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der Welt.

nord in Waldeck.

eigenen Kindern ermordete malz ist heute unter gry i Bevölkerung in leben rrdigt tvorden. Im Jahre tem Gnadengesuch an jeran und erreichte damit af|ung seines Sohnes uchthause. ter wegen eines einem Geistlichen verübten en Jahren Zuchthaus Ver­ven denen er süul verbuht diesen LiebMenst wurde [einem Sohn in WM

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Hntschlichung. lan> und BerusSbildung teson- ntschliehung deS Zentrums, rzucht zu vereinheitlichen, ltschi'.ehung, die eine Denk- ad, der bäuerlichen Dir!« , eine deutschnativnale Gnt- e im vorliegenden Haus- ie Berbesserung drr Per­nächsten Jahre fortgesetzt itschliehung der Deutsche )tm zu Helsen und eine ßum Sie 'ftotflanMtablie DitteSetrieöe Äs auf ordern, wenn \\i tM erb- >mg der Beinche gesähr- Schutz vertagte sich auf

Aus der Provinzialhauptstadt.

G t e h e n, den 22. Januar 1927.

Das warme Stübchen.

Tanner machen einige gute Menschen zu­sammen ein warmes Stübchen aus. auch ohne Ofen. Dach und Fenster. Gottsr. Setter.

Da lebte irgendwo ein treffliches, altes Ehepaar. Der Mann hotte sich durch vorbildliche Treue und zähen Fleiß emporgearbtiiet und nannte nun ein großes Derk mit vielen saufenden Maschinen sein.

Ein schönes, schlicht-edles Hau» hotte er sich bauen lassen. Die Raume waren von Gediegenheit erfüllt Ueberall merkte man die große Wohlhaben­heit; aber e» war nirgends etwas Aufdringliches.

Die beiden Alten waren schlicht geblieben in ihrem Wesen, ihrer Gewandung, in dem ganzen Manschen. So suhlte man aber, daß sie zur Um­gebung nicht recht paßten. Wenn sie nun einen wahrhaft vertrauten Freund zu Gast hatten, dann 'aßen (ie mit dem in ihremStübchen". Da» log beinahe versteckt in dem großen Hause, war mit altem schlichtem Hau-.rot aurgestattet, zum Teil mit Möbeln von den Eltern her. Besonders dos alle Soso war ein prächtiges Stück. Mit diesen Dingen waren die beiden verwachsen: in ihnen waren sie wirtlich zu Hause. Sie gaben sich ganz anders in ihrem Stübchen als in derkalten Pracht" des übrigen Hauses. Und es war ein Zeichen großer Zuneigung, wenn man ins ..Stübchen" eingeladen wurde. hort strömte auch ein richtiger großer Kachelofen winters eine wohlige Därme aus. Was war all der Reichtum gegen die Heimeligkeit dieser Stube' Man fühlte gerade in der Gegensätzlichkeit wie wenig der Mensch braucht um glücklich zu fein: ein warmes Stübchen, ein fröhliches Herz!

Sind wir in unserer Zeit nicht zuviel Sklaven derkalten Pracht?^ Ist nicht manch eineGesell­schaft" trotz überheizter Säle am treffendsten mit biefem Ausdruck bezeichnet? Und ebenso manch bien- dender Monnevgeist, manch schönes Frauenantlitz? Der Mensch der peripherischen Eristenz ist Trumpf! Cs muß olles in» Auge flecken! Und das wird dann oft zur verhängnisvollen Wertgcbung an Dingen und Menschen.

