Ausgabe 
22.11.1927
 
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vr. 275 Zweiter Blatt

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen)

Dienstaq, 22 November 1927

Parolen, aber kein Kurs.

Unter bickr XlcNri-brih HnNn eu in Nr beUnrörn poltrllchen

Der Deuttchenlpieae^Ed"^ graNn Met. der in ha» ®nmb>n>- .4m. «n nicht |M Marn. Uebrl unserer nnrrm <k4lr.f rlbcl und Nrtncnl. im <rhw* Iro-nl-h-heileren Ton» bitter entft xnornmen zu werden. Da- wissen wir am MUn. die wir eben erft Im Wahlkampf Mc hier aufgew.gten Schäden schTnerzllch empfinden muhten.

.Gre ^orteten tuchen noch neuen Parolen wb* brn «tnb einen Aamen zu geben, der ge- SMfle seniononeUe Rrioe besitzt. sprechen ftc von .Wahlparolen Aus berr Gehabe der Auguren grinst tnr Sorge, nicht einmal Ne oerf.ar.X Jx am die »ftfiem ihrer Parteien. Mein ®txt wa» kann ihnen denn allesamt schon niel passieren! Der eine kann ein Dutzend Mandat? verlieren der andere eNnlovicl gewinnen. Arin. bei diesem Da hi recht be, dem die Propornons^hien Per- s-nlichkell und 3bee ersetzen braucht man in feinem Parieibuveau Angst zu schwchen.

Deutschland ift weder Gnalanb noch Rumä­nien. Aus der betrieben Intel ttnirNit Ne L'ibe- rulen wegen der Sünde der Halbheit, die für Nn mut'. europLtschen Sttihnn charolterifiitch ft. da» letzte Mal völlig ausgerieben. 3n Rumänien brachte e» die bisherige Regierungspartei über- Haupt nicht einmal zu einem ei «ui gen Tlanbat Cb man nun die Möglichkeit solcher Rleknoer- schievungen staat-rechtlich tchön s.ndet oder nicht man sann jedensall» habet regieren, einen harten Arm zeigen. Und ei ift für ein Canb. aut die Dauer gelebtn, wicht g r ob überhaupt regiert wird oder gar nicht oder ob flut ober schlecht Mag auch diese- oder jene» Robinett der Ration wenig frommen und et'en' chiuche Fehler machen, wenn es wirklich te'.nen Dillen in» Boll bläh, erzeug, e» politische Al mvs phäre, in der allein pollt.tche Reife wachten kann

In Deutschland wird schon teil 1914 tnnen- polttisch nicht mehr regiert Wenigstens tm Reiche nicht Die Rabent haben e- nach dem Kriege einige 3eil getonnt und Ne preustichen 6e»ialbemefrcten verstehen sich darauf fvgar vvr- Malich. 3m Reich? grubet» man übet sogenannte ^dnckf al-fragen. knobelt Komprv.nlsfe und zankt sich um dir -*>oix telvmbole. metfi ohne den Qte- «chmack und die Dialektik zu besitzen. Ne grrade Mir Lösung heikler Hvrmfragen nötig find

feien wir doch ganz ehrt.ch imj wirklich ein- mal üderpaNeiltch Seubert sich abgesehen ron einigen (Drietzesle.ftungen. Ne gewisferma- tu n bo* .Schicksal zw itcn Ran verkörpern, irgend etwa» am System, toeitn etwa ein Ka­binett der Milte von «nein aitg^blidxn Rc4>l»* fabinett abgelön wird, ober die garte Koalition will dem peinlichen Klotz am linken Dein herum- hrainpeit? Die .bewährte Linie" unsere» alten Aohenkurse» wird fortgesetzt Arn 11. Ruguh setz.-n sich die fozialdemokratischen Häuptlinge ebenso wie die beutschnat oiialcn den dolinher auf und gehen Verfassung feiern. Mal schluckt, mit Hilfe der Rechten die L. ndw rischast einen Hap­pen. mal brummt man. mit Hilfe der Linken, der 'Wirtschaft eine eoi-albelaftung auf. Die rau- 'chenden Segletkwind« In den Tvaldungen Nr deutschen Presse lalfen zuweilen den Eindruck auf- fontmen. hah wirklich etwa» geschäht Aber c» wird nicht regiert, beileibe nicht, sondern nur verhandelt und schliesslich lahmer Ausgleich gefunden.

