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38 Fortfetzung.
Nachdruck verboten
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zert- und Tanzsaals u. v. a. m. eine erhebliche Vermehrung erfahren. Wer sich von der Hast und Unrast, von dem nervcNz-errütlenden Lärm der
Roman von Sven Elve st ad. Copyright bei Georg Müller, München.
Bon unvergleichlichem Lenzeszauber umwoben bietet sich auch Heuer wiederum, und diesmal, dünkt es uns, in ganz besonderer Schönheit, das Kleinod unter Deutschlands Bädern, Bad Salzhausen, den Blicken des Besuchers dar. Worte vermögen den Liebreiz dieses Bildes nicht zu schildern. Die Saison hat begonnen. Die Fülle der Vorzüge des einzigartigen Dadeidylls, Natur- herrlichkeit, Heilkraft seiner Quellen, köstlichste Lust, vortreffliche ilnte-rfunft und Verpflegung, wundervoller alter Park, Waldreichtum, interessante Umgebung, haben durch wesentliche Verbesserungen. Erweiterung des Kurhauses, Neu- gestältung des Badehauses, Erneuerung des Kon-
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Hei von kauch. qitrudi Ohne iSihlaclce, ohne
wenden wir uns rechts zum Bahnhof f e l s, von wo wir heimfahren. Dauer derung ungefähr 5 Stunden.
Neiseroinke.
Bad Salzhausen.
Großstadt wirklich erholen, sich Stunden wahrer Erquickung verschaffen will, komme nach Salzhausen. Er wird's nicht bereuen.
die etwas kürzere Strecke (blaues Dreieck): beide enden in Leun. Nach Ueberschreiten
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Doch nun hatte der Fremde verstanden, warum Asbjörn Krag danach fragte." Er entnahm seiner Brieftasche verschiedene Papiere, Vie er den beiden Herren vorlegte.
„Ich begreife," sagte er, „daß die Herren besonders in dieser Sache Legitimationen Zu sehen wünschen. Hier habe ich meine Advokatenurkunde aus Paris. Hier sind meine Visitenkarten und, was besser ist, hier ist mein Paß, vor zwei Tagen Unterschrieben vom Minister des Aeußern, sowie eine besondere Empfehlung der norwegischen Gesandtschaft in der SciNestadt.
Diese Empfehlung las Krag mit sehr großem Interesse. Die Gesandtschaft teilte darin mit, daß der Ueberbringer einer der bekanntesten französrsä)en Advokaten sei und gegenwärtig in besonderer Angelegenheit nach Christiania reise. Von dem Resultate dieser Mission, sagte die Gesandtschaft hänge es ab, ob geachtete und angesehene Familien von einer Katastrophe berührt würden oder nicht.
Als auch der Polizeichef sich mit den Papieren vertraut gemacht hatte, bemerkte er: „Hiernach können wir uns nicht weigern, mit Ihnen in Unterhandlungen einzutreten. Ihre Papiere sind in Ordnung."
Advokat Chevillard nickte.
„Gut," sagte er, „gehen mit an die Arbeit. Hoffentlich ist kein nicht wieder gutzumachendes Unglück gesclfeyen. Wie Sie sich wohl denken können, gilt mein Erscheinen hier in Kristiania einer Sache uon beunruhigendem Charakter. Aber lassen Sie mich zuerst erfahren, was sich ereignet hat!"
^Gedenken Sie, uns über die rätselhaften Verbuchen auszufragen, die" uns in der letzten Zeit in Erstaunen und Schrecken versetzt hoben?
^lus dem Telegramm, das Herr Krag der Pariser Polizei^sandte, schließe ich, daß eine gewisse Person, em Mcwzofe namens d'Albert, seit einiger Zeit in Kristiania gehaust hoi."
Als Asbjörn Krag diesen Namen hörte, atmete er erleichtert auf. Also bestätigte sich sein Verdacht
Wirtschaft.
Wochenbericht
von der Frankfurter Börse.
