Mtt olsbomi b#m demnächst von hier scheidenden vehrer Döhn wann« 'IDort« M QLbldjifM.
(D Ruttershausen. 22. Roo. Vei der vohruag de« Brunnen» für unsere ge- plant« Wasserleitung ist men in den letzten Tagen auf «rohe 2D j | | e r m fl l, < n gefloßen. Nachdem man schon bei 5 Meter Ties« einen Malier stand von Meter seststellen konnte, fließt bei der fegt erreicht-n Bohrtiefe von 6^0 Meter überau» viel Wasser in das Bohrloch ein Da» Wasser dringt in der angegebenen Tiefe seitlich au» der Richtung des Altenberges vor. woraus man bi» jetzt schließt. Laß e» sich nicht etwa um Wasser der Lahn, die ihren Laus etwa 200 Meter seitlich in der entgegengesetzten Richtung hat, handelt. Seit Donnerstag wird mit einer elektrisch ancelriebenen Pumpe in ununterbrochener Tag- und Nachtarbeit da» Wasser gefördert, um Feststellungen machen zu können. ob der Zulaus in gleid^e r starke anhalt, roae bi» heute der ^aU geblieben ist. Da» Wasser entströmt der Pumpe hell und klar in einem starken Strahl, nach oorgenommenen Messunaen stündlich 2.5 Kubikmeter. Nunmehr soll das Wasser durch dar Chemische Unterfuchungsami Gießen auf feine Brauchbarkeit al» Trinkwasser untersucht werden, wahrend di« Bohrung noch etwa 2 Meter fortgesetzt wird. Der Tagesbedarf unserer Gemeinde beträgt etwa AK Kubikmeter, so daß oorau»slchtlich große Wassermengen verfügbar bleiben dürsten.
t Obbornhofen. 22. Hcx>. Nachdem bet Dersaus des hk’lgen .Obborn«' an bfe „befrag A G." gerichtlich getätigt ist. läßt die Käuferin gegenwärtig die CBrunnenfaf- f un g vornehmen. Die Arbeiten werden durch da« Liesbauun'ernehmen Stefan Kuhn. 3n- briden, auiaefübrt. Da« Bohrloch wird auf zwei Meter Durchmesser erweitert und auf eine Tiefe von ach' Meter abgeteuft. Gewaltige gußeiserne Aohre mit einem äufjeren Durchmrsser von 1,80 Meter und 64 Zentner Gewicht werden in das Bohrloch eingelassen, toohet eine große elektrische Pumpe, die stündlich 100 Kubikmeter Wasser auswirst, in Tätigkeit gefetzt worden ist. Don der Hefrag wurden auneri'em an der Gemar- kung-grenze zwischen Obßor hrfen und Wohnbach in der sog. .Medebach" Bohrversuche nach Wal- servorlommkn vorgenommen die i'doch bi« setzt noch au keinem greifbaren Ergebnis gekommen sind. Fall« der Versuch gelingt, soll da« Walser ebenfalls wie der Obborn in dem zu errichtenden Schwel traf twerk Wölersheim Verwendung senden.
Arrid Friedberg
WSN VadNouheim, 22. Nov. In einer der letzten Nächte ist hier ein überaus frecher Cinbruchsdlebstahl verübt worden. Gegen 5 Nhr morgens schlug ein Unbekannter an einem hiesigen Konfektionsgeschäft zwei Schaufenster ein und entwendete zwei Herrenmäntel. Der Tater verließ bann mit seiner Beute auf einem Fahrrad den Schauplatz seine» dreisten Einbruchs und konnte noch nicht ermittelt werden.
