ötfamtbtijfty her *syfcwn ‘Äeonrtmfatetpn^en Himer der allgemeinen zurück-
geblieben find. Der Dunich der 2Li4)6regie- ung. Preiserhöhungen vermieden yi
ch«n. könne nur erfüllt werben fall- die ent* ehenöen Ausgaben ohne Erhöhung der Steuern, Abgaben und Tarife Im Reich, Län» i em und Gemeinden gtbetft werben firmen, Dies faff« sich mir Im Dege einer durchgreifenden V«rwaltungSr«fvrm erreichen. Die jetzt schon i$u beobachtenden Auswirkungen der Ankündigungen deS RrichSsKumzmttti- ikerS auf Mt Lohn- unb Prrisgestcl'ung zeigten die bereit- entstandenen Gefahren für die gesamte Volkswirtschaft, und drohten die an De- holtS- irnb Lohnerhöhungen geknüpften Hoffmm- atn in Frage zu steilen. Derrn jede ötrtfommen- ftetgerurj könne grirhrlvs nur auf dem natürlichen Fortschreiten der Produktivität der Gesamtwirtschaft aufgebaut werden.
Die Auslandanleihen.
Tie Aenderung der Richilinien für die Veratttnqkstelle
Eigene Drahtmeldung de» „Kiehener Anzeiger»"
Berlin, 23. Olt. Dir Beratungen mit den Lünderregierungen Über den Entwurf der Regierung, der eine Aenderung der Richtlinien der Beratung -st «lle für die Ausländsanleihen bringt, haben begonnen. Die wir von mahgebender Seite erfahren, ist damit zu rechnen, bafi die Länderre^erunaen nicht unerhebliche Sonderwünsche geltend machen werben, soweit sie sich nicht gegen eine Aen- derung der Richriirften überhaupt aus sprechen werden. Der Regierungsentwurf enthält gewisse Aenberungen der Richtlinien in materieller, sowie formeller Hinsicht Jn der neuen Fassung der Richtlinien ist mit besonderer Schärfe zum Ausdruck gebracht, daß Wirtschaft-» und wäh» rungspolfti'che Gründe bU äuherste Beschränkung bei Aufnahme von Ausland-- treMten durch öffentliche Derbände gebieten. Die Beratungsstelle soll in erster Linie die Anleihevorhaben nach diesen Grundsätzen, d. h. unter Berücksichtigung der wirtfchaftS- und währungspolitischen Verhältnisse prüfen und erst dann auf die produktive Verwendung und Dringlichkeit deS Anlrihevvrhabens em- gehen. Die Richtlinien sollen sich auch, wie ausdrücklich bemerkt wird, auf kurzfristigeAuS- landskredite beziehen, ferner auf den Auslandsverkauf geschlossener Posten Kommunalobligationen derjenigen Kreditinstitute, die sich speziell mit der Befriedigung deS komnmnalen Kreditbedarfs belassen. We'mtllch ist ferner. xrh sich Zhe Länder nicht nut wie bisher zu bet Einhaltung der Richtlinien verpflichten sollen, sondern auch dazu, dast sie ihre Beachtung sichern werden. 3n formeller Hinsicht soll insofern eine Aenderung em treten, als Zhe Möglichkeit erner nochmaligen Beratung Z>er Anleiheanträge für diejenigen Fälle vorgesehen wird, in denen ein Antrag auf Befürwortung e.neS Anleihe- Vorhaben- gegen die Stimme deS Finanzministerium-, Z>ei8 Reich-Wirtschafts Ministeriums, oder des ReichSbankdirektotiumS angenommen wird. Bei der zweiten Beratung sotten der Reichs- stnanzminifter. der Reich-wirtschast-mimster und der R'ichsbankptäsident peri07hich oder deren ständige Vertreter mitwirken, so dast bei nochmaliger Beratung die von den bezeichneten Bki- nisterien, bzw. der Reichsbank entsandten ständigen Sachverständigen nicht herangezogen werden. Streikende im mitteldeutschen
Braunkohlenbergbau.
Ter Schiedsspruch vom ReichSarbeitS- minister für verbindlich erklärt.
