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Wahlgesetze« vom 16. März 1921 in der Fas, «und vom Hl Ott ober 1724, rocnc* künftig Dahl- Mh'faläQt von mindestens 7000 Lahlern unter

«chnel fein müHen. Am Tage der Einreichung der ^^dloor'chüige sind bei dem Landeswahlleiter OÖO Mark z u hinterlegen: dieser Betrag j'A verfallen raenn kein Bewerber des D-Hioor- hlaas gewählt wird. Bei Parteien, die bisher n Landtag vertreten waren, bedarf es der Hinter- jung des Geldbetrags nicht. Der Antrag richtet '*) gegen öle Splitterparteien er .iurbe einstimmig angenommen. $orfteUur<xn do gen, die vom Sporerbund und der Volk-recht»- rtei ousgingen, wurden abgelehnt

Hessischer Landtag.

Darmstadt. 21 3unt (XUj Der Hessi'che andtag hatte in seiner heutigen Sitzung, der sten nach der Psingftpaule. einen bewegten Tag. t*i« Sozialdemokraten verletzter durch Dre ablehnende Haltung bei der Abstimmung b*r di« Gewerbe- und Sondergebdude- euer die Regierung in die Minderheit

Gesetz wurde dadurch abgelehnt. Die wartet- und sinan-politftchen folgen sind noch cht zu übersehen.

Aach der Annahme deS Ftnan^gefetzes rr- 'lärte Staatspräsident Ulrich, baf) die Regie- ung die Beschlüsse be* Landtages die Aende- ungen bt* Stao tsvoranschlages brächten, nur n einer Delle aussühren könne. die dm Staais- nteressen Rechnung trage Weiter gab der Staats- -?rüsident bekannt, daß für den erkrankten 3rmen- nd Iuftizminister y Brentano Ministerialrat Kirnberger zum Minister ohne Portefeuille ntl Sitz und Stimme im Kabinett ernannt worden et Finanzminister Henrich ttnrh während der Dauer der Erkrankung Brentanos Stellvertreter des Staatspräsidenten.

Aus dem Gang der Verhandlung, n der eutiaen Sitzung ist noch folgendes zu erwähnen. Oer Berw^ltungst'oranschlag. die Re,-, crungsvor- 'oge über die Kosten des Volts-: ritsche, des 41 000 Mk) Me Regierungsvorlage über 'J*ürfl» chaften zur Fürderung veS BauwelenS und die Regierungvvorlage über Gewährung von Bei- hilsen bei der ansteckenden Blutarmut von Pser- oen, sowie die Vorlage über Berbesserungen n den hessischen Strafanstalten Butzbach und tUarienschlost wurden genehmigt Der sozlal- emokraftsche Antrag auf Abbau der höheren -teilen bei den Kreisämtern wurde mit den Stimmen der Linken und des Bauernbundes an- genommen. Das Finanzgesetz wurde auch n zweiter Lesung erledigt. Dor der Abstimmung iber bas SondergedLubesteuergesetz gab für di« -vzialdemokratie der Abg. Kaul (Offenbad)) die Erklärung ob, dost s«e, das Gesetz «der die Sondergebäudeiteuer ab lehnen würde Die Redner der Fraktionen der Drutlchen Bollspariei. des Zentrums und der Demokraten erklärten, dah sie die Verantwortung ur das Scheitern des Gesetzes ablehnen mutzten. Vie Deutfchnatl analen ließen erklären, das) sie die Reaierung nicht retten würden. Auch der Vauernbund sprach sich durch seinen Redner dahin aus. dah er nicht nur gegen die Sonderg«bände­st euer. sondern auch gegen die Grundsteuer stim­men würde. Die ganze Sondergebäudesteuer wurde daher, wie schon erwähnt, abgelehnt. 3m Lnschlutz hieran beantragte 2ll)g. D i n a e l d e h (D. Bp), die Regierungsverordnung über die SondergebLudesteuer aufzu heben und die Steuer ab 1. April 1927 nicht mehr zu erheben. Vieser Antrag wurde abgelehnt. Gin Tlntrag des Bauernbundes bett. <3rbebung der Bier­steuer kam «berrsalls zur Ablehnung.

Die Besoldungsreform.

Eigener Drahtbericht des ..(Siebener Anzeigers'.

