnlicher Landstreicher, tetr," jagte Ray ruhig.

Erhallen Sie auch alle Bücher, die Sie wünschen?"

Ray nickte, und der Direktor ging.

Täglich kamen die unausbleiblichen Fragen. Manchmal machte der Direktor auch eine Anspielung auf seine freunde, aber er wurde dessen mute, ihn der iinbenufoten Schreibmappe wegen zu befragen.

Ray hatte dir Stufe vollkommen reinen Ver­stehens erreicht und bedauerte nichts mehr.

Morgens und abends durchschritt er den vier» eckigen Uebungshos, von drei Wachen beobachtet und eifersüchtig vor den Blicken der anderen Gefangenen bewahrt. Sein, Heiterkeit erstaunte alle, die ihr. sahen.

Das Triebrad der Geschehnisie hatte ihn ersaßt und er mußt« die volle Drohung mitmadjen. Gr war schon ein toter Mann. Niemand nahm sich die Mühe, einen Urteilsausschub zu erwirken, btt Zei­tungen brachten keine Riesenüderschriften, die einen neuen Prozeß verlangten, seinetwegen würden sich die berühmten Advokaten nicht versammeln, um über den Fall zu diskutieren. Gr war ein zu un­interessanter Mörder.

i»i»i wm im H i iTirwu m .......

Gr Hölle Besuche empfangen dürfen, die er zu sehen verlangte, aber er schöpfte aus feiner Einsam-. kett eine ganz seltsame Befriedigung.

Einos Tages trat der Direktor in feierlicher Weife ein, und in feiner Begleitung erschien ein Herr, den Rai) am Tage des Prozesses gesehen zu haben sich erinnerte. Es war der Untersheriff.

Der Direktor mußte sich zweimal räuspern, be­vor er sprach:Garter, Der Staatsanwalt hat mir mitgeteilt, daß er leinen Grund sieht, den Lauf des Gesetzes aufzuhalten. Der Oberexekutor hat den nächsten Mittwoch, morgens acht Uhr, als Datum und Stunde der Hinrichtung bestimmt."

Ran neigte den Kopf.

Ich danke Ihnen, meine Herren", sagte er.

XXXIII.

Der Frosch in der Nacht.

Hohn Bennett kam aus seinem Holzschuppen, den er zur Dunkelkammer umgewandelt hatte, und jeder Hand trug er eine flachs, viereckige Kastelte. Ella, ich bitte dich, sprich jetzt nicht zu mir," sagte er,oder ich werd« diele zwei verwünschten Dinger verwechseln.Dqs ba4, er schüttelte seine rechte Hand,ist eine Forellenaufnahme und eine wirklich wunderschöne Aufnahme!" sagte er begeistert.Der Manu, der die gorellenfarm leitet, hat sie mich durch die Glasseite des Behälters machen lasten, und es war ein wunderbar sonniger Tag."

Und die andere, Papa?" fragte Ella.

Ach, das ist die verdorbene," sagte er bedauer­lich-Dreihundert Meter guten Films find ver­dorben. Bielleicht habe ich zufällig auch ein Bild mitaufgenommen, aber ich kann es nicht riskieren, sie auf jeden Fall entwickeln zu lassen. Ich will sie aufheben und eines Tages, wenn ich Geld habe, inerte ich mir das Vergnügen leisten, meine Neu« gierte zu befriedigen."

Er trug beite Kastelten ins Haus und war im Begriff, die kennzeichnenden Etiketten zu schreiben, als Dick Gordons fröhliche Stimme unter dem Fenster erklang. Er stand hastig auf und ging zu ihm hinaus.

Nun, Hauptmann, wis steht es?" fragte er.

Ich hab'« bekommen!" rief Dick feierlich und schwang einen Briefumschlag in der Luft.Sie sind der erste Kinophotograph, der die Erlaubnis hat, im Zoologischen ©arten Ausnahmen zu machen, aber

gespielt bzw vor^eiragen wurden- Der Verein unter der bewährten Leitung bcs Musikers Schomber aus Beuern hat gezeigt, daß er tm vergangenen Jahre recht gute Fortschritte ge­macht hat.

ton. Weickartshain, 25. Jan. Am Sams­tag hielt der hiesige Kriegerverein im Vereinslokal seine Generalversammlung ab. Durch die Erbauung eines Schießstandes im vorigen Jahre waren die Ausgaben des Vereins außerordentlich hoch: ce muyken durch besondere Hebttiße 150 Mk. gedeckt toerbat Die seitherigen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt.

bs. 6 t e i n b e i >n bei Hungen, 25. Jan. Am Sonntag veranstaltete der hiesrge Gesang­verein »Frohsinn" feine diesjährige Abend- untechaltung. Unter Leitung seines Vorsitzenden Karl Becker ging ein Dreiakter flott gespielt über die Bretter. Mehrere gut gelungene Ehöre verschönten die Feier. Der Verein gedenkt im kommenden Jahre die Feier seines 50jährigen Bestehens in größerem Rahmen zu begehen.

