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Sterben förmt und nicht wie f«fci auf bte suetinbt. sthen Geldmärkte angewiesen fei, müsse unser Be­streben sein. Z)n bezug auf die landwinschostiichen irragen oerw'e» Dr. Strefemonn auf seine Au»- fuhrungen in Halle und betonte, daß die Situation der Landwirtschaft GeflemDärtig aufterorbent» lich ungünstig sei und dag eine der enllcheibcn» ftrn Probleme unserer deutschen Wirtschaft be­deute, die Leisten; sowie die Produktionskraft der deutschen Landwirtschaft ,u erhalten Dabei handele es sich nicht um die Interessenoertretung de» Groß- anindbesistc«, sondern vor allem um die wohloer. ftanbenen Interessen der kleinen Bauern. Alle dies« Fragen seien nicht vom Standpunkte der Partee- Politik anzusehen, sondern Fragen bet praktischen, gesunden Menschen Verstandes. In diesem Zusam- men Hang betonte Dr. Stresewann die Notwendigkeit der günstigeren Gestaltung unserer Handels­bilanz. Ein Uebersteigen de» Import- über den CPrport, wie wir e» bisher haben, s in Zukunft un­möglich. Der Niederaufvnii unsere» Vaterlandes, so schloß Dr. Stresemann. iei nicht Sache r.ner ein­zelnen Partei, sondern der Zusammenarbeit aller vernünftigen Elemente des deutschen Volkes.

Deutschlands Wirtschaftsverhandlunqen.

(Eigener Drahtbericht de» ..Gießener Anzeiger»'.)

Berlin 22. Rov. Soweit sich die Dtnge bi» setzt Überseen lassen, stehen die Borbelpre- chunqen zum deutsch-polnischen Han­delsvertrag recht günstig. Dcm Unterhändler Jadotbfli i ft, nachdem da» Terrain in den letz­ten Tagen der vorigen Woche sondert werden konnte, der deutsche Wunschzettel überreicht wor­den. dem am Montag die polnischen Degensorde- rungen folgten. Jede Par» i kennt nunmehr die geg7»erischen Stellungen, sodaß der Kamps In ab­sehbarer (jeit feinen Anfang nehmen kann. Läuft die Berliner Aussprache w ter. wie bisher, dann wird Herr JadotofH velleicht schon Ende der Woche feiner Rcgi tunfl Bericht er starten können. Wäyrr.id also im Offen noch über tie Eröff­nung der eigent.ichen Han^elSvertvaisverhand- lungen gesprochen wird, find bn Westen mit Frankreich bereits neue WrllchaftSbespre- chungen eingeleitet worden. Sie drehen sich dies­mal um das Saargebiet, für tu» nach dem Abschluß deS Han.'el-vertrage» vom 2?. August 1927 eine neue Lage etrtstanden ist. B^her regelte sich der Warenaustausch zwischen diesem Revier und dem Reich auf ©rund eine» Abkommen» vom 5. August 1926.

Deutschland ist der Ansicht, daß e» benach­teiligt wird, es verlangt infolgedessen entspre­chende Aenderungen De <5 Saar-Abkommens Auch In Rom ist man am Werke, dem deutschen Export die Wege zu ebnen. Italien, dessen Be­st reaen dahin acht, sich vom ausländischen Warenbezug völlig frei zu machen und eine eigene Produktion hochzuzüchten, stellt der Der t chen Ein­fuhr alle möglichen Hindernisse In den Weg. Öt> will, bah der Italiener italienische Waren kauft, was sicherlich ein löbliche- Verlangen ist. Aber dann bars Italien nicht erwarten, daß eS mit seinen Erzeugnissen in Deutschland Absatz findet. Ein Delegierter des Reiches weilt zur Zeit In Rom, um die italienische Regierung zu einer besseren Einsicht und zur Aushebung der Erschwerungen zu bringen. Schließlich droht uns noch ein kleiner Konflikt mit Hol­land. Die hollündlsche Glaswaren- und Por­zellanindustrie hat eine Verdoppelung der Zölle im Haag beantragt. Wird ihrem Antrag ent­sprochen. woran man nicht zweifelt, dann ver­liert die einschlägige deutsche Industrie ihren bolländischen Absatzmarkt. Benachteiligt werden Diejenigen Industrieunleriehmunien deS Aache­ner Reviers und Westfalen», die GlaSwaren von geringerem Wert. Porzellan, Steinguterzeug­nisse. Fensterglas Herstellen. Der Porz« lanezpori nach Holland trat bisher mit etwa sieben Mil­lionen Mark In unlerer Außenhandelsbilanz In die Erscheinung Wenn auch Die holländische Porzelianindustrie nur vorüberaehend Schutz­zölle beantragt, so besteht doch die Gefahr, daß unsere Industrie das holländische Absatzgebiet nicht mehr zurückzurrobc.n vermag.

