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Der Zuschußbedarf der öffentlichen Verwaltung.

Lie ersten SrgtbniNe der -'«anzstaustik.

Das StatlstifcheAeichsamt txt# kni» hdjt al« vorläufige örgebnifle der in Durch» ffcftning brsinolichen g.o,-n Finan 'tatlkik den Zufchußbedarl der r lcnrlichen B.rcoaltunq im Deutsch«,' Reich in den R?chnungs:a!)r.-n 1913 14 und 1925 2.' 31« Zuschuf) uedari gilt dabei der Teil der 3u«^ab«r der durch Sterern. 3ölle. Belriebsübers r ü l« und lonftigc Vermögens- erträgt gedeckt wird

Itt c,«timte Zufchstft bedarf der cf'enllrchen Derivat.un, 3nd). Ldnüer und Gemeinden) be­trug 1913 füt do- jetzige ReichSgebiet 54 Mrl- liaeden Mark «au! den «Dpi der Bevölkerung 93,56 Mi.) und im AechnungSsahr 1925 26 11,9 Milliarden Marl louf den ÄOpi 193.2 UH). Der Zuschuftdedar, ist demnach um 6 5 Milliar­den Mark gestiegen und damit die Be- lastung aus den MoJ der Den lerung "m 1033 Prozent Der Wehr..'dars 1925 acaeuuber 1913 wird in erller yinie heb ,1t durch die unmMel­ba ren Ausgaben infolge des Krieges. Allein die inneren und äußeren Kriegs! oft e n er­fordern einen Mehrbedarf van 2.7 Milliarden Mark 11.8 Milliarden inner? Kriegslasten. d h. DersorgungSgebührnisfe ufto und 0 9 Milliarden duftere Kriegslasten». Der daneben wichtigste Mehrbedar' tritt bei der Wohlfahrts­pflege aus das gesamte Woh!fahrrswef«n ein- fchlieftlich d?r ErwerbLlofen'ürforge nnd des Wohnungswe e-'s er'orderten 1913 nur einen J>u- schuft von 570 Millionen Mark. 1925 dagegen 2840 Millionen Mark. Der Zu! uhbedarf ist hier allo um 2 3 Milliarden gestiegen Auch dieser Mehrbedarf muft in erster Linie au1 den Krieg Aur trfgeführt werden Dir Steigerung auf den Übri en DerwaltungZgeb e.en ist gegenüber den­jenigen bei den KriegLlasten und ter Wohl'ahrts- pslege nicht von so wesentlicher Bedeutung. Zu nennen sind noch die Dolks-unb Fortbil- dunaSschulen mit einem Mehr edorf von 490 Million«i M r' und ki'Pvllzeirri einem solchen von 450 «lillivnen Mark. Eine Der- ringerung des Bedarfs von erheblicher Be­deutung ist demgegenüber n urbei der Wehr­macht dngeiretcn. die 1925 nur 625 Millionen Mark Zuschuftbedarf gegenüber 1.7 Milliarden Mark 1913 aufweist

Im Reck nungsjahr 1925 25 haben folgende Geriete den grdftken Zuschustbedarf

Gesamte WohlsahrtSp'lege 2 8 Milliarden Marl davon allgemeine Fürsorge

und Gesundheitswesen 1.4 * ..

WohnunaStre'en 0,7 «

Kriegslasten 2.7

Dolks- und Fortbildungs­

schulen 1.2

Auf diese DeNvaltungsgebieie entfallen allein 56.5 v H. des gesamten ZuschuftbedarsS. Alle übric«n Verwaltungen erfordern daher weniger als die Hülste des gesamten Zuschuftbedarl«. Zu nennen lind hier noch Oberste Staatsorgan« und Allgemeine Verwaltung mit 670 Millionen Mark. Polizei mit 650 Millionen Mark. Wehr- macht mit 625 Millionen Mark und Verkehrs­wesen elnschl. Straften. Wege und Wakserstraften mit 750 Millionen Mark.

