!tt. 249 Erster
(77. Zahrgang
ütoMtag, 24. OTtober (92Z
(br|*«t*i täglich, «tz-- Sonntag» unb 3etcrlag»
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ftr tfrabtne#- r*t1r* lljciftt eid)«L Pel|d)<d1a!tto:
.ttewfhin am Mai, 118#.
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Dr»F im^Dnlog: VrLhi'sche wwb Skln^nMltrti 1L taiue in Sietzen. Sdfriftkitting unb 6efdftiftiirt!lr SAnntraM 7.
»m lijtiira ur bk lagonMUMt bte Xa^emeg t>orb<u
Prtil Itf l awn ftr tnyi^rn wn 27 mm BreUe ürtiid) 8, surolrti 10 Äei**pft*Ktg; ftr Re» Irtawitun eigen von TU mm 'S rette ;<6 Reicheplcnmg, Vtetzvorfchrtst 20' mehr, ffbefrebaktevr
Dr. Fr»eär TUub. Üangt. DrTJntmonh* lerVolmN Dr Ar tBUb- Vnnge; ftr 3«iiiüft6n Dr H Thynot; tu; den tbrigtn Teil frnft T’.ein-dxir; ftr ben An» Jetgentt! Kurt ßiBmann, 'imtlt*) ,n Wcfce-.
Parker Gilberis Warnung.
^Regierung, Reichstag und Reparationsagent
Sem txm tK>m(>eretn »eraortiieten ’jbn>aza:.im bet Refl.mn. tgpärtrXtn entftnwfctnb, hat ber Ket<t)«lag b.-rrtf* am öa.raiaa, alfo mich fünf- iäfllger Qhtxit, feiner x^pt1d>ent<njiHig ein Srrtv xreifet Pie t>eci Hauplpr--granempunkre bteter 3ttrtfd)cirtd»unQ fbit». lotoetl angänakl. etie^iot DorbriL T«a4 Oie l<t>< I 4>u l fl« f« b bat Ovet La« m Anf peuch (jmouniwt unk» ist an ben xtifdrfHn BillnnqMa iteHchu f) oegungen. Heber 'ein Otbidlal wird erst tn gerawner 3di ent- Sieben uxrben.S'ot Bea m t e n bef o l bun ßÄ- gefet) tll 0144) nach eattAjiger Desprochung an en Mstäichigeil Aasichu, gelang i dm» hecht in den Hau»txiltunatau£>4xiAber iver berttte <g1 fi^jT Mb mandxti ne Ükrk tfr. da» Mgtn» tnoerc Dc.'X’irtuna Haden kann, indem bk- Jtaf- men duochtoeg ihre Führer bi den Hon^dal- ung»intof-:.'j' eiiNandt haben, um lünMh nnter- ■ monber und mit der Juegterwifl in Mhtu>Hi lein bi tinnen. Da» Schicksal der 2oria,rr tbcc tie Aufbesserung der Beamttnybtifcer ist trotz «Ilern, trxM wd'dKtl wird, ungeimt). Schi ich!ich It cie4> noch r.- erste L'elu.ig de» Re i chs - versocauiigöaesetze» voigenomiren woran Richt au! Plc JaQM»timimg dieser kaufen Cellion tt .nie i-at LiquibationSfchLben- kefcti gebracht metiKn. da diese» ^nächst noch int R i>. nvirlschaslarat zur '■'X'fluUi.lung steck! Und noch nicht einmal an den Reichs rat ctiartj*. i t. TLi4) !>:ssen Lch.cksal M infolge eine* unge- wohnlicken Schritt«. l>?4 separat innSagenten nebr gL6 zweiteihaft geworden.
