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Nr. 249 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen)

Montag, 24. (Dftober V)2Z

Buntes Allerlei

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hres- ictS-

frist liest quartett fingen.

bei

Oberheffen.

Bad'Aauheimer DerkehrSfraqen.

Lpd. Ir19f a . 23.Oft. Beim U «berschrkI - te n dir OHetfe auf dem ftiiflgtn Bohr.Hof wurde gestern morgen 8,15 Uhr der Nrierv.foko- moHnfi^rer Hermann Yi | cher (Triofa) mm dem elnßahrenden Perfonenzug 783 g t M e I.

Kreitz Limburg.

2pb. Hadamar, 23. Oft Au, der hiefigrn Jürforfleanftalt wo nm mehrere weib­liche Zöglinge au,gebrochen. Auf der Flucht fhktfe in der Dunkelheit ein Mädchen in einen 6 t< I n b ru d) und erlitt f« hr schwere öcrleuungen. Die Begleitertniwti gaben dar­auf di« Flucht «ij und forgten für bte Ueberfufi- runfl derBenmgludten in, Sh-mtfenftau«.

totcflunfl Curnffe und fei chic« stehend btau4>»m Sie Hnb gesioungen. häuf _ Oberfläche des Wagers &u iomtncn. unft Io bat

Kreitz «Isfeld.

b* Alsfeld 23 Oft. Am Freitagabend fand der zweite diesjährig« Vortrag der I hiesigen, unter Leitung tron Studien rat ®tae» I der stehen den sehr rührigen Dürer-Gef eit» | f 4)a f t im 'Cbofiffaalc der Ober-Realfchule ftalt. (?s sprach Prvf. Vielor von der llniverfl- I tüt diel-en über .Georg Büchner". 3n I feinet, gcifiooHtr Sprache gab der Redner ein I Bild von dem ungestümen, jungen hessischen Dich- I ter, der fo früh gestorben ist. Büchner ist fchdn im 24. Lebensjahre gestorben. 9t schilderte ihn als Sozialisten, Vatu Forscher, Dichter, der sich in kühnem Schwung« über die Konventionen des Liberal,-mutz und Zdealisntu» der dreißiger I Jahre des vorigen Jahrhunderts mit seinem un­gestümen Radikalismus fcintregfette. Der Dor- I tragende bezeichnet- den so trüb berftorbencit I hessischen Dichter al» ein Genie von hohem Range, I der mit feinen Gedanken über die Fritverhölttvlle allen anderen Zeitgenoffen weit vorausgeeilt fet Mit feinem Drama .Danton" habe er sich über Me Dettkungsart des damaligen Liberalismus in genialer Weise hinweggefern. Seine Poesie, die, wie der Vortragende ausführte, nicht aus­gereist ist, beseligt und erhebt allerdings nicht. In der .Zeit der hessischen Bauernwirren ver- fahle Büchner eine sehr ungestüme, ausreizendv Flugschrift im Jahre 1834: .Den hesfifchen ßanb- dvten". die aber bei den Hefti'chen Bauern nicht die erhoffte Wirkung fand, fo daß Büchner schließlich flüchten muhte. Bekanntlich hat die heffi'che Regierung zu Ehren des Dichters einen .Georg-Büchner-Preis" ausgesetzt, der alljähr­lich vergeben wird.

Starkenburg.

' Darmstadt. 23. Oft. Im Ä re ie a m t fand dieser Tage eine Besprechung van Vertre­tern des Hach.auamts. des Kreisamts und des Potizeiamts. eines zoologischen Sachver- st änbigen zwc 14 Bekämpfung des Mef - fing käse rs flau. Rach c.ncm Gutachten der B »log 'chen R icheanstait für Land- und Forst- wrrichaft ist bet Käser lange nicht fo griaftcft4>, wie er oftmals hnge stellt wird, und es fet mög- lich. chn nahezu iostenlos mit einfachen Mitteln zu 5efär.rfcn. Es wurde tabct von einer Bekämp­fung deS'ers durch Gas (Vlaufäurc- abge- chen. De Bekämp'ung er.tb durch Tränken der Fu . ab:n mit Venz n unter sachverständiger Ausfuhr erfolgen und durch Auslesen feuchter Tücher, unter btt nacht- tre 5täfer lriechen, bte dann am nächsten Morgen getötet werden Oie Darmstädter Flieger in Rußland.