Dir jammern über den Mangel an Ctaat»- autorilüt; wo kann aber echte Autorität vor- hand,n sein, wenn niemand f le fordert und keiner bereit ift zu sagen Io und nicht ant-ert. Die Parteien, die oomebttt. sich zum Wahlkamp' zu ruhen, banxern Itch weder zum Drostkamps um ihren Seftanb, noch wünscht irgenNuie maßgebliche Gruppe, durch Wahlsieg einen völligen Hml.fipung zu erzw ngen

Die Sozialdemokraten fühlen sich in ihrer Löfterecke viel zu wohl, um 'ich wieder einmal an der ach Io antimareiftllchen Staat-w.rklichfeit Ne Singet zu verbrennen Und die Demokraten? Ihre Protcltstellunfl zum Reichsregime fördert zunächst ihre angeborene A.igung zuui pol'-

Llnhörvare Musil.

Dan THar 8 i 1 <b c r kRachdruck verooren!»

3n der Philharmonie In Berlin ha» Prokllor T b e r e m i n vor einigen Dogen wieder einen Vortrag mit Vorführungen über ferne sogenannte Aciherwellenmufik gehalten d. b er bat einleitend getagt rr fei der Nutschen Sprach.' nicht genügend mächtig, irih bat dann N.i Ror- troa beriefen lallen VriNr h der Vortrag ennce schwülstig gehalten und läßt deshalb nut schwer ei kennen, worum es sich bet der .Aetherwellen- muf.f handelt Um Retbenoerkn nicht <*cnx krohalb nicht, weil es per feinen Reit g-N imb e* ift bedauerlich. ba*> durch einen markt - schrei ert'chi Titel der gute Kern tvrbunfeU wird. Nr in Nr 6adbc fttdl

3n dem Vortrag banerftc Pros eis« Dhere- mhi. bk Mu'ik sei tn ihr« Instrumenten nicht mit Nr Technik vorangeichrilten und bediene «ich noch immer alter, ehrwürdiger Werk­zeuge zur Tonerzengung w:e N» Kla­rer». de» Cellos und der Geige. Ox Nabfichtifl.' die Elektrizität in den Dienst der Tiufifertengiing zu hellen De» tut er In der Dei'e. hast er durch Rückkrppelung bk K'fcwnln Töne erzeugt, die der Schreckst jedes .nunkgastes find ausgraonnnen desjenigen der sie von Ich gibt An seinem Apparat bot er echt- ernt sogenannte Antenne, ein etwa 30 ^ent meter hohe- Stäbchen, und link» einen wag< rechten Skebtrinü. Räber! er be rechte Hand dem Stäbchen. Io kann er durch die da- durch cinrrvtrnN Der Änderung der Kapazität die Tonhöhe vom tiefften Ton bi* zum böd/trn hörbaren verändern, nähert er die Hnfc Hand hem Ring,o fetzt er d.e TonSärie allmählich immer mehr h-erab. bt» lie Ni Nr Berührung Rull wird

Rim würbe man natürlich diese Musik nicht bbten: hie fo gefteuerten elektriichen 6tromrei*e werben de-hald einem Laut'p.echer »u "ühn. Nr sie hörbar macht. Art fich vmgen die Töne rttoM büritig: dem fteuert aber Prvsrikr Dhere- min dadurch, dah er d.e von Obcrtörer. N- gleiteten Töne muner etwa- zitte rn Iaht, tnbem et bir bem Stäbchen genäherte rechne -Ha^d n cht

tischen StvilletzmKnuu#. erleichtert lobann ihren Reichabannerhelden ein Demagogentum durch ba» fle republilaru'cheMriebfam/at Vortäuschen Don den Wahlen haben sie nicht» zu erwarten 3m übrigen geht e» ihnen aber insofern nicht schlecht al* lie btt Nr 3agb um bie hohen Remter hei- MonNr* gut abfchneiber

