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Samstag, 25. Zu» (927

177. Jahrgang

Nr. 17.9 Erstes Blatt

Die Lehren von Wien.

Die Genfer Flottenkonferenz

schling folgt.)

noch weit

Der Fall Horsing

'Q Rabatt

Semeinderatsfitzung in Wien

NutzenSie die Stunde der großen Preis' herab'

Zeichnung

getroffenen verschiedenen Maßnahmen zugehen zu lassen. Der Gegenantrag der christlich-sozialen Minderheit, dem Bürgermeister das Mißtrauen auszusprechen, wurde abgelehnt. Schließlich wurde der Antrag des Führers der christlich-sozialen Ge- meinderatssraktion, Kunschak, auf Auslosung der Gemeindeschutzwache ebenfalls a b g e l e h n t. nie Ergebnisse der Abstimmungen nahmen beide Par­teien in voller Ruhe auf.

Annahme von Anzeigen filr die Tagesnummcr bis zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr.

Chefredakteur:

Dr. Frredr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den An- zeigentell Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen.

Gesandte in Bukarest sei deshalb mit der Spezial. Vertretung beauftragt worden. Dec deutsche Reichspräsident hat den Gesandten von Mutius mit seiner Spezialvertretung beauftragt.

Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags.

Beilagen:

Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle.

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2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger­lohn, auch bei Nichter­scheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech ans ch sse: 51, 54 und 112.

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Ein Ehrenfrühstüür fürPoincarL.

Paris, 27. Juli. (WB.) Heute mittag hat in einem Moderestaurant im Dois de Boulogne dos Frühstück stattgefunden, das dre Mit- qlieder des Kabinetts Poinca re an­läßlich des einjährigen Bestehens desMiniste­riums der nationalen Einigung" dem M i - nisterpräsidenten zu geben besch.ossen hat­ten. Während des Frühstücks wurden kerne Re­den gehalten. Justizminister B a r t h o u über­reichte hingegen im Rainen seiner Kollegen dem Ministerpräsidenten zur Erinnerung an dieses Jubiläum ein seltenes Exemplar des ersten Ro­mans Robert de FleursJlsee, Princesse de Tripolis". Das Werk trägt folgende Widmung: Raymond Poincare, unserem Präsidenten, un­serem Chef, unserem Freunde in Bewunderung, Dankbarkeit und Ergebenheit. 22. Juli 1927. Die Widmung ist von sämtlichen Mitgliedern des Kabinetts unterzeichnet.

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hUschossen worden sei, und endlich ein Antrag auf Auflösung der G em e l n d e s ch u tz wa ch e. Um A7 Uhr abends wurde über die Drmgbchketts- anträge abgestimmt. Angenommen wurden beide An­träge auf Einsetzung von Untersuchungsauss^i en und ein fozialdemotratycher Zusatzantrag, dem Bür­germeister für seine Haltung m den kritischen Tagen Dank und Vertrauen auszusprechen und ihn aufzusordern, tem Gemeinderat die not­wendigen Vorlagen zur Durchführung der von ihm

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vruck md Verlag- vrühl'lche Univerfilälr-Vuch- md Steindruckerei «. Lange in Sietzen. Schriftleitung und S-schäst-lt-lle: Schulstratz« 7.

Chef des Kabinetts. Es ist notwendig, sich d.efe allgemeine Situation zu vergegenwärtig?,: um namentlich die politische Seite der letzten Borgänge in Wien und ihre Wirkung in den Bundesländern in ihrem Kern zu begreifen. S-e lediglich als Ausfluß der über den Freispruch eines Geschworenengerichts empörten Dolksleiden- schaft aufzufassen, dürfte hierzu nicht aus-

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Wien, 22. Juli. (WTB.) Die Gemeinderats­debatte über die Wiener Ereignisse hat heute nach­mittag begonnen und im allgemeinen einen r u h i - aen Verlauf genommen. Auch die Galerie ver­hielt fiel) vollkommen ruhig. Die Verhandlungen zwischen der Mehrheit und der Minderheit, die die Tendenz zur Beruhigung erblicken ließen, l-allen bereits Dringlichkeitsanträge zum Gegenstand, und zwar einen sozialdemokratischen auf Einsetzimg eines sechsgliedrigen Untersuchungsausschusses mit Rücksicht darauf, daß die Regierung eine parla­mentarische Untersuchung der Men er Vorfälle nicht wolle, weiter ein Antrag auf Ueberprusung der Ge­rüchte, wonach während der Tumulte aus dem Rat-