Streif Fricdbcrst

ä 9 r i e h b e r g ,x23.3an. Die schlechte Witte« rung macht sich auch im Schulbetrieb bemerkbar, der burrfj zahlreiche Erkrankungen der Schuler und zum Teil auch des Lehrpersonals recht gestön wird. Das gilt nicht nur für die hiesigen Schulen, sondern auch für viele Landschulen. Hier fehlten die letzten Tage durchschnittlich 10 Prozent per Schulkinder: im Stadtteil Fauerbach ist der Prozentsatz zur Zeit noch höher, sehnliche Meldun­gen kommen auch von anderen Orten des Kreises. In Steinfurth mußte eine Schulklasse wegen sehr Zahlreicher Erkrankungen der Kinder geschlossen iocr Den. Nicht in alle» Krankheitsfällen bandelt es sich um Grippe. Vielfach kommen nur einfache Errät, tungskrankhetten vor.

e Friedberg. 25. Jan. Zn dem Bericht in Nr. 16 des »Gieß. Anz." vom 20. Januar über eine Versammlung, in der über die neue Steuer-Cinheitsbewertung referiert tourte, teilt uns die Industrie - und Han­delskammer Friedberg mit, daß diese Versammlung nicht vom Grund- und Hausbe­sitzer-Verein, sondern von der Handelskammer Friedberg in Gemeinschaft mit der Hand­werkskammer-Nebenstelle Fried­berg einberufen worden ist. Wunschgemäß geben wir dieser Feststellung hier Raum.

58 a b » 91 a u t) e i m, 25. Jan. Der Gesang» vereinFrobsinn". der älteste Herein am Platze, hielt bei jetzt lehr gutem Besuch seine 84. Ge neralDevjammlung ab. Der sehr rührige Verein hielt im Geschäftsjahre 60 Singstunden ab. Dirigent ist über drei Jahrzehnte ununterbrochen Vberreallehrer B e ch t o l s h e i m e r. Die Rechnung schließt ab mit 2466 Mark in Einnahme und 2279 Marl in Auf­gabe. Sieben Mitglieder konnten für 25jährige Ver­einszugehörigkeit geehrt werden. 3m Anschluß an einen Vortrag über Wohnungsbau mit zinslosem Gelds, den Essinger (Butzbach) vor einem statt, lichen Interessentenkreise hielt, wurde hier eine Ortsgruppe der Deutschen Bau- und Siedlungsgemeinschaft (Sitz Darmstadt) gegründet. Vorsitzender ist Obertelegrapheninspektor Müller. Im abaelaiisenen Jahre sind hier durch Neubauten insgesamt 41 Wohnungen ge« schaffen worden. Mt dem Ehrenbrtef des Gaues Hessen der deutschen Tur­nerschaft tourte ter Turner Heinrich Henes pom Tv. 1860 ausgezeichnet. Der Ge­feierte ist unter dem EhrennamenVater Jahn" im ganzen Gaugebiet bekannt, seit 40 Jahren fehlt er bei keiner Gauveranstaltung als Wett- turner oder Kampfrichter. Früher gehörte er zu den erfolgreichsten Turnern des Gaues, be­sonders im Gerätewettkampf. Trotz seiner 57 Jahre ist H. noch einer der eifrigsten Vorturner feines Vereins, wie er auch bei den letzten Gauturnfesten immer noch als Wetturner in der Attersstuse zu sehen war. Der Hessische Krankenkassenverband hat das am Bahnhof gelegene HotelImperial" dieser Tage käuflich erworben. Das in lehr gutem Zustande befindliche große Haus' wird er als ein Kur heim für seine Mitglieder cinrichten, ähnlich wie die Deichsversicherungsanstalt für Angestellte im vergangenen Jahr die durch Kauf erworbene PensionAegir" in ein Kurheim umgctoantelt hat.

± Butzbach, 25. Jan. Die im Dezember v. Js. errichtetenButzbacherKraftwagen- l i n i e n nach den verschiedensten Richtungen,

ich mußte vor den hohen Herrschaften meinen Kotau machen, um nur die Erttaibnis zu erwirken."

Bennetts blafsee Gesicht rötete sich vor Ber- gnügen.Das ist ja großartig!" sagte er.Es sind noch niemals Aufnahmen vom ^oo gemacht wor­den, und Selinski hat mir eine fabelhafte Summe versprochen, falls ich ihm den Film bringe."

Ella erinnerte sich nicht, ihren Vater je lächeln gesehen zu haben.

Die fabelhafte Summe ist bereits in Ihrer Tasche, Herr Bennett", lachte Dick.