Rußland und die Abrüstung.

Sine Grdärunn Litwinows.

Moskau. 21. Roo (WTB. Funkspruck.) Der ftelltte tretende Außenkommissar Litwi­now legte In einem Interview den Standpunkt Der Sowjetunion in Der Abrüstungsfrage Dar. Die Regierung Der Sowjetunion verbarg niemals ihr M i h t t a u e n geg * er de. ereil chast unD Der Fähigkeit kapitalistische: Länder zur Be­seitigung des Systems der K fege und zur Durch­führung der Abrüstung, das durch die siebnr- jährige fruchtlose Arlteit hinsichtlich der Ab­rüstung geiechtfertigt ist. Durch ihren Beschlust, eine Delegation zur bevoruehenden 4. Tagung Der vo bereitenden Kommission und auch zur AbrÜstungskonferenzzu entsenden nimmt Die Sowjetunion ihren Feinden die Möglichkeit, i b r ein etwaiges Mlßlinaen der Konferenz zu­zuschreiben. und sie entzieh! ihren Rachbarn Den Anlast, Ihre Ablehnung Der Abrüstung Durch Die Richtleilnahme an Der Konferenz zu recht­fertigen Der Sowjetstaat betreibt eine konse­quente Friedenspolitik. Er biete feinen Rachbarn und nicht nur aUri-i feinen Rachbarn die Ad- schlestuna von Schiedsverträgen an Die Sowjet-Delegation wird in Genf mit ihrem eigenen Programm erscheinen und jene Dele­gierten als lorv Verbündeten betracht n. die sich diesem Programm anl$(teficn. oder Anträge vvr- legen. die sich in gleicher Richturrg beweg.m Als eine ihrer Haupt..ifgaben wird sie es betrachten. Die Aufmerksamkeit der Konferenz auf die Schaf­fung fester und wicksamster Friedensgaran­tien zu lenken.

SieSecrttfldrt, ber curoFäiftDcn Nationen

London. 22. Roo (TVTL. Funkfpruch.) In dem Streit üetr die H«er.»fiärke der europäischen Rationen hot Ärlegominlfter Dorthington- Evans wieder Do» Wort ergriffen und einen Brief an die . Daily Mail' gesandt, in dn er au»- fuhrt, wenn Vloob Georac und Lord Ratderrnere nicht nur bk Stärke der aktiven Heere, sondern tritt) der Reserven der siegreichen Kationen in Rech­nung stellten, müßten sie auch die b r u 11 d) < n . österreichischen usw. Reieroisten mitjflbkn. Lord Nothermere veröfsrntlicht in brr »vaUtz DLill* eine Antwort aus dielen Bries und tagt, der B er­st i e i ch passe nicht I in geringsten. Denn für bk in Deutschland vorhandenen militärisch ausgebil­deten Männer gäbe e» keine Waffe, während

Deutsche Rot in Oberschlesien.