Die otinimung tm Reichstag war von Anfang '•mofrairn gerieten sich in icharfster Oppoj.ion, K>a» an sich ihr gute» R.chl rit. Der stöhlen- Icrflurbclterftrrlf warf ferne €d atNn Über tM lirrOanblungcn und tt bat nach am letzten Tage . .i? lei-chchc tiueeiuani><nebt"i!l ho rüder d^deii. ob Die an niglich vom Rein ^ardeilsminif ter m Aus- h: gelielfte Befprrchang der fozialdemvkrassschcn nlcrprUation in aT.brtnuhi der ncränX’rtcn Lage auch Ergehen »ee Schiedeiprnches vor sich gehen soll oder rndjt. Der Degenband ist von der Tage»« arbntuig adgesetzt word.-n nach ber 0rNärung beo 7.e.chsordeitsmmister- das, nach Ergehrm beo Lchi.dsipruches. so lange noch lerne lknilcheidi'ng »jr-ibfr. nb er für verbindlich crflän rverden r.-sse. oartteat eine Besprechung nich« angängig sei, di sie dem i* in greifen tn ein ich webende Verfahren gieichznjesten wäre. Auch da- :t bat sich die Mehrheit be< Neich-^age» ettioer- r nden er!13rt.
Lin ivhr i .-.an ..nehme» nnd bsfchan.ende» Lnd- spiel berrhek-n b« Nati onaiso zialisten In rn.icni B mbe mit ben stomn . nfixn am Schlich > r tarrn T<> uifl. Sie wollten umer allen Um itinbcn ein- ‘M c r l u n fl e r u n fl der Session er- LMingtn und ber t-.n bayi da» ltzefetz über Ms Sb kommen n : der Regierungskowtnifston deo Siargeb ete» über hie Sozioloerncherten. Aste an* > ren Parteien Hatton im .'leit «tenrat ihre Zu - Itimmunp erklün liefen (»i,>e,icnnr»urf in allen 5-ei Lesungen mg^hinden durcht-hen zu lassen, um *i n schwer bedrängten Saarländern die Wohlfaten d-r Sostalversicherung i.ifonunen zu lasten. Trog- >-m und trpfi nIler Bitten sowohl de» llheich-üag»- prfiflbenttn wie der Verirrter nerich^Xner Barteten t ost der unoerf.nmhartn Empotmna rn allen anbe- . n V*'N. ■ ■ blieben bie '.llativ'' '.lsoz: listen bei 'rem '^torh . en. und so o-rniehen sie setzt den. trau- rgtn 9iubm, dast die Saarländer c ;f die Erfüllung e ne» Versprc t*vr.: vier Wochen länger i? arten müssen Mit di dem Mi st'lan . ging der Jetrholag nach fünftägiger Beratung auseinander.
Cajon die Dera.una dcs Reichvtchulgesch- snlwudiS. mehr ab« noch die der Beamten- Aufbesserung stand unter dem Druck eines Dor- yhenS des Rcparationsagenten. Denn ran die D uge rn j.g und '«ächtern betrachtet.
must man zugestehen, daft schon in seinem <hten V.crlesicdreöbericht 'Varker Gilbert an Sie Adresse der Beich-regierung. dcs BeiL s- .,es. der xÄnber und Gemeinden eine sehr ernste Tarnung und Mahnung zur Svar- 1 m t e i t erlassen hafte -s Äanh eigentlich in ^was grellem Deaenfan dazu die Höhe ber Eummcn. um die es 'ich sowohl beim Schulgesetz ie bei der 'BcrnntenjcftHbun.i ;mb desonkerS d : «nt'chädigimg der LuÄanddeutfc^m handell.