Berlin, 22. 3uni. 3n Anbetracht der tntl» iach aufgetretenen irrigen Kommentare in der Frage der bevorstehenden Beamtenbesoldunas- kesorm dürste es doch auch an dieser Stelle, nachdem wir von jeher für bic Dringlichkeit dieser Frage eingetreten sind, an.ylradit sein, den wahren Sachverhalt über den augenblicklichen Stand noch einmal zu beleuchten. Datz ein« Re­form notwendig ist. ist von jeher die Ansicht nicht nur des Re.chsfuianzm.nisteriumS sondern auch der getarnten Rclchsregieruna gewesen, die es In ihrer von Reichskanzler Dr. Mar? beim Re- aierungsantritt abgegebenen Regierungserklärung bereits ankündigte. Lelbstverständiich lätzt sich diese Reform nur insoweit durchführen, als ge­nüg e n d Mittel vorhanden sind. Wenn deshalb in Kreisen der Beamtenschaft sich eine Berstiinmuna Darüber bemerkbar macht, das) die Reform erst am 1. Oktober in Kraft treten fosi. so ist dem entgegenzuhalten, datz dieser Ter­min mit Rücksicht auf die technische Schwie­rigkeit als frühst möglicher Termin angesetzt werden konnte und datz es bisher nicht an einem Mangel an gutem Willen gelegen Hal. datz man noch keine bestimmten Beschlüsse sassen konnte, datz vielmehr die verschiedenen Ressorts schon seit Monaten an dieser außerordentlich komplizierten Materie arbeiten. Gerade um Den 3ntereffen Der unteren Beamtenschaft ent« aegenzukommen. ist ja zur Bearbeitung Der» selben Regierungsrat Wild aus dem badischen Finanzministerium herangezogen worden. Der. f 11 b ft aus Der unteren Karriere hervorgegangen, di« 3ntereflen dieses Teiles Der Beamtenschaft am besten zu vertreten in Der Lage ist. Die Rar» dinalsrage ist eben Die, woher das Geld netz men. ötoar hofft man im Reichs! inans- ninisteriurn Immer noch, datz in Den nächsten .Ronalen ein so starkes Plus an Mehreinnahmen dolflcn wird, datz genügend Geldmittel vor- xmDen sein werden. Die grvssien Schwiettg- .iten machen sich aber bei Den einzelnen Län­dern bemerkbar. Die an und für sich für Die "esolDungsresorm eintreten aber in Anbetracht irrer finanziellen Rotlage selbst auch noch nicht i'issen. woher sie ltas Geld nehmen können. Aus tesem Grunde ist heute eine Konferenz mit »en Länderfinanzministern ange'etzt. n her die Frage aeüärt werden »oU. ner die Kosten für Die geplante Erhöhung der tzeamtenbetoldung trägt. Se wird sicher lehr chwierig sein, eine Antwort auf diese Frage zu inden Das Reich wird die Last der Kosten den .'ändern autbürhen wollen mit dem Hinweis arauf, datz es ihnen bei Dem Finanzaus- , Ieich ent geg « ngekom men ist Die Länder inwiederum werden gegen eine volle lieber- ahme der Kosten der Besoldungsr.-form den Sin- nanD machen, datz das neue Reichs rahmen- «setz htnsichtlich der Erwerbe steuern 'owohl Den ändern als auch Den Gemeinden Die eigenen 'kitte! weiter beschränkt Außerdem wer-

n die Länder mit dem Argument oder-eren datz

sie DcrfyHhriflmäfjig mehr Beamte als das Reich beschatt igen und besolden müllen. Sv kommen z B in Preutzen auf r .et Reichsixamte fünf prruhi ch: Beamte Wenn das Reich allo 100 Millionen für Die Bea mZanbel oldung mocrhÄb 'Pr.nistens mehr rahDenhet als bisher, sv must Pr.-utzen 125 THd- l nnen mehr aufbrin jrr 3m 3nt«reffe der Be­amten wäre es zu wunichen. dah bereits au; der heutigen Konferenz eine Einigung, vielleicht tn Gestalt eines Kompromisses, erzielt wird.

Das Nerchsschulgesetz.

Ter Entwurf des Jleichsinnenminifteriums.

Eigener Drahtbericht de« .Sletzener Hnyigtrs*.