Ost-Vberschtesien. nnft qutdeutsches QaM. steht In der Gewalt Der Polen. Da» geht nun schon durch Fahre, und e» scheint fast so, al» hatten wir uns Daran gewöhnt daß wir faum noch Daran denken, a>lc schwer Deutsche unter Öen Bedrückungen eine» ..ö-egidtaate»' w ktöen haben Täglich lam­men Ä.vXA'ruif über tw künstlich geschaffene Grenze deren Liwemührung ausgerechnet von einem Hfiatm bestimmt werden mußte. Ls ist unglaublich, wo» für Htldenftückchen sich Die Baien von einem Tag zum anderen leiften: Ueberfall auf örri junge Leute, weil sie sich auf der Strafte tn deutscher Sprache unt'rhH-li.-n. an dem rohen verbrechen beteiligten sich zwei Personen m polnischer Grenzjägeru.ii- form; drei in deutscher Sprache erscheinende Zei­tungen mürben beschlagnahmt, weil sie über diese, Öen Polen unangenehme, Roheit berichten; der Abgeordnete Franz. Delegierter der Deutschen Katholischen Dolkvpartei. wird In einer Versamm­lung von einer Bande unglaublich mißhandelt, weil er unter Benutzung des Lidelzitat» ..Gebet dem Kaiser, was de» Kaiser» und (Bott, was (Botte» ist', die Deutschstämmigen zur Loyalität gegen den pointieren Staat ermahnte. Fit solch surckstbare» Mißverständni»' mit t.e Polen den Vorgang hinziistellen sich gefllssentsich bemühen überhaupt möglich? Das Vorkommnis erklärt sich auch viel ein­fache und folgerichtiger au» der planmäßigen Ser- Heß u n g , die amtliche Stellen betreiben und deren Früchte au» einer einzigen Zeile einer deutschen Zei­tung be» bedrückten Gebietes ersichtlich werden: ,.E» vergeht nicht ein Tag, an dem sich kein Ueberfall auf Deutsche ereignet; der Deutsche ist eben vogel- frei'

Heber Die Bedrückung der Einzelperson hin­aus bekommt die Allgemeinheit Den Druck der Zwangs-Polvnisierung zu spüren. Man geht systematisch vor. Seit ewiger Zeit ist ganz deutlich die ßtntt zu erkennen, wie Polen allen deutschen Einflust in der Verwaltung aus- Äumer^en bemüht Ist. Im Jahre 1926 wurde der Bürgermeister von Myskowitz. Dr. Rak»- wainski, seines Amtes enthoben, die Pee­len warfen ihm Deutsibfreundlichkeit vor. Selbst­verständlich wurde diese Maßnahme angefochten, eine Abänderung ter Entscheidung konnte aber beim Woiewoden nicht durchgeht werden. Jetzt bat das Oberste DerwaltungSgericht in Warschau Die Amtsenthebung bestätigt.

In K a t t o w l h haben die polnischen Par­teien durch ständige Obstruktion die Auf­lösung der StaDtverordnetrnver- f a m m l u n g erzwungen. Das ist aber noch nicht genug, man verlangt nun noch der Kopf des Sl ad-obe.Haupte». Dr. Gornik. Der Bürger­meister von Kat.vwiy. nach polnisf'en Brauche SlaDtpräsident genannt, soll gehen und< ihm noch andere Beamte des Magistrats. Wir haben

Demo Veranlassung, für Dr Gornik n-iiuttr.cn; Der Kat owitzer Rechtsanwalr hm sich sehr teilte auf Die volnlche Seite geschlagen. Aber e» mutz anerkannt werden, daß er sich in 1 einer Amts­führung nur Don sachlichen Gesichtspunk.en hat teilen lassen. Er ist nicht Deutschfreundlich ge­wesen, wie man ihm von polnischer Seite Doc- tmrft aber et war gerecht Des will für Die Deutschen in Oft Ogerichlesien sehr viel beißen, sie sind ja wirllich nicht verwöhnt. Gerecht:gleit Darf jedoch nach Ansicht Der Wojewoden und der Warschauer Regierung nicht jo weit gchen. dost sie sich auch auf v.e Deutschen erirreckt, weil Dr. Goenck die deutschsprrchendeo Xteile Der Bevölkerung zur QRilarbeit tn Der Gemeinde heranzog. must er gehen.

