Nr. 43 Drittes Blatt «■BUMW.W TI IUI ■--Hl HM
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
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Montag, 21 Zebruar 1927
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D 77 (Butzbach ab 11.20
gültiges Mißtrauensvotum ausgesprochen
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ie vielseitige Verwendung von maggis würze
Vorteilhaftester Bezug in gro3en Originalflaschen zu RM. 6 50. Achtung auf unversehrten Plambenverachlufi.
i«t mancher Hautfrau noch unbekannt. Nicht nur Suppen aller Art tondern auch Gemüsen, Sofien und Salaten verleiht ein kleiner Zusau feinen, kräftig?n Wohlgeschmack.
Rumänien.
Ion unserem S.-Berichterstatter
Nachdruck auch mit Quellenangabe, verboten!) Bukarest. Februar 1927.
Jn Bukarest sinv wieder einmal größere Lruppenausgebote zusammengezogen. Das kommt öfter vor bei Paraden — Besuchen fremder Fürstlichkeiten — Pr^nzessinnenhochzeiten — Reichs tagSwahlen - StudentenstreikS und
Fahrplanwünsche der ProvinzOberhesfen Der Verkehrsbund Oberhessen an die RerchsvahndirekUon Frankfurt.
Zur Befried.gung der abendlichen Berkchr» interessen Der Stab! öntzbach ist cs erforderlich, den nur versuchsweise für Örn Dintersahrplan vorgesehenen Halt des
dem rumänischen Dolle ungeheuer wachsen. Troy aller Vorsichtsmaßregeln des Generals AvereScu. Troy des Widerstandes ker Liberalen.
Weder das Berbot. die Äaroi rage oder den Beschlust der Bauernpartei innerhalo und außer- halb des Parlaments zu erörtern, noch die schärfste Zensur werden das Schweigen erzwingen. Auch die Wirkung des verstärkten Truppenauf- geboteS in Bukarest übt nur bedingte Wartung aus Auhcebem ist man solche Veranstaltungen von Studentenstreiks und ähnlichem her zu sehr gewöhnt 3m königlichen Schloß aber weilt ein belgischer Spezialist am Krankenbett des krebSlcidenden Königs, um ihm Duto Radium- behandlur.g Linderung zu bringen. Fürst W . k - Helm von Hohen zollern-Sigmarin- gen wird zum Betuch feines kranken Bruders erwartet... Und der älteste Sohn Köna Ferdinands?
begnügen sich vorläufig mit der Erklärung, ihnen ächt erwünschte neue Gesetzentwürfe mit aller Entschiedenheit zu bekämpfen und dem Hinweis, im Bedarfsfälle auch zu Gewaltmastregeln entschlossen zu sein.
Diese Drohungen zielten m der Hauptsache auf die Berhandlungcn Averescus mit Man. u, dem Führer der Rational-Zaranisten, die eine Einigung über deren Eintritt in die Regierung herbcifuhren sollten. Für ihre Mitarbeit forderten die Rational-Zaranisten als oberste Bedingung die Rückkehr deS Srkronprin» z e n Karol nach Rumänien. Die Berhandlun- qen sind daraufhin abgebrochen worden, weil 2lverescu diese 3ufage. infolge seines Wahl- vakteS mit Bratianu im vergangenen Jahre, nicht geben kann und darf.
Die Gegensätze zwischen dem Exkronprinzen 'tarol und dem ehemaligen liberalen Minister- vräsidenten Bratianu sowie dem stummen Regisseur rumänisch-politischen Handeln-, Prinzen S t i r b e y. dessen Einflust bet Hofe, besonders auf die Königs n, ein außerordentlicher ist. waren schon vor der Abdankung des rumänischen Thronfolgers unüberbrückbar. Es spielen da bedeutsame persönliche Momente mit. Kronprinz Karol hatte anläßlich der lebensgefährlichen Erkrankung König Ferdinands im Jahre 1925, die feinen Regierungsantritt erwägen liest, nicht die nötige kroichrinzliche Zurückhaltung bewahrt.
