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mane erreicht Enterbte bes Glückes schildert die 2Bur voa jUeiaar- c * »A ch« . <^e mit der leichten S.nttwenkal tit. bie der Engländer io liebt, trügt die Aovelle .Das wlbt kleine Mäd­chen und bafc sanfte klein« Mädchen". Dir helfen, bald wieder ein viel'agenderes Buch det Dichter- an-eigen -u können, 527

Kunst.

Wilhelm Haufenstein' Reife in Lüdsrantrrich. Ot 47 go^L'.lt^en 3b» bUdunz<n Verlag Roland » Ber: hold in 6r.m- mllfchau.) Vor dem Kriege Irnb nur wenige deutsche Reifend« in die durch Ratur unb Kunst al ollen Lande der alten Äonig* reiche Burgund und Arelat o«l»xnrrm. D r grvye Strom ging nach Italien, und wenn e- schon Frankreich sein sollte, begnügte man l:ch mit Par-, eingedenk de» gle.ch törichten wie gumb- solschen CaK» .Pari» ist Frankrc.ch" 6i/l di« Zeit der Franken-Inflation hat manchem deut­schen Versenden gezeigt, ttoh d.« THannifl g- keU der sran-dfischen Landlchatten den Verqle.ch mit Deutschland wohl au<h I. Und namentlich der Süden da», wa» man ojcrildd/.id) unter Provence versteht ift dan. einer natürl.chen Borau-setzungen und hiftvri'chen Snttridlung völlig eigenartig. Sin stüchtige» Bbittern in den sehr schönen Abbildungen, die Hau'enftein feinem Reisebuch m.tgeqeten hat. *etgi auch dem. der die Schönheiten Südlrankrerch» nicht lennt, diese seltsam reizvolle Der^.ndung oon Ratur und Kunst und die Viel älligkeit dieser Kunst. Da ist der Pont du Gard die Wa serleitung de- Agrippa. der mit großartigem Schwung seine 'St>pen hoch über da» sandige Tal f bannt. Da ist die tt)l laienhafte. den Beschauer falt er­drückende Stirnwand de» römischen Arnphi- ttzeater» in Orange, da» zierlich feine Maison- Carröe in Rimes au- spätrömischer Zeit. Und daneben Avignon, der truhiae Pap-tpala/t. ein« kleine Stadt für sich, mehr Heftung al- Schloss, in Arle», der alten Kroi una»sta/t. dar Dom St. Trophim« mit lenen herr?ich<n romanischen Portalen, durch die einst Barbarossa zog al- König voa Arelat. mit seinem Kreuzgang und fernstem F.ligranwerk Ln Klost/rhol Und wie- der eine andere Zeiti d.e geax/ltizen Denlmaler französi'cher Heudolherr'chaft. f/ie Trümmer stolzer Burgen in Baison und Lc» Daur. die seltsame Kartause in Villcneure. die i/ierowi g.sche T^ten» stadt Rlp^amps in Arl A Da» alles bubt nebeneinander in der som«endurch tuteten, lieb­lichen Landschaft. 2» ist eine Freude, an Der Hand Hau . nftein- diese Schatze w eder-ufeben Schlicht und unau,'dringlich gijt er seine Ein­drücke. Al» Kenner srnttchfischer Kunst par «ycellcnc« ist et Der denkbar beste Führer durch da» Land oltrömlschcr Kultur, da» Land der Päpste, da- Land Petrarca». Xnrtarin» und van Goghs 763

Franz spunda ® r i r di i j d) e Reise mit Federzcikchnungi u von 2 'deutsch, c und 24 Vi.d tafeln (Krrlüfl der Deutschen Buchqemeinfchast Ber­lin SW 61). .Sine Reise nach Griechenland ist eine Wallfahrt zu den Wurzeln Europa», ist ein Untertauchen in die Uranfänge de» Meiste», von dessen titrm mir alle leben. In diesen einleitenden Worten Spunda» liegt die vormi»sestunq de» Reise- buche». (BriedxnlanD war dein Dichter «in« Offen­barung, und er teilt un», den Lesern seiner Aus» Zeichnungen, etwa» m-t von dem. wa» in Hellas seine Seele sticht« und sand, die Harmonie von Schö­nem und Gutem. Impreisiouen füllen die» Buch. die nicht an der Oberfläche haften bleiben, sondern au» Griechenland al» geschlossene» Erlebnis Erkenntni» letzter Zusammenhang« mitbringen wollen. 7W

Verschiedenes.

