’ur im Sommer, sondern auch im Winter. Die Erfahrung hat gezeigt, baß dieser Zug an Sonntagen besser beseht war als an Werktagen.
Durchgangszug 275 der Strecke Frankfurt— Gießen trifft nach dem gegenwärtigen Fahrplan (Frankfurt a. M. ab 5J2 Uhr) um 6,42 üßr abds. in Diehen ein. Eine Minute vorher, um 6,41 Llhr, fährt auf der Strecke Dietzen—Gelnhausen der lZersonenzug 512 von Dietzen ab, so datz Anwohner der Strecke Dietzen--Gelnhausen, die mit dem Durchgangszug 275 in Dietzen ankommen, hier den Anschluß nicht mehr erreichen, sondern - falls es sich um Reisende handelt, die überhaupt nur bis Hungen fahren wollen — bis 10,43 Uhr warten müssen. Da Personenzug 512 in Gelnhausen keinen Anschluß herzustellen hat. wäre es leicht, den Wunsch der Städte und Dörfer an der Strecke Dietzen-Gelnhausen, aber auch der Orte an der Strecke Ridda—Schotten, zu erfüllen, der dahin geht, den Anschluß des Personenzuges 512 an den Durchgangszug 275 herzustellen durch Späterlegung des ersteren Zuges um etwa i/2 Stunde. Auf diese Weise würde den Bewohnern der Orte an der Strecke Dietzen - Gelnhausen eine vorteilhafte Spätnachmitlags- und Abendverbindung mit Frankfurt a. M. geboten.
Am Schlüsse dieses Abschnitts noch die Anregung, datz die oben erbetenen Personenzüge die großen Fahrplanlücken, deren eine in Richtung Dietzen-Gelnhausen jetzt zwischen 8,14 Uhr früh und 1,43 Uhr mittags, während die andere Gelnhausen—Dietzen zwischen 1,05 Uhr und 5,28 Uhr nachmittags liegt, ausfüllen konnten.
Strecke Friedberg—Nidda.
Zur Verbesserung des Fahrplans dieser Strecke ist es notwendig, einen besseren Anschluß vormittags ab Friedberg nach Ridda herzustellen. 3m Interesse der an dieser Strecke liegenden Orte, insbesondere auch des Bades Salzhausen, wird daher angeregt, im Anschluß an den Personenzug 773 (ab Frankfurt a. M. 10,14 Uhr vorm., an Friedberg 11,25 Uhr), und den Personenzug 774 (aus Richtung Kassel, an Friedberg 10,56 Uhr) einen Triebwagen oder sogenannten kleinen Dampfzug nach Ridda verkehren zu lassen, der selbstverständlich auch Halt in Bad-Salzhausen bekommen müßte. Diese Verbindung könnte mittags gegen 1 Uhr nach Friedberg zurückfahren und dadurch wieder Anschlüsse in Richtung Frankfurt und Kassel Herstellen. 3n beiden Richtungen würden Zugpausen ausgefüllt, deren Größe jetzt schon von der Bevölkerung sehr unnan- genehm empfunden wird. Die Schaffung dieser Fahrgelegenheiten ist zur Hebung des Fremdenverkehrs, wie auch des lokalen Verkehrs dringend erforderlich, denn der Fahrplan in seiner jetzigen Gestalt, der von morgens 8,15 Uhr bis nachmittags 1,47 Uhr in Richtung Ridda und von 9,43 Uhr bis nachmittags 4,25 Uhr in Richtung Friedberg keinerlei Verbindung aufweist, ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn die Reichsoahn- Verwaltung die Reigung des Publikums zur Auto- benuhung nicht noch verstärken will, muß sie eine Aenderung des jetzigen Zustandes eintrtten lassen.
Für die Zeit vom l.Mai bis 1. Oktober ist die Einlegung eines Abendzuges oder eines Triebwagens von Nidda nach Friedberg mit Anschluß nach Frankfurt a. M. und Bad-Nauheim—Gießen
dringend geboten. Der Umstand, datz man ichon um 4.25 Uhr nachmittags von Nidda bzw. Bad Salzhausen abfahren muß, wenn man die Strecke nach Friedberg benutzen will, ist der Hebung des Reiseverkehrs auf dieser Strecke nicht förderlich. Wir möchten anregen, den gegenwärtigen Personenzug 415b, der nur Sonntags 6.46 Uhr nachmittags ab Nidda verkehrt, auch täglich zu fahren: guter Anschluß in Richtung Frankfurt a. M. und Gießen wäre dadurch gesichert.
