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Programm.

ag, 22. vflnvat.

Sie Stunde der Jugend. 4,30 >rt des HausorchestcrS: ,>i idanle". 5,45 bis 6.05 116t;

5 bis 6,45 Uhr- »Zranl'uii. , Jadsports", Dorirag von zinski. 6,45 bis 7,15 115t: irtbildunaSkursut für An an- i;tene sSiltat von 80 öi ven z 7,45 Uhr:Die cinMte« mischen TerusS und ihre Aus- ,on Erich ZiEemann. US ilwandlungen mderSprech

Dortraa von Alfred Auer rriragaabend Robert Koppel' § K 12,30 llhr.LanzmM

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Turnen, Sport und Spiel.

Winler-Waidlauf.

Sine b:r schön' n ur.b wertvollsten Sport- Übungen ist d:r Winter-Waldlauf. Ec ist we cnS- gleich mit allen b.n op rlar.cn, deren Anhänger die Ratur auf'uchrn. D^r hauptfächlicvstc Reiz liegt mithin darin, daß der Ausübende von der ßeiflung selbst abgdenll wird und die Ratur genießt. Darum zieht ein sportmäßiger Dinter- Waldlauf auch jeden in seinen Dann, der ihn einmal verbucht hat. Das Gefühl der Ersrischung und Wiederbelebung ist schönster Lohn. Uno gibt eS denn ein besseres Reinigungsmittel für die Lungen, als die ir.it vollen Zügen eingeat­mete winterliche Waldluft? DaS Herz, angeregt durch rasche und vielseitige Bewegung der Laus- anfetbetungen, folgt Willi n mit, Hautatmung und Stoffwechsel w rden lu -oht. Geschicklichkeit und Ausdauer errunaen. Allerdings gehört dazu ein sich steigerndes Training, denn ansangS versagen Organe und Muskeln b im Winter-Waldlauf bald den Dienst. E.st langsam S Gewöhnen, spori- hebe Arbeit an Körper und Geist, führen zum freudvollen G nutz

Für den Kampfsportler bietet der Wtnter- Waldlauf ReucS in Fülle. Das verschiedenartige Gelände zwingt zum ständigen Wechsel der Lauf­technik, bi- taktisch? Einteilung der Kräfte wird durch Steigung und Gefälle auf der Strecke erschwert, der Waldläufer also zur genauesten SelbstcinfchäYung erregen. Während der Lauf aus der Aschenbahn oder der Straße den ruhigen Fluß der Bewegung a!S oberstes Gesetz aner­kennt, verlangt der Winter-Waldlauf absolute Bewealichkcit des Körper«, Sprungvermögen und Anpassung an das überraschungsreich- Gelände. Jede Bodenart schreibt eine besondere Laus­technik vor Weicher Boden wird mit kurzen raschen Schritten auf der ganzen Sohle durch­laufen. Ackerfurchen immer auf den Kämmen, wobei allerdings die Zielrichtung zu beachten ist. Steigungen verlangen vorgeneigte Haltung mit Armarbeit. Gefälle soll mit elastischen, nicht zu großen Schritten im Schußtempo erledigt werben. Hindernisse müssen überlaufen, nicht übersprungen werden. 3e nach der Schneelage und der Schneeart erhöhen oder senken sich die Anforderungen. Winter-Waldlauf ist nicht Sauer­lauf, sondern ein Tempo- und Kampflauf, weil er vom Start biS zum Ziel Kampf des Körpers und Geiste- gegen die Ratur bedeutet.

Vom DolksMrnen im MUtelrheinkreis der D. T.

Der Kreisausschuß für volkstümliche Hebungen im Mittelrheinkreis der D.T. hielt in Darmstadt eine Sitzung unter dem Vorsitz deS Kreisvolksturnworts K r a m b -Kreuznach ab. Die Besprechung erstreckte sich in dec Haupt­sache aus folgende Punkte: 1. Durchführung der amtlichen Veranstaltungen: 2. neue Bestimmun­gen über die Wettkampfarten: 3. Festsetzung der amtlichen Vertreter bei den Vereins Veranstal­tungen: 4. Lehrgang für die Gauwarte für volks­tümliche Hebungen.

