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177. Jahrgang

Srettag, 21. ©höbet (927

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GietzenerAMiger

General-Anzeiger für Oberhessen

»n< iw* Geriet: Brihnfte Uwt»<rlfitt«Bw** iw* Stdw*m<tTd E. tewwe ti setzet. SArtftldtwwi an* *ef*äftsttele 7.

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* Dft («TB ) Bel brr Lnlh«ung tet rw> Vor» Wottnnwrf gefhfteien unb von bem «n4ofi|djm Bd6t>ee#c ftuüiaunw geschaffene» 6t« ImJ?» B«li»r»»ce* Hi Kinchley erflarte Lord l«r|r m etwev Webe .jMe toiahif fleht bif B f fr e I » n g brr Menschheit von ber Ä n c * lang u b b Serfflaeeng Europa» durch len groben militärischen Despotie- M u » bar fTttfmd) mit feinen jerftörten Gebieten but bw BBatyce Bebealung dieser Befreiung viel­leicht bester als 6ngi*»C erfennt Jener milttarlsche tHpeti^nw- «ft in bem grofjen Wriege seinem IrUmpb näster gewesen, al» einige ahnten. l2Jm I tbe brs brrtten Knegchahres tagen mvr von den leben tnegfubrenben alliierten Ländern am Boden 3br< Armeen waren zersprengt Tenn bie I r u 11 d» i etaatefunfl ber militärischen Tuch bgtett Deutschland» ebenbürtig gewesen wäre. Mr< Amerika nicht in den Krieg eingetreten und inglonb unb Frontteich hatten allein ber furcht lochen militärischen Maschinerie gegenüberpeftan- len. die die Geschichte kannte " Lloyd George er harte weiter, Fach habe ihm gesagt, die beutlche Irtnee in Frankreich sei hinsichti ch ihrer Starte, fcrer Ausrüstung, Ausbildung, Disziplin unb Dr» putyatUMi bie gröstte Arme e gemeßen, die die Welt se gefeben habe Sie sei von Mannern geführt »wesen. die Gehorsam, Disziplin. Autorität unb luterorbnung unter den Kriegsherrn über jebe an» Irrt 'Burgertugenb stellten unb für die bie Freiheit dinglich ein. bie lucht,akett beeinträchtigende Be- frebung gewesen sei Europa habe nie einer «rofjeren (Befahr in» Auge gesehen afs P14 unb der Menschheit sei e» nur mit Mühe er» fort geblieben, daß bie Staaten (Europas zu Sa» fallen einer einzelnen unwidersted» liehen Militärtnrannei würben Die uichfte grefce Ausgabe ber Menschheit sei nicht bie Mrtiunp durch du» Schwert, sondern von dem

Zentrum und Wahlreform.

ftchener Vruhtbericht des »iestener Anzrigers'

Berlin. 21 Ott 'Sie KctdNtatl** tafrtxxx tt# <kwtrumb hat. tme schon gemeldet, eine intertwtlarttm eingetrrucht. in der die Reichs» rj mniq gefror. teerh. ob fk bereit fei. cr.nc Badl rech tSreform durchz,fuhren ui dem .(aoede. die Li ft enwahl z n befett la en, h t* IDabTfveife zu verkleinern und den d i retten Krntaft zwifchen hlrrn unb Se- dLblten wiederberzu stellen. 3n Dia t rn d- r ^lspreste wird die*-? Anfrage dahin glontart.

