fen-5taffou bn Reich» tag oertreten Hot Ls Nach- folger oon Geheimrat edjröber m rb vom Provln- Alallanblag voraussichtlich im Februar oder Mär; Der Beigeorbnete und Londe-ral Saering, der ebenfalls der Sozialdemokratischen Partei ongehört. yim Präsidenten der Lande,verficherungsonftalt gewählt werden.
Oie Nationalisierung
des Verwaltungsapparats.
RtichSverkehrhmiuister Tx. «och über die burcaukrati^che Ueberlaftung.
sonderen Lebensbebingungen be« Westen« mflHe man allerdings den Abbau der SonberzNfchläge vorsichtig und behutsam vornehmen. — 2tn der äufcertt regen Aussprache trat der Vorsitzende der Industriekortell« M Beamtenbunde«, Dusle Duisburg, entschied« für die ungekürzte Beibehaltung der örtlichen Sond«rzufchl2ge ein. Dr 5)öpker.2schols versprach im Schlußwort. daß et 6ti den Beratungen über di« Besoldungsordnung diese Wünsche mtt in den Kreis der Erörterungen ziehen würde.
Oie Aenderung des Mieterschutzes.
Herford, 20. TUro lTU - Rrtchsverkehrs- TntruRer Dr. h. c. Koch schreibt in der .Heuen Westfälischen Dolksze t u ng" Das Deutsche Reich ist bureaukratisch überlastet. Keine wirtschaftliche oder Berkrhrsfrage tonn erörtert werden, keine Lodnverhandlung kann pefibrl werden, ohne dach bi« Ueberloftung des Steuerzahlers in den Vorder gründ tritt nur
Durch die hohen Kokten bedeutet die Waise der Behörden eine volkswirtschaftliche Last. Aast schlimmer noch ist die älnmöglichseit für da- Publikum, sich in dem Irrgarten der öffentlichen Verwaltung zurechtzu- finden. Wer. Die ich in reifen Jahren in den Staatsdienst an Ieilent*r Stelle eint ritt, stellt bald fest, '.ah selbst der pflichtbewußteste Beamte ost nicht weih, nicht wissen kann, cvelche Behörden bei einer Angelegenheit alle „be- teillot“ sind. Web? aber, wenn vmand übergangen wird, selbst unabsichtlich, besonder«, Derrn eine Länderbehörde durch eine Reichs - bchörde einmal übersehen wird. Dann werden he ligste Gesichtspunkte eiaenst aal sicher Hoheit als gesShrdet bere chnet. Rationale Politik treiben, he.ßt sachliche Politik treiben. Phrasen und Sentimentalitäten gehören nicht in bi? Arbeit Verantwortung« betousiter Politiker Aus dem Wege der Berwoltungsresorm bedeute dies, daß bet Beamlenschaft der denkbar« klarste und be st organisiert« Apparat in die Hand gegeben werden must. Leidet gibt es Staatsmänner d'.e die Durchführung der Reichs- Verfassung und den Hnitariömu« bei feder Go legenhe't im Wunde führen. Werken sie Mi- nister eines deutschen Landes, so liegen ihre J (i I e n i n e n l q c fl c n (i d <■ M e r iR i d) I u n fl. 3a, sie werden geradezu zum Sturmbock der Bureaukrati«. Bon diesen Methoden habe ich gerade als Shef der dringend reform- bedürfiigen R« i chs w a s s«r st r a sien Verwaltung einen erschreckenden Einblick bekommen. Die Verwaltung der Wasserstraßen durch Reichsbehörden, versossungsmästia längst entschieden, gehört nicht in daS Provlem Unitaris- mus ober Föderalismus. Die einheitliche Wasserwirtschaft bet großen Ströme kann auf die Ländergrenxen keine Rücksicht nehmen Dem muß die Dermal tung praktisch angepaßt sein. Äs wirb Sache des jefciam Reichskabinetts sein, in dem der föderative Gedanke großes Berständnts findet, hier eine Frage praktisch zu lösen, ungeachtet der Schwierigkeiten, die gerade von Gerten ausgehen, die für die Reichsverfassung anscheinend nur mit Worten, aber nicht mit Taten eintreten.