Vie Tatnowitzer Polen läßt der in Darichau wohlge.allig auf genommene Schritt der Kattowiyer nicht ruhen, sie wollen der zahlen- mäßig starken deutschen Bevölkerung einen Polen als zweiten Bürgermeister auförängen. Dies Vor­haben scheitert an Dem Widerstand der Deutschen Partei. Run sind die Polen sehr böse, und sie haben die polnische Bevölkerung au,gefordert, passive Resiftenz zu üben, niemand solle sich an den Arbeiten des Stadtpariamenkes be­teiligen. Wird diese Parole von der polnischen Bevölkerung ausgenommen, so hrsfl man Die Auflösung nach Kattowiyer Muster zu er­zwingen. obwohl sich Var sehende Polen auch von einer Neuwahl für ihre Ziele wenig ver­sprechen.

Es ist kein Mittel zu schlecht, wenn man es nur gegen Die Deutschen anmenbtn kann. Die polnischen Zeitungen Heyen ganz unverhohlen, das Duldet die polnische Zensur Die gleiche Stelle zeigt sich aber ungeheuer empfindlich, wenn die in deut'chcr Sprache erscheinenden Zeitungen auf die täglichen Ueberflrilfc gegen Deutsche Hin­weisen oder gar an das Genfer Protokoll erinnern, das feierlich der deutschen Minderheit Schuft verspricht. Westlich der Korfanty-Vinie kommt solcher Schutz Den Palen unvermindert zugute. Leider sind es auch hier, im eigenen Lande, die Deutschen die nach wie vor unter Den Folgen Der willkürlich Dorgenom menen Grenzfuhrung zu lei Den haben. Die Dabei ent­standenen Entschädigungsansprüche sind noch immer nicht befriedigt, so daß mancher Geschä­digte sich in schwerer wirtschaftlicher Rot be­findet Ss war seinerzeit in Aussicht genom­men, zur Lösung und Erledigung aller einschlä­gigen Fragen einen Spezialkommissar zu be­stellen. der. mit weitgehenden Vollmachten aus- geftattet, Darüber wachen sollte, daß niemand ges6)ädigt würde. Sei Der Ist diZe wicht-ge Stelle noch nicht geschaffen worden, doch fcheint Das Versprechen in Kürze eingelöft zu werden.

die siegreichen Nationen volle Ausrüstung für ihre Reservisten hätten. Ferner nxift Lord Rochermere darauf hin, daß heute, 9 Jahre nach dem Waffenstillstand, da» britische Kriegsamt über «inen so großen Stab verfuge, wie er i n k e i n e m Verhältnis zu bin wirklichen Bedürf­nissen de» Heere» stehe.

Amerika

und das englische Flottenbauprogramm

Conbon, 22. Jloe. (1DIB. JonHprudt) Der politische Korrespondent der »Daily Mail' schreibt; »34) höre, baß dir Linfkelluva de» Baue» Zweier Kreuzer al« eine Geste an bk Ver­einigten Staaten gemeint ist und daß sehr wahr­scheinlich im nächsten Jahre bet Bau eine» weiteren Kreuzers ausgeschoben wird.' 3n Washington wird amtlich erklärt, daß da» dem gegenwärtigen Kongreß oorzulcgcnbe J I o I - tenbauprogramm von bem Bcschluh Groß­britanniens, dm Bob iweier Kreuzer au ju| hieben, nicht berührt werden wird. Präsident Loolidge und bie Marincbehörden sind der Ansicht, daß die Stärke der amerikanischen Kriegsflolir weit un­ter der normalen höhe ist.

Kabinettskrisis in Belgien.

Äcinr Einignng über die Herabsetzung der Tienstzcit.

