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Oberheffen.

Landkreis Gie-e»

y Dies eck. 22. Dez Der lebte Samstag brachte in unserer Kirche fünf Trauungen Mt ist in unserer Gemeinde noch nie vvr- gekommen.

00 K le i n - LI n d« n , 22 De*. Der bekannte Kirchenmaler Otto Ä t e n j I e (Darmstadt) arbeitet gegenwärtig In unserer Kirche an der künstlerischen äuifleffadunfl der Felder an der Empore, »an hofft, dah noch in biefer Woche die Hrbetlen beendet lein werden, |o daß bis zum Dethnachtsfest auch die letzten Arbeiten der Kirchenerneuerung abfle- ichlosten fein dürften.

t Lollar, 22. De*. Der Vorstand des hie- - wn Turnvereins hat bei der (Bauleitung de« Lahn-Dünsberg-TurUgaUes sich um die Uebertragung des Gauturnfestcs für 1928 beworben Auf Grund der inzwlfcpen ringe- qangenen Zusage der Gaule timg toaren di« Sfit- Üteder de» Turnverein« Lollar zu einer außer- ordentlichen Generalversammlung «n berufen wor­den. Die Versammlung hat sich einstimmig tüt bie Uehcrnahme des Turnfestes ausg . unenb war der

daß der Verein feit dem 3ahre 1913 keinerlei grohere Festlichkeiten gefeiert hat und im körn- nrenden Jahr' auf fein 45jähr qes Bestehen zu- rüdbllden kann. Als Zeit der Abhaltung des Hefte» wurde der 30. 3 u n i und der 1. und 2. 3 a I i 1928 bestimmt Die Vorarbeiten werden in aller Kürze ausgenommen werden, insbesondere wird eine für Januar 1928 vorgesehene Versamm­lung die Wohl des Ausschusses vornehmen.

Y Aüddingshausen. 22. X«a. Hier stürzte heut« mittag Infolge des Glatt­eise» die Dienstmagd des Landwirtes Ditz­ler beim Dang In das Backhaus so unglücklich, daß sie nach Hause getragen Verden muht«. Sie hat vermutlich einen Knvchelbruch er­litten.

ß Sich. 22.Dez Ger Vtabtvorstand be­schäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung erneut mit dem Prosekt eine» Poft Neubaues. Für die Errichtung dieses Aeuboues ist das städtische Gelände zwilchen Wetter und Deidgraben an der Bahnhofstraße vorgesehen Seiten- der Ober­postdirektion ist gegen die Beibehaltung einer fünf Meter breiten dsfentlichen Straße entlang der Detter Einspruch erhoben und ausgeführt worben, daß bi« Errichtung einer Uferstützmauer und die Herstellung und Befestigung Vieser Straße erhebliche Kosten verursache, die mcht zu Lasten des Postneubaue« verrechnet werden kbnnten und allein von der Stadt getragen werden müßten. Weiterhin würde der projektierte Aeubau auch näher an den Deidgraben herangerückt werden müssen, wodurch wieder eine Uferbefestigung durch eine sebr hohe Stützmauer notwendig werde. Aach eingehender Aussprache verzichtete der Stadtvorstand auf die vorgesehene Straße und beschloß. lediglich einen ca. zwei Meter breiten Fußweg. der als Zugang zu der hinter dem Bauplatz liegenden städtisch« Bleich« dienen soll, entlang der Wetter an zulegen. Die projektierte Wagenhalle soll direkt hinter das Gebäude zu stehen kommen Weiter hat die Oberpoftdirektion der Stadtverwaltung vorgeschlagen, bi« Erbauung des Postamtes nach den von der Post aufae- stellten Plänen vorzunehmen, den Bauplatz ein­schließlich Garten mit einer Nutzfläche von min­destens 1000 Quadratmeter selten» der Stadt unberechnet zur Verfügung zu stellen, mit der Aeichspoftverwoltung einen Darlehens- und Mtel- vertrog abzuschließen und die Mietberechnung aus der Grundlage vorzunehmen. daß für die von der Aeichspostvervaltung gegebene erste Hhpothek eine Verzinsung von voraussichtlich o Prozent und für da» restliche Baugeld eine solche von vorau-sichtlich 9 Prozent In Ansatz gebracht wird Hierbei müsse berücksichtigt wer­den, daß die Instandhaltung deS Geväudes Sache der Aeichspostverwaltung sei. Der Stadtvorstand stimmte den Vorschlägen zu. Die Aeichspostver­waltung will ihrerseit» die Verpflichtung über­nehmen. den velbstanschlußbetrieb in dem neuen Gebäude mit dellen Fertigstellung einzurichten. Dieses Entgegenkommen fand all­gemeine Anerkennung - Die Schulleitung der hiesigen Volksschule will infolge der Un- zulänalichkeit der Aufbewahrungsräume für Lernmittel in dem alten Schulgebäude eine Aelhe notwendiger Anschaffungen vis zur beabsichtigten Erbauung eine» neuen Schul- Hauses zurückstellen und beantragte gleichzeitig.