Friedrich Li st: Mrundrih eine» Bibliothek»recht». Zugleich ein Beitrag zur Vrorl» deutschen Iknüolhingüredito. Dieb ft einer dogmatischen Boruntersuch'inglieber öffentlich rechtliche Rechisinstitute" 159 Seiten 8. Kartoniert 6 Mk, geb 7 Mk. Emil Roth. Verlagsbuchhandlung D. m. b.H, Gietzen 1928. Da eine Zusammen fassende Klarlegung de» Bibliothekivch:> bisher nicht existiert, oi'wohl eine Reihe von Vorarbeiten hier-u Im Lause der Zeit entstanden ist. will die »orliegenhe Arbeit, al» erster versuch einer Ke famtho'lteUung, keine gant reftlo» erld) psende No nographie sein, vielmehr ist sie gedacht al» Gründ rifj. der auf die mid)iiq|len Fragen im Rechtsleben einer Bibliothek etwa in dem Sinne richtiinggcbend geschrieben wurde, datz eine selbständig praktische Entscheidung auch durch nichtjuristische Bibliothekare

Von der Verjährung.

In ten letzten Tagen eines zu Eide gehenden «ihres ist «4 besonder» tat Geschäftswelt. Die iüchtig die Augen ai^machen muh. will sie sich nicht durch eine Unter la! ar g? nur brr G« ahr schwerer materieller Selostschäd.gung au-se-en Denn demnächst die Silvesterg.ocken erschallen, so läuten sie auch manches Recht zu Grab«, das jahrelang, womöglich lahrzc.-r. «laug bestan­den hat. Tenn mit ber. Ablaut des 3 1. De­zember jedes Jahres trift fit manch?» Recht die Berjährung ein. Darum hecht es jetzt für gar manchen .Tue die Augen aur oder Den Beutel", oder Prü'e ob mit dem Iahreslchlutz eines deiner Rechte fast stets kommen nur Forderung»recht» in Frage erlöschen kann, und. wenn ,a. so tue die Schritte, die nötig find, um dich vor Schaden zu bewahren. Denn immer wieder wird an Gerichtsstätte die Ein­rede der Verjährung erhoben und der Kläger, der vielleicht im besten Recht« steht must er erleben, dast er erfolglos gegen feinen böswi> Schuldner vorgegangen ist. und dast er zu allem Verger und Schaden auch noch die Kosten eine» verlorenen Prozesses tragen must

Da- ist die Verjährung? Sie ist der Erwerb von Rechten durch Ersitzung, oder der Verlust von Rechten durch Ablauf einer bestimmten Zeit. Im letzteren Falle spricht man von erlöschen­der Verjährung. Rur von ihr soll hier die Rede fein.

Durch Z «i i a b l a u f wird die Unmöglichkeit begründet. euren Anspruch zu erzwingen, wenn sich der Schuldner auf die Vertährung be­ruft. 3m folgenden soll auch nur kurz vor der Ter ährung die Rede fein, wie ft? da» bürger­liche Recht lennt Rach § 225 des Bürgerlicyen Gesetzbuches kann sie durch ein Rechtsgeschäft (Vertrags weder ausaefchlossen. noch er.chwcrt werden. Bei Kauf- uno Merkvertragen ist aller­dings die vertrag-müh.ge Festsetzung einer be­sonderen Verjährungsfrist zulässig, dies kommt jedoch In der Praxis kaum vor.