Brüssel. 22. Nov. (WB.) Der Minister für nationale Verteidigung legte dem Minllterrat ein (k^poss über bie allgemeine Lage uni) die Reor - ganisation derArmee vor. in dem besonders die Vervasfnung der Einheilm, da» System der St- sesliaungen und die Herobsttzung der Dienfkzei! be- handelt wurden. Der Minister kam zu bem Schluß, daß es Ihm unmöglich gewesen sei. gegenwärtig einen Gesetzentwurf über die Herabsetzung der Dienstzeit vorzulcgen. der die Billigung aller Mitglieder de» Mlnisterrate» herben könnte. Er schlug daher vor, die ganze Mliitäriraae einem g e - mischten Ausschuß zu untere «Ihm, der ent- sprechend bem im Jahre 1920 gebildeten Ausschuß lammendes etzt sei. Da die Mitglieder de» Mmifter- rate» sich über diesen Vorschlag nicht einigen konnten, beschlossen sie, die Gefamtdemlljion dem König zu überreichen. In politischen Kreisen glaubt man. baß. wenn der König I o I p o r wieder­um mit der Bildung des Kabinetts beauftragen sollte. Da» neue Ministerium ziemlich schnell ge­bildet werden könnte E» würden bann ju Den Mitgliedern der Katholischen Partei uni) der Lide- raten der Hörigen Regierung zwei Mitglieder der Liberalen imb zwei Mitglieder der Demorrahld)- christllchm Grupp, treten. 3n btetem Fallt würbe da» KabintU noch in dieser Woche gebildet werden können, und Zwar unter tiu»id)nbung der So- ziatisten

Eine neue Phase im chinesischen Bürgerkrieg.

Tschangkaischtk

aus der Vrrdannung \urfi<fflcte(irt.

Eigene Drahtmeldung be» Gießener Anzeigers'

Berlin. 22. Roo Di« chinesischen Siibaemeen haben wieder einen tatkräftigen Führet: Tlchang- kaifchek. ihr bisheriger Obrrbcftblfbabtr. Hl von Der Nonking-Regittuna au« feiner eribflotrban- nung uirürfotholl worden Longe ist der Süden ohne ib* nicht ausaekommen Am 14 fl guft legte Tschangktifchek bie Truppenfuhruna nieder er be. gt« sust also der Medrheii Innerhalb der Kuomlngtong, bte gegen Ibn «ngtfttllt rocr verliest China und «voriete btn weiteren Verlauf bt» Bätgerkritgt» ab. (? tarn so. wie «» dank bet Uneimafeh Der Poll- tifer und Der mtlitänlchtn Unterrübrer kommen

wußte: alle Erfolgt der ooraufgeaangtntn Monate gingen verloren, Tschangtfolln konnte bi» an den Jangtse und sogar darüber hinau» nach dem Süden vordringen. Die Hankau-Regieruna wiederum, die oölliH unter bolschewistischem Einfluß stand und sich lelbflanbia gemacht hatte, versuchte im Trüben zu fischen und Die Macht im Süden an fid au reisten. Da» ist ihr nicht gelungen, wenn auch die eigentliche oüDregierung In Nanking, die zu Tschongkoischek hielt, fast vollständig der Auf­lösung verfiel. E» kam zwar schließlich zu einer Einigung über ein« Zusammenlegung beider Regierungen, die ober praktisch bebeuiungelo» war. weil bie Untervesehlshaber sich gegenseitig befehde­ten und die Poliliker gegeneinonver intriguterten. Hinzu kam noch die steigende Not, die Unmöglichkeit, neue Einnahmequellen zu erschließen ober Steuern einzutreiben, die Armeen auszurüsten und ihr« Kampfkraft zu erhöhen. Außerdem machte sich der Kominunismu» in den südlichsten Provinzen be­merkbar. der starke militori'che flräfie fellhielt. so daß der Süden ein chaotische» Bild darbot. Jetzt hat sich Nanking aufgerafft und 11 d) o n g f a i sch« k wieder an bie Spitze der Streit­kräfte gestellt. Wenn auch behauptet wird, haß er sofort gegen den Norden oijensiv werden wird, jo darf man doch wohl annehmen, daß er erst einmal Ordnung schafft und Ruhe und Sicher- heit hinter der Front hersttllt, ohne bk jede Arrnee aktionsunfähig ist. Dann erst wird sich zu zeigen haben, wie er zu operieren gedenkt.

Ermordung eines deutschen MisfionarS in China.