Berlin 22 3um Die exn Berliner Iberb- blatt hört, ist der Entwurf des Reichs- schulgefetzes Der Regierungsparteien des Reichstags zugeleitet wordcm. Damit diese unter sich fest stellen ob Der Entwurf als Grundlage für ein Reichsfchulgefes Dienen kann, das Die ejustlmmuna aller Koallrionsvarteien findet Rach Den Grundlinien, Die im Reichsinnenrntnisterium ausgearbeitet worden sind, und Die die Gleich­berechtigung Der Simultanschule, der Bekenntnisschule und Der weltlichen Schule Vorgehen müssen die Bek Trnkmsfchulen als evangelische, katholische und jüdische bezeich­net werden. SS soll dann m vorsichtiger Form zum Ausdruck gebracht werden, datz in Den Be­kenntnisschulen Der Unterricht Den Stempel Der betreffenden R e lig ionsgemein- schäft ttagen müsse DaS Dort vom .Geist des Bekenntnisses". das in Dem Reichötchulgefetz von 1921 enthalten war. soll vermieden wer­den Die bisherigen Bekenntnisfchulen sollen vom erstmaligen Anlragsverfahren auf Umwandlung in gemeinsame oder weltliche Schulen ausge­nommen werden Den Ländern ('Bähen und Hessen) welche bisher nur Simultan schulen haben, soll efre Frist für hie Umstellung nach den Vrrlchnstcn deS Gesetzes gewähn wer­ben. Gs ist wahrschcinl-ch. dah Die vor.legenden Grundlinien die Zustimmung der Deu tfchna Ilona - len, des Zentrums und der Batzerischen Volks- Partei finden werden, während von feiten Der Deutschen Bolkspartei schwere Bedenken zu erwarten sein Dürften

Rach einer anderen Lesart wird im Reichs Innenministerium auf das bestimmteste versichert, dah Herr von Keudell nicht daran denke, die LebenSbedingungen der Simultanschule ein- Aucngen. Gr würde dabei auch nicht die Urüer- stützung der Deutschen Bolksvartei finden, die ihm bei wiederholten Gelegenheiten zu crfcrmen gegeben hat. dah sie an der Simultan- schule sesthalte und unter keinen Umstän­den bereit sei. Konzessionen zu machen, die an Den Hoheit-rechten deS Staates über hie Schule rütteln könnten Ilm Diese beiden Fragen wird sich der Kamps schlietzsich drehen. Sie sind aber so schwerwiegender Ratur und in ihrer Fonnusie- rung. auch so empsindilch. datz die Entscheidung darüber nicht im Handumdrehen fallen kann, sondern erst in einigen Monaten im Ausschutz sollen wird, fall- es überhaupt noch möglich ist, vor den Sommerferien den Entwurf durch die erste Lesung zu bringen. DaS hängt im wesentlichen vom Rei chsrai ab. Der vorher sein Volum abgeben muh.

Kirche und Staat.

Eine Kundgebung des evangelischen Kirchentags.

Königsberg, 21. Juni. (WTB.) Auf grobe Programmrsden über hie Fragen von Kirche imb Staat hat der Kirchentag in feiner Schlußsitzung mit einer einstimmig angenommenen groben vaterlän­dischen Kundgebung geantwortet, m Der es u. a. heißt: Auf ostpreuhischem Boden von Der abge'chnürten Grenzmark aus richtet der Deutsch-Evangelische Äir- chentag an die evangelischen (Bemrtnhen ein Wort über Volk unh Daterland. Es gibt eine Gemein- ichast des Klaubens an die Liede, die über die Landesgrenzen hinaus alle verbindet, die sich zu (Tfjriftum bekennen. Diesen weltweiten Reich- (Bottes-Sinn wollen wir pflegen mit unserer Mitarbeit an allen weltumspannenden Ausgaben der Christenheit Die Kirche ruft zum Kampf und jum Einsatz aller Kräfte für die immer stärkere Durchdringung der Seele mit dem Geist des Evan­geliums. Solche Arbeit an Der Seele unseres Volkes muh genabe auch im Hinblick auf die innerlich wenig gefestigten Vottsgenosien geleistet werden. Wir sehen heute Volk und Vaterland zerristen. Die Kirche steht über den Parteien. Sie gibt dem Staate, was des Staates ist. An ihre Glieder stellt die Kirche drei Forderungen: Sie will, daß jeder nach bestem Witzen und Kewisien d e m Volksganzen dient und für das Wohl der Kefamtheit wirkt. Sie will, dah jeder um des Wer- kes (Bottes willen der ft an tlidjen Ordnung untertan ist. Sie will, dah jeder sich an der Mitverantwortung beteiligt und sich für alles einsetzt, was Volk und Staat angeht. *21 n den Reichspräsidenten wurde ein Er- g ebenbeit st eiegramm gerichtet.