Die Verjährungseinrede kann sie must es selbstverständlich nicht im Prozeh im der Einrede geltend gemach! werden. Sie ist niemals daS lauterste Mittel hu Kampfe ums Recht, und dennoch muh sie bestehen, d. h. vor- aebracht werden können. Denn es geht nicht an. dast ein Gläubiger noch nach Iatzr und Tag kommen und eine Rechnung präsentieren kann, die längst qu< dem Gedächtnis be3 anderen Teils verschwunden ist. und von der dieser etwa der Käufer einer Ware glaubt, dast sie längst erledigt sei. So trägt da» Recht» ,'llitut der Verjährung dazu bei. geordnetere, sicherere Zu­stände im Rechtsleben zu schauen, und so hat es neben einer materiellen, in Geld oder GcldeS- tocrl berechenbaren Wirkung gerad za auch eine ethische Gelte. Wer alerbingS in Kenntnis der Tatsache, dah er eine -lechnung noch nicht bezahlt hat etwa die Schuld bei einem Lieferanten oder Arzt mit der Verjährungseinrede zunichte macht, wird keinen Anspruch darauf erheben können, dast er vornehm oder auch nur anständig handle. Und doch können Rechtsansprüche nicht ewig dauern. Sie muffen einmal ein Ende haben, sonst litte die Rechtssicherheit selbst not. Andern­falls wäre niemand mehr nach langen Jahren, wenn alle Beweismittel sür oder wider ver­lorengegangen. etwa alte Papiere vernichtet worden oder Zeugen gestorben find, vor einet Klage sicher. Der Verkehr erfordert fla.e. sichere Rechtsgrundlagen. Das bloße Bestehen der Ver­jährung zwingt den Gläubiger, sich aus ihre ein­redeweise Geltendmachung gefaßt zu machen und danach sich einzurfchten. Jedermann sollte wis en. dast das einfache Verschicken von Rechnungen oder dast noch fo schöne ober grobe Mahnschrei­ben niemals eine laufende Verjährung unter­

bricht. selbst bann nicht, wenn sich der Schuldner auf fie ausschweigt.

Rur Zustellung eine» Zahlung-- befehl» oder einer Klage vor Fristablauf schützen den Gläu­biger

T'e Vorschriften über die Verjährung sind in den > ^aragrarhen 194 folgend« des Bürgerlichen Gesetzbuches geregelt Es kann nicht geordert werben, dah der um/angreiche G.

von der Berjähruna handelt, hier ajgebrudt wird Das Bürgerliche Gesetzbuch sollte in «der Familie zu finden sein. Dort les» jeder das Gesetz selbst nach und prüf« danach den eigen«., Fall. 3m § 194 BGB hecht rt klar und bestimmt .Das Recht, von einem anderen ein Tu i oder 2a!'en in verlangen tgücrltcgt der Verjährung." Unter Tun ober Lassen ist stets «ine logma.inN Leistung im Sinne des § 241 BGB. zu verstehen. Eine Le-.stung im Sinn« des bürgerl.chen Rechts braucht nicht einen in Geld bestimmten Ver­mögenswert zu habens es muh aber ein nach der Anschauung der menschlichen Gefell chast schutzwürdiges, regelm 6 g virllcha tllches Inter­esse vortieaen und auch bet Eharaller er recht­lichen Bindung er i .ut ich se n. Reine 0?« rietet en. die dem Gebiete des gefesischa t ichrn L'. j.n», dr Freundschaft, der Famll c und der Religion an­geboren. kommen nicht in Frage. Ein« Leistung selbst richtet sich entweder nach dem Gesetz. oder nach einem bestimmten Vertrage

Hier fei nur kurz noch auf folgende Bor- schriiten hingewiesen-

l. die regelmäßige Verjährung- rist beträgt 30 Jahre, je och bilden d.e kürzeren Ver ähruvgs- sristen di« Regel. In 33 Jahren verjähren bei­spielsweise bare Darlehen ober Forderungen, die durch Vertrag in eine Darlehensschuld um- gewandelt wurden, um sie vor einer kürzeren Verjährung zu schützen, ferner Ansprüche auf eine VertragLyra.e, Schuldschein« über den Gesamt­betrag einer Rechnung, für deren Einzelbeträge kürzere Verjährung-, rillen lau en (§ 195 BGB ).