An der Börse war in dieser Woche ein Tendenzumschwung zu verzeichnen. Alle Bestrebungen der berufsmäßigen Börlenkr:ise, das private Publikum wieder stärker am Geschäft zu interessieren, waren ohne Erfolg geblieben, vor allem wohl deshalb, weil die allgemeine politische Loge zur Vorsicht mahnte. Die Wiener Vorgänge Übten auf das Börsengeschäft doch einen stärkeren Einfluß aus. als sich zunächst übersehen lieh. Ungünstig wirkte dann auch der Tod des Königs von Rumänien, der auf dem Balkan wieder stärkere politische Verwicklungen Hervorrufen kann. Bedenken dieser Art schien vornehmlich das Ausland zu hegen, denn die ausländischen Käufe, die in der vergangenen Woche kurshebend gewirkt hatten, wurden in den letzten Börsentagen wieder vermißt. Durch das fast vollständige 'Fehlen der zweiten Hand bemächtigte sich schließlich auch der Spekulation große U nl u st, und sie zeigte wenig Neigung zu neuen Engagements, nur die Baissepariei machte verschiedentlich Versuche mit Leerverkäufen, schritt jedoch immer bald wieder zu Deckungen. Bei der allgemein großen Zurückhaltung bewegten sich die Umsätze in den allerengsten Grenzen, zumal auch die Lage am Geldmarkt weiter zur Vorsicht mahnt. Nur für kurzfristiges Geld ist in den beiden letzten Tagen eine nennenswer e Erleichterung eingetreten. Immerhin lassen die Erfolge der verschiedenen deutschen Auslandanleihen (Ueberzeichnung der Ruhrverbandänleih^. der holländischen Tranche der Rentenbank-Kreditanstalt usw.) doch die Hoffnung weiter berechtigt erscheinen, daß doch in absehbarer Z:it eine Entspannung des Geldmarktes eintritt. Verstimmend, namentlich für die Man ' e. n p a p i c re, wirkte dagegen die Nachricht von dem Rückgang der Ruhrkohlenförderung und der Einlegung weiterer Feierschi chien, ferner das Kommunique des Rheinisch-Westfälischen KohlenshNdikntes, das die Niarktlage recht pessimistisch beurteilt. Eine weiter gesteigerte Passivität der deutschen Außenhandelsbilanz für den vergangenen Moirat hatte man erwartet, doch erschreckten dann zunächst die Ziffern, die ein Anwachsen der Passivität um 110 auf 450 Millionen anzeigen. Später wurde aber die Beurteilung etwas günstiger. Der Rückgang der deutschen Fertigwarenausfuhr beweise nur, daß unsere Industrie Wirklich imstande sei, den Inlandbedarf zu decken, ohne stärker auf Export angewiesen zu sein. Die Verstimmung darüber, daß sich die deutsch- französischen H a n d e l s v er 1 r a g s v e r- Handlungen so lange hinziehen, verschwand, als der Abschluß des deuts ch-japani- schen Handelsvertrages bekannt wurde, der volle Meistbegünstigung vorsieht. Für die Mehrzahl der Papiere ergaben sich K u r s a b - schwächungenvon3bi slOProz. Stärker abgeschwächt waren nur BerlinerHandels- gesellschaft, Mitteldeutsche Credit- bank, Harpener, Holz mann und die Zellstoffwerte. Eine Ausnahme machten I. G. - Farben, die gut behauptet blieben, und in denen allein zeitweise lebhaftere Umsätze stattgefunden hatten. Von außerordentlich anregender Wirkung war dabei die Bestätigung der Meldung, baß die I. G.-Farbenindusttie in Mannheim mit der Standard Oil Co. tatsächlich Verhandlungen führt, toehn auch solche mit der Shellgruppe dementiert wurden.
-er, von Zeilblom gemalt und von Shrlins geschnitzt, ein Prachtstück der Almerschule darstellt. Er ergeift Herz und Sinn durch seine Innigkeit. Hinter dem Städtchen in klösterlicher Waldeinsamkeit, in romantischer Fesseawildnis, birgt sich der D l a u t o p f, ein See von unbeschreiblicher Schönheit. Seine Farbe geht vom lichtesten Grün bis zum tiefsten, leuchtendsten Blau. Nur in den Fjorden Norwegens habe ich solche wunderbare Farbe des Wassers beobachtet. Es ist ein Winkel zum Ruhen, an seinen Ufern kann man die Welt vergessen und sich hinwegträumen in reinere bessere Gefilde...
Wanderfahrten.
Lollar—Tiesenk ach—Ebsövrfer Grund—Londorf.