DS.'l D a r m ft a b t, 22. Oft Da- hessische s t a a t 5 m i n t -t c r t u m har nicht u r.terlaKen, tf) nach dem Sefannfroerben de, -Ä cffal« der reiben if u f t f obrer, die von Darmstadt au, in der Nahe von IS0stau gelandet such, mit dem Bus- roüriigen Amt in Berlin sofort in Verbindung zu setzen Es erhielt solg-nde Antwort:Die beiden ,-iallor.fahrer Honnerlage (Münster) und s <f r r 1 (Darmstadt- sind in Targa (Rußland) ge- ! ir.bct Der Ballon bef.nbet stch noch an Ort und ctrik der Landung Die beiden ?nla{,'rn sind nach I. - -tau unterwegs (Eine Verhaftung Hal " ich t ftattgefunben. Das ru'stsche 8ufeentomm;ffo» rat hat wohlwollende Erledigung bes Falles ju- gesagt.'

"ätzen will.

Laudkrcift Wickcb

T Sich, 21 OH. Seit Wochen und Mo­naten arbeitet der hiesige 221 ä n nergeia ng- verein .65eilt a", gegr. 1538. Miti.icp be8 Lahntal- und des Hellifchen Sängerbundes, mrt 3ricr an den Vorbera tungen zu k^n groren Gesang Swett streit, 'er anlastl-.ch des 92jährigen Bestehens des Vereins am 9.. 13. und 11. Juni 1925 in unfersn Städtchen stattfind. 1 foTL Inzwischen find die Borbereitungen zu einem gew 'len Rbfchluft ge­langt. Der Delegiertentag wurde auf den S. Ja­nuar festgelegt. In ben fehlen Tagen lind die Bedingungen zum Wettstreit an de Gelang-

vereine In ber näfteven und weiteren Umgegend abgefanbt worben. Die IHuf ITf rage ist auch bereit® gelöst worden, es wurden an Mufik- kapeilen gewonnen das Mufikkorps des 1. (Hess.) Drenadier-Bataillons 15. Inf -RegtS unter der persönlichen Leitung des ObernrusikmcisterS Lü­der, (Heften, ferner die verstärkte Kapelle der hiesigen Freiwilligen .Feuerwehr unter Leitung des Kapellmeisters Philipp Sommer, Lich. Das Protektorat des Festes Hot Seim- Durchlaucht $ürft Reinhard zu Solms- Hohensolms-Lich übernommen. Die Bil­dung der Ausfchüffe ist ebenfalls vorbereitet. Auch die Stadtverwaltung und alle Stadtvereine find bereit, an der Durchführung bes Festes mit- zuarbeiten.

Sich. 23. Okt. Der Defangverein .Eäctlta" gab heute einem feiner treuesten Sängervetcranen daS letzte Geleite. seinem Ebren- n itglfebe Albert Oise, ber im 81 Lebens­jahre t-ctftrrben ist. Die Sängerlchor entbot dem Getreuen am Grabe den letzten 6ängergruft, und der Borfitzende Jt Qot) gedachte in ehrenden Worten der Verdienste, die der Entschlafene um den Derein 'ich erworben. Ausgezeichnet durch eine selten feine Stimme und durch natürliche Musikbegabung, war der einfache, schlichte Mann durch Zabrzchnte ein gefeiert er Tenorist des

Beichsschulqeseh

und deutsche Zukunst.