Die Dorbereiiunfl her VerwaliunsSresorm

Berlin, 22.5100. (TU.) Der Kabinettau»schuh Mir 'Vorbereitung der Denvaltungsreform hielt am Montag sein« dritte Sitzung ab, In der «r sich mit der Vorbereitung der vorlaufia für Januar vorge­sehenen Konferenz der Uänbermlnlfier über den Einheitsstaat befaftte Es wurde ein Bor- Schlag besprochen, der daraus hinauelSuft, den einzel staatlichen Finanzministern ein Einspruchs recht gegen Parlamenisbeschlüsse zu geben, die neue Ausgaben ohne Deckung do Heben. 5m Falle dieses Einspruches lolfen die Parlamente die beanstandeten Ausgaben mir durch ein« qualifizierte Mehrheit bewilligen können.

(Sin Gpai-samlciiöerlah des Berliner Magistrats.

Berlin, 23. Aov (Priv>Tel.) In einer Aundversügung des Magistrat- an die Bezirks» flmter über die Zurückstellung von Bau­ten. für die die Mittel bereits im lausenden Haushaltsplan enthalten sind, oder in den näch- sten eingestellt werden lallen, h.ift« et: Angesichts der Tatsache, haft mit der Möglichkeit der Aus­nahme einer Inlandanleihe auf ab­sehbare Zeit nicht gerechnet werd n kann, ist es nicht möglich, die Freigabe von Heu bau- Mitteln sowohl auf dein Gebtn des Hochbaues als auch aus fern Gebiet des Tiesbaues aus» rechtzuerb alten. Der Magistrat hat des­halb beschlossen, daft Aeubauten aller Art nur begonnen werden dürfen, nachdem der Magistrat von Fall zu Fall ausdrücklich feine Zu­stimmung erflärt hat.

Oie Meinrentnerfürsorge.

Berlin, 23. Non. (Prio -lei) 5m Reichstag sand eine t n te r f ro k t i o n e l I e Bespre­chung über die stletnrentnersürforae statt, an der auch der fln .1) f a n \ l e

Sonde rbelprechung des !steichsari*eitsnuntsters Dr. Braun» mit Vertretern der Deutschnationalen schloft stch an. E» besteht stark. Aussicht auf ein Kompromiß, dos den Kkeinrrntnern u. a. 'türk«re Garantien hir die Znneb.I'ung der Reichsrichtlinten in die "'n geben lost. Da» Ausmatz her B-trä^re jm Sind«, ing der Not der St'.einrcnhter müsse mit der Finan zIaae de » *R f t <ti r in ifleig

werden

Oie Lage aus dem Arbeitsmartt.

Berlin. 23 Aon >Pr v.-D«l) Wie nicht ander» au erwarten war ist mit 5 ntrilt her Küiteperiod« eine bemcrtenswrrte Zunahme der Erwerbslosen cingctretcn di« sich na- mtntlid) aus dem Baugewerbe rekrutieren. Ss dürft« dennoch nicht zu e.ntr wesentlichen Er')5hun,i f«r Ar'', i # .''en kommen da ge­rade in den letzten Ta/,en in nlwn 3nin; irie­be.rieben eine v,uirabnt< an Arbeiten und somit ein« Abnahme an Arbeitslosen zu verzeichnen war Die zuständigen Sielen c i -kentalls in der augenblicklichen Vage k.i sagst,^« s,- Bor

Ntn der ? halten wird Die Arbe f'o'tg'e m "eru'*- Moeig der Bauarbei <r ist ,a schon k |ta«r r- Win er immer gröftcr g«ü en ha to.r, d der Külte die gesamte Bautit.gleit rub? Man ? v

immerhin in dieser Woche mit einer rrtxft öfte­ren von Arbeitslosen rechnen da «s etnif-e Zeit dauern wird bis der übrig« Bedarf au*- flfghdjer «ein wird. In den übrrgei Brruf«- gruv»«' hat sich keinerlei Berichlech:c.nmg gezeigt.

Oie Besoldungsreform im Haushalisausschuß.

