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Aus der Provinzialhauptstadt.

Kietze den 22 3uni 192

Einige *£Oetterbetrad)tungen zu Sommers Anfang.

jUn heutigen Cßotm.ttofl um 11 Uhr. otte t* Sonne ie chrer !&..waten 3abn4- aat>n tri! *SenZ>etm* be» ÄBtbfrt nM04|ai Stand errr.4)t Dir Haden deine bee längften Tag und die taryhe Rächt her isttvnomt'ch. Sommer beg nnt und damit hie otmalerwell' wärmst, <JeH deck Jahres 2Ibet He so oft. ift auch tnetmol die Sv nm ersonnen- wende pratti ch genommen 8*11 weniger der THuteLpunft, als btt Beginn der warmen Jahres- zeit, denn der Früdlng. der ,n diesem Jahr t> ungemein verchc bungSooll g nnu auf den Tag. im 1. Marz, einkgt: hat uns in seinem Werteren Verlauf lebte.t enttäu'cht. Die Monare Apt.l lnd Mai liefen so gul wie aUe* ku «punaxn ;briO, der Aprtl war tn we len Landesteilen. Das kaum je zuvor da gewesen ist 1411 *r als der März und aus den drei Tagen der S.Shrilig n wurden drei Wc-chrn hdchsi uwfrtunM.chcr Mai- Witterung Led glich die erde Mat-Dekade und die erste Jun.-Woche haben ganz Mitteleuropa gutes Melker gebrach:, wohl war im Meilen und 3üben die warme Jun.-Witterung von etwas längerem Bestand als in den anderen Landes- leUen, aber auch dort ift dann die nafttahe IDIiterung mit aller Macht zum Durchbrach ge­kommen, und die frelae der anhaltenden Trübung und der niedrigen Temperaturen macht sich tat iurüdbkiben der Feid- und Gartensrüchte be­reits unliebsam bemerfbar

Wenn In diesen endlosen kühlen Begenwochcn iber so oft gesagt worden Ift. daft ein solches Frühjahr und ein derartiger Borsommer noch lischt hagctreten sei. so ift das doch recht über­trieben. Während bet lebten drei Jahre, bc- 'onberf tn bvn Jahren 1921 und 1925, war das Detter während dieses Zeitabfchnitts allerdings wesentlich gnnft.ger und sommerlicher' im Jahre 1023 dagegen hatten wir den schlimmsten Vor- i ommer seit Menschen gedenken und eine ununter­brochene Perioden trüben, auhervrdentlich kühlen Wetters von zweimonatiger Dauer. Die Schlecht- vetterperiode erstreikte sich vor vier Jahren vom 2ade bet ersten Mai-Woche bis in die ersten Juli-Taae. und es war damals um die Zeit der Sommerionnenwende so falt, dah man ohne Hei­lung kaum auszukvmmen vermochte. Wenig er­freulich wenn auch nicht ganz io schlecht waren frriibling und Borsommer In den Jahren 1919 und 1918. In letztgenanntem Jahr hatte sich be­sonders ter Juni als ungeme.n rauh und un­freundlich erw den. "Am allerübelsten war je­doch der 3uni von 1921. dem bann von bet zweiten Juli-Dekade ab der unvergessene htifte und lange Sommer gefolgt war Schon daraus ersieht man. das» l^h ans dem WitierungSverlaus des «Frühlings und Bvrsomm.rs krinesw gS sichere Schlüsse auf das Wetter des eigentlichen Som­mers ziehen lassen. Weit richtiger wäre zu sagen Das Sommerwetter wird im Winter ge­macht Denn man kann sich nach den Unter­suchungen Hellmanns mit ziemllch grober Ge- wihheit darauf verlassen, bah ein Sommer um o tr«inner werben wird, je Würmer der voran- «gegangene Winter gewesen ift. (Jin zweiter ßr- fabrungsfad lehrt, dah schon im Frühling ein­tret en be Sommerhih. ein ungünstiges Bvr- ieichen für die eigentlichen Sommermonate bildet, und die Erfahrung der letzten Jahrzehnte hat diesen Satz fast ausnahmslos bestätigt.

