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Mittwoch, 21. vezemder (927

177. Zahrgang

rtr. 298 Erster Blatt

©ie Kältewelle in Europa

In der Reichshauptstadi

3xü

ber

teilt hierzu amtlich folgtnbe» md:

Ter Kreuzer lag Ende Rsvember

einige Tags vor Sdcrnförbc zur Ergänzung seiner Ausrüstung für tk Ausreise. Beim Äom» Mandanten des Kreuzer» ..Berlin" war von dritter Leite angeregt worden, dem Grotz- admiralPrinzHeinrichvonPreuhen

Prinz Heinrichs Besuch auf KreuzerBerlin".

Sine Erklärung bre RttchHwchrmiaifttriame

Berlin. 22 2e$. WTB) 3n ei cm

Dom Eise emgeschloffen.

Die kleine In'el Ruben im Greifswal­der Bodden . vrik mren von der *2: üben - toclt abgeschnitten Leit 14 I o g e n fin2 d.e Be­wohner ohne T711 db und jetzt auch ohne LebenSmittel. Dcr Lot endawp'cr Cfrief- low^ soll versuchen den Bewchn-m -nruni-- mittel zu bringen Der Gre sswalber Bobi) a hat sich mit einer testen Siibede überzog.n und der Tender .Rordtce . der von Psilau nach Stral­sund bestimmt war. muhte bei Sahnitz u m -

Sonntag«*» Joiortag« vetioHei

Lietzenrr ^aetlirablArtfi f)rt*at 'm Bild

TM« Scholl.

" K»,cho«art> » d 30 Än*$ptreRig f*r Ir&grt* lohn. o»ch bt« dichter- ich, n^eanjetnerRummeNl »folge höhere, Lewast. AernfprechoAschl-llo: 51. M leb 112

»aschns, für Vrahtnach. d*t<t l«jrl«rr

Pol|d>f<ftOHlo: frnfliri « Hei* i t«L.

Die Zreigabedvrlage im AepräsentantenhauS angenommen.

Washington. 21. Dez. (WTV. Jontipruch.f Vie gestern noch kurzer Aussprache mit grotzer Mehr­heit im Kepröfentonlertboas angenommene Ge- setzesvsriagr über die Rückgabe des beschiag- nohmlen deutschen p r i o a 1 e i ge a l u m s stehl eine sofortige .Zahlung dervnsprücheame- rikonischer Bürger gegen Deulschland bis zu 100 000 Dollar vor. Der Rest soll in Raten gezahlt werden, aufzer bei Entschädigungen für Tod oder frorpervertehungen. die so ort voll zahlbar sind. Die Vorlage enthält seraer diesosortigeZohluvg von 8 0 Prozent des deutschen Privat­eigentums. besten Rest später zahlbar fein soll, sowie die sofortige Zahlung von 50 Prozent der Lut­schädigung für deutsche Schiffe, Patente und Radio- ttationen. Die Restzahlung dieser Lntschädigung. die 100 Millionen Dollar nicht ü berste gen darf, soll ratenweise er'olgen. Der Eei^entwurf geht nun­mehr an den Senat, der sich vorausfichtlich im Jeimrar mit ihm beschäftigen dürfte.

üiiHat we lijri.ti für bl« Iag«*nueeft btt je» Aochannag vorder.

Preis tir I mm hddr

10 -tmchsp'rnmg. für tie» blamean tigcn pow 70 >n Bre«« .-5 -ir chspsenNtg, platzvorschn'i 30* ««he.

LhesredadleNi

Dt Fn»vr WUH Lange. Berantwonltchfcr VrlHM Dt Ar wild Cana«. ttr Aet'-eion Dt f> Ibor of; für d«n ubihm lest ckr ft Blumschein. für den Sn» |«tq«nt«d Äurt tz.Imon», lämtltch in ®l«'ir*

angrtreten. wo der Kreuzer am Donnersuig em- tre'fcn wird Die . Berlin" lall bis zum 2.3anuar in Genua bleiben.

wird?

