nach dem Vatikan zur Korrektur schickte. Der Papst war ein Mann, der verst .nd. Er Uetz den Artikel von einem seiner Sekretäre kom- üieren, und schickte die Korrektur an den Chefredakteur des Bkat es mit einem Deglcitschr.iben, in welchem eS hietz, datz der Papst zwar den ihm gewidmeten Artilel nach seinem wahren Werte zu schuhen wisse, aber doch den Wunsch hege, seine Veröffentlichung zunächst noch hinausg.schoben zu sehen. 3m Jahre 1839 brachten eines Morgens die.Morning Post" und „Morning Chronicle" die Nachricht von dem Lode des berühmten Schrift- stellcrs und Politikers Lord Drougham. Der Nach- richt folgte ein spaltcnlanger Nekrolog, i.i welchem Lob unb Tadel. Anerkennung und Kritik lieblich gemischt waren. -Zwei Tage später kam ein wü-en- der Vries von Lord Drougharn. Cc sei leb.ndiger als je. schrieb er, und denke gar nicht ans Sterben. Man hat aber später behauptet, datz Droug- ham selbst die Todesnachricht in die Z itungcn gebracht habe, um zu Horen, was man von ihm sagen würde.
Wirtschaft.
Reichsbankpräsident Dr. Schacht.
Der Präsident der Deutschen Reichsbank. Dr. Hjalmar Schacht, begeht am 22. Januar die Feier seines 5 0. Geburtstages. Schacht ist schon verhol.nismätzig früh in wichtige und verantwortungsvolle Stellungen gekommen. Nachdem er in den Jahren 1895 b s 1899 an verschiedenen Universitäten Volkswirtschaft und Finanzwirtschaft studiert hatte, wurde er 1900 Assistent an der Zentralstelle zur Vorbereitung von Handelsverträgen. und im 3ahre 1901. also 24jährig, GeschäsiSsührer des Handelsvertragsvereins. 1903 kam Schacht als Archivbeamter in die Dresdner Vanl, wurde dort bald Leiter des Archivs und schlictzlich stellvertretendes Vorstandsmitglied des Institutes, in dessen Diensten er bis 1915 stand. In diesem Jahre wurde er als Vorstandsmitglied an die Nationalbank für Deutschland berufen. Nach deren Fusion mit der Darinstädter Bank gehörte Schacht als Geschäftsinhaber der Darnn- städtcr und Nationalbank bis zum Jahre 1923 an. In der Zwischenzeit arbeitete er 1914 bis 1915 bei der Vankabteilung d's Generalgouvernements in Brüssel an der Errichtung der Notenbank und der Finanzierung der belgischen Kontributionen mit. Jin Herbst 1923, der Zeit der höchsten Währungsnot, trat Schacht aus der Leitung der Danat-Bank aus: er sollte zunächst Rcichssinanz- minister werden. Diese Berufung lehnte er ab, da er unter Vermeidung deS älmweges über die Rentenbank sofort eine Goldnotenbank aufbauen wollte. Er wurde dann für die ülmstellungszeit Reichswährungstommissar und kurz darauf, am 22. Dezember 1923, zum Reichsbankpräsident en ernannt. Die verdienstvolle Mitwirkung Schachts bei der Wührungsstabilisierung und der Sicherung der neuen Mark, sowie bei den vielfachen Maßnahmen zum Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft ist in breiten Volksschichten zu bekannt, als datz dieser Teil seiner Lebensarbeit jetzt hier im einzelnen aufgezählt werden mützte. Politisch steht der Rcichsbankpräsident den Demokraten na*e. In früheren führen setzte sich Schacht aktiv bei Wahlkämpfen für die Deutsche Demokratische Partei ein, der er im vorigen Jahre wegen ihres Verhaltens in der Fürstenabfindungsfrage den Rücken kehrte.
Deutschlands Ausländsanleihen im Jahre 1926.