04 betagt für das Hochsommerwetter wenig ober nichts, bah die erste Juni-Hülfte nach einer kurzen Hitzcpeno>. die am intensivsten In Süd- deutschfanb zur Auswirkung gekommen ist. erneut einen Rückfall in kühles Regenuxtter gebracht bat. Denn der Juni ist in unseren Breiten der un- ficherste und wetterwendischste unter ben drei Sommermonaten, der in der Mehrzahl der Jahre verregnet und In der zweiten Monatsdekade mit so grober Aegelmähigkeit Adltcrüdfänc bringt, dah die von Mitte Januar bis (Jnbe Juli ständig ausste gende Temperaturkurve zu dieser 3cit c nen lebarf ausgeprägten 5tnid nach unten zeigt. Das schon angezogene Beispiel des Jahres 1921 erwe'st. wie wenig the Juni-Kälte für den Verlauf des Hochsommers zu bedeuten hat. Ist sie erst einmal überwunden, und daS scheint wohl nun der Fall zu sein, so nimmt die Witterung gewöhnlich anen ganz anderen Tha- raher an. manchmal, wie 1921. erst Im Juli, häufig aber auch schon in der zwc.ten Imst- Hälfte. und zwar vor allein in dem Sinne, dah die immer wiederholten Kalt lüft e.nbrüche damit endgültig überwunden sind. Damit verlagert sich der Schwerpunkt des Luftdrucks vom kalten <2torb- westen des Erbteils nach Südwesteuropa ober gar nach den mittleren und nordöstlichen öetnelen des ÄontinenM; die Herrschaft der Volarfront ist be­endet. und an ihre Stelle tritt mit Luftzufuhr aus niederen Breiten die Aeguatorialsroni. Da­mit Ist noch nicht getagt, dah nunmehr der Hoch­sommer besonders helft und trocken wird' die Biedertchläge unb Gewitter können fwar recht häufig sein: aber frost vorwiegender Unbeständig­keit sind solche Sommer ihrem ganzen Eharaktzer '»ach doch sonnig unb warm.

Will man aus dem Dorangegangenen un- .ewöhnlich kurzen unb auch nrilocn. wenn auch nicht normal warmen Winterottne auS dem fehlen grober Hitze während des Frühlings "«tlüHe auf den Hochsommer ziehen fo wirb .an legen dürfen, bah die Wahrscheinlichkeit »ne» kahlen 'Reqentommeri gering ist. unb bah vi mit VcmliCKT Sicherheit auf warme wenn 4' etwas unbeständige Hochsommermonatc wird *4 nen können

'e Arbeit des Goethe-Dundes im Jahre 1926 27.

Vm Vorstand des Toethebundes werden wir die Aufnahme der folgenden Ausführungen ubvten.

Unter der Auswirkung ter immer ungünstiger «ch gestaltenden Wirtschaftslage in den Rich- IHegelJ^ren unb unter ben frolgen der durch die Inflation verur'ach:en Enterbung unb Bctcrmung unseres Volkes die die geistig interessierten Schichten am härtesten traf, war auch bas litcrari- lche Vortragswefen in unterer Stadt zusammen- gebrochen. Gs hat mehrere Jahre innerer Arbeit unb Crganifation bedurft, bis sich der Goethe- Sund wieder stark und gewappnet fühlte, um die Wahrung der literarischen Interessen unterer Stab' durch die Veranstaltung von öffentlichen Dichter- und literarischen T'ortragüabenbcn zu übernehmen. In biekm Bestreben war der Bund getragen von dem Bewuftttata daft er damit eine

für untere deutsche Gtifteskultar wertvolle und I 'ruchtbate Arbeit und Au'gabe ta Angrfsi nahm I die Li. mevlchen über i«en Alltag zu erhebe» unb I