Berlin. 23. Oft (Hl.) Da» Brichsarbrit»- ministerlum fdll mit: Der zur Beilegung der Cofjn- fftdtlgMf Im mltteldcnkschen Braunkotlenbergbau am 21. Oktober gefällte Schiedsspruch Ist vom Arbeitgeberverband abgelehnt und von den A r belIn eh m e r ve r ban den angenommen worden. Vie Arbeitnehmer haben die Verbindlichkeitverklarung des Schiedvspruclies beantragt Dem Ankrag ist vom Beichsardcitsminister entsprochen worden. Die Abstimmung über die Annahme oder Ablehnung de, Schiedsspruches in der Bergarbeiter- Velegiertenversammlung hatte folaenbce (Ergebnis: 381 Jastimmen, 36 Jicinflimmcn und drei weihe Zettel. Man rechnet damit, dast die A r - beit Im Braunkohlenbergbau am Montag wieder ausgenommen wird. Die Berblnb- iichkeitserklärung de» Schiedsspruches erfolgte im 'ffentlichen Interesse, um eine weitere Störung des Wirtschaftslebens zu verhindern. Da» Mitteldeutsche Braunkvhlensnndikat und das Ostelbische Braun- kohlensyndikat haben die Einberufung einer sofortigen Sitzung de» Reichskohlenverbandes und des Grosten Ausschusses des Reichskohlenrates mit der lageeorbnanq: „Neuregelung der Preise für den milteldeutscl)en Braunkohlenbergbau" beantragt.
Oie Landarbeiterfrage.
(Stiic ‘Jifbc deS Ministerpräsidenten a T.
Tr. Zteqcrtvalb.
Ü ö n I g » b e r g, 23. Ott. (TU.) Alls dem ersten M'preutzischen Vanbarbeitertag in ikörngsbeig sprach Wbnifk-rpraftbcnt a. D. Siegen».ld über das Thema ,.?ie VmrtMrbeitrrfrage ein deutsches Problem". Er betonte, bah die schnelle mirtldhiftlidye Entwicklung rohe Teile der de 'kschen Arbeitersttzast Heimat- los gemad 1 habe. Die deutsche Lohnpolitik im leg- ten Iahrhunden und in den letzten Jahrzehnten sei
,ozial flcmclen. Die Berfduirfuim der (Regen* ’.ige im deulsttxn Volk fei die natürliche Folge gern r. Solange die de irische 'Wirtschaft nicht gesund könne and» die Landwirtschaft nicht gthmben. 'Ilie versuche zur Losung der Landarbeitenrngk - ihten scheitern, so lange sich nicht das Reich Irrer -i.nehme ^bllich'.iB und öteiermintkrungen tonnten auf die Dauer keine Erleichterung für lüe XJanö- "irtschaft bringen. Rur durch intensive Ve wirtschastung de» Bodens werde >ie sich durchsetzen können. Die ilrsache iür die Landflucht sei nicht zu einem geringen Teil in schlechter Be- !'..mdli.nu .rvO in ben schlechten Uebeneoer- "U t n i f ie n der Landarbeiter zu stiichen. E» fehle
öaltchkeik. Der Mangel, ruh 3<c nisse bciriebigen. und die .uednge i.:l . ...... seien iic J)juptur|.i<th' der Landflucht
- 1 < b l u n g » p r 0 b l e m fei noch immer iil"v tb’löst du die eiugeschtageuen ®<-gc falsch pe
■i.:i. L':i"ih die innige der Arbeitszeit • ' ihm Vanb •.1:1? einmal zur^ Diskuchon gc
- den. Bei allen diese 1 irragen gebt <■* ; *•' darum den M e n s ch c n u b e r I ch u st 1.1 Deutschland unteren bringen. Da»
deutsche Volk brauche -um Leben ausreichenden Spielraum in der Dell Der deutlchen Arbriterschoft müsse ausreichender Raum im Vaterland gemährt werden
Das Ziel der christlichen Gewerk'chasten sei die dntpolitcriperung Der gesamten deutschen Arbeiterschaft. Unter Demokratieverständen die christlichen Gewerkschaften nicht rrtrahen- oder Mossenherr- schalt, sondern das Beforgtfe.n jedes einzelnen um Volk und Staat. Die Arbriterichalt mäste mit interessiert werden am Besitz und an der Vro- fperität der deutschen Wirtschaft Im Mittelpunkt der Wirtschaft müsse künftig wieder der Mensch stehen. Für das deutsche Volk gebe es für die Zu fünft nur zwei Wege: entweder der Gedanke der Volksverbundenheit setze sich durch oder wir verfielen immer weiter in Materialismus
Stresemann zu den politischen TaseSsragen.