Oie Besoldungsreform,
^rtldrunflrn
des preußischen Kinanzminiftcrs.
Dortmund. 20. 2lov. (XU.) 3n einer Versammlung des Deutschen Beamtenbundes führte der preußische FinanAminister Dr. Höpker- Alchoff Aur Besoldungsregelung in Preußen und im Reich u. a. folgendes aus: Das bisherige System Hot an schwerst Mängeln, insbesondere durch die Art der Aufrückung und der Schlüsselung gelitten. Sng mit dem alten System Dar das Best reden der TituN:^ung v.tbunden. Mit der In den lebten Jahren übcrhandnebmenden Titulierung hat sich die Beamtenschaft weder im 3n- noch im Ausland Rubm und Anerkennung erworben. Die Titelsuwt hat ihr aber schweren Schaden zugefügt und sie in d n Augen aller verständigen Leute lächer.ich gemacht ®in weiterer Rachteil der früheren Reg lang war. daß man mit den 13 Gruppen ein fast bl« in« Unendliche gehendes Spiel von Bariationen und Kombinationen treiben konnte. Ö« soll bet Gedanke Intensiver verfolgt werden, daß mittleren Bramten die Möglichkeit zum Aus lieg in b.e höheren Gruppen gegeben wird. Die Frage, ob denn dir B.'lol- dunasctdnung nur auf die S «L«beamten bttomit werden soll und ob man die Reurege- lunfl bei den Äommunalbeamten den Kommunalverwaltungen und S adtvervbnetenkvllrgien überlasse, ist im Ministerium e ngehend erörtert worden, mit dem Ergebnis, daß mit der Reuregeluna für die Staatsoeamten den Gemeinden und Gemeindeverbänden die Ber- pslichiung gegeben wird, die Bezüge ihrer Beamten entsprechend den Grundsätzen de« neuen Gesetzes au reg ln. Bi dem Maß der Ausbe'serung walte in der Oefsentlich. feit noch ein grober Irrtum ob. Jm Durchschnitt beträgt die Aufbesserung 161/» v ft. und zwar bewegt sie sich von rund 12 v. Sy bei den höheren Gruppen bi« au 33.1 v. ft. bei den unteren Gruppen. Die Befoldungserhöhung erfordert für da« gesamte Reich eine *2Iu«>Mta von 1' . Milliarden und für P r e u ft e n 193 Mill.o'.en Mark Die lAot Wendigkeit einer Besoldungsaufbesserung ist in Preußen schon lange erkannt worden. Daher hat man auch in brr Jinanzw.rtschaft des Staate« systematisch daraus hingeardeit.'t. daß ber jetzige Glu:, ber bk Brsoldmigsaufb.-sscrung ent- häit. nicht nur rein äußerlich im G e.chgewicht ist.
Wenn man wdljtenb der Arbeiten an der Reuregelung über den ursprünglich sestgetctzten B« rag von 160 Millionen Mark hinaus- gegangen ist. so geschah dies aus rein politischer Grwäaung Man ist bi« an d i e äusserste Grenze de« sinanziei ßM ö g- 1i ch e n gegangen
Mil all diesen Fragen stehe öle Frage der Derwaltungsreiorm in engem 3Jammen» bang. Di« Aotwendigle t der Re arm liege au? der ftanb. doch müfse man auf ihre finanziellen Au«wi rkungen achten. Die Lehrerschaft und die Schutzpolizei können keinen Abbau vertragen Biel größer wäre .«hoch die finanzielle Auswirkung, wenn man sich zu einer vernünftigen Reugiiede- rung entschließen könnte $lcr liege eine große Aufgabe an der die Beamt,nicho ! in ihrem eigenen Interesse tatkrä iig miiarxi en mü> e. Die ört l i ch c n S on d - i u s ch l ä g e fe:cn bei der Bereinheittichunv, Die s. öurch d e neue Besoldungsordnun.g erie»4)t werden soll, nicht aufrecht zu erhalten 3m fttnbVid au* bi« be-
«u« dem rüohnungöauöichttß beo -ikichStag».