- des Le. |

sie mi bcbexUnben unb fübrmber Geistern und I ±jfcnbcn I n',lern mi: unteren deutschen I rii trm und Denker 1i- Berührung r ngen wvll e

Eröffnet wurde che Reihe der ntercrif6mT*r- I an . Jtimger. durch enter, literarw.'<<-n'chattlich I uxrti o-lkr V. nrag des Weimarer Dichters D r. | Heinrich C 11 ienf etn über _.Ucr unb die j deutsche Gegenwart" Gs folgte nn? Voriri ang des bekannter Darm tädrer Dialekt'chnflstrii.rs Ao - I b< r t Schneider, der nach c.nem kurzen ttm- I leitungsrorlrag über das Wrien unb ben Wert I brr Mundart durch seine köstliche unb humorvolle I Dichtung feiner. »Jubbrem einige hob? Stunden I 'chtnk'e Blonderes Jnteref>e sand sodann brr j ur Altted Her. f f e>. brr trilbru Iretdekr iS" I sich dir kvuttche' Büdner er-bett h'tte unb bc- mal3 durch bir frankfurter Uoauttührung feines Pramd» .Die brennend- ilrbe" tat HBt?fltamft des litrrartfcten Interesses stand

l .

tragsl.'uchem eine feine und besinnliche Stunde, «fine cb<nfp starke unb besinnliche Rote harte der Bcrtragtabenb des bekannten unb vielgelesen n Dichters Jakob Wassermann Um auch die heitere Mufe zu Wort kommen u lassen war I üK-J.-rbin Sari (Jt Hinget daß v der Jugend", dngc laben worden

Die Bemühungen der Bundesleitung ben in- bischen Dichter und Weifen Aabinbranath Ta göre zu einem Vortrag zu gewinnen, schei­terten leider in letzter Stunde durch eine uner­wartet eingetretene Aendtrung des Aeifewegs.

Zu Beginn des Jahres 1927 brachte der Goethe-Bund den biefigen Literaturireunden durch 2luficllung cv-ct g grammes ein wertvolles unb interessantes litera­risches (trieben: Walter von Molo ein gewichtiger Vertreter des deutschen Schrifttums der (Gegenwart bereitete eine Weih stunde tief­sten inneren (Empfindens Der nächste Abend ver­mittelte die Bekanntschaft mit der interessanten Perfönlichkeit des wohl heute am meisten gelesenen . r6 21 u b o 11 Her8eg Und letztens war her Dichterabenh vor Frank Thieft ein fefl.mes literarisches Mebnie- bas ebenfo wie der Molvabend jedem brr die beiden Dichter am Vortragstifch gesehen und gehört hat. unvergehlich bleiben wirb

Auster diesen rein literarischen 'BrraulUl Hin­gen. die sich im Lause der Jett eines immer stär­keren ZufpruchaS unterer (Siebener Bürgerschaft erfreuen durften veranstaltete der ®oe(ftc-Tunb noch im Bahnten der Dortragsverriniquna zusam­men mit dem Kaufmännischen Ufer in unb dem Ort «geworbener-fr eine gröber? Aeih? von beleh­renden und volk-bildenden Vorträgen

In Anerkennung dieses feines Str.d.ns die Pflege deutschen Deist es leb ns. dadurch zu ferb rn. hast bet Goethe-Bund Aunfhmtemetimcii von hohem Auf unb unfere bedeutendsten Dichter in feinen 5kreis ruft, ist bem Goethe-Bund ein star­ker Helfer erstanden in der .Gemeinnützigen Ver­einigung zur Pflege Deuttcher Runft" in Berlln. die im Jahre 1923 im Preuhifchen Ministerium für Wissenschaft, Kunst unb Volksbildung gegrün­det wurde. Die Vereinigung hat sich alS vor­nehmste Aufgabe gesetzt, mit ben bereit« besteh en­den unb glei3>g.-richteten Vereinigungen im Reich zusammenzuarbelten unb diesen ihre von Arichs- unb Staatsminifterien ideel wie finanziell rnach- drücllichst geförderte Kulturarbeit zur Verfügung zu stellen Dank dieser Unterstützung wird der I Sund fein Programm immer wertvoller ausbauen und immer stärker sich in ben Dienst der lultu- rellen Belange, unserer Stadt zum Wohle, und zur geistigen Erbauung der Bürgerschaft stellen tön- j nen. In biefem Zeichen steht die freier seines vom 24. bis 26 Juni ftattfinbenben IahresfesteS. zu bem ein auserle'eneS. vielgestaltetes frcftproarcni.n ausgestellt worden ist tn diesem Sinnc beschü-stt bet Goethe-?unb mit feinem Icchresfeft feine Vortragstätigkeit, um in wenigen Monaten mit erneuter Tatkraft an seine kulturellen anb schön­geistigen Ausgaben unb Ziele heranzutreten.