Lieanih, 22. Oft. «'LTD.) Bei einer Par- tdhmbgebung in Aegniy sprach RrichSau^cn- mutifter Dr. Ltresemann über Zhe allgemeine pvlitikche Lage. 3n ausführlicher Darlegung Zhrr wirtschaftlichen Berhättnifie betonte k>er Rrichs- mtnister, bah vorn Standpunkt Zhrr gegcnwärtiaen Lage ohne Zweifel positive 3rg?bniHe zu buchen sind: Rückgang der Arbeitslosigkeit unb Zunahme der inneren Kaufkraft. Da- dürfe aber krinesweg- dazu führen, di« wirtschaftliche Desamtlage als gesichert anzusehen. Dir Linnen anaesichis der grfamtd utschen Produktivkraft ausländische Anleihen noch weiterhin aufnehmen, aber zw iselloS kann kneS nicht eine Dauereinrichtung fein. Hand in Hand mit der Besoldungsvorlage muh eine weitgehende Derwaltungs- reform geh«'. Bach Zfen notwendig:n Ausgaben für Befoldungsreform und für daS Liqui- dationSschädengeseh kann baber die Lieber- nähme weiterer Lasten durch da- Reich bei dem Schulgesetz nicht in Betracht kommen. Die Deutsche Bollspar ei w'.rd nicht die Hand dazu bieten, durch Fortfall der finanziellen Berantwortlichkeil einen Anreiz zur D ldung neuer Schulen zu geben. Sie ist bit Meinung, dast Zhe Umbildung von Schulen nur dann zu erfolgen hat wenn siS unter voller finanzieller Verantwortlichkeit der beteiligten Länder und Gemeinden er- folgt.
Oas neue Girafgesehbuch.
Emc beulsch-öslerreichischc Aonferntz
Berlin. 23. Oft (XU.) Heute rralen in Berlin die Vertreter der bciZ>en zur Beratung de- Strasgcseyentwurfes eingelegten Sonder» au- schüsse der deutschen und der österreichischen Volksvertretung zusammen. um sich über die Schaffung e.nes einheitlichen Strafgesetzes für beide Länder unb Zhe Methoden der Gemeinschaftsarbeit zu verständigen. An diesen Beratungen nehmen teil: Für Oesterreich der Präs ident beä Rat onairates, Dr. Waber, ferner der Generalberichterstatter für den Strafgesetzentwurf. Dr. Rintelen und Dr. Gi-ler, für Deutschland: btt Abgeordneten Prof. Dr. Kahl. Emminger und Dr. Rosenfeld. Die Vertreter beider Länder verständigten sich nach eingehenZ>er Beratung über all« auf tauchenden Fragen. Sie werden den StrafgefetzauSschüssen der beiden Parlamente Bericht erstatten Daraus werden beiZ>e Ausschüsse über di« Zusa mmenarbei t zu beschliehen haben.
ReichSparlettag der Volksrechtspartei.