Berlin. 22 Aov. lBDZ.) Der Haus- haltsaus ch-uh des Aeichstages befchüftiate sich am Dienstag mit Grupp« 8 B der Besoldu-.gs- ertnung, die Gehaltssätze von 1700 bis 2700 Wk. vvrlleht. Der Berichterstatter Abg. Stein- ko ps lSoz.i sorden«, daft in dieser Gruppe ähnlich wie in Preutzen auch Stellen für weiblich. Beamte. z. B bei der Post, ge­schossen würden. -- Di« Regierung wiederholte chre gestrige Erklärung, daft weibliche HilsS- trifte im allgemeinen nur mit mechanischen Arbeiten beschäftigt würden und Plan­stellen für sie nur bei wirklich dauernder Be- schisrigung bei Ausstellung des nächsten Etat- in Londerfällen geschossen werden könnten. Aus eine Frage des Abg. M o r a t h (D 3b.) er­widerte der Regierungsvertrrter. daft eine Ber- sorgungSkasse sür die weiblichen Ange- stell'en ähnlich wie bei der Post geplant fei. schließlich wurde Gruppe 8 B unter Ablehnung aller Aenderungsanträge genehmigt.

iLs folgte die Beratung der Gruppe 8 A, bk Gehaller von 2000 bis 2700 Mk. vorsieht. Auch hier beantragten die Sozialdemokratm di« Ein­fügung weiblicher Bureauangeskellt r und die von Derkführern im Druckereidienst. Maschinen- affiftenten ufto.

Auf eine Beschwerde des Abg S ch u l d t (Semj. daft man die Magdeburger Zusagen des AeichSsinanzministcrS nicht ein» löse, erwidert? Ministerialdirektor Dr. Lot- Holz, der Minister habe in Magdeburg gar nicht die behaupteten Versprechungen gemacht. Auch die Berechnungen deL demokrntischTn Red» ners über die stnanziellen Auswirkungen die­ser angebliche Versprechungen fekn falsch. Tat» säch'ich werde das Reich 14,5 Millionen, die Post rund 14 Millionen mehr aus geben muffen, hinzu käme noch die Reichsbahn, fo daft bei vorsichtiger "Rechnung ein Mehr von rund 35 b i s 40 Millionen zustande fäme.

Abg. Dauer lD. Vp. empfahl eine dnt- schlieftung der Regierungsparteien, die über­alterten Assistenten den Ausstieg von Gruppe 8 in Gruppe 7 ermdgllchen soll. Die Aegierung sagte di?s im Aahmen des sachlichen Bedürfnisks zu. - Aftp Lucke (W! risch. Dg.) stimmte einer Häherstusung der Zollalllsienten im Grenzt ienst und Bureaudienstzu.

Dir Absti-rmunq über diesen Abschnitt wurde auf Mittwoch vertagt.

Oer deutsch-französische Handelsvertrag.

Erste nnd zivcitc Lesung im Reichstag.

B e r l i n, 22. Nov. (DDZ.) 9m Reichstag werden eine dritte Novelle zum Hnpotheienbankgefetz und der Gesetzentwurf über die Pfandbriefe und verwandten Schuidoerfchreibungen öffentlich-rechtlicher Kredit­anstalten dem volkswirtschaftlichen Ausschuft über- wiesen.Es folgt die erste Beratung des deutsch- franzüsischen Handelsvertrages.

Abg. ¥) ö r n I e (Komm.) bezeichnet den Dertrag al» ein neues Bekenntnis zur Hochschutzzollpokitik. Die Bourgeosie Deutschland» und Frankreichs habe sich verständigt aus Kosten der Derbrauchermassen beider Länder.