An amtlichen Veranstaltungen finden 1927 statt: Die Waldlaufmei st erschaffen des Kreises in Bad-Rau heim am 27. März, die volkstümlichen Aus'ch.idungskämpfe (für das Kreisfest) am 19. Juli In den Gauverbänden: die K r e i S m e i st e r f 6) a f t e n in den volks­tümlichen Hebungen anläßlich des Kreis- lurnfestcS in Darmstadt am 30. und 31. Juli: die Vereinsmehrkampfmeister sch asten am 11. September in den Gauverbänden.

Eine Sitzung des Kr:iSausschusses, die an­läßlich des FrühjahrSwaldlaufcs in Dad-Vau- heim stat'.sindct. wird sich mit der neuen Krei S - sportvrdnung beschäftigen.

1600000TurnerundTurnerinnen in Deutschland.

WSR. Am 1. Januar 1927 zählte die Deutsche T u r n e r s ch a f t 12 400 Vereine in 1777 DercinSorten. Die Gc'amtmitgliederzahl be­trug an diesem Stichtag 1 600 025 VereinSange- hörige. darunter 1069 741 Männer und 173 327 Frauen. 219 343 Knaben und 137 612 Mädchen. Der größte deutsche Turnlreis ist der sächiische (Freistaat) mit insgesamt 257 637 Vereinsange­hörigen. Ihm folgen der Größe nach der MittelrheinkreiS. Bayern, Thüringen und Brandenburg. Der kleinste deutsche Turnkreis ist der .Vordosten". Unter den Großstädten weist die Reichshauptstadt Berlin mit 37 541 Ver- elnScmgehörig^n die größte Zahl von Turnern und Turnerinnen auf. Es folgen Leipzig. Dres­den mit rund 28 500 bzw. 20 000 Turnern.

Die Olympiade Amsterdam 1928.

Das Terrain, auf dem 1923 die Olympischen Spiele In Amsterdam ftattfinben sollen, nimmt einen FlSchenraum von 16 Hektar (den Autopark und die Hebung-Plätze eingerechnet sogar 52 Hektar) ein und liegt im südlichen Dier el von Amsterdam. Viele Straßenbahnlinien befördern die Gäste in 20 Minuten vom Zentrum der Stadt biS in die unmittelbare Vähe des Stadions.

Außer dem eigentlichen Stadion find noch ein Schwimmbad, eine Fechthalle, eine Bor- und Ringhalle und ein Krickctplatz voraefeben. Ferner wird e n aus drei Eentre-cour.S nebst 10 HebungS- plützen bestehendes Tennisstadion geschaffen. Wester werden ein eigenes Postgebäude und für das .Concours d'Act ein große- AuSstellungs- gebäude gebaut, wo auch ein Shrenhof zur Auf­nahme von Skulpturen errichtet wird.

Das vom Architekten 3. WilS entworfene Hauptgebäude bietet Raum für 40 000 Zu­schauer. hiervon sind 20 020 Sitzplätze und davon wiederum die Hälfte, also rund 10 030 überdeckt. Das ganze Gebäude wird 263 Meter lang und 170 Meter breit. Bevor man den Bau in An­griff nehmen konnte, mußten 4500 Pfähle von je 13 bis 17 Meter Länge in den welchen Moor­boden eingerammt, außerdem mußte daS ganze Gelände mit einer 2 Meter hohen Sandlage bedeckt werden, wozu für ca. 1 Million Mark Secsand nötig war.

Die Mitte des Sportplatzes wird durch ein Fußballse'd von Internationalen Dimen'ionen au«- gefüllt: um dieses Feld herum läuft die 400 Meter lange und 8 Meter breite Laufbahn, und um biete herum ist die Radrennbahn vorgeleh-n. die ebenso wie das Haup'q-bäude in Eisenbeton ausgeführt wird. Eine Art Rinne trennt die Dahn von den Zuschauern zur Verhinderung, daß

Was der Sonntan bringt.

Vezirksligavorschau für Hessen-Hannover.