- Dieweil er dem damaligen Ministerpräsidenten Bratianu, ebenso wie seiner königlichen Mutter und deren Ratgeber und vertrautem Freund, dem Prinzen Stirbey kategorisch erklärte, dah er im Falle seiner Thronbesteigung eigene Entscheidungen au treffen beabsichtige und imstande sein werde — und keine Bevormundung dulden werde. Das haben ihm alle Beteiligten lehr verdacht und nicht vergessen. — Und die rothaarige Frau L u p e s c u, zu deutsch Wolf, deren Mutter einst in Jassy „ein kleines Hotel" verständnisvoll leitete, war ein geeigneter und willkommener Anlaß für den denkwürdigen Kron- rat vom 4. Januar 1£33.
Jene Erklärung des Erkronprinzen haben aber auch Die Ra^ional-Zaranisten nicht vergessen. - Es ist nur zu begreiflich, dah sie den Kron- orinzcn in- Land zurückhaben wollen. — Um lo mehr, als die Beliebtheit des Erkronprinzen (seine „Drei Frauen" n;mmt ihm kein Rumäne ernstlich übel) feit feiner Abdankung im rumänischen Bolle ständig größer wurde. Seine Popularität hat er auch jenseits Der Grenzen seines Daterlandes recht klug zu steigern vermocht. Sein geschicktester Schachzug war der offene Brief tm März 1923 an Den Patriarchen von Bukarest Miron Ehriste. Dieses Schreiben wurde in allen groben Zeitungen des Landes veröffentlicht. Als ..guter Rumäne" ermahnt Der „Bürger" Karol Da seine Landsleute vor Den Parlamentswahlen zur Eintracht, Friedfertigkeit und vaterländi'cher Gesinnung. Wie standen die Augen feiner ru- mänilchen Landcskinder gerührt voll Wasser...!
Der Bries wirkte lange und nachhaltig Das konfiszierte Kommunique der Rational-Zara- nisten vom 3. Februar 1927. worin auf Partei- deschlub zur Sicherung der gegenwärtigen Staatsordnung. der konstitutionellen Monarchie und des demokratischen Staatslebens Die gesetzliche Revision des Beschlusses vom 4. Januar 1923 verlangt wird, ist nur ein Beweis dafür.
- Durch dielen Parteibeschluß werden Macht und Ansehen der nationalen Bauernpartei in
fönen aus Ostpreußen abgewandert zum Teil in5 Ausland, zum Teil in Die westlichen 3nbuftriegtbttie, wv viele von chnen jetzt ev- «octbilor find. Dabei fei erwähnt, daß in den Jahren 1840 bis 1910 rund 750 000 Menschen au* Ostpreußen allein nach unseren westlichen Provinzen abgewandert sind, darunter viele Masuren. die in Rheinland-Westfalen in Bergbau und Industrie beschäftigt wurden. Aach dem Kriege hatte die Abwanderung aus Ostpreußen
ganze Iahr hindurch ’efahttn meiden. Durch diese Züge wird eine ständige gute Verbindung mit Wiesbaden usw. also zwilchen Oberheslen und Rhcinhetten und Darüber hinaus nach Sndweften Norden und Rordosten geschliffen. Uebrigenb wies dieses Zugpaar immer eine sehr gute Be fehung auf.
ähnlichem — — — Dann flattern von Den Bretterzäunen und Häuserwänden zerrissene Manifeste und Polizeiverordnungen im Winde wolDakn. deren Uniformen in ihrer Zerlumpt- ijtii sonst sehr viel zu wünschen übr.g lassen, patrouillieren im Glanze nagelneuer Monturen durch Die Stadt - atemlose Spannung erregt >vohlig Die Gemüter — Versammlungen find verboten - tausend Gerüchte schwirren durch Die Gassen - werden geheimnisvoll von Ohr zu Ohr geraunt. — Die Zensur wacht mit ArguSaugen — Unausgesprochener BelagrrungLzustand!