Abg. Wissell (Soz.) weist die Ansicht zurück, daft durch dao deutsch-franzosisck-e Handelsabkommen das hohe Zollnioeau irgendwie gesenkt worden fei. Daft die autonomen Zollsätze bei Handelsverträgen gesenkt werden müftten. sei schon bei ihrer Fest- ietzung .!(< 'ril-ioerständlich betrachtet worden. Keine vmdustrie dürfe decholl' behaupten, haft sie bei dem Abkommen mit Frankreichgeopfert" worden sei. Bei künftigen Handelsverträgen müftten wesentliche Zollverminderungen eintreten Das deutsch-fran^o- sjsche ftandelsabkommen entspreche nicht den D'"m- idcii der Sosialdemokraten. aber e» bedeute doch einen weiteren schritt aus dem Wege der detttsch- sranzäsischen 2)«rständigung.

Advi. v A i ch t h v 1 e n (Dem.) sicht in b»m Qfbfdilttft bes Abkonnnens einen erheblichen Fort- schr'kl. im Interesic des heufl-ben We nhon'^ls müsse aber ein anderes Verfahren bei her Ver­zollung her Deine in den 3(Wägern verlangt werden Als eine Frucht der Genfer Wirt^chasts- konseren.^ fei die Sinführung des Schiedsverfah­rens bei Meinungsverlch'.eh.'nbeiten aus dem Abkommen zu begrüften.

Ministcr>ildirektvr Vo ' se vom Aeichsw.rt- schastsminister'.um erf art. die im O t^ber b:gon» nenen Derftrndlungen mit b r sranzb ischen Ae­gierung über den Warenaustausch mit dem äaargebict feien n den letzten Tagen wieder ausgenommen wordrir. Heber die Ver­zollung her noch in den Zollägern liegenden sranzö'Ischen Deine feien grrad? jetzt B.-ratun- ijen im Gange Zu der Srig« der allgemeinen Zollseukung werde sich kl.- Aeg erring bet der Beantwortung der kozill . .nokratlschen Inter- pellatton liifteriL

Der Vertrag wird in erster unh zwr'cker Be­ratung angenommen. Der <asortigen Vornahme der dritten Beratung widersprechen hie Aa- tionalfotzialisten. Das Haus vertagt s,ch auf Vlltt- woch dritte Beratung des deutsch-franzbllfch-n Handelsabkommens und erste B ratunq des deutfch-jugollawifchen Handelsvertrages.

Die ReqierungSbildung in Seffen.

Sor Zusammentritt drs Landtags

Darmstadt. 22 Aov. (Wsl f.) Di« Zen» trumssraktion bat gestern in einer Be­ratung zu den Örgebnitfc- her Land agswahl E'ellung genommen. Zunächst find hie V«- Iprediungen noch geheim Am Donnerstag wird die Fraktion her Deutschen Bolkspartei eine Beratung abbiben.

Vielfach erregt es Grstaunm haft die be- stimmten Snhergebnifse über hie Land- tagswahl noch nicht besinnt gegeben sind. TTnt vermute:, daft iich bei der qcnauen Feststellung Differenzen «rg-b.n bab-n. Aach den von anderer Cem voeg-nommm n B-rechnun^.-i her Landtags Mandate aus her C unnre-t iftf tollen den 6 oziolbemokraten nur 21 fibe blei­ben während die Deutsche Volkspartei acht Cth< erhielt«

In einer Auslastung des hiefiaen ipzialdeme- kratischen Organs totrh zu einer KanVditur des Abg Dingeldev für den evrntu ! tr i rr-r-

denden Hinan,Mtntsterposten ©»tflung genommen und die Mahnung her Deutschen Bollsparrei zu energischem Cparen dehandstl. Verrniht wird dabei, daft Ein-eiVorschläge schien. Die- sozi '.idemvkratische Landtagsfraktion werd« daher gut tun. fidb von hem Herrn, der grr-ifli ist. das hellifch« Knan-mtniKer um z» überneh­men. ein Program m her Ainanzfanie» rung vorlegen zu lassen, ehe man ihm das Amt über'rügt. Daraus tarni vielleicht ae- ichlosten werden, haft man auch in den Kre ien der Cozialdemokratie einen Ointr.tt der Deut­schen Bolkspartei in di« neue A egierurtgskoai.- tirm für möglich und erwägenswert hält.

