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Erläuterungen zum Giehener Voranschlag.

Die Ausgabensteigerung - Der neue Steuervorschlag.

Die Stadtverwaltung hat der. Ctobt- verordnete« unö der Prefle grlcrw eine nähere Erläuterung zum Boranfchlag der Stabt G iehea 1927 urb eine 2h»HtriIunfl über bte Schulden der Stadt, fowie di« bei der Stadtverwaltung bestehraben TtuvM fiberwttdt Die sehr beacht en »werte ^(ueatffdluwg bringt folgende Ausschlüsse:

Belriebsrechnung.

TertmtrfuageÄ.

Aach dem Voranschlag 1927 betragen bu Ausgaben der Bet r ebS r nr»n»mg 5 336 0*1 Am Hiervon Verden durch Drrva'.iangSe--luchmen und Stenern geöedt 4 286 061 Am., lo daß sich ein Fehlbetrag von 750000 Am ergibt Di« voranlchtogSmäßigen Fehlbeträge betrag*« in den Städten

THtiiiu 3 800 000 2m

lannftabt 3 003 000 .

Offenbach 3630 000 .

Worms 1500 000 .

Der 2«chshouKhaU weist feinen, der dessische 2laat»r>vr^nschlag mir 500003 Im Fehlbetrag aus. Wenn demgegenüber die Voranfchtäge der fünf größten hessischen Städte einen Cbckunlfebl* betrag von über 12 Millionen Aeichsmark er­geben. so wird hieraus klar, dah der AeichS- li non-au -gleich und der hessische Landesfinanz- autglcid) m einer für die heflischen Städte un­erträglichen Weise wirken. S- muh daher von den hessischen Städten unbedingt verlangt werden, bah Aeich und Staat ihnen gröbere Sinnahmen zu weisen oder bestimm le Ausgaben abnehmen. Andernsall- werden bi« hes'ischen Städte auch bet äuherster Sparsamkeit selbst di« notwendigsten Ausgaben nicht mehr erfüllen können.

Aelt au- vorhergehenden Jahr«

Di« Sinnahmerütkstände aus früheren Jahren werden sich voraussichtlich aus 30 000 Am be­laufen.

Drbäube.

Hier ist erstmals eine Trennung in i) Ge­bäude mit Allwobnungen (vor 1919 erbaut) und n solche mit b) Aeuwohnungen (leit 1919 erbaut) erfolgt. Der unter b) zu erwartende Ucberschuh loll vollständig jur ®rmlung von ZinSverpfltch- fungen au- dem Wvhnungsbaukvnto verwendet nerpen und ist zu diesem Zwecke aus Titel 51 In Einnahme zu übertraacn. Bei diesem Titel ist eine Trennung nach Kapitalzinsen .für Finanz- zwecke" und nach solchen .für Zwecke des Woh­nungsbaues" erfolgt. Die letztere Abteilung stellt gcwillermahen die Betriebs Rechnung des soge­nannten WohnunasbaukontoS dar. Sie enthält in her Au-gabe die Auf wendungcn an Zinsen für zu Wohnungsbauzwecken ausgenommene Beträge. In der Einnahme umsaht sie neben Zinsen für ge­währte Dau- und Instandfetzung-darlehen den bei Titel 2 (Gebäude) erzielten Einnahmeüber- Ichuß auS Aeuwohnunaen. Der Ausgleich wird hergestellt durch Entnahme aus Mitteln der vom Staat überwiesenen Sondersteuer.

Titel 73 enthält di« Dermögensrechnung für das WvhnungSoaukonto. Die Au-gabe umfaht hier die bei Genehmigung des WohnunaSbaupro- gramm- durch die Stabt verordneten-Versamm­lung zur Verfügung gestellten Mittel. Diese wer­den aufgebracht neben den für bisher gewährte Bau- und Instandsevungsbarlehen zu leistenden Tilgungsbeträgen aus den von der Hauptftaats- faffe aiS Baudarlehen zu belassenden staatlichen Sondersteuermitteln mit 166 000 Am, sowie dem unter Titel 51 nicht benötigten 'Betrau au» dem vom Staate erhobenen städtischen Anteil für Dau- zwecke an bet Sondersteuer in Höhe von (166 000 Aeichsmark - 86 350.30 Am.) --- 79 649.70 Am. Der dann noch fehlende Betrag ist au» Anleihe- Mitteln zu beschaffen. (Dgl. Titel 82 Au-gabe.)