Das .Mainzer Journal" schreibt bann weiter: Man will es o scnbar doch nicht ganz mit dem .zentrum in Heilen seilens der Deutschen Dolto- partei vererben. '

allein belügt sei. über feine Auflösung zu t<- lchltesten. Der Präsident betont weiter, dost auch die Linfetzunc des früheren Landesau S chusses keine ^-rfastungsmästige Grundlage habt, weit besten Gültigkeit am S. Juli 1927 endgültig und un- widerruflich erloschen sei. Zum -chiust erklärt der Pro :t<nt, datz die bereits erlo'.gtc lk i n b e r u - l u n g des Landtage» für Donnerstag, den 22. De­zember von Bestand bleibt.

Gelegenheit zu g:5cn, die reuen Einrichtun­gen des Kreuzers .Berlin" ansehen zu dürfen. Der Kommandant fräste bei der ihm vor­gesetzten Dienststelle an. ob dagegen Be­denken beflünten. Da von hort Sinwendungen gegen den Be uch nicht erhoben wurden, wurde ter Anregung Folgst gegeben und der Besuch sand am 24. Tiot>r iber um die W.ttagsstunte statt. Rachbern ter Galt einige Einrichtungen des Schisles in Aa-enschein genommen hatte, folgte er ter Einladung des Äcmmantanten zur Teil­nahme a n seinem Mittagessen in der .Komnrandantenkaiüte. bei t<m nutzer t>en beiden Herren nur noa, zwei Offiziere zugegen waren. Kurz nach 2 älhr verlieh der Orohadmiral den Kreuzer unb richtete als er an einem Teil der dienstlich aus Deck beschäftigten Manrr'chast ror- beiging, einige Dörte an diele, in denen er unter Bezug auf keinen eigenen Besuch in Ostal en den Bikreilente-i glüdli.ieHeimkehr wünschte. Bei dieser Sachlage ist das B e r h a l t e n b e s Kommandanten tefc Kreuze s .Berlin" nicht zu beanstanden, da er £c.;:n die Be­st immunc en nicht rer'.rhen hat. ti>cg;n den für die politische Zweckmäßigkeit des Be­suches verantwortlichen Inspekteur des Bildungswesens ist das Erforderliche ver- anlatzt. Kapitän Kolbe hat Befehl erhalten, an Bord des KreuzersBerlin" zu rück zu - kehren und d: k- Kommando wieder zu über­nehmen. Er Hai bereits die Reise nach Genua

diese Lelbstkostenkrise sich Mtllgen laste, wenn die Wtr.schuft sich für dte Lentung de Zolle sowie sür den Abbau der Ka.teil- un > T.L n ^.st­reuten e.nsetze lieber Monop.l reuten v^.s gen in Deu schland nur die Gemeinden, die V.4)t. Krcsi un> Berkeh. selbst b.w.rtschtsten. Es 18' l sich beim besten Dillen nicht behaupt.-',, 's» gerate sozialistisch regle.le oder berir i u-le Ge­meinden diese Mon. Polrenten an trgcnXi .ec Stelle abzubauen ge enken. Die Qlouell. die das Bo Programm 7:. deutschen Wlrtsch ,1 g bo en hat. kann halbe Entsch ülle nicht gebr..uaxm C j gchr auch nicht an. zur D r sah ung eine Reit e oon Gesetzen zu erlassen, die Leit kosten. 3m Reichshaushalt ist mit einer allgemein-n Kür­zung ter Ausgaben mit 6 H der 2k.i ina g - mach! worden, Wenn bet pielsweste auch .« Prcutzen so versah en wir?, so müssen sich im Haushalisentwuis für 1928. de mit über vier Milliarden Ma k sich ausgleicht. rund 2'3 Millionen Mark Sr pa.nlsse machen l.s en. 3it ;<n anderen Ländern und in vielen Gemeindea liegen die Dinge vielfach nicht anders 3n Mast nahmen die er 2lr: liegt allein de Zaxl > dast die grotze und notwendige Berwaltungs- r\f?nn auö dem Schwebezustand he a »' i.t. > sie Wirklichkeit wird, eh« eS zu spät st.

Wirischafi und Siaaisfinanzen

Das Roiprogramm der Wirtschaftsverbünde.