Wahlstimmunq in (England.

Tie Politik deS flabinefte Valdwin.

Eigene Drahtmeldung de» ..Kieftener Anzeigers".

Berlin. 23. Aov Auch auf den fr.it schon Irckeln f,«he es fo aus, als ob das Unterhaus einer vorzeitigen Auflösung verfallen wird. Das Kabinett Baldwin muft nach allen Seiten hin sich seiner Haut wehren, sogar gegen einflus reich« Kreise der Konservativen Par-ei. di« mit dem Prrmiermin.ster verfSnllch nicht mehr zufrieden s'md und teinen schleunigen 3 ü d t r i 11 wünscherr. linier diesen Umständen besteht natürlich die Gefahr, haft Aeuwahlen irüher als vorge'ehenommen können, wenn es der Aegierung nicht doch noch gelingt, sich zu halten und M« Gemüter zu beruhigen. Aber h.e Labo ur Party wird sich so rasch nicht zu­frieden geben. Sie fühlt sich nach den für sie so erfolgreich verlaufenen Gemeindewahlen in einer äufterft starken Pofitchn, aus der heraus sie die Aegierung heftiger denn ie benennt. Das hak hn Unterhaus schon zu unerfreulichen Svenen geführt, allerdings war habet Me Aegierurrg nicht immer in der glücklichen Lage, die Labour Party so abferttgen zu können, wie das die Kon­servativen gewünscht Hütten. Baldwin glaubt mm, um die innerpolikischsn Klippen durch ein Aach- geben den Berei nigten Staaten gegen­über herumzukommen und sich durch tie fre.willig auferlegten Beschränkungen im Flot­tenneubau verscherzte Sympathien im Lande zurückzuerobern. Das kann ihm vielleicht gelrngen. da die Engländer, die heute mit Steuern überlastet sind, für neue Aüstungsausgaben keinen Sinn mehr haben. Trotzdem ist es zwei­felhaft. ob das Kabinett Baldwin vor ernsten Er­schütterungen bewahrt werden farm. Wie es aus­sieht. sind die Neuwahlen bereit» im Anmarsch und nicht mehr aufzuhalten.

Das fremöe Eigentum in Amerika.

Washington, 22. November (WB ) Lewi« Pierson, Präsident der Handelskammer der Ber einigten Staaten, einer Organisation, die sämtlich« Handelskammern 2lmerikas umfaftt, richtet« an den Finanzausschuß des Repräsentantenhauses ein Schreiben, worin er zur Rückgabe des beschlag nahmten fremden (Eigentum* aufforberte. In der Begründung heiftt e» u. a.: (Es ist traditionelle Politik Amerika», dos Privateigentum nicht a u konfiszieren. Diese* Prinzip sollte aufrecht- erholten und der neun Jahre währenden Ser schleppung ein Ende bereitet werden Di.- An­sprüche her Ausländer auf Rückgabe und Entschädi­gung seien berechtigt. Aufterdem sollten wir nicht oergeffen, daft die Rückgabe die « n t e r n a t i o naleWirtschastsstabilisierung und unse­ren Auftenhandel Infolge de» für uns gewonnenen Rufes fairer Handlungsmeise günstig beein­flussen wird Raturgemöft muft b«r Rongreft auch gleichzeitig für die volle Befriedigung amerlka nischer Anfprüch« an das Ausland Sorge tragen. Wir hoffen, daft diese beiden Ziele in dieser Session gesetzlich verwirklicht werden.

Kleine politische Aachrichten.