Grundstücke.

Di« Grundsteuern find durch Zurückführung aus die Mittelwerte ermäßigt worden.

Waldungen.

Da» tatsächliche Örccbi.t» bet Holzverwertung und der gröbere Hicdiatz ergeben die Mehr- clnnahme (41 455 Am. D Aed).

Die Mehrausgabe (16612 Am. D. Aed.) ist begründet durch die vom Staat festgesetzte Er­

höhung de» städtischen Vertrages zu den Be- so'chungeT'. de» Forstpersonals, durch erhöhte Bor- s hung für llrtrrba?unq der Waldweg« und durch die erstmals voegriehene Aücksag- zmm Forst bet riebsstock

S'ö-ü'chr Werk«.

Da» Etettr ^iLtSwerk. Gaswerk 2bafferwerk sind in der Lage, je 10 COO Am Betrieb«'iberichlltz riebe abzullesern. Aus der b.?iaefügten Heber- sich: (f. unten. D Aed.) ergibt sich, dah bi« Or- rrurrur.Qtfond» der Werke in den lebten Jahren vusreichend gestärkt worben sind.

Bells« en» FortsUonna fchul«, Stebtschnürmi Tb £»ttC.

D-.« Mchrusgade 5202550 Am D Aed) ist Im wesentlichen verursacht:

j) durch Kosten für Aeubesestigung des Schul- ho»cs ter Gvelh^schuke.

b) durch Erweiterung des Äreift» bei ^ür freie Crnrnttld bezugsberechtigten Eltern

C) durch Zinsenansgabe für new BolkS'chul- aebüude. 3n der Abnahme, bah 2 Millionen Aeichsmark für Erstellung neuer Schukräum« für Volks-, Fortbildung»- und Fachschule erforcher- lich sind. Ist die erste Baurate mit 1 Vkillion AeichSn-.ark hier in Betracht gezogen, und sind die Zin'en entfprr nd unter Ttri 14 I und 14 II sowie Titel 18 In AuSaabe gestellt. 3n<fle,aml bedeutet die» ein« Mchrbela4ung des Bor» anschl-'.g» von 60 000 Aeichsmark.

Lh-eum und Studiknanstall.

Die Mehrausgabe (4413 Am. - D. Aed) ist auf den jetzt vollendeten Ausbau der Studien­anstalt ru rückzuführen.

GhmnesiiliM. Ara gtzmna'iuw und OberteatlctuU.

Die Ansätze der Beiolbungen erfolgten früher nach einem Dur^schnittsversahren, während jetzt bi« tat schlichen Bchstge zugrunde gelegt wer­den. dadurch entstehen bei den drei höheren Lehranstalten Mehrausgaben. ®int weitere Mehr­ausgabe wird notwend'g durch unnbtt>.i»bare 3n- standsetzungSar beiten im Gebäude der Oberreal- schule. (34- 17 440.20 Am. Mehrausgabe D. Aed.)

Stadttheater

Der Mehrzuschust beträgt 14274 Aeichsmark. Ss muh erstrebt werden, daß der Staat seinen Beitrag zum Theater der oberhessischen Pro- vinzialyauptstadt wesentlich erhöht.

Gewerbe- und Mafchfuenbauschul«, Zwei­jährige Handelsschule.

Vergleiche die Erläuterung zu Titel .Volks- und Fortbildungsschule. Stabtlchulamt und Horte." AUceschule mit Fr-belsemluur.

Aach dem Ergebnis be» letzten Jahres muh der Zuschuß um 3000 Aeich- iarf höher vor­gesehen werden.

GemrinRÜHiat Zwecke.

Die Mehrausgabe (34 332 Arn. D. Aed) gründet sich au* neu vorgesehene Zuschüsse (Bei­trag zum Mon^c-itncrcm 3300 Am. für Berkehrs- werbung 10 000 Am.. Förderung des Sport S 2000 Am.), sowie auf Erhöhung der Beiträge zur Lesehalle, der Frequenzgarantie für den Luft­verkehr und 5000 Am. Garanti« für Zdraftpvst- lirden.

Straßenreiniguug und Wallabfuhr

Die Mehrausgabe (24 020 Am. D. Aed.) gründet sich auf Einstellung der Beträge für Verzinsung und Tilgung der Kosten für automo­bile Kehrmaschine, elektrische Äarren. automobil« Spreng- und Spülwagen sowie Fahrzeug- schuppen.