Bon Herrn Kirchenrat TH 1 del. Pfarrer LX. rrftflUen wir folgende Zuschn't

In dem Artikel des Siebener Anzeigers vom ».Oktober 1927: Rrichskchulgrietz und deut­sche Zvkun': \ft gesagt: ..Aach dem Aeichsfchu'.- gefetznttwuTf sollen die abstrakten, nur auf da» ^mnfzendente gerichteten IS-rnuIn .. mittelalter- Ilcher Ahrolog e In den MUteipunV ba» Unter- .jchls und tX6 Bilvun<Z»wc'enS unserer Äinber gmüft werden." Wenn das wahr wäre, dann wäre die Annahme de» 8 TU wird» durch den | Reichstag ein Unglück für untere Kinder. Aber | f» ist nicht wahr G» handell sich für den christ­lichen Unterricht hauptsächlich um die Kons es- ionslchule. Im atriftbdzen Re.igtoneuntemchL. | wo er richtig erteilt wird, werden nicht abstrakte alte ober moderne Gedanken über die Rcll- üion den Ämtern baegeboten, sondern die kon- citen anschaulichen Bilder bet groben Männer - Xten Testaments und vor allem die Ge- -chlchte Jesu und feiner Apostel. Selbst weniger 'laden Lehrer-, dürfte es nicht schwer fallen, ken Schülern, kleinen und groben, die großartigen Aänner bet Bibel nahezubringen und die Herr­ichen Taten 3efu Übristi. feine üderwältigende izahetzell, die 1. nheit unb Heiligkeit feine» 'eben», sein Unschuld Hetz Leiden unb feine end­liche Grb?hung, 3uf.*rrttöung und Himmellihrt nnuflclieiL Das olles llrid Tatsachen, feine : Lof»en Lshren ober Dogmen Das ist der christ­liche Glaube, der dir Welt überwunden hat und ferner überwinden wird. Denn er gründet sich icht auf Me Begriffe von Gott, die Menschen sich gewacht haben, sondern auf den lebendigen. oirMchen Gon. frrv.Iid) für die vielen in unserer 3eU, die von Gott nicht» erlebt haben unb von lebendigem Christentum nicht» besitzen, fbib ba» illes nur Abstraktionen ober auch mittelalter- iche Tberücn c Aber den vielen christlichen Sltern. deren es immer noch mehr gibt, al» an in der Welt berJ, l)M idr «an^s Herz daran, daß thre sttndcr tut Glauben an den Hem, Jtfu» SfrviftuJ unterrichtet, erzogen und erlüch- tlgt toerben iurt tombf geant die 'Ikduhrung ber Well: daft |le heranwachsen zur Gerechtigkeit oor Gott und im lynchen in Gott. Darin ist .inaefchlosfen die Gbdurcht vor hem GSttlichen wenige abstrakt), Me yurcht des Herrn, bte iller Weisheit Anfang ist unb durch die man >a» BSfe mcibel, trtc die Wbel lagt. Dann ift auch cu jddAlollen Me Treue, die wir den QHcn- chen schuldig hnb: den altern und der Familie. >cm Staat und der Kirche. Und ein Hauplstück guter deutscher Zukunft.

Darum Bekenntnisschule oder die chriftllche Limuitan'chule. Mc wir in Heifen und Aach- badchaft schon bisher belasten

Landesparte,tag

des hessischen Zentrum«.

WSA. Aranksurt a. M. 23. Olt Am heutigen Sonntagvormittag fand her der Qa n - devpar tei t a g des hesfifchen Zen­trums statt. Reichst2gsabgeordneter Dr. Dok- k i u S hielt die Sröffnungsanfprache. tn der er in ehrenden Dorten des herftorbenen Minister» v. Brenta nv gedachte.

