Frankfurt a.M.
Berlin
Frankfurt a.9)?.|
Schluß ! -Uhr. Schluß-! Anfang Kurs | Kurs Kurs I Kurs
Datum:
23. ß. | 24. 8.
23. 8. | 24. 8.
195
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Devisenmarkt Berlin—Frankfurt
a. M.
Telegraphische Auszahlung.
m
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Banknoten.
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77
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115,25
Schluß! 1-Uhr. Kurs Kur,
A. E G- . .... Bergmann Elektr. Lieferungen. Lickt und Kraft . . . Fellen & Guilleaume Ges. f. Elektr. Unfern. Hamb. Elektr. Werke Rhein. Elektr. . . Eckles. Elektr. .... Schuckcrt .....
* Zur Kapitalerhöhung der Zell- stoff-Fabrik WalDhof. Von zuständiger Seite wird versichert, daß die Kapitalerhöhung lediglich zur Detrieösnnttelverstärkung und aus Vorsorge wegen des allmählichen Wachstums des Geschäftsumsanges erfolge.
* Zusammenschluß der süddeutschen Großkraftwerke. Zn diesen Tagen sind die Verhandlungen, die zwischen Baden und Württemberg über den Zusammenschluß der Leitungen des Badenwerles und der Württembergi- schen Landeselektrizitäts-2l.°G. im Gange waren, zu einer Verständigung geführt worden, auf Grund deren die noch fehlende 100 000=0301: Verbindung zwischen dem badischen Pforzheim und dem württembergischen Obertürkheim hergestellt werden wird.
' Dom süddeutschen Kohlenmarkt. 2lm süddeutschen Kohlenmarkt herrscht weiterhin sommerliche Ruhe. Zn letzter Zeit sind die Ver- schiu "ngen englischer Kohle nach dem Oberrhein etwas lebhafter geworden, so daß wohl das Zuli-Kontingent von 15 000 Tonnen bei weiterem Anhalten nicht nur erreicht sondern vielleicht sogar überschritten werden dürste. Allerdings wird der Mitte voriger Woche ausgebrochene Verkehrsstreik auf dem Oberrhein die Höhe der eingeführten Kohlenmenge etwas ungünstig beeinflussen. Abnehmer dieser englischen Kohlen sind vor allem die Gaswerke. Die Anfuhr von englischen Kohlen ist dagegen etwas zurückgegangen. Bemerkenswert ist, daß ein Teil dieser ausstin- dischen Kohlen auf Lager genommen wurde.
* Zum Konkurs der Firma Gebrüder Himmelsbach A. G. in Freiburg i. B. Zum Konkurs der Firma Gebrüder Himmelsbach Ql. G. in Freiburg i. D. wird von zuständiger Seite mitgeteilt: Das Konkursgericht hat die im Eröffnungsbeschluß angeordnete Verbindung des allgemeinen Prüfungstermins mit Der auf den 29. August angesetzten ersten Gläu- brgerversammlung aufgehoben. Der Prüfungstermin ist nun für den 26. September in Freiburg r. B. festgesetzt worden. Die Frist zur Anmeldung der Konkursforderungen ist bis zum 10. September verlängert worden. Die am 29. August stattfindende erste Gläubigerversammlung wird daher lediglich die endgültige Wahl der Konkursverwalter und des Gläubigerausschusses vorzunehmen haben. Eine Prüfung und Erörterung der angemeldeten Forderungen sindet in dieser Versammlung noch nicht statt.
*Brvwn, Boveri & Cie., A. G., Mann- he i m. Die Gesellschaft erhöht zur Abrundung ihr A. K. von 14 980 Mk. auf 15 Mill. Mk., also um den Betrag der 19 600 Mk. B. A., die bis zum Kündigungstermin (am 30. September 1926) nicht vorgekommen sind, und um den letzten G. B.-Deschluß das im September 1926 von 5 auf 15 Mill, erhöhte A. K. erst ermäßigt wurde. Die amtliche Dörseneinführung steht nun auch in Frankfurt a. M. bevor. (G. V. 17. Sept.)