0. Trotz dcS Sieges des S. E. 03 Kassel über den Spielv. Kasfel-R. am Sonntag ist die Lage in der Rordgruppe noch verwickelt. Auch der Grvßkampf am kommenden Sonntag .Spor t" gegen 0 3 Kassel wird nur eine teilweise Klä­rung bringen. Unabhängig von den Folgen des Ergebnisse- auf die Meisterschaft wird diese- Sptel eines der hartnäckigst.n und spannendsten der Saison wrrd.-n. 3n Fachlrciten gibt man d-r größeren Wucht dcr .Sport -Els vor der manch­mal etwas übertriebenen Kombination der 03er den Vorzug. Zu erwähnen ist noch, daß der Ver­lierer für die Meisterfchast nicht mehr in Be­tracht kommt. Ein weiterer Meisterschaft-- kandidat. sogar d-r relativ noch am günstigsten stehende, Spielv. Kassel, hat d:e sichere Mög­lichkeit weiteren Punkterwerbs In einem Spiel gegen ö t n b e d, zumal auf eig rem Platz. Döt­tingen 05 und Münden find ungleiche Gegner, von denen erster- fast ein- Klaffe besser ind als bet abfteigenbe Tabcller.lctzte Münden.

II. Dezirksklasse La^nkreis.

tz. Gießen 1 900 geht nach Franken- b e r g nicht gerade einen leichten Gang. Franken- berg ist eine starke und energische Mannschaft, aber genau so wechselnd in der Form wie Gießen. Wenn Gießen 1930 den Anschluß an die Spitze behalten will, kommt nur ein Punktgewinn In Betracht, zumal am gleichen Tage im Spiel OderShaufen Germania Marburg letztere sehr leicht gegen bi« zur Zeit in guter Form befindlichen Marburger Vorstädter eine Punkteinbuße erleiden kann 3n Wetzlar steht bas Lokaltreffen an; B. C. gegen F. C. Man kann keinem zur Zeit irgendwelche Thancen auf Sieg einräumen, denn beide find eigentlich gleich gut, ober belfer getagt gleich schlecht. De noch weiter argeleßten zwei Spiel« sind Positions- kämpfe um den Abstieg: Dillenburg-Rb. - Girmes gewinnt ersteres, Glabenbach Butzbach wird letzteres mit ziemlicher Sicherheit für sich entscheiden

V. f. B.

Zum kommenden Sonntag ist für die Liga- mannschaft die .Germania" 94 Frank­furt zu einem Gesellschaftsspiel auf hiesigem Platz verpflichtet worden. Die Gästrntannschast steht seit etwa einem halben Jahr- unter der Geltung des ehemaligen Internationalen S ch n ü r l c. durch dessen erfolgreich« Tätigkeit als vollamtlicher Trainer sich die Spielstärke der Elf bedeutend gehoben hat. Schnürle ge­hörte früher zum V. s. B. Gießen. Man darf gespannt sein, wi« sich die Platzmannschaft gegen den Vertreter der Frankfurter Bezirksliga halten wird.

Als Gegner für bi« 2 i g a r e f e r ü e war die erste Mannschaft von .Hessen" vorgesehen. Rach deren Absage kommt als neuer Gegner entweder die Llgarcserv« von F. C. 05 Wetzlar, oberGer­mania" Frankfurt in Betracht.

Auf eigenem Platz tragen außerdem noch erste und zweit« Iugenbmannfchaft Ihre fälligen Diplomspiele gegen Butzbachs Erste bzw. Dritte von 1900 aus.

Die Dritte ist bei der Zweiten der hiesigen Hessen" zu Gast, auf deren Platz auch die dritte Juaend- sowie erste Sckülermannschaft Freundschaftsspiel« gegen Butzbachs zweite Jugend- bzw. erst« Dchülermannfchaft austragen. Spielücreinigung 1900 Wetzen.

ö. 3m weiteren Verlauf der Meisterschafts­kämpfe unternimmt di« Ligarnannfchaft am kommenden Sonntag die Reis« zum Rüd- spiel nach Frankenberg a. d. Eder. Die .Vereinigten" werden höchstwahrscheinlich

komplett antreten. Für brn Srlatzmittelstürmer vom vorigen 6onn:ag tritt zum erstenmal eine Reuerwcrbung vom Sportverein 1893 Darm­stadt aus den Plan. Man verspricht s.ch dadurch eine wesentlich« Verstärkung der Stürmerreihe, da Mittelstürmer und Halblinks früher schon bei Darmstadt zufammenspielten.

Auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe emp­fängt vormittags de Ligareserve die gleiche Mannschaft vom F. E. 05 Wetzlar im Gefell- schaftSspiel. Ein Interessanter Kampf steht da be­vor. da beide Mannschaften ziemlich gleich stark sind. Das letzte VerbandStrefsen endete 1:1. Die 3b-Mannschaft I.cfert in Grohen-Bused ein Gesellschaft-sp cl.

Rachmittags steht bl« 2. 3u g enb Im Diplom­spiel ber 1. Jugend Leuns gegenüber. Die 3. Jugend weilt bei D a u br ingenS 1. Ju­gend im Geselischaftstpiel als Gast, während die 2. Handballelf nachmittags auf eigenem Platz ihr zweite- Gescllfchaftsspicl zum AuStrag bringt

Sp. D.Hessen" Gietzen.

o. Die erste Mannschaft fährt am Sonn­tag nach 2 a u b a d) zur .Teutonia", um dort da- angefeyte Verbandsspiel der 2. Serie au-zu- Iragcn. 3m Vorspiel siegten die .Hessen" 5:1. diesmal ist ein scharfer Kamps mit knappem AuSgang zu erwarten.

Die zweite Mannschaft trägt da- Rüd- spiel geg~n D. f. B. III. aus 3m Vorspiel muhte sie sich 4:2 geschlagen bekennen, diesmal wird cS nicht viel anders werden.

Aus dem Arbeiler-Turn- und Sportbund.

L Der nunmehrige Abschluß der KveiS- rneisterschaftsfpiele bedingt natürlich im Fuhball.» betrleb eine gewisse Atempause. Di« daran be­teiligten Mannschaften gönnen sich zunächst ein­mal etwa- Ruhe, die übrigen Mannschaften ver­suchen in Gesellschaftsspielen, sich den letzten Schliff zu geben, um zu dem dcmnächstigen Wie­derbeginn der VerbandSfpiele gerüstet zu sein.

Gin besonders interessantes Spiel wird am Sonntag in Heuchelheim zum Austrag kom­men. Der Plahvercin, der schon im Vorjahre mit ernstem Wollen der Meisterschaft zustrebte, wird in diesem Jahr« fein ganzes Können daran­sehen. um diese- Ziel zu erreichen. Dir 1. Mann­schaft des Freien Turn- und Sportvereins Wlefed ist für diesmal d-r Gegner. Da beide Vereine über recht stabil gebliebene Mannschaften verfügen, so läßt der Ausgang dieses Spieles schon gewisse Rücischlüfs« über die Splelstärk« der einzelnen Mannschaften und den AuSgang dcS kommenden Kampfes zu. Richt minder inter­essant dürfte das vorhergehende Spiel ber 1. 3 u - ge ndmannfchaften dieser beiden Vereine werden, die beide über recht ansprechende- Können verfügen.

Die I d-Mannschaft Gießen- trägt ihr Rüdlpiel In Raunheim auS. nachdem sie daS Vorspiel 5:0 verloren hatten. Für das Spiel in Raunheim find die Aussichten dcr Gießener noch geringer, denn die Tücken deS dortigen Platzes, besonders bei dem gegenwärtigen Wetter, haben schon stärkere Mannschaften nicht zu über­winden vermocht. Die II. Mannschaft Gießens tritt erstmalig gegen den Fußball- neullng Grohen-Bused I auf dem dortigen Platz an.

Die Leichtathleten beginnen ebenfalls, kaum daß eine schwache Hoff­nung auf bessere- Wetter besteht, sich zu regen. Für Sonntag ist eine T r a l n i n g S st u n d c nach Gießen vorgesehen, die ein« Fülle des inter­essantesten Hebungsmaterials bietet, das zur Er­öffnung der Leichtathletiksaifon wertvolle Winke und Anregungen geben wird.

etwa Regenschirme und sonstige ungewünfchle Gegenstände auf die Bahn fallen, während ein Gitter die Zuschauer gegen HnglückSsalle schützt.

Beim Ziel ist die Leiln-Hmerlribüne. Auch für die Presse wird in hervorrugmder Weise ge­sorgt. Die Presfetribüne enthalt 630 Platze, wäh­rend ein großer Saal zur Annahme von De­peschen nebst 45 Telephonkabinen im Bauplan ausgenommen sind.