di« verzinslich« Anlegung der h* laufenden Aech- nungsjabre eingefparten Vorsehung, fowir der für die folgenden Rechnungsjahre zur Verfügung stehenden Kredite. Der Antrag fand Zustimmung. Gegen Ende dieses Jahres hat sich bie städtische Schafherde um et ne am not Anzahl Schafe verkleinert. Ein hiesiger Land­wirt, der den Pferch vor der Verringerung der Herde geftetgert hat. fühlte sich benachteiligt und ersuchte um Ermäßigung des Pferchgeldes. Das Gesuch verfiel der Ablehnung, da eine be­sondere Benachtetligung des Steigerer» nicht an­erkannt werden tonnte. Auf Ansuchen bin wurde dem hiefigen Amtsgericht der Brrnnholzbedarf wie ht den Vorjahren irrt händig »um durchschnittlichen Versteige runqs- rrlös uberlalsrn. Vor Schluß der öffentlichen Sitzung gab der Bürgermeister Kenntnis von einem Schreiben des Deflügcl^uchtver- ein- Lich und Umgegend, worin dieser seinen Dank für die Bewilligung von Ehren­preisen anläßlich der am 11. und 12. d M. statt- gesundenen Geflügelansstellung ausfpricht.

ig-Göns. 22 D rz. Der Landwirt und Möbelhandler August Weil stürzte vom Scheunenaerüst so unglücklich, daß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werben mußte

Kreis Ariedberg

vb. B u tz b a ch, 22. Dez. Der heutige Aind - o i e h - und Schwelnemarkt war infolge des überaus fplech.'en Wetters und der vereisten Landstraßen sehr schlecht befahren. Atnbvieh war überhaupt kein Stück, und Schwein« insgesamt 83 Stück auf getrieben. Da fast keine Käufer da waren, war der Handel flau. Ebenso war der Krammarkt lehr schlecht beschickt. Bl« zum Eintritt des ZrosteS wurden hier täglich noch Aepfel unb Kartoffeln verladen. Aach den an* gestellten Erhebungen bei der Stadlwaaae unb den Privatwaagen dürften bei dem piefigen Bahnhof rund 2500 Tonnen Aepfel und rund 1 800 Tonnen Kartoffeln ver­laden worben fein. Der Aelterverein Butzbach und Umgegend hat feit Srniefchluß feine Tätigkeit aufgenommen und di« jetzt acht Aeitstunden an Sonntagen abgchalten. Heuer» hingt findet auf Dtmich auswärtiger Aeiter auch an Wochentagen Aeit unterricht statt. Der Verein hofft, bis zum Faselmarkt, der im April f. 3. stattsindet. Aeitvorführungen darbieten zu können.

G Dambacd. 22. Dez. Die hiefige Volks­schule veranstaltete Im Saale der Gastwirtschaft von Weisel eine Weihnachtsfeier, die von der Einwohnerschaft außerordentlich zahlreich be­sucht war. Die Kinder brachten In anerkennens­werter Weise .Das Eitelborner Krippenspiel. ein ernstes Spiel von der Geburt Ehrtstt" zur Auf- fübrung. Di« Zuschauer nahmen die Darbietung mit lebholtem Beifall für die Mitwirkenden und deren Leiter, Lehrer L ach in, auf. Auch bie Leistungen eines jugendlichen Streichorchesters unter Lehrer Ql Iler fanden volle Anerken­nung. Der finanzielle Ertrag de« Abends war gut, der Ueberschuß wird zur Bezahlung eines für die Volksschule angeschassten Leitzschen Epi­diaskops Verwendung finden.