.,Do» warme Stübchen, dos einige gute Men­schen zusammen ousmachen! Trägt dieses Wort nicht elaKifl von dem Zauber des Weihnachtlichen an sich! Blüht nicht aus ihm die wundersame Ein­falt eines feinen Herzens! Gottfried Keller, der Um- hergetriebene. Entsagende immer wieder Ent­täuschte hat e» geprägt! Das Wort ist wie Anker- werfen, wie das WIcderfühlen der Mutterhand, das danz Daheim fein in anderen Seelen. Das Wort mußte einer sprechen, der sich hindurchgelitten hat durch die Erscheinungen der Welt, der nach vielen Irrwegen auf den rechten Weg kam. Es ist das Leuchten aus einer tiefen Weisheit, ist Kipfel und ein weiter gesegneter Blick, ist ganz Strom des Inwendigen. Ein Stück des Evangeliums von der reinen Menschlichkeit? Der Schlußsatz aus der Pre- tilgt vom Heimfinden, oder von der königlichen Ar- mut oder von den unsichtbaren Schätzen, oder wie ihr sie nennen wollt! Es ist ein Ton aus dem Preisgesang des wahren Lebens! Müßten wir nicht dahin kommen, daswarme Stübchen" bei federn Bcieinanderfein zu erreichen! Müßte es nicht der Maßstab werden für da» Leben unter denen, die sich lieb haben, sich Freunde nennen, die aus der­selben Straße wandern, durch das gleiche Heimweh miteinander verbunden!

Io, do» Wort bedeutet Höhe der Kultur im Sinne der echten Seelenpflege! Wenn wir das wanne Stübchen" in uns selbst und unterein­ander erreichen, dann sind wir auch auf dem rechten Wege ins Glück! Und manche» Schwere ist nicht mehr so schwer. i

Verbesserung

der Straßenbeleuchtung.

Nachdem vor einigen Tagen die allerdring- lichsten Bedürfnisse nach verbesserter Straßen- beleudjtung ihre Erledigung gefunden haben, ist nunmehr eine planmäßige größere Er­weiterung unserer städtischen S t r a -

ßenbeleuchtrtngSanlage in Angriff ge­nommen worden. Insgesamt werden im Lause des Frühjahrs und Sommers rund 15 0 elek­trische Strahenlampen neu aufge- hängt werden, wodurch zweifellos mancher Witz­stand der bisher.gen Abend- und Rachtbeleuchtung behoben wird. Der Arbeitsplan ist in vier Ab­schnitte eingeteilt. Zuerst werden folgende Straßen mit weiteren Lampen versehen Bahnhofstraße. SelterSweg. Liebigstraße zwischen Frank­furter Straße und Bahnhofstraße. Süd­anlage, Oftanlage von der Gartenstrahe bis zur Woltkeftraße. Marburger S.ratze, Wetzstein- straßc. Als zweiter Abschnitt folgt die >ft« anlage, Reustadt. Walltorstraße. Licher Straße. Brauaasse und Senckenbergstraßc. Der Teil drei des Arbeitsprogramms enthält den Schiffcnberger Weg. die untere Licbigstraße nach dem Aulweg zu, Leihgesterner TDcg. Wartweg. Der vierte Ab­schnitt umfaßt die obere Fraillfutter Straße, nach Klein-Linden zu. und die ©afffhftraftc.

Außer diesem Programm sind noch weitere rund 2 0 0 Lampen projektiert, die in den anderen Straßen In den Beleuchtungsdienst eingeschaltet werden sollen. De Mtt.el zur AuS- führung die'es Planes lind bisher aber noch nicht bereitgestellt. Man darf jedoch wohl hoffen, daß dir erforderlichen Beträge von der Stadtver­waltung in den nächstjährigen Boranschlag ein­gesetzt Herben, damit das lo'enswer.e Werk der Beleuchtungsverbesserung ohne Unterbrechung fortge'ührt werden kann.

Beranlatzt durch die Beschwerden über man­gelnde Beleuchtung der Riegelpfades ha­ben wir unS mit der Leitung deS Elcltrizltäls- Werkes in Berbindung gesetzt und dabei auf die bringende Aotwendigkeit einer beschleunigten Ber- be(|erung der Beleuchtung im R egelpfad Hin­tz erriefen. Aus Grund d'.e'er Unterredung können wir mitteten, daß die Leitung deS Elektrizitäts­werkes den Wünschen der Riegelpfad-Anwohner volles BerständniS entgegenbringt, und daß sie bereit ist, dem zuständigen Ausschuß die als- baldigeGenehmigung weite re rLam - pen für den Ricgelpfad vorzuschlagen. Aach der Zustimmung deS Ausschusses, an der man Wohl nicht zweifeln kann, wird das Werk die Berbesserung sofort in die Wege leiten.