bannt offenbar nichts ander als eine 'B-t- vor den >3entrum<toählem bezweckt lei. Ne zum Teil im Hüben und Welten des Reiches. t Baden unD im Rheinland vor allem eine B<h1reform fordern, das, aber andereif ntS die >eaft liebe Unmöglichkeit den mit m4crigen gefer^ l» r Mjen Arbeiten überlaftc- vii Reichstag mit einer fs tief e-nlchne denden lufgabc zu befallen, der Anfrage die B.»ftnitung ewr crn'ten Rrivrmabsicht nehme. Dalx" wird «rgumentkn mit ber allerdings imbeftwitbaven litlcKb.', tkif» buÄ Jcntrum nicht zu den P.ir- *fmk gehör, die von dem bisherigen 'USahl- xd>t benachteiligt worden find Aber wir glau» kr M» man Damit den Urhebern der 3nter- btation doch unrecht tut. daf> hier mehr a!S nur «ne- Oefte beabfkbt q ift Der b-' Drderfrändc kwrt. die innerhalb falt aller jvaltioncn trotz hi allgemeinen Erkenntnis von der Unzuläng- KHcit der geltenden 1i hl rechte gegen eine knMgc Abänderung am Werke find, der wird e oerfirh.-! worum das >Zentrum zunächst mit «iTvger Dorficht den Weg ber 3nterpella- 1 »n statt des Antrag- gewählt hat Hinzu Tomi, dah auch im Zentru n genau besannt f. wie der von dem ehemaltgi' Reichsinnen- nrifter Sr .Külz auSgeur!>e letc Vorfchiuq uvS verbessert en Wahlrechts aaefi-cht. und das, Ke Regierung unschwer die 3nt rpellation dohn. kcntmor'en könnte, die en Bvrfchluq in feiner kShcrigen Form ober mit lle-.nermAdände» fc;rgen in verhältnismahig kurze Frist dem icrlament vorzulegen.

Taktisch ist Damit offenbar bcmx-ift. Der Re» llifriinp bie Initiative zu über» Ii i i ( e n Die keine von den Parteien auf fich neb t«M mochte Demi die Reineren und mittleren Trnr- Hin bc*urd)tcn von ber Wiederherftellung der Ein» si vahl kre.se einen Verlust vieler M-.uchale gegen ie jeweilr- stärkste Partei de? betreffenden Dahl- tries ürr2> roenn auch die ©eban'engänpc non h't und feinen Mitarbeitern hierfür in Gestalt »lieben, io würde auf diele Weife, wie u. (i iäljch ih befürchtet w.rd Den mittleren un»> Heineren Parteien eine (fmbube an Uniehen entstehen. Des u freilich ^rroägunyen. Die gvgenüt-^r den traficn Engeln unseres gegenmartigen 2itahlrechts bet 7*9er Objektivität nicht die geringste Rolle spielen ^^6en. Man wird deshalb gut Daran tun. du An» i^pmg. die Die .^entrumsan'rage bringt, durch einen *:tfen Di verhall Der öffentlichen Meinung zu einer ?cröerung des gesamten Volks zu Raben Damit wir künftighin bei Der Besetzung der fieUhslagsr.iand^rre unabhängig von de 'Partei' fUMuhuhe und den Ei.ilüffcn der Snterehenten« puppen wer-den und roieikr selbst Darüber eru« PciDen können, wer uns würd a und geeignet ocr hemt. unsere Interessen im Parlament zu oer r*p

Keine Einigung im Vrannlohlenstreil.

Oie Scrlmer (^chlichtungsverhandlungen vertagt.

Beeile. 20.Oft sWolff) Die (£imgung»oer- hMnöiungen. Die zwischn Arbeitnehmern und Arbeitgebern des mrNeideutschen Breunfohhmberg- bous gestern im Reichrarbeltsmlniste- rlum io Berlin ftattfanben. fiub bislang trieb- n I »I » verleasen varons ist durch den Vorsitzen bew, Brvsessor Brahm, eine Schlichterkammer geblbet werden, tu ber aber Rebensrugen (5nr<irfnab<ne der stontrakchruchstrchen feiten» ber Arbeitgeber und .Zorrufnohme ber ftunbrnun^ee feiten«, bet Arbeiter) eine grundsätzliche Eini­gung herbei geführt worbe lieber die 3 rage bet Lohnerhöhung Dagegen M e» wieder z u keiner Einigung gekommen. Die Schltch- tuog»oerhaublungen wurden bann um 19^0 Uhr hn Beich»orbeit»Ministerium wieder antgenommen. em3 Uhr jr'och cui Freitag I'.'chnnttoq ver­tagt bu noch eine Bei he von Di ferenzpunkten ber Klärng bedürfeo.

lieber bie Aussichten lätzl sich zur Zeit nicht ba» geringste sagen, ba die Verhandlungen sich außer­ordentlich schwierig gestalteten. Rameullich eine Ver­ständigung über die wichtigste Frage, nämlich über bie Erhöhung der Schichtlähne war bis­her nicht zu ersteleii Beide Parteien haben an Ihrem Standpunkt sestgehalten und selbst m den Redri. j ragen ist die ^l:m-iherung der purtrim keineswegs so weit erfolgt, bah der Schlichter einen Spruch gefällt hat. Freitag vormittag werden Ar­beitgeber und Arbeitnehmerokrtreter vor der Sitzung noch einmal getrennt Stellung neh­me». um )u versuchen, die großen Schwierigkeiten zu überbrücken.