e Steinfurth, 22 Dez. Man schreibt uns: Die Familie Fritz von Löw und die Familie Erwin von Löw, letztere vertreten durch die Obervormundschaft und den Aenieiverwalter, ver­kauften seit dem Jahre 1919 bis zum heutigen Tage von ihrem Ftdeikommiheigentum. welches ungefähr an 60 kleinbäuerliche Betriebe verpachtet ist, etwa 400 Aormalmorg«n Land. Die ersten Käufe sind mit Genehmigung des Qanbamt# manne* geschehen, welche nach der gesetzlichen Auslegung nötig war! später brauchte man sie nicht mehr. KLuser waren der Staat, die Ge­meinde und etwa 50 Kleinbauern, di«, um ihre Betrieb« überhaupt ausrechterhalten zu können, aextounflen waren, das Land »u lausen, andern­falls es in fremd« Hände üveraegangen wäre, was trotz alledem zum Teil auch geschehen ist. Di« Käus« waren den jeweiligen Geldverhält- nifsen angepaßt und mit sehr schweren Opfern verbunden, da die Kaufsumme sofort restlos be­zahlt werben mußte. Gegen dies« Käufe haben nun die Übrigen Agnaten Einspruch erhoben. Daraus wurde jetzt nachstehendes Schrei­ben vom Amtsgericht Bad-Aauhelm den Käusern zugestellt. ..20. 3uni 1927. ES wirb von Amtswegen «in Widerspruch gegen die Aich- tigkeit des Grundbuches eingetragen deS In­halts. daß das Eigentum an dem unter Ar..,

eingetragenen Grundstück nicht den im TVel auf­geführten (folgt Hamen) zustehe, »ondern dem FamUieüfibeikcnnm.ß der Gefamtfamiit« brr Frei- Herrn Löw von unb zu Steinfurth- (folgt Unterschrift., ®ui Teil der Grundstücke ft mit Häusern und Holreiian bebaut worden, weiche zum Teil mt: Htzporheken belastet sind Es ent» «eßen jetzt bit erdenklichsten Schwierigkeiten. Zum Teil lind di« Grundstücke schon w-eder in zweite und dritte Hand üb«gegangen. Man ist geipanvr. wie dieser Aechfsstreit ausgehen wird.

Kreitz Vuv»nge».

T Aibda, 22 Dez Der Sonbeezug der Aeichsbahnbirektton Mainz, der tu diesem Jahre noch Hartmannshatn unb Scdot- ten führte toll im kommenden Jahr Aidda und Bad Salzßauien als Ziel Haden. In einet Konteren, auf der Brrnrler der Silen- bahndirevion unb die örtlichen JnNTe'frntfn zu­gegen waren wurde der 3. 3 u n t für di« Sank er­fahrt sestgelegt. Dieser Sonntag hat insofern noch Zn« besondere Bedeutung, als an diesem Tage die Hauptversammlung des Gesamt- D.H.E. hier ftattfindet.

Ü Bleichenbach. 22 Dcz Die Ge' fübrung und Leitung des hiesigen Spar - und D a rl«hn ska sf enve r e i n s geht am 1.Ja­nuar 1928 in ander« Hande über Der seitherige Aechner. Lehrer i A. Höhn, tritt au« AiterS- rücksichten zurück, fein Ami übernimmt der seit­herige Vorsteher des Vereins. Lehrer S ch n l e r I e. Bahn ass > ft en t Kraul, seither Vorsitzender des Auslichtsrates, übernimmt die Leitung des Ver­eins. während Landwirt Karl Heß an freiten Posten tritt. Trotz widriger Umstände cn tändelt sich der 4 Jahre alte Verein weiter auswärts. - Untere Schule hatte gestern ihre Weih­nacht s s «i« r. Ste war für bie Kinber die Erfüllung der in den vorangegangenen Advents- feiern genährten Hof nung im HaLmen der Schule Zu dem Lichte der 4 Kerzen des Advent, kränzt unb bes -leuchter» erstrahlte der hohe Weih- nachtsbaum im Glanze zahlreicher Kerzen unb ba- neben auf weißen Tischen bie Gaben ber Liebe WeibnachtSUed. -spruch unb -gedicht. Ansprache unb Erzählung umrahmten bie vom Knecht Au- prechk geleitete Bescherung. Spenden der Gemeind« und der Eltern hatten sie ermöglicht.

Krcis Lchoktcn.