Paris 22 Rov. (WTB. Funksprwch) Ha- vas meldet au# Tientsin. Daß Soldaten Der Schansi-Provinz im Rorden einen Deutschen katholischen Missionar getötet und Das MissionsgtbäuDe geplündert haben. Es loll sich um Poter HerrnenegilD handeln. Sieben Soldaten folltn ihm an einer einsamen Straßenkreuzung auf gelauert und ihn um Älri- Dunq gebeten haben. Als Der Pat-r Dem Wunsche nicht Fvlge leistete, schossen sie ihn nteDer.

Aus aller Welt.

Sabotage im Staaibtlicatrr in Kassel.

Kassel, 22. Aov (WTB Funksprucchl RachDem Die erste Aufführung De* 3aAyOt*r .Jonny (Dielt auf* von Krenek im hiesigen Slaatskhealer ohne jede offene AnkeinDung vor sich gegangen war ftellten sich gestern bei ber zweien Au Führung mehrere Störungen ein. Der v-Zug-Wagen, der Den Geiger Dantelo über­fahren soll, rührte sich im entlcheibenden Augen- bild nicht von her Stelle. Man stellte test. Daß das Drabtseil. an Dem Der D-Zug-Wagen betoeat wird, von unbekannter HanD durch- aeschnitten worden war. Die Rervv»ltät Ne.geN« sich Immer mebr. al» im Laute de» Abend» noch andere Störungen auftraten, die d « ersten Bermuiunavn, bah es (ich um Wan- mähige Sabotage b<ni><le. Durchaus bestätigten. Irr ?ntenDanl bat zur ®rm.tt«Iuna Des Täters eine erhebliche Belohnung ausgefevl.

Der Bau de» Iran»attanIlk,eppeNn»

Rach einer WelDuna DerBolt. Zig Dürfte das tn Friedrichshafen tn Bau betnd- lltbe ZeppeNnluftsch fl. in Dem fünf Motoren mit je 500 P S. eingebaut werden b i s Wat näch­sten Jahres fahrbereit fein. Rach dm Deriuchs»ährten ist sür den Sommer «ine Trans- vzeansahn vom Bodeufee nach Rordarnertka und zurück geplant. Der erste Flug nach 6QD- amerlfa zur Bordereitung des geplanten re­gelmäßigen Tronsak'a kiktuftlckiifveriehrs Se­villa-Buenos Ares ist für Oktober näch­sten Jahres angefetzt Bis zur Dolleadung

der Hallenbau'en tx Sevilla. Rio De Janeiro und Buenos Aires sollen Dort Ankermaste autge- stritt werden. Auf Der Friedrichshafener Werft ist eine umfanarerche Bergrößerrmg der aüee Lufifchi ff hallen beabsichtigt.

WiKteneuert»schafl einer verfäuserin.

Eine In Konst an» . tge Beria uf ertn erstteH jetzt die amtliche Mitteilung, daß s.e d e Ervin eines Vermögens von acht Million«, bolländischen Gulden (etwa Dreizehn Millionen Reichsmari» geworden sei. Gm m HollänDtlch-I ndien verstorbener B.iwandeer bat vor etwa vierzig Jahren ein antehnlicheO Itermigen hinterlassen Seit Dtd.-r Zett schwebt rin Prozeß um d-rie» G.ld, der i tzt zugunsten de r B er wandten De» Verftoebcmen ent­schieden wurde. Dadurch erben biete das m.tilcr» weile auf achtz »g Millionen bo(L Guide, angewach'ene Dermbgen. das tn zehn Teile zerfällt.

Grotzfraer Im Irrt» Cfdwy.

Da» Dori Heldra tpurd« von einem Grast- feuer hetmgesuche. durch bas vier OanMi* rtt. Die Wirtschastszebäub« und Scheunen e ngeätchrät wurden. Da» Feuer fand an Öen grr»ß.m Vuttrr- unb Strvhvorrälen reiche Rahrung Die tnct Ge­bäude sind bi» auf Dte Grundmauern lurfteroe- braimt. Die Wohnhäuser selbst konnten Durch öle vereinten Bemühungen Der Feuerwehren Der ge­samten Rach bannte gereitet toeröen. jedoch ist Dem einen Landwirt sänul.ches Bieh PerbraimL Man vermutet BranÖstiftung.