Die wirtschaftliche Betätigung der öffentlichen Hand.

Berlin, 21 3uni. (DDB.» 3m volkswirt­schaftlichen AuSfchutz Des Reichstages kam ein Antrag Der Batzerischen Bolkspartei zur Bera­tung, her Die Reg eruna ersucht. Die wirt­schaftlichen Betriebe Des Reiches und Der ihm unterstellten ösientlich-rechtsich-n Körper­schaften mit Ausnahme Der gemeinnützigen Ver- foraungsbetriebe auf Das nnerlätzl.che MinDeftmatz zu beschränken. Zu Dietern Anträge ersiärte ReichsvnNfchaftsm.n.ster Dr. G u r 11 u s . Datz hie Reichsregieruna schon bisher Im Sinne her Forderung gewirkt habe und weiter wirken werbe Zu Der we term .rvrberung Des Antrages, hast die Behörden bei Auftrags­erteilungen feine Betzinaunaen stellen sollten, durch die Rechte und Sreiheiten. Die Die Gewerbeordnung Dem Hanbwerk gewährt, iraendw-.e beinträchtlgt w eben könnten, verweist her Minister auf Die vor kurzem sertiggestellte ReichsverDinaungS-Ord- n ung für Bauleistungen Aepn'. che Verdin- aungs-Orhnunaen wurden auch für Die Spanen her DiNschaft erfassen werben. Mini« fterialtKreftor Dr Reichardt gab Dann eine ausführliche llederftcht über bce Bete ligungen Der ösientlichen S^anb in her freien Dirtschai: ®r kommt zu dem Schlutz. Die Bete ligungm der öffentlichen Hand seien da wünschenswert aber »uch gerechttenigt wo sie zur Versorgung mit lebenswichtiaen GegenstänDen notwendig feien 3eboch Dürfe nicht tue öfferrtllche Gewalt gebraucht werden um einen Konsum hertzeizufuhren ober unsiebsmne Kon-

kurrrnz zu beseitigen. 3n Prrusten werbe gegen­wärtig d'.eielbe jrage an Hand ne* enttprechen- Den Antrages ci gehend behandelt. Abg. Die­ner Dn. bedauerte an^zesichks des reichlich vorgetraaenen Materials, hast man irrt- Der Klagen Der betretruhen Krei e I o ' pät Diesem lledel entgegcntreie Gr hoffe nach Den Aus­führungen Des Ministers u.ih des Min.sterial- hirefror*. Datz man br. Durchführung ihrer R.cht- sinien zu einer Bellerung gelangen werde.

Die Hindenburgfpende.

Berlin. 21. 3uni > Dolsi.i 3n Grganzung her Mitteilungen stber Die HinDenburglpende wird zur Kenntnis aebrach: datz auf er Den bereit* mit- geteilten ,'aSttd.en Der Reichs bank 'Lmtliche Reichsbankanftaft n alle Privatbanken und Sparkassen mit ihren Sieben ft eilen. Die Kaffen her Raiffeisen srgantfativnen uJö Beiträge entgegre-nehmen. Mit Dirkun.: vom 1 Juli treten ais weitere Annahmestellen alle Postanstalten unD die durch Austzang ge­kennzeichneten Dienststellen Der Reichsbahn tr Tätigkeit.

Das Reich wendet gegenwärtig für Die Ver­sorgung Der f Deren Heeresange- hörtgen und ihrer Hinterbliebenen nmD 1,3 IHiniarikm Mark auf «ohne die Ber- wal'ungskvtzen). 3ud. br D r besten -5e<e^getan g bleiben aber immer zahlreich ja He übrig, tn Denen nicht eher nicht ausreichend ge­holfen werben kann Die Reichs regieren g hofft, datz mit Dem Ertrag der Hinbenburg-Ssende auf freiem und ungehindertem Deg manche Härten und Schwierigkeiten beseitigt werben können. Zolls genügend grotze Mittel aufk^mmen. Ist vorbehalllich des Grgebnisies der nnch schwebenden Verhandlungen vorgesehen, aus hem grösterrn Teil Der Svende eine Stiftung gu errichten Deren Verwaltung In den Händen eines Kurato­riums liegt, in dem Die in Frage kommenden Kreise einfchlietzlich Der ÖanDerrcgi -rungen uftr vertreten sind

Auslanddeutschtum und Volkswirtschaft.