Schotten, 22. Dez. Aach den Feststel­lungen der Körkommission werden von den 53 Gemeinden deS Kreises in 27 Fleckvieh­zucht. in 19 Aot- und Fleckviehzucht und nur in 7 reine R o tv iehz uch t getrie­ben. In diesem Jahre find, veranlaßt durch die überragenden Erfolge des Vogelsberger Ain- de«. auf den verschiedenen Ausstellungen 5 Ge­meinden zur Rotvichzucht zurückgekehrt. Die Ge­meinden Gedern. Bulenborn, EinartShaulen. Hartmannshain und Weiches teilen sich in die Anerkennung bie stattlichsten und bestgepflcg- testen Zuchtbullen aufweisen zu können. Schas- Herden werden noch in ' . aller Gemeinden gehalten

U l f a, 22. D«^ Die seltene Feier der D i o- ma n t e n en Hochzeit begingen dieser Tag« Philipp Fleischer und Gattin OHargant« fl«b. Eiser D«r Jubilar zählt 81, die Jubilarin 83 Jahre Landeskirch«. Kirchenvorstand und Ge­sangverein brachten dem hochbetagten Jubelpaar ihre Glückwünsche bar.

Kreitz Alsfeld.

w 3liib«r-CB#mflnben, 22. D«z. Hm Sonntag veranstaltete der hiesige «van gell Ich« 5raueno«r«in einen zahlreich besuchten Fa- milienabenb, b«r zugleich eine Degrüfcung uns «re» neuen Pfarrer» Keichert mar. 6d>wefter Hnna hatte den Schulkindern fünf Theolerstückchen iveidnochtlichen Inhalt» eingeudt. di« sämtlich in tzüblcher Weise zur Ausführung gelangten und mei Beifall fnden. 3m Namen de» Verein» richtete Leh­rer Wilhelm herzliche Begrußung»wort« an den neuen Seestorger, der mit wannen Dorten dank:« und um bk talfrflfha« Unterstützung de» Herein» bei der Arbeit zum Dohle der wmeirtix bot Ilnt gemeinsame Raffeetaftl bildete den HuNlong de» wohlgelungenen Abend». Der Neinenraa ber Ber- anftaltung kommt der hiesigen jtnmfenpilegeftalion zugute.

Preußen.

Kreitz Wetzlar.

t- 2tz doch. 22.Dez. Bei einer diclrr Tage in bet hiesigen Gemarkung ftattgehabten Treib-

| a g b wurden über 123 Hasen erlegt e*n fto bie d csiähr.gen Verhältnisse außerordenAich^ stiges Ergebnis

Lützellinden 22.1k«. Die Woh - nung-dautätigkei! hat in diesem Jahre auch In uxfemn Orte an Umlong zugenom­men Während sich de Bautätigkeit tm Vorjahre ledig'.ich auf landw.rt^chastliche Umbauten nnb Aeparaturen erstreckt« und Wohngebäude über­haupt nicht entstanden, wurden in btdem Jahre ,nxt Wohnhäu rr erbaut weiterhin sanden die Bauarbeiter bei den all »ährtich vorkommenden An- und Umbauter, sowie auch bet '3kg«beulen tat immer Beschäftigung In den Nachkrlcgs- iobren wurden frier noch feine 20 Häuser gebaut, tm Vergleich zu der Größ« untere* Orte» ein lebe niedriges JtefuItaL Di« frkl.ge Klein- klnderschui « h c t am Conntogatwnb in bet Kirch« ihre bi«»iAbr :g< D e i h n a ch t s s e l e r ab. D e Nein« Schar fratt - unter Leitung von Schwe­ster Luise Aühl zahtr, . Weu)^rchi»li,'>cr und pa"end« Tcflamtii.onen e ngeübt. welch« di« Kleinen mit lobtn»«pertem Ei er r.rtrügen. Pfar­rer Koch hielt «m« kurz« Ansprache. Die 5riet wurde durch Gefangsvorträgc he» Gemilchten 2 ho ces verschöni. St« Kinder erhielten mancherlei Geschenke, beten Kost n ans dem Era.-bnis einet ^elb'amm'ung bestritten waren Sie Kollekte wurde dem DiokonissenmuNerhamtz zu Aonuen- weier zuaeführt.