er einen cttDari tic'-ercn Srnblick m die 'Per* Mltniffe hat. ernpiand immer Üeigent-es X11>- behagen, bei dem Seda nie n do» Für einen 6tn- druck die Häufung dieser ür. ci. ielnen und an ich iweisellos nicht nur gerechtserttgte i. sondern notwendigen Suvoabcn in einem solchen Augenblick auf daS 2»sland machen müstte Dir find nun einmal mit dem Äu^ ande durch
die QlotiDcnbigleit. 5!r.ea^er. ichädigung zu beeilen und durch daö DaweSabkomn.rn c;;g der- -nben. auch ber Rete'«. oankprL ident sowohl wie - Reichs regier ung hatten immer wiek-cr zur i3ixir amkit gemahnt, und nun hat sich der Re- craii r.xc. rcran af.: gciehen. in dic'ern -ugeitblid, wo der Reichs.aa solche finanziell ILwervie.ende.- "Sorlager tur D'.ircharbeitung an Mc zuständigen 2uü chitssc überto:«. von neuem feine warnende Stimme zu erheben. .'>,cr ha: die "Reichsregieru ig eine, gtiir.be ge- ligt, merdoürdtge "Rolle gejp elt. Der Reichs- siranzininister hat den '^artctf;grem trotz allem
die Jinanzlage so rosig gemalt, daß sie annehmen muhten, c» umrden sowohl btc z5eamxnaufbelfc- nam wie die Vigutbati?x6entlJbigung ohne die 3 r 1 d) 11 e fl u n g neuer iLinnahme- quellen auA Äelchrc.nnagmen «zahlt werden Lbimen Jn schroffem Gegensatz dazu sieht ber Schritt de» Aepaianonsageiuen. der oifenbar das Gegenteil sagt XInd nun Mit die zurück, wohl r-tll sie nicht den Mut hat, der Ccffcnllidbl.l. i" -ren IBein eintzuschen.'en. DaS iA ein unerträglicher Zustand.
Sitzungsbericht.
Berlin. 22. Oft. (VDA.) Da» Hau» setzt die elfte Lesun» ber Novelle zum V e r ' o r g n n g » - qeseg (Lrhuhung ber Xticg-bescha^iglcr.bezuge) rort. Die Vorlage wirb dem Au»schus, für Ihleg»- betoäbtgtrnffoflrii übcrwiesen. Er folgen bie Inter- icllationen und zlnträflc nun mitfelbeutschen Bergarbeiter ft reit
*Jteid)»arbeit»minifter Dr. Braune erinnert daran, da st gestern ber Schiedsspruch gefällt worden sei unb fügt i,in$u: Ich erwarte »wch In ben nächsten Stunden die Mitteilung der bciücn Borteicn u »er Annahme oder Ablehnung de» Schiedssprucktes szall» nicht beide Parteien ihn an- nehmen, werbe ich noch heute Über b'e Frage btr Verbindlichkeit» ertlärung entscheiden. Aus der Tatsache, bast sich beide streikende Par- U-ten über die Linzelheiten einer eventuellen Wiede raufnahme ber Arbeit am Montag vollkommen geeinigt Haden, darf man roohl den Lchluh itvben, dost auf beiden Seiten der Wunsch unb die .'wssnung ae( Ärdert.^nfnadme am Montag besteht.
2U>g Dr Scholz (D. Bp3 beantragt, bei die- (er Sachlage die Interpellationen tntb Anträge von der Tagesordnung abzufetzen.
Abg Wei» (Sott) bedauert ben Antrag der Regierungsparteien. Der Aiesenkampf sei von den Bergarbeitern mit (Errrgte, Tatkraft unb Ruhe ohne jede Ausschreitung geführt worden. Io datz man auch im N. ich »tag in voller Sachlichkeit über die Ursachen und Folgen sprechen könne
Der Antrag Scholz wirb unter Pfuirufen der Kommunisten gegen Sozialdemokraten, Pblk.sche unb Nationalsozialisten angenommen. Die Anträge unb Interpellationen find damit von der Tagesordnung abgelebt.