Dringend erwünscht ist, daß das ganze Jahr hindurch alle Züge dieser Strecke in Bad Salzhausen halten. Da die von der Badedirektion und der Gemeinde Bad Salzhausen angelegte Parkbeleuch- tung in jeder Hinsicht ausreichend ist, werden der Reichsbahn keinerlei Kosten für die Beleuchtung der Station entstehen. Die Fahrkarten könnten, wie auch bei anderen Stationen, im Zuge ausgegeben werden, für Reisende über Friedberg hinaus mindestens doch bis Friedberg. Der Hessische Staat hat in den letzten Jahren erhebliche Aufwendungen gemacht, um das Bad Salzhausen in weitgehender Weise den Ansprüchen der Zeit anzupassen, seinen Ruf und das Ansehen zu heben. Diese Bestrebungen des Staates zur Hebung Bad Salzhausens werden aber nur dann vollen Erfolg bringen, wenn von der Reichsbahnverwaltung durch Verbesserung der Der'ehrsverhältnisse dem Staate geholfen wird. Die derzeitigen bzw. vorjährigen Cifenbahn-Verkehrsverhältnisse für Bad Salzhausen reichen nach der Ueberzeugung der Badedirektion zur Befriedigung der Verkehrswünsche der Kurgäste nicht aus. Rur dadurch, datz den oben erwähnten Fahrplanwünschen Salzhausens Erfüllung gewährt wird, kann die Reichsbahn dem Bade förderlich sein.
Strecke Nidda — Schotten.
Kenner der Verhältnisse bezeichnen es als dringend notwendig, daß auf dieser Strecke die neu eingeführten Triebwagen (Oelmotorwagen) alsbald Verwendung finden. Diese Wagen würden sich gerade auf dieser Strecke, die ganz besondere Geländeschwierigkeiten aufweist (Steigungen, Fahrt durch Ortschaften) gut bewähren. Auf der verhältnismäßig kurzen Strecke könnte mittels dieser Wagen leicht nach Bedarf eine notwendige Verbindung hergestellt werden und dadurch besserer Anschluß an die großen Strecken zu erzielen sein. Die Einheitsklasse in diesen Motorwagen dürfte für die Rentabilität von großem Vorteil fein. Es dürste sich empfehlen, einen dieser Wagen in Schotten zu stationieren.
Der abendliche Anschluß Dietzen—Schotten muh angesichts einer einstündigen Wartezeit in Ridda als recht ungünstig bezeichnet werden. Es dürfte sich empfehlen, vom Gesichtspunkte des vorderen Vogelsberges (Schotten und .Umgebung) aus den PZ. 512, der jetzt 6.42 abends in Gießen abfährt, wie weiter oben ausgeführt, etwa eine halbe Stunde später zu legen. Auf diese Weise wäre auch der Anschluß von Frankfurt a. Main (D 275) sichergestellt, ohne dadurch den Betrieb auf der Strecke Frankfurt—Gießen zu beeinträchtigen.
Für den Sonntagsverkehr von Gießen nach Schotten dürfte es sich empfehlen, etwa um 9.00 abends ab Gießen einen Leicht ug oder Trieb
wagen zu führen, der bis Schotten gehl oder aber ab Ridda abends im Anschluß an den PZ. 512 einen Motorwagen nach Schotten verkehren zu lassen. Auf diese Weise würde der unter den gegenwärtigen Verhältnissen bedingte vierstündige Aufenthalt in Ridda in Fortfall kommen.
An Samstagnachinittagen wäre es erwünscht, wenn der PZ. 4185 in Ridda bereits kurz nach 3.00 Uhr abfahren würde, im unmittelbaren Anschluß an PZ 508 von Gießen. Diese Maß- nähme ist erwünscht sowohl im Interesse der arbeitenden Bevölkerung, die in Ridda beschäftigt ist, aber in Schotten und Umgebung wohnt, als auch vom Standpunkt der Touristen aus. die sicherlich auf den gegenwärtigen langen Aufenthalt in Ridda gerne verzichten werden.