• Schwierigkeiten einer Frankfurter Textilfirma. Die bekannte Frankfurter Seiden- und Kleiderstoff-Firma Förster- ling u. Co., G. m. b. H., geriet in Zahlungsschwierigkeiten und hat sich an ihre Gläubiger wegen mnes außerordentlichen Arrangements auf der Grundlage von 50 Prozent gewandt.
• A.-G. f ür Wirkerei und Strickerei Frankfurt a.M. Die G.-V. genehmigte den Abschluß für 1926 mit 270 Mark Reingewinn, Der wieder vorgetragen wird. Mitteilungen über Geschäftsgang und -Verlauf wurden weder im Bericht, noch in der G.-D. gemacht.
* Offenbacher Holzwertanleihen. Für die 6proz. Holzwertanleihe der Stadt Offenbach von 1923 ergibt sich als maßgebender Ho^- preis für 1926/27 38,04 Mk. pro Festmeter, so daß die Zinsscheine mit 2,28 Mk. pro Festmeter eingelöst werden, gegen 1,40 Mk. sirr 1925/26 und 2,32 Mk. für 1924/25.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 24. Aug. Tendenz: unsicher. — Vorbörslich schien es zunächst, als ob sich die (Stimmung wesentlich beruhigen wollte, da nach den Leerverkäufen der letzten Tage Neigung zu Deckungen bestand. Bei Festsetzung der ersten Kurse griff jedoch wieder eine gewisse Unsicherheit und Nervosität Platz. Der gestrige scharfe Kurseinbruch veranlaßte eine starke Zurückhaltung der Spekulation. Die vereinzelt vorgenommenen Deckungen konnten neue Kurseinbußen in stärkerem Ausmaße verhindern. Beunruhigend wirkten die Meldungen von den Unruhen in Franreich. da man eine eventuelle Ausdehnung befürchtet. Ferner verstimmte der Rückgang des Zuliabsahes bei dem Rheinisch-Westfälischen Kohlrn-Syndikat. Eine gewisse Stütze fand die Tendenz in dem weiter leichten Geld stände und in dem weiteren Rückgang der Arbeitslosen- ziffern. Die Kursgestaltung an den Effekten- märkten war uneinheitlich Bis zu 1,5 Prozent
dabei in Betracht, daß die Angestellten gegen die Lleberarbeit nichts einzuwenden hatten und daß der Angeklagte während der täglichen Ar^ beitszeit des öfteren seinen Angestellten in loyaler Weise entgegenkam.
Der Kraftwagenführer QI. M. aus G. hatte mit feinem leichten Autoomnibus am Fastnachtssonntag in St. mit mehreren Burschen als Fahrgästen eine Rundfahrt durch den Ort gemacht. Sine Anzahl Burschen kletterte auf das Dach des Omnibus, so daß die Fahrt für .Unbeteiligte einen recht gefährlichen Eindruck machte. Der Kraftwagenführer wurde deshalb mit einer Geldstrafe von 20 Mk. belegt, weil er nicht dafür gesorgt hatte, „daß sich die Ladung in vorschriftsmäßigem Zustand befunden hatte". Sein Einspruch gegen den Strafbefehl war erfolglos.
Ein Landwirt W. aus QI. hatte durch einen Fuhrmann drei Ferkel aus Preußen einführen lassen. Er meldete vier als eingeführt an, da er ein weiteres demnächst noch erwartete, das nach einigen Tagen eintraf, ohne nochmals an- gemeldet zu werden. Dies hätte geschehen müssen. Denn wenn ein früherer Einfuhrtag zugrunde gelegt wird, verkürzt sich die vorgeschriebene fünftägige Quarantäne. Da der Landwirt aus Unkenntnis gehandelt hatte, ein Nachteil auch nicht entstanden war, wurde die Geldstrafe von 15 Mk., Die im Strafbefehl gegen ihn festgesetzt war, auf 5 M k. ermäßigt.