Berlin. 20. Roo. (DDF.) 3m toohnimgeaus* schuh de» Reichstages verteidigte Abg. Dr. Steiniger (Dnl.) die »eitimmung der Novelle zum Mieterfchutzgeietz, wonach der Derichtsfchrei- ber di e Zu lafsigk «ik de» Kündigung»- Vorganges prüfen soll. Er machte besonder» darauf aujmerfiam daß es sich nicht um «int Prü- unfl derwründefürdit ttünb»guna handele und daß au» diesem Verfahren keine Posten entstehen, während inr(Regeniaft dazu die von den Oppositionsparteien oertangte Entscheidung de» Einzelrichters Kosten verursachen wurde. Der Redner regte allerdings eine Streichung dieser Bestimmung an, falls das möglich sei. — Abg. Tremmel (Ztr.) schloß sich dieser Huffaffung an. — Abg. Lipi n»ki (S.) blieb bei der Aufsassimg, daß dem Gerichtsschreiber durch die Novelle auch die Prü- ung materieller Rechtsvorschriften übertragen werde. Er forderte bi« zur zweiten ßekina eine Er- Hebung bei den Großstädten über die Zahl der Räumungsklagen insdlge der letzten RootUc. über die Zahl der Vollstreckungen und der Räumungen, die durch die soziale Fürsorge abgewendet worden seien. — Abg. Domsch - Dresden (Dnl.) trat für die Vorlage ein. Er führte einen Fall an, wo ein ftau»- b?sitzer eine angebliche Dame, die tatsächlich ein Bordell in seinem Hause einrichtete, nur mit größter Mühe habe er mittleren fön- nen. Abg. Dr. 3örrtffen (Dirtsch. P) hielt die vom Abg. Lipinski geforderte Auskunft für über- flüssia. Könne der Mieter nicht zahlen, so dürfe man die Lasten »’* dem Vermieter aufbürben, sondern ber Stabt. — Abg. Deythien (DBP^) trat für die Regierungssassung etn. Er glaubte, daß die Mieter, die ja während der Zwangswirtschaft geschult worden seien, ihre Rechte wohl wahren könnten. — Abg. Lipinski (6.) betonte, daß nur 15 Prozent der 13,4 Millionen Haushaltungen in eigenen Häusern wohnten. Für die übrigen 11 Millionen Mieter sei diese Novelle zugescl)nitten. Da sei es Pflicht der Linken, für di« Mieter einzutreten .
Ministerialrat Dr. Brandl» versicherte die Bereitwilligkeit der Regierung, da» Formular so aus- zugestalten, daß der Mieter aus olles hinge w i e f e n wirb, was zur Vermeidung von Rechtsnachtellen erforderlich sei, namentlich auch darauf, wie er den Widerspruch einlegen müsse. Man rönne auch einen Hinweis auf die Fürsorge- tätigten der Gemeinden errangen, damit bedürftige Mieter wüßten, wohin (le sich zu wenden hätten. Zu prüfen werde auch sein, ob bi« Frlst, innerhalb deren der Mieter durch nachträgliche Zoh- hing die Räumung abwenden rönne, nicht für den Fall verlängert werden könne, in dem die Für- forgebehörbe die Tilgung de» Rückstandes zufag«.
Oie Bekenntnisschule.
AuS dem BildnngSauSschntz deS Reichstags.