Bei den Verhandlungen der DeeabrüstnngS- konferenz rn Genf wechseln die Bilder imt kaleidoskopartiger Schnelligkeit, so daß gerade vom politischen Standpunkt aus die Werter- Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden nüißte. Mit Mühe und Rot war gelungen, durch eine Kunstpause den Abbruch zu verhindern und hinter den Kulissen die Dinge so zu schieben, daß wenigstens werter ver­handelt werden konnte, als Plötzlich die Wh- rer der englischen Delegation ihre Koffer packten und Hals über Kopf nach London fuhren, nm mit ihrem Kabinett die ganze Lage besprechen zu können. Eine solche Reise ist etwas Unge­wöhnliches, sie läßt vermuten daß entschei­dende Dinge vorgegangen sind Da aber die Delegationen selbst aus begreiflichen Gründen dicht halten, ist der Kombination Tur und Tor geöffnet, und das Rätsel dieser Reise beschäftigt denn auch die Weltpresse in weitgehendem Maße.

Vielleicht ist es dabei für den, dec zwischen den Zeilen zu lesen versteht, nicht einmal so ganz schwierig, die Lösung zu finden: die Gegensatz^ die zwffchen Englands den Vereinigten Staaten und Japan in dem Grundaufbau ihrer Flotten- rüstung bestanden und bestehen, sind 15 bekannt. Rachdem eine Verständigung über die Schlacht­schiffe in Washington erzielt war, handelt es 1 sich jetzt um die Kreuzer und Untersee­boote. Amerika will wenige große Kreuzer, England will viele kleine und Japan will mög­lichst viele Unterseeboote, während England wie­der die Unterseeboot« am liebsten überhaupt vermieden sehen möchte. Zwischen diesen Wün­schen ein Parallelogramm der Kräfte herzu- stellen, ist nicht ganz einfach.

Herr C 0 0 l i d g e hat aber geglaubt, daß er das Kunststück fertig bringen könnte und hat sich letzt auf den Gedanken eines positiven Ergebnisses fest­gebissen, weil das Schlagwort von der neuen Ab­rüstung ihm für seinen nächsten Wahlkampf sehr nützlich wäre. Zum mindesten wollte er er­reichen, daß, wenn schon die Konferenz scheitert«, I nicht die Vereinigten Staaten die Schuld - I daran trügen, sondern England oder Japan. Diese Absicht hat die amerikanische Delegation aber gar zu deutlich an den Tag treten lassen, indem sie in einer der letzten Sitzungen erklärte, zwischen Ame­rika und Japan beständen größere Gegensätze nicht, eine Verständigung sei also gesichert in dem Augen-

reichen.

Die Vorgänge in Schattendorf und ihr ge­richtliches Rachspiel brauchen rm einzelnen nrcyt noch einmal dargestellt zu werden. Wie man zuihnen steht, bleibt für die Beurteilung der Wiener Ereignisse eine Angelegenheic von sekundärer Bedeutung. Rur das eine verdient doch festgehalten zu werden, die Zusammen­setzung des Schwurgerichts, das das, freckpre­chende Urteil über die angeklagten sront.amp- fer fällte. Don den zwölf Geschworenen, sämt­lich lleine Leute aus dem Volke, waren min­destens sieben sozialdemokratisch orientiert, also ein seiner politischen Zusammensetzung nach ge­wiß unverdächtiges Doltsgericht, wie es die Linke stets forderte. Grade sein Spruch wird An­laß zu blutigen Aufständen, wie sie Wien seit den Tagen der Revolution von 1848 nicht mehr aeseben hat. Das wäre schwerlich möglich gewesen ohne die planmäßige Verhetzung ^ Arbeiter­schaft. wie sie die sozraldemokatischen Partei­führer und eine zügellose Presse seit Fahr und Tag gegen den Staat, in dem ihnen die Macht verpacht blieb, gegen das bürgerliche Kabinett Seipel und den Polizeipräsidenten Schober, den Hüter von Recht und Ordnung rn der Bun­deshauptstadt, getrieben haben. Die politische chaßatmosphäre war sorgfältig vorbereitet, die Freisprechung der Schattendorfer Frontkämpfer nur der willkommene Anlaß, di« sozicllistlschen Massen au, die Straße zu bringen, um der bur- gerlicheii Regierung gegenüber einmal gehörig austrumpfen zu können. Rach berühmten Mustern hoffte man dann, auf dem^ recht undemokratischen Wege über Generalstreik und Terror das poli­tische Ziel der Beteiligung an der Regierungs­gewalt oder gar diese allein zu erlangen, ein Ziel, das der Sozialdemokratischen Partei un verfassungsmäßigen Lauf der Dinge durch Wah­len und Parlamentsmehrheit versagt geblieben war. Doch ebenfalls nach berühmten Mustern liefen die Massen, als sie einmal aus den Be­trieben geholt waren, ihren Führern davom Die radikalsten Elemente gewannen schnell o e Oberhand, und der Mob, der sich m M(w Gr ß- stadt schnell dort zusannnenftnde, a» « wall gibt, tat das Seme, um all« Dersuche: zur Mäßigung der aufgepeitschten Aolksleche-iscyait-n in den Anfängen zu ersticken. Hilflos mußten d..