• Butzbach. 22. Aov Der Bezirk-Verein Butzbach und Umgebung «bemal. Artilleristen hält am 27 November, nachmittag«, in der Gastwirtschaft .Zur Burg" in Mü n Arnberg zum ersten Male seit seiner "Neubildung feine Bezirksversammlung ab. Der Bunkstsvorsitzende. Srz. von Kleinschmidt. Darmstadt, wird der Bezirk-tagung beiwohnen. lieber alle In letzter Zeit eingetretenen Vorkommnisse, die für de Kameraden von 3niereffe sind, soll auf der Tagung ausführlich berichtet werden, so u. a. über Me Ergebnisse der ersten Bertreterversammlang am 9. Oktober in Frankfurt a. M. Die Versammelten Jollen sich über Wege zum festeren Zusammenschluß der Kameraden aus'prechen.
C) Gambach . 22. Aov Der hielte O b st - un 6 Gartenbauverein veranstaltete im Saale der Gastwirtschaft Müll einen Vortragsabend. bei dem Diplonllandw rt Dr. Krautle, Kaffel. über .Schadlingsbelämplung im Obstbau und in der Canbö'rt chaft' sprach Ginleitend brhandeltc der Äedner die Frage .Wie kam, der heim sche Obstbau rentabler ge- haltet werden?" Hierbei Derbreitete er sich näher über richtige Sorienauswahl und da« vernünftig« und sachgemäße Tlb- und Einernten der Früchte, ferner über reelle Sortierung von Wirtschaft«- und Tafelobst in erster und zweiter Qualität und da« einwandfre c und sachgemäße Verpacken de« Obste«. Die wichtigste Maßnahme zur Hebung de« Obflbaue« fei jedoch die Schüd-
lrngsbekLmvfung. denn dadurch werd« ble QuaRtih de« Obstes verbessert und die Quantität gefte> gett Der 3tebner gab hierzu eine Anzahl praktischer Winke. Dann behandelte er b* Schädlingsbekämpfung in bet Landwirtschaft. Besonders erörterte er den Dei^enstUnbrand. Schnee- schimmei Strri fenfranffceU der Gerste. Haserllug- branb den A üben Wurzelbrand und zeigte ausführlich bt Kran.he.tsur achen. den Krankh :l«- verlauf und die Bekämpfung mit den chrm.fchen Mitteln nach den verschiedenen Be Aunasmetho- den Der lehrreiche Vortrag sand lebhaften An- flang. On der anschließenden Aussprache wurden noch zahlreiche Anfragen von dem Aedner beantwortet
WSN. Wölfersheim, 22 Nov. Die Jj e f r a g" wird demnächst am hiesigen Kraftwerk zur Anlage eines Schwelkraftwerts E r - weiterungsbauten vornehmen. Um da» Kessel- und Maschinenbau» vergrößern zu können, muffen die beiden niedrigsten Schorn st eine (45 bim. 75 Meter hoch) niedergerissen werden. Der niedrige Stamm tonn von oben abgetragen werden während der höhere Schornstein durch Unterminierung zu Fall gebracht werden wird.
Ätcte Schotten.
n Laubach. 22. Aov. Dic vorig« Woche stank im Zeichen ber Evangelisation. Än jedem Abend fand in der Stadtkirche ein Vortrag be« Missionar« Waltber aus Beuern statt, bet im Dienst des Oberhesfischen Verein« für Dolksmissivn steht. Die Vorträge erfreuten sich eine« von Abend zu Abend steigenden Briuchz. so daß die Stadtkirche zuletzt dicht gefüllt war Die für den Verein gesammelte Kollekte betrug 81 Mark. — Aus dem Verzeichnis der in bieiem Jahre Verstorbenen, ba« am Sonntag von her Kanzel Detlefen würbe, geht hervor, daß die Gesundheiisvcrhältnisfeu :’ere3 Stä t- chen« seht günstig sind. Don Den 21 Verstorbenen war bie Hälfte über 70Iahre alt, brei Personen waren über 8), sieben über 70, sechs über 60, brei über 50 Jahre alt, — Der Geflügel - und Voael- zucht-Vetein für Laubach und Um* g e g e n b hat sich neuerding- seht gedeihlich entwickelt. Gr zählt fetzt 76 Mitglieder und umfaßt die Orte Laubach, Dettertrld, Aöthges, Ruppertsburg. GonterSkirchcn. Fr.ienfeen, Mün- stet. Lardenbach. Stockhausen. Altenhain. Auch hat er schöne Erfolge zu vecAeichnen. So wurden auf Der Zunggeflugelschau In der Fest- Halle in Frankfurt, Die vom 4. bis 6. Qlo- vombet ftatlfanb. die von feinen Mitgliedern ausgestellten Hühner sehran erkennend bewertet: Gestreifte Italiener be« Bäckermeister« P i h erhielten die Hote .sehr gut", schwarze Italiener des gräflichen Leibkutscher« Kries el ebcnfill« .seht gut". Hamburger Schvatzlack und Hefsi ch: Kröpfer tes Metzsermeistets H ö g y .gut".