Als Anleihenehmer kamen 1926 (3. Dawesjahr) in Frage das Reich, mehrere Länder, eine Reihe von Kommunen und Kommunalver- bänden, zum Teil auch deren Vermittlungsstellen (Landbank der Nheinprovinz, Deutscher Sparkassen- und Giro-Verband usw.), Eleltrizitätt.-, Industrie-, Warenhaus-, Berlehrs- gesellschas.en, tu Rentenbank-Krediianstalt für die Landwirtschast, Hypothekenbanken, kirchliche Verbände und Wohlfahrtseinrichtungen, die in der Hauptsache kleinere Hypothekaranleihen in Holland ausgenommen halsen. Rur der Bayerische Diozclanveraand ist mit zwei größeren Anleihen, nämlich einer 3 Mill.-Guldenanleihe und einer 5 Mill.-Dollaranleihe an die Oeffentlichkeit getreten. Wci.ec sind zu verzeichnen eine 2,5 Millionen Dollaranleihe für evangelische und eine 3 Mill. Dollaranleihe für katholische Wohlfahrts- einrichtungen. In vier Fällen haben Hypothekenbanken, nämlich die Sächsische Landeöpfandbries- bank zweimal, die Bayerische Veceinsbank und die Preutzische Hypotheken-Altien-Vank je einmal Dsandbriesserien im Ausland auslegen lassen, sonst aber haben fi* ihre Pfandbriefe bedarfsweise im Auslande verlauft. Von den bis Mitte De- zember 1926 aulgelealen Anleihen sind in dieser Ausstellung rund 133-ersatzt, die sich aus die einzelnen Wirtschaftszweige wie folgt, verteilen:
in Millionen Mark Anleihenehmer Nom.-Petr. Emiss.-K.-W.
Reich 962,5 885,5
Länder 388.3 365,2
Kommunen, Cinzelanl. 243,4 225,2
Kommunen, Sammelanl. 219,7 211,7
Rentenbanlkreditanst. 105,0 97*6
Hypothekenbanken 46.3 43,6
Katholische Kirche 53,0 51.3
Evangelische Kirche 10,5 10,3
Industriegesellschaften 1 241,7 1 189,1
Elektrizitätswerke 485,7 454,0
Teilt .^.Unternehmungen 90,3 86.7
Warenhausgesellschasten 25.2 24,4
Total 3871,6 3641,6 "
3n den lveitaus meisten Fällen lauten die Anleihen über Dollar. Indes,en sind von den Dollaranlcihen namhafte Beträge besonders in HoUand und England untergebracht worden. Bis Dezember 1926 wurden in Reuhork 2 409 Mill, tn London 491 Mill., in Holland 319. in der Schweiz 191. in Schweden und in anderen Ländern 204 Millionen Mark (immer Emisfionswert) untergebracht. Dabei lauten auf Dollar 2669 Millionen, auf Pfund Sterling 804 Mill, auf holländische Gulden 53 Mill., auf Schweizer Franken 63 Mill, und auf Goldmark 55 Mill kurswert der bis Dezember 1926 untergebrachten Mark. Insgesamt beläuft sich der Emissions- Anleihen auf 3 645 Mill. QHarL Davon sind bei der Daweö-Anlelhe noch 85 Mill. Mark für Provisionen usw. und Kursverluste in Abzug zu bringen. Bei den restlichen Anleihen entfallen aus Provisionen usw. durchweg fünf Prozent, so datz also nur etwa 3 400 Mill. Mk. "ach Deutschland geflossen sind, die zum Ro- minalbetrag, rämlich 3 762 Mill. Mark verzinst und amortisiert werden müssen. An der Gefaint- Anleihesumme ist die Privatinbustrle mit kaum
TBrfCTtntfe.
1 924:
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a.
TL
Telegraphische Auszahlung.
Banknoten.
Getreidebörse.
885,5
82
48.9
1 925:
130,5
58,2
4,0
40,0 0.3
8,9
94.7
37,1
206,4
85.6
230.1
312,3
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Total
1 926: 156,6 124,8
40,1
72,1
142,7
217,9
124,1
33,5
229,7
51,5 193,5 106,9
4,196
68.4S 111,89 20,415
16.81
168. Ifi
18,27
107.18
69.275 2.025
112,07 81.18 67,83
18.445
78.52
Frankfurt a. M., 21. Ian. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29.50 bis 29.65; Roggen, inländischer, 25.50 bis 26; Sommergerste, für Brauzwecke, 26 bis 27.50; Hafer, inländ., 20,75 bis 21,50, Mais, gelb, 18,25 bis 18,50; Weizenmehl, inländisches, Spez. 0, 40.50 bis 41; Roggenmehl 37 bis 37.50; Weizenkleie 13; Roggenkleie 13,25 bis 13,50. Tendenz: fest.