Obgleich das ganze Stadion in Eisenbeton ausgesuhrt wird, hat man um das Ganze herum eine Mauer aus rotem holländischem Backstein geplant.

3n eine der beiden überdeckten Tribünen sind die Königliche Loge und die Logen der offi­ziellen Gäste untergebracht, unter dcr andern be­findet sich das Maratßon-Tor. Hier kommt auch der 45 Meter hohe Marathon-Turm. auS bem während der Dauer der F'ftsp'.ele eine Rauch­säule emporsteigt. Zur Linken d's Tores steht ein Denkmal an den verstorbenen F W. C. H. Baron van Tutzll van Serooskerken. dem ersten Präsidenten des Riederlandl'ch-Olym- pischcn Komitees.

Arne Borgs (kuro>a-Neise.

do. 3m Februar und März unternimmt der in Amerika lebcnue schwedische Weltrekord chwim- mer Arne Borg eine Europa-Schwlmm- reife, für die folgendes Programm aufgeftellt worden Ist:

19. 20. Februar: Magdeburg: 21. Februar: Berlin oder Leipzig: 22. Februar: Köln; 26-/27. Februar Amsterdam: 1. März: Amster­dam (Het); 2. März: Rotterdam (E. D. Z.): 3. März. Den Haag (Hst P): 7/8. März: Gro- nlngcn; 9. bis 16. März: Reise durch Frank­reich: 19.20. März: 30jährigcs ZublläumS- Ichwimmfest deSEercle Royal de Ratation Bru­xelles" in Brüssel.

Ob Arne Borg In Deutschland an den Start gehen wird, ist noch sehr srag'ich. da der S-w«de ungewöhnlich hohe Spcfenforderungen steNt«. Auch steht noch nicht fest, ob der Deutsche Schwimmverband seine Genehmigung zum Start in Deutschland erteilen würde.

DerAmateur" Arne Borg.

vo. Zu diesem Thema schreibt im »Schwim­mer", dem amtlichen Organ bei Deutschen I SchwimmverbanbeS. ber verbandSosfizlLse .Dio- I genes" wie folgt:

»Für ben Besuch in Deutschland hat der Amateur" Arne Borg durch fJnen Manager folgende Forderungen gestellt: Für einen Start in Magdeburg, Berlin und Köln in den Tagen vom 19. bis 22 Februar verlangt Borg 10 0 0 holländisch« Gulden, das sind rund 1700 (eintausendfiebenhunderl) RciHsmark. Ein Start in Magdeburg allein würde für 500 holländische Gulden also für rund 850 Reichsmark zu haben kein. Die Rcife 2. Klasse Amsterdam Berlin und zurück kostet ungefähr 125 Mk. Selbstverständlich haben die deutschen Vereine diese ungeheuerlichen Forderungen glatt abgelehnt, und bet Verband wird unter diesen Hmständen wohl schwerlich noch die Startgenehmigung erteilen wollen.

Arne Borg hat wohl den Maßstab für europäische Verhältnisse und europäische Ama­teurbegriffe gänzlich verloren. Er hat in Ame­rika auSgelernt, wie man als Arnaleursports- mann sein Leben einrichten muß. Sehr gespannt muh man auf die Stellung fein, die dersch we­tz i s ch e Schwimmverband zu dieser pein­lichen Angelegenheit nehmen wird. Bisher hat er ja auf Verderb und Gedeih den Schild über Arne D^tg und seine Amateureigenschaft ge­halten. Ob er eS auch diesmal wieder tun wird? Man hat in Schweden den reinen Amateur­standpunkt hochgchaltcn. Ob man bereit sein wird, einem Borg zuliebe von diesem allein möglichen Standpunkt abzugehen? Wenn man will, wird man alles vertuschen können, das ist klar. Da ist der Manager, dem man alle Schuld In die Schube schieben kann. Wenn man in Schweden will, wird Arne Borg rein und unschultzsvoll aus diesem Handel gehen: nur die Auguren werden sich zulächcln. Wenn man teil daraus kommt es an. Der schwedische Sport könnte auch ohne Arne Borg existieren, er hätte eS ja müssen, wäre Arne Borg in Amerika geblieben. ES kommt daraus an. was mehr gilt: sportliche Ehre oder Erfolge. ES wird verlohnen, ben Fall im Auge zu behalten."