Berlin, 20. Rov. (BDZ.) 3m Bildung«- au«schust be« Reichstage« erklärte am Samstag Ministerialdirektor Pellengahr nochmals, daß frr gestern mitgeteilte Antrag der Deutschen Bolls- Partei, der den Unterricht in drr Bekenntnisschule nicht auf ber Grundlage be« .Glauben«", sondern auf evangelischer, katholischer usw. Grundlage ausbauen will, zu verfassungsrechtlichen Bedenken kaum Anlaß geb«. Zugleich toerb' damit n cht mir ben Richtunaen, di? innerhalb der evangelischen Religionsgesellschaften zu berücksichtigen sind, sondern auch der katholischen Auffasiung Rechnung getragen werden. Auf Anfrage de« Abz. Alp-ers IDeut'ch ftannov.i bestätigt die Reg mmi, daß die Schulen dann Ramen. wie ..Gvang'l «che Schule". .Evangelisch-lutherische Schule", .Reformierte Bolk-schule", und ähnlich tragen. Rach weiterer Debatte wurde der vierte Absatz be« 9 4 mit 16 gegen 12 Stimmen ber Opposition in folgender Fassung angenommen .Die Bekenntnisschule wird nach dem Bekenntnis der Kinder, für die sie best'mmt ist. bezrichnet S.e erfüllt b*.e ilnt.rrto - und Erzi b ng-aufg be der deut'chen , Dollsschul« auf evangelischer, ka - thvlischer oder sonst durch die Benennung gekennzeichneter Grundlage. Die für all« Schulen qelt.mden allgemeinen Lehrpläne der Volksschule find derEigen- art ber Bekenntnisschule anjupaf« s e n. 3n der Schulbüchern find ti: D.dürf- misse der Bek
Die übrigen 'Bestimmungen diese« Absatzes blieben unverändert, auch der letzte Sah. der besagt .Der Religionsunterricht ist für all« Klassen ordentliche« Lehrfach".
Oie Zusatzrenten berGchwerkriegobeschädigien. veschiüffe dcS ReichStastSauofchuffeS.
Berlin. 20. Rov .BDZ.) Der Kr egs- befchäbigtenauslchuß des Re chStages beschloß. Me .3 u f a o r e n t e der Schwerkriegs- beschädtgten folgenbetm
bei e ner Minderung der Grwerbsfädigkeit um 50 bis 60 Prvz 144 Mk.,
bei e.ner Minderung der Grrrerbsfähigkeit um 70 bis K) Ttoa. 3^0 Mk.^
bei e.ner Minderung Der Hrwerd-Iahigkeil um mehr ais SO Proz. 504 Mk..
für ein« rentenberechttgt« Witwe 406 Mk.. wenn die W.twe lediglich auf di« Rente angewiesen ist und keine Waisen vorhanden sind. 450 Mk.. für etne vaterlose Waise 120 Mark, für e ne elternlos« Waise ISO Mk.. für e.n aitemletl 150 Mk für ein Slternpaa: 240 Mk.. Hausgeld ober Liebergangsgeld 300 Mk.. Witwenbeihilfe 240 Mk.. TBalfenbeijilfe 96 Mk.
außerdem sollen Schu erbelchüdigke ober Hausgelbernvf0nger. wenn he htr Kinde: sorgen, zu ihrer Zukatzrente 106 Mk. für jedes Kind erhalten.
Diele Beschlüsse bedürfen noch der Bestäti- gung in zwe ter Lesung und ber Annahme durch das Plenum. Die Beratung.n werden ‘o:t«e c«t Der Ausschuß behandelte lernet bi« Pflege-
»lagen. Argenvnnnen tmxrbe ein über bi« Regierungsvorlage h.nau-gehende r Antrag der Regierungsparte en. der die einfache Ptleaezulag« auf 6>d0. die erhöht« au* 900 und die höchste auf 1200 Mk. im 3abr ftei- gett Das bedeutet gegenüber der bisyerlg.m ^egelunz eine Erhöhung um 2 b.« 4 Prozent. Blinde sollen in der Regel b* höchste JMlcge» zulag« erftallen. wenn aber bw Ge'unbhe-.ts- ltvrungen auch bei anderen Schwerbeich Öd^ g u- so schwer sind, daß s.e dauernde« Krankenhaus ober außergewöhnliche Pflege erfordern, so toll die Zulage je nach Lage des Falle« bi« zu 1500 Mk. im Jahr betragen. Für bieten Antrag stimmten auch die Sozialdemokraten, nachdem er auf ihren Wunsch noch durch eine Erhöhung ber Blinbenhundzulage ergänzt worden war.