T Glashütten. 22. Aov Wegen ® r * bauung einer Kirche in unterem Orte findet in den nächsten Tagen ein: Behandlung der Kitchenbebörde und de« Kreisamts mit den Kitchspielgemeinden hier statt. 6« handelt sich hierbei in erster Linie um die Regelung der Finanz- und Ablösungsverhältnisse im Kirchspiel
Kreis «lvseld.
(*) Groß-Felda. 22. Aov Bei einer Treibjagd in der hiesigen Gemarkung wurden 8 Hasen Unjb 2 Aehe erlegt. Diele Streck' bleibt weit zurück hinter ben Ergebnissen früherer Jahre.
y. Ober-Gleen. 22. Aov. 3n "ber hiesigen Wirtschaft .Zur Krone" fand eine Filmvorführung durch Schulrat Lorentz und Lehrer Schmidt (Lauterbach) statt. Gs wurde der Vogelsbergfilm und der .Schmeer- scho rsch" gezeigt. Ersterer brachte Rotviehzucht, Hutweiden des Vogelsverges. die Vieder-Vioofer Teiche mit ihrer großen Fischzucht und den Skisport. Der letztgenannte Film zeigte die Herstellung be« SchnreereS und Holzteere« au« Kiefern stocken durch den Schmeerbrenner Georg Jung zu Kirtorf, im Doiksrnunde .Schm re r- fchorfch" überall bez'ichnet Jung, al« der letzte Schmeerbrenner Mitteldeutschland«, ist durch seine Erzeugnisse weil über unter Hefsenland rühmlichst bekannt Mit Schubkarren und zwei Fäßchen durchwandert er seinen Bezirk, die Erzeugnisse seines 64>meerofen«, ber >, Stunde von Kirtorf im Spitzen gründe zu sehen ist und
von vielen Fremden auf gesucht wird, aeyifweten Den Kindern ist er a[« Kinderscheeck (.Der Schmeer'chorich fcmrmt* i bekannt, den Erwach- lenen gilt er al« 3tege3t>orau«lager, ba er zwecks beferen Qlntreffen« feiner Kundschaft den 3m- rritt schlechterer Witterung benügt Die Vorführung am Aachmittag wurde von ben Schulen Heimertshausen, Obersten. Ar ns harn. Berers- bürg, Auhlkirchen. Ohme«, Kirtorf, Erbenhausen und Lehrbach betucht. Dir Beteil,guna durch die Erwachsenen am Abend war schwächer, vchmeerbrenner 3 u n g war selbst «ugegen. Die Filmvorführung gefiel sehr gut.
Starkenburg.
DSV. Darmstadt. 22. Vor» Bei Baggerarbeiten tm Ahein bei Srselden wurde von einem Fährmann ein Schwert geborgen ba« schätzungsweise au« dem 12 Jahrhundert stammt Die Infchrckt be« Schwerte« konnte noch nicht entziffert werden. Da« Schwert wurde dem Heffitchrn Landesmuleum in Darmstadt überwiesen.