Die zto tchen Deutfch'rnd unb Südflatoien qe'ührten Verhandlungen über hie Aushe­bung hes Sichtvermerks im Ve.kehr zwi­schen den beiden S.aaten fmb mit einem zwischen hem S aats'ekretär des Auswärtigen Am.«- unb hem südllawilchen öefanbien erfolgten Voten- wrchfe! zum Abschluft gelangt. Die Ausheb^mg des SichtvermerkAwanges tritt am 5. Dezember in Kraft

Der Aachsolger General Vubenborfss im Amt hes Ersten Generalguartlermststers her O. A. C. General Groener, späterer Reichs­verkehrsminister. beging feinen 60 Geburtstag Der Herr A « i ch » v r ä f i b e n i hat Erz. Groe- ner in einem herzllw gehaltenen Delegramm feine Glückwün'che zum Aus^ck gebracht Auch Reichs- kanzler Dr Marr hat an Srz Groener ein Gluckwuntchk.legramm gerichtet, in hem n her großen Dienste, bk Groener dem alten Deutsch­land unb dem neuen Reiche geleistet habe, ge­ben ft.

Der Kommandant des Kreuzers .Berlins. Kapitän zur See Kolbe, ist in Berlin einge- troffen. Er begab sich (ofert ins Rathaus, um sich hort von Oberbürgermeister B ö ft zu ver­abschieden. Der Kreuzer .Berlin" tritt am 1. Dezember von Kiel aus eine etwa zwei­jährige Reife an. bk da« Schiff fast um bi« ganze Welt führt Oberbtiraernwlfter Bbft wünschte dem Pztenfchist her Stabt Berlin vollen Erfolg auf »eine- Fahrt und trug hem Kommandanten Grüfte für die Besatzung hn Romen der BevbikTung t er Reichs Hauptstadt aut

Wegen Erreichung der Altersgrenze scheidet am I Dezember der btsheng« Präsident des Aetchsaussichtsamts für Privatver- ficherung. Geh. Oberregierungsrat Schar» m e r aus Auf her Tagesordnung der morgigen Aeichsratsfchur.g steht die Frag« seine» Aach- svlgers zur Deoatte. Zum neuen Präsidenten soll her Ministerialrat im Retchstotrtschattsmtill- fterium Geh Aegterungsrat Kissel ie Aussicht genommen fein.

Der peeuftt'che Wohlfahrtskninlster chirt- f lei e r ist heute non der Mebi^ntlchen Sa- kultät der Uniner'ität Bonn zum Ebrendo«ve ernannt worden.

Die Beruiung des Dtrektors Dr Lchmtdt vom Frankfurter Kunstgewerbemu'eum zum Aach- fvlger des Gefte-mrats n Falkes als Direktor bes B-rfiner Schloftmuseums ist durch die 1 Befürwortung V-lfr» oeficherl.

Aus aller Well.

ferner«! 6ooth über feine Eindrücke in Deutschland

London. 22. Aov. (Woitt.) In nnee Pr^le»Interview beritt»;et« g hem abend her in London eingetrcflene General der Heilsarmee B o o t d «ch über feine in De- ' -. - fangen«-. 8; ibrttdt. Gr tagte; Hndendurg hat au* mich den Eindruck eines Mannes von qroftem Wohllvollen gemacht, der sich aulr.chttg bemüht, den Menschen in der rech en W t'e zu hellen. Als ich den Präsidenten in Begleitung meiner zweiten Tochter bc uchte. sprach er in herzlichen Worten von her Arbeit der Heilsarmee, befenbet* von der Hille, bi« wir dem deut s chen Volke in her 3rtr geletftrt haben, als es von Aot. Sorgen nnh Entbehrungen heimgelucht war. Wir sprachen mit ihm von unteren Absichten brv2'.'.M> her Ob dachl osen in Berlin unb anderen deutschen Städten. 6r bezeugt« gro'ies Inteve f« und P.~r- sprach zu tun. was in seiner Macht stehe, um di« Hcüs t rmee bei ihren Bemühungen ju unter­stützen. Der KSnig von Belgien sprach mir ebenfalls seine graft e Sympathie aus. Na­türlich handelt cs sich in beiden L.in-ern um die gleich« n Problem«, nur haft Unterschied in ihrer Schwer« besteht. Deutschland bat noch einen weiteren Weg zurückzulegen. Es fchten mir. haft die Zeichen Der Erholung hl Belgte» ausgesprochener waren als in Deutschland. Aber in Herden Ländern gibt es noch vr«l zu tun für die Unglücklichen und für bieienigen hie irgendwie aus ihrer Bahn geworfen sind und Schwierigkeiten haben, zurückzukommen Deutschland wie in Belgien wurde ich mit her >m Güte ausgenommen. Ich bin aufrichtig dankbar für die Bezeugungen der Wertschätzung des Derbes der Heilsarmee und für das Ver­sprechen her Unterstützung, das mir zuteil ge­worden ist.