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Wie derMatin" berichtet, ist bei dern In­ternationalen Verband der ehema­ligen Frontkämpfer folgendes Telegramm eingegangen, das sich auf die Ereignisse in Wien bezieht. Das Reichsbanner fordert auf Grund der auf der internationalen Konferenz der ehemaligen Frontkämpfer in Luxemburg am 9 und 10. Juli angenommenen Entschließungen, die Aufmerksamkeit aller Verbände auf die Tat» fache zu lenken, daß die Ereignisse vn Wien innenpolitischer Art sind. Es sei unnütz, Truppen an der österreichischen Grenze zu sam­meln und so Gefahr zu laufen, einen Konflikt hervor zu rufen. Die Ordnung in Wien werde durch den republikanischen Schutz­bund wiederhergestellt werden. Das Reichsbanner fordere daher von dem Internatio­nalen Verband der ehemaligen Frontkämpfer gemäß der Luxemburger Konferenz zu inter­venieren, um militärische Bewegungen an der österreichischen Grenze zu vermeiden. ____

Prinz Carol und die Thronfolge.

Keine Teilnahme an den Beisetzungs­feierlichkeiten.

Paris, 22. Juli. (WTB.) DerMarin" stellt fest daß Prinz Carol von Rumänien sich noch 1 mm er in seiner Villa in Ne ui l l y bei Paris befinde. Gleichzeitig veröffentlicht das Blatt . eine Erklärung, die ihm eine hochstehende, mit Prinz Carol in Verbindung stehende Persönlichkeit überreicht hat und die lautet:König Carol von Rumänien, der in seinen Gefühlen durch den Tod seines Vaters getroffen wurde und in feinem Ge­fühl der Ergebenheit gegenüber dem verschiedenen Souverän berührt ist, bedauert, in diesem Augen­blick der Presse keine Mitteilungen machen zu können. Er ist auf diese Weise verhindert die | Erklärung abzugeben, die die neue Lage erheischt. Er hat gestern vormittag telephonisch den Mitglie­dern der königlichen Familie in Rumänien den Wunsch zum Ausdruck gebracht, den Ver­se tz u n g s f e i e r l i ch k e i t e n seines Va­ters beizuwohnen. Man sieht aus der Abfassung der Mitteilung, so fügt das Blatt hinzu, daß Prinz Carol mehr denn je von seinen Rechten überzeugt ist und nicht die Hoff­nung verliert, den Thron seines Vaters zu be­steigen. Dem Prinzen ist inzwischen auf fein Er- uchen, der Beisetzung beiwohnen zu dürfen, von seiner Mutter eine ablehnende Antwort zu- geqangen. Das Telegramm der Königin weist aus die Komplikationen hin, die das Erscheinen Carols in Rumänien im gegenwärtigen Augenblick auslosen könnte. Der Prinz hat darauf dem Außenpolitiker desMarin" persönlich u. a. erklärt:Der Tod meines Vaters war für mich ein schrecklicher Schlag. Meine Gedanken lenken sich besonders jener Haupt­stadt zu, wo dem großen Herrscher, der die natio­nale Einheit geschaffen hat, die letzte Ehre er­wiesen wird. Die Erklärungen, die heute vormittag veröffentlicht wurden, sind der Ausdruck der Ge­fühle, die alle meine Freunde mir gegenüber bie­ten Es liegt mir ferne, unter den jetzigen Umstan­den irgendeine Kundgebung zu veranstalten, die die Andacht stören tönnnte, in der sich die königliche Deisetzungsfeier vollziehen inuß.

Die Aufbahrung König Ferdinands.