Die Deutsche D o l l» p a r t e i tfi nut Nr berühmten .bewährten Linie der Auhenpolitif oerixtratet und innenpolltilch für absehbare 3eit kaltgestellt. Vie Deutfchnativnalen unb Zentrum- leute führen mliebtonber bald höf­liche, bald botzhaftc Dialoge und müssen wohl ober übH -.'eniu-'.ltg.-mäh zusamrnenbleiNa ob­wohl gcraN da* auf polinlche ö.nfanrfetl fonft Io bebe.d?le Zentrum gern von der Ehescheidung Ipricht. Dei Nr. Drutlchnatiemale.i tntt immer mebrr Ne traa.lche Dariache in Erscheinung, bah sie die sich am mellten mit Nm Suhrerprvblem Nschäftigen in Wahrheit ob ne «Viibrung sind Diriteicht zeugt Mer Vorgang viel weniger von mangelnNn Säh.gkeiter. ihrer Prominenten, cl» tcn einem «ellältigen Reichtum an innerer pv- litllcher Kraft den noch irxmanb gciftorgani- latonld) brtoältifli bat Der envMfle d r ka* ohne weitere- im fonfoltNcrtm Staat fmtg- gebruLr hätte mußte unter ben ^ugtriumnern von V.llinzona elendiglich verbrennen

So bat allo niemand neue Parolen al* Heilmittel zu offerieren, niemand Nn lernen- tanemu* zum Herum reihen N* Steuer# Unb Nch tie Demüdung uni Hitz g vorgetragene Wahlthein en? Wie reimt sich ba» zusammen? Wir befinden un» in einer pvi t fch:n Minute Roch in keiner Dlntersaifon dev Reich»tag- ift so wenig io-gewefen Die Differenzen mit dem Dawe-komlnilsar sind gew.h sehr ärgerlich Der Trara um bie Reich-voll s chule ift in Nefem Stabium. wo die Reichsrat-bureaukraten in Nn DurchfüdrungvNtail- herumltochern. N*-rüdenb langweilig. aNr anfonhen leere* Zrid Wir könnten diefen Stillftand im politischen Geschält zur Atempause Nnutzen. Aber der ganze Shoru» Nr Deruf-politi'er um jeden Preis ift gerade durch diese faktische Stille nervös geworden. Sie sind daran gewöhnt, bah Immer die Kessel­pauke fiirren muh; erh bann sühlen sie sich im Dewuhllcin ibr.r Wichtigkeit in sich leihst be­ruhigt Wenn es einmal nm flc her gedämp t zugeht, merken sie die Z r a g w ü r d i g t e i t ihres ganzen Arbeitsbaseine

Wirken diese pshchologilchen Feststellungen nicht auflcrorNiitlid) NNnkl.ch? E- wäre ein gänzlich unreifer Standpunkt, wenn man sich einfach in einer Reflation aller pvlit.schen ANtagsarbeit die doch an Nn pariamentari- Ichen Rahmen nun einmal gebunden ist. gefallen wollte 21ber den einen Hauptvorwurf kann man unseren verfallung-mähigen Hütern der öf ent- lichen Jnlerdfcn nicht ersparen Sie hoben wirk­lich alle* getan, was geeignet war. der Ra­tion bie Politik zu verekeln. Das Alb­drücken Nr Parianrentarier, das krankhafte Be­mühen um neue aufpeitschenN SchlagwoNe rührt daher, das) sie allesamt längst die Smps.ndniig haben, bah die groben Volksschichten pol.tisch einfach nicht mehr mitspielen wollew