Wir wandern von unserem Ausgangspunkte Lollar über Kirchberg durch die Tiefen- bach, einem lieblichen Waldtälchen. Beim Austritt aus dem Wald haben w.r einen überraschenden Blick auf das breite Lahntal mit freundlichen Dörfchen sowie auf die Marburger und Gladenbacher Berge. Der Weitermarsch führt uns durch Sichertshausen bis Dellnhausen. Beim Eingang des Dorfes schlagen wir den Weg nach rechls ein und gelangen über Hassenhansen nach Hachborn mit guter Einkehr. Durch ein idyllisches Wicsentälchen gehen wir nach Ebsdorf, das der ganzen Gegend seinen Namen gegeben hat. Hier haben wir wohl Gelegenheit, die Dorfbewohner in ihrer althergebrachten Tracht zu bewundern. Nunmehr folgen wir blauen Strichen, die uns Über Leidenhofen und Winnen nach Nord eck mit seiner hochragenden Burgruine führen. Rote Kreuze weisen uns von hier zum Endziel Londorf. Dauer der Wanderung etwa 5 Stunden.
Dehlar—Altenberg—Oberbiel—Dianaburg—Leun.
Mit Sonntagekar.e Braunfels fahren wir nach. Wetzlar, das wir durchschreiten, um, immer rechts der Lahn bleibend, dem Lahntal abwärts ^Markierung rote Punkte) nach dem malerisch über dem Tale gelegenen ehemaligen Nonnenkloster Altenberg zu gelangen. Hier besichtigen wir die schöne Klosterkirche, sowie den Park und genießen von der Klosterterrasse einen hervorragend hübschen Blick in das Tal. Die Zeichen führen uns nun abw*rt3 nah Oberbiel, wo wir jetzt rote Dreiecke reffen, die uns in nordwestlicher Richtung alsbald in den ausgedehnten prächtigen Klosterwald w:isrn.. In stetem Anstieg überschreiten wir den Bieler Berg, später den Leuner Berg, um sodann auf der Dianaburg zu landen. In der Försterei ist einfache, aber gute Wirtschaft. Entzückend ist der Blick von der Plattform des Iagdturmes auf das zu Unseren Füßen sich ausbreitende Wälder- meer. Zum Abstieg wählen wir entweder rote Striche über den Heisterberger H o f oder
„Da irren Sie sich, mein Herr, mein Klient hat bloß Geld an allen seinen Diebstählen verloren. Da; kann ich Ihnen versichern."
„Dann finde ich es aber höchst merkwürdig, daß er von dieser Bahn nicht abläßt", warf der Polizei« chef ein. „Jedenfalls hat es nicht den Anschein, daß er bei seinen Diebstählen in Christiania sonderliche Verlusts erlitten hat. Wollen Sie so freundlich sein, vorzulesen, Herr Krag."
„Ja, das würde mich wirklich interessieren," sagte der Advokat einen Notizblock hervorziehend. „dann kann ich den Betrag genauer fixieren." In müdem Ton fügte er hinzu: „Ich kann Ihnen versichern, daß ich nicht zum erstenmal eine foldje Abrechnung vorzunehmen habe."
„Nun werden wir also hören," sagte Asbjörn Krag, „was der große Gelehrte hier in der norwegischen Hauptstadt getrieben hat. Ich glaube nicht, daß sich die Wissenschaft besonders über diese Mitteilungen freuen wird. Dagegen wird die Polizei in anderen Ländern sicher ein Interesse daran haben, sich die Liste einmal näher gnzysehen. Wir können beginnen mit dem Einbruch in der Villa Rosenhain beim Bankdirektor Stephanson."
„Welchen Wert hat das Gestohlene?" fragte der Advokat, die Feder aufs Papier sehend.
„Niedrig gerechnet, zehntausend Kronen", entgegnete Krag.
Der Advokat notierte den Betrag und sagte: „Weiter!" 1
„Dann haben wir da den Diebstahl bei dem Schpfsreeder Björneby — die Papiere hatten einen Wert von drei- bis viertausend Kronen/
"Also sagen wir viertausend", murmelte der Ad« vokat. „So kommt es, daß mein Klient bei seinen Diebstählen verliert. Und weiter?"
„Dann haben wir den Geldschrankdiebstahl beim Rentier Wold. Zwanzigtaufend Kronen."
Der Advokat notierte auch diesen Betrag. Aber er seufzte dabei.
„Weiter", bat er.
„Ferner ist da der Taschendiebstahl im National« tHeater, wobei fünf Herren auf dem Orchesterplatz über viertausend Kronen gestohlen wurden Unter diesen war der Gast unseres Königspaares, Prinz Chira von Siam, dem unter anderem das Groß« kreuz des Sankt-Olaf-Ordens entwendet wurde." ___________ (Fortsetzung folgt.)
gegenüber dem geheimnisvollen Gekehrten im Viktoria-Hotel trotz alledem.