Dr. H.

Sonnenroenöfeier

der Giehener Studentenschaft.

Vom schönstrn Sommerabendwerter begünstigt, beging gestern abend die Giestener Studen­tenschaft am Bismarrftumi eine eindrucksvolle Sonnenwendfeier, an die sich ein ^ackelzug durch die Hauptstrotzen der Stadt anschlo'V Aegcn K3() Uhr traten die Korporationen in Ätchs unter Mitiuhning ihrer oohnen, 6e. Magnifizenz ben Rektor an der Spitze des Zuge», bei flothr Marsch­musik den Ausmarsch nach dem Bismorckturm an, habet begleitet von einer zahlreichen Menschen menge. Nachdem die florporationen nor dem Bis­marck türm in einem großen Halbkreis aufmar- schiert waren, sprach als erster der Borsitzende de» ÄUgemeinen Studeutenausschufses der Universität (Rieften, »tud. 'Bo ft, in kurzen, markigen Worten über den Zweck und den Sinn der Feier, und er­innerte Dabei an das hehre Vorbild der für das Vaterland im grasten Kriege gefallenen Sommili- tonen 'dnfd)ltcbenb fang die Bersammluna das Freiheitslied ..Der ®ott der Eisen wachsen lieft".

hierauf erinnerte 6e. Magnifizen; der Rektor, Professor Dr. Zwick, in einer kurzen Ansprache an ben tiefen Gehalt der öonna>enb:eirr für bas deut ich. Gemüt und ermahnte die Jugend gerade an dieser. Ikin grasten deutschen Stoatsmanne Dito von Bismarck geweiften Statte den Glauben an Deutschlands Zukunft neu zu festigen unb mit zu- kunstrfroher iio'inung alle,.il Arbeit für das deut­sche 93atcrlanb zu leisten. Während dieser Ansprache mar der Hokzstoft inmitten des Kreises der ^eftteib nehm.r in Brand gesetzt worben; mächtig loderten bie Flammen zum nächtlichen Himmel empor, unb kraftvoll ertönte aus Hunderten junger, friicher Kehlen das FeueriiedFlamme impor'. Es war ein wunderbares Bild, das man hier schauen konnte; Drunten im Tale die immer stärker in das Dunkel Der htreinbrednnbcn Rächt versinkende Stadt, aus der zahlreiche Lampen herüberblinkten, ringsum die schlafende Ilandschafi. unmittelbar zu unseren Fügen das lodernde Feuer, das den (frinncrungsturm an ben großen deutschen Staatsmann mit leuchtendem Flammen rot -dergoß. und rings herum das viel- farbig- Bild der aufmarschiertcn Korporationen.