Unveränderte Loge.

Bitterfelb, 20. Oh. (BI«.) Im Bitterfel­der Braunkohlenrcvier ist bie ^ahl der Streikenden konstamt Auher Den Bergwerklchülern. trw gestern au» (Eielebe» hier ein^etröffe» sind, hat Die I ö. (färbe» eine Reche von Angestellten zu Arbeiten auf der ®rubcTheodor" herangezogen, um Dte L'cht und Kraftversorgung der I rid)rräuftrl len Auf der (ürubeLeopold" werden jewells soviel Kahlen gefordert, wie gebraucht werden, um die Sicht und ftraftoerforgung do»Bütcrfelber ®leftri- vtät»merfc9 und damit der Stadt Bitterfeld des .'Ztafserw-rkes, des Krankenhauses, der gewerblichen Betriebe, ber Straft» und "v.eh lungsbeleuchtung n|m zu sichern. Zwar ist Die Forderung um etwa 25 bk 30 Prozent von Der Streikleitung herabgesetzt worden, da sie nach Deren Ansicht über das 'JÜlufj dessen hinausging, was für die Belieferung Berlins und der lebenswicht'gen Betriebe mit Zschornewitzer straft und Licht notig sei Im Bitterfelder Bezirk sind im Laufe des gestrigen Tages verschiedene

Werke infolge mangelhafter Kohlenbelieferung zum Erliegen gekommen

um Riedertauiiher Drankohlenrevier geht die sohl der Arbeit-willigen von Tag zu Tag zurück 3m Öenhenbergci Revier hat die Grube .. Friedrich Ernst" der Halleschen Pfännerschaft, die das Krankenhaus und den Dahnhol Senften­berg mit Strom beliefert, ihren 'Betrieb still- legen muffen. Die Gruben Jva-Renate" der Ilse konnten von neuem in Betrieb getagt wer­den ebenso zum Teil die Grube Daidmamrs- heil" der Ricderlaulitzer Rvhlenwerke. Auch die Grube .Ada" bei Döllingen ist neuerdmgS zu einem kleinen Teil wieder in Gang gekom­mene auf den im Kreise Hoyerswerda ge­legenen Werken hat sich trotz Anwesenheit von Schutzpolizei die Lage durch das Gindringen frem­der Elemente verschärft. 3n der Gegend von Welzow ist auf den Gruben der ..Eintracht" seit gestern eine Verschlechterung der Lage durch stärkste Belästigung Arbeitswilli­ger zu verzeichnen, so dah auch hier Schutz­polizei angesorderi werden muhte Bis heute arbeiten noch drei Werke der .Eintracht" sowie das kauscherwerk Zum Schutz der Arbeits­willigen lind weiter zwei Bereits haften Schutz­polizei im Riederlaufitzer Revier bereitgestellt worden. Die Belehlsgewall ist dem Veiler De: >\pt'.bideT Schutzpolizei unter Auslllxiltung der Polizeigewalt der Landräte unterstellt worden.

Regierungspräsident Srühuer im öfretfflcbid.