„Sie haben recht," erwiderte er, „dieser Franzose hat uns in der letzten Zeit wirklich viele Schwierigkeiten verursacht. Er hat hier in unserer Stadt eine lange Reihe von Verbrechen begangen, die mit beispielloser Kühnheit ausgeführt rooroen. sind."
„Trotzdem bin ich froh," entgegnete der Advokat, „daß, wie ich höre, kein Mord begangen worden ist."
„Können Sie uns etwas von dieser Person erzählen?" fragte Asbjörn Krag.
„Ja, vorläufig kann ich Ihnen erzählen, daß er ein Genie nicht nur auf dem Verbrechergebiet ist, sondern auch nach anderer Richtung hin."
„Das ist höchstwahrscheinlich. Ist er tatsächlich Franzose?"
„3a." /
„Ich glaubte eine Zeitlang, er wäre Norweger." „Weil er perfekt Norwegisch spricht, nicht wahr?" „Gewiß."
„Dasselbe wird auch ein Perser von ihm sagen können. Und ein Grieche. Oder ein Portugiese. Er ist eins der größten Sprachgenies der Welt. Er beherrscht nicht nur die Sprachen, sondern auch die einzelnen Dialekte."
„Ist es richtig, daß er ein angesehener Aeaypto- loge ist.
„Unbedingt. Ich nehme an, daß er hier in Krl- ftiania alles studiert hat, was es an ägnvtologischer Kunst in den Museen gibt."
„Allerdings, das hat er getan."
Gs entstand eine Pause. Dann sagte der Advokat: „Brauche ich Sie darauf aufmerksam zu
'ch nach Kristiania gekommen bin, um diesen Mann zu retten?"
„Ihn zu retten?" erwiderte der Polizeichef lächelnd. „Er hat eine Reihe von Gesetzesübertretungen begangen. Ich kann Ihnen versichern, eine sehr hohe Strafe ist ihm gewiß."
„Und ich versichere Ihnen, dieser Mann darf nicht bestraft werden."
Jetzt mischte sich Asbjörn Krag ins Gespräch
"Damit er bestraft werden kann," sagte er, „muß er doch erst verhaftet werden. Da wir die Versicherung dieses Herrn darüber haben, daß der Herr d Albert, der im Viktoria-Hotel wohnt, iden-
Am Rentenmarkt herrschte die ganze Woche über große Geschästsstille. Ablösungsschuldanleihe ohne Optionsschein schwächten sich bis auf 17,15 ab. Von den ausländischen Fonds neigten Türken zum Nachgeben, da trotz des Fortganges der Schuldenverhandlungen immer noch große Differenzen zwischen der Türkei und den Gläubigern zu beseitigen sind.
Am Geldmarkt trat für Tagesgeld eine fühlbare Erleichterung ein, Termingeld ist aber immer n^ch äußerst knapp. Im Devisengeschäft war eine starke Steigerung der Mark eingetreten, im Verlaufe trat jedoch wieder ein Rückgang ein.
Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.
Am Frankfurter Produktenmarkt war das Geschäft in dieser Woche wieder sehr klein. Nach wie vor wird von den Käuferkreisen die größte Z u - rückhalt ung geübt, vor allem im Hinblick auf die günstige Wetterlage. Der Konsum deckt nur die notwendigsten Mengen ein, trotzdem er feine Vorräte mehr hat. Es konnte sich deshalb nur etwas Bedarfsgeschäft-entwickeln. Die Bewegung an den Auslandmärkten blieb ohne wesentlichen Einfluß auf die Tendenz, auch wirkte sich die Beilegung des Mannheimer Mühlenstreikes nicht weiter aus. Ausgesprochen schwach war die Haltung für Weizen- und Roggenmehl. Es erfolgen hier keine verschiedenen Angebote in alter und neuer Ernte mehr. Mais war etwas gesucht, dagegen lag Kleie verhältnismäßig ruljig. Erst später stellte sich etwas Nachfrage nach Weizen k leie auf prompte Lieferung ein. Aeußerst knapp und stark verlangt sind nach wie vor die Futter- und Nachmehle. Im Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche gaben Roggen 25 Pfg., Roggenmehl 1 Mk., Weizenmehl 75 Pfg. und Roggenkleie 25 Pfg. nach. Die anderen Notierungen blieben unverändert. Die Preise wurden wie folgt festgesetzt: Weizen 31 nom.; Roggen 27 nom.; Hafer, inl., 26; Hafer, ausl., 23,50 bis 26; Mais 18,75 bis 19; Weizenmehl 40 bis 40,25; Roggenmehl 37; Weizenkleie 13, Roggenkleie 14 Mark. N
Wochenbericht vom Frankfurter
Schlachtviehmarkt.