Auf der LugeSordnung stehen noch bie erste Beratung einer Abrede zwischen der deutfchen Regierung und der Reg.erungSkonr.i'.i''ron beJ Saar geb iets über Angelegenheiten der Sozial- erflcherung des Laargebtcto. Die Borlage wird tn erster und Atixtcr Beratung an- >',en«nmen_ Der dritten Beratung wird von Dem Äbg. StLhr (2att-Svz.) widersprochen. Dieser Widerspruch, durch den M? 2ln- >.ahme ber Vorlage vor bet vierwdchigen Sitzungspaufe unmöglich gemacht wird, gibt Anlah au •ntrüftung^hm^ebungen verschobener iAbgeordneter. Prülldcitt ööbe: Mir wird soeben von einem "Regierun zSvertreter mttgrteüt, hast bie Sozialrentner des Saargebiets bl» zum 3 a n u a r auf blc Erhöhung ihrer Bezüge warten müfiten. wenn die Dorlage heute nicht angenommen wird 3<f> weist nicht. Herr Qlbg. Lröhr. ob Sie es verantworten können, durch Äufrechierstaltung Ihres Wtderfprucheö diese Wirkung für die notleidenden Sozialrentner zu erzielen.
Abg. Stöhr: Sie tonnen ja am Mon- tag die dritte Devatttng vornehmen. Ich halte meinen Widerspruch aufrecht, (thrt- riHhmgäfunbgelr.mflen. i
Bv^ttdent ßoebe: (Segen bleien W.der- spruch tonnen wir bte Dorlagie nicht anneh-
Lin Tischgespräch mit Lloyd George.
OaS russische Problem. - Die Revision der Ostgrenze. - Der Dersattler Vertrag nicht unabänderlich.
Berlin. 22. OT1. (2U) 3n der Sorm- tagsausgabe des .Berliner Tageblatt" oeröffentheb. tt'^rebofleur ^.^ctki-r 2Dolff ein .Tssch- besprach'. daS er in 2lmvcsenheit bej deutschen ibc|anbtM>clUrat6 Oraf Dmiftorff in dem Landhaus Ü I d b h George» mit dem Führer der englischen Liberalen geführ hat. Da» Se präch er^redte sich auf arte zur Ze t aktuellen pvlitt- 'chen Fragen sowie auf die Äustenpolitik Deutschlands und SnglandS vor dem Xricqc. während des Rrieges und nach dem TDassenft.lli'aud. 2ll.S D<r,i in'.ere fanten Stört erringen teten fc4genbe Sinzelhe.ien wieder gegeben
Lz:o.)D (Deorge auhcrtc. ohne gcrube einen trimnvhirrenden t)ptim:smus zur Schau zu tragen. die Hvittiung, es werde bei den nächsten Wahlen eine Majorität au« Liberalen*und Sozialisten zustandetori- men. Wahljahr nannte er jedoch da» Jahr 11#29. Zum Prodi em Rnstland äußerte Llohd Oeocgc die tinsicht. her Dvljchewismus in Ttust- land nxröe vielleicht ruch zehn oder selbst zwan- ,ig Jahre >.ch behaupten, und hinterher werde eine Diktatur kommen, unter irgendeinem starken Mann. Das könne sehr wohl z. B ein rvtzli fein. Trotzki, der Fähigst? von allen, 'ei ja gva-ih in der 2Uü e.arolitif jetzt noch radikaler als bie anderen, aber das K-ten möglicherweise nur d.e notwendigen Begleiterschttnungen 'er Opposition.
Europa werde ein aan z andere. Sc sich! haben, wenn erst Nustfand nlebrr in bie poliliiche Arena ein Irrten werde. 2!ub im gleichen Sager.- blid werde sich bte Position Deutschland, sehr erheblich verbessern, d nn r» werde dann an seiner Selle ern wieder qeträfllTlc«» Ruhlord hab n, da» auch viele» verloren hol und bemüht sein wird, manche» davon prüdjagen»inner.