2 In 4 Jahren verjähren die Ansprüche auf Zinsrückstände. Wirt- und Pachtzinsen, Rente.,, (bäuerliche) Auszugsleistungen, Befvldungen, iln- terhaltsbeiträge und alle rege.'m big wiederleh­renden Leistungen (§ 197 BGB.).

3. Bereits in 2 Jahren verjähren u a. die Ansprüche bet Kau leutc, Fabrikanten und -and» Werler für Li« erung von Daren usw. mit Sin- schluh der Auflagen es sei denn, dab die Leistung für den Gewerbebetrieb des Schuldners erfolgt ist. ferner die Ansprüche der Land- und Forst­wirt« für die Lie e-ung ihrer Epzeugnisf«. der Gastwirte, der gewerblichen Arbeiter, der Lehr- Herren wegen des Lehrgeldes. d:r älnterrichts- anttalten. der Aerzte. Tierärzte. Apotheker. Zahn­ärzte. Hebammen, der Rechtsanwälte. Rvtare. Gerichtsvollzieher u. a m.

Die vorstehend auf geführten Ansprüche stz 196 DGB.) sind di« des täglichen Lebens. Mit dem Ablauf des 31 Dezember 1927 verjähren sie alle, soweit sie noch im Jahre 1925 entstanden sind. Jeder Geschäftsmann prüft daraufhin unverzüg­lich seine Bücher.

Auch auf die Ge abr bin. dah schon bekanntes hier gesagt wird, sei folg nder Rat erteilt Be­steht die Gefahr der Berjährung. so sorg« man schleunigst, wenn irgend möglich in schrift­licher Form, für eine DertragÄmäÖig er­neute Anerkennung der vetressen- den Forderung. Wan wandle sie In eine Darlehens orderung um (siehe oben unter Rr. 1). Rotialls nehme man bi« Hi Ist eines Rechts­anwalts in Anspruch, der toe 6 was zu tun Ist. Böer durch seine Saumseligkeit gutes Geld ver­liert. darf nicht das Gesetz, sondern nur sich selbst verantwortlich machen. F. G

gefällt werden kann. Rach einer zugleich al» Ein­leitung gedachten, abgrenzenden Dorunterfuchnng über c sfentlich-rechtliche Rechtsinft tute erörtert die Arbeit in den anfch'.icfnnden, übersichtlich geord­neten Abschnitten zunächst allgemeine Begriffsbestim­mungen, kann die Behandlung der Bibliotheken im Reichsrecht, sehr ausführlich und sorgfältig geglie­dert da» Bibliothekgoerwaltungsrcchl, ferner da» Zivil- und 6trafrrd)t im Rechtsleben der öffentlichen Bibliothek, im Ech'uhteil Finanz- und Beisicherung»- rechtvprobleme. ver Anhang handelt von den öffent­lichen Bibliotheken im Kriege Ein Sachregister in Etichworten erleichtert den Gebrauch de» Buche»,

da» eine erhebliche Lücke in der juristischen Literatur zu schließen bestimmt ist, in wünschenswerter Weise.

Wi

Lebensmittelgcsetz vom 5. Juli 1927 nebst Erganzung»geseHen und Verordnung über Leben» mittel vom 28. September V>27. Kommentierte Aus­gabe mit ausführl chem Sachregister. Qür die Pror,» bearbeitet auf Grund der Gejetzmotio« und der Recht- sprechung oon Dilh (T o e r m a n n , Amt»ger cht»- rat (Stuttgart). 133 Seiten 8*. Start 2.SO Rm. Ganzleinen 3,S0 Rm vertag oon Emil Roth in Giehen 1928. Der fachmännisch bearbeiiete Som- mcntar mit dem ausführlichen Schlagwortregister

stellt einen, aste bi« Lebensmittel betreffende« Gefetze uberstch!'..ch und klar bfbenöetr.be» Rechteteistantz und DJUommenen Führer für «kafi* dar. der in erfter Lrnre für die <9ewrt erretten bei ber Le- bensmtttetderftellung sowie für den Lebensmittel- handel befttmmt ist SngrfiAi» ber cvdigen Reu- geiuUung den Leben»mittelgefehe» wirb die vor- u-e-ti- s*1chenausgabe in bei meisten FäU.n zur Orientierung unentbehrlich fein Die e,nschtäg»tze Rechtlprekhung der <um rSarenbezeichnung» und . ^ndewerbstzefetz stid «bensall» im ZufammenhaoH berürffMbfieL Di« ürdrtrru 'n sind, fna; p und all- gemein verständlich^ durchaus auf den Bantzgetzrauch der Tagesprotzi» zugeschnitten ßgtz