Heuchelheim.

Sportverein Hea-elhels 1920 I g«c«e F. 6. 0tarnen Frohnhausen (DlllkreiS) 3:1.

d. Am Sonntag hatte die erste Mannschaft de- Sportvereins H uchelheirn ble in der A-ÄIaHe an ber Spitze stehenbe erste Mannschaft bei F. 6. Oranien-Frohnhausen (Dillkr.) zu Gast. Mit 3:1

mußten sich d'.e Gäste einwandfrei gefditagen bekennen

Vorher spielte ble Zweite Heuchel- > eimS gegen F. G. Rassau Fleisbach erste Mai.n'chaft Auch hrer g:wannen d'.e Heu- chelhei.ner nach gleichwertigem Spiel 4:3.

Handballpokalrunde um die Deutsche Hochschulmeifterschaft.

Hniberfltät Marburg Universität (Sieben.

2:1 (1:1). , . , ,

Bei ungünstiger Witterung fand dwfes Spiel auf dem Hnioerfitätospor:- und Sptelplah in (Sieben statt 3nfolg« schiech ec Platzl-eschafsen- >cit stand das Spiel nicht aus ber technischen Höhe, wie Lei sonstigen Spielen der beiden Mann­schaften. Schiedsrichwr war Turnlehrer Mohr vom Männcrturnvereln Gießen. 3n der ersten Halbzeit ging Marburg bald in Führung: Gie- ;en führte aber den Ausgleich nach kurzer Zelt ; er bei Gießen hatte bis Halbheit unbedingt Gelegenhel!, die Torzahl zu erhöhen, jedoch der Sturm war vor dem Tor zu unentschlossen, und dir le chien Würic wurden eine sichere Beul« deS ohnehin guten Torma mcs ber Marburger. Stark einfrtzender Re en beeinflußte die Spieiwciie nach Hali zeit noch stärker. Marburg leitete nun recht gefährliche Angriffe ein. Gießen hielt trotz ber Hecerlegenhei' stand, und alle Angriffe gingen fehl. Cli DNßverständr.U der beiden Verteidiger verhalf Mariurg zum zweiten Erfolg. Rach einem geschickt eingeleite.en Durchbruch kam Dießen qul vor des GcgnerS Tor und Hütte den Ausgleich dort unbedingt verd.enl. Das Tor wurde von dem Schiedsrichter jedoch nicht anerkannt. Mit dem Resultat von 2:1 bleibt Marburg, wenn auch nur knapp, Sieger. D e Spielweife beider Mannschaften war unbedingt ansprechend. Dem Schiedsrichter uurde sein Ami dadurch sehr leicht gemacht. Gießen scheide! nun aus ben Reihen der Anwärter aus, weil die Spiele im Pokal­system gespielt werden und der Verlierer auS- scheidet.

Buntes Allerlei.

Wie den Vögeln der lisch gedeckt wird.