Obedchulrat Hofmann behandelte die hesfifchen Fragen, sowie die Schul- frage. Da» Verlangen nach Aufhebung der Ländergrenzen sei aus der Aotromtdiakeit au Sdparnissen entstanden. Daft aber der Cin« heitS'taat wirklich (*r't?cmilk bringe, bezweifelte l<. Redner stark. Rehen der unitarischen Jbee sei in He'sen ber Gedanke aus getaucht, btt staat­liche Sribständigleit aufzugeben tritt) Anfchkuh an ein Aachbarland. iltne 3erfb(ittetung iet un'innig. Die ganze Bewegung sei durch Me behefv.Jkn Finanznöte verudacht Diefe mühten von Hessen selbst briritigt werben. Grst wenn die Aeuordnung der Landergrenzen allgemein im ganzen Reich zur Gntscheidung aeftellt werde, cude Hefieu fid) auch mit d.eser Frage besagen. Den demokra >chen Dorichlag e ncs Bolts- cntscheids über die hefsilche Selbstankng^it lehnte .der Redner ab, aber nach der Aeuwahl solle ein tntetfraflierteilet Ausschuß zusarnmen- treten. cer sich mit d.eser Frage briatzt. Zu der 2 ch u 111 u fl c erklärte d ?< Xcbncr, von allen Ka.i7ol.len *vi da» alte Re chsschuigesetz als un- bcrea)iiflle6 Ausnahmege etz emplunoen worden. Der ctaat muffe eo den Del oulchruungsgruppen überlalfen. die Schule mit hren Ideal er, zu eriullen. D20 neue ReichsfchuiGesetz fei n cht ber- faifu:^gsrDr.g. Wenn .3 Hellen dir Kosten für die Bor.e'^nlle um 2 Pr jent eri/vht würben, dann lafk lich die kon'rifionelle Bolls'chuie durchführen.

Änschllestend sprach AechlKanwait Dr. Lockiut über die K e i ch s p 0 l i t i k. Besonder» berückstch» 1 flte ber Brdncr die Heflen betreffenden Fragen, benen er die Brfatzungssroge vorc: .stellte. Da» Deutsche Be ch :be em '.stccht auf Luchkbung I ber Bdeftunfl, besonder» nach Locarno. Such bte KrieasfchuldiSge fei zurückzuweifen, und in L efcr ifrcfl.? stelle er sich hinter die ^ussührunaen Hindenburgs. Die Realfteuern feien in Hessen !a hock», wie in keinem 0nieten Lande des östliches. Don e.ncr Erhebung der .sten st.uetn dürie daher keine Bebe fern Die Mittel für die Besoldung co* Reich »«geben wer: Lurch.

Achtung ber hessischen «ns pruche an das 1 e t eft will ber Bebner einen Äusschuh gegründet Minen, der k'e Ansprüche gegebenenfalls bis $urtt ' Reichsgericht verfolgt. Ann Schluß kam dest