Amisgerichi Gießen.

*!«$«*. 16. I» August übertzvi'a der Xngenagt« 3. X mit fdn.ie G^chäfi-ruw den ratfabrrnftra Pssth-aml.-n X kurz vor ber Eck« Marburger S rafwIDtanlig«. .B ib kr-ien bic Marburger S ruhe heru-rt r Der Aabfahr« fuhr am R inZ> ber Grl.if - entlang, also not» schrif:-mäßig. Trotzdem wellte der Rag-5lag'« ihn rech.» Überholerr, obwohl er di-s auf der linken S.-ike hätte tun müllen und obwohl l.n!» Hoch genügend Platz wir Xi er unnuLtbar hinter dem R^ibf^hrer war. hup«- er noch m-hr» mal», fo hast ber Radfahrer tot) e. er muste nrch mehr nach rech'» s ihren. Infotg b flen w^rd- er vor dm unvvr'chrisksmä^ig recht» fahrenden Au o von hinten erfaßt und Im B grn zur S-it« arschl«ud?r. Er war 10 Tag: in ärztUch r h-ud^ung unb leide', fetzt noch b<»».*i[m an den Folgen des S urzes Der Ang klagt: bestritt zu­nächst fdne Schuld. Gr behaupitt . d-r R-Hsahrer sei stanz lln.'» gefahrm und plötzlich mrft rech s über die ganze S rast: hrüo-rg fahren fn das 2lu o Hinern, da» schon m!l ben B rderräd rn an ih'n vorbei gewesen wär«. Das konnte aus verschied?nrn Grund n nicht stimm -n. Auch mit leinen, Einwand, beim Li.iksüd«rhol«n hätte b ®efabr beständedast er an b-r nächsten Gl« mit einem voelchrist-.^ig an kommenden Fuhr­werk zusammenstvbea würd«. könnt« der A ge- klag e nich» durchdriogen. Denn an solch unüber* sich lrchen S eilen ist das älederho en eben ver­boten. Der Angeklagte hätte l mglani fahrm oder anhalten müssen D-zrn fabdäf'iger Kör­perverletzung tautet« die Straf« auf 50 IHt eventuell 10 Tage Ges 2 ngni » Der Angcllaa'e ersinnt' da» llrt.il an.

Tlkehrcre 6 unben wurde geg n «inen Land­wirt und dessen Ehefrau au» der 11mg ding Giestens verhandel!. D-r Echem rnn war beschul­dig'. Mich grwässer'. di« Obrfrau. Bkilch cnt- rahmt und die Bkilch in den Berk.chr gegeben »u haben Für eine S ch i.d der Eh^riu ergab Die Verhandlung Mn?rl i B edacht»Momente. Cie tourt* s rei gesprochen. Hauptde.'astungs- Aeuge gegen d n Ehnnann war ein en lassene» Schweizer, der beim D ag h n dem Ang-Lag en Rache an gedroht hatte. Der Schw ,H«r wollt.- ge» Wisse verdäch igr chandlun i n des Arg klag en beobachtet h-iben Sein« Anaaben konnten aber nicht zu einer Berurt Uung führen, da bet 3a.gn nicht unbefangen erschim. Auch konnten kn an­geblich verdächtigen Aanbümflen harmlos ge­deutet werden Da» llch h rmiftefli -, war lebig» llch. bad gelegentlich die Gefäst^ ettx>i» leicht- fet ist mit aDalfcr au-g schw n.'t txnirb n. so dast geringe Quantlfä'en Da'fer in d e Bk Ich lamm. Beanstandet ist die Bkilch während b r fraglichrn Zeit trotz rnebrsacher Prüfung nt-mck» w rd.m. Degen Fahrlässigkett wär- der Anq.-ll ig, b;- straft worden, toenn nicht dies Tat v-e-äh-k gewesen wär«. Deshalb wurde bi» B itah.en gegen ben Ehemann wegen Verjährung eingestellt.