DSN Wixhausen, 22. Nov. Bei dem am Sonntag hier fiattgefunbene Fußballspiel erlitt ein hiesiger Fußballsportler einen komplizierten Unterschcnkelbruch mit Schlag- oberblutung. Der junge Mann wurde durch die Sanitätskoionne in bedenklichem Zustanb in ba« Krankenhaus nach Darmstadt überführt
Vheirchessen.
DSN. Ober-Ingelheim. 22. Nov. Sn bas hiesige Finanzamt drangen Einbrecher und erbrachen in verschiedenen Zimmern die Schubladen. Es wurden 2 4 Mark Bargeld gestohlen.
Preußen.
ftvcie Wetzlar.
5 Groß-Rechtenbach, 22. Nov Bei einer dieser Tage im hiesigen Gemeindewald veranstalteten Treibjagd wurden 25 Hasen 3 Füchse und 2 Schnepfen er.egt.
TillkrciS.
Lpd Dillenburg. 22. Aov Zu den Th - phuserkrankungrn im Dillkrei« ist noch zu melden, daß es bi«her noch nicht gelungen ist, den Ttzphusverbreiter festzuftellen. Tie« wird erst möglich sein, wenn die Unter- fuchung ber etwa 2-X) Mann starken Belegschaft be« verdächtigen Si «nwerfes in Dillenburg abgeschlossen ist. Ss wird angenommen, dar» fich imter der Belegschaft ein Typhuskranker befindet, der durch die Benutzung des gleichen Aborte« feine Arbeitskollegen infiziert hat. Das Befinden der im Krankenhaus Dillenburg befindlichen Ttzphuskranken gibt zu ernsten Besorgnissen feinen Anlaß mehr
Lpd. Eisemroth, 22. Aov Auf dem Tagebau ber Srzgru be .E i senzeche" bei Eisemroth tmirb? der 37 Jahre alte Bergmann Audvlf Weil aui öiiemeotb von zwet plötzlich abrottenden Grzförderwagen erfaßt und durch Ueberfahren auf ber Stelle getötet Der Verunglückte hinterläßt eine Witwe mit sieben Kinbern im "Alter von 2 bis 13 Jahren
bl. Kubenfcheib, 22. Aov Montagmorgen entstand hier ein Brand, dem in kurzer Zeit ein Wohnhaus mit Scheune und Stallung zum Opfer fielen. Da« Vieh wurde gerettet, lieber die Entstehung bei Brandes steht noch nicht« fest Der Suaden soll durch "Versicherung geberfi fein.
KreiS Limburg.
WSA. Limburg, 22. Aov. Gin b «her noch nicht aufgeklärte« Autounglück etrign-te sich in ber Aacht zum Montag In Freiendiez. Paffanten fanden gegen 2 Uhr nacht« in der Qlarftrahe eine stark beschädigte Limousine. bie gegen einen Daum gerannt war. 3n einiger Entfernung fand man mir schweren Verletzungen den Führer de« Autos, den Fuhrunternehmer Mohldenerich au« Lin- burg. Mohlhenerich wurde in die Gteßener Klittlk transportiert, wo er noch bi« h?ute abend besinnungslos bamiebcrliegt Au« diesem Grunde konnte da« Unglück auch noch nicht aufgeklärt werden. Allem Anschein nach muh sich e ne zweite Personin dem Auto Mim' en haben, von der jede Spur fehlt. Eigenartig ist auch, wie der Verunglückte au« dem Auto gestürzt ist. da an der Seite des Führersitze« sich keine Tür
befindet, während ein» von den beche» h-nteve» Wagenrüven offenltanb, brei Sch Lxn zerbrochen waren «nd der Anten des einen *rtvü>iu«t«n Vorderrades tm Wagen lag.
Kreis »ruldn.