Es war sehr nett, sich für mich zu verwenden, Herr Hauptmann."

Ich habe ja gewußt, daß Sie sich für Tier- photograpbien so sehr interessieren."

John Bennett ging mit leichterem Herzen zu seinem Pult zurück, als an so manchem Tag.

Er schrieb die Zettel fertig, befeuchtete den SUebeftoff und zögerte. Dann stand er auf und ging in den Garten.

..Ella, erinnerst du dich, in welcher von den zwei Kassetten der Film mit den Forellen war?"

,Ln der zur rechten Hand, Papa", sagte sie.

Das habe ich mir autf) godacht", sagte er und ging, um feine Arbeit zu nollenten. Aber al» er die Schildchen aufgeklebt hatte, kam ihm ein neuer Zweifel. Er besann sich nicht mehr, an welcher Seite des Tischchens er gestanden habe, als er die Kästchen nieterfteUte. Dann begann er mit einem Achsel« zucken die Forellonaufnahme einzupacken, und die beiden jungen Leute säten, wie er, das Kästchen unter dem Arms, zum Dorfpostamt ging.

Noch keine Nachricht von Ray?" fragte Dick. Das Mädchen schüttelte den Kopf.

Was meint Ihr Vater?"

Er spricht nie von ihm und ich habe auch die Tatsache ihm gegenüber nicht erwähnt, daß seit Rays letztem Briefe io lange Zeit vergangen ist". Sie schlenderten durch den Garten hin nach dem kleinen Lusthäuschen, das John Bennett erbaut batte, als Ran noch rin Schuljunge war.Und haben Sie nichts von ihm gehört?" fragte sie. .Ich denke Sie mir immer mit einer Allwissimheil aue» gestattet, die Sie vielleicht gar nicht besitzen. Haben Sie den Mann noch nicht gesunden, der Maitland erschollen hat?"

Nein," sagte Dick.Aber ich würde wahrhaftig wünschen, daß ich allwistend wäre. 3d) habe in all

ten Male mit i

dritten Male mit einem Stock " 5^ und zwn vierten Male mit einem silbernen Sina am Stock 3 Mitglieder, darunter auch die beiten Vorsitzenden.

4 Nidda, 25. Oan. Unter großer Beteiligung wurde hier der Kaufmann Heinrich Roo polt, ter ganz plötzlich im Alter von beinahe 58 dahren Der» störten ist, zu Grabe getragen. Er war

werden vor wie nach recht gut tn Anspruch gt» nommen. Während der hiesigen Inventur-Aus» uetläufc verkehrt ein Wagen sogar auch an zwei Tagen der Woche (Montag und Donnerstag) zweimal nach Griedelbach über Hausen, Gspa. Weiperfelden, Brandoberndorf: Dienstag unll Freitag über Vogl-Göns, Ebersgöns. Nieterileen. Oberkleen nach K l e e b e r g. Man hat die Ab­sicht. ständig an zwei Tagen in der Woche diese Autolinikn fahren zu lassen! diesbezügliche Ver­handlungen mit den Gemeinden sind zur Zeit tnt Gange.

starben ist, zu Grabe getragen. Er war ein ge­wandter, tüchtiger und vornehmer Kaufmann, her das pon ihm begründete Warenhaus gedeihlich ent' wickelte. Er gehörte längere Jahre dem Stadloor. stand und bis zu feinem Tode dem Vorstand der Bezirkssparkasie und dem Kuratorium der Real­schule an.

WSA. Obereschvach, 25. Jan. De? Guls- verwalter Schneider, der gerate- ür Scart ff» war. mit einem Pfertegcspann auf das Feld zu fahren, wurde beim Anschirren von einem h<r Pferde fo unglücklich geschlagen, bah er bald darauf an den erlittenen Verletzungen verstarb

bs. Aus der mittleren Wetterau, den 25. öan. Der Stand der Wintersaat ist gut. Der milde Vorwinter har auch die späte Aussaat gut nuflaufen und sich entwickeln lassen. Nur ganz per- einzelt wird über Mäusesraß geklagt. Immer seltener werden die Wintersamenäcker, nur ab und zu sind einzelne Daumstücke damit bestzt.

Alme Büdingen.

ö 2 t e i n f u r t h , 25. Ion, Dem Beispiel anderer Gemeinden folgeub, hat jetzt auch ter hiesige (Br mefnberat die Auswertung de- Anleihe- o k t b e s i tz e s mit 12,5 Prozent beschlossen.