Sensationelle Verhaftung in Warschau.
Ptlfudski fürchtet Attentate.
Warschau, 20. Roo. Das Blatt
Pilsudskis, „®loi Prawdv", meldet di« verhaf- t u n g de» Vorsitzenden des Bunde» der challersoldaten, EustachiewtcA, die im Zusammenhang mit der Verbreitung eine» regierungsfeindlichen Flugblatt«-» über den verschollenen General Zagorjki steht. Zugleich aber soll e» ich um eine Verschwörung handeln CE u ft a • chiewicz habe in dem Bureau de» verbände» für nationale Einheit in der Kopernikusftraße in Dar- schau den sog. Rat der Ritter de» Rechte» gebildet. Unter feierlichen Zeremonien in einem dunklen Zimmer vor einem mit einem Kreuz geschmückten lisch seien hier die Verschwörer von Eustochiewirz vereidigt worden. Einer von ihnen, ein gereifter Preis, habe bei her Polizei die Anzeige gemacht, daß Euftachiereicz ihn zu einem Attentat gegen Pilsudski habe überreden wollen. Die Rechtspreste "schenkt diesen Angaben keinen Glauben, behauptet vielmehr, Pilsudski habe aus persönlicher Rciche Eustachiewicz verleumdet. Außerdem sei Preis ein halbunzurechnungsfähiger Mensch.
Aus aller Wett.
Der Reichsprästbenl bei einer Berliner Gefallenenehrung.
3n der neuen Garnisonkirchr in Berlin sand am Totenson üag eine Gedächt ni«feier für bi e Gefallenen der ehemaligen Dardcregi- mei.lcr stakt. An ber Feier nahm außer vielen Generälen brr alten Arrnx unb D.-rlrstern der Reicks wehr auch Reichspräsident v. Hindenburg teil. Bor der Kirche hatte sich eine große Menschenmenge eingefunden, die das ReichSoberchaupt beim Verlassen des Gotteshauses stürmisch begrüßte.
Dr. Voellh besucht Lhlle.
Ter frühere preußische älnterrtchtsminister Tr. Boelih ist vor eln*r Woche in Santiago tx Dhile e’.ngetraffen unb au'r bas herzlichste ausgenommen worben. Ter Staatspräsident empfing ihn in besonderer Audienz. Auch mit dem Unterrichtsminister und führenden Perfonen be« chilenischen Unterrtchtswesens hatte Dr. Boelih lange Besprechungcm. 3n ber Universität hielt er zwei mit größtem Beifall aus genommene Bortrage in fpanifcher Sprache über bie Untern <fyt «frage. Vom Rektor ber Universität wurde er in öftentlicher Sitzung zum Ehrenmitglied der Philosophischen Fakultät ernannt Dr. Boelih setzt Mit Reise nach dem Süden be« Landes zum Besuch ber bvrtigen brutschen Sieblungen fort.
Entdeckung eine» neuen Kometen.
Auf der Hamburger Sternwarte In Berge- darf wurde am 15. Rovernber mit dem Lippert- Ast rog rappen auf photographischem Wege ein neuer Komct entdeckt, ber am 18. Tto- vembcr abermals beobachtet werden konnte. Der Komet steht im Sternbild« der Fisch«, seine Helligkeit entspricht bec eines Sternes 13. bis 14. Große Er ist also für bas unbewaffnete Auge unsichtbar. Aus der photo- gropßi' en Platte erscheint bet Komet als nebliges tfk.i'.be mit deutlich erkennbarem Kern unb nahezu kreistunber Hülle von 1 bis 2 Bogenminuten Durchmesser Die täglich« Bewegung tc< Kometen ist gering, so baß er sich wohl in großer Entfernung von ber Erbe be- finket.
Ein neuer Afrikaflvg Eobham».