Stratzenbeleuchtung.

Di« Verbesserung der Straßenbeleuchtung, sowie die durch den Ausbau neuer Straßen be­dingt« Erweiterung der Stratzenbeleuchtuna recht- fertigen die Mehrausgabe (30000 Jun. D. Aed.)

Oesientliche Anlage».

Di« Unlerballung der Anlagen soll ver­bessert werden: baber die Mehrausgabe. (2130 Mark. D Aed.)

Feuerlöfchanstalten.

»gäbe <3349 Am. D. Aed.) ist durch Erweiterung der Feuermelberanlage (Straßenausbaus» verursacht

Ge»»r1»»gs.. Flar- inö Gewanugrenzn

Di« (1600 Am. - D Ard.- ist

durch WiederherAelluT-rsaro-u«- do* iri^nno- mrtrilcheu und geomelrrschen Punkte» begründet.

Tie Lohi«ah7i-pll«ee beanspruche etnen Za- schütz m 983 000 Aeichsmark. Der Mehr»», schvß vo» 54 »0 Am. beruh: t» erster M: auf der Mehrausgabe für Aatural- und Gekirnter- stützungen. da der nn Vorjahre hrertür vor- ae'ebene Betrag nicht ausvrichl. we^ertzm find b.-herr Ausgaben vorgesehen ftr Xbibedreifund sowie Bäder- mb Crholuag»hir1nrer; endlich bedmgr die vermehr« Zahl der So«.al- u-.d Äleinrrntnrr einer erhöhte» schütz -ur Beniner- furiorgr

Aeichsgefetzlich« Derficher»»O.

Di« Mehrausgabe (20 962 10 Am. - 9. Ml) ist durch Orhvhtraa der Versicherungsbeiträge be­gründet

Gewerbrzerichi ÄouhnaeRsaerichi. Arbeit-- Gericht. Standesamt, OrtSgerichd

Di« Wenigerausaade (1. II HD beruht auf der Bullösunder Gewerbe-. Äauhr.i*n* und Arbeitsgerichte ab 1 3uli 1927 Die Mehr­ausgabe beim Standesamt ist durch d-.e wegen vermehrter Arbe^'-lost geboten«- Aeuc»nsteLung eines Gehilfen bedingt

Oesseitlicher Ar 5 eit-»ach»«-.

Bisher Ware» die Städte mH einem J.cducI der Kosten der Erwerbslosen fürs orae belast«, ab 1. Apr-l 1927 trägt das Reich d e gesamte» Ä oft en; taher die Weingerau-gabe (23 193 Arn S Aed )

Wsh»u»gsL«t AUetLinicuagsarnt nb 3»n»»W»w»Mi«Il<

Durch *Pe d rm a [ txnm 'LDerur g beim Woh­nungsamt und TL rein gung-amt rraibt Ich Me Wenig«rausgada «7842 Am. D. Aed)

Allgemeine 'Berte«Umg.

Die Mehrausgabe (39 964.10 Am. D. Aed.) beruht un wesentlichen auf Einstellung der fedün- l:chen urb lacl '.ichen Kosten für d e 3 von Qttsbauplänen. sowie erhöhten Burea»- bedürsNissen des Stadlbauamtes

An Hegehalle, Witwe»- und Waife»a«1ber

94 ist mit einer größeren Fahl von Auhe- standSvcrsetzungen älterer städtilchcr Arbei'er z» rechnen; daher die Mehrausgabe «9324.50 JRf D. Aed »

Lch.lbenlilgung.

H»er erscheinen erstmalig du- -ur plan­mäßigen Schuldentilgung notwendigen Beträge. (8250 Mk - D Aed.)

Grundzinsen »»d L»erk«»»«»gsgeb»bre».

Die Mehreinnahn« (1000 Mk. D Aed.) beruht auf der zunehmenden Jbibringuag von Lichtrellameschildern.

Xapitalzinse».

Hier find crfhnal a die Kapttalzinfen im einzttnen dar gestellt, und zwar getrennt in solche für allgemeine Verwaltung» zwecke (Mnanz- zwecke) und in folche für Wohnungsbaunwecke. Der Abschnitt b) (für Wohnungsbauzweck«) 8«LU die Betriebsrechnung de» Wohnungsbaukontv» bar. während in Titel 73 die Vermögens re chnung deS Wobnungsbaukonto» in Erscheinung tritt. Der Mehrzuschuß dieses Titel» gegenüber dem Vorjahre beträgt runb 2000 Mk.