Gießener Wochcnmarktpreise.

ES kostete auf dem heutigen Wochenmarkt daS Pfund: Butter 140 bis 160, Matte 30 bis 40. Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 15. gelbe Stäben 10, rote Rüben 10, Spinat 25 biS 40, Llnter-Kohl- rabi 8 bis 10. Grünkohl 20. Rosenkohl 40 bis 45, Feldsalat 120 biS 200. Zwiebeln 10 bis 20. Meerrettich 30 bis 60. Schwarzwurzeln 30 biS 50. Kartoffeln 6. Aepfel 15 biS 30, Dirnen 10 bis 25, Honig 50, junge Hahnen 100 bis 120. Suppen­hühner 100 bis 130. Gänse 1O0 bis 140. Aüsfe 60; daS Stück: Eier 18 bis 20. Blumenkohl 30 bis 150. Endivien 80 bis 90. Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 15. Sellerie 20 bis 40 Pfennig.

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag. Bayern-Berein: 8'/, Uhr. Saalbau Sauer, Gene­ralversammlung. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: .BiSmarck" 1. Teil. Astoria-Lichtspiele: .DaS rollende Haus".

Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 7 Llhr .Die fünf Karnickel". (Ende 9'/» Uhr.) Gießener Konzertverein: 5 41hr nachm., Reue Aula der Universität. Wendling- Quartett. Hausbesitzerverein: 7 Uhr, Liebigs- höhe. Hauptversammlung und Familienabend. Westdeutscher Spielverband: 2/t ühr nachm., Waldsportplatz des D. f. D, Freundschaftsspiel. Lichtspielhäuser wie DamStag. Palast-Licht­spiele: »Wilhelm Tell".

Der G o e t h e - B u n d, der sich die Pflege des literarischen Lebens in unserer Stadt durch Deranstaltung von Dichter- und DortragSabenben zum Ziele setzt, hat so schreibt man uns für die kommenden Monate wiederum einen vielversprechenden Dichteradend- zyllus aufgestellt. Am ersten Abend, am 29.

Januar, wird Walter von Molo aus fei­nen neuesten Werken vorle en. Am zwei e r Abend spricht Rudolf Herzog ein abwechslungsreich zufammengestellteS Programm auS feinen Wer­ken. Herzog ist daS große Derd.enst nicht abzu- sprechen, zur Hebung des literarischen Aiveaus des ilnterhaltungsromar.es in Deutschland we­sentlich teige tragen zu haben. Für den 10. März ist Frank Thieß gewonnen, der mit seinem stark ausgeprägten Dtchlertalenl heute im Mtt.elpunlt des literarischen Interesses steht. Trotz der wert­vollen Ausgestaltung, dir der Bund anerfanntcr- todfe leinen BortragSprogrammen zuteil werden läßt, ist er bestrebt, der bedrängten wirtschaft­lichen Lage weite Kreise unterer Bürgerschaft Rechnung zu tragen. Gegen einen sehr geringen Mitgl edsbeilrag haben die Dundesmitglieder mit ihren Angehörigen auf zwei Plätzen an jedem Vortragsabend freien Eintritt. Men muß nur wünschen, daß alle, die an dem geistigen und na­mentlich literarischen Leben unserer Stadt Inter­esse haben, nicht nur die Dichterabende besuchen, sondern auch durch ihre Mitgliedschaft den Goethe-Bund In feiner kulturellen Arbeit unter­stützen (Siehe heutige Anzeige.)

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D ie Amtstage deS KreiSamtS Gießen sind bekanntlich nur auf Dienstag und Freitag vormittag jeder Woche festgesetzt. DaS Kreisamt gibt im neuesten Amtseerkündigungs. blatt wiederholt bekannt, daß Personen, die außerhalb der Amtstage vorfvrechen, keine Aus­sicht auf Abfertigung haben, soweit es sich nicht etwa um Fälle allerdringlichster Art handelt. We- sich also unnütze Wege, Zeit- und Geldverlust ersparen will, richte sich nach dieser Destimnmng des KreiamtS.