Halle 20. Oktober lWolff ) Der Re­gierungspräsident hat heute früh die Gruben des Gritaltals zur Feststellung der poL> zerlüh-m Sich^rhe tsv rh iltnrsse besicht i gt. 2>as Bechatten der Streitenden ist geradezu muster­gültig Auw i>tm den Dergwerksft.vektvoen WRrtbe dieses Urteil für den heutigen Tag be­stätigt. Der Schichtwechkel vollzog sich mit der d- nkbar gröfitrn >iuhe und Ordnung 3m 2n- schlust an die BeAchtiqung hat der Regierungs- «Präsident der Strei klcit ung hi Mücheln, dem Haupt ort des Gei eltals, seine Arn?rkennung für das einwandfreie33 erhalt vn aus­gesprochen. aber auch mit aller Deutlichkeit zu erkennen gegeben, dah er sich n cht im gennqlten veranlagt sehen würde. Die Landjäger un^ Schutz­polizei im geringerem Ausm. st rlS bisher im Geitaltul zu zeigen, da das (Beifeltal a.S eine besondere politische und wirtschaftliche Gefahren- quelle es ihm zu einer ganz bei anderen Pflicht mache, die Polizei vorbeugend wirken zu lassen.

Die Entwicklung der Reichssinanzen.

(Eigene Drahmieldung des . (tziehener Anzeiger»'

Berlin, 21. Dft Der letzte Ausweis über Die Entwicklung Der Reichsfinanzen, Der zwar für Den Monat September einen Rückgang zeigt, ergibt für das erste Halbjahr des Rechnungsjahres 1927 c i n P l u c von rund 2s0 Millionen Mark gegenübir Dem Voranschlag Dieser belief sich auf 3K75 Millionen, das Aufkommen auf 4115 Mill. Das ist sowohl relativ wie effektiv eine bedeutende Lumme, und wenn auch in der zweiten Jahres hälfte erfahrungsgemäß auf manchen Gebieten Rückgänge eintreten die Behörderungssteuer läßt nach Der Reifezeit nach und in den Z 'llen waren diesmal für dic notwendige Getreideeinfuhr ganz erhebliche Mehreinnahmen, nämlich runb 234 Mill, von Den 240 des (BefamtbuDget5 fo ift die Aus» ficht auf eine weitere Steigerung des Plus gegen über dem Gefamtvoranfchlag auch für den Rest des Jahres günstig.

Aus dieser Quelle schöplt der Reichsrinanz- nnnifteT die Mittel, die er für tft* qepi^rue Beamten besok dungserhö bung brmeix. Unb auch den Ländern verbleibt ein Utixr» fdxih. namentlich au» der Einkommen steuer, an der p.c mit bisher 75 Prozent, nach der Fulage Dr Köhlers mit 80 Prozent beteiligt fein wer­den Denn '«*r Boranfchlag mit 600 Millionen für das Halbjahr ist um 40.7 Millionen über­schritten worden von Denen allo rund 32.5 Mil- 1 L~nen den Ländern zufallen ober, toenn die Steigerung anhält, etwa 65 Millionen für das fluix* 3afcr Aber ste find Damit nicht zu­frieden, denn dieserBetrag reich: keineswegs aus. um Besoldungen rach dem Plane des Reiches auch in den Särdern durchzufuhren. JnD das :st im Augenblick eine der Haupt» kttnen gierten unserer (hrnenpolttik Die Be- fctTn!'gAvrlage für die Reichsdr-arnien ist in fp aus'sthriich begründeter und öllenrb.cher Ao-rm a.igekündigt worden, unb die berechtig ren ober

Earol von Rumänien.

Paris. 21. Oft. lWTB. Zunkipruch) Das .Oeuvre will aus gut unterrchxner Quelle criübrci haben, dah Der vom 27. b'.s 30 Ok­tober tagende Kongreh der rumänischen Oiationalen Bauernpartei sich f ü r die Rückkehr des Prinzen i5 a ro l nach Rumänien r.usfprechen wrrie Delegierte d e- icr Partei hätten bereits mit ccrol per» handelt und als einzige, inzwischen devrirs

unberechtigten Besorgnisse, dah 'ich Daran etnv Preisteuerung knüpfen könnte, sind so breii­ge treten torrben, dah dadurch die Rolwendigseü Der Xiobncrböbungen geradezu stchon Allgemein­gut Der öffentlichen Meinung geworden ist zelne ßäiuenxrrrretcr und bestimmde BerusSstänbv machen die Tattik des ReichsfnraiMnttnfters für das Hnftrehen einer solchen Zwang--- age Permttr wörtlich und wollen sogar einen Jufammenbung ttvtschen ihr und den aufflanrmenDen Arbeits- lampten erblicken