Aeservef»nd».

Die Mehrausgabe (96 564.79 ML - D Aed.) ist ersorderlich mit Aücksichr aus txc notwendig werdende Aevision der Gehälter und Löhne.

Anteil an der Aeichreinkommen- »nd Körper- schastssteaer.

Aach Mitteilung des Ministeriums des In­nern können 95 000 ML mehr als Anteil an der Reichseinkommen- und Körperschaft-st euer er­wartet werden.

G r»n b enoe rbfl« uc r.

Der Anteil am Auskommen aus der Orunb- erwerbfteuer kann mit Aücksich« auf da» Ergebni- deS letzten Jahres statt mit 40 000 Mk. nur mit 30 000 DL veranschlagt werden

An E «777! ^nbeAL-l chl äger *ar Grunderwer^- steuer bad nach Aeichsooefchritt statt bisher 3 Brezent nur 1 Prozent erhoben werden, wo­durch 'ich die -u erwartcnde E..-mahme von 6? 000 Mk im Vorjahr« auf 15 003 TB crmaMgt.

^etglig»e4 steuer.

2* Bergnützu»gs fteuem könne» M00 ML =* erwart« werden

Wert,v»achs4te«er.

Tie (iuieebrsre aus der von der Stadt- vercrtm«e».Ber«ammlung bri*tD«ewen log 3»- f'ar . n--We«z»-w-S> »« er werken «uf MOOO 3tL geschätzt

>ei*eitr»er

Rach htm Orgebn's bes letzte» «.wahres er- bnngt cki« Mti iJ* h ib-trerr t»? ML weniger

Gr» » .Gewerbe- mb »ti'ch-» berLn-r l.*3 Mater o-rnetzdes.tz.

Bei Nnj stLdttLch - Gründ- G-ttveobe- und L r. bcrotbc ebdtneerr be-ru ge^

i« Bvtanschlag ILv dc« *» nahmt» 1 1*0 COO Am.

im Voranschlag 192» die Aus­gaben 50000 Am

so daß tkc JkuocxrmabOK >nr«g 1 >00000 'Xu

Aach der-. Voranschlag betrug« : t*e Einuahn-en . 35b 300 Xn bu Ausgaben 22i000 Am

Io datz dir Rc oeinnopne kciragt 1 1 >000 ^> m

Es loll also i x mki A«cho '»-sfcrr «tue Aettomehreinn-hrn« erue'.i ^.-rke» oan 1 133 700 - 1 100 000 Arn . 33 XO Im Um bde sehr geringe Mehreinnohw« an Steuer» zu gr- wtnuen.'fm bte ftädn'chen vtziuern tn der unte» «rngeaebene» Weile m*tjew U nscnge ertzshi werden Wen» b*e Stadt G e^en in Um letten fahren mit chrrn Aealst«uerfatzen hinter den- Durchschnitt ter anderen grtVren S.ädtr de» Landes Aurüdgcbltct^! ist. Io kann dieser «instand unmöglich we-terhin bestehe» bleiben, denn er verstechten n-chi nur tn stets fort- schre tenden, Maße die städti'che Ftnanzla««. fern- dem bat naturgemitz auch jur Folg« daß die Stadt Gieste» m ihrer GvtwiLung Den andere» Städten Demen. >,r "

das Dirr^chalSieben in der Stadt Gießen bi brn letzte fcat müllen die vdn der Stadtverwaltung vor be­schlagen, en Steuersätze alS knirchaus vertretbar und tragbar bereitnrt werde» Dies gilt ins- besondecr für di« Gewerbestruei Wenn in der Stadt Darmstadt die eint der 6ub< G'etzen fehr ähnliche wirtschaftliche Struktur aufweist, bere is seit zwei Jabvf eine Gtwerbestever erhöbe» w:ed. die noch höher ist als die von der Stadt­verwaltung jetzt neu für Gießen beantragte, fo fbr.t;en. daß dadurch für das Gießener Bewerbt «ne unan» gemellene Belastung entsteht

e) Grundsteuer Von Bauptätze» und Gebäuden Icwk von land- u-b forßwiofchaft- lich genutzten Grundstücken wurde bisher ein rtn- be.llich-r Satz von 20 Pf erhoben. Aachdem baS OHliriftvnun des Sanem verfügt bat. Hatz bk Ausschlags ätz« auf den ^bäudt besitz und ton land- und forstwirtschaftlich genutzt« Grund­besitz verschieben hoch »u bemeffee fbtb. bean­tragt die S t ab (verwalt» r.g. ju «beben

tum Bauplätze» und Gebäuken 21 PI

von land- und for'rwirtscha'tlich ge­nutzten Grundstücken 36 P'