Kleine Strafkammer Giehen.

* Siesten, 16. Dez. Ein Bürstenmacher von hier und seine Tochter waren wegen Tiber- stand» zu je 40 Mark Geldstrafe der Mann außerdem wegen Beleidigung zu 20 Mark verurteilt worden. Cie Hattenn ein n städtischen Beamten, ber gepfändete Miet, ab- holen wollt«, tätlich ange.ir.sfen und beleidigt. Ihre Berufung g g.-nn das Urte I b » Arnt»- aericht» Gie'ten halt« keinen Erfolg, nach- Dem dr« Beweisen nahm« da» gleich« Eriebris wie in erster Instanz gehabt het t. Die C.ro en wären erhöht worden, wenn nicht der Mann all und front und die Tochter eine aulgeregt« Per­son wär« ble sich nut schwer beherrschen» kann.

Ebenlalls keinen Erfolg m t Se.net Be­rufung hatte ein früherer Gefangener in

Kameraden.

Roman von Sein Mor 1 chl > n.

Copyright by Eat> vuncker. Berlin W 62

40 ßortleßung Nachdruck verboten

«Affe der Grostdauer. der zu viel Land bat. ist » ber lüoortMuer. der zu wemg Land bat? Ist» der Mann, der auf den Sanbc wohui. ist e» der Mann, ber aus dem Steine wohnt, oder in der Marsch, auf bei Veest. aus der J)aQia? Ist» der Mann, brr lots sticht. Schafe züchtet, stütze weidet, starn baut mit Moto.en unb Traktoren, mit Jl-i- idiinen sät und mit M -ichmen mäht - Ist » der Mann, der ba» Eisen srachtet au» be.n Rhein, ist » der Öafennwtfter. ber Kteher. der chochoienHeizer, der uijendreber ober der Taglchner. der in ber vier- *n stlass« ft.benb Aur Arbeit iahrt. sein IRittageljen im üinaitltopff tLVr ist nun ber echte Deutsche? Der Deutsche?'

(JXrfoQ aurboren*. |ogte ber stellvertretende Bor- sitzende ,m <>e.t^.>.» Schutz, ber »war streng ge- noinmen. nicht» mit dieser Veranstalt, ng zu tun batte. Loht ihn reden", sagte ber jroe te Bor- sihende tm apta ieschufz ein Sattlern eister. der mit der bäuerischen Beootterung nntraalidk Be ziehungen unterbiet,. ..Dieser Redner ift sicherlich ein Vertreter ber Landwirtschast. unb e» ift ganz gut wenn dies« Richtung hier auch zu Worte r»nur.L)

Wer arbeitet wo e» auch sei wa» es auch sei. ow» bestem Willen, au» allen straften, ber ist der rechte Deutsche!"

(»Sehr richttg!" «chrie man im Hintergrund >

JlB.iv ift Deutschiond? Deutschland .st zroft wenn unser« geeinte Arbeit grost ist. Deuttchl.ind ist klein wenn unsere zersplitterte arbeit tkin ist Di« Einiakeit aber wird n^cht geschahen nnt Fest- .zögen und lebenden Vitdem."

(.Lst ba» auf mich gemünzt?*, sagte ber stell ver­tret« i de Vorsitzende Im ^«st i ms-iuefchufz. Der edle Bors inende wir nicht ba.)

.J>abt ibr ba» Bild qesthen im Aojv ver- waschen ist ber Spruch .Wir wollen sei» ein nnta

Volk von Brübem*. Möge e» allen Sprüchen jo gehen, bi« blotz hingemait sind mit dünner, wässe­riger Farbe, aber nicht mit unserm Blut." U.will­kürlich griff er sich Md) ber Brust. Cie Erinnerung, bafj ba» Gelöbnis zerrissen war, lief) ihn einen Augenblick unsicher werden.