Äährcad die Flammen, vorn leichten Abend- winde angriacht. luftig praffdten. hielt and. med. Masert die Fcuerredc Er erinnerte zunächst an die Sdwnad). die dem deutschen Dolke mit der immer noch andauernden fremden Besotzung im Rhemlande jugriügt wirb, rief die deutsche Jugend zur natio­nalen ®cftnmmg auf und ermahnte, immer davon

zu devkev wo» dem rvtzdriv^en de».it<chev Bolke burch freml< G^.u>*a angetan mur>e unb auch heute noch w ' ahrt * der Irgend. m»b. ndere auf der at'rir chen C end ruhe r.ne ar oste Berantwor tang für die Z;i^.mst de» deutzchev. li-ueriorrbes Man solle uerrgi. reden befto mehr aber arbeiten für bc» Borertand unb w ganjem l^erzen an dessen Z v.r.tt. ffLiuk - Tui'dXanS werbe mct.t pirch ^.krrbtr. beircit r.dern nur bürd' zähe, stille He­be-! durch Ermgk< : und burd) der. Ballen zur Be­to ing des deutschen Straberg*3nfeiw an iede:n la;. und an jebeni Del I» Teu* (bk.nh ffl setzt mcht dte Zeit für l'crteier. '."dem olle Z'e-.tftacn müßten «e : V -m.-r.enftrt>en und in Eintracht für btt Dieder- ctri na t . de Bo tertander arbeiten. Dieojiorten Un er ^ebe müßten überbrückt werden. Die ato­be m -che Jugend ftnde dem Arbeiter gern dte Aonb entgegen w ernernsamern Schossen unb Dirken für ba : rattoncle »hl töochmut da de beiseite zu Mei- be nur switcht » bei.tidwr Sr*m unb otaeebereittr Dienit für l«s Bolksganze bäikr. yi gelter. Denn fo alle Deutichen einig unb geschloffen vfommen- ftünben. bann werde auch der Segen dieser Arbeit nicht auobkiher dann loerbe der Zag brr nah»- nalrn Frecheil für das deche Vaterland bald wie­der anl'rechen. .Inlchileftend an diese ausgezeichneten Worte de» ituderUijche:' SR ebner» erkling d.geistert die .'lationalh.-)mne :oettt>m über bo« 'rille iieftt.

Hierauf wurde der N.ickmarsch nach der Stabt angetrelen, nachdem die Zugteilnehmer am Fufte der Hardt erst noch die Fackeln in Brand geletzt betten. (Fiter riesigen Feuerschlange gleich bewegte sich t.r ,)ug der Stadt zu txe er biinn in fern Hauptstrasten, wiederum beglritet von einer zahl- reichen Menschenmenac. durchschritt Erft gegen 11 -3i» Ubr endete der Fackelzug am D»walb«garten mit bem Zusammcnwcrsen oer Fackeln bei den mächtig emporbraufenden ftlängen des(Baubeomu» I igitur". (klnc Feier hotte damit ihr (Fnbe erreicht, an die man immer gern zuriickdenken wirb

Somotijcn.

Tage! kokender für 'S i 11 m 0 d). Deutscher Republikanischer L'ehrerbunb: 6.30 Uhr. Singsaal '.Realgymnasium, Dorteng. iliditfpiri- hau» lBahnhofstrafte):Dater werben ist nicht schwer". 2lstoria-vichtspiele: .Lippenstift unb Bubikopf".

Vom ^cnzertverein wird uns ge­schrieben: In bem Volkskonzert am Montag. 2^. Juni, werden in Beethovens Aeunlcr 6t)m- phvnie die Damen Aia Ginster unb Auth A 1 ndt. sowie die Herren Alfred Wilde unb Johaimes Willy das Crloquartctt stellen. Mit Ausnahme des Herrn Wilde aus Berlin haben die Aünftlei im Aon*ertverdn bereits tn früheren Konzerten mitflcwirft und. wie uns versichert wurde, aufteroldeutlich gefallen. Das .Frank­furter 6 o 1 0 q u a r t e 11 so nennt es sich ist gerade auf diese, wenngleich kurze, fo doch überaus schwierige Partie besonders ein- gefungen. so daft es auch in Frankfurt selbst mit Vorliebe engagiert wird. Das St entert be­ginnt am Montag um 7 « Uftr abends. Die Ston- zerlleitung weist, daft der frühxeittge Anfang einem Teil der BZucher sehr unbequem ist. und hat ihre Entscheidung nur schweren Herzens ge­troffen. Allein das Darmstädter Orchester, das in dankenswerter Weise auf feinen ersten Ur­laubstag zu unseren Gunsten verzichtete, must noch vor 10 llftr heims ähren unb vorher den InstrumerUentranSport überwachen, so daß ihm pünktlicher Dchlust unter allen Umständen ge­währleistet werden muft (Siner fo aufterorbent- lichen Gelegenheit unb einem so bedeutenden Konzert zuliebe ein Opfer zu bringen, werden alle um diese frühe Abendstunde schwer abkömmlichen Besucher gebeten.