4.216
58,78 112.45 20,515
16.89
169.00
18,37
107,72 59.575
2,145
112.63
81.58
68.17
12.505
73. ?8
942,6 1 208,6 1 493,4
Anleihen wie folgt (Emissionskurswert Honen - Mark).
91mcrlf(inild)e Vi’oten . . . . . 9'clolf<be Noten........
Dänische Wotcn ...... tflifllifdK Noten........ Srnmöntcbt Noten......
polländische Noten...... frl.ilicnische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch Oesterr. ä ioo Kronen iliumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten ....... Spanische Noten.......
Tlchechoilowaktsche Noten . . Ungarische Noten......
Frankfurter
Kali-Syndikat 12 Mill., Pfund Sterl. oder 245,2 Mill. Mark, zusammen 162 Mill. Mark, auf den Siemenskonzern 34 Mill. Dollar oder 142,8 Mill. Mark, auf die Rhein-Elbe-Union und die Hugo Stinnes-Desellschasten je 25 Mill. Dollar oder je 105 Mill. Mark, der Rest von 456,5 Millionen auf die gesamte übrige Industrie.
Auf die einzelnen Monate verteilen sich die
• - - -....... ■ in Mil-
Kein neues Millionendefizit in Frankfurt.
WEN. Frankfurt a. M., 20. Jan. In den letzten Tagen sind in der Bevölkerung Gerüchte über ein angebliches Millionendefizit der städtischen Molkerei Ost Hafen verbreitet worden, und ein Stadtverordneter hatte bereits eine entsprechende Anfrage im Stadtparlament eingebracht. Diese Gerüchte entsprechen, wie uns von zuständiger Seite mitgetcilt wird, nicht den Tatsachen. Richtig ist: Die Osthafen- Molkerei wurde im Juni 1925 mit Aktiven und Passiven zu einem festen Preis von der Stadt angekauft. Nach Uebernahme hat sich die Notwendigkeit ergeben, nach streng kaufmännischen Grundsätzen eine gewissenhafte Berichtigung der Aktiv- und Passiv.Srite der Bilanz vorzunehmen. Sodann wurde der Privatbetrieb, der ja auf ganz andere Interessenten eingestellt war. auf die besonderen Interessen der städtischen Milchversorgung umgestellt. Diese Umstellung hat nach den Neuanschaffungen und baulichen Veränderungen neue Mittel erfordert, abgesehen von sonstigen Aufwendungen für die Neuorganisation. In Privatbetrieben ist es allgemein üblich, bei der Um-
• Die Kohlenförderung im Ruhrgebiet im Jahre 1926 belief slch insgesamt aus 112 107 834 Tonnen Kohle, gegen 104 058 982 Tonnen im Jahre 1925, 94072260 Tonnen im Jahre 1924, 70 916 099 Tonnen im Jahre 1919 und 114 550153 Tonnen, im Jahre 1913. Die durchschnittliche arbeitstägliche Kohlenförderung stellte sich im Jahre 1926 auf 370 451 Tonnen, im Jahre 1925 auf 344 139, im Jahre 1924 auf 309 703, im Jahre 1919 auf 235 701, im Jahre 1913 auf 379 840 Tonnen. Die Kokserzeugung belief sich im Jahre 1926 auf insgesamt 22 186 588 Tonnen gegen 22 528 939 Tonnen im Jahre 1925, 20 709 691 Tonnen Im Jahre 1924, 17 226 189 Tonnen im Jahre 1919, 24 957 956 Tonnen im Jahre 1913. Die Brikettherstellung betrug 1926: 3 780 197 Tonnen, 1925: 3 544 678, 1924: 2 785 052, 1919: 2 799 923, 1913: 4 954 312 Tonnen (16 439). Die Gesamtzahl der beschäftigten Arbeiter stellte sich Ende Dezember 1926 auf 411214 gegen 396 008 Ende Dezember 1925, 471 359 Ende Dezember 1919. Im Jahresdurchschnitt waren insgesamt beschäftigt 1926: 335 153. 1925: 432 691, 1919: 432 083, 1913: 426 033 Arbeiter.