W" man auch hintippi. lind unsere AÜnftiacn Politiker sestfleranin in Rechthabereien. Rian wage doch nur etwa einem Dolt-parteiler Zwei­fel an Nr Richtigke t N» auhenpolitifchen Kurf es zu äuhern. Man wird zu hören bekommen, bah man ein 3nmgant. wenn mchi gar ein Bet- ratet sei. Ober man verlange von einem Demo­kraten. er solle vor ben ehrwürdigen Farben Schwarz-Wei''-Rot ben Hut ziehen Oder man suche einen Sozialisten zu bem Geständnis zu be- wegen, hab «t schematlsche AchtstunNniag ein Unfug HieN. Ober man üNrzeuge einen Alt- konservativen davon, tah die Monarch fche Frage zurzeit gänzlich gegenstandslos fei. Sie haben alle ihre SpruchuanNr Nreit unb lassen nicht mit sich reden. ANr. wenn es handeln heifst. hanNlt niemand. lonNm jeNr iivht sich zurück und Reichstagsausschuh oNr Habmctt- sitznng rühren irflenN neu Brei der allgemeinen Snttäulchung. Selbst bie gilchlisfene Polem.k ge- ger.ii-uinNr gewöhnen sich die Parteien allmäh­lich ab. Sntwedcr. es wirb losgekchimp't. ober man läßt den (Pegner unbeachtete Monologe sprechen.

ruhig hält, sondern etwa Io, al» ob er den .T-at- :er.ch" hätte. Dadurch flmgen Mt ^n:e «i b n- I; ch denen einer Peige. manchmal nähern lie sich sogar dem Klang Nr menschlichen Stimme Die mittleren Töne s'md bri<er al» die flohen und namentlich als bk ganz tiefen Natürlich smd auf eine nt erlolgenN Döne nicht schart gegeneuiander adge-'etzt; ne gehen viel.-nein entsprechend ber Annäherung oder Entfernung ber i,-orten 5>^ub allmählich iireinander über; das geh: at er so schnell, dah es nicht störend, sondern höchsten» aiigenehm empfunden wird, denn die Rkufck bat dadurch etwas au berat Nixl-

Jx 2Vn ogungen be» P rosesfvr» Thei e.noi beim Spielen 'eben etwa au» wfe bk eines Kap-.llm> Her», ber mit beiden HänNn den Taft schlägt, aber noch etwa» ruh ger. Ratürlich ^ann er nur immer einen einzelnen Ton gleich zeitig erzeugten. Sollen mehrere Tone gle.chscuig herveraebrach: Werben. <o ntülfen mehrere 'jkrionenoelcn. wo- .vierhänbig" auf getirmitm 3nfirum len unb mit zw.-i Laut- spreche.n rvrgeiührt umrN. Das Stäbchen und der Ring branden m». am Gnbrumer. lelbft iu fitzen sie könne:i t B. am Rotenpuli ange» biadx km. während das Instrument an einem anderen Ort untergd>ra4)t werten kann Der Aulhellunason des Laislpoccher- klbftoer- fiändlich betiedig. P: kfs'r TNremm ze qte auch. bah> man gieichgertig ober abwechiclnd mehrere Lautsprecher tm Saal e..ud>ahen tann. was Ni Ni Eie.ch»< rigkeil einen lehr vollen Klang gab; die» rührt daher, dah d.cfeiben Donwellen in­folge Nr urrkNebciei ®nl1ermmger der Xliul» Iprecher von ben Ohren Nr Höveöben an jedem Öhr mehrmals nacheinander eintrrikn

Sins erwähnte Profri'oi Therem'.nicht, irae aber brionbero wichtig ericheiin. bah man näm­lich cui diese Delle Runbfunlmufil ohne ben Umweg über ba» Mikrophon machen unb fo eine grobe Berzcrrungsauelle tst- ftopkn kann. Man kann b.ek Mvf.k gervi'kr- mahen ganz geräuschlos erzeugen, fo bah man nn Senderaurn überhaupt nichts hören würde, wenn man mdx auch Nrt einen Laullprecher zur Sribftkvnrrolle des Äünfiler» aufftdU.