Teilweise Geländesenkung auf der Landstraße Gießen Li ch. In den letzten Tagen hat sich auf der Landstraße nach Lich in der Rähe der Heil- und Pflegeanstalt unmittelbar vor dem Beginn der Pflasterung eine teilweiseGeländesenkung verkehrSerfchwerend bemerkbar gemacht. Der Schaden dürste aus unter­irdisch fließende Wassermengen zurückzuführen sein, die wohl in dem wasserreichen Grund des anllegenden WaldeS ihren Ausgang haben. Eine Rachprüfung der dort durchführenden städtischen Wasserleitung hat ergeben, daß die Leitungsrohre völlig intakt sind. Die Llnterspülung war so stark, daß zwei beladene Lastautos an der Schadenstelle einbrachen und Beschädigungen erlitten. Die Wie­derherstellungsarbeiten werden voraussichtlich im Laufe des heutigen TageS DoIIenbet Ob eS aller­dings gelungen ist, einer Wiederholung dieser Erscheinung für immer vorgebeugt zu hab<m, kann heute noch nicht gesagt werden.

=b. Städtische Brennholzverstei- gerung. Bei der gestrigen Drennholzverstei- gcrung der Stadt Gießen wurden folgende Durch- fchnittspreise erzielt: Buchenschciter 17,50. .Eichen­scheiter 12, Hainbuchenscheiter 16. Buchenknüppel 12,50, Eichenlnüppel 8. Buchenstöcke 7,50, Eichen­stöcke 5 CDU. je Raummeter: Buchenreisig 30, Eichenreisig 16 Mk. je 100 Wellen.

Oberhef sischer Kun st verein. In die derzeitige Ausstellung von Werken Cl- sässischer Künstler wurden noch ausge­nommen: Bier handaearbeitete Gobelins aus der Kammerberger Werkstätte des Herrn Prosessors Karl Walk, Düsseldorf, sowie die Original- modellr und Zeichnungen deS genannten Künst­lers zu seinem Entwürfe eines Reichsehren - m a l s auf den Inseln bei Lorch a. Rh. Die GobelinS sind nach den Entwürfen angesehe­ner Künstler gearbeitet: OrpheuS-Gobelin (6,25 Quadratmeter groß), entworfen von Pros. Mün­zer, Düsseldorf: Flora-Gobelin (5.67 Quadrat­meter groß), entworfen von S. Frank. München: Schäferszene-Gobelin (3,87 Quadratmeter groß), entworfen von Professor Langer, Düsseldorf: Hirte mit Tieren (1,28 Quadratmeter groß), ent­worfen von Pros. Campenstruck. Erefeld. Die Frage des R e i ch s e h r e n m a l s ist zur Zeil von besonderer Bedeutung. Beide Darbietungen dürften hiernach neben den Werken der Elsässer in besonderem Maße das Interesse des Publi­

kums verdien«!. (Siehe Anzeige tu heutiger Rümmer.)