Ein anderer Landwirt aus demselben Ort, Der wegen Derselben Übertretung vor Gericht stand, tourDe f r e i g esp rvch en, da nicht er, sondern ein anderer das Ferkel eingeführt hatte.
Wegen Unterschlagung und Untreue wurde ein Zigarrenhandler mit 6 Wochen Gefäng - n i s bestraft. Gr hatte von einem Gastwirt, mit dem er früher eine gemeinsame Zigarrenfirma betrieben hatte, 6 Mille Zigarren zum kommis- sionsweisen Verkauf erhalten. Vereinbart war, daß der Gastwirt berechtigt fein sollte, selbst das Geld von Den Käufern einzuziehen. Der Angeklagte hingegen verkaufte die Zigarren für sich, zog das Geld selbst ein, gab dem Gastwirt z. T. falsche Adressen von Käufern an, so daß dieser das Nachsehen hatte.
Der aus Der Strafhaft vorgeführte QI. G. aus O f fenba ch war von Dem Schöffengericht Offenbach zu einer Gesamtstrafe von 3 Jahren Gefängnis unD 5 Zähren Ehrverlust verurteilt worden wegen fortgesetzten Bettuges und einiger Unterschlagungsfälle. In Gießen waren noch einige weitere Fälle von Unterschlagung und Untreue abzuurteilen. Der Angeklagte hatte seinem Marburger Arbeitgeber, für Den er reiste, zwei Gobelins verkauft, jedoch das Geld zur Zahlung eigener Schulden verwendet. Ferner Kundengelder nicht abgeliefert und einen ihm geliehenen Mantel auswärts versetzt. Die Gesamtstrafe wurde, unter Beibehaltung Der Eh reust rafe, um weitere 3 Monate erhöht.
Ein Nachspiel zur Volksabstimmung über die Fürstenenteignung bildete Die Verhandlung gegen Den Schneider QI. B. aus G. Der Zeuge W. S. hatte im Viertel jenseits Der Lahn Wahl- zettel einer Dem Angeklagten mißliebigen Partei ausgetragen. B. stellte Den S. zur Rede, wie er als Arbeiter derartiges tun könne. Er suchte ihm die Zettel zu entreißen, packle ihn an, schlug chn ' mit Der Faust und beschimpfte ihn. S. wurde hierdurch genötigt, vom Austragen weiterer Wahlzettel abzusehen. Urteil: 50 Mk. Geldstrafe wegen wörtlicher und tätlicher Beleidigung, Körperverletzung und Nötigung. Zn der Urteilsbegründung wurde hervorgehoben, daß die Freiheit der Meinungsäußerung und der politischen Betätigung, die die Reichsverfassung jedem Deutschen zusaat, gegen ein derartiges Faust recht, wie der Angeklagte es betätigt hat, geschützt werden müsse.
Der Kraftwagenführer E. W. aus G. beförderte im Februar d. Z. etwa 50 Personen auf seinem Privatomnibus aus Frankenbach, Crumbach und Umgebung nach Gießen. Unterwegs stieß er seitlich mit der neben der Straße fahrenden Biebertalbahn zusammen. Die In- sassen des Wagens kamen mit Dem Schrecken davon. Es war mit einer Schramme im Holz und einigen klirrenden Scheiben abgegangen. Der Zusammenprall geschah in dem Augenblick, als W. einem entgegenkommenden Fuhrwerk nach rechts gegen Den Bahnkörper zu ausbog. Er will Den Zug, mit Dessen Maschine er unmittelbar vor dem Unfall etwa auf einer Höhe gefahren war, nicht gesehen, auch die langanhaltenden Signale (Pfeife und Glocke) Der Maschine infolge des Autolärms nicht gehört haben. Zeugen, Die neben Dem Angeklagten gesessen hatten, ging es ähnlich. TrohDem wurde Der Angeklagte wegen fahrlässiger Transportgefährdung verurteilt. Zeder Führer eines Kraftwagens, Der mit Dem Wagenkörper über oder unmittelbar an ein Schienengleis fährt, ist verpflichtet, sich darüber zu vergewissern, daß kein Zug in der Nähe ist.
