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Roman von Sven Elve st ad.

Copyright bei Georg Müller, München.

12. Fortsetzung. Nachdruck verboten.

Das war der eine", fogte er.Die schworen Augen vergesse ich nie."

Krag verstand, wo» er meinte. Nicht «desto- wenioer fragte er:

Der eine? Das wollen Sie damit sogen?"

Der eine von den Zlehleuten, natürlich;" fuhr der Portier schnell fort. ..Der den uce( warf."

Der Bollzeichef ballte die Fäuste.

»ch ibn hier," murmelte er. ..ich würd' ihn roerffn, ich'- 3ft -t Ära«'

..Dolltonnnen entwischt war dessen Antwort, während er in die Küche zurückging

Hier blieb er eine Leite stehen und betrachte'-' rmfrmutifl dos schwarte Fenster,Es ifl Wir.' iagt« er undeutlich,bcfc wir da einen Fehler begangen haben."

Der Pollvichef sah ihn fragend an. Krag wies auf dos Fenster.

Wir haben vergessen, es .yijuDetfen ober drau­ßen eine Lache auszultellen wo» Sie wollen. Man Hot uns ausspioniert. Diese Menschen formten un» jo ganz deutlich sehen."

..Ach was. wir haben so nichts getan, was für die Nachforschungen fompromdtitrrnö sein könnte. Außerdem haben wir jeßt so ein «werlässiges Sig­nalement. sie haben sich ihn wohl gement *>"

3a, ich bube seine Maskierung bemerkt."

,-Soine Maskierung?"

Jawohl, ich glaube nicht, daß dos graue fjaar und der Bort sowie die lugendlichen. feurigen schworen Äugen etwas miteinander zu tun hoben."

Mit anderen Lorten." bemerkte der Polizei- chef mit ironischem Lächeln. ..alle«, was geschieht, dient nur dazu, un« von ihrer Ueberlegenheit zu liberzeugen!"

Unbedingt" erwiderte Krag entschieden und mit Noclchruck.Aber kommen Sie. wir wollen gehen. Hier ist nicht» mehr bei künstlicher Deleuch- tuna mi machen Morgen müssen Sie einen Mann herserwen. vielleicht kann der einen Fingerabdruck finben."

Der Portier lieh sie hinaus. Auf der Straße setzte Krag «ne Piei'e an den Mund, und ein xllender Schrei Durchschnitt den menschenleeren Stadtteil.

(Einig. Mrnuten später kamen ein paar Schug- (eute gelaufen. Sie waren sehr erstaum. ihren Vor­gesetzten hier $u finden, und erkannten sofort, daß .:wos Besonderes geschehen sein muhte

Krag gab ,hnen den bestimmten Befehl. daß sie an der Haustür aus pass en und niemand hinaus- lassen 'oIller, der nicht zum Hause gehört, und der sich nicht legitimieren konnte.

..Aber axe können wir denn wissen, ob sie zum Haufe erhören oder nicht?" fragten die Schutzleute.

..sklbstver^kendlich mit Hille de« Portiers , ent- gegnete Äraa.

..Dann soll ich di« ganz« Nacht hier stehen- bleiben!" man der Portier erschrocken ein.

Gewiß. Aber wenn Sie lieber hineingehen und sich schlafen legen unbjette Stunde geweckt werden wollen, dann formen Sie dos so auch tun."

3n den Schutzleuten gewandt, fuhr er fort:

Es ist ein Xkrebt des Chris! Und dann ging «r mit dem Polizeichef weiter.

Es war jetzt nach halb zwei Auf dem Dram- mensweg trafen sie die fetzten heimkehrenden Nachtschwärmer. Drüben stand wartend eine ein­same Automobildroschke. Die beiden beschloßen, sie zu benutzen, und beschieunigren daher ihre schritte.

Doch von der anderen Seite her näherten sich lahtend ein paar Herren, die e« gleichfalls auf das Auto abgesehen halten.

Bei dem umstrittenen Fuhrwerk trafen die bei­den Parteien zusammen, und der Ehaufseur blickte unschlüssig von der einen zur anderen.

Die beiden fremden Herren waren ein wenig beschwipst, oder richtiger, der eine hotte einen ordentlichen Affen.

Er taumelte auf Krag zu und bot ihn glucksend um Entschuldigung.

Verzeihen Sie", faate er. ..Wir nehmen dos Auto. 3a, wir sindiuerft taaeroefen."

Setzen Sie sich auf bfe Bank do", sagte Krag. Dann kommt ein neues. Es wird Ihnen ganz gut tun. wenn Sie sich ein bißchen ob kühlen."

Nich zu machen. Nin ins Auto, sage ich so ein verfluchtes Back!"

Der andere suchte ihn zu beschwichtigen.