Das alleS ist temporär und hat verschiedene Ursachen ... meistens ReichStagSwahlen oder •StuDcntenflmU — Diesmal ist der G r k
Vie Not des deutschen Gstens.
Zn Der Zeitschrift für D tt Arbeit und 2luf- bau .Die Räder' Berlin W 57. befaßt sich Der Direktor im Deutschen Ostvund S. G i n s ch e l sehr eingehend mit her heutigen Qlot des deutschen ästens Am Hand zahlreicher Einzelbeispiele schildert er Die bedrückenchen Verhältnisse, unter Denen zunächst Ostpreußens Landwirrschaft leidet und kommt zu Dem Ergebnis, daß eine Ertragssteigerung in Der ostpreuhilchen Landwirtschaft unmöglich vor sich gehen kann. Do Der MangelanDetriedskapitalund Kredit auf Der einen Seite unD Der ‘3er lüft an Hinterland auf Der anderen Seite Die hohen Frachten für ostpreußisches Getreide und die geringen Preise zu einer außerordentlich starken Schwächung Der Getreideanbauflächen in Ostpreußen geführt habenI Diese bedauerlichen Tatsachen erklären sich, wenn man erfährt, daß z. B. Der Diehumsatz vor und nach dem Kriege zwischen Ostpreußen und den jetzt abget ..men Gebieten von 190000 auf nur 872 Stück Dietz Aurüdgcgangen ist, und wenn man weiter hört, daß im Gesamtdurchschnitt ostpreuhischer buch- führender Gutsbeiriebe in Den letzten Iah^ ren nicht nur lein Gewinn erzielt wurde, sondern beispielsweise im Jahve 1924 25 Der durchschnittliche Derlust 66,2 Mk. je Hel la r betrug (gegenüber einem Gewinn von 46,9 Mk. je Hektar in den letzten fünf Dorkriegsjahren). 3n Masuren batten Die Güter sogar einen Verlust von 87.9 Mark je Hektar. Richt anders war es in Den bäuerlichen Betrieben. Hier hatten nicht weniger als 87 Prozent aller bua-führenden Bauern Verluste, während nur 13 Prozent Reinerträge hatten. Diese Reinerträge betrugen aber durchschnittlich nur 18,6 Mk. je Hektar.
Ostpreußen lebte vor Dem Kriege geradezu von seinem Export nach Rußland. Don diesem hat es dadurch, daß es durch Die neu- gebildeten Randstaaten und durch Polen von Rußland getrennt worden ist, 90 Prozent ein- gebüßt, ilmgefebrt ging vor dem Kriege ein volles Drittel der Gcsamtaussuhr Rußlands nach Ostpreußens eine genaue Statistik für Die heutigen Verhältnisse liegt nicht vor. Cs ist aber sicher, daß auch diese Ausfuhr während Der landwirtschaftlichen Rotstände in Rußland völlig unterblieben und daß daS auch heute in Der Hauptsache noch Der Fall ist. Jedenfalls lind Die russischen Futtermtttel, Die früher Der ostprevßi- schen Diehwirtschast eine große Hilfe waren, heute nicht mehr zu haben. Die inbustrielle Gin- unD Ausfuhr zwischen Ostpreußen und Den jetzt zu Polen gekommenen Gebieten betrug vor dem Kriege jährlich 815 000 Tonnen. Sie beträgt jetzt nur noch Z6 000 Tonnen. Das bedeutet, daß Industrie und Handel nicht nur in Ostpreußen aufs schwerste gelitten haben, sondern auch in Den abgetretenen Gebieten, wo Industrie und Handel hauptsächlich in Den Händen der Deutschen lagen. Die holzverarbeitende Industrie Ostpreußens, die größte der heimischen Industrien neben dem Mühlengewerbe, hat durch die neue Grenzziehung ganz besonders schwer gelitten. Russisch-polnisches Holz kommt nur noch in geringem Umfange nach Ostpreußen, nicht zuletzt wegen Der nun schon jahrelang anhaltenden litauisch-polnischen Differenzen, Die Den früheren Holzhandel, der insbesondere auch Den Rjemen (Memel) benutzte, unmöglich gemacht hat, ganz abgesehen davon, daß man von Polen Ostpreußen einen scharfen Konkurrenzkampf bereitet.