Siebener StudentenhauS. Der Afta der Llntverfität Giesten hat tn seiner jüng­sten Sitzung folgenden Beschlust gcsasti. Die Studentenschaft hält den Bau eine® ©veftener Studentenbaufes für unbedingt notwendig Ta< StudentenhauS soll den wirt'chaftlichen Einrich­tungen bet student schen Seloftftilfe dienen, vor allem aber auch den (7en e.nlchaft.^ndanken unter den Studenten noch vertiefen. Die Ltudentenschakt wirb alles, soweit cS bei ihr liegt, tun. um die Errichtung doS Etudentenhauses zu beschleunigen. Sie banlt der Stadt Tieften für bie ileberlaf- fung des Bauplatzes und hosst auf ihre Weitere Unterstützung. Sie hofft aber ferner auf tat­kräftige Unterftütjung von feiten der Reichs- regierung, des hessischen Staates, des Streife8 unb aller hessischen Städte. Weiterhin erwartet sie Beistand von der WirtschastShille der D. 6t. zu Dresden.

D i e Licher Strafte von derStahl Lid) bis zur Provinzial-fteil- unb Pftegeansiall, die in jüngster Zeit befonbers durch ben starken Fuhrwerksoerkehr gelegentlich der grvften Woh- I nungsbauten Äm ftugelberg empfindlich mitgenom­men war, wirb gegenwärtig wiederhergestellt. Dos I Strahenstück wirb neu beschottert unb mit ftaub- bindender 3r.n.nieerung verieben.

Ausbesferungsarbeiten am Lchuraraben. In der Ostanlage sind gegen­wärtig Arbeiter damit beschäftigt, die (kinfasfungs. mauern des Schurgrabens, bie ziemlich verwittert waren, gründlich wieder in Ordnung >u bringen. Es wo t ben neue (Finfaffungefteinc angebracht: gleichzeitig wirb auch die zementierte Sohle des Grabens ausgebesiert.

" Der Giestener Polizeiberichl melde Einen rohen Scherz leistete sich am Abend des 21 d. M. Mischen 11 und 12 llftr ein Student indem er aus dem 3 Stock deS Hau'eL Moltkestraste 20 einen Stuhl nach der eleftrilchr 1 braljl der öffentlichen Straftenbeleuchrung, wr- durch die Lampe verlo'chte. Der Stuhl lag -er- trümmert am Bürgcrsteig Scke Moltke- unb Roonstraste Durch dirien Aobeit-akt war nicht allein die S1 rastenmündüng noch der Aoonstrahe in Dunkel gehüllt. eS konnte auch eine vorüber­gehende Person durch den Wurf so getroffen I werden, haft sie für immer Schaden an der Ge­sundheit nehmen tonnte. Ein gerade vorüber- kommender Polizeibeontter nahm sich der Sache I an. der Täter verdient eine empftn^liche Cträfe. I Aus einem Borgarten der Kaller aller ver­schwanden in letzter Zeil übet Nacht öfters die Blumen, sogar auf dem Ballon Waren sie nicht I sicher und wurden geplündert, -um Lcidwefen des I Züchters Doch endlich wurden die Frevler in der Perivn von Stu'xmken bei ihrer Aachtarbc t betroffen und angezeigt freftgen-mmen tourt# eine von mehreren Behörden ausgeschriebene Person Aus dem Sch-nallschen Besitztum an I der Lahn sind wiederholt junge, vier Wochen alte Gmen unb -um Brüten urtergelegte Gier gestohlen Worben. Für die Ermittelung der Täter ift eine Belohnung ausgesetzt worden.