Stuttgart, 23. Ott (WB.i Am 22. und 23. Oktober hielt Zhe im August 1926 in Erfurt gegründete Dolksrechtpartei (Reichspartei für Volksrecht unZ> Aufwertung) ihren ersten Reichsparteitag ab. 3n der Versammlung am Samstag sprachen tl a. Zhe Referenten Zustizminister 5 u m e 11 i (Dresden). Ministerialdireftor Spindler (Stuttgart), Oberregierungsrat Kraust (Stuttgart), und Dipl.-Zng. Stein- heil (Hetdenhetm) über die AufwertungSfrage, HauSzinssteuer, DaweSleistungen, Rentneroerfor- trung und Angestellten- und Mieterfragen. Am Sonntagvormittag fand im grohen Saale de- Sieaelh-use- eine grohe öffentliche JhmZ'- gebung statt, unter dem Motto: »Der Kmnps um das Recht". Der Hauptredner war her srühere Staatssekretär Gras v. Posadowski. der die Auswerttingsgefetze grausam, ungerecht unb wirtschaftlich verfehlt bezeichnete. Die 2luf- wertung-frage sei keine wiitsck>aftllche. fonbern eine moralische unb Rechts-Ange.egenheit Das Reich solle froh fein, Zmh bte Aufwertungspartei ftch gegründet habe, denn sonst wurden x3ebn* tausende von Sparern für die Kommunisten stimmen. AlS zweiter Redner sprach der Senats- Präsident beim Reichsgericht Dr. Lobe (Leipzig), der die Aufwertung.>p:sehe als verfassungswidrig bezeichnete. Zum Schlust wurde einstimmig eine Entschliessung angenommen, in der von den deutschen Äeaierungen unb Parlamenten verlangt wirb, dast fit endlich den Dillen jur Dieder» gutmachung Ces dem deutschen Volke kmrch die Znflationspolittf zugefugten Lin rechts aufbringen. Deiter wurde gefordert, eine grundsätzliche unj grundlegend« Reuregelung t*rr gesamten Aufwertungsfrage. ferner der offizielle Widerruf der Regierung, dast Deutfchllmd durch die Inflation im Inneren entschuldet Tri. und. von dieser Drunblage aus. Zhe unverzügliche Revision d«S DaweSgr-tachtens.
Die AutonomiebeweMng in der Slowak..
Prag. 23. Oft. ($41.) Der Vr tzen!»e der larhottschen slowakischen Bolk-parter der Adae- orbnete Hlinka, wirft den ühnyn R<Me- rungSparkeien vor. sie hätten in bet Slowakei so viele Betrüger« :«n bei den Dahlen wriibt. dast er gezwungen sei. den belannten ^ngllfchen Protettor bet Slowakei. Se^on 2} a i - fon, zu bitten, bei der nächsten Gelegenheit in di« Slowakei zu kommen, UM ftch felMt zu übet- ^cu<xn. w i e unter Terror Wahlen g c - "lacht werden -Ss dränge sich unwillkürlich der ekbank auf. eS tet schade gewesen, sich g : g c n :e Aktion Lord RoihermereS feftiule^n und sich •.egen emen angebl chen Feind In ÜnFoftC’i zu türmen. Der Hauptgrund des Rückganges der , Stimmen der slowakischen Bolkswarlei set die |4nnäu,<bung be* slowattschen Volles über das langsame Tempo der 'Letwitkl-.chung des Autvno- mieaedankens. Schl estlich verlangt Hllnka bx
I 2Iunft*ung Z>ct Kammer und die Ausschreibung j von Reuwahlcn.
Eine ErNarung Earolö von Dxumänien
Paris. 23. Oft. iWB > Stnem Vertreter ver AgetUur Havos ertlärtt Prinz Sarth u. a. au' die Frage ob Abgesandte auS Ru- mänien sich kürzlich mit ihm über feine eventuelle Rückkehr nach Rumänien briproch-^n hätten, jedermann wisse, daß er niemals die Fühlung mit seinen Freu.röen in Rwr.änien auf- j gegeben habe. Wenn er auch kein Thronpräten- vent fei. fo bedeute das nicht, dast ihm Zhe konstitutionellen Fragen gleichgültig seien. Wenn , . a i Land ihn rufe, werde er diesem Ru? 1 owri Folge leisten. Der Prinz iparuhe sich gegen die Angriffe auf feine Person. lnSve'onZ>evr von seilen bei rumänischen MinistervrSsidenter. unter 'Betonung, dah er sich jeZ>cn Angntf au?