3m ganzen Hellen bie Deriuch: Tchrremins ben Anfano eines sehr wichtigen Fortschritt» auf dem Gebiete der Mukiktechnsk dar.

Richt einmal an Nm noch von allersher da­zu berufenen Starnmtllch trirb noch über Pol rif gefprocheir Man greift zu Nm Klatsch Nr Dtmlevardblätter 5ür ein balbwe^s Ntmgliche- Gemüt lohn, es sich ja aut viril ch nicht mebt, über Nn Schutz der Rerub.ik zu räsonier, n ober eine neue Waage na frtn zu erwarten Parole Ichwarzweihrot? Sehr scheu' Aber was nützt die Parole, mit der man rrruil in den Kampf gezogen Ift, Wenn hinterher nicht wirklich Nr «maagen- kämpf zum Ausdruck '?mmt? 11 nb nun ert der IchwarzrotgolNne Helifchz-muS' ch.nem Menschen, ber fich wirklich noch polin'chen Grunbnhinkt bewahrt hat. kann doch vor Mefer ewigen Kl.«.- ktnderwäfchc nur noch übel toerben. Das Voll, ba» Ob| ekt ber Politik Ngumt potinlch zu h r e i f e n Iftacht was ihr wollt Sam ert euch tme IN könnt, aber Iaht uns In Rübe: Dir

leien bie letzte Umfrage über den vollschlanke' .^rauenlbrNr*

Die Pnitt ker ahnen bas alles und z,<N' daraus Nn Schlad, es müsse schlcumgft elwrs gefchederi. Man müsse Wahlparolen uachcn. ni'wcti der Reichstag r.o4> tni.ibcften» rin 3ahr zwammenblelbr Sie möchten politische- Seuer rr- zeugen, um dann ihre neuen Quacksakdermedlka- me-te in aller Mund zu bringen.

Kein Mik>ver : indn s. wr wolle' Poliiikl Dir sind jeNrtze.r be^.eng. Nn zu höie,i. Nr programtnatilch von nraer Pvlltik fingen und s-'.ge" will. Und unpvlii «che Dösigkell NNutet RieNrgang. ANr bitte, wenn ihr mit Parolen kommt lo bringt uns nicht taube RAfle, fonNrn Probleme, an denen wir alle mtn- deftens knacken können!

nicht ver olrllicht haNn Li* rd d < . Weg weit r

erzielen, sowohl was die Shönb l bet 5ön.- unb ihr 3uidminCTiriir.gcii. aU auch N _ V luthärie Nuilb, die auf dctiril*em Drge sah auf b llebige 5,ohe gebracht werben kann Vor allem aNr entstehen, wie gllagt. für bi Runbfunt- mu<if ganz neue A.: btrn. < ui ebe nich Mufik gemacht und btek- ba*;i. erfl di ch bo > Mikrovbnn in elektrische Dellrn, umu setz' wird' es werd.-n tndmebt gleich Ne elekti ischen Driien erzeugt, bw bann bie Musil ergeben. D.i Nr »ngcheui n Rerbreilung von Musik durch Nn

ün Rundfunk gehört al» unmittelbar , Ift Ne* von gan* auherorNntlixNr QkNutung.

ANr bis e» so weit ist. wirb iuxp mancher Schweißtropfen sl'ehen da» tfl <ah bei j«6<i neuen Erfindung lo der Erfinder glaubt eben immer, etwa» Gnbgül'igc» gefchafsen au hab«' tt.nn er sein öt gelegt hat. 3n ber rauben Wirk­lichkeit kommt aber bann «rft bie Rrbeit. d.e schwere Arbeit mit zahllosen Versuchen unb Mv- brilen, bi» bie Eri-u.bang nach ungkxählt en )ehl- Ichkägen zur wirklichen Drauchbaririt unb Doll- komm en Ni? au# gereift ift.

Bären als Gäste bei einem picknick.