<&o liegt nicht nur die Landwirtschaft Darnieder. sondern. Da von Dieser in den vorwiegend agrarischen Provinzei; auch Industrie, Handwerk und Handel lebten, das ganze Erwerbsleben und infolge verminderter Steuerlraft somit auch Das ganze öffentliche Leben. Dafür gibt es sehr greifbare Beweise, wie beispielsweise die Kontursstatistik. Während im Gesamtreichsdurchschnitt 1925 Die Zahl der Konkurse um 20 Prozent höher war als 1913, waren in Ostpreußen 80 Prozent mehr zu verzeichnen. Dazu kommt, daß Ostpreußen, durch seine Lage weit entfernt vom Mittelpunkte des Reichs und geschieden durch den Weichselkorridor vom Vairrlande, allein rund 15 Millionen Mark jährlich an Frachten mehr zu zahlen hat wie andere Gegenden des Reiches, trotz zugestandener Frachterleichterungen.
Diese Verhältnisse haben auch bevölkerungspolitisch außerordentlich ungünstige Wirkungen herbeigeführt. Mitten im polnisch- litauischen Meer liegend und von Den heftigsten Dogen nationalen Kampfes umbranbet, ist Ostpreußen in gewissein Sinne Darauf angewiesen, sich selbst zu schützen und zu verteidigen. Dazu ist erforderlich, daß es eine harte national zuverlässige Bevölkerung besitzj. Run ist aber gerade das agrarische lleberfchuy- gebiet Ostpreußen das am dünnsten bevölkert.'. Die schlechte Lage Der Landwirtschaft, Der Industrie, des Handels und des Handwerks hat leider, wie früher schon, eine große Abwanderung Aut Folge gehabt. Dom 1. September 1923 bis Mitte 1925 sind nicht weniger als 160 000 Per-
prinz Die Veranlassung —
Der ehemalige Kronprinz von Rumänien nacht Dem augenblicklichen Ministerpräsidenten AvereScu viel zu schassen. - Dem General war sicherlich überhaupt viel wohler hoch zu Roß an Der Spitze seiner .sieareichen Truppen" von Maraschesti als im Ministerpräftdenlenfesfel. ... Die ZÜgel der Regierung m die Hand zu be- kommen, wurde ihm vor nunmehr beinahe Iahres- *vift leicht genug, sie seither sest Darin zu halten, scheint ungleich schwerer. Obwohl et gleich nach »einer Ernennung das Versprechen abgab. am KurS Der inneren und äußeren Politik. Den seine Borfänger, Die Liberalen, eingeschlagen, nichts tu andern, sind Die Liberalen, die. kluge und geschickte Politiker, ihn als einen minder begabten und schwächeren Rachfolger Bratianu- 'cher Staatskunst ins Schlepptau nahmen, nicht mehr zufrieden. ... Sie finden (cs war übrigens für alle Eingeweihten vorauSzusehen), daß die ngenblickliche Regierung Rumänien um Iahr- ehnte zurückbringt. ... ,Zür weniger an Der rumänischen Politik Beteiligte ist Der llnterfchied wischen Einst und Jetzt allerd.nas schwerer feft» zustellen. ... Trotz ihrer Unzufriedenheit haben Herr Bratianu und seine Anhänger Dem Ministerpräsidenten Avercscu noch kein end-
Uhr abends) zu einer ständigen Einrichtung zu machen. Die Benutzung Die e> Zuges durch Butz bacher Xc
wird sich Die Inanspruchnahme dieses Zuges zur Rückkehr nach Butzbach gerade in den Sommer monaten noch verstärken.