... Prelle waren Llngriffe gegen den Komman­danten des Kreuzers ..2dcrltn" erhoben wegen eines Be'uchs kes Prinzen Heinrich von Preuhen aut dem Kreuzer ^Berlin" kurz vor desten Aus­fahrt nai) Oäaiien. Das Rei^swehrministcrium

Wir können ia abwarten. Ob di» etwa geplante neue Koalition in 'en. bestehend aus den Sozialdemokraten. De­mokraten und Deutscher B-lkspartcl. überhaupt zahlenrnästia tragbar wäre, ist mehr als sr glich, da diese Koalition nur über eine einzige Stimme über die HSlste der 70 Mandate. iHo über 36 Stimmen, verfügen würde. S.lbst bei söge.sinter stiller Dul.ung durch die üari- gen Be^lsparteien wäre im Ernst all noch keine sichere Mehrheit sür diese Kom­bination gewonnen, da die sechO Kommuni st en unter allen Umständen gegen die Regierung stimmen werden, und da der Landbund nicht gewillt sein dürste, ähnliche Konzelston.m an die Sozialdemokraten und Demokraten zu n.achen, wie ite mcrkwüri'iaerweise die Deutsch« Bolkspartei In Hessen offenbar zu machen bereit ist. Die übrigen Splitter der Rechten können unter Umstünden ein sür die Regierung sehr gefubrllches Zünglein an der Wage bilden. Jedenfalls besteht keine zuverlässige Mehr­heit. Das Zentrumsblatt bringt barm folgende Mitteilung Wie wir hdren. werden anfangs bitter Woche die Verhandlungen zwilchen dem Zentrum und der Sozialdemokratie wieder aus­genommen werden Wir werden in Buhe unb mit sachlicher Einstellung unter loyaler Boh­rung unseres Standpunktes den weiteren Gang ri«<fr Vcrhanblungen verfolgen.

Die RegiemngSbildung in Hessen.

Ta» Zentrum fär eine verhandlungöpause.

Darmstadt. 20. Dez. 3ur Begicrungsbll- dung in Helsen schreibt das .MainzerIour- nor. Jetzt hat der neugewählte Helfische Staatsgerichtshos zu ent che^den. ob die Wahl des vierten Helf» chen Landtags am 13. Ao- oember 1927 gültig ist oder nicht Okmünltifle unb verantwortungsbewustte Politiker haben nach dieser veränderten Sachlage alle auch ent­fernte - Mögii iten ins Auge zu lassen, auch die Eventualität der Kassierung der letztenLanbtagswahl durch den He silch.n StaatsgcrlchtLhos und damit Sie Eventualität von Aeuvahlen. Ange ichtS d e'er Aechi S- unb Sachlage fragen wir uns unb bie OesfenNlch- teit; Hat es im gegenw,.rtigen Oluflenblld über­haupt praktischen Wert, dah sich bie Frak­tionen des Darmstädier Parlaments über bie neue Aegierungsbilbung bie Kdpse zerbrechet? 3fl es nicht richtiger, bie nunmehr notwendig ge­wordene Entscheidung des Hessl chen Staatsge- richtsho'es a d z u w a r t e n . von der wir heute noch nicht sicher wissen tonnen, wie sie aussallen

((Eigener Drahtbericht de»(Btefjener Anzeiger»".)

Berlin. 21 Dezember 1927.

Tie SpihenverbÜnde der brutschen Wirlschasl haben eine Kundgebung verölst ntllcht. die in bestimmten Forderungen gipfelt, die sich auf bie Finanzpolitik des Aeiche«. der Länder und der Gemeinden beziehen. Wer die Entwick­lung der ölsentllchen 2lusgabe-iwirtfchast seit der Befestigung der Währung verfolgt hat. dem müssen schwere Bedenken unb Sorgen aulsteigen, ob hier nicht eine 2luflockerung strenger sinanzpolitischer Grunbiätze eingctre- ten fei. die Dolk. Staat und WiNfchalt gleicher- masten bedroht. Denn Demokratie schon Selbst- regierung unb Selbstverantwortung ist. so ist es keine Demokratie, wenn bie Parteien den Par­lamentarismus dazu mthbrauchen. um durch Steigerung der Äusgaben für alle möglichen Fweike Partei- oder BSahlgeschä'te zu machen. Es zeugt daS um so weniger von Selbstverant- tportunfl. als das deutsch« Dolk mit den finan­ziellen unb wirtschaftlichen Folgen eines ver­lorenen Krieges belast t ist. deren 2lb- bürdung in Iahresra'en doch wieder nur au» dem Gesamtertrag der Wirtschaft möglich ist. Wenn wir jährlich 2300 Millionen Mark für dielen Zweck aubringen sollen, so zwingt uns das In die Pflicht, überall äusterst« Sparsamkeit wal­ten zu lassen.