schwächer eröffneten Die Mehrzahl Der Montanwerte. Bankaktien, Z. ®. Farben unD Autowerte. 3 Prozent schwächer lagen Licht u. Kraft. Dagegen konnten Schiffahrtsaktien auf Die erweiterten Freigabebestimmungen bis zu 2 Prozent anziehen. Bis zu 2 Prozent erholt lagen ferner Scheideanstalt, verschiedene Elektrowerte, Deutsche Erdöl, Holzmann und Rheinbraun. Heimische und fremde Renten umsatzlos. Ablösungs- schuld auf dem tiefsten Stand von gestern behauptet. Zm Verlaufe blieb die Umsahtätigkeit eingeschränkt, da sich jedoch etwas Deckungsbedürfnis in Z. G. Farben, AEG. und Siemens bemerkbar machten, blieben die Kurse gut behauptet. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 5Prozent. Zm Devisenverkehr notierten: Die Reichsmark gegen Kabel 4,1995, gegen London 20,418, Paris gegen London 124,00, Mailand 89,25, Madrid 28,83.
Berliner Börse.
Berlin, 24. Aug. Nach Den starken Kursrückgängen an Der gestrigen Nachbörse ergaben sich zwar zu Beginn Des offiziellen Verkehrs leichte Erholungen, Doch liegt Das Kursniveau trotzdem 1 bis 4 Prozent unter Dem gestrigen Schluß. Die Stimmung ist naturgemäß äußerst nervös und Die Zurückhaltung allgemein, Doch etwas beruhigter als an Der gestrigen Nachbörse. Die Spekulation nimmt kleine Deckungen vor, die jedoch dem noch anhaltenden Angebot gegenüber das Kursniveau kaum beeinflussen können. Fester lagen Berliner Handel, Elektr. Lieferungen, Ludwig Loewe, Glanzstofs und Stolberg-Zink. Der Geldmarkt ist unverändert. Tagesgeld 41/. bis 6 Proz., Monats- geld 73/d bis 83y4 Proz., Warenwechsel 6,25 Prozent. Heute wird bei der Zusammenkunft Der Banken Der Satz für ReportgelD festgelegt. Heimische Renten und Pfandbriefe vollkommen geschäftslvs. Ausländische Renten bei kleinem Geschäft gehalten. Zm Verlaufe wurde Die Tendenz wieder schwächer, da die Meldungen über die Llnruhen in Frankreich und Amerika beunruhigten. Bemberg minus 5 Proz., Spritwerte minus 3 Proz., Siemens minus 2,5 Proz. Zm allgemeinen betrugen Die Verluste 1 Proz.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 24. Qlug. Der an Den Markt kommende Weizen ist größtenteils klamm. Guter Weizen wird sehr gesucht, ebenso Roggen. Dieser wird sogar über Notiz bezahlt. Hafer ist äußerst knapp und im Preise steigend. Mehl stetig bei etwas kleinerem Geschäft als am QKon» taz. Zn Kleie wurden auf Termin größere Abschlüsse zu erhöhten Preisen getätigt. Der übrige Futtermittelmarkt liegt fest bei kleinen Llrnsähen. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 28,75 bis 29, Roggen, inländ. 24, Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 27, Hafer, inländ. 23,25 bis 23,75, Hafer, ausländ. 23,75 bis 25, Mais gelb 19,25 bis 19,50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 39,75 bis 40,25, Roggemnehl 34,50 bis 35, Weizenkleie 13,50 bis 13,75, Roggenkleie 13,50 bis 13,75. Tendenz fest.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 23. Aug. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt 275 bis 279, Sept. 280 bis 281,50, Ott. 278 bis 277,50 bis 278,50, Dez. 278 bis 277,50 (beh.); Qtoggen, märt 227 bis 231, Sept. 240,75 bis 241, Okt. 240 bis 240,50, Dez. 239 (stetig); Sommergerste 222 bis 270; Wintergerste und Futtergerste 203 bis 209; Hafer, märt 204 bis 215, 210 bis 211, Dez. 210 (ruhig); Mais, La Plata 195 bis 198 (fest); L-insaat 285 bis 290 (befestigt); für je 100 Kilo: Weizenmehl 35,50 bis 37,25 (beh.); Roggenmehl 31,50 bis 33,25 (beh.); Weizewkleie 15,75 (fest); Roggenkleie 15,25 (fest); kleine Erbsen 40 bis 47; Futtererbsen 24 bis 27; Peluschken 21 bis 23; Ackerbohnen 21 bis 24; Wicken 22 bis 23; Lupinen, blau 22 bis 24; Lupinen, gelb 14,75 bis 15,75; Leinkuchen 14,20 bis 15,40; Trockenschnitzel 21,50 bis 21,75; Sohaschrot 13,25 bis 13,50; Torfmelasse 19,90 bis 20,40; Kartofselflocken 22,50 Mk.