Ged 'iüber dem Einwand, dost kapitalkräftigere Machte ur.» wenig Platz lasten könnten, iah Lloyd ®co;ge auch die Frage ber deutschen Äap.talbilfiung mit schmeichelhaftem Vertrauen an. Die Furcht G" wjetruhiand; vor einem aggressiven Vorgehen Eng- lend» irflärte Llend (ürorac hir uiiagbar unsinnig, niemand wolle einen Äri-g. Es sei auch töricht, be i Kommunismus zu furch' Er gab weiter zu per- f?:bcn, daß er auch btc > tichc Boickik miftdillipe, deren letzte Weisheit ber Aioruch der Beziehungen zu Moskau war
Das Gelpräch wandte sich bann ben Verhalt- nisten in Deutschland zu Stresemann.so meinte filonb «ncorge, habe eine rortrefs iche Vclittk ge macht Diese Politik der Gcbulb unb der Würde b-ibe cud) die o'kentlich? Meinung in England 'ugunften Dcuttchlands umgcftimmt. Tbcador Dosts wandte rin. <- >ci leichter, die Geduld zu bewahren, wenn am Ende der 'zSrge, da» Ziel sichtbar sei. Wir ve:m.ch:cn leider noch nicht am 5kce-.be Dan- jig und die L'-iunq der Sd-t torfrage zu sehen. „Sie cifien koch/ erwiderte Lloyd George lachend, ^dast in ?:r ganzen Geschichte noch niemals jemand mit den 3okn fertig geworden ist. Denn Deutschland nur feine Politik des geduldigen Abwartens b.i behält, wird auch e ne Löjuvg der Dftfragen zu nnden fein. Natürlich kann man zu jeder Nevifion nur durch den Völkerbund gelangen.
kll'brtgens bin ich sehr erstaunt baribtr, datz tnan bisher in Deutschland in ber Diskusston übet bie Revisionsmöglichkeiten sich fast n.cmal» ans da» von (Hemenceau unterzeichnete Schreiben, da» bein Grafen Vrockdorff-Rantzau In verfall- le» übergeben wurde, sondern immer nur aus den Artikel 19 de» 5ricbeneoertrogce berufen hat. Der Artikel 19 spricht da. Recht de» Völkerbundes, unanwendbar gewordene Vertrage zu revidieren, doch eigentlich weniger klar aus al» dieser Brief. Nilson unb Ich — Nilson war in ben Oflfragcn noch polnischer al» selbst die Franzosen, denn er stand unter ben Einfluß paderewsss» — haben bie Sätze, bie sich auf bie Revision beziehen, mit Ck- mcucean formuliert. Gegen ben Artikel 19 könnte man vielleicht nnwenden, er betreffe nur einzelne Vertragsbestimmungen, nicht bao ganze Werk. Da» Schreiben ist für Deutschland viel verwendbarer, aber natürlich must der IDeg immer über ben Völkerdunb gehen." — 6» handelt sich um ein Schreiben, In dem die Alliierten, am 16. 3uni 1919, uie vom Grafen Brockdorfs-Ra «hau geforderten Abänderungen ber Vertragsbestimmungen n b l e h n f e n, und In da», auf Drängen Lloyd Ge- -rr,e» und Oilson», der folgende Satz eingeschaltet worben war: ..Der Vertrag schasst gleich.eittg da» notwendige Organ, um alle internaliona'rn vro- bkmr auf bem Dege der Diskussion unb der ver •fänbignng ftiedllch ;u regeln unb bi- Mittel zu ; oben, ön-h die von 3 eil ' n Zelt bi< " •
tung von 1919, indem man ste neuen Tatsachen nnb neuen Umständen in dem Matze, wie ste sich einHeOen, anpatzt, a b g c ä n - dert werden kann."
2'. übrlich würben brnm b.* nöHerrn llir.« bt- DasfenstiUstandeS und
3fr.tri:te CnalandS bi den Stiege, rtert. Lloyd C^enrnc vm^uherle. er fei über asch: gevetcn.