Sturm auf her Oflfet.

Seit drei Tagen herrscht b.H Sa Haitz ein ge­waltiger Wesisturm, der grobe Soez.- für di« Schisse auf See aufkommen ttftt In der vergan­genen Rächt wurden von ©er her Mnn Schütt« gehört, auch ein Licht durch den H.rfenwücht«r aelichtet Als Me RciN.'n^smanns^.r len aus- iuftren. war aber nichts mehr zu febm. Gs wird befürchtet, haft ein in Seenot bet npsiches Schiff nahe vor dem Haien gesunken i'i. Im Allen selbst wurde durch di« Wellen, btc über de Moten hlnwcgrölten, der im W.nterquartt«» liegend« Tourendamp er .Arkona- zum X entern gedracht

Schwerer Schnresiurm über 7si »t. ldeuIschiantz

Än ganz Deutschiand herrscht seit gestern starker Oftftunn. der die Temperaturen teilweilr Ne « !' Grad Äalte herunterdruckte. M>t>eldeutschland H durch starke Schneesäll« und Schaeeoerwehunpen heinigesucht worden. 9m Eisenbahnverkehr Haden sich infolgedessen sedr empitndliche 6 i flr u n gen bfm:rrbor gemacht. Die von Welten in Berfh eintresfenden Züge haben verspa? mgen Ne z" .30 Minuten, die auf den Druck de, LMurme» z» rückzufükren sind. Die isiebiet« der Reichsbahr.d'ret Honen Hannover. Kasiel. Magdeburg unb Münster haben ebenfalls durch Schneetreiben und Schnee­verwehungen verspStungen. besondere im G ü k e r o e r k e h r ;u ver-eichnn 9n Berlin »ur- den lemperoturen zwishrn tzsi und PA Grad Mite gemessen 3m Gegensatz Nuu herrscht in Sud- untz Westdeutschland wärmere» Wetter. Stellenweise sind sogar Darnregrode zu verzeichnen, in Suddeutfch- land bi» zu 8 Grad Därme.

Oie Wetterlage.

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L)ettccv stau »sage.

3m Rardofien kenn zeichnet Immer noch sehr hoher Vuftbrurf die Äettertcgr unb über M.tdeß- und Sub- ruropo bestimmen btt V thbr. rfltrcmungrn den Dst» terungscharokter Der W-stküste Frankreich» r bett iich «in Hochdruckgebiet imb aieichzeistg dehn! sich do» telänbiidw Druckfollgeviet unter weitererBer- ttefurg mehr iüdoftwart» au». Sehr watzrlche nlich dürfte be» tsländiich« Hes später stsrteren öinffeg auf untere Dtnerung gewinnen.

Vetterovraurfoae Weift wolsig M» bedeckt, noch yrvft und vereinzelte Riederfchlage später nicht an»- gesmkosien

W'.tlerung»au»sichiet> fGr Freitag Wetterlage un­sicher, Riederfchlöge und etwa» mildere» Wetter mit Riederfchlägen wohrscheinllch.

Lufttemperaturen em 22 Roo« mb er mütagi miru» 3,1 flrob Celfhi», odend» minus U Gras (Telftut; am 23 Rovembrr morgen» minu» 4.5 ErM Ceisiu» U'rbrrmperaturen in 10 Zentimeter lieft am 2L R»vembe7 abend» 1,4 Grad Celfiu* om 23. November- moraen» 13 Grad ffefftu» Wajimu» minus 3 Grad Celsiu». Wtnimmn minus lstrad llelfiu» Lchaeeteckr ' .Zent.meirr