Nundfunk-Programm.
Donnerstag, 25. August:
13.30 bis 14.30 Uhr: Übertragung von Kassel: Mittagskonzert. 16.30 bis 17.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Die Familie Strauß. 17.45 bis 18.05 Uhr: Die Lesestunde. 18.15 bis 18.45 Uhr: Stunde der Landwirtschaftskammer Kassel: „Die Lebensvorgänge im Ackerboden", Vottrag von Dr. Forkert, Harleshausen. 18.45 bis 19.15 Uhr: „Rund- funk, Lehrer und Schule", Vortrag von Dr. 2L Neels. 19.15 bis 19.20 Uhr: Wirtschaftsmeldungen. 19.20 bis 19.45 Uhr: „Gustav Mahler", Dorttag von Prof. R. Specht, Wien. 20.15 bis 21.15 Uhr: Übertragung von Kassel: Max Reger, Lieder. 21.15 bis 22.15 Uhr: Cello-Konzert. Anschließend: Unterhaltungsmusik.
Wirtschaft.
Die VQutäLigkeiL in Preutzen im Jahre 1826.
Nach einer von der „Statistischen Korrespondenz" veröffentlichten Liebersicht betrug im Zähre 1926 in Preußen der Reinzugang an Wohngebäuden 55 376 und an Wohnungen 129 092. Die Zahl der überhaupt neuerbauten Gebäude stieg von 1925 bis 1926 von 104 826 auf 105 361 oder um 0,5 Proz., der Wohngebäude von 54 876 auf 61 079 oder um 11,3 Proz. und die Zahl der neuerbauten Wohnungen von 103492 auf 127 313 oder um 23,0 Proz. Die im Zahre 1925 einsehende Belebung der Bautätigkeit hätte sich demnach weiter fortgesetzt, allerdings nur noch soweit sie den Wohnungsbau betrifft. Zieht man nämlich die Zahl Der Wohngebäude von der Zahl der Gebäude insgesamt ab, so erhält man einen Zugang an Nichtwohngebäuden von 49 950 für 1925 und von nur 44 282 für 1926. Me Bautätigkeit für gewerbliche Zwecke hat älfo nachgelassen.
Don den 61 079 neu erbauten Wohnhäusern waren 53 362 Kleinhäuser mit 1 bis 2 Wohn- geschossen und höchstens 4 Wohnungen. Der Anteil der Kleinhäuser an der Gesamtzahl der neuerbauten Wohnhäuser betrug also 87,4 Proz. und war ungefähr ebenso groß wie in den Vorjahren.
Der Zugang von Wohnungen stellte sich auf insgefamt 139189. Davon entstanden durch Neubau in Wohngebäuden 125 499 oder 90,2 Proz., durch Neubau in anderen Gebäuden 1814 oder 1,3 Proz. und durch Umbau 11 876 oder 8,5 Proz. Nach Abzug der durch Abbrüche, Brände, Umbauten usw. weggefaUenen Wohnungen blieb ein nutzbarer Reinzugang von 129 092 Wohnungen.