I " D H. $. Cm< Begehung feine# Werk^der tchtvar^en P tmkkm arkiermrg. unternahm am Cknrn-

teg der BH T Trotz des -vetsekdaktm Wetters battci'. '.ch 76 Trilnehmer am T^e'spunft c.nodun»

lieber bcr. Wettenberg, von de'fen höchster ilrtxb-jr^. deroj Aapvleo.'.Z.'.ase. man bei klarer Luft eine e:nzückende Aussicht hat ging es durch den ausgedehnten Krvidoe-er §or t Auf die von den frubrerr. vor.iZrhene Aast INI lieblichen Wis­marbachtal das burchguert würbe muftt* leider ver'iwtel werben, da ein v olkmbruch» r iflcr biegen um bie Mittag tunbe alles mtfgeweicht batte So ging es denn rastlos weilet an der .Dra.rbu4><* vorder über ter. rich'prung" nach der im fchb- nen Salzbödctal.b:V.W*' gd -genen .Schmelz", wo bet fteiletr. Sonnenlchein cm au»g:ebifl>* Erho­lungspause itdUanb Der Weg zum andzicl Frvnhaufen ging über einen Höhenrücken mit hub- (cheni Rückblick In der .Linde" wurde be roher Stimmung XuK bis zur Heimfahrt gemacht

* Sisenbahner-Ausflug n a d> t e- fien. Der -'isenbahnverein 5re. .1 machte am Sonntag leinen S?m -craus'lug nach Diesten Der etwa 550 Perivnen starke Bere u begab sich nach 'Besichtigung der oerich'-ebenenebcnf'.-?ui fei­ten in der Stadt nach der Lieb»gsh?he XIle­rn eine Auln.ers'ainkeit erregten eine Anzadl lun­ger Mädchen aus dem Schwalmgrunb in ihrer reizende,'., malenschep Tracht. 2laL Civi'c und Trank briuchttn etwa 350 Personen die Scwerde- aueficlluny die in allen Teilen bei den Be­suchern grofte Zusrickenftci auslöste Der Best vergnügte sich bei Frohsinn und Tantz 'Am Abend erfolgte wieder ble Aück^ahrt nach 5reyfa. Alle Teilne^ne: i:>oren voll des Lobes über da» 0Mebene und die allerorts rmofanaene Ver­pflegung Der »weite Ausflug für die dienstlich Dervinderten soll am 26 d M an gleicher Stätte stattfinden, und zwar diesmal noch bem Philo­sophenwold

Tagung der Synode Wetzlar in Atzbactz.