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Bukarest, 22. Juli. (TM Der Weg zum Palais Cvtroceni, in dem dre Leiche König Ferdinands aufgebahrt ist, ist von einer großen Menschenmenge überflutet, die mn Sarge vorubw- ziehen will. Hohe Offize« aller Waffengattungen halten die Ehrenwache. Auch die Mitglieder des Berlin 23. Juli. Es dürfte aufgefallen höchsten Kriegsordens sind am Sarge des Königs bie Erklärung der Reichsregierung

versammelt. Vor dem Katafalk ist em ^sch auf- > Aufruf Hörsings an das Reichsbanner

gestellt, auf dem die Krone, der Marschallstab fofort \ad) dem Bekanntwerden des . Auf-

und der Säbel des Entschlafenen liegen. Auf dem erfolgt ist. Diese Verzögerung hat jedoch

geöffneten Sarg liegen das Zepter und die Gene- ., ten ©rünbe. Bekanntlich hatte der Auf- ralsmühe der Dergjägec. .Der Sarg ist mit J A^chsbannervorsitzenden Hörsing wegen roten Lilien und Mohn bedeckt. König Alex^an- darin enthaltenen unmotivierten Ang r if fe

der von Jugoslawien, drei lugoslawische au Oesterreich dort große Verst.im- Minister und eine Abordnung des flawistyen m hervorgerufen. Rachdem die Reichs- Parlaments werden heute abend m Vukarest s h^rvon in Kenntnis gesetzt worden

erwartet. Als Vertreter des tschechoslowakischen sofort in Wien ihr Bedauern

Präsidenten wird Minister Bene sch an den \ übet b e n 2lusruf aussprechen lassen. Da Deisehungsfeierlichkeiten teilnehmen. CH am - . ber Aufruf durch die Presse der gesamten

b er la in hat ein Telegramm geschickt m dent ^^-^en Oeffentlichkeit zugänglich gemacht wor- er erllärt, daß es infolge der kurzen Zeit nicht fa^ sich die Reichsrcgierung veranlaßt,

möglich gewesen sei, den Pcinzeii von Wales oder öffentlich dazu Stellung zu nehmen,

Den Herzog von Vvrk im Auftrage des englischen .R ber gestern veröffentlichten amtlichen

Königs nach Bukarest zu entsenden. Der englische Meldung geschehen ist. Ehe diese Veröffentlichung r CQ-t* mif brr Svnnal- I ^c^qte hatte die Reichsregierung, der Gepflo­

genheit entsprechend, mit der Preußischen Regierung Fühlung genommen. Aus der Tatsache, daß die Veröffentlichung erfolgte, darf wohl geschlossen werden daß die preußische Regierung nicht dagegen Einspruch erhoben hat. Es bleibt allerdings noch die Frage ob sie v 0 n srch aus gegen chren Oberpräsidenten etwas unternehmen wird.

An sich wäre sie sehr wohl berechtigt, diszi­plinarisch gegen den Oberpräsident^i einzu- schreiten, dessen unqualifizierbares Verhalten eine außenpolitische Komplikation hervorgerufen und die Reichsregierung genötigt hat, sich emes Vor­falls wcqen in Wien förmlich zu entschuldigen, für den sie selbst keinerlei Verantwortung tragt. Indessen, die Aussichten, daß die preußllche Staatsregierung ihr mehr als mahvoNes Ver­halten gegenüber Hörsmg ändert, sind auh^st gering. Man weih, daß P reich en gegenwa^ jede Gelegenheit benutzt, um sich an der Reichs- reaierung zu reiben. Die öffentliche Form des Bedauerns der Reichsregierung, die notwendig war um gegenüber einem befreundeten und so nahe verwandten Lande, wie Oesterreich, den Sachverhalt einwandfrei klarzulegen, wird zwei­fellos« wieder von den Parteipolitikern im Preußen-Kabinett dazu benutzt werden, um gegen die Reichsregierung schärf zu machen.Anmit^l- bare Handhaben, selbst gegen den preußischen Oberpräsidenten einzuschreiten, _ stehen der Reichsregierung nicht zur Veickugung. Wohl

|e Die Toten der Wiener Schreckenstage sind zur letzten Ruhe bestattet. Lieber mehr als hundert blick, wo England und Japan sich verständigten, unglücklichen Opfern einer verantworlilnEosen Die Engländer haben diesen Wink verstanden und Hetze wölbt sich der Hügel. Disziplin und e>aDU- daraufhin versucht, die Vereinigten Staaten mit den besinnung haben wieder Einkehr gehakten m oct eigenen Waffen zu schlagen, indem jetzt die Eng- ehrwürdigen Donaustadt, sobald die staa.liche länber ihrerseits mit den Japanern sich in Serbin- Macht sich stark genug erwies und den entschie» düng fetzten und ihnen Angebote machten, die auf Werten Willen zeigte, der schrankenlosen Hen- der Konferenz ein englisch-japanisches schäft des Mobs em schnelles Ende zu bereiten Zusammenarbeiten gegen Amerika So kann man nun daran gHen, aus den Wiener ermöglichten. Dieser Versuch scheint überraschenden Ereignissen die politische Bilanz zu ziehen, cm Erfolg zu haben. Unterfangen, wichtig genua fur uns nicht n ir um