Die Bautätigkeit lieferte im Staatsdurch- schnitt auf je 1000 Einwohner etwa l1/» Wohngebäude und 31/3 Wohnungen. Die höchste Zahl von Wohnungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurde wie in dem Vorjahre in Dem Regierungsbezirk Schnei Dernühl erbaut. Nächst Schnei Dernühl hatds der Regierungsbezirk Wiesbaden Die lebhafteste Wohnungsbautätigkeit, Die Dort 4,20 Wohnungen auf 1000 Einwohner lieferte. Arn geringsten war Der Reinzugang in Den Regierungsbezirken Sigmaringen unD Gumbinnen mit 1,92 unD 2,00 Wohnungen auf 1000 Einwohner. Bemerkenswert ist, daß die Stadt Berlin im Zahre 1926 zum erstenmal eine über durchschnittliche Bautätigkeit aufwies, während Die in Den Vorjahren zum Teil erheblich unter Dem Durchschnitt stand. Die Gliederung nach Gemeindegrößenklassen läßt erkennen, daß die Großstädte in den Zähren 1924 und 1925 pro Kopf Der Einwohner den geringsten Reinzugang an Wohnungen aufweisen.
Nach einer Schätzung des Zu- und Abgangs an Haushaltungen auf Grund der Eheschließun- gen und der Sterbefälle ergibt sich aus Den für 1926 vorliegenden Zahlen, daß im Zahre 1926 in Preußen 257 356 Haushaltungen gegründet und 115 073 aufgelöst worden sind, mithin ein Reinzugang von 142 283 Haushaltungen vorliegt. Diesem vermutlichen Reinzuwachs von 142283 Haushaltungen stand ein Reinzugang v 0 n 1 2 9 0 9 2 Wohnungen gegenüber. Die Bautätigkeit hätte demnach also noch nicht gans ausgereicht, um sämtliche im Zahre 1926 neu hinzugekommenen Haushaltungen in selbständige Wohnungen unterzubringen.
Dies hätte Der Angeklagte um so eher tun müssen, als Dem Angeklagten und jedem in Der Dortigen Gegend jener Frühzug als fahrplanmäßig bekannt ist. Wenn Der Angeklagte diese Feststellung nicht während der Fahrt treffen konnte, so mußte er eben anhalten. Immerhin wurde die Strafe des Strafbefehls von 50 Mk. auf 30 M k. ermäßigt, Da sich zugunsten des Angeklagten m Der Hauptverhandlung einige strafmildernde Umstände ergeben hatten.
Berlin
Sckluh. Anfang
Kurs! Kurs
.7 .8 lü 10 .6 10 10 . 8 10
......... 7
Siemens & Halske . ... 16 Transradio...... . . . .8
Lahmever L To .9
Buderuö ........ 0 deutsche Erdöl ..... .6
Essener Sieinkohle 8 Gelsenkirchener . f. »/, I. 1 Harpener...........8
HoeschC-tsen ....... .5
Ilse Bergbau ...... .8 Klöcknerwerke ...... .5 Köln-Neucsscn .... .e'/z '.UianncSmann . . ,f. »/. I. 4 ManSieldrr 7 Obcrschles- Eiscnb. Bedarf 0 Oberfchlcs. Kokswerle . . .0 Phönix Bergbau. f. I 3 Rheinische Braunkohlen . 10
Rheinstalll.........0
Ricbeck Montan
Bereinigte Stahlw. f.3 Otavi Minen 1 sh Kali Aschersleben KaliWesteregeln 10
Kaliwerk Salzdetfurth. . 12 3- G. ffarbcn-Jndusttte. 10 Dynamit Nobel 0 Ccheideanstalt ...... .8 Goldschmidt 5
Rütgcrswerke ....... 0
Metallgesellschaft 10
* Rationali sierung im Siegerland. Die zum Konzern der Charlottenhütte gehörige Eiserner Hütte in Eisern wird laut Rheinisch-West- älischer Zeitung abgebrochen, ebenso die Abteilung der Wießener Hütte, die Heinrichshütte in Au a. d. Sieg. Die Abbrucharbeiten der Marienhütte, früher Rombacher Hüttenwerke, in Eiserfeld, nehmen ihren Fortgang. Es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, daß auch die den Kölsch-Fölzer-Werken gehörige Eisenfelder Hütte vom Erdboden verschwindet. Dem Vernehmen nach bestand auch die Absicht, die früher unter dem Köhn-Müsener Verein betriebene Hochofenanlage im Kreuztal, bestehend aus drei Defen usw., abzureißen. Der Widerstand von gewisser Seite innerhalb der Vereinigten Stahlwerke soll aber die Aufhebung des Planes zur Folge gehabt haben.