man denn diefe Larven gelötet, indem man die Oberfläche der Sümpfe mit Petrrleum bedecke In Allam hat man zur Berglltung der Larven eine Alllchung von Pactler Grün und C;' > ver­wendet. Me auf die Oderfiüch? der 1 :> loten Gewäller gestreut wurde Obwohl dieses c^ist die Larve gut ausrvttete. wurde da» Land aber doch nicht von Moskito» befreit, und man hat nun orfaimt, wie Dr. Halfvrd Rost In einem Bericht mitttilte, haft Me zunehmende Berwen- bung von Bambusrohr für Zäune an manchen Orten die unterbrochene Kette der Krankheits­ursachen wiederherftellt. Die Bambi'.srvhrc kön­nen nämlich Wasser m genügenden Mengen ent- hallen, um den Moskito-Larven ha» Fortkommen iu ermöglichen, und man wird auch hick Bam­buszäune beteiligen müllen, wenn man die Ma­laria aus Allam gänzlich vertreiben will. Sine ähnlich« merfnnrrbige Verkettung wurde kürzlich hn British Medical Journal aus gedeckt. Ss handelt lich um einen Wurm, der al» die Ursache einer löblichen Form der Lungenschwindsucht bei Katzen bekannt ift. Dieser Wurm verbringt einen Teil fetnes Lebens in den Körpern der Mäuk unb wird der Katze erst dann gesährlich, wenn Mefe eine mit solchen Parasiten behaftete Maus ge­freßen hat. Die Aatur hat alfo in dlefem Falle erne ihrer Verkettungen dadurch geschützt, haft sie sie mit einer anderen Verkettung verbindet, denn um die Katzen gegen den Wurm zu schützen, wäre es notwendig, ihnen den Mäuseiang abxu- gewöhnen. der bekanntlich cm Lebenstnstinkt des Tieres ist. Das Studium Meses Wurmes ist des­halb von besonderer 'Bedeutung, weil der Para­sit in vieler Hinsicht dem ähnlich ift. der die Lun- gcnlchwinbsucht bei Rindern Hervorruft. Alle diele Deriettungen erinnern an die berühmte Gclchichtc. die Darwin von den Katzen und bem Klee erzählte. Der rote Klee konnte in Aeufee- I land nicht gedeihen, bi» Hummeln zu feiner De- siuchtung eingriührt wurden. Die Aefter der Hummeln aber wurden von Wühlmäusen zerstört, und die Kleernten biteben schlecht. Gut waren Me Ernten nur in der Aachbarschast von Dörfern, in denen Hauskatzen die Mäuse töteten, ohne sie zu fressen. 3e mehr Katzen es gab, desto mehr Klee gab es ft mehr Kl«, desto bessere und reichere Weiden unb insvlgtdesfen me$e Rind­vieh und mehr Fleisch. So bestehen überall in der Aatur Verkettungen, deren einzelne Glieder

« Bab-Baubelm, 23. Dfl. Die unter dem zlorfttt von Notar wtahl stehende Verkehr». kommission, die im Frühjahr diese» Jahre» n>s eine rAsöhrige ersolgreiche Tätigkeit zurstckbllcken konnte, mitt ihr Arbeitsfeld bedeutend ver- gr öfter n und In monatlichen Sitzungen, die die Hebung des Verkehr» betressonden Fragen ingehend beraten. Me letzt staitgehabte Dollstftung '-ei0rach Im Anlchlust an den von Notar Stahl erf! 'rieten Rückblick über die obgelaufene Kurze t In hr reger '21uo|prad)e den zukünstigen Uu|- nabentrtU der StommlHlon. Wie ehr ber elrzctne hier an dem Rurbetrieb interelfiert K ba» Ist au 3 einer sehr lehrreichen Statist,k zu ersehen, hfc .'21 Murgaftc aus |e 1000 ömroohner nährend für Babcluibte wie Wiesbaden, Baben Baden, Bad Homburg ber entsorechenbe yeraleid)»,üb aav\ mcfentild) geringere Zahlen auf. weist Gin» nicht hoch genug 311 bewertende Bcbeu- funa für die Heduna bei Verkehrs unb des öe- ichaltriet en» ift Badlauheim in feiner (FigenfAift als Kongres,stabt beizumefsen llurbirektor .> Boehm er konnte auf die vomügl-che Veiucher. zahl dieses Jahres Hinweisen, während Kaufmann 'l i ck e I als Vertreter des G1n*e(hanbri» die gerin­gere Kaufkraft der Badegäste im Brrglrich zu den Borkriegs|adren beloncn mußte, wie auch die lab iiche bah trotz aufrodrhftrebenber Ireguenzkuroe die Umsätze in der flofrflnbuftrie nicht gestiegen leien. Auf d'e «lankurrena. die dem Hotelgewerbe durch hie ui nehmende Zahl her K n ft a (I » erwachse, wurde im Zu'ammendang damit von ver. Ichledoner Se k hlrgerolrien. Sin besonderer Sus- ichuf, 'oll die Frage ber sturhelme prüfen unb darüber btr.au» lieft auch mit ber Angelegenheit einer Neuorganisation be e Verkehr»- vereine beschästlaen Oegenftanb der Aussprache waren auch die Orchester - unb Dirigenten- fragt und wohnung-politische Erörterungen. ^er Kefamtbefuch de* Bade» betrug vom 1 Januar bi» 20 Oktober 37 100Perfonen, von denen <ur Zeit noch 115 Badeaäste anwefrnd gab. 3u ber oben erwähnten Bedeutung. Me Bad-Naubeim al« RcrgreftflaM zukomme, nahm 1 briacn» r.bM auch Bürgenv ster Dr. Adi in einer BegrüftungeanfpradK beim llelsuchen Dano- lerrertag in IntercHanten Ausführungen Steilung. (Er beklagte da» Fehlrn eines grefteren Saale» in X-r Stadt da da» große Ronterthau» während des rammen0 für größere befstsche Landestagungen olcht in Frage komme Bad Nauheim muffe unbe- Mnat ober noch mehr Tagungen bekommen, lamit st hier die Saalfragc zwar nptftjidtt fo akut wie In Friedberg, aber die Schaffung elneeqrohen Saale« dürste m t zu den wich- 1 gfttn Zukunstsaufgaben unterer Stadt geboren, roer.it sie ihre Eignung ak» Kongreßstadt voll au»-