Der Beschleunigte Personenzug 770 muß zweckmäßigerweise an Sonntagen von Marburg ab bis Frankfurt verstärkt gefahren werden oder noch besser einen beschl u halten. Der AuSslüglerverkehr aus Dem Lahntal. Oberhessen und der Marburger Gegend ift. wie beobachtet wurde, mit diesem Zuge lo lebhaft. daß eine Ueberfüllung der Wagen häufig st und D;c in Bad-Rauheim zur Rückfahrt nach Frankfurt einsteigenden Fahr gäfte kaum noch Platz erhalten können
Zwecks Schaffung einer täglichen Spätver binDung von Frankfurt a. M. nach Gießen ist es erforderlich, Den Personenzug 709, oder noch besser Den Personenzug 771, ab Frankfurt a. M 11 05 'i'v abends bzw li :: Uhr ib in Friedberg enden zu lassen, sondern täglich nicht nur (wie jetzt) Sonntags, bis Gießen durchzuführen. Dieser Zug ist für alle Diejenigen erforderlich, Die Die Frankfurter Theater besuche» möchten, wozu sie unter Den gegenwärtigen Zug Verhältnissen (letzte tägliche Abendverbindung nach Gießen ab Frankfurt a. M. 10.23 llhr abends n,ji 1* 77) nicht in Der Lage sind. Personenzug 709 bzw. Personenzug 771, könnten evtl, ab Fricdver<j als beschleunigter Zug bis Gießen mit Halt in Bad-Rauheim unb Butzbach geführt werden. Del Magistrat Der Stadt Frankfurt a. M. hat sich im vorigen Iahre ebenfalls für Die Schaffung dieser Zugverbindung ausgesprochen. Der im bishe.i flen Fahrplan an Sonntagen von Franksurt bis Gießen durchgeführte Spätabendzug weist immer eine sehr gute Besetzung auf, womit wohl Die Frequenz auch an Weütagen zur Genüge erwiesen sein dürfte
Erwünscht ist, dem D 73 Frankfurt a. W. Hamburg, ab Frankfurt a. M. 7.06 Uhr vormittags Gießen ab 8.26 Uhr vormittags, einen oder mehrere direkte Kurswagen nach Berlin beizugeben, damit für die Vormittagsstunden eine bequeme direkte Verbindung nach Berlin geschaffen würde.
Im Interesse der Reisenden von Vilbel wird gebeten, sämtlichen Personenzügen in Dilbel- Süd Halt zu geben und ferner in Der Zeit von 9.00 bis 9.30 ilhr abends eine Verbindung von Frankfurt nach Vilbel zu schassen.
Dringend notwendig ist ferner, Den Personen- oug 782, jetzt Gießen ab 10.39 abends, der nur bis Friedberg fährt, bis Frankfurt durchzusuhren
Dem südlichen Teile Der Provinz Oberhessen Dad-Rauheim, Friedberg erscheint eine bessere Verbindung nach Dem Odenwald über Hanau dringend notwendig, namentlich im Interesse des Arrsflüglerverkehrs.
strecke ttiesten — (Steinhaufen.
Grundsätzlich halten wir zunächst Die Wiedereinführung von beschleunigten Perionenzügen. tote m früheren Iahren schon gefahren, auf dieser Strecke für notwendig. Diese Verbindungen sollte die Reichs öahnverwaltung baldigst schassen.