___________Datum:
Bi Nivv Holzmann . . . Heidelberger Ccment . . Cemcnk Karlstadt.... Wayß & Freitag Schultheis Patzenhofer. Ostwcrke.........
Ber. Glanzstoff Bemberg....... .
ZelMol' Waldhof.... Zellstoff Aschaffenburg .
Charlottenburger Wasser 9 cssaucr GaS Daimler Motoren....
Demag Adlcrwerke Kleher. . ..
Ludw. Loeire ......
Nat. Automobil......
Orenstein & Koppel.... 4 Linke Hofmann ..... 0 Leonhard Tiev. ..... x Bamaa-Megum ..... n Franks. Maschinen .... 0 (hriyncr ..... 7 Hcvligcnstaedt ..... 0 ftunghans ..... 6 Lechwerke ........ « Mainkraftwerke ..... s Miag 20
Nckarsulmer ....... » Peters Union ...... 3 Kebr. Roeder . ..... 20 Doigt 4 Haeffner .... 6
Sndd. Zucker ...... 0
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter b-n Papieren ang-Mrl-n Ziffern g-b-n dl- Höh- d-r zuletzt b-lchl°ff-n-n Dividende an. - N-ichsbauIdiSkvnt 6 Prozent, Lombardzinsfuff 7 Prozent.
Berlin, August.______
Hramöfische ’Jiottfii......
Holländische Noten italienische Noten Norwegische Noten Deutsch. Oestcrr, 5100 Kronen Rumänische Noten Schwedische Noten Schweizer Noten ...... Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten ...
(Selb
Brief
10,4?
16,53
167.93
168,61
22,90
23,00
108,93
10% 3 7
59.16
69,40
2,685
2.605
112,47
112,91
80,93
bl 25
70,63
70,9t
12.41
12,47
73,20
73.50
Frankfurt a M
Berlin
Schluh» Kurs
l'Uhr- Kurs
Schluß- Kurs
Anfang Kurs
_______ Datum:
23. 8.
24. 8.
23.8.
24. 8-
Wo Dt. Reichsanlcihe v. 1927
—
_
87,5
Dt. Aul Ab los Schuld mit
Auölos-Rechten . . . . .
.'7.75
57,9
58,2
58.1
Desgl. ohne Auslos.-Rechten 7°/o Hrcmkf. Hnp.'Bk. Goppf. unkundbar bis 1932 ....
15,13
15,1
15,5
15,1
i’/a/o Rheinische Hpp -Bank Liqu -Äoldpf .....
VI E. IS. abg BorkrtegS-Ob-
ligationen, rückzahlbar 1932
_
1% Schweiz. Bundesb.-Anl.
—
_
4% Oestereichische Goldrle. .
26.7
_
—
_
>,20"/» Oesterreich. Silberrte. . i'7o Oesterreich, einheill. Rte
5.25
_
5,7
_
_
4°/0 Ungarische Goldrle. . . .
24.75
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24.9
25
l°/o Ungarische Slaatsr. v. 1910
22,5
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17s% desgl. von 1913 ....
4J/0 Ungarische Äronenrte . .
—
_
23,5
—
—
2,3
Türk, ^ollanlcche v 1911
13,5
—
13,9
13,25
4»/, Türk. Bagdadbahn-Anl.
Serie I............
l°/o desgl. Serie II......
4°/o Rumänen convert. Rte.