SieichSkauzlcr Luther auf der Tagung der -lutzlauDhaitdelskammcru.

Hamburg, 21. 3uni. (DB.) 3m Rahmen des Deutschen Industrie- und HanbelStageS sind beute vormittag Im grvften Saale des U e beriet- lluds die Deutschen Au-lanDhandels- kammern zu einer Tagung Tarn menget! eien

Auch Vertreter der Reichsregi^rung und Der hamburgischen StaatsregieruTtg waren zugegen. Der PräsiDent DeS Deutschen JnDuftne- und HanD.-'.skages. Franz v. Mendelssohn, her zum Präsibenten her Tagung gewählt wurde, er­öffnete hie Tagung mit einer Begrustungsan- spräche. Daraus nahm Reichskanzler a.D. Dr. Luther tars Dort zu einem eingehenden Vortrag über bas Auslandbeutschlurn und hie beutfche Volkswirtschaft Der Redner betonte, datz es heute mehr Denn je von größter Dichtigkeit fei, Dah DaS deutsche Volk bewutzte Wirtschaftspolitik treibe. Wenn auch Die Währung gesichert fei. so könne man dasselbe von unserer Wirtschaft nicht sagen. Wir mühten unS als Ziel vor Augen datz wir einmal dahin kommen, unserem Volke in Deutschland, auf eigenem Boden, wenigsten- eine Rvternährung ni sichern Dann wurde her deutsche AuSlandSkaufmann auch wieder eine kräftige Heimat hinter sich haben. Weiterhin sei hie Herstellung von Quali­tätswaren erforderlich, um die Ausfuhr zu heben. Der Redner ging dann auf das Pro­blem her Auswan berung ein und stellte fest, dah den Deutschen lei her eine Reihe von Gebieten verschlossen seien. Wne richtige Aus­wanderungspolitik liege aber im Interesse Der deutschen Volks wirft chatt und werde uns Die Möglichkeit zu neuer Äraftenlfaltung allmählich wieder geben Sine weitere wichtige Frage sei Die VerbinDung zwischen AuslandS- Deutfchtum und Heimat. Leider fei her Rachrichlcndienst aus Der Heimat teilweise noch sehr schlecht und müsse verbessert werden. Stn drittes wichtiges Problem sei Die kulturelle Frage. Seines Grachtens seien Ausgaben für kulturelle Zwecke WerbungSkoften Dr. Luther bezeichnete al» dringend notwenhig. Die AuslandSschulen, Die Der Sammelpunft vaterländischer Betätigung seien, in jeder Rich- tung zu fördern. DaS wichsigste aber sei. datz wir lernen, uns als Volk zu fühlen.

Verlängerung der Pachlschutzordnung.

Berlin. 21. JJuni. Der Reichstagsausschutz für Sieblungs- und Pachtsragen beriet di, Regie- rungsoorlage auf Verlängerung der Pachtschutz, orbnung um zwei Jahre. Vie Sozialdemokraten hatten einen Antrag cmgcbracht. wonach die für die Leit vom l.März bis 3«'. September geltenden Befttminungen über ungerechtfer- tigle Kündigungen in das jetzt geltende Pachtrecht ausgenommen werden sollen. Das Zen­trum stellte einen ähnlichen Antrag, der sich aber von dem sozialdemokratischen dadurch unterschied, datz die vesummungen über die ungerechtfertigten Kündigungen nicht ftnbcwflrn waren Bei der Ad- flimmunq jnurik der soz aldemokratische Antrag gegen bi, Stimmen der Linken abgelehnt. Da- f<ey<n wurde der ,Zentrum; antrag mit allen Stirn- 'nen gegen die der Deutschen Volkspattei a n g e - n o m m e n.

Verlängerung desMieterschuhcs

Berlin, 21. 3unt Wre DaS Berliner Tage­blatt erfahren haben will, will Die Rc-.chsregie- rung dem Reichstag in Den nächsten Tagen eine Vorlage unterbreiten, in her sie Die u n oerä n - herte Verlängerung des Rcichsmic- tengesetzes und DeS Mteterschutzge- sebes bis zum 31. Dezember h 3. vorfchÜgt Erft im Spätherbst nach hem Wieberzulaml7»en- tritt Des Reich4ta'7eS soll eine Abänherungsvor» läge hem Reichstag zugehen.