* 60 Millionen-An leihe der Firma Krupp. Ein Banlenkonsort un. unter der Führung der Dresdener Bank und der Dumstäd- ter und Nationalbank hat eine 6proze.iiige Anleihe der Firma Krupp im Betrage von 60 Millionen auf den Gesamtgrundbejih der Firma Krupp, Essen, mit Ausnahme der Zeche Vereinigte Sälzer-Neuack an erster Stelle hpothe- karisch einzutragen übernommen und wird hiervon einen Teilbetrag von 15 Millionen Mark in Holland, die restlichen 45 Millionen Mark binnen kurzem in Deutschland zur Zeichnung auflegen. Es ist ein Zeichnungspreis von 93 Prozent in Aussicht genommen. Aus der Anleihe sollen u. a. vorhandene Aufwertungshypotheken im Betrage von etwa fünf Millionen Mark und der Rest von 7 Millionen Mark der Amerika-Anleihe von 1925 abgelöst werden.
Berliner Börse.
(GigenO Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Berlin, 21. Jan. Zu den von der Börse begünstigten Werten gehörten heute vor allem die Aktien der Dresdner und Darmstädter Bank, die auf den Abschluß der Krupp-Anleihe gekauft wurden. Dresdner plus 3 Prozent, Danat plus 6 Prozent. Ferner konnten Hansa-Dampfschiffahrt und Hamburg-Süd um 5 bis 6 Prozent gewinnen, wöbet verschiedene unkontrollierbare Kombinationen im Umlauf waren. Schwachstrom- werte auf Gerüchte über bevorstehende Zusammenschlüsse in dieser Industrie bis 5 Prozent höher. Der günstige Abschluß der Ostwerke wirkte stimulierend auf deren Aktien, die um 5 Prozent anzogen. Am Montanmarkt fanden in ManneSmann zeitweise stürmische Umsätze statt, das Papier konnte sich um 8 Prozent befestigen. Am Geldmarkt hält die große Flüssigkeit unverändert an. Lagesgeld zu 3 bis 4 Prozent vergeblich angeboten. Erste Firmen konnten schon zu 2 Prozent und angeblich auch noch unter diesem niedrigen Sah ankommen. Monatsgeld ebenfalls sehr leicht. Im Devifenverkehr zog der Dollar gegen die Reichsmark auf 4,2185 bis 4,2190 an, um damit bald den oberen Geldpunkt zu erreichen. London-Kabel 4,8540. Die sonstigen Hauptvaluten notierten ungefähr auf gestriger Basis.
Frankfurt .iörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a. M., 21. Jan. Tendenz: ruhig, uneinheitlich. — Bei unverändert flüssiger Geldmarktlage war heute die Haltung der Börse geteilt, zumal die innerpolitischen Vorgänge zu einiger Zurückhaltung mahnten. Auf der anderen Seite liegen Spezialwerte weiter fest, so Dresdner und Darmstädter Bank als Führer des Konsortiums der Krupp-Anleihe. Daneben wurden Mannesmann kräftig ge- ftcigcrt "ad sogen von 238,5 Prozent auf 252 Dozent an (plus 13.5 Prozent). Kaliaktien bröckelten ab. Mansfelder minus 2,5 Prozent, Aschersleben minus 2 Proz. Schlffahrts- Aktien wieder schwächer. Hapag minus 0,75 n»K?cnt- Am Dankenmarkt zogen Darm- stadter um 4.5 Prozent, Commerz um 1 Proz. ""d bayerische Hypotheken bei großen Umsätzen um 14 Prozent an. I. G. Farben erholten "m 1 Prozent. In Verbindung damit auch Rheinstahl und Rlebeck gebessert. Scheideanstalt gut behauptet, ebenso Vereinigte Chemische Frankfurt. Metallgesellschaft minus 2 Prozent. Auro- alticn lagen widerstandsfähig ohne nennenswerte Kursveranderungen. Maschinenaktien eher schwä- cher. Der Weitere Verlauf konzentrierte sich zu- c.'-Ä au«L ■ Gpesialwerte Mannesmann, Darmstadter Bank und I. G. Farben. Heimische Rnlerhen konnten sich zunächst nur behaupten, rin Verlaufe aber wieder lebhafter und fester- mit etwa 0,957. Fremde Renten ruhig, aber ^EpUch. Der Geldmarkt zeigt weiter große Flüssigkeit bei unveränderten Sätzen Im De- vi s enve r keh r schwächte sich Die Reichsmark «ns 4.217o ab. Paris gegen London WuS 2o°47fLn'Ä ’ 4°- AE"iark gegen
einem Drittel beteiligt. Darüber hinaus sind [ noch von diesem knappen Drittel zwei je 6 Mill. Dollar betragende Anleihen für die staatliche Bereinigte Industrir-Unternehmungen A. G. (Viag) abzuziehen, so daß die Ge'amtsumme der Anleihen der Privatindustrie sich nur auf 1 216,5 Millionen Mark be äuft. Dabei entfallen auf das
Frankfurt a.9W.| Berlin
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Anfang
Tatttit:
20. I
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20. 1.