1 irgend jemand ober gar eine Partei enthalten bähe. Die i.renge Zensur. Zhe In Rumänien hcrr’ie. lasse nur feiner Sache in der öffentlichen Meinung schädllche Rachrichten durch unb alle, die ihm irgenkhoelche Sympathie bezeugten, würden lchikamert.
Aus aller Welt.
Reue kreiscinleilung im Regierungsbezirk Wiesbaden.
Die von der Regierung beabsichtigte Neurege lung bet Ktetseinleilii'ig bi®, die Schaffung eines neuen Kreifes Kochst lMaingau bw>. Maintaunus- kreis) foll auch die Anflökung des Kreifes Königstein bringen. Ursprünglich wollte man den ganzen Kreis Königstein in den neuen Höchster Kreis aufgehen lasten, hot aber schließlich davon Abstand genommen und schlagt nun vor, die dem Kreis Hom- bürg benachbarten Gebiete des Kän.gsteiner Krei fc* Hornburg anHugliedern. CF» sollen Königstein, Schneidhain, Schmalbach (bei Riederhöchstaot) zu Homburg kommen. Der ganze übrige Teil der üönigftcincr Kreises soll dem neu zu bildenden Maintaunuskreis, oder wie man ihn sonst vorerst nennen soll, zugefügt werden.
Schneefall im Schwarzwald.
Der starke Tempetattirrückgang in der Rächt zum Sonntag brachte auf der f)bbe des Schwatz- Walde» den ersten SchEfall. Bis auf 1100 Meter fiel mich im Laufe des Sonn tag» noch Schnee.
Ausscheidende Generale.
Mit dem 1. November scheiden aus dem Heeresdienst aus: Der General der Artillerie Bleidorn. Inspekteur der 21 trillerte; Generalleutnant Ritter v. Haack. Ghes des Dehr- amtes im ReichSwchrministerium: Generalleutnant W e tz e l l vom Stab des Gruppenüimman- dr»S l.
Ein unglücklicher Schütze.
3n der Rahe bet Schule in Rehlingen (Saargebiet) schob ein 18 Iah re alter Bursche auf Spatzen. Plötzlich brach im Schulhof ein mit Mitschülern spielende- Kind unter heftigen Zuckungen zusammen. Der aufsicht ührende Lehrer vermutete zuerst einen Ohnmacht-<nriall, doch ergaben Blutspuren, bah eine Kugel den Kopf des lindes von der einen zur anderen Seite durchschlagen hatte. Der Tod trat nach wenigen Minuten ein. Der unglückliche Schütze, der sich bisher eines guten Rufes erfreute, wurde verhaftet
Beim Spiele dm Bruder crftMagee.
Zwei Knaben in Sulz a. Reckar waren bei einer befreundeten Frau, die auf dem Kraul land mit Kartoffelernten beschäftigt war. Der älteste Jung« machte sich mit einer Hacke zu schaffen und traf seinen jüngeren Bruder auf den Kopf so dah dieser schw . ersetzt ins .Krankenhaus verbracht toerx« - n nach b.
Zeit der Tod eintrnt.
Bftbrüfrf.
Das fünf Jahr« alte Söhnchen einer Familie aus cherwiieim bei Koblenz hat durch Verbrühung : einen entsetzlichen Tod gefunden. In einem unbc . wachten Augenblick war bas Kind auf eine Bank i geklettert, stürzte aber rücklings in einen Eimer | siedenden Wasser». Da» Kind erlitt fo ent- 1 setzliche Verbrühungen, daß eo nach kurzer Zeit unter furchtbaren Dualen starb.
Line ganze Familie vergiftet.
3n Oberlahnstein ertranfte eine Beamten- famihe nach dem Genust von eingeweckten dicken Bohnen. Trotz sofortiger Ausnahme in die Klinik starb der Mann, während 1 die Ehefrau und die Kink>er noch schwer krönt darniederliegen. Sämtliche Erttunkten ftnb er- s blinbet, auch können einzelne nicht mehr sprechen.
Weil sie rin Batiett gründen wollten.