Dcutrd>I jnb dir TD'ssenstUlst and-bebingun- •en akzeptierte, statt mit feiner 2lrme- .ihitcr den Rhein zu g^hen. Dann wäre er ge- • öiigt getixrcn. nach London zu fahren und ir.rti ßanbileutc i zu erklären Jjr könnt den . Frieden haben, aber er wird nicht ganz so ouS- fc*xm, wi<7 ihr euch die Sache vvrg. eilt hab». .Deutsch! and batte keinen richt igen Führer, tne TZiktärt ha ten ei nichl machen tonnet, die hatten aboewirtschaltet. aber der Führer bat auch gtiahlt.E Lloyd Deorde crflär.2 weiter. Sitglend habe der Bedrohung durch eine -waltige deutsch Flotte nicht aelassen zu- ehen tonnen. Den . hätte Nch tm Ltgust 1914 das Kabinct: ASauit . wennDeusschland eicht in Belgien einmarschiert wäre nicht für den 5 rieg erklärt. Auf den Sinwand. er selbst Lloyd George, hab: ja ebenso wie Landsdownr neid endere englische Staatsmänner der deutschen Regierung im Lause der -Jahre wiederhoit : ritt eilri lassen, England könnte eine völlige Riedertoee axr eine Schwächung Frankreichs nicht ruhig htnnehmen, antwortete Lloyd George, so sei es in der Tat. aber es wäre wahrscheinlich gar nicht so weit gekommen, und jeden'alls hätte man Zeit zu neuen Verhandlungen gewonnen.
inen. Ich must aber bekennen. « ist in her Gistchichn dieses Hauses noch n.cht vorgrkommen, txah jernanb ohne jeden Grund d.c Ber- uvlchtedung einer Vorlage vere leit, die für in eie '.nutende Sozialvcnttter von so grober Bedeutung ist, vyne jeden Grund, denn alles, was ein Av- Korbneter *agen und erreichen will, kann er :xutt noch in der brüten Uefung erreichen, ävtr »oben vollkommen 3eit dazu (lebliahe x4u|ttm- ituna). Dem Vbunlrye des Avg ^töhr nach 3u» Uiffung einer Aus prachc ist tattgegeben r.'?r* :>cn. ej Ist unerhört in der dte'chchle des Reichs lag», dah durch einen derart gen IDiber» Iprucy ein solch o Gei etz veveiteü w rd. 2ch kann nicht» dagegvn tun. wenn auf diese Uteik* die 46 000 So nlrenttnr des caargebietß geschädigt werden. Ich kann nur bte essen 1 lich» keil a ls Zeugen dafür anrufen.
Adg. Roch- Bieter (Deen.). Ich will nut * .«faules 4 als einen unerhörten Ri i st - brauch ber Rechte einer kleinen M i n- b er fielt ansieht. wenn bas Recht zum din- -
Völkernng zu fchäöiaei.. Dir verurteilen bbr es
Abg. Dr. Kahl «D-. ss ) vernxnft au’ e.ne Bestinunu.ig. wonach ;n autzergewähnl chen x...l n i ber G weichen tonne.
?Ibq fflrof ffieftarp (Dn.) schlagt vor, brm ’ilbg. Stahr elnei»eitereStunbetHebe3rit Vi bcrointgen, wenn er seinen Widerspruch gegc i die brttte Lesung zurückzieh.
Abg Stuhr (Nal -Soz.) halt unter grast, r Erregung b<» Hause» ttotzdcm an seinem Wiber- spruch fest. Auch gegen ben Vorschlag de» Abg. stahl erheben die Nationalsozialisten ff in|p- irt). Damit Ist diese Angelegenheit erledigt, d> dritte Lesung kann nicht erfolgen
Da» Hau» vertagt sich Der Präsiden! schlägt ror, b'C " ■ lerffen.
Reparotionsagent und Ainanzminister. ^entrumbfrHif an Dr. Köhler.