- - Au» dem Hüttenberg. 22. D«tz In den letzten Taaen vor Weihnachten bat in den Dörfern des Hütimderas ein« start« Nach­frage nach setten Gänfen eingesetzt. Fatz als xuriMum muß es bezeichnet werden, daß der An- unb Verkauf der fetten Gänf« fast nutt nvch durch Handlet aus H-msbetm unb Hoch.lfreim er­folgt unb nur noch vereinzelt von den uchtern an Privatkunbschalt in bat Stadt verlaust wird, während in früheren Jahren auf den Dochen- märkten bet Umgegend die Bauers.rauen oft lrundenlong bet Fron unb Schnee auf den Käu­fer warten mußten. Die dtcriävrGänsepteife find den vorjährigen fast gleich, sie betragen |« nach Alter und Größe der leiten Gänse bis l Jo Mark pro Pfund

Maiaga«.

LPD. Frankfurt a. M . 22. Dez. Bekannt­lich wurde vor wenigen Tagen die Ehefrau Hen­ning auf ber Wilbtlm»bruke von einem Au t o überfahren und getötet. Aunmefrr wurde der Chauffeur des Unglücksautos. der nach Zeugenaussage auf der falschen Seite in sehr schnellem Tempo fuhr, s e st ge­nommen.

WS2! Frankfurt a.D. 22 Dn Det Magistrat und die StadtverordnetenverlammlunM haben beschlofsen, auch die jetzt neu errichteten 442 Wohnhäuser in der SledlunG Praunheim, welche Anlang kommendem Jah­res bezugsfertig werden, als Arlchsheim- Ritten zu verlausen. Die Kiafprrif« be­tragen etwa 15 000 bis 20 500 UZt für bW Drei-. Bier- unb FünfzimmerhäiUer und etwa 22 300 Mk. für bas Zweifamilirnhaus mit ver­mietbarer Wohnung Das durch den 'Bitte- rungsumschlag hervorgerufenc Glatteis hat zu verschiedenen Verkehrsstörungen unb Unfällen geführt An zwei Stellen ent- gleisten Straßenbahnwagen, fo an bet Hailpttociche und auf der Waiirner Landstraße. Bet letzterem Falle wurde ein Wann durch «mr Echirnerfchüilerung schwer verletzt Sine ganze Aelhe von Straßenpasfanten kam z u Fall und erlitt Beinbrüche oder Verletzungen am Hinterkopf, tm Geficht. an Annen und Händen.

Auch OarmflaM ohne Licht.

Upb Darmstadt, 22. Dez. Seit freut« nach­mittag 8 Uhr ist In der Stromzuführung de» lflrflrHit«it»roer(» eile U n t « r b r r - d) u n g eirmetreten, so daß ba» ganz« Stadtgebiet leit dieser Zelt ohne Sicht ist auch di« Straßen bahn verkehrt nicht Die Ursache der Störung ist noch mcht bekannt. In den Gkirt? iftm unb Wohnungen behilft man sich mit Kerzenlicht

Brand im DmlSqerichiSgebäud«

WSN. 6 eiter iW^kerwald), 22 Dez Im hiesigen Amt»a«richt»gebäub« brich freut« morgen um 8 Uhr «In Branb aus. dem läintlich« Proz«ßakt«n des Jahres 1927 ,u rn Opfer fielen. Als oennuttiche Brand«»lache

Es Ist übrigen« nicht sicher, ob da« nur eine stocksteife Puppe ist. es Ist gar nicht sicher ob sie fo still sitzt Auch der Hirsch steht da. als ob er auf etwa« warte

Hoffentlich kommt nun die Mutter nicht gleich. Wenn er jetzt nur noch ein klein wenig fo weiter­betet. dann bann wirb bas Ehriftkfnd vom Schlitten aufftebn. unb. Es wird zuerst vom Schlitten aufftebn Eben nickt es schon mit dem Kopf, ganz, ganz fein, zitternd fein. Sein Händ­chen. fein linkes Händchen winkt der. ja. gan* bestimmt, freut Mittag hat es fräs Händchen noch nicht fo gehalten. Hon« Mchlmann atmet nicht mehr Er frört es Ichon freutlich fprechen .Jetzt warte nur noch «in kl«ln«s Weilchen Hans Meßlmann und bete weiter: siehst du ich will gerade vom Schlitten auf Rehn . Jetzt muß «s geschebn. Ehrtstklnd komm, »hristklnd. komm Es bat sich bewegt es bat sich deutlich bewegt

Drüben Ist das Licht ausgegangen. Hans Mehimann rutlchl vor Angst fort vom Stuhl Aber er hält sich. 3a. das Ehr,stl,nd sitzt jetzt nicht mehr im Schaufenster es ist schon unterwegs, cs muß gleich kommen. Tränen steigen ihm in die Augen