(Jn Heidelberg wurden fünf jugendlich^ I Einbrecher im Alter von 17 bis 19 Zahnen feft genommen, die feit dem Sommer nicht I weniger als 25 Einbruchsdiebstähle in ' Heidelberg verübt haben, um ein Variets grün I den zu tonnen. Die jugendlichen Täter entstammen airgefehsnen Brirgersamilien. Zhve Bente war so grob, dast sie ein ganze - Waren - | lager ausgerichte: hatten. An einer Stelle ! batten sie allein 56 Paar Schuhe mitgeh? heihen.
Rcgalelnfluri in einem Berliner Kaufhaus
3n dem Kaufhaus Zonab A qd. stürzte plbtz i lich ein grobe« Regal, in dem sich etwa 10 in-? ! 15 000 Kartons mit Stiefeln be anden, um und 1 begrub mehrere Verkäuferinnen unter ich. Da es unmöglich war mit den vor- hanZencn Kräften die Verunglückter, aus den Trümmern zu befreien, wurde d.e Feuerwehr alarmiert, die nach halbstündiger Arbert fünf Verlenie bergen kvnnie. Jine Veriäuserm hat schwere Verl e Hungen Ztavongetragen.
Lgloffftcin will sich stellen.
Vor einigen 4’0:1 en entwich aut einem Xran*- pon zum Unteriu4>unc6jriängni6 der verüchrigte 'chon mehrmals ausa<l>rcchene Berliner Hach- üapler Ludwig Eglofsstein, ohne dast es gelungen wäre, eine Spur von ihm zu entoeden. Eglvf f stein ist in seiner Dreistigkeit jetzt fr» gar so weit gegangen, telephonisch bei dem Staaksanwaltschaftsrat Kyffer und bei Krimtnalkommistar Kauthack anzu- ruftn. Sr teilte ihnen mit. dast er »ich noch in Berlin aufhalte und am Montag früh 10 Llhr zu Ihnen ins PräfidiNin kommen werde. Sie sollten da» Suchen nach ihm ein- ftellen, da er bestimmt ersch inen oerbt. Auf die Staqe, warum er geflüchtet sei gab er jprr Antwort, die Zuneigung zu feiner Brant habe ihn dazu getrieben. Seinen Aufenthalt verriet der Schwindler nicht. Vorläufig glaubt Zhe Knu.inalpoliZc- nicht dast er ftch freiwillig stellen werde The Aachforfchungx-n nach ihm wtben fvrtgefeNt.
Da» Branbengtätf in der CanbnrfoloaU.
Das schreckliche Brandunglück in Zier Caubav totonic Dölzschen-Dresden, Zem vier Kinder pun Opfer fielen, gewinnt noch dadurch an l esonders furchtbarem Uba notier, dast. wie lrch bei der Rekogno';.'runa der ftetnvn Leichen i<nt herausgestellt bat. das Ehepaar Kaden drei Kinder, zwei Änaben und cm Mädchen, oct- hm bat. Das vierte Opfer war d-s Kind eines iZhepaares Fröhlich Anschnnend haben sie n der Lambe, in der sie Schutz luchten. auS rciir tindlichem Unteren« (die Ki-nder waren zwei bis xtabre alt) den Spiritusapparat angciünbet, vorauf die Flammen d.e Kinder sofort ergriffen haben Di« Keinen Lcich- name wurden in allen tner liefen der Laube bedenb orfgefunden, in die sich die Kleinen, da sie keinen Au-wea inu^tm, in ihrer Verzweiflung hine.ngehocki patten.
Ligenartiger llnglück»fall in «ranewato.
Tin seltsamer Unglückrfall ereignete fid) auf der Hasenchaustee zwischen Kaiser.Diltzelm.Turm und Schilbborn. Drei Radfahrer bemerkten plötzlich auf der CHaustee einen grohen f> 1 r 14) Das T <v wurde wahrscheinlich durch die Lzcttzlenlatcrne der Radfahrer geblendet und sprang in riesigen Sätzen auf d i e Radfahrergruppe zu Das Tier sprang dann in rasendem Tempo nach der 5)avel hinunter. Der gestürmte Radfahrer halte furd) das Geweih des Tiere» eine stark blutende Stoßverwundung davongetragen.
heilere» au» dem hessischen candesthenter.