Obwohl in dieser Woche das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt schleppend war, konnten doch am Haupt- und Nebenmarkt alle Viehbestände glatt ausverkauft werden. Rinder standen in wesentlich geringerer Zahl zum Verkauf, so daß hier teilweise kleine Preisaufschläge ein trat en. Der Gesamtauftrieb bestand aus 185 Ochsen, 78 Dullen, 575 Kühen, 272 Färsen, 1310 Kälbern, 191 Schafen und 5394 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der Vorwoche waren 320 Rinder und 15 Schafe weniger angetricb.'n, während 170 Kälb r und 760 Schweine mehr zum Verkauf standen. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen al 63—68, a2 58 bis 62, b 1 55-57, b 2 50-54. Dullen a 53—63, b 54-57. Kühe a 52-57, b 45—51, c 38—44, d 30 bis 37. Färsen a 62—66, b 58—61, c 50—57. Kälber b 72—78, c 65—71, d 55—64. Schafe a 1 48—52, a 2 40—47. Schweine a 63—64, b 63—64, c 63—65, d 63—65, e 62—63. Im Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche zogen Rinder teilweise 1 Mark und Schweine 1 Mark im Preise an, während Schafe nahezu unverändert blieben. Kälber Muhten 1 bis 3 Mark nachgeben.
Zwischenkreditvorkehrungen zu ersparen. Eine mittelbare Wirkuirg auf die Neubautätigkeit würde sich trotzdem insofern ergeben, als durch die neuen Hypotheken alte Baukredite abgelöst und zu anderweitiger Betätigung freigemacht werden. Die Höchstbelastung für die Danken darf 73 8 Prozent betragen. Die höchst zulässige Ausfertigungsge- bühr bei Weitergabe an den letzten Geldnehmer ist von 2 auf 1,5 Prozent ermäßigt, die Derwal- tungskosten sind auf 0,5 Prozent normiert worden. Die Kontingente betragen: für die Deutsche Wohn- stätten-Hypothekenbank 10, für die Preußisch« Landespfandbriefanstalt 12, die Hessische Staatsbank 4 Mill. Mark.
* Dollarkredite für die Reichsbank? Rach Neuhorker Verlautbarungen soll der Reichsbankpräsident Dr. Schacht während seines Neuhorker Aufenthaltes mit einem amerikanischen Finanzkonsortium für die Reichsbank (wohl als eine devisenpolitische Reserve) eine : Kreditmöglichkeit von zunächst 25 Millionen Dollar auf dortigen Unterlagen abgeschlossen haben. Da Dr. Schacht erst am 24. Juli wi Deutschland erwartet wird, ist eine Bestätigung deutscherseits wohl erst Ansang nächster Woche zu erwarten.
* Z u ck e r st a t i st i k für Juni 1927. Nach der amtlichen Statistik wurden im Monat Juni 1927 4513 Doppelzentner Rohzucker und 517 325 Doppelzentner Verbrauchszucker gewonnen. Die Erzeugung in der Zeit vom 1. September 1926 bis 30. Juni 1927 belief sich für Rohzucker auf 12118113 Doppelzentner und für Verbrauchszucker auf 14 278 695 Doppelzentner gegen 11 571 443 Doppelzentner bzw. 13 894 927 Doppelzentner in der entsprechenden Zeit des Jahres 1925/26.
* Süddeutscher Holzmarkt. Am süddeutschen Holzmarkt ist die Tendenz unverändert fest. Der lebhaften Nachfrage am Rundholzmarkt steht nur ein knappes Angebot gegenüber. Die Differenz zwischen Rundholz- und Schnittholz^ preis wird unter diesen Umständen immer fühlbarer, so daß die Verdienstmöglichkeiten der Sägewerke weiterhin eingeschränkt wurden. Die Deschäftigung der Sägewerke ist weiterhin jedoch zufriedenstellend.