6ritfami* ®>'ic. wie lle eine Griellschatr nicht alle Lage auf zuweilen hak, fanben sich jüngst bei einem Gatlenpicknick en, ben bie Po­ti titen eine* Sanatorium» tn bet Aähe von Setajewv veranstalteten, und riden hier etr* lebhalte Panik hervor Ein gewaltiger Dar. ge­folgt von vier Jungen tauchte plötzlich aus einem Wäldchen auf ba» an ben Garten grenztr unb schrill unbekümmert um bie Schreie der Patienten und Pflegerinneri. bie in» Hau» flüch­teten. vorwärts Die Bären bri bnüf Iten di - Spellen t oft den auch von ein.gm, schienen sie aber nicht nach ihrem Geschmack zu finden, denn sie Nrl'-?hen allooalb ba» Frlb unb verschwanden fo rufrg. wie lie gclcmuien waren. Der ßdter bce Sanatorium* Halle inzwilchen nach ber Po­lizei geschickt aber auch hielt durfte nicht Ichtehen bo diele 'dienen Tiere unter einem Schichte>eh stehen Sie konnten nur ihren Rückzug in bi» benachbarten Dergc birigieren.

Die Dikiatur Vratianu in Rumänien, lüm anjerem 8ker -Verichterfkatter.

sRachdruck, auch mit OueUcnangaN. verboten)

Bukareft, Mitte KooemNr 1927.

Ma » ai 1 efcu. Nr Gnibboic Ne ttflrunprin- Carol, gegro den die .Regierung Bratianu bie 2nNaa< wegen Ne Lerdrechroe gegen die Sicher- heil be» eiaatee und der Umstürze» brr Thronfolge erhoben hatte. murN srrigelprochen. Da» Ift gewih rine ^iniicheRicNrlagc Jonrl Bra11a n u e. der in Örn letzten Wochrn mchte unoerlurt't lieh, um dir noch sehr reichliche Votketi'.mlichkcit. die brr frühere S^sronprinz im Lande genosi. zu untergraben und dessen '.Rückkehr zu vereiteln. Menn man aber au» diesem Frei' ruch. N|onber» im Äu»- lande, auf eine schwer- Crichüllerung der gegen loärtiaen liberalen Regierung schlirhen möchte, io zeigt dies eine völlige Verkennung ber rumäm ichen Verhältniffe. vrotianu hu allen unangenehmen folgen, die Manoilcscuü Freispruch nach sich ziehen könnte, geschickt vorgebeug!.

liine «eihe äußerst strenger Ausnahme Verfügungen, ein neue» Lchuszgesesz. da» die öilliobriqc Kammer bedingungslos annahm, die denkbar scharlftr Vreijeiensur hält die gesamte Oppo­sition im Lchach, unterbindet segliche, der Regierung seindiichc Willensäuherung »err 3oncl Brationu, heule 62 Jahre alt, ist auf bemhk-ge, eine Ichran f r n I o , e Diktatur aufzurichleii. gegci, die rin *flufbäumen i>on namhercin aussichlslo» erlchrinl. 15 rft kürzlich iuhrte der ehemalige Minister-

Präsident. General Aoerefcu. in einer oenak sitzung au»:Ucbrr den Ursprung ber liberalen Partei ift man verschiedener Ansicht. (Eines aNr ficht fest: sie wurde in einer glücklichen Stunde geboren, ist jebodj durch dir politische und wirischastUchr (Ent- Wicklung, beginnend mit dem alten Brotianu. und gefördert burd) gunflige Umftänbe und infolge bco Mangels kräiiiger (Regner im politischen Lager vorn riustond de» Uebergrioidjlo langsam In Nn der Tyrannei binübrrgefllitlcn. Die LiNralr,, regie­ren wenn sie an der M a ch t sind unb diktieren in der Opposition!'