(Die Männer im Ainterpcunbe nah nen sein Stillschweigen für «in« rhetorisch« Paus«, bi« Geste nach der Brust al» «In Wirkung-rolle» on nmuni»- mittel unb riefen wieder: ..Sehr richtig." Äm Tisch« der Bu»fchuhmtttzlied«r 'raate man sich mitz- trauisch. ob man e» mit einer abgekarteten Sache zu tun h^rb«)

»Einigkeit^, begann er lonpsam oon neuem, ..kann man befehlen. Ader bann ist e» ein« tot« Einigkeit. Sie kann ajfaxi<ti«n au» dem Boden, bann ist es eine lebendige Einigkeit." Seine Stimme hob sich. ..Dir batten lange genug die Ras« in den riinrmei gestreckt, al» ob tmr den Boden nicht rnchr

; Hai un» in bi« Crd> zwangen in ben Schützengraben, tief In ben Boden hinein. Sahen wir nicht au» in unseren Uniformen, wie vermoderte» Hot^ wie übennoofte» Gestern? Waren wir nicht ber Erde gleichqe.nacht unb faum mehr oon ihr zu unterfdxiben? Dir hätten un» wahrhaftig nicht gewundert, wenn (Brut gewachsen wäre auf urferen Schultern. Wa» bedeutete ba»1 E» bedeutete, bafj wir un» um unser Land kümmern sollten. Vie Entwicklung Ist gegangen oon München nach Hamburg, oon innen nach außen Jetzt geht der Weg wieder von M,md irg nach München, von nutzen nach innen. Wir wollen unter« Erd« in bi« f)3nb nehmen, bl« leicht«, bk tm Wind verweht, unb bw fdunere, in ber man mit ben Fützen stcckrn bleibt, die braune, bie schwarze imb bk rot«, ö*# Door- erbe unb bie S^eterde Dir wollen bie beuche Erbe in bk Hand nehmen .. /

<Va neb.ne ich lieber et».i» andere- in bie Hand", sagte ein dicker Stellmacher imb satzte ach bem t-krpUle. Einige lichten.)

-Den Jungen aber sage ich und zu denen, die lang jfbtirctn sind Ma-- ruft, wir seien besiegt, aber nur sind nicht besieg. '

(Man klatschte Ton hinten ber kam lauter Bei- 'oll. dr* griff um sich und oerit irfv sich Die Ztz- tmüe«. m« Unwilligen, bi« Kritischen wurden mit­

aerissen. Da stand dieser bleich« Soldat auf der Bühn« mit beai verband di« ein Verwundeter unb Leidender. Die Jungen horchten auf /falle «r nicht ju Irrten gesprochen 6k dr> r,at«n nach vorn.)

-Zktm wo» hcitzt desiegt? Gill Da» btotz ben Dassen? Äst unser Geist besiegt? Sind w,r nicht unbesiegt mit fter^ Seele, Leid unb Willen? Ist nicht in un» Männern bie Stärke, bie Welt neu zu zeugen ift nicht in unseren Frauen bie Stark«, bk Dell neu au gebären?"

(Die Z-chorer wurden unsicher Da, war nicht ganz ba». wa, man erwartet hatte. tie3unpen hör­ten «» unb konnten t« nicht begreifen.)

-Da, brauch« Ich cber. wenn diese» neue Deutschland erstehen soll, zu bem dereinst die Dell to.rjnen wirb* Diese, Deutschland, da, nicht Jein Heil such« im Offen und Desten. sondern kn Zen­trum. in sich selb««? Ich brauche jenen Geist, ben ich gestern bet ber Jugend griehen habe, al, sie d irch bie Stabt marschierte."

(Die Jungen streckten sich ereart ingwoO.)

-Ich brauche Disziplin. Opserbereitichast. gr»at- jeift. stampswille!"