Plötzlich geht hinter Ihm di« Stubentür auf. Grelles Licht dringt ins Zimmer Ter Klein« am Fenster schreit aus und hält Uch bi« Hände vor die Augen Die Mutter nimmt sein Köpfchen an die Brust unb streichelt ihn über# Haar ,Aa. warst IchSn brav. Hans, warft schön braut Sie riecht nach warmem Vackwerl Ader Hans Mchlmann vergräbt sein Gesicht in tue BaZ. schürz« der Mutter und schluchzt, fchluchzi rttf und ausdauernd Er will ins Bett, er will keinen Brei mehr. Er will dem Vater mcht mehr Gutnachl saaen. Er will »ns Bett und die Augen zumachen Die Muller tut ihm den Willen

Wer weiß, vielleicht kommt es doch noch zu ihm. ganz allein zu Ihm...

Hasen-Legendchen.

Von Margaret« Bruch.

Ein Deiner Hase lag ht feiner Sandluhie mit­ten zwilchen den Feldern Die Nacht war nicht lehr fgt es glitzerten die Stern«. Irvtzfrem fror

das Häsl«in. und ein wenig hungrig war es auch. Zugleich zuckte ihm eine sonderbare Unruhe durch bie ©lieber. Bald bewegte es die Ohren hin und her. bald schnupperte es über den Aand der Kuhle, oder es verändert« seine Steilung, um bequemer zu liegen. An Schlas war nicht zu denken.

Der kleine Hafe ichien nicht das einzige Wesen zu sein, das In dieser Nacht wachte 3n einiger Entsernung. dort wo die Hirten bei ihren Her- fren waren, bellten von Zeit zu Zeit schlaftrunken die Schäferhunde. und zu huschte ein aufgc« fcheuchler Vogel durch da» Gebüsch. Angstvoll lauschte der Has« dem Knistern bes dürren Laubes.

Aus einmal richtet« sich der Has« In der Sandkuhl« kerzengerade hoch und blickte starr nach dem Tanncnwalde hinüber, hinter dem strah­lende Lichlbundcl «mpvrlchosseu Aus ihnen ent­wickelte sich ein Stern langgefchwelft und über- u® flWn4enb. In dem Lichtkegel stand ber Engel der Verkündigung von Ühristi Geburr

Die Tromveienftöß« schmetterten bi« Won« au« seinem Hluntx zwilchen bie Hlnen nieder

.Biehe. ich rerkünbiqc euch groß« Freud«I Denn «uch ist heute der Heiland geboren f

Ss fang und sang der Eng«! Daß sie das Kind arm und in Windeln gewickelt finden wür- den zu Bethlehem im Stall« Und baß fortan Fnede unb Liebe die Welt regieren feilten untre feiner Herrtchafi

Unb bet Engel fchwieg

Einen Augenblick herrlchk Totenstill« auf der Erde Des Häsleins Herz Hopft« zum 3er- fbringen Das würbe nun acfchehenf

Dann brach draußen der Jubel aus unter den Hirten bes Feldes.

Und sie stürmten gen Belhleßem mit ihren Herden und Hunden und ließen dl« Hürve« im Stich

Unb der Stern wanderte Es wandert« In feinem Lichtschein ber große Engel mit ihm.

Es wandert«! za ablonßerlich geformten Wol­ken gehallt, bie frimmli<*en Hereicharcn g<n Beth­lehem

Das stein sah. wie der Stern stille stand und aNes flch ordnete daß Htmu'el und Erde zu einem Ganzen unauflösbar verbunden fchienen.

Und es hörte wie Meeresrauschen die fernen Lobgesänge

Wieder lag Stille über dem nächtlichen Felde

Aber des Häschcns Herz pochte wild im Takt der frommen Gelänge.

.Ich muß ihnen nach dachte es erregt. .Vielleicht fogar wahrscheinlich Ist «s mein Tod- aber ich muß. Ich muß dieses Kind in der Krippe sehen f

Da slog dicht über dem Hafen ein Kräfrenpaar vorüber

.Darum schlaft ihr nicht?- rief der Hake hinauf. .Aus dem gleichen Grunde, der dich wach MltT riefen die Vogel .Dir fliegen nach Veth- lefremt"

.Darum tut ihr t*T

-Das wiffen wir nicht- es ist ein Vekehl in un«l-

Der Deine Hafe fprang mit einem San aus der Kuhle. Dann mach;.- er drei Purzelbäume und raße davon, dem Licht« utzd den Lobgefängen entgegen.