Deutschland und Polen.

Tif^«nDd»be$irhungen. TfleCftlornrnn

Berlin. 21. Äum. Der polnische Autzenminifter Zaiefki hot auf der Rückreise nach A^attch>.a iDobrenb der Durchiahtt durch Dis Kuhrgctatt einem URisartwiter Des . B «nr Unter.»düng gewabtt. in der er u. a. .rueftchrte. datz Dir guten mgen Üvc chen Deutschland und Baien dem Abdou der politrdKn Gegensätze in Europa und bet Festigung Des Frieden- Dienen wrfim. Das aktuelle Schwer gewicht der beuftch-potnischen Beziehungen hege bei

Den handelspolikischen 23erXmMyr 3er. Ut /Mn nuft-.e der schwebenden Sn-ndx:;tsoerbunMun- aen infpriMfin Der Schwier,tzkeit eines In:erejfer. Ausgleichs der in ihrer wirk« 'ch°ft!:che.-> Stt siur '? grunboed^.ebenen Länder.

tzten eifo in beiden Ländern Zuge st and- nisfe von ganz verschiedenartigen Sirtfdjaitfgruppen 'cht werLen. 2n diesem Hir/: *nd? Ue^e Der £<f... .ipanft der o-tbExe- rtgfenen. Sobatd einm. J e ne allgemeine Grundlage 'ür Den Intenr' nausgleich $.-< >en «ei werde sich Die praktische Lo'ang der HanbelHoertraa^ rage Ziem- sich finiad) otflaiien; sie brkde eigentlich nur em Problem der -ibemartf und der ct-r hif. Aus Ne 'rage, wie der Ti mfler die vorauesichci.che E lang der Loge im Dfirn beurteilt, ero. e Die «nt» wcn Durchaus 0 pti m i st i s ch" jalefft führte hierzu wcrtlich aus: Ich 'eh- letnrrtri u t*rn nh» siche Intereflengeger-jätze zwftchen Poier und R tz- land.' Huf Die Staat a>e sich Ne voimlche Ke< r- rung gu der flnreguna nach .'nem Locarno , m Osten ein teste cr:ax>nete ^ateskitiis wäre im Interesse Europas, ja. Der ganizn Lett. Dunrous pj wünschen, wenn man zu einer Erneute Die -<p<lle Stchercheiten für Den Otten bitte, Ön dittern sinne erstreben wir einen Klchtangrifjspakt mit Kutzland. und ich ho'se. Datz difter Pakt ein erster Schtttt zur Verwirklichung G^bmkrns Der Sicherung des Fttebens im 0fc<n fein wirb.-

(Ein finnisch-rufsifchcr Zwischenfall.

Tic Ertchictzunq (rlöCHflrrwX

Helfinqs vrs. 21 3um (WB.j In einer an Die Sowietregicrung geriet et en Rot. vom 18. d M tptrh Der peinliche öuiDrud betont. Den Di e Grfchiehund Des Rittmeisters Ihengrcn ohne Berückstchriguna Des üblichen GettchrsversahrenS unh ohne eine Mttteilung an Die sinnftche Regierung gemacht habe, auch unter Berücksichtigung her Mitteiirma DeS Sowjetkom» mtsiattats. Datz Glvengren feine finnische Staatsangehörigkeit nicht angegeben habe D,e sinnftche Regierui g fei übeneugt. hast Der erwähnte Umstand her 5ot»jeirtgienmg b e

Die sin- mlche die Auirm rkf-

Verfahren. DaSmithenRechtSprinzipien her Kulturftaaten nicht überein- stimmt und im Wiederholungsfälle htc guten Begehungen zwischen Finnsimh unh her 6rö»iet- regierung zu stören geeignet sei