* „Schöneberger Kabinett" A. - G. Mainz. Das Geschäftsjahr 1926 erbrachte Roh- I einnahmen von 672 045 (783 971) QUarl, denen I Unkosten und Abschreibungen von 632 846 I (763 920) Mark gegenüberstehen, so daß ein Rein- I gewinn von 39 198 (18 020) Mark verbleibt. In I der Bilanz sind Waren von 1 133 194 (1 079 698) Mark vorhanden. Die Debitoren haben sich auf 1 005 725 (774 203) Mark erhöht. Aus der Passiv- feite sind Kreditoren von 914 183 (614 376) Mark ausgewiesen.
* Vereinigte Stahlwerke. Die letzthin in der Presse verbreitete Nachricht, daß die Stahlwerke das bisherige Doselsche Paket von Aktien der Vereinigten Königs- und Laurahütte erworben hätten, sind unzutreffend. Die Vereinigten Stahlwerke haben Aktien der Königsund Laurahütte weder aus dem früheren Bösel- schen Besitz noch von anderer Seite erworben; I damit entfallen auch alle an diesen angeblichen Erwerb geknüpften Kombinationen.
* Die Heber ft unbenbergütung im Bankgewerbe. Im Konflikt zwifchen dem Reichsverband der Bankleitungen und den am Reichstarifvertrag für das deutsche Bankgewerbe beteiligten Angestelltenorganisationen Wer die
'Bedingungen der Wo hnungsbau- Anleihe. Die Befreiung der 100 Mill. Mark Wohnungsbauanleihe von der Kapitalertrags - steuer ist unter folgenden Bedingungen genehmigt worden: Der Anleiheerlös soll nicht schlechthin für den Wohnungsbau verwendet' werden, sondern nur zur Fortführung bereits begonnener Bauten dienen. Es ist anzunehmen, daß dieser Weg gewählt wurde, um das Auslandsgeld sofort in hypothekarische Form aufnehmen zu können und tisch mit dem Verbrecher ist, scheint es mir äh der Zeit zu fein, zur Verhaftung zu schreiten."
Der Advokat streckte warnend die Hand aüs.
„Das wird nichts nützen", sagte er. „Sie können überzeugt fein, daß der Herr irt diesem Augenblick von meiner Anwesenheit in Kristiania unterrichtet ist und mit der Möglichkeit rechnet, daß Sie zum Angriff übergehen, ohne mich anzuhören."
Wie fällte ihm Ihre Anwesenheit bekannt fein?"
Der Advokat lächelte. „Begreiflicherweise darum, weil ich ihn in Kenntnis davon gesetzt habe. Er ist ja mein Klient."
„Es wird früh genug fein, ihn zu verteidigen, wenn er vor feinem Richter steht. Er wird vor ein norwegisches Gericht kommen und einen Norwegischen Verteidiger erhalten."
Der Polizeichef sah plötzlich auf den Scheck, der auf dem Tisch liegen geblieben war. Sein Gesicht zuckte.
Der Fremde entdeckte diese Bewegung und sagte: „Mißverstehen Sie mich nicht. Dieses Geld soll dazu verwandt werden, um allen Schaden zu decken, den Herr d'Albert angerichtet hat. Reicht dieser Betrag Nicht aus, so stehen neue Summen zur Verfügung. — Herr d'Albert ist nicht nur ein großer Gelehrter. Er ist vielfacher Millionär. Ein vielfacher Millionär und ein Dieb, meine Herren. — Vielleicht find Sie sich jetzt klar darüber, daß er durch das Studium der altägtjptifdjen Dialekte zum tüchtigsten Taschendieb der Welt geworden ist."
„Nein", sagte Krag. „Dieser Zufammenhang ist uns damit noch nicht ganz klar geworden."
„Ich gebe zu/ sagte der französische Advokat, „daß es wie ein seltsamer Widerspruch klingen muh Doch bin ich überzeugt, daß Sie den Zusammenhang verstehen werden, wenn Sie jetzt die Ge- fclüclste dieses hervorragenden und sönderbaren Mannes hören werden. Ich nehme an,-daß Sie hauptsächlich überrascht sind von dem Mißverhältnis zwifchen feiner Stellung als vielfacher Millionär und feiner Stellung als hervorragender Dieb."
„Im Grunde nicht so sehr", erwiderte Krag, während er anfing, die Papiere, die auf dem Tisch lagen, 3U sammeln und durchzusehen. „Wenn Ihr Klient in anderen Hauptstädten ebenso erfolgreich ge» arbeitet hat wie hier in Kristiania, dann beginne ich, bie Grundlage feines Reichtums zu verstehen."