Dieser .'luolpruih kennzeichnet die feg. Da» tuinidjafilidK Uebrrgewichi der liberalen Pari ei. die inst alle wichtigen Jnftituke de» Londes in fiänbrn bat, bedingt da? politijche, aan, gleich, ob biese Partei am Ruber ist oder nicht. Bratianu kann nicht gestürzt werden, solange cr nicht selber die 3ilgrf Nr Regierung nieberfcarn will. Undolange er di.- Geschicke Rumänien» lenkt ober -uch nur mitbritimmi. besihl der früN" Exkronprinz Carol urd) nicht b i e geringsten Aussichten, den Thron diese» Oanbes zu besteigen.

3n seiner Kctk-töigu/a inlerpratierte zwar THanoilricu die Nkannte 3rfl8nntg Carol» da- hin, das, der Prinz eNn nicht al» König, sondern nur al» Regent zurücktehren wolle. Tiescr habe griagr .Sch bin bereit, zurückzu- kommen, wenn mich ba» Land ruft um als guter Rumäne und Da ter. meinem Sohn un­berührt bie Httfchoff zweier yöfter Könige zu erhalten, d.s leine Zeit kommen wirb." Ma- noilefeu wies nun darauf hin. haft unter .tfrb- feftjft" das gdamtc. nationale Patrimonium zu verstehen fei unb bie Wenbunga 1» Date r

doch zweifellos Nwelle, Nh Carol feinem Sohn« n db: die Krone ent triften, londern bl vH burch UeNmaftmc Nr Dv r m u n b f cha f t N» (lernen M.hai unb durch Eintritt tn Nn Regent:chasrs- vai feinem Sohne bieles Erbe sichern wollte. ÜHmioildcu erklärte schlleftlich u,U> «bei r-tefc Erklärung lieft den .xrc vruch erwarten, oft cr sich mit Nm (Nbani einet Dhromreck» el» uberhaupt nicht befahl Habe unb dass daher seine Aktion K*ine»ueg» unter bie Patagravhen 78 unb 80 Ns rumänischen Strafgrietzro falle, weil er kern Attentat fle jen Nn König vv. - bereitei hätte Er kl auch nicht gegen die be­stehende Verfassung ausgetreten. Denn btc . .i- lammen'.-r una Ns Reflentschaftsrate» sei nicht in ber Verfass um begrunNt, ktu-etn durch ein eins ach« 5kl en geregelt, ba» fe>.T- zei. abgeänbert werden könne

E» ist aber flur. diss itvnel Dratianu u.uer feinen UmliänNn Carol au nur als Regenten akzeptieren toürN, ba zw> h ihm unb bm Prinzen zu gro1 unüber brücket. (*earnldlK bestehen Wie r-vnig Bratianu g.willt war. von der $*i nafhc sich In seine Acgierun »geschöste hintinred.-n zu lassen, dewirs -och. Nft cr Nn verdorbenen Kdnia Ferdinand wanlnftle. von Mlen letztem Willen einer Berufung dcr Königin Maria in den Rev iticha'tsrat abjulchen Tie polllisch feijr agile Königin» Witwe konnte diesen Schlag nicht verwind.,i unb

Btalianu mir ihre::-, ganz::- Cinluft ur.ierhuM hat. zu seinen schäriften. we.m auch nnai bei;. - lichen ® e g n e r r. Letzten Ende» muh e» ihrer (Initiative zugefchneben werden, bah m in d » Carol-Anflclcflcnheit wieder aufrollte tTN zwei­ter Sohi. Prinz R i f o l a u » . der als einzig r Vertreter Nr königlichen Familie im Reuen«- f duft »rat sitzt, hat lieb nlemal» viel um Polit ' gekümmert. <ft ein williges, besser passives De, zeug Dratianu» und läftl sich von Leiner Ess«'- lenz, den, Ministerprälibent».>. sobald bie Öa< kritllch wird, auf die SildKrei oNr auf di» 3a. ' in bie Karpathen schicken um nicht mit taal - politischen Sorgen geplagt zu ioerben ;n g * schah es dud, in dielen Tagen.