Die von Litwinow unter**ebnete Antwort­note her Öotpfetregpcrung teilt mit. haft ffVvn- flren. her auf illegalem Wege mit einem rumäni f chen Patz eingetrvs'en <et. sich bet Den Vemedmungen , cmals auf Q ne finnische Stoatsangetörigkeit berufen t.-nh nie­mals Den Wunsch ge.tuf ert habe Den Schutz Der finnischen Gesandtschaft nachju'uchen Heber- Haupt hätten in Der Angelegenheit «Jhvngren. insbesonhere in hoffen Aussagen, keinerlei Angaben über seine finnischeStaats- angebörigfeit Vorgelegen. Autzerhem Habe seine gesamte, mit Den rusiftchen monarchistischen Organifationcn verknüpfte Xdtigfrtt geten e-.ite Derartige Annahme gesprochen. Obwohl Dem fin­nischen GesanDten aus LiebenswürDigkrit her ru­mänische Pah Glvengrens unh Das Protvioll von Dessen Aussagen gezeigt Cnirhert set Dem Gesandten schon Damal» munhlkb erklärt wor­ben. haft es das Auhenkommisiattat nicht sür nötig erachte, nut her sinnftchen Gesandt «chatt weitere Gröcterunaen 6ber ta Ange­legenheit Stoengren zu Wiegen.

Poincarss Sonntagsrede.

Ebenso rätselhaft wie herausfordernD "

Paris. 21. 3unl. <WB.) S.n Mittt-gs- blatt stellt Die Frage, ob angesichts der Rebe von Luneville ein starker Konsttkt zwischen Po.n- carc und Br^and entstehen werde. Das Blatt kann diese Frage weder bejahen noch verneinen, mutz aber zugeben. Dah in den Wandclgängen her Kammer gestern von einem Zwischenfall DoincareBriand gesprochen wurde. Der Cin- 0 ruch Poincare- in Die Domäne Bri - a n d s. heißt es, sei nicht geeignet. Das Pr fuge des Mannes von Locarno zu vergrostern und feine Aufgabe zu erleichtern. Wenn es wahr sei. Datz Poincare feit längerer Seit Die Akten Der Verfehlungen Deutschland« ein» schliehlich Der Des Dawesplan^. dessen mögliche Kündigung ihn als Zlnansmimster beunruhige, wieder geöffnet habe. Dann habe es et<n keine bessere Qklegenlyeit gegeben, als wiederum eine Rede über Die KriegSocrant- w v r 11 i ch k e i t zu halten. Heut« vormittag hät­ten alle Patteien Die Frage gestellt Wohin gehen wir? Haben wir n.xi) eine Autzen- polisik? Das M ttngsbla.'t schließt seine Be­trachtungen mit Den Worten Das fehlte uns noch.

..Dailh Hera Id" schreibt: ..Dolncar^s Rede tn Luneville ist ebenso rätselhaft wie herausfordernd lieber ihre Wir­kung kann kein 3weifel bestehen. D e Anspielung auf die Ueberlegenheit Frank re chs und Die Rolle Deutschlands mutz tn Deuftchiand erneut eine GereiAttzeit Hervorrufen 3hre praktische 'Wirkung ist. datz J e Den Abschluß einer freunh- schaftl chen Vereinbarung über Die Herab'eiwng der Q^einlanDgarnifonen tchw 1 erIg wenn nicht unmöglich gemacht hat. Das ist ihre Wirkung.

Aus aller Welt-

Fnr Festnahme Des Prager Ki-ch.nrändern.

3n Der L->hnung he» mit. Munch, n stamm enden beschäfsigunaOlosen eHqe<t<Uk Oswald der unter dem Pertacbt des Raubes In Der Drmfaitigteitbk rche feftgenommen wurde, wurden Die aus Dem Kirchen- raub stammend cn Gegenstände ausgesunden

Jar zwei ZRIÄIonee Dollar anrerzvlltr waren verbrannt.

Gin Lagerhaus für unter Zollverfchlatz lie­gende Waren, in dem sich Güter im Werte von zwei Millionen Dollar, darunter für 6Ü0ÄM Dollar befchlaan hmte Spirltuv- ten befanden, wurde in Mont real lKanada) durch Feuer zerstött

Wsttervorandsagc.

Ruhiger, aushttternd. tagsüber Erwärmung imb d-rchwrg troekm.

Tage stampetatur .*n Ttaremum 2A2 OraD ttd|ius. Stimnuim: 1IL (Br. Ettsius.omim- scheindauer l$i Stunde». Heutige SterpfFlmger» tur 1X9 Grad Celsius

Wftterungsaussichten für Ireitag: Fortdauer Des mrift bet irren und t roden en Setters.