D5N. Fulda, 22. Noo. Vei ber am Ssnn- lag ftattflefunbtnen Bertrouen»möno«r- wähl zur flngeftfHtfnoerfiditrunfl mürben hn Gtobtl rei» Fulda riamt stimmen abgegeben. Die meisten Stimmen (332, entfielen aut die Liste bei Katholisch-Kai.smsmm. schen Verein» Der Gew<rkfchif»bund Rutscher In. gestellter erhielt 142. ber D.utschnationale hanb lungrgehilfenverband 1K4. der Deutsche »ertmeiiter- verband 83 und der Verband deutscher Teckmiker 21 Stimmen. E» entfallen aus ben KKV. vier eine auf ben DHV. iwei Sitze, aus den GDV. zwei Sitze unb auf ben Wertmeisteroerbantz ein Sch.
Kunst und Wissenschaft.
•rMbang be» Schillerpreise» 1927 ww 10000 Mark
Die Lingnerwrrke In Dr sden haben dem Preußischen KultuSmirr'strr 10 000 Mark Mir (frrf .Ahinx! bt« dtesjährtzen Schillerpreise« zur Verfügung gestellt. Kultusminister Dr Becker hat den Lingntrwerken zugleich im Aamen be« Preußischen Stoa »«mildster um« für die M eb-r- weisirng auf ba« her» Ichste gedankt. Das Dan'- schreiben schließt mit foiaendm Worten ,O< ist freubig zu begrüßen, daß ein großes Jnbuftrte- werk an die schwere Avt >>n'r unter der da« kulturelle Leben d-s deutschen Voiles leidet und von der alle geistig und künstlerisch schaff mden Kräfte irgendwie betroffen Widern. De ichbnen Künste haben heute einen fchw cen Sta.rd und müssen mühsam um ihre Anerkennung rtigee. 3ebe Ermunterung, die d m deutschen Äulturtebe« auf diesem Gebiete zuteil w.r.«. wird, da« it meine feste Mebetyugung. reiche Früchte zum Dohle der Allgemcinh it tragen. Möge das Beispiel, bas Sie in hochherziger Ges.nnung gegeben haben, nicht vereinzelt bleiben."
Briefkasten der Redaktion. tAcchtsguthaben find ahne Vtrbtndtichkeit bar Schrif tleitung )
O.O. 1. Der Sohn kann ba« Wohnrecht ohne Genehmigung der G-meindtbthörde nicht an feinen Vater abtreten, e« fei denn baß Heide schon früher in dieser Wohnung einen gemeinsamen Haushalt innebatten. 2. Da eine Miete nicht erratet wird, die Ssnderfteuer aber für sich allein nicht gezahlt werden kann, find Sie unsere« GcachterS auch nicht berechtiat. die Sondersteuer allein einzuziehen. Gve tuell käme für diesen Teil ein Sclah der Sondersteuer iw Betracht, einen dahinz!elenden Ant ag müßten Sie beim Finanzamt stellen. 3 unb 4 Untervermietung ist nur mit Genehmigung des Hausbesitzers gestattet. 5. Wenn da« Wohnungsamt auf Ihren Antrag von bet fraglichen Dohnimg ein Zimmer befchlagnabmt. ba« jedoch füc den Mieter entbehrlich fein muß und es einem anderen Mieter abgibt, f» ist natürlich bie Miet, an den Hausbesitzer zu zahlen. 6. Das Wohnungsamt kann sowohl dem Hausbesitzer wic auch dem Mieter gegenüber ein entbehrliche« Zimmer beschlagnahmen. Wenn eine Verständigung über bie Miete unb den M <ter nicht erreicht wird, so kann ba« Mietetmgungsamt n jf Anrufen be« Wohnuna«amte« rinnt Zwangs- mietvettraa errichten und auch bis Miete tür ben Ao um seltfetzen Die Miete ist natürlich an den Hausbesitzer zu zahlen.