3m Ernst kann nicht bestritten werden dast eS gerade die Länder und Gemeinden hier­an haben vielsach se'cl'n la kn. D .raus ergibt sich die Rückwirkung auf da» Reich im Rahmen des Finanzausg'eichs. btnn je höher die Bebürsnl.se der Länder find, desto höher mutz auch ter Ueber- weisungsanteil des Reiches fein. Qlabcxu 50 v. H der Reichseinnahmen au» Füllen. Besitz» unb Verbrauchssteuern müssen heute den Ländern überwiesen werden. Run trifft zu. haft das Reich auf die wichtigste Emnahmeauvlle der Länder, auf bie Besitz steuern. Hand gelegt hat. Demgegenüber must barauf vorwie en to- rXm. datz bie Lummen, bie die Länder unb Gemeind.n heute im Wege des Finan.zau«gleichs erhalten, ebenso hoch, wenn nicht höher, sind, als waS sie früher selbst au» der Einkommen- und Der- mögenssteuer samt den Zuschlägen der Demeinkien bezogen haben

Trost der Volks- mC 'st et «-rluste Vreu - tzens ist !e.n H^ushai zissernm .tz g h ö h e r als vor dem Kriege. Dabe»n.ite ^.-r.utz?n früher auf fundierte Einnahmen aas den Cti t»babnc.i rechnen, die heute fehlen. Sin Schu'.beispiel für die heute übliche Finanzwirt'chaft bietet der Haushaltsvoranfchlag Preusten» für 1923. Alle Ausgabenposten sind reichlich auLgestattet, so reichlich, datz zum Schluß ein F e h l b e t r a g von 73 Millionen Mark aufgetoie cn werd n mutz. Und für diesen Fehlbetrag weist der Zinanzmi- niftcr keine Deckung zu finX'n, als bie Er­höhung der Zuschüsse, die vom Reich zu erwarten sind.

Don selbst ergibt sich hier die F^rd.rung. datz die getarnte öffentlich: Ausgaben^rrfchast enger aneinander gekettet werden mutz. Diese Forderung wird in dem Rotpregramm Xr WirtschaslSverbände tatsächlich erhoben. Zu­nächst soll der Reichsfinanzminifter mit dem Recht des Einspruchs og-n Erhöhungen der Ansätze des von der Reichsregierung vorgeleg­ten Haushaltsentwurfs ausgestattct w.rdn. Sinngemäh mutz sich dies Anspruchärecht auf die Länder und Gemeinden ausXhnen, da hd> nur so bei den noch unfertigen versaslu'-gs- rech lichcn ZustänXn ein wirksames Aufsich »- recht ausbilden lätzt. Die 2U»jiben müssen sich nach den Einnahmen nch'en, nicht um- gekehr'. Preutzens Schuld ispiel dar! nicht di- Regel werd.m. datz ein HaushaltSeTckwuri mit einem Fehlbetrag vorgrlegt wird, dm das Re ch abbürXn soll. Wenn gegm die Forderung des

Die Wahlanfechiung macht Schute.

Tir Änlionalfoiiflliftfn verklagen drnLlaat *Uirfllcnburfl'^d)tvrrin.