oft schwer kl*ufteUen lieft, deren Kenntnis «ber von großem Runen feie kann

Der Schupo auf bnn ftomcl.

3n den veriallenen Weiten der Kalaha:,- Wüste begegnet ber einsame Reisende ab uw zu einem Marn in blauer Uniform, mit einem Re­volver tm Gün<l, der auf .man Kamel daher- rntet. Das hnb ti: Mitglieder der südafrika­nischen Kamcipolize'. die mit dem berittenen iizistrn de» kanadi'chen Belarkreife» wohl das | einsamste unb mübevvlltze Leben unter allen I Ccbuplcuter ber Weit 'ahnen. Ihr .Revier- tun- faßt über 10 000 Ouabrcf.ilomrtrr fandigen. von bet Sonne au^gedörrten Gebietes Das Rusfpüren unb da» Verhallen von Verbrechern ist die ge­ringste Arbeit bte ihnen obliegt, denn es gurt wenig« Udxrrrckr des Gesetzes in der Kalahari- Wüste. Ihre Obliegenheiten bestehen dauplläckp lich darin, Steuern bet den Singeborenen rin- zuzicben, ba» Rmbvteß zu unter'uchen. ob e» von der gefährlichen Rinberpeft brialtcn ist, den Einfall von Heuschrevkenlchwännen zu melden, meteorrlogllchr Beobachtungen zu machen unb die Listen von Stimmberechtigten in den verein- | zelten Dödrrn aufzuftellen. Die längste Zeit ver­bringt der Schupo auf dem Kamel damit, auf J langen unb gefährlichen Wegen die Sanddünen 1 ber Wüste zu überwinden. Wallerlöcher lind tn diesem au»gedörrten Land friten zu finden: nach Regenaüffen wächst eine (leine Düsten- meione. bie Tzama g.rnannt wird, aber sonst albt c* nirgends eine ^frucht. Sv muß denn der Schuhmann, der nach einem entfernten Dorf rei­tet, fein Kamel mit Wasterfäcken für wenigsten» 14 Tage beladen: Revolver und btSwetlen auch Oewehr führt et gegen die lleinen Banben wilder Buschmänner, bie gelegentlich den Weiften mit vergüteten Pfeilen angreifen. Gin dicker Mantel unb Tücher find notwendig, denn der bei Tag glühend (trifte Sand ift bei Aacht eiskalt. Flctfch- konferven, Ter. Milch, Zucker und ein tteinre Ofen venwllstänblgen Mc Ausrüstung de» Ka- n-ellchupr». Tagelang fitzt er dann auf feinem Rtitrier, über die blendenden gelben SandflSchrn hmttottcnb. Augen unb Ohren von feinen Sand- kornern gepeinigt, ohne den geringsten Schutz gegen Me furchtbare Hitze. GS gibt keine Bäume, feine Flüsfe unb keine Weiber in bet Kalahari, aber stets besteht die Mbgllchktll, daft man sich des QladMti auf einen Skorpion nieberlegt. Der Wüsttnfchutzmann mag eine ganze Woche lang reiten, um einen weiften Mann auf einer einfamen Siedlung zu erreich7,t. der ein Formular für Me Steuerbehbrbe auüüllcu soll. Die Kamele, bte tn ber Kalahari benunt werden, stammen aus dem Sudan. Der Polizist legt tn normalen Zeiten gegen 60 Kilometer am Tage zurück. Wenn aber größt Htufchreckenberben die Weideplätze am Rande Mer Wüste bedrohen, bann legt der Schutz­mann manchmal 125 Meilen tn ber Wüste tn 24 Stunden zurück, um Me Nachricht nach dem nächsten Telegraphenamt zu bringen ba» sie dann den Züchtern der umllegenben Gevtrie mtttdTt.