Wieder ging ein Beisalloftarm durch den 6-wL Oie Jungen Ipranc.n auf bie Tifche unb Stühle ..nb ichr»en oor Begiisteruna Wer axr der Wann* Kannte chn niemand Einen solchen Mann mutzte man doch kennens

In der Mitt« de, Saale, fotz Dr. Dnllbrnnd.

39.

.Ich kenne den Mann", jagte De. Dulldrand $u seinem Freunde. JEr Ist oorpeftem noch bet -m, gewesen "

-3m Irrenhau, ?' wieder hotte ber Freund, dinipe h. rten ba. Dort ur^ oerootzen r» wieder

-Di« I'gend will 2<Grvtze". tief ®-*org. Lch beertif«, datz bie Jugend iw GrSsi« «0. Die 2 igevd will wachsen Da, ist ba, eax.te Dejen ber Jugend. Sie will nicht si.ll ftrhen unb ich mir wenigem begnügen unb sich in bi? Be kehe n de fügen. Darum m . tz man ber Irgend en en Sca geigen, unb barum will ich ihr ,etzt ben Den feiger r»r «eötze. ben Weg. den sie beltrct soll mit T \ ptm. CpferbeTcitittait. Fron igelst 'ind llrnnps willen."

Der Beifall war unerhört. Schuj sich hier ein neuer Führer eine neue Gefolgschaft? Gewann hie­rin Unbekannter bc» Volk -

Die Jungen, jene fnichen Burschen mit Unis re» men mit Soldaten st nden jetzt chausen in den vordersten Rechen. Die ttusschutzer.itpllebee konnten ich nicht mehr rühren. Immer neue Scharen fHefiee nach ooen und keilten sich «in. ^eig un, den D a", schrien ble Jungen.Ten D.'<g". schrien eil«, be- hat-.ge Männer. Irgendwie mitgerifje« Sie hatten hre Zigarren au,gehen la Fen. Ja. irgend «inen Weg heran, au» d.ej«m dreckigen Gesühl be» ver- k»L hüten und Serge »al »fiten, in dem man erstickt«. Gab c, benn ü>«r>2upi einen Weg? Einer ter sperren an ben Tischen be, llu-schust«, sagte 'chüch- :rrn, er Hitze gehört, datz diejer Mann, der so grast- artig red«, vorgestern noch im Irrenhaus« gew sen sei. Sein Dort ging unter Rur bir Nächsten bitten e, oento.T -en.

oie bitten feine Zett, daran tu denken. Dieser Irlltame Mann da oben fu-tt la Vogrisi«. ihnen bie Mackt über die oo-ertändisch gesinnt« Jugend au, den hänben zu reihen, «an mutzt« »chrhüsttg auf der Hut sein.

'Veorg spürte ben Rausch de. Allmächtigen, er stand auf der Bühn« wie über eirrm Steer. Unb diese» Meer oon begeisterten Menschen oon unye- Hürnen Sillens' ten p«horchte ihm. Diese Ja g- Ung« und Männer begehrten n,ch«, andere, mehr, al, oon ihm geleitet ,j werden 0. w rum st mb dUbt nicht neben Ihn. Ran mützte st« sa sehen, brst «r rech? hatte. Man Hurtt« sich nur »ich! fllrch:-n. Jetzt e-'U e, in kämpfenür d.e Idee ber > Hast gegen bie'f drunbt, unb Dehn, unb Gott- -arns 0. sie sollte« nur kommen. Di« 3-Jcrrb «r mit tb v Der kannte ihm da noch wider­stehen' Er sah ben Saal nicht mehr, er fiortt -richt nehr aus dem Äretlerboben der Buhne Er sah bc, n;.-h-jn le :'cklrt»b vor sich. ver»:ntz«lt in ein

- 6r s-h ble Strom, Niesten durch bk Sand- i' - ber BoO-'n ö""«:e sich in Millionen Furchen wart ba, llorn in bte Dell Darum braucht« ar, noch zu reden? Genügte et denn nicht, wenn "P»1 ben enteren sagt«: Schont ... da liegt Deu« tikmb vor euch, ba, grvtze Deutschland ...

fForttegung toigi »