Schwerin. 20. Dez. (SIL) Wie der Bei- irrtet der Telegraphen-Union aus zuverlässiger Quelle erfahrt, werden die Rationalsozialisten Mecklenburg-Schwer>ns Mm Ciaaiflge ichtsyos gegen Mecklenburg-Schtverin klagen. nachXnn ihnen bet Urteils p uch wegen Xt Wadlrcchtü- änEningen gegen Hessen. Hamburg unb Meck- len bürg-St reit tz bekannt geworden ist. TIedlen- burg-Scheoerm hatte bekanntlich eine Kaution für die bisher nicht im Landtag vertretenen Parteien verlangt, fo bah die Rationalsozia­listen bei den letzten Landtags wähl en vom 22. Mai d. 3. 3000 Rlarl hinterlegen muhten, die der Staats.'akse verfielen, toal diese Partei keinen Kandidaten avfzubrtnger. vermochte. Rutzerdem sieht die QknOcrung de» Landtags- wahlge'etzes bei bisher nicht im Landtag ver- tretenen Parteien vor. datz sar die Zulassung des 'Wahlvorschiagcs 3XN) Unter ch. sten ersor- derllch find. Rach e.ner ®.-fiärung des Führers bet Ta: ionalf?jta.iften in Mecklenburg-Schwerin, des früheren Land:agsabgevebneten H.ldebrand:, soll zunächst von t<r Staatsregie.-ung seitens der Taüonalfozialistilchen Deutschen Rrbeiter- par:d bie Tnerk nmana ex.es L-nd.agsmandaies, zu dem dieser Partei bei den letzten Wahlen 228 Stimmen sehllen und die sofortige Rück- zahlung d-.'s Betrages von 30» Mark verlangt werden.

Versaffungskonflikt in Mecklenburg-Sirelih.

TcrLandtag wcigerl sich nach Hause zu qrbc«

Neustrelitz. 20. Dez. (Dolfs.) Da» Mcck-ea. burß'Streliyfdx Ministerium hat gestern in einer Bekanntmachung auf Grund einer Urteils de» Staatsgendr.rbiro die am 3. Juli 1927 erfolgte Landtag»wähl für ungültig erklärt unb die Be- fugniste de» Landtage», bi» der neugewählte Land­tag 3u lammentritt, dem Landesaurschuh. der von dem auf Grund der B>ahl vom 8. Juli 1923 ge- wählten Landtag seinerzeit bestellt worden war. übertragen. Gegen diese Negierungcbekanntmachung wendet sich heute eben sall, in einer amt­lichen Bekanntmachung in der Lander- zcitung für beide Mecklenburg, der Präsident des Meck^nburg'Streiitzfchen Landtags. Dr. 5 o t h. Er weist bararuf hin. dah das Urteil des Staats- gerichl5ho''es es ausdrücklich dem Lande über» lasse, die Folgerungen aus seinem Spruch selbst zu jteben. P25 berufene Organ des Landes hierzu lei nach §21 des Landesarundgeietzes lediglich der bis auf weiteve» bestehende Landtag, der

in ber vergangenen Rächt ha. umfang eiche Ber- kehrSstörungen und Zugvc. u gen zur Folge gehabt, da auf ben vereisden Schirmen nur sehr vorsichtig gefahren we i<n t.nnte. Zum Teil waren auch bie Weichen eingefroren. Iufolgede'len ver'pa rten sich bie Züge bei Fernverleh » aus allen Teilen Deutschlands Im allgemeinen d i s zu einer Stunbe. B-son- ders stark von be; Der pätung würbe ber Wie­ner D-3ug D. 61 betro'fen. ber erst nach einer Derlpätung von 165 Minuten auf dem B hnh f einroll e. Ruch ber Pariser Lur szug traf mit 72 Minuten Verspätung in Berlin ein. Die Bertpätunaen mach.en sich auch im Verkehr der Berliner S abl-. Ring- unb Vorortbahnen unb im Stratzenbahnverkehr unangenehm be­merkbar.

Eisgang und Eisblockade auf CRhein, Main und Mosel.

Das schwer« Moselei» hak sich bei ber Lay.r Fähre j.jtgesetzt Infolgedessen hat sich bi» Dienstag fiüh das nachrt'ckende Treibei» bi» Winningen auf- gestape11. so dah der Fluh auf eine Strecke von 3 bis 4 Shlonuttr d 011 ft ä n b i g zugesroren ist. Dte Lebenslüste der Mosel sind ebenfalls ,uge- froren. Seit den illormittag-stuiid-n führt auch der Rhein so ftarlr» Treibeis, dah die Lch ssebrücke bei Koblenz ausgefahren werden muhte. Der Personen- verkehr nach Ehrenbreitstein wird durch besondere Dampfer aufrechterbalten. Die Lahn ist vollständig

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vrrck »sttz verloa vrühl'sche Untocrr täts-Bndf unb Sietnbraderel H. Lange In Lietzen. Lchriflleltimy nnb Kefchäflrfiellei Zchnfstrahe 7.