Kreis Aricdbcrg

pb. Butzbach. 23. Ott Kurs nach 1 Ufte ciflrn, gestern nachmittag plodllch ein Wild­schwein in ber Gärtnerei von K. Schmidt In der Deiseier Strafte, lief durch diese bnnch, und die We-fe!er Strafte toelher nach ber ©tabt ju, wo e» in den S ngang zwischen GafS Schmidt I und der Möbelhanftlung Steinhäufer von einer i größere 1 Menge Menschen verfolgt, lief. Gin Sdiutx». 'er an der Sttafjenkreuzuag an der Post stand, retfMgte es ebenfalls und gab in diriern Gang e:n paar Schäfte auf ba» Tier ab, woraiH e» nach ber Amtsgafto ju teeiterbef, imb tn dem HMe be» Landwirt» Sauerbier Zu­flucht suchte. Hier wurde es dann von bem =xlxttro zur Strecke gebracht. Das Tier bat «in Gewicht von ca. 163 Pfund (Siner der ftie- ftgen Zagdvächtrr lieft das Tier bei her Schupo, bie es ix>tcrft fichergeftellt chatte, abdc^en unb nahm es in Berwahrung. GS entftan'» iriort Me Streitfrage: Dem ybört die Wildfau? Der Stabt, 'er Schwpo. dem Hofbesitzer ober den ^agdpächrern? - Der Warktplan fiTftt uir Zeit wie ein Kriegslager au» Gestern bat : ie Deurichc Afpchaltgesellfchaft da eloft iboe

I 3Nifch- und K.chmafchtien crufgestel'.t. um mit

er Asphalt i erun g der Wetseler und I Wetzlarer Strafte am Akonlag be» I r.nnen. Bei etrdyma^en v.aam Wetter foH :«r Alphaltbelag bis zum 5. 2ixvmbct fertig I au igel 7it fein. Dann w.rd Butzbach eine tadel- I los« Durchs-ahm strafte haben. 3c- 'v nerrb en I Frühjahr wirb harnt noch Me Strafte nach Griedel bis zum Oftbakmh^ neu f-rrot *:llt I unb ebenfalls asphaltiert werben, f? baft bis zum nächsrjächrigen Dauntrnstst das hier obre- 6al:en wird. Me Butzbo-cher Haupt straften '.ch I in gutem Zustand befinden.

Merkwürdige Verkettungen in der Jlatar.

Die Maßnahmen, bie jetzt tn Allam zur Ans­tatt ung ber Malaria unternommen werden bieten wieder einmal ein 'Beifpiet für die Wahrheit, daß Krankheiten feiten Gricheinungen für 'ich find, sondern daß lle nur Giteder öarftc:irn in jenen merkwürdigen Verkettungen ber Aatur. die die Wr||enfcha|t erst langfam etfmnt. Als die Gr- reacrin der Malaria hat man eine bestimmte Moskito-Art erkannt, deren Larven zu ihrer Gat-

Preußen.