Er bemerkte gar nicht, daß neben Ifrm cm Fuchs lief und über ihm ein Habicht flog. Unb letn« Todfeinde fchien.-n auch ihn nicht ,u fefren.

Di« in f"inle<cr Flucht stürzt« all« Kreatur aus der nächtlichen Fin'iernts hervor unb hin­ein in Bethlehem» Licht

Zu Bethlehem war bas Geburtstagsleü des Heilandes in vollem Gange

Kränze von musizierenk-n Engeln Idemtm den StaN Maria und 3oief knieten anbetend zwilchen flch bte Krippe m l dem leutlmben Kind

Es standen Ochs und Etel an ihrem Platz« Blumen 3 jrben unbionen«<fr<inc blitzten

Die Hirten knieten schweigend \» Vorder- 9runde Ss Dang Schluchzen aus Ihrer Hitfe Die Lchak zitterten Auch bie Hunde bebten in den Flanken Gruppen von Vögeln Ichmregten sich eng aneinander, als könnten fie so dei starken L-.cht- strvm. ber ununterbrochen durch bas Dach der Hütte ni« der stürzte, fUnfrfralcr ertragt*. 3br< nebicn Kehlen waren bedrängt von «rDachenden Liedern. Aber noch fangen allein ßi« Engel

Es nah«« glänzend bet Zug der heiligen drei Könige. Per!en unb Gvldgehang« breiteten 'ich um das EhrtstusAnb Blumc-.düN« des Morgen­landes guodm aus >uW«lengrtchm' ckten Aäucher- gefäßen.

Drei Kronen lagen demütig auf dem Stroh der Krippe.

Das Kind lächelte unter feinem Kränzchen au» Dinterrvfen und spendete Segen mit den Deinen Händen

Es erschien voller Glück und Freude

Der Deine Hafe aber faß zwilchen all diesem unerhörten Geschehen und 'uh unverwandt au! das Kind Er war flchertlch das unbebentenbRe unter allen 3k'en, die sich hier vertammeit hat­ten Er konnte nicht einmal fingen. Er hatte nichts zum Schenken, jo. er vermochte kaum, feiner FreuX fühlbarem Ausdruck zu nerfetfrew.

Er konnte bloß Männchen machen.

Unb da machte er Männchen!

Unb des heiligen Kindes Blick fiel auf den armen Hafen begriff. wie er flch darzubringen mühte in einer einzigen läch.-rlichen Gebärde und lockte Ihn mit liebreichen Dorren Da fprang der Hofe mit einem ungefreurrn Laz au' Mt Kripp« und an allen ©liebem zitternd mitten in ber Kron« des b«il<fl<n Dalrhalar Do» Ehrckktnd nahm das HLslem in bl« Arme und fagte milde »u Ihm

.Viel Hoß bu mir heul« geschenkt - all« dein« Furcht unb Zaghaftigkeit vor Menschen. Tieren und Dingen vrachtest bn mir zum Opfer, kleiner Hofe Aeich sollst fru dafür gesegnet fein. Solange auf Erden Menschen meinen Samen nenn n, sollst uch du unoergelfen bleiben Kein Feind mehr 'oll Mr noch Mn- L-«S-n trachten dürfen Der Kinder unsterblicher Chrrbo . sollst bu von heute ab fein. Freude zu bringen fei dein Ami onl Erden.-

Unb das heilige Kind liebkoste beruMgexb de« armen, ob ferner neuen Würde fast zn tobe er- chrockenen Hafen, fütterte ihn mit fälligen Aüben unb ben feinsten XobtMdttem und ließ ihn wie­der gehen lieber bir Kronen von Koipar unb Melchior hinweg I prang bat HLslein unb ge mann ben Boden

Wölk« Füchi« und Habichte bildeten ebt- furchtsvvl! Svalrcr vor dem ?ce-g«segneten bes Herrn. Aber ba» Häschen untedthieb nichts Ein- lne» mehr. Eg «pürtc nur flutende Därme, fuße Cdttigura unb aSjrunM cc Au he

Es fchlug drei Purzelbäume und lief in bie Locht zurück, au# der es gekommen war Hfntee ihm verklang Bethlehems unendlicher 3ubeL