Diesmal war es nicht der berühmte ober berüchtigte Theaterkater, fonbern ein kleines blihs aubere- Schweinchen, das bet der Operette . Zigeunerbaron* im Arm Zes Schw>:ino» Züchters Zsupan sein erste- Debüt im Hesslsckx n Landestheatec gab 2ls Zsupan in seinem Aus- tritt-liede dem Publikum seine Oebensprin.zipien dattulegen versuchte glaubte es mit seinen 3ort» pathien für den Herrn nicht zurückhatten zu >ürft" und gewährt« ihm starke stimm- lich« Unterstützung. Leider gab ei' .wahv- lchrinltch infolge ma n kelhafter BühnenersahrulHi) Ic» viel Ton, daß es seinen Herrn stimmlich sährdete. AuS tz.esem Grund« sand fein Qtul tritt ein vorzeitiges <3 n bc. Das auSverkauft« Haus aber spendete dem kleiirm blitzlouderertz Schtoetnchm in Anerkeniru ng feiner wnh!:ireinem- ten Absicht herzlichen Beifall.
Lin Seeräubcrübersall an der chinesischen Küste
Der Dampfer „3r«ne" der Chinesischen Handeln dampsschifsahrtsgeselllchaft wurde letzten Mittwoch von Seeräubern überfallen Diese überwältigten die Offiziere und beraubten die Fahr- gäste. AI» die „Cirene" unter Wahrung der £ r- rrtuber abends in der Diasbucht eintraf, machte sie sich dadurch verdachlig, dast sie ohne Lichter fuhr und den Befehl eines englischen Unterseebootes, sie solle stoppen, nicht beachtete Da» U Boot feuerte zunächst einige blinde Schüsse und dann eine (9rannte ab, die im Maschinenraum her „Irene" explodierte Da» U-Boot rettete bar Me Fahrgäste und Mannschaften und nahm ;w >ls S e» räuber gefangen. Die „Irene" hatte 25s Fahrgaste, sämtlich (Ebinefen, von denen 24 oermistt werden.
Zwölf lobreopfer einer Pilzvergiftung
3n her ®enwlnbe P a t rauti In bc Bukowina ftnb zwölf Angehörig« einer Kausrn.mr-s- famillc unter sch«x.'iichen Quoten <rn PUzv gtftungen gestorben. Rur ein Familien >-a ein brri jähriger Änabe, blieb am Leben.
Oie Ättfertage
2.
Sonnfag, den 23 ONcb 8* vorn. 192.7
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tkciicrvoiauiriagc.
DaS gestern über Item Kanalgebiet gelegene Ties hat ich lehr rasch oftwärts fort bewegt unb ganz Deutschland weiter R ederfchiLge gebracht. Der öinfluti seiner Rückseite kommt (x-rrits m unserem Bezirk zur Geltung. Dx Luftbewegung bat zum Xeu stürm schen Eharatter angenommen und Riederschlage treten m Form von fidmuem auf. Vleichzetttg setzt ßuhbrudanfHcg em. unb obwohl Über Frankreich heute morgen ein Hoch« druckvorstoh zu erkennen ist. so dürfte sein sttn- llutz weniger auf unsere Wetterlage e;ntou*n. Hs wird vielmehr das neue nordwest-europäische Tief später abermalige« schlechte« Detter her- vorrufen.
®etteroorauefoge: Roch veränderlich, nach vorübergehendem Temoeraturrückgang wieder Temperaturanstieg und Vkwoltungs;unahme, zeitweise Niederschlage.
Dikterunosaussichten für Mittwoch Fortdauer bei regnerischen WiNerungscharakter».
Lufttemperaturen am N. Oktober: mittags lljf Krad Celsius, abends 6,5 Grad Celsius. am 24. DfL: morgen» h,6 «rad Celsius — Crotemperawren m 10 Zentimeter Tiefe am 28. Oktober: abend» V lstrad Celsius am 24 Oft ober: morgen» 7,3 Krad Celsius Maximum 113 Grad Celsius, Minimum 5^ Grad Celsiu» — Riederschläge 0F Millimeter.
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