21. 1.
5% Deutsche Reichöanleihe .
4e/0 Deutsche Ne,ch»an leihe . 37,% Demiche Netchsa» leihe
I.92Ö
0.945
0 9107
0.95
—
0,915
0.94
—
u.91
D.9375
3% Deutsche NetchSanlcibe . Deutsche Saarpramicnanlethe
0.565
—
0,93 0.58
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—-
•1,935
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4“ n Hessen...........
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Deutsche Sertd- Dollar-Aul
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—
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—
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—
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-
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—
1 17,25
16.9
—
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—■
1 45
45.9
—
Berliner Handelsgesellschaft.
—
280
275
280.5
(Soinnicrv und Privat-Bank •
.'16
218
216
218
Tarmll. und Na ionalbank .
281.5
287.25
280
283
Deutsche Bank.........
191,5
193
193
192,5
Diskonto tiommanblt ....
186
187
185.75
185.9
Dresdner Bank........
183
186.5
182
185
Mctalldank........- - -
195
193.5
195
193,75
Mitteldeutsche Credikbank .
18rt
—
188.5
185
Qcstc. reichliche Kreditanstalt.
10 62
10.75
1-1 65
hl.9
ÄcichSbank...........
180.9
180,5
181.75
181.4
Bochumer Guß........
Budcru«........ .. . .
191.75
126
126.5
190
125,5
189.5
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Caro .............
—
—
—
—•
Deutsch Luremburg......
tycisenlirchencr Bergwerke. .
191.5
—
190.7,
189.75
192
191
192
191,25
Harpciicr Bergbau......
202.5
202
200,25
201.25
Kaliwerke AscherSleben. . . .
177
175
176.62
175.25
Kaliwerk Westeregeln.....
189
187.25
187
188,75
tlaurahüitc...... • • • •
'channeüMlinn.........
93.5
94.<5
92.5
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231
238.25
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Manchrldcr...........
152
—
153
156 25
Obcrdedarf..........
Bbönir Bergbau.......
128
—
128 25
127
111 9
141 25
141
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Nhcinische Braunkohlen . . .
264
264.25
262
264.9
Nhcinstaltt...........
Niebrtt Montan........
225.5
214,25
224,9
224 5
189
19)
189
19.)
3elluS Bergbau.......
125
—
*
Bereinigte Stahlwerke....
167.62
157.75
158.75
138
Hamburg Amerika Paket. . .
—
178,25
176.5
178,4
Norddeutscher L'looo . . .
164.9
163.5
164
163.5
(shcramische Werke Albin . .
120
—
—
'jementwerk Heidelberg . . .
159.75
159
—
Philipp Holtmann......
179,5
—
177,75
178
Anglo tfont Guano .....
128
-
127,75
—
Chemische Mayer Alavtu. . .
—
—
—
1 wldschmidt........
bolzvcrlohlung.........
fr iS ftar en Industrie. . .
164
151.25
152
152
100 .96
96
235
135 5
335.2'.
Ri.tgcrbwerke.........
145
145
144,25
145,5
Cchcideanllalt .......
261,6
261
—
—•
Allg CleltrnitätS-cSesellschaft
174 9
175 9
174.5
175
Bergmann ..........
171.5
182
170
179
Elektr- l'icfcrnnqen......
1«
Hl. 75
181
V:d)t und .ftraft........
187,5
188
187.5
189.5
Mainkraitwcrkc........