Eigen, Drobtmelbung de» ..Dietzener Anzeigers*.
Berlin, 23. Oft. Da» Verhalten de» Nepara- tioneagenten Parker Gilbert, besonder» hnisichi- l'ch ber 3 e r ö f f e n 11 i d) u n g seiner Bedenken iDegen der Sicherstellung der Beparatton»leistungrti im Zusammenhang mit den letzten Vorlagen der । teidjeregicrung Hal eine berechtigte Mitzslimmung in der deutschen OesfenUlchkelt gegen Parker ®il< der! heroorgerufen. Aber auch der Reichsf.n,!uz. Minister Dr Köhler bekommt manche» kritische 'Hort zu hören. Was diese Kritik besonder» schnür- * iliegend macht, ist der Umstand, datz sie auch aus • dem Parteilager Dr. Köhler» flammt So spricht die ' ..Germania" von einem „eigenartigen Pcnienu । i» die zuständige Stelle zu dem Schreiben Parker I Gilbert» gegeben hak Recht deutlich wird „Der Deutsche", da» Blatt brr christlichen Gewerkschaften. Ein formeller Drotest de» Agenten, so heitzt ■» dort, ist zwar nicht eingegangen, aber in dem seit einiger Zelt üblichen :chri'tioechlel hot er leineMeinunggesagl.dieio Ichlietzlich nicht die Meinung de» ersten Besten ist. Gilbert ist der Ausfastuna, datz bie Besolbungsoorlage. ivie sie jetzt oorliegt, olle chau»halt»reser- urn erschöpft. Nachdem er bereit» einmal vor einigen Wochen in der (frage des Liquidation»- hädengesetzes feine Meinung In ähnlicher Richtung .Itenb lrmacht hatte, konnte man eigentlich ernten, datz er bei einer Besoldungsvorlage in bte- lern Umfange feine Meinung roieber funfctun werde konnte ber Finanzminister ba» nicht oor- a u »f e b e n?
Also mongelnbe Zusammenarbeit mit dem Reparationsagenten, dessen Machtbrfugrisle nuf Grund des Dawesplone» nicht gering sind, ro r» hier /tert" Dr. Ächier vorgeworfev Samstag hatte der Minister nun eine persönliche Aussprache mit Par- Irr Gilbert unb e» ist zu wünschen, datz er manches versäumte nachzutzolen versuchte, brm 1 die Bedenken des Reparationsagenten nicht hod) noch hemmend auf die dringend nohn:; v:n - veroblch cdunq der Besosdungsreform rinwirken, unb bte on unb f ir sich ichon recht schwierige Aus-zad- de» Hau»- daltc-ausichussr-i be? Reich-taaes, btr Deckung»- frage zu lösen, noch schwieriger gestalten.
MuMundZLsoidunqSresoi-ni.
kine Warnung dc- Reichsverbandeö
‘Berlin. 22. Olt lDB In einer Bor» ''andsfiäung bes R<ich^vürban^-e-4 der brutfchen Industrie würbe zur Beamtenbefolbung einstimmig eine (Tmsschliessunz getofit. in ber die siaatspvlilifck»- Notwendigkeit einer anpe» TieDencn Befol^airg ber q':2mt.*n Beamtenschaft, insbesondere .uch ber’ enigen Bearotenfchichten, Mc durch ctr<- langsährioe Deru'Svorb' nrobe wirtsch'ft'ibe Opttr bringen mutzten, tnd* auch vieler rifr'iche: Beamten an» crlannn! wird. DaS TefamtauSmatz bet durch die Re'iertrneSvvrkage be'ingt-'n Aufwendungen gebe jedoch zu ben gröhten Bedenken Anlass, weil die efatsmässigk Deck » ni ohne schwere Erfchütterungen nicht möglich rrtAerrtc. Deshalb sollte eine s?rhö- bimq nur ftckvweit erfolgen, alS dte tassächsschen