Dies wird eine Einnahme von 321 000 Am. ergeben.

b) Gewerbesteuer Bisher wurden er­hoben

vom Anlage- und Betrieb-kapital vom Ertrag SO Pf

Die Stadtverwaltung beantragt, im Rech­nungsjahr 1927 zu erheben vom Anlage- und BrtricbOtapUal 86 P'. vom Ertrag 74 Pf.

Dazu wirb bemerkt, daß entfprechend einer V r- fügung bes Mintsterturtis des Innern das land- und forstwirtschaftliche Anlage- und Betriebs­kapital. das bisher der Gewerbesteuer unterlag, in Zukunft nicht mehr zur Gewerbesteuer heran- gezogen wird Vkle Frnftellung von der Ge­werbesteuer rechtfertigt die oben unter a vor- Jgeschlagene höhere Heranziehung zur Grund- teuer.

Die Gefarn»«nnahwe aus der Grtoervesteuer wird auf 307 000 Am i eranfchlagt

Millionär ohne Geld.

Der Roman einer Wette, von C. Philipp».

Copyright by Äuguft Lchcrl ® m. b. >).. Berlin !4. Joitleyung Nachdruck oerbotm

Der Dick« rüdlt «tn wenig näher. ,^örtn 61c, ,-apie rr vertraulich. ..Der Mann, der diese Lbsatzc ierftrüt Hot 6ic übervorteilen wollen. Nun. ich vlll Ihnen einen Mnk ged,-n. wie wir ihm Du* )dm>it)kn können und dabei noch etwas für uns >erbten«n. Ich habe rin paar alle Drutfitempd: 3, Tlarcu». VcberbäntHer*. Ich schreib« Ihnen nrn äufttag für dreihundert Pfund. Morgan wird vohi kine Erkundigungen ein;i.Heu. Er wird sich mr freuen, die Ware ju seinem Preise adzusetten )(h werde ober nicht zu Haufe sein, und der lieber- 'rmger wird noch einmal um da» Geld ommen müssen Wir verkaufen inzwischen bk Absätze. Ich kenne jemand, der gibt uns dafür sech» Pence für das Pfund da» sind drei Pence für pbm von une. und dann machen Eie sich rasch aut dem Staude und versuchen etwa» andere»."

BUsi prüfte die Absätze wieder ein. Wirklich rin Uünzender Plan! Da er nicht» anderem zu tun )itk. sotaie er Irincm neuen freunde bis zu einem lenden Dau« In der Tannerslraße.

Mein Magazin! orrfünbet.1 der Dicke voller -tolz. . Und nun werd« ich den Auslnag outfertig«. ix zückte einen Blristtftstumpf. .Bringen 6k also ic rlbfätze am Rachnnitag hi«rtzer. und treffen sie nid, bann um flrben im moat'»-Head Gast Hou« um )ic Ecke "

Blitz ging zu der kleinen Fabrik tn Ftnsbury turild und »and den 6todVliobrttani<n in feiner so- > nannten Äon\lfi flfccn. Er warf die Muster auf den Ttich- Lch danke Urnen seh«, aber ich kann Ihr« tifrflud)im Vdfätz« denn beften Willen nicht an­bringen.

Btltz reichte ihm die Bestellung,yiin gewtsler <xn Marru» will brnbunöert Pfund foul«, 'lummer 11 undJhimnwr 6 gomllcht. zu 11 Pence.'

Immerhin ein Hnfang.*

..Er schtagt vor. die sttzsoge iroenbwo nm K Pence zu verschärfen und ben Gewmn mu mir zu teilen Da» ist da« einzige klnoebot da» Ich be-

kommen konnte. Er wartet jetzt m einer Äneipe auf die Ware und auf mich."