142
Schlittert...........
175,1
177
175.25
177
Siemens & Halöke ......
214,5
216 5
215,5
215.5
?ldlerwcrke .Meyer ......
123.5
125.5
123,4
124 75
Daimler Motoren. ......
103.25
103
104.5
103,5
pryligenstaedt.........
41.5
<—
Mcguin. ...........
66
——
66.75
Mannheimer Motoren ...
—
42,9
—
frankfurter Armaturen . .
25
—
—
—
.itoiiserucnfabrik Broun . .
80
—
—
Metallgesell chast Frankfurt .
209
—.
—
129
—
128
Schnh'abrik Herz......
80.5
—
8.1 5
Sichel..............
2.8
—
6.5
—
Zellstoff Aschaffenburg....
185.5
185
185
—
Zcllslo f Watdhof.......
i-6.3
263.75
265.6
62,75
Zutteriabrik Frankenthal . .
117 9
116,5
116
—
Znttersabrik Waghäusel . . .
145,9
145.9
145
—
20. Jan.
21. Jan.
Lautliche Noti rnng
Amtliche Notierung
Brie,
«tzeld
Brief
8Imft.- Non
168,47
168,89
168.14
168.86
Bucn. Aire -
1,739
1,743
1,739
1,743
Brss.-Antw
58,56
58,70
58,585
58.785
khristiania.
107.27
107,53
107,44
107.47
Koprnbagcn
112,27
112,55
112,33
112,61
Stottholm .
112,41
112.70
112.41
112,73
Hclsingfors. Italien. . . London. . .
10,695
18.27
10,635 18.31
10,595
18,235
10,637
18,275
20,442
20.494
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20,501
Neuhork . .
4,212
4.222
4,213
4,223
Boriü. . .
16,73
16,77
16.71
16.75
Cchlvci, . .
81,145
81.345
81.111
81,345
Spani.'N .
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68.04
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Japan . . . 'Hio de Jan
2,055
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2.054
2,058
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0.495
3.491
0.496
Wien in D--
Ctft. aboen
59,375
69.515
59.43
69,57
Prag ....
12,472
12,512
12,473
7,412
12,513
Belgrad . .
7,41
7,43
7,433
73,79
Bnbap.-st. .
73.68
73,86
.73 71
Bulgarien
3,017
>,017
,i,037
3,047
Lissabon . .
21,645
.1,593
21,575
21,625
Danjig. . .
81,65
81,75
81,62
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Athen. . .
6,49
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Canada
4,201
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4,245
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Berlin, 20 Ian
Geld
Brief
stellung von Betrieben für andere, besonder« Zwecke die dadurch entstehenden Unkosten als Einführungskosren zu verbuken, und sie im Verlause von mehreren Jahren aozuschreiben. Von dieser Gepslogenhe'.t ist in der Osthasen-Molkerei kein Gebrauch gemacht worden, sondern die unvermeidlichen Einführungskosten sind über Un- I o ft c n t o n t o gelaufen und in den Betriebs- ergebniffen zum Ausdruck gekommen. So ergibt auf Grundlage dieser Berechnungen dis Zwischenbilanz vom 30. November 1926, welche die Zeit vom 1. Januar 1926 bis 30. November 1926 umfaßt, eine Unterbilanz von rund 26 000 M k. ohne Abschreibungen auf Maschinen und Inventar Die Bilanz vom 31. Dezember 1926 wird nach ihrer Fertigstellung demnächst vorgelegt werden.
Gerichtssaal.
Eine betrügerische holzhandelsgesellschast.
WSN. Frankfurt a. M., 20. oan. Vor dem grotzen Schöfs ngericht hatten sich die beiden Inhaber der Hessen-NassauischenHolz- handelsgescllschaf t, einer Lnslations- grünöung, Bornhagen & Kohlmann, wegen betrügerischen Bankrotts und anderer Delikte zu verantworten. Sie hatten zum Schaden württembergiicher, badischer uni) ober- bayerischer Holzlicseranten allerlei Betrügereien, Wechselreitereien usw. verübt. QUnji^in Mainz hatten sie ähnliche Geschäste getätigt. Schließlich flüchteten sie, konnten aber in Bingen erwischt werden. Insgesamt haben sie ihre Gläubiger um über 55 000 Mk. betrogen. Das Gericht verurteilte Bornhagen zu l’/z Jahren und Kohlmann zu zwei Jahren Gefängnis bei sofortiger Verhaftung.