Die Reise der englischen Delegation dürfte den for engen Blutsverwandtschaft willen. Die uns tieferen Sinn haben, durch das Londoner Kabinett mit Oesterreich verbindet, sondern auch der Zehren die Abmachungen gegenzeichnen zu lassen, die in wegen, die sich für die Gesundung umereB eigenen Genf mit Japan getroffen wurden. Und das Er- I imierpolitischen Lebens aus der Betrachmng Der gehn 15 wäre dann dies, daß Amerika entweder ein Borgänge in Wien geradezu aufdrangen, englisch-japanisches Programm schlucken müßte, das Republik Oesterreich, diese ^ot;gebürt

den Bedürfnissen der Vereinigten Staaten nicht ge- Pariser Friedensvertiäge, schlicht m sich

rade auf den Leib geschnitten ist, oder m aller überwiegend agrarischen altöfterreichische 1

Oeffentlichkeit die Schuld für das Scheitern der Kon- Aernlande Rieder« und Oberösterreich, Salzburg ferenz zu übernehmen hätte; eine mehr als ^irol und Vorarlberg, Kärnten und <5teicvmart peinliche Alternative. Im Augenblick sind einerseits und auf der anderen Seite das indu- jedenfalls die Amerikaner in Genf totmanövriert, »^le ien, die fast Zweimillivnen-Wells! ad:. und es wird sich nun zu zeigen haben, wie sie aus Oftmals das Regierungszentrum dec oBer­ber Schlinge herauskommen, die sie sich selbst reichisch-ungarischen Doppelmonarchie, heute 01c um den Hals legen halfen. Bundeshauptstadt eines verkrüppelten Staats-

Amerikanische Mahnungen. schen^Industrie^ ein^durch Krieg, Inflation und Washington 22. Juli. (WTB.) In der unsinnige Staatenbildung prok^rlfterkeS Be»

Ä v^^z^mokr^ie^^^

UMMZW ßMUMMM llllkvorbei^seien.^Die^jetzig Regierung sei kon- den Z>^n st^wCT En g^ LL&t - L W» ÄÄ SHS

und Tkatagua Mgtn Auch Tribun« nationale auf Jolbem 6 c , .

Moses, Mitglied des auswarllgen Ausschuss^. roß deut sch eVi und^dev Zentrum

s«? -6lE 601

gaben'ein getreues Spiegelbild dieser Politischen

[ Machtverteilung in der Republik^ Dis

, e demokraten, die Gemeinderat und Verwaltung der

' Bundeshauptstadt zwar restlos beherrschen, blle-

aber müßte es Aufgabe des in beiden Ka- ben im Rationalrat des G^rmtimates m der binetten sowohl wie im Reichsbanner maßgebend Minderheit. Erne bürgerlich, Koalllcvn ^nter vor vertretenen Zentrums sein, auf eine rasche und herrschendem Einfluß der ^^m^Bräsat gründliäie Squibierung des neuesten Falls Hör- die Bundesregierung dtt ^stlrchs^ale Prala^ sing zu drücken. Bislang nimmt die Zentrumspresse | Seipel wurde^ als ^Bundeskanzler^ Wwd^un allerdings nur zu dem Verhältnis zwischen Zen- trum und Reichsbanner Stellung, ohne die wich- tiaere Fraae des Oberpräsidenten zu berühren. So erklärt die BerlinerGermania": Eine Fortsetzung so einseitigen Verfahrens würde es den Zentrums- Mitgliedern wohl oder übel schlechterdings un­möglich machen, beim Reichsbanner zu bleiben. Am nächsten Sonntag findet eine Tagung des Reichsbanneroorstandes zu Magdeburg statt. Bei dieser Gelegenheit dürfte die Angelegenheit aus­führlich zur Sprache kommen. Es muß dabei un­ter allen Umständen erreicht werden, daß d e r paritätische Charakter des Reichs­banners in Zukunft gewahrt wird, und daß nur solche politische Kundgebungen in die Welt gehen, die die Zirstimmung des gesamten Vorstandes gefunden haben. Bedeutend weiter als das Ber­liner Zentrumsblatt geht der Badische Beobachter, das Zentralorgan des badischen Zentrums. Das Blatt erklärt: Wir haben den Eindruck, als ob das Verhältnis des Reichsbanners zum Zentrum nach dieser unmöglichen Leistung in sein letztes entscheidendes Stadium Getreten sei, und dies, um unseres Gewissens und unserer Ehre willen.