Sir Alan Eobham ist in Souchamptvn zu- ra»***~tn mit Ladv Eobham unb vier anderen Person n ndt bem Fluazeug .Singaporr". einem Ganzmetallflugbvvi nach ^Afrika oigeslogen. wo et vom Flugzeug aus Landvermeffun gs- arbeiten durchzuführen beabsichtigt. Die Arbeiten erstrecken sich über ganz Afrika unb werden die Zurücklegung einer Flugstrecke von 20 000 Meilen notwendig machen, was etwa drei Monate Anspruch nehmen dürft«. Die nächste Etappe ist Bvtdeauff.
Veutsch-buigarifcher stultueaustoujch.
3n Sofia fand die feierliche Eröffnung ber Lefetäume bet unlängst gearünbrten Gelell- schall für deutfch-bulgatisch« Ku'.tutannäherung statt. Der deutsch« Gesandte. Dr R Ü rn e l i n . der östetreichi che Legationsrat v. Schmißt, sowie viele hervorragende 'Persönlichkeiten waren zu der Frterlichkeit erfchirnen.
Opfer eint» Scheu»«»beand«».
3n einet Scheune in 2? bau len bei Kaitets- werth. in der mehrere Öbbachlof « übernachteten. entstand ein Brand, der schnell um sich griff. Bon den Insassen der Schein« konnten sich e.nige retten, einet ber Obbachlofen könne jeboch nut al« Leich« und btet an bete, darunter «in« F an nur in lehr schwer verletztem Zustande «borgen werden. Ob noch w i» tert Perfonen in Den Flammen umgekommen sind, steht noch nicht fest.
Durch giftig« Gas« getötet.
3n Berlin wurde ein achtzehniähriaer junger Mami unb ein sech^ehniährtg.« Mädchen in einem Holzschuppen auf tinem unbebauten Grundstück in der Prtn,zenallet tm Korden Berlins tot auf gefunden. Der junge Mann hatte die Aufgabe, «inen Traktor morgen« anzubei - un. Dade« bür tt 'ich g' haben, die ihn unb -cim- Freundin vergifteten.
S!raftrnreib.
Unweit Äolferieid) bei Moyen ui der Cif«! nahmen zwei Moiortadfah.kr einte |ung<e Knnr. ..au» Gefälligkeit" auf den Spz»u«sitz. Bei »auiendtr Fahrt überfiel der im Veiwogin fitzende üomplizt den jungen Monn man ihm eine
Decke über unb würgte ihn Der UeberfaBene ietzw sich heftig jur Wehr. Bei dem Ringen ubettchtng sich das Aotorrod und alle drei fielen in ben Straßengraben. Während die Räuber unverletzt das Seite tuchen konnten, würbe ber fange Mann am Abend in schwer verletztem Zustand unb völlig ausgeplünderi im Graben aufgifunden.
Verhaftung eine» Straßen räuber».
3n Dortmund konnte ein Straßen räuber am frtfcher Tat jtftgekommen werden. Der Vursch« stet über ein# ,'ilialietkhn her. sthlup sie ru Baden unb entriß ihr öw Aftentasche mit ber Einnahme. Es getana Vastanten, den Räuber 'estpinehmen. In feinem Delitz fand man einen «chotten geschtiftWWU Dolch unb eine schwarz« Maske Der 7'XI wurde al, der 21 Jahre olle Kart Febkenhauer iefl- gestellt, der bereit; raeger. ähnlicher Uebersälle vou orrfdyiebenen Behörden steckbrieflich gesucht ®i* Ofben-aQ» Hot er in Berlin v »her noch unreif- geklärt« RMtdüderfäle ausgeübt.
Ein Juhnoert »oie Zage üdersnhren
Auf dem mit Schrämen versehmm 11 eben- weg der Strecke Treysa Kaffel wurde zwischen den Bahnhöfen Zimmersrab« wnb Börsen ein mit drei Personen besetzte« Lastfuhrwerk, das bie geschloffene Schranke durchbrochen hatte, von einem Perscmenzuae ersaß: unb vollstänbig zertrümmert. Der Landwirt Johann Lclnenweber aus Ctnflngen wurde auf der Stelle getötet, währ.md die beiden andern (Mafien, bi« gleichfalls au» ßiaHngen stammen, schwere Kops- unb Beinverleiungen b:ncmtrugen unb dem Krankenhaus in Treysa zugeführt wur^n.