Zur Förderung des Ausslüglerverkehces Ware, wie gemeinsam mit dem Sisenbahnverkchre- amt Gießen schon beantragt, Die Einführung regelmäßiger Sonntags-Frlihzü'.c Gießen Schotten ohne Um steigen in Ridda erforderlich, etwa ab Gießen 6,15 llhr oder 6,30 Uhr. an Schotten 8,00 Lhr oder 8,15 Uhr. Diese Sonntags,üge wurden Stadt wie Land in gleicher Wette willkommen fein, vor allem würden sie Den Stadtbewohnern eine gute Ausflugsgeleg nFeit nach dem Vogelsberg bie.en und Darum wohl auch ausreichend benutzt worden. Eventuell Anschlußher- stellung von Franksurt a. M. über Frieoberg nach Ridda zur Aufnahme Dort in den Gieße.ier cug wäre sehr empfehlenswert. Da Frankfurt und Die Wetterau ebenfalls starkes Interttse an dem Dogelsbera habe.-., es bisher aber mangels günitiq.r Bahnverbindu igen nicht betätigen konnten. Wie Der Hauptvvrsland des Vogelsberger Höhenclubs uns mitteilt, find seine Zweigvereine in der Wetterau, Frankfurt usw. an einer solchen Frühverbindung nach Schotten interessiert.
Perfonenzug 513 Gelnhausen-Gießen wird nach Dem jetzigen Fahrplan nur werktags gefahren. Rach den örtlichen Beobachtungen liegt em dringendes Bedürfnis vor. diesen Zug, Der Die letzte Deroindung nach Gießen barftdü, auch Sonntag s verkehren zu lassen, und zwar nicht
vorübergehend ganz nachgelassen. Dah he letzt wieder in <o starlcm Matze eingesetzt hat. bc- deutct geradezu ein nationales II n g 1 ü <L iinc getunte Bevöllcrurgspolitik muh Dalut (er* gen. daß Die Abwanderung auS Dein Dünn l>c- volkorten Osten nach Dem übervölkerten Westen einerseits und Die AvwanDerung vorn Lande nach der Liadt anDererfeitS nicht nur aufhön, sondern Das; tm Gegenteil eine rückläufige Bewegung herbeigeführl wird.
Als erster bcDeutfamer Schrnt tm Wirken Des Ende v. 3. gegründeten Verkehrsbundes Oberhessen liegt jetzt eine umfassende Hingabe vor. Die er am SamStag Dor ReichSbahndirektion Jranfurt a. M. überreicht hat Der Perkehrsbund Dem die Drovinztaldirekuon Oberhef'en, Die KreiSämter Stadtverwaltungen, Industrie und Handcls- fammern Handwerkskammer. Bad edt reit tonen, BerkehrSvereine. Der D H S ulw als Mttgl-e- Der angeboren — wendet sich in hiefem. Schriftstück gegen Das auherordentlicheFahr- Vlanelend auf Den oberhofsischen Eisenbahnstrecken, dessen Beseitigung eine Dringende Rotwendigkekt ist Die Eingabe hat folgenden QSortlaui:
Grundsätzliches.
Die außervrdenllich stiefmütterliche Dehand- lung, die Den Eisenbahnverkehrsinteressen Der Provinz Oberhessen im Vergleich zu anderen Strecken (z.B. Frankfurt a. M -- Fulda — Bebra) bei Der Festlegung Des Winterfahrplans 1926 27 seitens Der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. zuteil geworden ist. veranlaßt uns zu dem Ersuchen, vom Sommerfahrplan 1927 ab sämtliche gestrichenen Züge auf Den oberhessischen Strecken wieder in den Verlehrsdienft einzustellen. Grundsätzlich müssen wir mrs auf Den Standpunkt stellen. Daß die Streck« Frankfur! Kassel bei Der Ausgestaltung des Fahrplane mindestens in Dem gleichen Ausmaß zu berüc'idjtigcn ist. wie es bisher schon Der Strecke Frankfurt- Bebra zuteil wurde. Die wirtschaftlichen und 03er- lehrSinleressen Der Provinz Oberhessen sind genau so wicht" ü Der Frank
furt Bevraer Strrcke. Wenn die Reichsbahndirektion Die Mit el zum Verkehr zur Verfügung stellt, Dann wird Die Frequenz im Lause Der Zeit von selber komipen.