150 Schweine verbrannt.

Aus bem (Bit Haebütlri bei Ihetzo« (Ho!stem> wurde durch Feuer ein Schweineftall ver­nichtet, wobei 140 bi» ISO Schweine verbrann­ten. Durch Funtensiug wurde auch der Befitz eines Landwirt» eingeäschen. Das Feuer wurde von in»- gesamt zwanztg Wehren bekämpft.

Der Scheunenbrand bei Katferawerttz.

Zu Dem bereit» gemelbvlen Scheune-rbronda 2 oha ul en bei Kaiserswerth ist weiter zu be­richten daß außer Der Dort vorgriundenen ver­kohlten Leiche eine» der Obdachlosen, tne bi« Scheune al» Rachtlager benutzten, auf der Brand­stätte noch die Gebeine von zwei ande­ren vollständig verkohlten Leichen gefunden wurden, über Deren Persönlichkeit sich noch nicht» ermitteln ließ. Eine Ichtoer ver­brannte Person ist inzwischen gestorben, te dast da» Unglück bi» jetzt vier Todesopser for­derte.

Brand in der Agfa Filmfabrik Wolfen.

In Der Agfa-Filmfabrik Wollen Der I «G.» Farben nbustrie A.-G. eatzkpz^ete f ich durch einen clekrr.'chen Funten ein Behälter mit losen Filmstreifen. Der Beanb Dehnte llch schnell auf Den ganzen Raum aus. Der In kurzer Zett ausbrannte Der Sachschaden wird auf ca. 30000 Mark geschätzt Personen farmm nicht zu Schoten Eine Betricbsstöruig tritt nicht em.

Bon einer glühenden Slseuslonge durchbotzri.

Ein gräßliche» Unglürf e eigner« sich auf dem Eiteuwerr St. Ingbe L Dem -<«i>igm Arbeit«, Julius Becker aus Ober-Würzbach Drang rin glühender Eisenftab in den Unterleib. Der bei vcib vollständig durchboh.end« Eisenstab mußte mit einer Zang« miedet herousgezogen tnerbex Die Verletzungen waren so schixt. daß der V-r- unglüdle auf Dem Weg« zum Krankenhaus ge­storben ist.

Drei Kinder eingebrochen und rrtrunfen.

In Klonn bei Aastenburg ertranken Die Drei Kinder eine» Landarbeiters Im Aller von sechs bis neun Jahren. Die Kinder spielten auf einem zugesrorenen WalDtrich, der mir eine Dünne Eisdecke trug.

Vie Wetterlage.

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RLekkervoranGsage.

Die westlich«» Druckstörung,n flachen stch ob uxtz dürften kemen wesentsichen Einfiuß auf di. Weiter- tage gewinnen, jo daß im KaUlusidereich zunächst in unterem Gebiet da» tVoflOMlter onhdlt.

Wettervorau»jage M.ist ttockene», awlfigc» und leite» Leiter Frolt

L:«terung»au»sichten für BonnrrMag Weiterhin üdttwlegend trockene» «etter und Nochiirrft.

Lulltemperaturen om 2l November mittag» 1J Grad Celstu», abends mmu» 1,1 (Bro6 Celsius: am «r morgen» minu» 3,2 (Brab Erbternperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 21 No- oemder 1,4 (Brab Cetsiu», am 27 Nooember 1,4 (^rad Eelßu» Sarimum 1JS drob Celsiv«, Minimum mrnu» 3,6 Grad Celsius Nitderjeh age 0,4 Milli­meter

Dr Mer lag« auf bem Heherodsfopf.

.tiung: Norboft Temperatur: minus S Grob Celfiu». Schwacher Nebel Schneebccke: Ist Zentimeter Befcdollenhett der Schneedecke <te- hrnt. Sportrnoalichketi für Sh und Rodel vor­handen