Mr.ämos Morgan, nn ziernllch mwrdeniticher Mann ohne strog.-n und mit auf gekrempelt en nenUHarineln. betramkie feinen neuen Reifenden mit sichtlich r Jntrrefsc. ..solcher Halunken gibt h «mr ganze Meri^e". bemerfte er. ..Aber lass« Sir mich doch unsere L'ifte noch einmal durchsetzen. Viel­leicht fisch die Preise cm bitzchen tzoch."

Do« vermut« ich in der Tal." Blitz dachte an Ie«ne mutzen Fütz« und an die Demütigungen de« Lorrnlttna»

..Aus diese Art pflegt ich einen 'Reifenden immer erst zu prüfen. Uber wenn Sie bei diesem Geschäft bleiben wollen, so fönnm 6ir 20 Prozent von ben Preisen abziechen. und ich werde Ihnen eine neue Lifte gebe-,.'

Blitz zögerte E« war etwa halb zwei Uhr nach mittag», wo er früher in emtm der vornehmsten Restaurant« üppig zu dimeren pflegte ^Wenn Sie mir «in« Srbilling Vorschutz auf meine Prootsion gönnen, damit ich Mittag «l'.m kann, fo will ich r» noch dmnai versuchn."

Ich möchte aufrichtig mit Ihnen sein |unaen Mann Sie muffen mir bi« cau.»tag rin paar Auf­träge bereinbrmgen. C« sind die Lohne zu zahlen ur* dir Ledernrchnung f>icr habenir Ihnen Schil­ling? Und mm kommen Sie mit mir «ff«?

BUtz fotz seinem Dtrnftgeber gegenüber m einem Enmihoen speisehau« der Rachdarichall. Die Tische efianben au« los« Brettern, die über Gestelle ae- legt waren. So» Menu war auf rme 6d»rienuit( ge|d)ne4»en bi« von i)anb zu ftonb ging Und doch taten all« diese Umstande letnr.n äppettt kein« flb- druch. ebeniotoen.vi wie die nicht oorbanbenen Mo- nieren der ädrigen Gäste. Er atz Irifh etc® und trank abgestandene» Bier dazu an Getränk, do« rr noch vor kurzer Z«1 für ®th erklärt hab« würde w» rr servg war drehte rr fich au« einem Tabofreft eine .sigorrNe und nahen feint lascht

-Ich werde sthtn. wo» sich weichen lafn. oer sprach rr.

ßiri Gluck!' rief ihn, Morgan noch.

B»,tz oerdrachl« «mm .'iachmiNOit b« besten Er- inncrung er in spateren Leiten noch schauderte. 6r war gezwungen, in at- Gangen zu warten, und mi Hie nch Untzöillchkrtt« gefall« last« von Leuten, mr die e« nach feiner Meinun grinfach keine

Bezeichnung gab. 'Richt^-destowematr war er herz­lich froh, al» chm ein ft einer Geschäft,mann, nach einem hntigen stampf, den Prei» xrabuibnkfm. einen ZUiftrag ich rieb $r dacht« noch rin paar wei­tere Ersotge und fand seinen Dienstg«der sehr er­freut über da» (Beinftete.

Blitz berichtete ihm von den -chwiengketten den« er begegnet war. .JXe L'ruk tonn« meist nicht bar bezahlen. Dirir Bedingung schreckt viele ab.

Morgan 'chutlrite ieusztnd den stopf. ..Mein gan.ze» vermögen fteeft in der verfluchten Maschrnt, und ich schulde noch Geltz daraus. Ich mutz auch WeH» für bi« Löhnt übrig haben, und wenn cif mir nicht leben tag folche Auftrage bringen unc beute, dann kann ich mich nicht lange über Safier t tun B , |f t Hai sich nor^ feiner fo g:i! de währt wie Sie. Darauf wollen wir eins trink«!

Saft vier Monate hielt e» Blitz bei feiner lang­ten au», di« chm im Anfang so unmöglich erschienen lvor. Morgen» und nachmitloa« trabt« er mu brr schwarzen nasche auf ferner täglich« 'Runde durch dir Strotzen de» vstruertet» von London. Er ver­diente ungefähr drertzig Schilling bte Woche, ober fast bi« >Hilft« davon hatte er trotz ihre» Wider- sprach« Sronce» geliehen. b*e übermal» ohne Stelle war. seitdem da» Mädchen, boe fk erseht horte wieder ge'imö geworden