5. V. iw H S n Mietvertrag über ein Grundstück. der für längere Zeit als e n Jahr grschloffen wird, bedarf der schristlichrn Form, da« gletche gilt für die Pacht, §§ 526, 531 Abi 2 b<J BGB Wie Sie schreiben, ist der 'Vertrag von Ihnen und trat V.r'äßter unlerschritben worben Das genügt. Einer Beglaubigung ber Untertd)ritten oder de« BeidrückenS eine« amtlichen Stempel k^dari tl nicht. Die Ihnen gegenüber oulge- sprockone Kündigung ist unter den gefchlldener. llrnftänben rechtlich unwirksam
2vrcchstunden brr Redaktion
12 bl» 1 Uhr mittag», 5 bi» 7 lltzc nachmlNog» Samstag nachmittag gri*loft<n
tl n )elflrnea|trdgr fmb l biglldj an bst ®ef<bä|l»f1elle ,n richten
Kameraden.
Roman von Felix M o e s ch I i n.
Copyright by (Earl Duncker, Berlin W 62.
26 Fortsetzung. Nachdruck verboten
„(Hemad), Ueb.r Freund, bu mußt mir ein wenig Zeit lassen. sind immerhin lu'ben I.ihre ber, mehr al» sieben Jahre sogar, beinahe liebcnelnhdlb, genauer gesprochen, ^schließlich gilt ein Berjprcchen. allgemein miegebrürft, gemöhnlid) nur unter den Bedingungen, unter denen r« abgeschlossen wor- den Ist.'
Er hielt ba» Bapstr immer noch in ber Hand tmb nun, da ir schwieg, geschah etwa», wa» er sich selber nicht eingcstchen wollte Er stand wieder im Schützenaraben. Er erlebte wieder dielen Geist, der I- •n, mii Blut mi unterschreiben. (Fr erlebte wieder die Dürftigkeit, die Not und die Bedrobung ienw? Leben» und auch den Sieg über alle dies, Zustand, durch da» G,löbni» der slameradschaß. Er erlebst art,brr pne Zuversicht, jenen Willen, jenen Gicmben. Er erlebt, noch einmal die heilige 'stille jener Dinternacht in Frankreich Sie lullen sich erhoben über do» Bote und Gemeine, in diesem Kriege wenigsten, batten sie gesiegt, wa» kümmert» sie ber anbei, noch
Er reichte Georg dae Papier. ..Behalt e». ober besser noch, verbrenn e«. C» ist ein griahrliche» Papier."
..Nein, kein gefährliche» Papier."
..Doch, denn es könnte einen verführen, — und dsts in ganz sinnloser Weise — an die Verwirk lichung von Dingen ,\u glauben, die r d)t m«glich fiiw. tt» gibt Im Leben keine Kamerad!ch.ist."
^Haft du t» versucht?"
Peter schwieg
.Haft bu e» veriucht?" wstberholte Georg jein, orofle.
..Nein, ich habe es nicht rer'.ichi '
..Dann haft bu auch kein Recht so zu reden."
Peter (Brunbt mußte immer noch geaen ebv g< wisie Stimmung ankampfen, die er lonft verächtlich al» sentimental bei.'lchn<'e unb mit einer Handbern. mmg adwt. Diese HnferfAnft ließ sich nicht sticht beseitigen. Da« Papier brachte eine Atmo-pbör. die man zwischen diesen Schranken, gefüllt mit den klar
bewiesenen Tatsachen de» Leben«, nicht gewohnt mar. Sie machte unsicher, fie lähmte, sst stellte .'ine Frage, die hier nicht mehr gestellt wurde, die hier nicht mehr gestellt werden dursst. wollt, man nicht sein, beste Kraft oerlieren. Ich muß mich von ihm beireitn, dachte Peter (Brunbt. Doch im gleichen Augenblicke flieg ein Gefühl der Beschämung der Niederlage in ihm auf War er so schwach? Durste er e» nicht auf einen Kampf ankommen lassen? Braucht, man biej,n Mann mit dem offenen, find' lidxn Antlitz zu fürchtenk Nein, man wor stärker, man machte ihn zum Genossen. Da» sollte sein Triumph |ein.
.Ich will dir sagen. Georg, warum ich e» nicht versucht habe. Wenn du mich angehöri bafi, so nrtrft du begreifen, daß es unmöglich ist. in ber Welt da» durchzuiühren. roae wir im Schützengraben ein wenig voreilig und leichtfertig unterschrieben haben.