Die fortschreitende 3ndustrtalisierung fügt un­serer Vogelwelt schwere Schäden zu. und ber Vogelschutz wird immer wichtiger, um diese für die Landwirrichast so nützlichen Tiere zu erhalten. Die wichtigste Schutzmaßnahme des WintcrS ist die Fütterung. Solange der Boden noch offen ist, solange unter dem Laub noch Futter geholt und die Baumrinde auf Raupen und Eier unter­sucht werden kann, ist die Rot der Vögel nicht so groß. Wenn aber di« Rächte länger und kühler werden, wenn Eis und Schnee den Boden be­decken, bann beginnt ijjr stiller Kampf umS Da­sein, und dann muß die Fürsorge deS Menschen den Pögcln übet die nahrung-arme Zeit Hinweg- Helsen. Die kalte 3ahr.szeit bringt der Vogel- weit schon an und für sich ungeheure Verlust«, die dadurch verringert werben können, wenn wir den Vögeln die Rahrungsbeschaffung erleichtern. Dor allem muh das Futter so gereicht werden, daß cs gegen Regen und Zersetzung geschützt ist. Deshalb sind wiche Futterstätten am besten, die durch ein Dach behütet werden. Vorzüglich be­währt hat sich die Futterglocke, bei der sich bic Körner in einem großen GlaSbehälter befinden, der unten in einen Teller mit aufgeklapptem Rand mündet. Die Vögel können vom Rand tzcS TellerS aus das Futter fressen, und von oben rutschen stets so viel Körner nach, bis der Seiler wieder bche.lt ist. Als Futter empfiehlt sich Hanf­samen. 3m Walde wird man am besten ein Futterhaus anbringen, eine bedachte, von allen Seiten offene Futtcrstelke, di« gern von den Vögeln besucht wird. Auch ber sog. Futterbaum Ist im Walde brauchbar, wenn er so ausgestellt wird, daß auf dem Futter kein Schnee liegen bleibt. Man übergießt einen Ratzelbaum mit einer Futtermifchung. und zwar ist diese am besten folgendermaßen zusammengesetzt: 150 Gramm ge­trocknetes gemahlenes Weißbrot. 100 Gramm ge­trocknetes gemahlene- Fleisch. 200 Gramm Hanf, 100 Gramm gebrochenen Hanß ICO Gramm Mohn, 50 Gramm Mohnmchl. 100 Gramm weihe Hirse, 50 Gramm Hafer, 50 Gramm getrocknete Holun- berbeeren, 53 Gramm Ameifenpuppen. Diese 1000 Gramm Trockenfutter werden mit etwa 1400 Gramm Rinder« oder Hammeltalg gekocht und da- Ganze heißflüssig über den Baum g'schüttet. Ein« wichtige Frage ist c8 auch, wann den Vögeln ber Tisch gedeckt werden soll. Die Vögel haben be­kanntlich einen raschen Stoffwechsel, der den Magen sehr schnell entwert. *Während der Rächt nehmen sie aber naturgemäß keine Rahrung zu sich: finden sie am Morgen nicht gleich genügend Speise, so widersteht drr durch die Rächt ge­schwächte Körper dcr Kälte nicht, und die Tiere sterben. Kommen sie aber über die ersten Wintermorgenstnndcn hinweg, so find fl? für den Tag gerettet. Darum muß die Winterfütterung unbedingt am frühen Morgen einsehen, und zwar mit Futter, das j?d?n Tag frisch gestreut wird. Wie rasch der Stoffwechsel der Vögel ist. zeigen Füttcrungsvcrsuche von Prof. To'rig. Danach be­trägt die tägliche RahrungSmenge bei den klein­sten Vögeln 33 Proz. ihres Lebendgewichte-, bei Blaumeisen und Rotfchwäirzchen 23 bis 24, bei Drosseln 10 bis 12 Proz. Bei einem Versuch, der mit drei Sumpf-, einer Tannen-, einer Schwanzmeise und zwei Goldhähnchen mit einem Gesamtgewicht von nur 65 Gramm angestellt wurde, ergab sich ein täglicher Verbrauch von 1876 Raupen de- Kieferspanner- mit 97,55 Gramm Gewicht. Daraus fi?ßt man, tote wichtig

verfrühte Rekrologe.

Die allgemeine Ansicht gaht dahin, daß ein verfrühtes T"tg:sagtwerd n daS sicherste Mi.iel zu einem recht langen Leben ist. Sobald der Rekrolog in die Zeitung kommt, w'rtz der Kranke wieder g.sund Als P.'pst Leo XIII. einmal schwer krank war, schrieb ein Brüsseler Journalist sofort den Rekrolog unb schickte feinen schönen Aussatz in die Druckerei. Kaurn war aber die letzte Zrile gesetzt, al- der Papst frisch und gesund aufstand und Audienzen abhielt. Der Artikel mußte Wied« heraus. Leo XIII. lebte dann noch zwölf Jahre, und al- er endlich richtig starb, wurde der alte Artikel aus dem Kasten geholt und endgültig verwendet. Der 3ournallst aber, ter ihn ge­schrieben hatte, lag schon längst unet dem arür.« Rasen. Dieser 3ournalist war aber wenigstens nicht so keck gewesen tote ein amerikanische- Vlatt. das eine- schönen Tage- ebenfalls einen Aekroloa für Le» XIII schrieb und die Druckbogen einfach