!! G am hach. 25. Jan. Am Sametagabend peranftalteie ter hiesige Zweigverein des Vogelsberger Höhen-Elubs seine die Je jährige Auszsichnungsleier, die durch ein vortreffliches ^Interhaltungsdrogramm umrahmt wurde. Gs tourten nach einer Ansprache dcS 1. Vorsitzenden CH Ur ausgezeichnet zum ersten Male mit tem silbernen Abzeichen 3; zum zwei­tem goldenen Abzeichen 3. zum

£ Blofeld, 35.3an. Der hiesige Gesang« verein Liederkranz hielt am Sonntogabenb im Nohlschen Saale seine gesanglichttheotralische Abendunterhaltung, die gut besucht mar und allen Gästen einige genußreiche Stunden bot.

,.?" N i d d a , 25. Ian. 9n seiner letzten Konferenz beschäftigte sich der hiesige Bozirkslehreroer. ein mit Anträgen für die bevorstehende Hauptver- sammsung. Um die Dercinsbeiträge, die bei allen Organisationen im Vergleich zur Vorkriegszeit stark angewachsen. im Rahmen des unbedingt Rotioeni digen auf eine erträgliche Höhe herabzudrücken, tuup den Sparmaßnahmen erwogen und, zum An- trag formuliert, dem Hauptoorstand überwiesen.

Kreis Schotten.

Laubach, 24. Jan. Heute wurde dir Geflügel-Ausstellung des Laubacher Vereins für Geflügelzucht geschißen. Sie hat überall sehr befriebigt. Auch gestern und heute war der Besuch aus der Stadt und Um­gegend sehr gut. Insgesamt waren gegen 400 Tiere ausasstellt. Hauptsächlich waren von Hüh­nern Italiener vertreten, außerdem Houdan, Wtzandott, Deutsche Reichshühner, Rhodelänter. Leghorn, Süsser, Hamburger Schtoarslack, «alt Chambel-Enten. Die Perle der Ausstellung war eins Peking-Snte deS Gastwirts H ög y. SS Jhicn- preise konnten verteilt werden. Den ersten Ehrenpreis errang Bäckermeister P t tz (für gespeicherte Italiener), den zweiten Fuhrunter­nehmer Heinrich Schmidt (rebhuhnfarbigc Italiener), den dritten Gastwirt Högy (Äam- ?"*6er Schtoarslack). Die schöne Ausschmückung der Buhne wurde vom gräflichen Leibkutscher Rudolf Kriesel auZgcführt, der selbst ein er­folgreicher Züchter ist.

D Wetterfeld, 24. Jan. Gestern ver­starb im Krankenhaus zu Laubach der hiesige evangelisch-lutherische Pfarrer Scriba. Dieser Sterbefall weckt die allgemeinste Deil- nähme, da der Dsrew'nt' als treuer Seelsorger diesen Tagen immer wieder nur an dies Sine ge­dacht ---*

Sie hob fragend den Blick, aber sie senkte ihn sogleich wieder. Eine tiefe Röte schoß über ihre blassen Wangen und in ihre schöne Stimme trat ein unbeherrschbares Zittern.

An was haben Sie gemacht, Hauptmann Sot­ten?"

An dich," sagte Dick.Rur an dich. Ob du mich liebst wie ich dich und ob du meine Frau werden willst?"

John Bennett wartete an jenem Tag, lange auf seinen Lunch. Er ging hinaus, um zu sehen, wo lerne Tochter bleibe, da traf er Dick, und in kurze» Worten sagte ihm dieser alles, ör sah ten Schmerz auf des allen Mannes Zügen und sagte, Intern er die Hand auf feine breiten Schultern legte:Ella hat sich mir cm gelobt und wird ihr Versprechen nicht mehr zurücknehmen, was immer auch geschieht, was immer sie auch erfährt."

John Bennett von Horsham erhob seinen Blick zu Dicks Antlitz.

Aber Sie, werden Sie Ihr Versprechen nicht zurücknehmen, was immer Sie auch erfahren mögen?"

-Ich weiß", sagte Dick einfach.

Ella Bennett ging an jenem Tage auf Woltem ®me wunderbare Sicherheit war übet sie kommen, die alle Zweifel und Befürchtungen oer-- bannte. Ihr Vater ging nach Dorking hinüber und als er zurückkam, hatte sein Gesicht jenen gequälten 2(u5brucf, ter sie lief in der oeele schmerzte.

Ich werde rolober in die Stadt fahren müstcn. Liebling," sagte er. ,,E» hat seit zwei Togen ein Bries auf mich gewartet. Ich bin von meinen Lusi nahmen so in Anspruch genommen gewesen, daß ich beinute meine anderen 93erpf(id)hmaen ver­gessen hätte/

Der Vater suchte sie nidu mehr im Banen auf, um sie zum Abschied zu küssen, und als fk ins j)au» zurückkehrte, war er in solcher Elle aufae< brachen, daß er nicht einmal seinen Apparat mit­genommen hatte.

Ella fürchtete das Alleinsein nicht, do sie in ter Zeit, all Ray noch im Hause gewohnt hatte, viele Rächte hatte einsam verbringen müssen.

(Fortsetzung folgt.)

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