Sin pruchsrechts beJ Reichs inanzm.n sters eln- gewunbi wird, e» ki bis glrichb.b ut.nb m^t ber Zerstörung unb Srbroiklang ber Dsnokrati'. so ist bas et el Sch.n n chla t r i. Das Lol k hat da» grötzte 3nteresse daran, datz bie Staatsver­waltung spur am wir.schastet. datz insbesondere bie Parteien darauf Rücksicht n.hmen. datz es schliehlich da» Dolk ist. do» durch höhere Steuern bie H5h-r?n Äasgab n nach r ich bc - zahlen mutz Wir tonnen auf bie Dauer b n kostspieligen Dcrwal ungsappar t nlch» a »irecht- erbcLcn, ben wir nich nur au3 ber Dorkri g».«- zeit übernommen sondern vielfach n>ch f.hr au»- gtebi 1 auig biut bab.n.

Die Hoheit Derw.'.ltungL'ostcn. bie m'ngels einer gründlichen Statistik nicht zuve läfs g be­kannt linb. bäri ti nicht nur nach der finanz- technischen oder stnanzpolitischen Se'te gewertet werden. Sin bewill'.gungif.-eub gc» Pa l:ment kann selbst keine Sitnabmen schaj en. beim die 2» lor ngung der Zrlle . » Sleae n wird immer bie Sorge der Wirtschaft sein und blei­ben. Dte Kosten ber offen lich.-n Verwaltung belasten bie Wirtschaft. Wirten sich in be.t Preisen au», beei.ti'uben also auch die Wett- dewcrbö'ähitkit der <7r ugn'.sfe in 3n- unb Auslage. Ss ist töricht, zu behaupten, bab

kehren, ba ein Weiterkommen insolge der Vereisung be» Was'ers nicht möglich war.

Zn Osteuropa.

Bubapest. 20. Dez. tWolls.) Rus ganz Ungarn wer en grobe Kälte und Schneefalle aemeloet. bie bie B Hebung ber Infolge der Schneeverwehungen cingetrctenen Störungen In Lllenbahnvetkehr verhin-ern. Auch weroen meh­rere durch die Kälte verursachte Unfälle ge­meldet. Bei Jelegyhazlut ist ein Lanbwirt der mit seinem Wagen In einen Strasiengraben stürzte samt zwei Pferden erfroren. Jn ber R2he von Szeged wurde eine alte Bett­lerin in einer verlassen n Windmühle, wole Unterkunft gesucht hatte, erfroren aufqcfu 1- den. Auf dem Plattensee sind zw.i Schiffer tn einem Motorboot mit ihren Paff agieren in -er Mitte des Sees eingefroren. Auf der Donau ist Eisgang elngetretHL Insolgedessen bat bie Donau-Dampf chis ahr aefellschait die Fracht- annahme eingestellt.

Auch in Böhmen. Schlesien unb Rordmähren lind die Temperaturen In ber letzten Rächt durchweg unter minus In Grab Eelslus gesunken. Eger hatte ein Mlntmum von 28 Grao 4elllu». 3m Böhmer Wal b verzeichneten bie Stäbte Klattauf unb Budwe's minuS 23 Grad Eel iu». Prag selbst verzeichnete einen Tle>stand von minus IS'/., Grad, ein Tiefstand, wie er seit dem Jahre 1622 nicht mehr beobachtet wurde. DieSchneekvpp aber hat t wie alle übrigen Höhen über 1000 Meter eine wärmere Temperatur unb meldet minus 15 Grab Celsius, gegenüber der gestrigen Tc pera- tur von minus 21 Grab Celsius. Für morgen rechnet man mit einem Rach! aff en ber Temr eratur.

Vefkehrestök-ungen in Polen.

Warschau, 20. Dez. (TU.) Snfolge ber star­ken pröfte in ganz Polen hat der Verkehr an den verschiedenen c teilen ft arte Störungen er» littm. DerTelephonoerkehr n>ar aufneri* e- denen Strecken lange Zeit untekbrochen, da Oie Drofjfe b.trd) den Frost gerisien waren. Si» »um späten Nachmitt,g war die leleohonverblnbung von Marsch-u nach Berlin unb Danzig fast gänzlich

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