Biellricht geht das zu weit. Aber dah hier eine Bewegung «n Gang gekommen ist, die sich mir sehr schwer a rosfein Iaht, ist im zweifelhaft. Dre soeben begonnenen Lohn oerhandlungen bei der Reichsbahn zeigen das mit aller Deutlichkeit. Zwar hat die Generaldirettion der Reichsbahn ihren Arbeitern erklärt, dah Die Löhne bis 31. TI ar) nächsten Jahres taftgelegt und die Finonzlage der Reichsbahn nicht Derart tai. dah ste eine (5rhahung ertnw Und die Berbandiunaen find ooriäastg bis nächsten Monat vertagt worden. Aber schon ist auch hier rin Mittelweg geöffnet worden. Der über eine Erhöhung Der Ortslohnzufchlage zu einer ctrigenm^ Der Lohnaufwendimoen führt. Es ist durchaus wünschenswen dah die Einkornmens» Verhältnisse aller Arbeitnehmer nach Möglichkeit ver­bellen werden, unb wenn mir uns wie die willen» idyaftfldw Austastung ist. in einer echten konsunk» tur berinben. fo wird sich das auch allmählich und obre (BriabrDung Der wirstchanlichen Stab*» tät ftirchführen lasten. Aber es scheint, als ob tak­tisch nicht mi t Der notigen Geschick­lichkeit und Zu rückha I tung oorgegan» gen worden fei, fo dah Die Bewegung Den Chora?» icr einer ruckweise vorgehendcr angenc-nmen f>at; unb das birgt Gefahren, cur Deren'Ztarmeibung oder Bekämpfung zur Zeit die grohte Austnerkfom- keit aller oermstwortstchen Instanzen verwendet weritan muh.

erfüllte Bedingung für Wiedereinsetzung auf Den Thron gestellt; Trennung von feiner z-xiten Frau Brattanu fühle sich nicht mehr feiner Stellung sicher. Sr habe d -ster Tage mit ter König.n-Mu»er Maria, die sich nach Paris ui hrem Sohne habe begeben molkn. cme heftige Auseinandersetzung gehabt Brarisnu habe befürchtet, von br verrat en zu werden und mit Der Ausrufung Der Republik ge- Dr »h L

Oie römische Frage.

Tir Lösung durch den Zasziomne ,.dornig, «der nicht nnntögltch"

Rom. 20 Oft ($U.) Das heute abciib er­schienene amtliche faszistischc Berord- nung» blatt enthält eine von Mussolini leibst redigierte örilänmg zu Den b-rttan Ar­tikeln De» .Oktarva vee Rv nano ' über die rb- nnsche Frage 3n der Erklärung hriht es

Die Pi^emik zwischen Dem OH -rthitntv Ro­mano" und rtnigen saszlftischen Schr ttst^l em über Die römische jtagc gestattet für d>rn Aug. n- biick fotacnDv chchiistfi Auf iDrund Der Artikel ftt' .Ol tarne trnv Romano' kann man sagen dah die 5rage für Den Vatikan nicht eine internationale, svn dem etne zwei­seitige Angelegenheit darsteklt. d zwls chen dem italienis chen Staat unb Dem Heiligen Stuhl zu regeln ist Das W hiftorstch unD logilch richtig Aus den Artikeln des .Ostervatore Rvmaiw" ist z» fol­gern, dah Die Frage der tatsächlichen polnisch n und fttridischen llnab hängig keil des Heiligen St uhlev ickcht notwendig imt B. Dingungen territorialer An verknüpft ist Für das faszistifche Italien ftd>t und tpur > stehen au her jeder Diskussion sne wenn au noch fo geringfügige Wiederherftekkuig der weltlichen Mach', wie fte im 3a 1870 auf härte, und zwar iin'erer Mrinung Aum unmiiefflidxii Borte 11 für das moni i Ansehen ftr römischen Kirche Ift Faszi die sich wtrllich Der Macht und Des (Sbatuf e t> Des saszistischen Staates bewuht Imb. Dürfen Die römifdx Krage tocikr für uni >Sbar halten noch für leicht und rasch lösbar 5Xi» laizistische R^^ime, welches das ganze 20. Jahrhundert vor sich hat, kann, ohne einos Der Drundrechte k»s Staates Miszugeft-n. da Erfolg haben, wo Der Denioliberallsmus trotz mehrerer Berfud> Schiff­bruch erlitt. Man kann folgende Schlubfoigerung ziehen Dornig, aber nicht unmöglich.