> Adbach. 21 3.ini Am Sonntag und Montag versani' iclte sich die Svnode Wetz­lar zu ibier diesjährigen Tagung in unlcrat gastfreundlichen Mauern Aus allen Teilen des Bezirks waren die Pfarrer. Aeltesten und son­stigen Vertreter zahlreich erschienen, mid mit Freuden wurden sie von den (Zlnwohn.'rn des Dorses ausgenommen. Die SonntagSarbetl wurde begonnen mit einem gemeinsamen Doti^bienft in der mit Blumen geschmückten Kirche her sehr stark besucht war Die frestpredigt hielt hier Psarrer Dr Schmidt- Aei6k,rchen über He­bräer 12. Bers 2 Al'ends versaminelle sich bie Synode mit her Gemeinde erneut in b^r 5ri>dx zu einem Gemeinde unb BegnüftnngSabenb. der cbensallS einen sehr guten Besuch au'zuw llen hatte Hier begrüfttc Superintendent Wieder die Grtchtcneneu. befvnbers auch den K*rtretet deS rheinischen Konsiltoriunw Konsi .. rialrat Dr ©rccrcn. Hieraus erfolgte die Bericht­erstattung über verschiedene kirchliche Organisa­tionen. fo den Gustav-Adols-Berein durch P'ar- ret 5t a p ei l» Rechtenbach den evangel Bund durch Pfarrer Schmidt- Wetzlar unb den Mis- sionsverein durch Pfarrer H e i d e r - Dorlar Ge­rn einsame Lieder mit Orgclbealdtun 1 unb r cht aute Darbic.ungen des KirckienchorS Ar>!-ach gaben dem Abend einen erbebenden Verlauf Der »weite Tag war tn erster Linie Inneren Angelegenheiten der Synode gewidmet und war ebenfalls sehr stark auch von Demeindegliedern des Dorfes besucht. Die Beratungen sanden in dein geräu­migen und schönen Gernetadefaale statt. Aach einer Morgenan dacht gab Supertntenl<nt Wieder einen umfassenden Jahresbericht über das vergangene Jahr, der interessante Mitteilungen und Aufschlüsse über das Leben der einzelnen Gem-rinden tn kirchlicher Hinsicht gab. Besonder» auch die überhand neh­mende V.-ranüaunge'ucht und die dabei ost sehr geringe Rücksicht aus die Hetlighaltung he» Sonntags tmrbe eingehend behandelt. Erfreulich war zu hören, haft Hebert ritte und Austritte säst nicht ftattgctunbeii hatten. Anschließend be­richtete Psarr h l - Wetzlar über hie Snnobal- bibelgeselllchost. Psarrer K 0 ch - Lützellinden über die innere Mi'sion im Kreise. Pfarrer Schmidt- Wehlar über ben Stand her frrauenftt'fe und Pfarrer Pfasf - Volpertshausen über Tugend unb Wohlfahrtspflege In der RachmittagssiNung Wurde auf Wunfch bet Gemeinde Rieder- f l een diese all Tagungsort der nächstjährigen Sdnobe beflimmt. Anträge einzelner Dem-inhen auf Zuwendung befpnberer Mittel zu baulichen Instandsetzungen befürwortend erledigt, Fragen wegen der im Kreise gelesenen kirchlichen Sonn- ragSblätter besprochen und sür die abgeschlossenen 5ynobalrcd)nunq?n Entlastung er:eilt. Dem Vor­anschlag sür 1927 wu.de zugestimml und nach längerer Erörterung ein neues Beriahrcn zur 'Berechnung der Synodalumlagen beidbfoffen. Als­dann wurde die 'Tagung mit dem Degen ge­schlossen

Vermischtes

3m Memrlland von e rem Grenzpoliziste« erschossen.

AlS in bei Rächt zum Sonntag eine B.utzers- tvchter vom Baden zvriickkehrte. traf fie irn <nveaS ein litauischer Grenzpolizist. dec sie unter dem W coach' des 2a)muggelS an hi eit. AIS die De'itzerelochtet einige Schritte fe twärtS machte, gab der Grenzvolizist einen Schuft aus sie ab. an dellen Folgen sie eineinhalv Stunden später starb

Lin ocrftängniveoUtr Lrdrufjch in Kolumbien.

In der Rahe von Medellin ist eine an einem Bergabhang gciegenc Baumwollspinnerei durch einen graften Erdrutsch verschüttet Worben Der Abrutsch ist durch Regensälle vrr- utsacht worden. Die Spinnerei ist von den Erd­massen völlig bedeck!. Unter den Trümmern wurden 20 Tote gesunden

Berliner Börse.

Efselteii'-rühvkrlehr.

Berlin, 22. Juni. lWTD. Funkspruch.) Der heutige Frichoerkehr hat bisher roch feine Umsätze zu verzeichnen gehabt Die Tendenz ist still und vollkommen undurchstchtig. Lus Grund der unge­klärten Lage am Geldmarkt unb der herrschenden Gkschäsisunlust ist man an 6er Börse eher schwächer gestimmt 2m Devisenmarkt notiert Paris 124,02, Mailand 86,20, Madrid 28,33, das Pfund 4,8554.

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen

Jür traoeriaagt eingeiaobte Ma u »f kripf e ohne bei gefügter Lmckporto t*b keine Gewähr übernommen