verurteilter Scheckschwindler. 1
WSN. Worms, 20. Jan. Vor dem Schöffengericht hatte sich gestern ein 27 Jahre alter Schlosser, der zusammen mit einem 20jährigen Volontär, der ins Ausland geflüchtet ist, eine hiesige Großbank durch falsche Schecks um 25 000 Mark betrogen hatte, zu verantworten. Er wurde zu zwei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt
3n der Berufungsinstanz milder daoongekammen.
WSN. Frankfurt a. M., 20. Ian. Das Große Schöffengericht fällt? seinerzeit ein scharfes Urteil gegen den Expedienten Hugo Strauß und den in Offenbach ansässigen Schneider S ch l e w i e z k i. indem es ersteren wegen fortgesetzten Diebstahls, Urkundenfälschung und Urkundenvernichtung zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust, den Schneider wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu fünfzehn Monaten Zuchthaus verurteilte. Strauß, ter 30 Jahre lang bei einer hiesigen Firma der Herrenkonfeltionsbranche Expedient war und volles Vertrauen genoß, hatte Fertigware aus dem Betrieb zu schmuggeln verstanden, die auf Umwegen in den Besitz des Schneiders gelangten, der sie zum Schaden der Konkurrenz in seinem Geschäft billig verkaufte. Auf die Berufung der Angeklagten wurde das Urteil von der Strafkammer jetzt aufgehoben und Strauß zu zwei Jahren Gefängnis, Schlewiezki zu l1/, Jahren Gefängnis verurteilt.
Letzte Nachrichten.
Der Brief der Reichspräsidenten.
Kein Durchbrechen der Tradition.
Berlin, 21. Jan. (TU. Drahtmeldung.) Gegenüber der Kritik, die der gestrige Brief des Herrn Reichspräsidenten an den Reichskanzler Dr. Marx vielfach in der Prelle gefunden hat, wird von zuständiger Stelle an den Brief erinnert, den seinerzeit Reichspräsident Ebert am 26. Ollober 1921 an den damaligen Reichskanzler Dr. Wirth richtete und in dem Ebert eine Verbreiterung der Regierungsbasis forderte und zwar unter Hinweis auf die Notwendigkeit einer Stärkung der damals maßgebenden außenpolitischen Richtlinien. Ferner hat Reichspräsident Ebert am 14. Juni 1920 dem Staatsminister Heinhe den Auftrag zur Bildung einer Regierung einer Großen Koalition, am 24. November 1923 dem Volksparteiler v. Kar- d o r f f den Auftrag zur Bildung einer bürgerlichen Koalition und darauf dem ehern. Reichs- schahminister Albert den Auftrag zur Bildung einer parteimäßig nicht gebundenen Regierung und endlich Dr. Marx den Auftrag zur Bildung einer Regierung der Mitte erteilt. Im Dezember 1925 erteilte Reichspräsident von Hindenburg dem Demokraten 5>r. Koch den Auftrag zur Bildung einer Regierung der Grotzen Koalition, am 25. Mai 1926 hat Rei chS- Präsident von Hindenburg an den jetzigen Reichskanzler Dr. Marx einen Bries gerichtet, in dem er sein Einverständnis aussprach, daß das Kabinett nach dem Ausscheiden Dr. Luthers unter neuer Führung beibehalten werden soll.
Noch keine Entscheidung des Zentrums.
Berlin, 21.Jan. (TU. Drahtmeldung.) Di« Zentrumsfra'tion des Rech.tages ist heute mittag zu einer Sitzung zuiammengetreten. Nach der Plenarsitzung tritt die Zentrumsfraklion er» n c u t zu einer Sitzung zusammen. Eine Fühlungnahme des Zentrums mit den anderen politischen Parteien ist für heute nicht mehr zu erwarten. Von dem Verlaufe der zwei.en Sitzung des Zentrums wird cd abhä.igett, ob Dr. Marx tie Zustimmung feiner Partei erhält, d ie Regierungsverhandlungen im Sinne des Hindenburgbr ie f es durchzuführen.
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