..Nicht oorrifig. nicht leichtfertig", flammst Georg auf.
..Gut. lassen wir diese Frage oorfäufig bei Leist Hie ist nicht dst roirfHigfte. unb ihre Diekussicm konnte un« soweit abseit» führen, in unbebeutenbe Nebensächlichkeiten hinein daß wir bmüber die fkiuptidd)« vergäßen '
Georg Lutz dachte 2,'t ba« ihre Sprache? 6o haben wir im Schützengraben nicht gesprochen. Unb er jagte: Ich oerssthe bich nicht. Lprich tangsamer."
..verzeih', jagt, Ostler, ein wenig giftig, „ich vergess, immer wieder baß dein Zustonb noch eine gewisse Rücklicht erfordert Ich vergesse, woher bu kommst. Ich will m,ch so einfach wie möalich au«- drücken: An lenem laae. mo ihr in bi, Luft flogt. — man batte ja schon lange gefürchtri. daß von der anberm Seite her eine Mme unter den Graben ge trieben werbe die Befürchtung bewahrheitete 'ich — an diesem Tage wurde ich beim 'veriuche. Wasser In den Graben tu schaffen, verstümmelt."
..Da« «nge?M . 3a. ba» Bug. . ..Weißt bu noch.' Georg leuchtete auf. ^aß du dich zu diesem gefährlichen Beriuche fretartHig ge meldet hattest, um der Ramerobkbari anDen1"
Pestr Gnmbt zuckt, zusammen, bann legte er letfe: Ja. Ich hatte mich freiwillig gemeldet, ba« stimmt "
Wohin wurde ,r geführt a»rum sag:, er Georg nichi hinau«? Der Boden zitterte unter ihm <Fmen Augenblick lang schaust ,r wie in einer plötzlich au*-
gehellten Weit seinen Sturz von jenem Menschen zu diesem. Nein, fein Sturz, er wehrte sich gegen diese« Bild, unb dennoch: War er nicht Mensch aewesen. ber sich freiwillig gemeldet hak:,, um mit fünfunb neunzig Prozeni 'Riahrscheinlichfeit getötet zu wer den? sic hatten damals eine unbekümmerte und sachliche Art gehabt, die Todesgefahr in Prozenten ausptdrucken. Ueber ochuig Prozent gibt e« ba» Eiferne Kreuz, pflegten sie zu fcherzen Er batst mebrbafug nicht an da» Eiserne Kreuz gedacht.
„Die Verstümmelung ist dran schuld", fchne er in Seldstl'erteidiaima. unb arte gestern bei der Fr.m fo riß er auch jetzt feine schwarz, Brille weg.
„Armer Kerl", sagte Georg, und legt, ihm di« Hand auf die Schuller. Er kam eben cm» dem Schützengraben er batte noch schlimmer, Bilder in (Erinnerung.
Da« war nicht dst Erschütterung unb nicht da» Ent- setzen, ba« Peter (Brunbt erwartet hatte. Wieder mürb, er uchicher War er nicht verstümmelt oer unstatstt. geschändet? ..Nun wirst du begreifen, daß ich,» nicht mit ber Kameradschaft versuchen könnt,", iagst er lauter, al» e» nötig war. und ein atenig gereist, denn im astichen Augenblicke wußte er beut- ! et) und Rar. daß der ander« die» nicht verstehen imb bleien Grund nicht gelten lassen awrtx
.Ich begreife, baß e» dir jchater wurde, aber daß du e» gar nicht oerjucht haft ba» begreife ,ch nicht."