Jeden flbenö um sechs Uhr kehr»« er m 6ir firme Fodnk i» Smebunj zurück, um Bericht zu rrftartrn. unö |e>e«maL ob tr nee ürfolge airize- wetzen hatte ober nicht, führte ihn Morgan In bo» benachbarte iMaftbou» unö .NibU« »hm rin Glo» 8tr. v» war feüfmn. w»r Slltz sich nach vor Beendtguna sein« täglichen Tour schon auf ben SugrnMkf freute, wo frin Ches Öen hüt nehm« unö mit dem Daunen Irrundtich auf bw Tür wetzen würde. Er füblt« »-1 ft ,1r<unbid>3fr für bkfra -raßra. enge- wafchenen Wann, der bw -onz« Tag über m einen nnfteren stell er ktjut-ir. aws ferner kleinen Maschmr t*etnwl fooirl beroeefehlug. al» irgenbein bezahlter flrbater imtgg*rad>t battr unö raten inmnugen stampf argen bie llnMsangllchkeit feine» apiUM» führt«

Eine» Abend, »oboch bh* vsttz. al» er bk Tür be» Burrau» obn«, rrftauet auf brr Schmrile liehen. Sein Dimhgebrr. an« gewöhnlich ohne tra­gen und Rock, lehnt« vornübergebeugt au/ dem ab-

pemitzten Pult. Reden ihm stand eine (3rau in min­ieren Jahren, die stand auf feiner Schulter

J)*:* nri vlst,So» ist grsctxch« -'

Morgan hob ben stopf. Sein« Lippen zitterten Er schien plötzlich gealtert unö nicht mehr im vollen Besitz jener groben Lrden>krafl. d»e ihm sonft e<oen war.Do. tft der runqt Wann, ber die AbGße verkauft'', fagtr er zu der 8rau. J3d> haN btr von ihm erzählt starrtet. Da» ist meine Um, Blitz '

Bl rerchte ihr rnechanisch bi« stand JtoffeM- sich feint schlimme Rachrichi erhalten*'

..Erne 'ehr schlechte Rachricht'. erwiderte Frau Morau» Uber laß dich «cht jntrrtneg«. 8m»ef Wir werden ptzommen zu bwfrn Leutra v eben

Blitz legte nut und Tasche hin.Dari id> anfkn. um wa» es sich handell?

e» ist weite» kein Gcheunni» bobei ' Morgan reicht, Blitz tm Papier .eit Witzen daß bw Mo schtnt noch nicht bezahlt war. Ich hab« m ftgter ;»nt nur da» Leder bar besitzen können, «dalnch wir bei ben Ldlätzra einen hübschen kleinen Pr ^it er­übrigen Unö nun fchretzn un» bi« gobriL dotz fk bw Maichme morgen obholrn lassen will Ich bin nur um u rrwfrn logt nut btr Bote in Beriuch b*< rntrzto Pfund darauf bereit» getahll unb bo« Necken bk tiknirwr setzt in btr Tasche

. Dürfta 6k ba»?'

TRoraon nickte .Ich h»;dt Wnrntr aewotzt. batz < gefährlich ist. mit brn 'Roten in Ruckfllrob zu d.eiben. X» find noch ftebriu-ndneiinzl^ T' tnb Jetzt bin ich ruiniert Und mein« arme ,,rau tut mir fo Inö. Str Haden nw Gluck geh d:. aber letzt schien t» 5.4) Hetzer zu aehra. «och ><ch» Monat« folche Grichöste w't bisher, und Ich hatte sogar noch raw neue Ma'chine rm st eil tu können. Um eher noch rin- mal vor vorn amzu-angen. dazu bin ich Michl zu alt Die »mal ist r» au» mtf imr. starr»ei!"

Blitz hatte nn merkwürdige» Gericht, bo» chm wahrend der krarn Monate icho» cfter» ebertOT- men hotte. Er ip<;c»e. daß tr eine Lieft anm» m bet er mH ben Irraden i.-nb stummerttztzeo inner Mitmenschen m engem stontotl ftonb 6« mÜBfk ihm rtsra» tu brt stedi ji* bann emofanb rr nw warme Jrra>e ^Ich habe rin» Idee, htrt Morga» T.knr Sie nnrn Rufend! 1 mit mlr fmnmrn unb ein ®iae Bier tr nfm wollen. eMt oste Xogr. ja weiser »tr sehen wo» sich nm bßt.

(Fortsetzung folgt.)