14.26 5,5
—
14.5
13,75
Vf Io Rumänen Goldanl. .
von 1913 ......., . .
15,75
—
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—
Allg Deutsche Eisenbahn .4'/»
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—
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Hamburg-Amerika Paket. . 6 vamb.-Südam Tampfsch. .8
147,25
149
149,25
223
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222
Hansa Dampfschiff ... .6
Norddeutscher Lloyd .... 6
—
224
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148
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Allg. Deutsche Crcditanst.. 10
146.25
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145,9
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Barm.r Bankverein ... 10
Berliner Handelsaesellsch. 12
Commerz- und Privat-Bk. 11
147.5
118
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249
174
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247,75
175.5
174
Tarmst. u. Nationalbauk. 12
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226,75
228
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Deutsche Bank..... • 10
159.75
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Diskonto-Gesellschaft Ant. 10
157
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157
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Dresdner Bank......10
162.5
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163.75
162.25
Mitteldeutsche Creditbcmk ■ 9
212
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245
Metallbau!..........8
143.5
143
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Reichsbcutt......... 10
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170,66
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163
164
155
154,25
155,4
164.5
199
198
199
199
—
—
174.65
174,5
270
265
266-5
265
156,5
155,5
155,25
155,75
—
—
175,13
170
176
176
177,7".
176,65
131
130,75
130
130
97,5
—
98.5
97.25
—
—
99,75
97,4
U6.75
116,5
H7.25
116,4
248
249
250,25
248.5
195 5
195,5
196
194
168
—
168
169
130.4
130
130.65
130.65
34
—
33 5
—
175
—
177
175
184
184.5
185
183.5
239
—
237
237
291
290
292
290
—
—-
141
140,5
208
210
132
132
131.5
131
98
97
97,75
97
182,5
—
. 12
192
193,75
. 8
142
—
. .8
186
. 10
165
163,5
. 15
—
_
—
—
—
—
—
. 12
j26,5
325.25
. 10
202
201,5
• /
. 8
—
. 0
118,5
118
. 0
—
—
. 0
115,5
114,5
. 10
—
-
23. August.
24. August.
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
ISCID
Bncc
Geld
1 Brief
Amft-.Rol'
168,21
168,55
168.11
168,45
Buen.-AireS
1,7»9
1,793
1,792
1.796
Brfs.-Antw
58,41
68,53
58,39
68,51
Ehristiania.
109,19
109.41
109,05
109,27
Kopenhagen
112,43
112,65
112,37
112,59
Stockholni . Hclstngfors.
112,61
112,90
112,57
112,79
10,57
10,59
10,562
10,582
Italien. . .
22,89
22.93
22,86
22,90
London. . .
Ncuyork . .
20.4 05
20.445
20,395
20,435
1,1965
4,2045
4,195
4,203
Paris....
Schweiz ..
16,445
16,485
16,44
16,48
t0,91
öl,07
60,87
81,03
Spanien . .
70,81
70,95
70,68
70,82
Japan .. . Rio d: Jan.
1,987
1.991
1,989
1,993
„4965
0.498-5
0,496
0,498
Wien in D.°
Oe st. abgcst
69,14
69,26
69,10
69,22
Prag ....
12,44
7,391
12,46
12,427
12,447
Belgrad . .
7,405
7,383
7,397
Budapest. . Bulgarien .
78,40 3,037
73,54
3,043
73,37
6,032
73,51
3,038
Lissabon . .
20,70
20,74
2U,7i5
20,7j5
Taniig. . . Konstantin.
81,36
81.52
81,325
81,485
2,093
2,097
2,088
2,092
Athen. . .
Canada . .
5,544
6,556
5,494
5.606
4,198
4,206
4.194
4.103
Um ,uay. .
4.206
4.214
4,196
4,-04
Tatro . . .
20.93
20,97
20.92
20,96
Berlin, 23 August.
«Selb
Briet
Amerikanische Noten.....
4.184
4,204
Belgische Noten ... ...
Dänische Noten ......
58,35
112,25
58,59
112,71
Englische Noten .......
20,385
20,465