Dem Fraue nverein vom Rote« Kreuz tür Deutsche über See ist es ge­lungen. einen der gründlichsten Kenner unteres alten Schutzgebietes Deutsch-Ostafrika zu einem Llchtbilkervorlrag über ..Erinnerungen aus dem Wunderland Ruanda" zu gerrinnen. Major Köhl war s.it 1912 Offizier der Schutz­truppe in Deulsch-Ost-Asrika und hat biS zum Weltkriege in Ruanda gelebt Unter Lettow- Bvrbeck kämpfte er dann alS Kompanie- und Batterieiührer. fxäter als selbständiger Führer ci.'.er größeren Truppenabteilung um die Freiheit unseres Schutzge i.tes AiS einer t-er wenigen Ostiz'.ere. die IU zuletzt durchgehalten haben, kehrte er im Herbst 1919 mit Letow-Borbeck nach Deutschland zurück. Er ist heute noch aktiver Of iz.er der Reichswehr An Hand von aus­gesucht schönen Bildern wird der Bortragende über Ruanda, der vor zwei Jahrzehnten dem Europäer noch verschlossenen Rordwestecke Deutsch-Ost-AsrikaS, berichten. ES ist ihm. wie selten jemandem, gelungen, mit seiner Kamera das Wirken und Weben der Ratur In dieser großartigen Landschaft zu belauschen. Ferner v ird er ein eindringliches Bild vom Leben und Treiben der 6mgeborenen und von der deut­schen Arbeit in der schönsten unserer alten Ko­lonien geben. Da der Ertrag deS AbendS im wesentlichen dazu dienen soll, den Derein zur Zortsctzung seiner segensre chen Arbeit im Dienste des kolonialen Gedankens zu befähigen, kann der Besuch dieses DortragS nur empfohlen werden.

,e DaS Wohltätigkeit-fest des darstellenden Personals des Stadt- t h e a t e r S am 19. Februar wird sich allem An­schein nach zu einem gesellschaftlichen Ereignis gestalten. Um der Beranstaltung daS weitgehendste uiUereffe zu sichern, haben sich die folgenden Herren bereit erklärt, zu einem Ehvenausschuß zusammenzutreten: Herr Provinzialdirektot! G r a c f, Herr Oberbürgermeister Keller, Herr Oberbürgermeister Dr. B o i g t (Marburg), Herr Bürgermeister Dr. Kühn (Wetzlar). Herr Bür­germeister Dr. B ö l s i n g (Alsfeld), Herr Kom­merzienrat K l i n g s p o r. Herr Intendant Hof rat Steingoetter, Herr Bankdirektor König. Sämtliche Künstler des Stadttheaters werden in Ensemble- oder Einzelvorträgen erscheinen. Die oberen Säle des Klubs sollen in eine Kleinkunst­bühne umgcwandelt werden (Eintritt frei!), in der ein aus Schauspielern zusammengesetztes Jazz Trio zur stimungsvollen Unterhaltung bei­tragen wird. Die Tanzmusik des Abend- wird vom Musill'orps des hiesigen Grenadierbatatl- lons bestritten. Vs sei schon jetzt daraus hinge­wiesen. daß neben Kostümender Phantasie sind keine Grenzen gesetzt

# (Ein für Jäger interessantes Ur­teil wurde dieser Tage vom Schöffengericht in Gladenbach gefällt. Ein wogen Wilderns mehr­fach vorbestrafter junger Mann wurde morgen» gegen 6 Uyr mit einem Tesching unter der Wind­jacke im Wald angetroffen. Daraus erfolgte Anzeige wegen Wilddieberei. Das Urteil lautete wegen ver­suchter Wilddieberei auf 6 Monate Gefängnis.

WSR. Der Papierschnitzelfchwind- l e r. Der Schwindler, der vor einiger Zeit in Mannheim eine Kellnerin in gerissener Weise um 40 Mk. dadurch betrogen hatte, daß er sie bat, ihm statt Kleingeld einen 50-Mark-Schem zu geben, den er in einem Eilbrief abschickrn wolle, wobei ec ihr 10 Mk. In Silber gab. sich dann entfernte mit der Angabe. In seinem Hotel das restliche Geld bolen zu wollen und als Pfand den mit Papierschnitzel gefüllten Dries liegen ließ, hat jetzt feine Tätigkeit weiter nach Rorden verlegt und in Höchst a. W. bereits einen Bäckermeister in ähnlicher Weise hineingelegt. Ebenso hat der Kerl in Darmstadt den Trtck wiederholt, wobei eine Geschäftsfrau auf den Leim ging. Der Betrüger, der etwa 24 bis 23 Jahre alt und 1.75 QEeter groß ist. war gut ge­kleidet. Er dürste den Trick sicher noch öfters zu wiederholen versuchen. Also Dorsicht!

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