HatobueonglÄd in Holland.
Ber Aymuxgen :ft an el.wm Ei e^bahnübev- gong ein Autoomnibus von einem EiMidahnzug vollkommen zertrümmert worden. Der Führer wurde sterbend in bas Krankenhaus «bracht von den Heben Passagieren des Hu‘obuffe« wurden fünf schwer, zwei leichter verletzt. Dee Schrankenwärter hatte versäumt, den Hebet- gang rechtzeitig zu schließen.
..Schießübungen" la Sofia.
Ein Unfall, bellen Folgen glücklicherweise beschränkt blieben, erfolg e in bmi Artilleriepark am westlichen Ende der S.adt Ein fchtvera« Geschütz, das bei Feldschießübungim v-rwendet worden war. war Aufällig noch geladen, al« die Kanoniere c« In den Park Aurückbrachten Der Schuß ging l o« unb die Granate flog gegen das am entgegengesetzten Ende Sofia« ftehende Zentralgefängni«. Ein Soldat wurde schwer, ein anderer leichter vorletzt. Der am Gefängnis gebäude angerichtete Schaden ist unw>?fent- sich. Dort wurde niemand verletzt, obwohl Gefangen« und Pertonal von einer Panik ergriffet wurden Der Unfall ist durch ilnvorfichtigtett verurfacht.
Erplosion eine» Frochtbompser»
Ter Frachtbamp er .3ohn Luckenbach" wurde von einer Sstplosion zerrifsen. Bon den 35 Personen, di« an Bord Daren, wurde nach den bisher vorliegenden Meldungen «In« getötet, während zahlreiche verletzt würben. Angeblich soll die Erplosion barouf rarückzu- führen fein, baß Arbeiter, bie an Boro Reparaturen aussührten. in ber Räh« eine« OtU tank« mit einer Azetylen-Lötlamp« ftanhert«*.
Die Wetterlage.
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Tie Verstärkung bei nordöstlichen Hochbmch gebiete« bauert fort und unter Mntm Eintzch hält bas kalte Wetter mit vortrikgender w hrbn-ung an. Besonder« tm nördlichen unb «t* ltch.n Teil Teuttchlonb« herrscht starker 5ttt lS.eckin minus 8. Königsberg minus 11. Treltee mtnu* 6 Gradf. 3m west.ichen Teil Deutschland«. das mebr tm Bereich be« Tief« Hegt liegen die Temperaturen stellenweise über dem
r erpunlt l Lachen tlu - 3. Ka l«.u(e plus 3). Der Ein'lutz der westlichen D.uckstörung«»l Idfr: in unterem Gebiet das wolkig« Wetter mit Riederfchlägen. bi« teil« tn fester Form fall««. (unätpft ior:bestehen. $Hr Temperaturen dürfte» n der kontmenden 2 2-h: mich stellenwei'e unter dem Gefrierpunft zu liegen kommen, jedoch iß allmählich Temperoturtnanftieg zu erwarten.
Wettervoeaug'agx "Steift wolkig b s d deckt, nur vorüh.rgehend stell nweise B«wölkung«ah-I nahm«, wttoi.1 < Aiedertchlä-e Temperatur« wahrtcheinlich etwa« anfie ü.-nb
Duterungsaue tch.en für M nwoch. Roch wolliges Wetter ml. Aeiguni zu R.rb-rtchläge»»
Lufttemperaturen am 20 ‘,1op<mbcr. mittag» U Grad Lelstu», abenb» — 1,4 Grad Leist«», a» 21. November morgen» M Grab Lelsiu» — Leb t mperoturen in 10 Zentimeter lief« am 20. Ro»> ctenö« 2.1 Srad Lefsiu»: am ?l. November: mor**» 1J Grad Lelsiu» Mazimum 1,4 Grad Lelstu», Minimum — 2 utrad Leiflu» — Lonnenich«>nhouer: 2ft- Stunden — Schneedecke: 12 Zentimeter.