.Ich habe erwartet, daß du etwa« derartige» antworten tmirbeh. Denn man leider gesund und frisch unb wohl gestaltet dasteht wie du. so ch e« ja auch ziemlich stickst, ein Urteil dieser Ari zu fallen. Ich «rgefle dabei übrigen, nicht daß du fabrriana an einer Krankheit gelitt«n haft, ber ich nwtn« fler leguag oorziehe
Georg betrachtete ihn forschend und sagst: ..Ein Antlitz erhält Licht, von auhen und von innen Davon lebt ba». was man dst Schönheit nennt, und ba« um» un« ein men<chtiche« Antlitz io tief und wertvoll mad«. Dir schadet ba« äußere Licht, denn
zeigt dl« Verwundung und 6k ßerfrümmdjng E« enthüllt umsomehr, x ichwächer da» Licht Ist. ba» von innen kommt."
..Dar meinst du damit?" fraate Peter in wer Unsicherheit. War war da» sür em ar'ähriicher Me^ch* Wollte er ibm auch noch die Aäijlici ,’eh feine» Antlitze» rauben, dst KechtfeNtgimc feine» Leben»?
.Ich will damit jagen", fuhr Georg freundlich fort, ..ohne mir etwa, auf mein, Wei»kstit einpiNb ben — e» handelt sich ja um eine feflenanm, Binfe» Wahrheit — d ß der schein von innen ba» Leußerr in einem gewissen Maß« »«n.nadjen kann. Wenn ba» Auge, da» dir geblieben ist" — er istß mit feinem Blick bie« Auge nicht Io» — ..mit betr.fr ganzen Rroft leuchtet, so wirb e« da» ganz, Antlitz über- glänzen. Dann wird man nur noch diese» Aua« fehen. nickst dst veritümmeiimg."
„Du willst also lagen, daß ich feiber an meiner Hätztzchkeit schutv fei. nickst der Äronalfphiirr?"
,^Ich will den öronalipltner wicht unstrichäßen. ober wir müssen doch oeriuchwi. über diese« Zufällige hinweg zu kommen, merm wir mcht noch tiefer g^en und diese« Zufällige al« Britt mm ig auf- taffen, unser Beste» da rau» » moAen. Wär« ich dri ner Meinung, io hätte ich stcherilch da« Kecht, Aar- über wahnsinnig zu werden, daß ich fieben fiabte lang wahnsinnig gewesen bin. Ich kann aber dst Sache auch ander» anfehen und mir sogen, vielleicht ftt e« nickst ahn« 6ina unb Zweck daß ich erst |e»t « bleie Weit hinein komm« unb nicht da» erlebt hab« wa« bw iioberen indessen erlebt Hoden. «» bet Keiter über dem t-obrr'f geritten war. ebne daß er wußte, daß er Ober dünne« Si» rette, übet einem Abgrund ift er gestorben vor Schrecken, do er e§ erfuhr Er hätte auch in bie Kni« sinken unb Go« danken können, unb er hätte in die gtnfamtat gehen können, um ein Heiliger zu werden."
„Du willst affe mit anderen Warten fegen, ich (ei ein loier unb bu feiest rin Hett ger?"
„Nein, ba« will ich nicht sagen", riri Georg be- troff rn^Jo ist e» nicht gemeint Ich wallst btr nut rinen Weg zeigen, um über dein verstümmelte» luge hlnwegzukommen. Ich kann mir denken, woran! bu oorbln binifeUeft fetnr. der IS- iich m dem GefrUfr,ny:r.-itvn !mi |o sucht er bi, Liede E« ist mir auch nicht ander» gegangen." Er schwieg unb schaute auf seine Hände. „Stichst du. biefe Hände haben gcfstrn auch einen wilden Wunich gehabt Da« ssl nun vorbei, und ich nmß difür sorgen, baß e» einen Stwn hoi Unb wenn dir n*ia nickt bie erfie beste Frau um den Hal« ftri. so mußtest du umfo- mehr auf die rechte Inm warten. Die stichst Ware bll.rb dir zum oormeherein erfport Da» ist rin Bor stU. dessen nickst jeder teilhaftig wird."
..Weißt bu daß du mit deinen Sorten muet ganz. Eriften; um ihre Bercdrtigung dringst7"
(Fortsetzung kotgl.s