Für den Frühverkehr an Sonntagen, vom Standpunkt der Stadt Schotten aus ist es erwünscht. wenn- der oben gegebenen Anregung betreffend Schaffung eines direiten Zuges Gießen— Schotten bzw. Frankfurt- Schotten ftattgegeben würde. Evtl, wäre ein Sonderzug - ab Frankfurt etwa um 5.00 Uhr früh, an Schotten gegen 7.30 Uhr — in Erwägung zu ziehen. Aus diese Weise könnten die Ausflügler zu früher Tagesstunde in Schotten eintreffen und von hier aus ihre Ausflüge in den Vogelsberg unternehmen: das wäre im Vergleich zu heute, wo die Touristen erst gegen Mittag in Schotten an- I kommen, ein bedeutender Gewinn, der sich sicherlich auch für die Reichsbahn in Gestalt verstärkter Frequenz äußern wird. Die Abfahrt des Sonntag-Abendzuges von Schotten muß gegenüber dem heutigen Zustand später gelegt werden, evtl, auf 7.00 Uhr abends.
Der Vorn'.ittogs-Personenzug 4183. ab Ridda 9.35 Uhr, wäre etwa 10 Minuten später zu legen, damit dieser Zug in Eichelsdors den Anschluß von dem Kraftwagen des Zweckverbandes Schotten—Hungen aufnehmen kann.
Der PZ. 4182, ab Schotten 5.22 Uhr früh, an Ridda 6.03 Uhr, der jetzt nur werktags verkehrt, muß auch an Sonntagen gefahren werden, damit die Bewohner der Stadt Schotten und der an dieser Streck: liegenden Dörfer die Möglichkeit haben, auch Sonntags früh über Ridda—Friedberg nach Frankfurt zu fahren.
Bei besonderen Festen im Vogelsberg (Hohe- rodskopffest usw.) müßte die Reichsbahn dem Verkehrsbedürfnis durch Schaffung von Sonder- zügen oder verstärkte fahrplanmäßige Verbindungen ausreichend Rechnung tragen.
(Schluß folgt.)
Vermischtes.
Dreister Raubüberfall.
In München wurde die Frau des Generalvertreters einer großen Zigarettenfabrik von zwei Burschen, die sich vorher telephonisch Gewißheit verschafft hatten, daß ihr Mann nicht zu Hause war, überfallen und durch einen Schlag auf den Kopf betäubt, so datz sie bewußtlos zusammenbrach. Darauf raubten die beiden etwa 10 000 Zigaretten. Sie hatten durch eine fingierte Bestellung auf Zigaretten sich Zutritt in die Wohnung verschafft.
Zeitschriften.
Aus dem Februarheft des „Kunst- wart" (Verlag Georg D. W. Callwey,München): Aloys Fischer deutet die Gestalt Pestalozzis aus seinem Erlebnis und seinem Werk heraus. Kurt Martin macht in Verbindung mit fünf Wiedergaben seiner Werke mit der künstlerischen Entwicklung des großen Rorwegers Edvard Munch bekannt. Rachdenklich weiß Arthur Bonus über die in „Alten Chroniken" der Monumente Germaniae sich findenden, für uns heutige Europäer aufschlußreichen Welt- und kulturpolitischen Lehren zu plaudern. Ueber den Stand der heutigen Jugendbewegung berichtet Emst Kemmer. Lothar Schreyer bringt uns den Mystiker Ecke- hart näher ufto. Die „Losen Blätter" bringen einen Abschnitt aus Carl 3. Burckhardts „Klein- asiatischer Reise" und Gedichte von Gerda von Below. Aus der „Umschau' sind zu nennen eine Abhandlung über den Kindersprechchor, über die Farblichtmusik von Alexander Laszlo. sowie Theater- und Kinoberichte Eine reichhaltige kritisch-ausführliche Bücherfchau macht den Schluß Außer den Bildern enthält das Heft noch eine kleine Gelegenheitskompofition von Theod. Storm, der bekanntlich ein guter Musiker war, und eine Probe aus Rich. Winters Oper y Gomez".