Ferner ersuchen wir, darauf bedacht zu fein, daß die Anschlüsse von Oberhessen her in Rich tung Darmstadt und Mainz, wie überhaupt nach sämtlichen Anschluhstrecken Der Reichsbahn-Direk- tion Mainz besser als bisher gewahrt werden.
Ltrccke Ziesten — Frankfurt.
Wir erinnern an Die von Dem Fahrplan-De- zernenten Der Reichsbahirdirektion Frankfurt a. M. in Der Gießener Fahrplankonferenz am 18. September v. I. gegebene Zusage. Dem O-Zugpaar 191/192 neben Dem im Sommerfahrplan 1927 durchgeführten Halt in Bad-Rauheim auch noch Halt in Gießen zu geben. Für beide Städte ist Der Halt dieses Zugpaares von außerordentlicher Wichtigkeit.
Personenzug 704, jetzt ab Gteßen 4,00 Ähr, an Frankfurt a. M. 6,25 ilhr. ist früher zu legen, oder mit größerer Fahrgeschwindigkeit zu fahren, damit er etwa 6,15 llhr spätestens in Frankfurt eintrifft und dort Anschluß an den Beschleunigten Personenzug 998 nach Darmstadt, Heidelberg und weiter nach Süddeutschland erreicht. Dieser Anschluß dürfte^ namentlich für den Sommerreisever- lehr nach Süddeutschland von größter Dedeuiung fern und denen sehr willkommen werden, die den Ausgaben für O-Zugbenuhung wirtschaftlich nicht gewachsen finD. Cvtl. Aufenthaliskürzung in Friedberg und Aeberholung des Personenzuges 704 durch D 192 in Rieder-Wöllstadt.
3m Interesse Der Kurfremden in Bad-Rau- hnm. welche Die in Frankfurt a. M. abgehenden Frühzüge nach^ Mainz oder Darmstadt benutzen wollen, ist in Erwägung zu ziehen, eine Verbindung zu schaffen, die etwa 6,00 Llhr früh in Dad-Rauheim abfährt und so rechtzeitig in Frankfurt a. M. ankommt, daß Der Anschluß an Die Züge D 2. ab Frankfurt 7 12 llhr nach Mainz, und D 134, ab Frankfurt 7.06 llhr nach Darmstadt, erreicht wird. Diese 'Verbindung muß als unbedingt nottocnDig bezeichnet werden.
D 179 180 (Schnellzug Frankfurt a. W. — Kassel — Berlin, bzw. Berlin — Kassel — Frankfurt a. W.), die im früheren Fahrplan eine ausgezeichnete und u. E. ausreichend frequentierte Verbindung darstellten, müssen vom neuen Som- mersahrplan ab wieder im Dienstplan enthalten sein und das ganze Iahr über beibehalten werden, ilebrigcnä sah sich bekanntlich die Re.chsbahnvcr- waltung gezwungen, im Laufe des Winterfahr- pl^ns mehrfach diese Berliner Zugverbindung aus der kombinierten Führung mit Den Hamburger O-Zügen herauSzunehmen und selbständig zu fahren- in allen diesen Fällen waren die Züge sehr gut benutzt. Das Bedürfnis nach dieser Vervin- Dung Dürfte allo ausreichend erwiesen sein.
D 76. ab Gießen 7L8 Uhr vormittags, ist auf Der Strecke nach Frankfurt a. M. überlastet Es emvsiehlt sich, ab Gießen Beiwagen zu stellen, falls nicht vorgezogen wird, dies schon in Kalsel ober Marburg zu tun.
Die sogenannten Bäder-Schnellzüge. D 27 28. Die nach Dem gegenwärtigen Winterfahrplan erst vom 1. April 1927 ab wieder verkehren sollen müssen nach Den VerkehrSnorwendigk^ ten der Städte Frankfurt, Friedberg. Bad-Rauhe m, Buy- bach und Gießen, aber auch im berechtigten Der- kehrsintereffe Der anschließenden Strecken das