Oie postvefchVerr»en aus dem Rlecbaditat.

> Hochelheim. 11 Oft 3n 1tr.tU des . Oirftenc. 5. zen»er»' tft bereit» > ' Me mit IWt Dostdefsrdckunß nach ber hirit»rn Wgmiur oert»unbr«f^. öd)n>ten»!cl1rn dinge wiegen worden mch)en her jivaftpouverk.'hr auf Ser L'mie röeplai- ftoch!be,m ir zw'chen eine w «ni- Itchc < n dirantur , «l-ähren bat hoben sich Me l-oftnerha, ."5 tör Me b:< ;* akmcinfte noch uw* kehr ntze tk uu crhcl »etzi nur ch 5R .loodw unb cam^rogtconnittiig bn irocheiheim durch, an den übrigen logen verieh't .» nur bl» Gvotz» Nechienb.ub. An d.e en lagen, al-a Montag. THen»- kig Donnerstag und Fre log. mutz der htefige Post- fchai'uer daMirch, daß dir ^."l.'zentr; ftocstribetm noch immer bem DberpoftMnrtnea»flfb-ei Fi rnfftirt unb damit den Vsstamt Wetzlar zugetri'.t ist. b-r Boschachen tn hirvtz'.1kchtent>ach u-it Voitouro ob- holen. Nrn In Meier *cbr umstänblichen Bastbes^rde- i..ng einen "JBanOel unb dow't eine Veroefterung zu 'cvas'en. wäre e» bringend erwünscht, wenn bem von der.n'einbe gestellten Anträge .aus Zuteilunfl her diesigen Postanentur zu dem Dberpoflolrfftion»be|lrf Darmstadt dzw bem Postamt Gießen baldigst enlsprvchen würde.

Greift??lorburg.

id. Hochd 0 r n , 13. Ott. Hier st a t d der weithin betanntt Ledrer i.5t Sußman n Mit dem Ver­storbenen ist eine Peri-ni,chfeit baMngrgangci. n'ie sie in unserer matfruli gerichteten Zeit Immer seltener werden. Die Lielfeitigkeit biefe» Manne» kann hier nur kurz ermahnt roerhen. Qtn £ mmrl- gerne .r|i?i> Fange», hnt er ein lange» Leben bin- durch keine Opfer an Zeit und Gelb gescheut, um auf den I»er>chiebensien Gebieten dochwettwe Sachkli unb Gegenjt.'.nbe zu einem kleinen Museum zu veremigen. Die Schaukasten mit buntfarbigsten Foltern unb Räfern nfro., die l-rfonber» le den »wette umfangreiche Munzlammtiuuz füllen medrere Raume. Unter den fossilen wrgrnftdnben ift wohl der mrrf- n> irbißhe ber In ber Nahe von fto'lel atisae,'unde"e ! --lotzzohn eine« Mammut», ein scltrne» i'orfomtn- I ni* in unserer vuUonischen Formation, ein Zeuge, i bdft bi<|e» vorweltliche Tier auch einmal bei un» heinaild) war. Auch ein Exemplar jener schönen asten Truhen, wie man sie nur bei ben wodlhabenden für- laclsitchen Bauern ontrifft, seh« In birfer Sammlung nicht. Ilm bie Heimatkunde hat Suftmman sich burd) seine (Tbronit de» Hochbärner Kloster» *<hr verdient gemacht. Sußmann roor rin aller Ku.helfe i-on der coftic bi» zum Schritei. Vie oerlo:e-e

ertragen. 3m Umgang war er ein maspnechevder. lieber Mmich Seinern Sohn, hem jungen Lehrer äuftmann, dürste mm bie Aufgabe zu fallen, für bie <rrffalhmg ber väkettichen Samn*mg Sorge zu trogen.

«reift Ziegenhain.