Asbjörn Krag knöpfte feinen lleberzieher auf und zeigte dem Chauffeur fein Potizerichtll». dos auf der Innenseite des Ueberziehers befestigt war. sofort sprang der Chauffeur von seinem Vordersitz hinunter und öffnete die Sagentür vor den beiden Polizerbeamlen

3n diesem Augenblick erhielt Krag einen neuen Puff von dem Betrunkenen, der murmelte:

..Entschuljung, ei verflucht!"

Sein Kamerad führte ihn zur nöchsten Bank, wo er pisammenbrach. Der Polizeichef ich sich noch einem Schutzmann um. Krag winkte jedoch ab.

Sir Haden keine Zeit. Außerdem sind ja hier Schutzleute genug. Denn er prviel Krake«! macht, fällt er gewiß bald einem von ihm in die Arme."3

Dann sichren die beiden mit voller Geschwindig- keit den Drammen »weg entlang.

Al» sie auf dem Bureau ankamen, rief der Po- lizeichei einen Kriminalbeamten, der in den Fall der gehemnnsoollen Diebstähle eingeweiht war.

Seine erste Frage war:Sidt's wa» Neue«?" Nein."Keinerlei Spur?" Richt die ge­ringste."Gut. lasten Sie un« allein "

Auf dem Tisch de« Chefs lag ein an ihn obres fierter Brief Der herb «gerufene Kriminalbeamte zeigte darauf und sagte im Weggehen:Ein junger Buriche hat ihn vor zehn Minuten abgeliefert. Auf Antwort brauchte et mcht zu warten, sagt« er."

Die beiden Herren blieben allein zurück und hängten ihre lleberzieher an d»e Wand.

Der Polizeiches erbrach den Briri und la» ihn. ttur einmal ließ er sich auf den Stuhl fallen.Nein. 0 -nvos . . . murmelte er Du großer Gott'"

Krag eilte hinzu und riß ihm den Bries au» der Hand.

Es war wieder ein mit der Maschine brid)rfe- den er Bogen, und da stand

Mein lieber Herr Polizeichei'

Da ich mir denken form, daß wir auch in Zukunft weiter korrespondieren werden, möchte ich Ihnen gern ein Mittel geben, durch do» ich mich schriftlich legiti­mieren kann. Auf dem bei gefügten Blankett finben Sie meinen Fingerabdruck. Er ist besser und deut­licher al» der, den Eie heute nacht in der Bygdö- Allee erworben haben, warum ich mir erlaubt habe, den letzteren zu foffieren. Das Blankett ist. wie ei'" sehen werden, von der gleichen Art, wie sie täglich

bei der Kriminalabfeilnng der Polizeibehörde hl Christiania verwertet werden.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Der Mann von der Villa Nofenhaft»."

krag fuhr auf, wie von einer Schlange gebigen, und zum erstenmal seit langer Zeit fluchte er.

. Verreichen Sie!" rief der Polizeichef,ver­gleichen See die« mit Ihrem Abdruck auf den Reiß« nägetn!"

krag iübüe nach fernen Taschen. C r fuchse fieber» hast,ott sind fort!* her er schließlich.

..Fon' Du großer Gott! Dann haben eie sie in der Bogdä-Allee vergessen.'

Rem." Hoben Sie sie denn vertonen?" Sem", erwiderte krag, und der Mann vor dem Fenster siel ihm ein. der ihn die Neißnägel hottk m die Tasche stecken sehen.

eie sind mir gestohlen warben!" erklärte Krag.

Der Polizeichei sah ihn an Fast eine garye Minute he reichte Schweigen zwilchen den beiden Männern. Dorrn brach der Polizeichef in lautes Lochen au«. Aber Krag schwieg immer noch

Endlich sagte jener: kommt mir so vor. Krag,

al» dauerte die Komödie doch recht lange. Wieviel Uhr ist es?"

Krag griff in die Tasche Aber feine Hand hei herab

Auch meine Uhr ist weo". sagte er leise Und kurz daraus fehle er hinzu:Und mein Polizei»child. Da« ,st das schlmnnste."

Aber wer kann Ihnen denn da» alle» gestohlen haben?"

Sie vergessen den Betrunkenen' lagt« Krag, und, mit der Hand nach der Stirn faßend, sagte er: Ich vergefie immer wieder, daß ich in dieser Sache mit Mannern kämpfe, die au» dem Berd rechen eine Wissenschaft gemacht haben' Ader jetzt werde ,ch do« nicht mehr vergessen."

Obschon die» neueste Erledm» an sich humoristisch genug war. schien es den Polizeichef dach nicht (on*

au» seinem (Aflidyt verschwunden und holle einer eigentümlichen Nervosität Platz gemacht.

Asbjörn Krag saß vollkommen nchta aiN dem Sofa und betrachtete ihn. . Nim. was meinen Sie1* fragte er.3fl Anlaß zur Furcht?"

(Fortfetzuno folgt.)