Auch die fenkttoneh. i (inthi'llungtii b * vormaligen Minlfterprä'ib.'me.i 2 vei »cu. König ererbinanb hab- vor Irin, n roN eine.» geheimen Besuch in Paris unternommen, 'ich hort mit Ieinem Snhn auSgrii. >ch« n und Vertrauten erklärt er bolle haft Prinz Harri

an der Sacht ie zur Zeit nlch'S ärd-ri- Dm- tianu wird nicmol» eine Rudtrhr Ne t,«kro - prinzcu gehalten, solang. Liefer 1*4 üchi Ixreit erklärt ei r gehorfamer König b<*r li­beralen Partei zu km unb alle pvlUil<ch i Entschlüsse Dlattanu» im vorhinein zn billige > Dazu aNr dürfte e» kaum Irin.tun

Uebrigcii» ift die .^vrifpr.-chung Maaoile- feu» durch ein aus Offizieren h flehendes Kriege- gerid)! kinetfai!» alt Äffron: gegen B nu aufzufaffen. Wie Ich ou» aut irt->nniertra Är nm erfahre, hat der Minifterprällbent au» pnlfti-

Ad.i eben nur emm Anfang 3d> flfau ( nicht, bah man Ni Nr Steuerung ber -Ebne burch die HänN bleiben wirb, wenn auch Profellvr Dh.remin einen bdonberm Dori dl In Nr Mög­lichkeit liebt, jede Zwilchenlage zwischen zwei Tonen - halbe Mertel- Ach'd- uh». Döne - wieterzugeben unb fo Nm Komponisten gröbere Mözpichkeiten zu gewähren: man wirb vielmehr mechanische MiNd antoenben tnNm nun bie Töne etwa mit Kiaviertaflen oder auf eine andere An auelökn und lenken wird. Die Sieuerana durch die AmüNrung unb Enlfe rnun z Nr HänN ift zu ungenau Sie mag Nr Steuerung der Tonstärke ausreichen weil es babci auf eine Kleinigkeit mehr ober weniger nicht fo genau anlonrml wie bei Nt Steuerung Nr Dvnhuhe. wo natürlich ein Zentimeter qröner.' ober ge­ringere Entfernung schon eine vollkommene Der- siüikmung beroorf'rmgt. Jm Höchstfall geht Pro­zessor TNr^ut etwa 40 bi» hO kn tun ei er weit mit der Hand vom senkrochte.i Ciäbdxn weg. um die tiefen Töne zu erzeugen Ebenso wird man da» <ur >5rddimg eines mulikairfchen Tone» er- orNritdx filtern nicht m. Nr HarB ma n. fo:iNrn es durch eine Qkrndnung besorgen lassen, die natüriid) auch steuerbar fein muh ®* ist beifptelsweik für den Erivlg ganz glächgükt.g, ob das S äbchen fchwmgl ober bi- Hamb

Die (iuhrrcT beftanNn nur zum geringen Teil cui Technikern, meist war es Konzertpubli­kum tm enllprechetiN« Anzug Nn man beim wendiichen Teil Nt ,juhörer leilwellc auch Aus­zug nennen könnte E- kargt.' nicht mit Dell all. aber meist an den Stellen, bie für brn Techniker gar nichts Wunderbares hatten die aber aller­dings fo orrgetragen wurden, als kicn flc etwa- goTH Besonderes Unterbliebe diri- W.riungS- hafcherri - dazu rechne ich auch ba» Erschei­ne n k a 11 en bunter Lichter, da» übrigens recht mäftig war unb ihre Steuerung durch die Töne. fo würN Nr Vortrag außerordentlich gewinnen namentlich auch an Klarheit. Vorläufig hegen die Soeben fo. dost die Vorrichtungen Profriior Zbcranmß noch genj erhcbkiiher Vei> bcHenrngen durch ernste Ei^rro: chnikr bedürfen bie fie konzertbrauchbar werden. Damit sollen Ne Derticn'ie Prolelfor Therimin» nitht h rabgefetzt nxrN die bann Nehm, haft er einmal einen W-eg in Ne Wirllichkinl um gefetzt hat, an Nn zwar ichon andere gedacht haben, die ihn aber