— Daheim. Rr. 21. — Farbig leuchtet vom Umschlag dieses Heftes der viel umstrittene Kopf der Königin Rosretete. Es ist charakteristisch für die illustrative Führung des „Daheim", daß cs diesen Kopf nicht nur schwarz seinen Lesern vorführt, sondern in der Pracht seiner reichen Farbigkeit. Der Dildschmuck dieses Heftes vereint I die Rainen Peter Kalman. Otto Plaezek und Hans Harttg als Gegenwartskünstler mit dem des klassischen Meisters Lucas von Leyden, von dem eine seltene Radierung geboten wird. — Textlich finden wir: Roman, Rovelle, Pestalozzi-Aufsatz. Aufsätze aus dem Gebiet des Rechtslebens, deS Films, der Geschichte und des MarioneltenspielS. zum Teil sehr schön beblldert. Der Frauenteil bietet Plaud-reien über Spitzen, Glasbläserei. Strickkleider neben allerlei praktischen Ratschlägen. Bilder aus der Zeit fehlen nicht.
— Ikarus. Herausgeber Dr. Erich Mehne. Luftfahrt Verlag G. m. b. H. Union Deutsche Ve?- lagsgesellschaft, Zweigniederlassung Berlin. Berlin SW. 19. — Aus dem Februarheft. (5: ne humorvolle Schilderung des Faschingstreibens im Rheinland von Sturm-Gundal: eine Skizze von Waldemar Deck über „Wolken, Luft und Berge"; packende Luftbildaufnahmen aus den Bergen schmücken den Artikel, die von dem bekannten Flieger Walter Mittelholzer aufgenommen wurden, der zur Zeit durch feinen Afrikaflug die Öffentlichkeit in Spannung hält. Ein Artikf von Fritz Schwiefert, „Rainer Maria Rilke", der mit seltener Einfühlung in das Wesen des Dichters einen Ueberblick über das poetische Schaffen des leider zu früh Verstorbenen gibt, sei der besonderen Beachtung empfohlen, ferner ein Gedicht von Kurt Goldschmidt „Der Flieger" und ein sehr origineller „Brief an einen Dichterling" von Guy de Maupassant.
TANZ
01291
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gesucht.
8ung!
8ung
erhoben.
1733D
8 Herren Konzert 8 Herren^
Stimmung, Gesang, Humor! Kurt Richter.'
Um geneigten Zuspruch bittet: Sepp Paulus.
8ung!
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1746 D
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174 ss
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Dr. phil. Justus Selzer und Frau Paula geb. Lotz
Grünberg, den 19. Febiuar 1927 z. 3t Gießen, Kath. Schwesternhaus ____
WnWMWMlkeMlM, MW
e. G. m. b. H.
Bilanz für das Jahr1925
Aktiva
Reichsmark
Miethäuser . .
. 163 853.90
Neubau-Konto .
. 1 500.—
Inventar . . .
205.—
Bank-Guthaben
. 3 411.67
168 970.57
Passiva Reichsmark
Defchästsguthaben
der Mitglieder.. 1 631.—
Hypotheken- und .
Tarlehnsschuld.. 27 006.65 Vorübergehende
Schulden . . . 573.25
Aufwertungsfonds 139 860.67
168 970.57
Gewinn- und Verlustrechnung um 31.12. 1925
Soll Reichsmark
Abschreibungen . 3 548.90
Geschäftsunkosten. 36.85
Betriebsunkosten . 5 121.23
Zinsen..... 193.71
8 900.69
Mitglieder
Zahl der Mitglieder: Mitgllederzahl am 1. 1.25 201
Zugang im Jahre 1925 . 3
Abgang im Jahre 1925 . 4
Stand am 1. 1. 1926 . . 200
Reichsmark
Mitgliederguthaben
Ende 1924 ... 1 449.—
Ende 1925 ... 1 531.—
Gießen, den 19. Februar 19
Haben Reichsmark
Mieten..... 8 685.20
Zinsen..... 120.01
Uebcrttagung v. d.
Aufwert.-Fonds 85.48
Befand. Einnahmen 10.—
8 900.69
bewegung:
Zahl der Gejchäjtscmtelle:
Am 1. 1. 25 ...... 209
Zugang nn Jahre 1926 . 3
Abgang im Jahre 1925 . 4
Stand am 1. 1. 1926 . . 20«
Reid-smart
Die Haftsumme
betrug Ende 1924 10 450.—
beträgt Ende 1925 10 400.—
Eisenbahner-Heimstätten-Verein c. (4. m. b. Gieße«:
Weber. Schmidt. Döll. Müller. Röhmig.
1731D