Schließung deutscher ^astfiätten in (Südtirol.

B e C11, 21 Oft (TU ) In SÜMIrol Ist dem kürzlichen Vermelfchung-erstitz nunmehr Dir S^flk- fzuna deutscher Gaststätten in 8 ozev GrIeh unb Brisen gefolgt Auch In anderen Orten SüMtrot» ist eine Anzahl von Gaithausem »ob örtnfluben polltellid) gesperrt morben Begründet mlrb diese Mahregel Damit, dah In diesen Gaststätten b e u U <b e £ l e D r r a r , u n aen worben seien. Fer­ner wird ihnen Dir änlrrlaffung der Anbringung von Bildern de» König» von 3t«1ien zum Vorwurf gemacht unb ähnliche Beschuldigungen.

ttöniqk besuch in Paris.

!zuad von Aegypten besucht -rautretch

Pari», 20. Okt <WTB.) König Fuad I. von Aegypten ist in Puris auf bem Bahnhof Boi» bc Boulogne in Begleitung de» ägyptische! Minister­präsidenten Sarroarb Pasch' und verschiedener igypt'fcher Würdenträger eingetroffen Fuad, der chwurze Uniform trug, wurde am Bahnhof von Präsident Doumcrgut, Den Prnfid. nten des Senats unb der Kummer, Minifterprästdent Poinrar «- sowie den Mitgliedern der ägyptischen Gesandtschaft und zahlreichen Persönlichkeiten der ägyptischen Kolonie empfangen Er fuhr -an Der Seite des Präsidenten Doumergue im offenen Wa­gen, während die Militärkapelle die französische unb ägyptische Nationalhymne spielte unb 101 Salut­schüsse abgegeben wurden, eskortiert durch eine Ab» leilung Kavallerie, nach bem Dual d'Orsay ?'m /lugenblitf leincr llnkunft dort wurden noch 61 Salutschülle abgegeben. Am Quai d'Orsay emp­fing Briand den König, unb der Präsident ber Republik führte König Iuad I in bie im ersten Stockwerk des rechten Ilunels bes Dual d'Orsay lie­genden Königsgemächer, wo ber ägyptische Kc-nig .Bohnung nimmt König ^uad hat heute nachmittag bem Präsidenten ber Republik. Dou - m c r g u e , einen Besuch abgeftatlet Um 4 Uhr mürbe er bann im StabthauS empfangen An» fchliesienb Daran empfing Der König ba« Diplo­mat i l d) e Korps Heute abend wird ihm zu Ehren im ElysLe ein Festmahl gegeben, an das sich rin grober Empfang anschlieht, an dem auch das diplomatische Korps tcHnimmt.

Oie Beratungsstelle für Auslanbanleihen.

Etnigunq äbtr die neuen Richtlinien.

Berlin, 20. Okt Sie das DTB aus unter­richteten parlamentarischen Kreisen erfährt, sind die Verhandlungen im Reichssinanzministenum über bie neuen Richtlinien ber Beratung»- (teile für Auslanbanleihen kurz noch Mittag zum Ab'chlutz gekommen. Im rorfentlidfen war bereits gestern abend eine Uebereinftimmung zwischen Ländern, Reich unb Reichsbank erzielt worden. Bei Den hrurioen Beratungen handelte es sich deshalb hauoHädfid) noch um Formulierungen, für die Die gestrige Konferenz einer Ausschuß ein- gefetzt hatte Auch über diese Formulierung ist nun­mehr ein. Einigung zustan^egekommen. Io daß bie neuen Richtlinien, die für bie Anleihebebürf- niffe, aber auch für bie Währungspolitik der Reichsbank von großer Bedeutung sind, hingen wird nunmehr ben ßänberregierun- gen m i i a c t e * 11 werben. Materiell haben die neuen Richtlinien in erster Linie den Zweck, bie