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Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abteilung A wurde eingetragen VUUC

Am 10. Juni 1927; Die Firma Franz Lösch in Gießen Inhaber ist _btr Kauf­mann Franz Hasch in Gießen Firma und Geschäft sind mit dem '.siechte der Weitem jührung der Firma unter Ausschluß der Uebemahrne der seither irn Geschäfts­betriebe begründeten Forderangen und Verbindlichkeiten auf Franz Lösch Ehe- stau. Frieda geb. Noll in Gießen uber­gegangen. Dem Kaufmann Franz Lösch in Gießen ist Prokura erteilt.

Am 11. Juni 1927: a) Die Firma Karl ®reb in (fliehen. Inhaber ist der Kaust mann Cori (flreb in Gießen. Der Carl Orrb Ehefrau, Emma geb. Hainer ht Gießen ist Prokura erttül. b) Bezüglich der Firma A. Ioeroe» Frankfurt o. M. 3®eiflnieberloffung Gießen: Die Zweig­niederlassung ist jetzt selbständige Handel»- meberlaflung. Kaufmann Kaspar Klein m Frankfurt a. M ist als weiterer persönlich hostender lflesellschaster eingetreten. Vasten Prokura ,st erlosihen. Die oftene Handel»« gesellfchoft hot am I Mai 1927 begonnen.

Am 14. Joni 1927: Bezüglich der Firma Wagner & Co. in Gießen Der Sitz der Firma ist noch Dffenbad) a. M. ver­legt worden. Das OMtbaft nebst Firma ist auf den Kaufmann Kari Dllerbein in Umiterbad) ibergegangen. Die lieber» nähme der seither in, Geschäftsbetriebe tw Gründeten Forderungen und Verbindlich- eiten ist ausgeschlossen morden.

Gießen, den 18. Juni 1917.

Hessische« Amtsgericht._______ _

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Volkstümliche Rhein-Fahrt

Sonntag, den 21. August 1927

Sonderxug Gießen- Mainz, 6.30 ab Gießen Sonderdampfer Mainz, Biebrich, kl triste. Rüdcsheim, Bingen, Ah- mannshausen, Bacharach, Caub, Loreley, Boppard, Nied erlahmtem, (Soblenz. - Mit 2'/,stündigem Aufenthalt in ABmannshauscn oder Rüdcsheim zur Besichtigung des Niederwald-Den km als.

Sonderzug CoblenzGießen an 21.40 Uhr.

Geeamtprel» Mark 11.- pro Person.

In den Preis sind eingeschlossen: Mittagessen, Dampfer- u. Bahnfahrt, Führer-Panorama, Musikkapelle, Tanz. Durch Vermittlung der Hamburg Amerika-Linie ist es uns gelungen, diese zusammengestellte verbilligte Rheinfahrt bis Coblenz durchzuführen. wol*

Vergleichen Sie die von einer hiesigen Firma angebotene Tour bi* iud (halber Weg) ru Mk. ". . dann finden Sic, wie äußerst bi!l unsre Rheinfahrt zum Preise von Mk. 11.- einschl. Mittagessen, Musil pelle und Führer-Panorama ist Näheres und Anmeldungen dureb

6i|eohfl6o-B«ein-6ie6eo

Die diesjährigen Ausflüge finden am 3. und 10. Juli noch Mainz-Kasiel statt. Abfahrt in Gießen 10 Uhr norm. Teilnahme- berechtigt sind nur die Mitglieder mit den Homilienangehörigen. Karten fOT Pensionäre und Dartegeldempfänger können ab 27 Juni gegen Dorzeigung der letzten ÄeitragSqultrung beim Rechner A. Lot», Sahnhof Gießen, in Empfang genommen werben. Oie noch im Dienst befindlichen Mitglieder erhalten die Karten

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Morten Mittwoch S 00 Ihr abends EhiAheiifl am Stein ausgeführt von erstklassigem Orchester

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auch nackiS- ML22

Sonntag, L. Lult 1^22, abends Z ilbr veranstaltet der Frauenverein vom ZHofen Kreuz für Deutsche über See lebemals Deutscher Frauenverein vom iRoten Kreuz für die Kolonien) feinen zweiten

^olonial-Älbend

in den Räumen des Gießener Siadttheaters.

Die reichhaltige Festfolge, deren (Linzeiheiten noch bekanntgegeden werden, sieht u. a. vor: Aftilanisch.samoanische Tanz-Szenen, einen Lichtbildervortrag, turnerische Vorführungen von Jlegerfnaben, Turnübungen einer Marineriege, Tropenbüfetts, Tanz im Foyer. 3n einer reich ausgestatteten Tombola gelangt auch ein Freiflug Franlfurt/Main oder Kassel zur Verlosung. - Die Vürger- schast in Stadt und Land wird heute schon zu diesem Fest fteundlichst einqeladen Für den Fest-Ausschuß: Frau Provinzialdirektor Graes

elod LÜeOruMertAr .1 der meiitw Kreufchct- tee. Uletermwt. Hen- kUn>te«. nerv«»» Koef- 'a,Sc*rtrtmle- wichctuUMid.

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